Wie könnt ich vergessen euch
ihr weiden
die ihr müsst unter den
menschen leiden
am ufer verwurzelt
geköpft und
verschnitten
so alt seid ihr
das es niemand ist bekannt
ihr weiden
ich sehe euch leiden
am ufer
geschnitten geköpft
knorrige äste wie hexenhand
wurzeln wie füße
dazwischen wasserhaar
erinnert ihr an alter und tod
in eurem unbändigen wachstum
seid ihr der ewigkeit so nah
ihr weiden
meine freunde
aus lang vergangenen zeiten
spielgefährte meiner kinderjahre
ihr weiden
wer sie mag
weiß
das sie leiden
die großen
die starken
zersauste
ungebänigte weide
wurzelnd im sumpf
gebt ihr der landschaft
ihr mystisches gesicht.
hukwa
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Montag, 26. Oktober 2009
Baum des Jahres 2010
DieVogelkirsche ist Baum des Jahres 2010
Baum im Herbst
Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt`s , ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem Fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
Hermann Hesse
Die Vogelkirsche, Prunus avium, wurde zum Baum des Jahres 2010 gewählt. Diese Wildkirsche ist die Stammpflanze unserer kultivierten Süßkirschen. Unsere Sauerkirschen haben einen anderen Stammvater, sie sind aus der wilden Sauerkirsche, Prunus cerasus, der asiatischen Weichselkirsche entstanden. Vor allem im Herbst leuchtet Prunus avium der bis zu 150 Jahre alt werden kann rot und orangefarben in unserer pfälzischen Landschaft und trägt zum Zauber des Altweibersommers bei. Schon Anfang April verwandelt die Vogelkirsche durch ihre weißblühende Blütenpracht ihre Umgebung und blüht vielerorts mit der Schlehe regelrecht um die wette. Bis zu ihrem 40. Lebensjahr wächst sie rasch und entwickelt eine locker verzweigte Krone mit aufstrebenden Ästen und vielen gleichmäßig verteilten, mit seitlichen Kurztrieben versehenen, Längstrieben. Mit 50-60 Jahren hat sie ihr Wachstum abgeschlossen und erreicht in dieser Zeit im Bestand mit andern Bäumen eine Höhe von 16 bis 20 m und bisweilen ein Durchmesser bis zu ½ m. Geschlechtsreif wird sie mit 20 – 25 Jahren. In der Jugend ist ihre Rinde glatt, glänzend, rötlichgrau und löst sich später ringförmig in bandartigen Lappen ab. Im hohen Alter bildet sie oft eine flachrissige Borke. Die Vogelkirsche ist in ganz Deutschland verbreitet. In unserer pfälzischen Heimat bewohnt und besiedelt sie die Waldgebiete als auch die Felder und Fluren. In ihren Ansprüchen an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist dieser Baum ein äußerst genügsames Pioniergehölz, und kann auf Grund ihrer Hitze und Trockenheitstoleranz sogar vom Klimawandel profitieren. Vor allem im Frühjahr stellt die Vogelkirsche mit ihrer weißen Blütenpracht eine der ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten dar, allen voran Bienen und Hummeln.
Die Mythologie und Volkskunde stellen die Vogelkirsche in die Nähe der Erle. Wie bei diesem Baum, so soll auch der wilde Kirschbaum die Wohnstätte von Wald und Baumgeistern sein. Nach volkskundlicher Überlieferung haben die Geister des Kirschbaumes etwas von blassen Licht des Mondes, vor allem in Vollmondnächten sollen sie unter dem blühenden Baum tanzen. Die Verknüpfung von Mondlicht und Kirschbaum führt zurück in das tiefe Altertum. Schon immer sahen Menschen einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum, dem Absterben und der Neubelebung der Pflanzenwelt in Verbindung zu dem abschwellenden und zunehmenden Mond. Der Mond gilt auch heute noch als Antrieb des vegetarischen und animalischen Lebens. Die Bauern richteten sich in der Aussaat, der Ernte und im Viehauftrieb nach ihrem, oft, eigenen Mondkalender. Jahrhunderte lang gingen Holzfäller nur bei bestimmtem Mondstand in den Wald um besonders wertvolle Bäume zu schlagen und die Müller regulierten den Lauf des Mühlenbachs nur, wenn der Mond in einem positiven Wasserzeichen stand.
Kirschzweige waren bei unseren germanischen Vorfahren den weiblichen Gottheiten geweiht. Das Christentum hat diesen Brauch in Form der "Barbarazweige" fortgeführt. In vielen Pfälzer Gegenden schickte man junge Mädchen los um am 4.Dezember Kirschzweige zu holen. Diese wurden dann in eine mit Wasser gefüllte Vase an einem warmen Ort aufgestellt so das sie in der Regel am heiligen Abend blühten.
Einige Volkskundler vermuten sogar in den "winterlich blühenden Kirschzweigen" den Ursprung unseres Weihnachtsbaumes. Das Blühen der Kirschblüten im Winter sollte auf jeden Fall ein wenig Licht in die düstere Jahreszeit bringen und galt auch als Glücksbringer für das anbrechende Neujahr.
Holzhandwerker vor allem Schreiner nutzen das Holz der Kirsche im Möbelbau und als Furnierholz, des weiteren wird es im Instrumentenbau und für Drechselarbeiten verwendet.
Auch die Heilkunde verwendete früher die Vogelkirsche als Heilmittel.
Vor allem die Blätter, die Stiele und das aus dem Stamm fließende Harz, das Gummi, waren als harntreibende, schleimlösende Mittel bekannt.
Die jungen Blätter können im Frühjahr gesammelt werden und passen gut in Hausteemischungen.
Der Tee aus getrocknetem Fruchtstein wirkt entwässernd und schleimlösend, besonders bei hartnäckigem Husten der Kinder.
Das Harz des Kirschbaumes, Katzengold genannt, löste man nach einer alten Vorschrift in Wein auf und erhielt so einen Hustentrank.
Die größte Heilwirkung aber sprach man dem aus den Früchten gebranntem Kirschwasser zu. Es war hochgeschätzt als wahres Wundermittel für den schwachen Magen, gegen Ruhr, Gicht, Fieber und viele andere gebrechen.
Kirschsaft ist blutbildend und wird als Diätgetränk bei niedrigem Blutdruck empfohlen.
Doch auch die Küche verwendet die wilden Süßkirschen die ein sehr gutes Gelee ergeben. Der Saft wird mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Für eine Marmelade werden sie entsteint und mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Je nach Geschmack kann man Zitronensaft, Kirschlikör oder Rum zufügen.
hukwa
Baum im Herbst
Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt`s , ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem Fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
Hermann Hesse
Die Vogelkirsche, Prunus avium, wurde zum Baum des Jahres 2010 gewählt. Diese Wildkirsche ist die Stammpflanze unserer kultivierten Süßkirschen. Unsere Sauerkirschen haben einen anderen Stammvater, sie sind aus der wilden Sauerkirsche, Prunus cerasus, der asiatischen Weichselkirsche entstanden. Vor allem im Herbst leuchtet Prunus avium der bis zu 150 Jahre alt werden kann rot und orangefarben in unserer pfälzischen Landschaft und trägt zum Zauber des Altweibersommers bei. Schon Anfang April verwandelt die Vogelkirsche durch ihre weißblühende Blütenpracht ihre Umgebung und blüht vielerorts mit der Schlehe regelrecht um die wette. Bis zu ihrem 40. Lebensjahr wächst sie rasch und entwickelt eine locker verzweigte Krone mit aufstrebenden Ästen und vielen gleichmäßig verteilten, mit seitlichen Kurztrieben versehenen, Längstrieben. Mit 50-60 Jahren hat sie ihr Wachstum abgeschlossen und erreicht in dieser Zeit im Bestand mit andern Bäumen eine Höhe von 16 bis 20 m und bisweilen ein Durchmesser bis zu ½ m. Geschlechtsreif wird sie mit 20 – 25 Jahren. In der Jugend ist ihre Rinde glatt, glänzend, rötlichgrau und löst sich später ringförmig in bandartigen Lappen ab. Im hohen Alter bildet sie oft eine flachrissige Borke. Die Vogelkirsche ist in ganz Deutschland verbreitet. In unserer pfälzischen Heimat bewohnt und besiedelt sie die Waldgebiete als auch die Felder und Fluren. In ihren Ansprüchen an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist dieser Baum ein äußerst genügsames Pioniergehölz, und kann auf Grund ihrer Hitze und Trockenheitstoleranz sogar vom Klimawandel profitieren. Vor allem im Frühjahr stellt die Vogelkirsche mit ihrer weißen Blütenpracht eine der ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten dar, allen voran Bienen und Hummeln.
Die Mythologie und Volkskunde stellen die Vogelkirsche in die Nähe der Erle. Wie bei diesem Baum, so soll auch der wilde Kirschbaum die Wohnstätte von Wald und Baumgeistern sein. Nach volkskundlicher Überlieferung haben die Geister des Kirschbaumes etwas von blassen Licht des Mondes, vor allem in Vollmondnächten sollen sie unter dem blühenden Baum tanzen. Die Verknüpfung von Mondlicht und Kirschbaum führt zurück in das tiefe Altertum. Schon immer sahen Menschen einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum, dem Absterben und der Neubelebung der Pflanzenwelt in Verbindung zu dem abschwellenden und zunehmenden Mond. Der Mond gilt auch heute noch als Antrieb des vegetarischen und animalischen Lebens. Die Bauern richteten sich in der Aussaat, der Ernte und im Viehauftrieb nach ihrem, oft, eigenen Mondkalender. Jahrhunderte lang gingen Holzfäller nur bei bestimmtem Mondstand in den Wald um besonders wertvolle Bäume zu schlagen und die Müller regulierten den Lauf des Mühlenbachs nur, wenn der Mond in einem positiven Wasserzeichen stand.
Kirschzweige waren bei unseren germanischen Vorfahren den weiblichen Gottheiten geweiht. Das Christentum hat diesen Brauch in Form der "Barbarazweige" fortgeführt. In vielen Pfälzer Gegenden schickte man junge Mädchen los um am 4.Dezember Kirschzweige zu holen. Diese wurden dann in eine mit Wasser gefüllte Vase an einem warmen Ort aufgestellt so das sie in der Regel am heiligen Abend blühten.
Einige Volkskundler vermuten sogar in den "winterlich blühenden Kirschzweigen" den Ursprung unseres Weihnachtsbaumes. Das Blühen der Kirschblüten im Winter sollte auf jeden Fall ein wenig Licht in die düstere Jahreszeit bringen und galt auch als Glücksbringer für das anbrechende Neujahr.
Holzhandwerker vor allem Schreiner nutzen das Holz der Kirsche im Möbelbau und als Furnierholz, des weiteren wird es im Instrumentenbau und für Drechselarbeiten verwendet.
Auch die Heilkunde verwendete früher die Vogelkirsche als Heilmittel.
Vor allem die Blätter, die Stiele und das aus dem Stamm fließende Harz, das Gummi, waren als harntreibende, schleimlösende Mittel bekannt.
Die jungen Blätter können im Frühjahr gesammelt werden und passen gut in Hausteemischungen.
Der Tee aus getrocknetem Fruchtstein wirkt entwässernd und schleimlösend, besonders bei hartnäckigem Husten der Kinder.
Das Harz des Kirschbaumes, Katzengold genannt, löste man nach einer alten Vorschrift in Wein auf und erhielt so einen Hustentrank.
Die größte Heilwirkung aber sprach man dem aus den Früchten gebranntem Kirschwasser zu. Es war hochgeschätzt als wahres Wundermittel für den schwachen Magen, gegen Ruhr, Gicht, Fieber und viele andere gebrechen.
Kirschsaft ist blutbildend und wird als Diätgetränk bei niedrigem Blutdruck empfohlen.
Doch auch die Küche verwendet die wilden Süßkirschen die ein sehr gutes Gelee ergeben. Der Saft wird mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Für eine Marmelade werden sie entsteint und mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Je nach Geschmack kann man Zitronensaft, Kirschlikör oder Rum zufügen.
hukwa
Sonntag, 25. Oktober 2009
Wir sind den ökologischen Herausforderungen des neuen Zeitalters nicht gewachsen.
Die menschheit, vor allem der sogenannte westliche mensch, schreitet fort in seinem vernichtungswahn. Wie will er jenes chaos, das er in der natur heraufbeschworen hat wieder in einen natürlichen gleichklang bringen, wenn er es nicht fertig bringt in sich selbst eine innere harmonie zu erzeugen und im bündnis mit der natur zu leben anstatt in ständiger feindschaft zu ihr?Wir sind seit längerem schon dabei uns mit den fortgeschrittenen wissenschaften zu vernichten, anstatt uns in richtung eines harmonischen erdenlebens hin zu entwickeln. Die wissenschaften sollen diener des geistes sein und diesen nicht verknechten. Wir sind mit unseren zehen ein paar millimenter in ein neues zeitalter getreten und könnten wenn wir nur gewollt hätten bereits festen fuß darin gefasst haben. Denn herausforderungen dieses neuen zeitalters sind wir auf ökologischer basis nicht gewachsen. Schon in den 1970zigern jahren haben fähige geister gewarnt! Sie haben uns vor einer psychischen verelendung, vor einer ökologischen katastrophe und einer drohenden wirtschaftskrise mehr als deutlich gewarnt. All dies ist nun eingetreten, die menschen nehmen es wahr und verdrängen es sofort wieder. Alle diese krisen die uns heute heimsuchen wurden unter anderem auch von den wissenschaftlern aufs deutlichste beschrieben und dort wo man früh schon eine lösung erkannt hat, fehlte und fehlt der ehrliche politische wille und die einsicht positives zu verwirklichen. Inzwischen ist es einfach so das die probleme, die einer lösung bedürfen, fast nicht mehr überschaubar sind. es sind genügend kräfte vorhanden die gegen diesen wahnsinn anlaufen und den zustand der zeit verbessern möchten. doch diese werden durch eine politik des egoismus und der ausbeutung der erde gehindert. Was uns die politik auch erzählt, ihr denken ist ein "nach uns die sintflut" denken und so ist auch ihre politik, sie richtet sich gegen den planeten und seine bewohner.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Ökonomie, Ökologie, Schizophrenie.
Unser wirtschaftssystem hat einen absoluten tiefpunkt erreicht. Ein system das leistungssteigerung zu seiner wichtigsten grundlage erklärt hat, muss an sich selbst scheitern, weil die ressourcen begrenzt sind, ökologisch und ökonomisch. Eine politik die erde und mensch auspreßt, die lieblosigkeit gegenüber den bürgern an den tag legt, kann keine zukunft haben. Die tragik dieser zeit ist, dass auf der einen seite die masse der arbeitslosen steht und auf der anderen seite kapital und zeit vorhanden sind, doch es kommt zwischen beiden zu keiner übereinkunft. Anstatt den versuch zu unternehmen das dasein sinnvoll zu gestalten findet nur eine panische flucht in die welt des materialismus statt. Anstatt widerstand zu leisten, verfallen wir dem mamom des materiellen. Wir flüchten uns in scheinwelten. Soziale institutionen verfallen, die kleinfamilie, wird durch radikale, falsche sozialpolitik zersetzt. Millionen von familien im land müssen sich nun bedarfsgemeinschaft nennen. Die jugend sucht zuflucht in schein- und drogenwelten. Den gewerkschaften laufen die mietglieder davon. Die macht ist zentriert, das volk machtlos bis hin zur unmündigkeit. Das gesetz des ellenbogens und das zynische wesen des egoismus feiern triumpfe. Ausschalten und vernichten, erster sein, andere benutzen, ich will...psychologisch übersetzt bedeutet das angst! Angst bedeutet lieblosigkeit, das fehlen von einem bezug zu meinen nächsten, meiner familie, meinen nachbarn, zum menschen
überhaupt. Diesen mangel versucht man mit gewalt und brutalität zu bewältigen. Die verdrängung des "gesellschaftlichen unbewussten"führt zu ständig sich steigender kriminalität, zu brutalen misshandlungen von kindern zu mord und totschlag. Die unterhaltungsindustrie, und medien haben sich in die erziehung unserer kinder eingeklinkt und führen ihnen eine schnelle welt, bestehend aus pornographischen werbespotts und gewaltverherrlichenden filmen vor. Die demokratisch orientierten staaten sind dabei mit ihrer politik kläglich zu scheitern. Weltweit wird eine politik der verachtung gegenüber der natur betrieben. Die verzweifelte suche nach lösungen die von einer kleinen minderheit betrieben wird, wird durch unmenschliche konzernpolitik, die radikale macht über mensch und märkte ausübt, schon in jedem aufblühen erstickt. Bei einem solchen hintergrund müssen wir uns die frage stellen ob der großteil dieser gesellschaft nicht bereits aufs schlimmste seelisch erkrankt ist. Wie wollen wir ökologischen sinn finden wenn wir die ökonomie wie opium zu uns nehmen?
hukwa
überhaupt. Diesen mangel versucht man mit gewalt und brutalität zu bewältigen. Die verdrängung des "gesellschaftlichen unbewussten"führt zu ständig sich steigender kriminalität, zu brutalen misshandlungen von kindern zu mord und totschlag. Die unterhaltungsindustrie, und medien haben sich in die erziehung unserer kinder eingeklinkt und führen ihnen eine schnelle welt, bestehend aus pornographischen werbespotts und gewaltverherrlichenden filmen vor. Die demokratisch orientierten staaten sind dabei mit ihrer politik kläglich zu scheitern. Weltweit wird eine politik der verachtung gegenüber der natur betrieben. Die verzweifelte suche nach lösungen die von einer kleinen minderheit betrieben wird, wird durch unmenschliche konzernpolitik, die radikale macht über mensch und märkte ausübt, schon in jedem aufblühen erstickt. Bei einem solchen hintergrund müssen wir uns die frage stellen ob der großteil dieser gesellschaft nicht bereits aufs schlimmste seelisch erkrankt ist. Wie wollen wir ökologischen sinn finden wenn wir die ökonomie wie opium zu uns nehmen?
hukwa
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Mutter alles Werdenden
Ich rufe dich
Mutter alles werdenden
Die dem falken die kunst des fliegens schenkte
Denn pflanzen die heilkraft verlieh
Denn steinen weisheit
Dich rufe ich mutter alles werdenden
Du gibst mit antwort
Im flüstern der bäume
Im rauschen der flüsse
Im lied der amsel
Im spärensang der planeten
Lass mich einkehr halten in deiner stille
Fülle mich mit stärke und kraft
Mutter alles werdenden.
hukwa
Mutter alles werdenden
Die dem falken die kunst des fliegens schenkte
Denn pflanzen die heilkraft verlieh
Denn steinen weisheit
Dich rufe ich mutter alles werdenden
Du gibst mit antwort
Im flüstern der bäume
Im rauschen der flüsse
Im lied der amsel
Im spärensang der planeten
Lass mich einkehr halten in deiner stille
Fülle mich mit stärke und kraft
Mutter alles werdenden.
hukwa
Montag, 19. Oktober 2009
Baumsprüche
In einem kleinen buch habe ich jede menge baumsprüche gesammelt. Ein oder zweimal in der woche nehme ich das büchlein mit auf meine wanderungen durch den pfälzerwald. ich setze mich dann unter einen mächtigen alten baum und lese ihm die sprüche vor. Heute las ich einer alten linde folgende vor:
Die baumgestalt steht sinnbildhaft für die menschengestalt.
hermann hesse
Wo bäume wachsen ist die erde gastlich.
Friedrich schnack
Ja, mir will scheinen, dass ein baum wie ein lebendiges wesen zu uns spricht: In mir ist ein kern, ein funke, ein gedanke verborgen, ich bin leben vom ewigen leben.
hermann hesse
Der mensch muss seine intelligenz, angefangen bei den bäumen, langsam wieder aufrichten.
joseph beuys
Was der saft im baum ist, das ist die seele im körper, und ihre kräfte entfaltet sie wie der baum seine gestalt.
hildegard von bingen
Hoch wuchs ich über mensch und tier;
Und sprach ich - niemand spricht zu mir.
nietzsche
Ich, der ich in einem baum aufgewachsen,
hätte mancherlei zu erzählen,
doch da ich viel erfuhr von der stille,
habe ich mancherlei zu verschweigen.
pablo neruda
Die baumgestalt steht sinnbildhaft für die menschengestalt.
hermann hesse
Wo bäume wachsen ist die erde gastlich.
Friedrich schnack
Ja, mir will scheinen, dass ein baum wie ein lebendiges wesen zu uns spricht: In mir ist ein kern, ein funke, ein gedanke verborgen, ich bin leben vom ewigen leben.
hermann hesse
Der mensch muss seine intelligenz, angefangen bei den bäumen, langsam wieder aufrichten.
joseph beuys
Was der saft im baum ist, das ist die seele im körper, und ihre kräfte entfaltet sie wie der baum seine gestalt.
hildegard von bingen
Hoch wuchs ich über mensch und tier;
Und sprach ich - niemand spricht zu mir.
nietzsche
Ich, der ich in einem baum aufgewachsen,
hätte mancherlei zu erzählen,
doch da ich viel erfuhr von der stille,
habe ich mancherlei zu verschweigen.
pablo neruda
Freitag, 16. Oktober 2009
Waldruf
Ich sah den habicht kreisen
hoch oben in der luft
ich lieg im hain der buchen
traumselig heimgesucht
ich schaue in den himmel
wolken im goldgewimmel
bald naht das abenddämmern
es ruft aus alten tagen
aus längst vergangenen jahren
wie aus einer kühlen gruft
eine alte melodie
die kindheit kehrt nie mehr
dennoch ist da ein schimmern
ein helles leuchten und glimmern
ein fahles weißes licht
entzückendes erinnern
aus alten kindheitstagen
mir ist als sei im stamm der buche
versteckt die alte kinderstube.
hukwa
hoch oben in der luft
ich lieg im hain der buchen
traumselig heimgesucht
ich schaue in den himmel
wolken im goldgewimmel
bald naht das abenddämmern
es ruft aus alten tagen
aus längst vergangenen jahren
wie aus einer kühlen gruft
eine alte melodie
die kindheit kehrt nie mehr
dennoch ist da ein schimmern
ein helles leuchten und glimmern
ein fahles weißes licht
entzückendes erinnern
aus alten kindheitstagen
mir ist als sei im stamm der buche
versteckt die alte kinderstube.
hukwa
Dienstag, 13. Oktober 2009
Waldgang im Oktober
mit wuchtiger farbenpracht sucht der oktober den pfälzerwald nun auf. Alle gelb, braun und rot schattierungen sind vorhanden. Dazwischen das grün-gelb der eichenblätter, der baum der dem herbst am meisten widerstand leistet. In den nächsten tagen beginnt auch bei den eichen die volle herbstfärbung. Kastanien und eichenfrüchte liegen auf dem waldboden, dazwischen manchmal das knallige rot eines fliegenpilzes, vor allem dort wo birken zu hause sind. Beim ersten morgendämmern, wenn noch die nebel in den lüften hängen, hört man tiefer im wald die hirsche röhren. Hirschzeit! Die eichelhäher zetern und die eichkatzen tanzen geschickt in den prall gefüllten haselsträuchern. Es scheint als wolle die natur noch einmal ihre gesamte farbenpracht auslegen, bevor sie sich das kleid des winters überstülpt und die wälder einige monate in melancholischer tristesse verharren. Im frischem laub rascheln haselmaus und wiesel spielen ein tödliches fangen miteinander. wenn am abend die oktobersonne im westen mystisch untergeht, glüht der rote himmel mit dem laub um die wette. Überall der geruch von erde, laub und pilzen. Es ist die zeit der landschaftsmalerei und wenn ich mit dem malblock unterwegs bin, weiß ich manchmal nicht wo ich mit der malerei beginnen soll. Jeder teil der waldlandschaft ist nun in ein tiefes schwermütiges geheimnis gehüllt, will man dieses geheimnis ergründen, tut man es am besten in dem man die natur in farben festhält. Der ganze pfälzerwald erscheint nun wie ein einziges großes gemälde, ein gesamtkunstwerk aus erdigen farbtönen.
hukwa
hukwa
Montag, 12. Oktober 2009
Aufgeschichtete Steine
Hier im herbstlichen wald
tausend erdfarben
der blick des malers ist gebannt
von den farben des herbstes
wie ist die farbe deiner augen
der geruch deiner haut
ich stehe in den morgennebeln
betrachte ein spinnennetz
verwoben mit dem goldenen tau des morgen
deine anwesenheit
ich spüre sie
heute
dein lächeln
dein winken
dein körper verwoben in meiner seele
ich warte auf antwort
ritz ein zeichen in die
aufgeschichtete steine.
hukwa
tausend erdfarben
der blick des malers ist gebannt
von den farben des herbstes
wie ist die farbe deiner augen
der geruch deiner haut
ich stehe in den morgennebeln
betrachte ein spinnennetz
verwoben mit dem goldenen tau des morgen
deine anwesenheit
ich spüre sie
heute
dein lächeln
dein winken
dein körper verwoben in meiner seele
ich warte auf antwort
ritz ein zeichen in die
aufgeschichtete steine.
hukwa
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Aphorismen
Meine persönliche philosophie, von einem system möchte ich nicht sprechen, ist das ineinander
laufen von mystik und philosophie. Ich habe kein problem damit sarte und meister eckhart an einen tisch zu laden und mich zu unterhalten, doch ich habe ein problem damit mich mit schwätzern zu unterhalten.
hukwa
Das ist die wirkliche philosophie: In mir selbst zu verweilen und den stein der weisen zu suchen. Wo sonst soll ich es finden ausser in mir? Ich habe die großen werke der philosophie gelesen, gefunden habe ich nur eines: Die bestättigung meines weges.
hukwa
Das bei - sich - selbst zu - hause sein ist denkende einkehr. Nur hier kann man finden in der
metaphysischen heimat.
hukwa
laufen von mystik und philosophie. Ich habe kein problem damit sarte und meister eckhart an einen tisch zu laden und mich zu unterhalten, doch ich habe ein problem damit mich mit schwätzern zu unterhalten.
hukwa
Das ist die wirkliche philosophie: In mir selbst zu verweilen und den stein der weisen zu suchen. Wo sonst soll ich es finden ausser in mir? Ich habe die großen werke der philosophie gelesen, gefunden habe ich nur eines: Die bestättigung meines weges.
hukwa
Das bei - sich - selbst zu - hause sein ist denkende einkehr. Nur hier kann man finden in der
metaphysischen heimat.
hukwa
Dienstag, 6. Oktober 2009
Flötenspiel
Abends wenn die dämmerung kommt
wenn ich auf der parkbank sitze
dem flügelschlag der raben lausche
silbern die nebelschleier in die büsche sinken
ist es mir als höre ich aus der ferne
wunderschönen flötenklang
lieblich traumversunkene töne
künden mir die nacht bald an
dieses trauerweiden lied
gespielt in ganz archaischer weise
die im traumschlaf in mir weiterglüht
und mich in den morgen führt
wo ich neue ufer spür.
hukwa
wenn ich auf der parkbank sitze
dem flügelschlag der raben lausche
silbern die nebelschleier in die büsche sinken
ist es mir als höre ich aus der ferne
wunderschönen flötenklang
lieblich traumversunkene töne
künden mir die nacht bald an
dieses trauerweiden lied
gespielt in ganz archaischer weise
die im traumschlaf in mir weiterglüht
und mich in den morgen führt
wo ich neue ufer spür.
hukwa
Sonntag, 4. Oktober 2009
Die alte Blutbuche vor meinem Arbeitszimmer
Jeden abend fliegen die krähen die alte blutbuche an
im geäst der bäume die
sehnsucht der vögel
verstummt ist lang schon
das gesumm der hummeln
starke äste singen
zweige erscheinen im wind wie knorrige trollarme
sie ächzen
sie wispern
von werden wachstum und reife
von krankheit verfall und tod
erhaben steht die alte über allem
singt in königlicher würde ihr einsames lied.
hukwa
im geäst der bäume die
sehnsucht der vögel
verstummt ist lang schon
das gesumm der hummeln
starke äste singen
zweige erscheinen im wind wie knorrige trollarme
sie ächzen
sie wispern
von werden wachstum und reife
von krankheit verfall und tod
erhaben steht die alte über allem
singt in königlicher würde ihr einsames lied.
hukwa
Samstag, 3. Oktober 2009
Kosmische Würde
Raum und urgrund
zeit und ewigkeit
all und nichts
aufgehoben in der göttlichen schale
dieses wundervollen blauen planeten
denn ihr täglich so oberflächlich mordet
viele sind bereit das wort zu sprechen
zu schreiben
die wenigsten können es leben
würde
dieses wort hat macht
dies wort ist göttliches prinzip
es ist der name des universums
ummantelt von den oberflächlichkeiten menschlichen bewusstseins niederer stufe
steht das wort geschrieben
aus den farben des regenbogens in die wolken gemalt
würde
in der unendlichkeit des universums finden wir es vor
würde alles umfassende kosmische würde
all seine glieder
gleich welcher gattung
gleich seinen tausend gestaltungen
energie, monaden, atome, teilchen, molekül, mineral, pflanze und menschtier
himmelskörper, galaxie, physis, geist
es fließt durch die milchstrasse
es fließt durch die unendlichkeit des universums
alles ist dieses wortes teilhaftig
kosmische würde
lebt es endlich
seid keine kommunalpolitiker
seid kosmopolitiker
selbst die verdränger, die mörder, die totschläger sind teil dieser kosmischen würde
sie haben sie jedoch vergessen
ihr leid wird unendlich sein
sind sie erst zurück
dort wo sie herkammen
aus dem kosmischen
mögt ihr auch die erde noch im würgegriff haben
für ihren geist seid ihr staub
eure wanderung hat nie begonnen
das große ziel habt ihr verfehlt
die vereinigung
in kosmischer würde.
hukwa
zeit und ewigkeit
all und nichts
aufgehoben in der göttlichen schale
dieses wundervollen blauen planeten
denn ihr täglich so oberflächlich mordet
viele sind bereit das wort zu sprechen
zu schreiben
die wenigsten können es leben
würde
dieses wort hat macht
dies wort ist göttliches prinzip
es ist der name des universums
ummantelt von den oberflächlichkeiten menschlichen bewusstseins niederer stufe
steht das wort geschrieben
aus den farben des regenbogens in die wolken gemalt
würde
in der unendlichkeit des universums finden wir es vor
würde alles umfassende kosmische würde
all seine glieder
gleich welcher gattung
gleich seinen tausend gestaltungen
energie, monaden, atome, teilchen, molekül, mineral, pflanze und menschtier
himmelskörper, galaxie, physis, geist
es fließt durch die milchstrasse
es fließt durch die unendlichkeit des universums
alles ist dieses wortes teilhaftig
kosmische würde
lebt es endlich
seid keine kommunalpolitiker
seid kosmopolitiker
selbst die verdränger, die mörder, die totschläger sind teil dieser kosmischen würde
sie haben sie jedoch vergessen
ihr leid wird unendlich sein
sind sie erst zurück
dort wo sie herkammen
aus dem kosmischen
mögt ihr auch die erde noch im würgegriff haben
für ihren geist seid ihr staub
eure wanderung hat nie begonnen
das große ziel habt ihr verfehlt
die vereinigung
in kosmischer würde.
hukwa
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Naturassemblagen oder metaphysische Interieurs
So nenne ich jene fundstücke die ich von meinen spaziergängen aus dem wald mit nach hause bringe um sie in einer kiste oder in einem rahmen miteinander zu verbinden. Die natur, der mensch und die industriegesellschaft haben eines gemeinsam sie produzieren am laufenden band. Die natur produziert nach einem natürlichen gesetz, der mensch sollte nach einem kosmischen gesetz produzieren (sein produkt ist bewusstsein, sollte es zumindest sein), die industirgesellschaft produziert nach den gesetzen des turpokapitalistischen marktes, vorwiegend konsum und abfall. Was die natur produziert ist immer verwertbar, sie produziert keinen abfall, produziert der mensch bewusstsein so ist sein produkt ebenfalls verwertbar. Das meiste was die gesellschaft produziert ist nicht mehr verwertbar, sie produziert vorwiegend müll, auch das neueste auto ist sobald es vom band gelaufen ist alsbald müll.
Jene dinge die ich aus der natur als fundstücke mit nach hause bringe ob fichtenzapfen, wurzel, holz, knochen oder rehgeweih tragen in sich den geist der natur. Oft finde ich neben den naturdingen auch den konsumabfall unserer gesellschaft. So fand ich vor einiger zeit neben einem geweihabwurf eine alte verrostete dose und ich fühlte das hier etwas natürlich - archaisches auf etwas traf das hier nicht sein sollte. Ich empfinde natürlich den weggeworfenen konsum als etwas oberflächlich dümmliches, das hier nicht hingehört das sich aber die schöne natur erobern möchte und sie verdrecken will. Wenn der mensch in den wäldern auftaucht scheint es mir als würden die bäume am liebsten weinen. Diese ferngesteuerten roboter fernab vom ideal des humanen menschen hinterlasen überall nur abfall. Dies will ich mit meinen metaphysischen interieurs ausdrücken.
hukwa
Jene dinge die ich aus der natur als fundstücke mit nach hause bringe ob fichtenzapfen, wurzel, holz, knochen oder rehgeweih tragen in sich den geist der natur. Oft finde ich neben den naturdingen auch den konsumabfall unserer gesellschaft. So fand ich vor einiger zeit neben einem geweihabwurf eine alte verrostete dose und ich fühlte das hier etwas natürlich - archaisches auf etwas traf das hier nicht sein sollte. Ich empfinde natürlich den weggeworfenen konsum als etwas oberflächlich dümmliches, das hier nicht hingehört das sich aber die schöne natur erobern möchte und sie verdrecken will. Wenn der mensch in den wäldern auftaucht scheint es mir als würden die bäume am liebsten weinen. Diese ferngesteuerten roboter fernab vom ideal des humanen menschen hinterlasen überall nur abfall. Dies will ich mit meinen metaphysischen interieurs ausdrücken.
hukwa
Mittwoch, 30. September 2009
Als die Wasser noch jung waren
Als die wasser noch jung waren
der ozean noch nicht verdreckt
bach und flussbett noch rein
als wir in den pfützen und tümpeln spielten
libellenflügel sanft unsere wangen streiften
als der specht uns wachklopfte
die drossel uns ein schlaflied sang
war da nicht die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
Als die wälder noch vor kraft strotzten
die weihen ihre kreise zogen
die nachtigall noch sang
der storch noch klapperte
als der mensch noch mehr mensch war
nicht 80 prozent synthetics und 20 prozent hoffnung
war da nicht schon die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
Als die sonneneinstrahlung noch nicht schädlich war
die wolken noch eine natürliche färbung hatten
an eine klimakatastrophe noch nicht zu deneken war
regen und unwetter noch nicht über den computer abrufbar waren
gräser und blumenduft noch nicht in spraydosen gefangen waren
war da nicht die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
hukwa
der ozean noch nicht verdreckt
bach und flussbett noch rein
als wir in den pfützen und tümpeln spielten
libellenflügel sanft unsere wangen streiften
als der specht uns wachklopfte
die drossel uns ein schlaflied sang
war da nicht die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
Als die wälder noch vor kraft strotzten
die weihen ihre kreise zogen
die nachtigall noch sang
der storch noch klapperte
als der mensch noch mehr mensch war
nicht 80 prozent synthetics und 20 prozent hoffnung
war da nicht schon die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
Als die sonneneinstrahlung noch nicht schädlich war
die wolken noch eine natürliche färbung hatten
an eine klimakatastrophe noch nicht zu deneken war
regen und unwetter noch nicht über den computer abrufbar waren
gräser und blumenduft noch nicht in spraydosen gefangen waren
war da nicht die unschuld von gestern bereits die schuld von morgen?
hukwa
Dienstag, 29. September 2009
Bäume
Bäume - schutzwälle der seele
Bäume - erzählen geschichte
Bäume - geschwister und brüder
wiegend im winde
wipfel nach wolken hinstrebend
heimstatt für götter vögel und käfer
Bäume verbrochen
durch menschenhand gefällt
liegen sie am rande meines täglichen wanderweges
alte freunde
die ich so oft besuchte
Bäume sind wesen
sich sehnend
nach altertum und größe
Bäume
einst geachtet
heute
oberflächlich
geschändet und getötet.
hukwa
Bäume - erzählen geschichte
Bäume - geschwister und brüder
wiegend im winde
wipfel nach wolken hinstrebend
heimstatt für götter vögel und käfer
Bäume verbrochen
durch menschenhand gefällt
liegen sie am rande meines täglichen wanderweges
alte freunde
die ich so oft besuchte
Bäume sind wesen
sich sehnend
nach altertum und größe
Bäume
einst geachtet
heute
oberflächlich
geschändet und getötet.
hukwa
Montag, 28. September 2009
Waldeinsamkeit
Die schwalben sind schon weiter geflogen
der wind weht kalt
unter einer birke die haut einer ringelnatter
wie wächter um das relikt herum
der hexenring des fliegenpilz
ich bin ganz still
bin wie ein strauch
eine eichel fällt
der häher schreit
knarrende bäume
rotkehlchen weint
im hirschkot der mistkäfer
der schwarzspecht schreit
waldeinsamkeit.
hukwa
der wind weht kalt
unter einer birke die haut einer ringelnatter
wie wächter um das relikt herum
der hexenring des fliegenpilz
ich bin ganz still
bin wie ein strauch
eine eichel fällt
der häher schreit
knarrende bäume
rotkehlchen weint
im hirschkot der mistkäfer
der schwarzspecht schreit
waldeinsamkeit.
hukwa
Samstag, 26. September 2009
Satori
Wer mit den augen des tieres geschaut
wer mit der seele der pflanzen gefühlt
wer im kristall dasein erkannt
der die einheit des alls geschaut
der das feuer der feuer gesehen
darinnen tod geburt und vergehen
dem das echo kehrt zurück
der in schauder gebebt
der die blume so sah
als sei sie in die wiese gewebt
wer in tier und pflanze geschwister fand
ist mit der unendlichkeit vereint.
hukwa
wer mit der seele der pflanzen gefühlt
wer im kristall dasein erkannt
der die einheit des alls geschaut
der das feuer der feuer gesehen
darinnen tod geburt und vergehen
dem das echo kehrt zurück
der in schauder gebebt
der die blume so sah
als sei sie in die wiese gewebt
wer in tier und pflanze geschwister fand
ist mit der unendlichkeit vereint.
hukwa
Freitag, 25. September 2009
Donnerstag, 24. September 2009
Altes Hügelgrab
Uralt gestein
überwuchert von farnen und gräsern
von brombeerranken bewacht
sand und gestein
aufgeschichtet auf zerpulverten körpern
trollblumen blühen
holunder grünt darüber
verflogene seelen
tonscherben
hügel
seit tausenden jahren vergessen
nur oberflächlich grab
geburtsstätte der monade
nicht ändert die zeit
diese vergessene urne
menschliche blicke
fliegen nichts wissend darüber hinweg.
hukwa
überwuchert von farnen und gräsern
von brombeerranken bewacht
sand und gestein
aufgeschichtet auf zerpulverten körpern
trollblumen blühen
holunder grünt darüber
verflogene seelen
tonscherben
hügel
seit tausenden jahren vergessen
nur oberflächlich grab
geburtsstätte der monade
nicht ändert die zeit
diese vergessene urne
menschliche blicke
fliegen nichts wissend darüber hinweg.
hukwa
Mittwoch, 23. September 2009
Verbundenheit
Rauschende bäume am hang
euch lausch ich schon mein leben lang
archaisch anmutender sang
hör ich in meinem muschelohr
so vieles das ich schon verlor
dennoch
als stern und steinkind
steig ich zu euch empor.
hukwa
euch lausch ich schon mein leben lang
archaisch anmutender sang
hör ich in meinem muschelohr
so vieles das ich schon verlor
dennoch
als stern und steinkind
steig ich zu euch empor.
hukwa
Sonntag, 20. September 2009
Ich bin ein Indianer
Ich bin ein indianer
ein teil von dieser erde
die ihr mit unserem blut getränkt habt
ich bin ein indianer
ihr habt uns gemordet
mit christenkreuz mit schwert mit gewehren
unsere alten unsere kinder
unsere frauen und krieger
getötet im namen jesu christi
ich bin ein indianer
das einzige menschliche kind amerikas
ich bin ein verwandter des bisons
denn ihr fast ausgerottet habt
ich bin eine schwester der wälder und flüsse
die ihr gefällt und vergiftet habt
ich bin ein indianer
ein teil jener erde die ihr ausplündert und schändet
wir sind die kinder der altmutter erde
gebt uns nur einen teil unseres landes zurück
und ihr werdet sehen
es geht auch anders
ich bin ein indianer
ein teil dieser erde.
hukwa
ein teil von dieser erde
die ihr mit unserem blut getränkt habt
ich bin ein indianer
ihr habt uns gemordet
mit christenkreuz mit schwert mit gewehren
unsere alten unsere kinder
unsere frauen und krieger
getötet im namen jesu christi
ich bin ein indianer
das einzige menschliche kind amerikas
ich bin ein verwandter des bisons
denn ihr fast ausgerottet habt
ich bin eine schwester der wälder und flüsse
die ihr gefällt und vergiftet habt
ich bin ein indianer
ein teil jener erde die ihr ausplündert und schändet
wir sind die kinder der altmutter erde
gebt uns nur einen teil unseres landes zurück
und ihr werdet sehen
es geht auch anders
ich bin ein indianer
ein teil dieser erde.
hukwa
Samstag, 19. September 2009
Ruf der Kindheit
Wie aus moosen und farnen geboren
wie vom lied des dompfaffs getragen
aus dem murmeln der buchen und eichen
steigt wie nebel aus waldesschluchten
aufwärts zum vollmond mein einsames lied.
Wenn der erste stern schon erbleicht
und die strophe der nachtigall leicht
noch vom ersten lichte geborgen
wird es in die welt getragen
wie der einsame waldunke rufen und klagen.
Wie die weide harrt am moor
ganz in traum und raum vergessen
tue ich hier im wald ermessen
die stimme die ich einstmals war.
hukwa
wie vom lied des dompfaffs getragen
aus dem murmeln der buchen und eichen
steigt wie nebel aus waldesschluchten
aufwärts zum vollmond mein einsames lied.
Wenn der erste stern schon erbleicht
und die strophe der nachtigall leicht
noch vom ersten lichte geborgen
wird es in die welt getragen
wie der einsame waldunke rufen und klagen.
Wie die weide harrt am moor
ganz in traum und raum vergessen
tue ich hier im wald ermessen
die stimme die ich einstmals war.
hukwa
Freitag, 18. September 2009
Ode an Orpheus
Dies sind die Stunden da es fließt
da sich ein gott in mich ergießt
aus tiefen innersten reichen
einem strom aus sätzen gleichend
einer sich auf die suche begibt
im wahren wort
das antlitz orpheus erblickt
es ist die zeit
da dichter brücken bauen
formvollendete gedichte
in den äther hauen
denn viele stimmen kommen da geflogen
die tausend jahr schon tief in mir verborgen
sie rufen früh
in den graniteren morgenstunden
steh auf steh auf
dein weg ist es...
dich selber zu erkunden
so spricht die stimme
erbrechen tausend sätze
so perlen worte
quellen aus dunklen tiefen
es ist erreicht
was jahre lang sich sehnte
ein ich hat sich
dem geiste orpheus verbunden
es ist als erklingen
tief in mir drinnen
verschiedene stimmen
eine große sinfonie
gebärender erleuchtung
gewaltig erhabenes vollendetes wort
erbau ich mein haus auf orphischem grund
nur er kann es sein
der durch mich spricht
der mich erhört
der mit mir spricht
das ich seine stimme
für einige zeit
verkörpern mag
ich stimm ihm bei
er macht mich erhaben
zeitlos und groß
so bin ich empfangender
gebärender zugleich
dies war das ziel
es ist erreicht
nur einmal seine stimme sein
im poetischen wort
mit ihm vereint
ich hab mich in der nacht erhoben
um einen dunklen gott zu loben
der sich verband
mit meiner stimme
sich inkarniert in meinem willen
denn kein gedröhn und lärm der zeit
greift an
orphisch zeitlosen geist
in dem ich mich ganz ihm zu wand
schenkt er meinen wörtern ein neues gewand
erwacht in einer nicht kausalen zeit
bin ich für neues bereit.
hukwa
da sich ein gott in mich ergießt
aus tiefen innersten reichen
einem strom aus sätzen gleichend
einer sich auf die suche begibt
im wahren wort
das antlitz orpheus erblickt
es ist die zeit
da dichter brücken bauen
formvollendete gedichte
in den äther hauen
denn viele stimmen kommen da geflogen
die tausend jahr schon tief in mir verborgen
sie rufen früh
in den graniteren morgenstunden
steh auf steh auf
dein weg ist es...
dich selber zu erkunden
so spricht die stimme
erbrechen tausend sätze
so perlen worte
quellen aus dunklen tiefen
es ist erreicht
was jahre lang sich sehnte
ein ich hat sich
dem geiste orpheus verbunden
es ist als erklingen
tief in mir drinnen
verschiedene stimmen
eine große sinfonie
gebärender erleuchtung
gewaltig erhabenes vollendetes wort
erbau ich mein haus auf orphischem grund
nur er kann es sein
der durch mich spricht
der mich erhört
der mit mir spricht
das ich seine stimme
für einige zeit
verkörpern mag
ich stimm ihm bei
er macht mich erhaben
zeitlos und groß
so bin ich empfangender
gebärender zugleich
dies war das ziel
es ist erreicht
nur einmal seine stimme sein
im poetischen wort
mit ihm vereint
ich hab mich in der nacht erhoben
um einen dunklen gott zu loben
der sich verband
mit meiner stimme
sich inkarniert in meinem willen
denn kein gedröhn und lärm der zeit
greift an
orphisch zeitlosen geist
in dem ich mich ganz ihm zu wand
schenkt er meinen wörtern ein neues gewand
erwacht in einer nicht kausalen zeit
bin ich für neues bereit.
hukwa
Im Wald bei der alten Sonne
Ich trauere nicht den vergangenen tagen nach
auch nicht den orten häusern bergen und tälern
die ich einst verlassen hab
doch das waldesgrün wird mir nie erblassen
der graniterne morgen
wird mich ansporn zu neuen taten
in dieser zeit
da der sommer geht
da die morgensonne manchmal so kleinlich am himmel steht
tue ich der nacht geheimnis fassen
der mond vergeht
dann kommt die sonne
sie ist noch da
gleißendes gold
triffst mich wie stahl
der ich hier auf tau benetzter wiese steh
wiederkehrender diamant
licht der frühe
gesegneter augenblick
darinnen ich mein dasein endeck
geb ich mich dir hin
gleich der eiche am waldsaum
nun gibt es kein schwanken kein zögern kein ducken
nur tiefer in den wald möcht ich jetzt noch gehen.
hukwa
auch nicht den orten häusern bergen und tälern
die ich einst verlassen hab
doch das waldesgrün wird mir nie erblassen
der graniterne morgen
wird mich ansporn zu neuen taten
in dieser zeit
da der sommer geht
da die morgensonne manchmal so kleinlich am himmel steht
tue ich der nacht geheimnis fassen
der mond vergeht
dann kommt die sonne
sie ist noch da
gleißendes gold
triffst mich wie stahl
der ich hier auf tau benetzter wiese steh
wiederkehrender diamant
licht der frühe
gesegneter augenblick
darinnen ich mein dasein endeck
geb ich mich dir hin
gleich der eiche am waldsaum
nun gibt es kein schwanken kein zögern kein ducken
nur tiefer in den wald möcht ich jetzt noch gehen.
hukwa
Donnerstag, 17. September 2009
Thoreau Zitat
Setz dir ein ziel über der moral. sei nicht einfach gut; sei gut für etwas.
henry david thoreau aus den tagebüchern
henry david thoreau aus den tagebüchern
Offenbarungen in einer Vollmondnacht
Früh am morgen
lausche ich dem lied der amsel
ihr flötensang
ist eine stimme des waldes.
.
Ja der wald hat stimmen
doch auch die wolken singen
aus ihnen herausdringt
planeten sphären singen.
.
Verweilend vor dem waldsee
bin ich tief in mir drinnen
aus grünem pflanzendickicht
der göttin auge schaut.
.
Du grünes auge der erde
du blüte klein und zart
weit weg von weltgeräuschen
die schöpfung sich in dir offenbart.
.
Dir dank ich schwarze erde
dir morgenfülle auch
mit eurem tiefen zauber
kehrt ihr bei mir als wunder ein.
.
Erbeb im morgenlichte
und schwitz im mittagschlaf
das abendrot das mystische
weist mir des suchens stand.
.
Ich steh hier unter bäumen
und will nur noch verträumen
was diese robotische welt
aus unserer seele schon lang verbannt.
.
Es dringt in meine seele
des morgen grünes licht
noch tiefer drängt es mich in den wald hinein
mit seinem wesen bin ich vereint.
.
hukwa
lausche ich dem lied der amsel
ihr flötensang
ist eine stimme des waldes.
.
Ja der wald hat stimmen
doch auch die wolken singen
aus ihnen herausdringt
planeten sphären singen.
.
Verweilend vor dem waldsee
bin ich tief in mir drinnen
aus grünem pflanzendickicht
der göttin auge schaut.
.
Du grünes auge der erde
du blüte klein und zart
weit weg von weltgeräuschen
die schöpfung sich in dir offenbart.
.
Dir dank ich schwarze erde
dir morgenfülle auch
mit eurem tiefen zauber
kehrt ihr bei mir als wunder ein.
.
Erbeb im morgenlichte
und schwitz im mittagschlaf
das abendrot das mystische
weist mir des suchens stand.
.
Ich steh hier unter bäumen
und will nur noch verträumen
was diese robotische welt
aus unserer seele schon lang verbannt.
.
Es dringt in meine seele
des morgen grünes licht
noch tiefer drängt es mich in den wald hinein
mit seinem wesen bin ich vereint.
.
hukwa
Mittwoch, 16. September 2009
Verzauberter Wald
Durch bunte Herbstlaub fülle
tief in mich versunken
lief ich in waldesstille
in das zauberreich hinein
da
am dunklen teiche
wo das schilf steht schon in bleiche
klingt aus grünlich braunem dickicht
eine melodie
sanfte töne schwingend aufgegangen
blies sie einer in grasröhre
bog sich schilf und weide sanft
hier im röhricht und im busche
sah ich sanft ihn umherhuschen
in den teich hinein ihn starren
langsam zog die zeit vorüber
wind kommt auf
die äste knarren
wie ein spuk war er gekommen
wie ein geist ist er gegangen
und entzaubert war die zeit.
hukwa
tief in mich versunken
lief ich in waldesstille
in das zauberreich hinein
da
am dunklen teiche
wo das schilf steht schon in bleiche
klingt aus grünlich braunem dickicht
eine melodie
sanfte töne schwingend aufgegangen
blies sie einer in grasröhre
bog sich schilf und weide sanft
hier im röhricht und im busche
sah ich sanft ihn umherhuschen
in den teich hinein ihn starren
langsam zog die zeit vorüber
wind kommt auf
die äste knarren
wie ein spuk war er gekommen
wie ein geist ist er gegangen
und entzaubert war die zeit.
hukwa
Montag, 14. September 2009
Der Holunder an meinem Wege
Wenn ich an Frühherbsttagen wie Heute mich zu einer Wanderung aufmache, verweile ich unterwegs stets bei einem alten freund am Wegrand, dem schwarzen Holunder. Schon als Kind wurde ich von ihm magisch angezogen und meine Beziehung zu ihm ist ähnlich wie die Beziehung die ich zum Fliegenpilz habe, seit Kindheitstagen leben wir in einer Art von geistiger Symbiose. Viele Hollersträucher wachsen an meinen Wanderwegen. Besonders intensiv ist die Verknüpfung die ich zu alten Holunderbäumen pflege, seine mystische Ausstrahlung erweckte schon immer mein Interesse und ich spüre das da eine tiefe Verwandtschaft existiert. Jetzt im September da der Strauch seine schwarzen Früchte trägt, nun wo sein grünes Kleid sich gelblich färbt, suche ich ihn täglich auf. Es sind besondere
"Holunderpersönlichkeiten" bei denen ich täglich für einige Zeit verweile. Wilde Gesellen, die dem der die Sprache der Bäume versteht viel zu erzählen haben. Wo ein alter Holunder wächst, ist auch seine Familie nicht weit. Der Baum ist sehr familiär und sammelt seine Kinder, Enkel und Urenkel gerne um sich herum. Biologisch beruht es wohl darauf das er ein Flachwurzler ist und daher immer eine flächige Entwicklung hat. Dort wo er vorkommt ist er sehr bald von seiner Nachkommenschaft umringt, die zunächst klein und unmerklich zum Austrieb kommen. Dies sorgt dafür das diesem alten Menschenfreund, der ja menschliche Ansiedlungen bevorzugt, oft der Garaus gemacht wird, weg mit dem Unkraut, die Philosophie des "Allzumenschlichen" tritt hier zu Tage. Ich finde ihn oft als kräftigen Einzelbaum, wo er aus einem Wurzelstock in die Welt des lichtes emporragt. Ist mir die Eiche der "Magier", der Weißdorn, die "Mystikerin" unter unseren einheimischen Bäumen, so ist mir der Holler, die
"Philosophin" im Reiche der Bäume und Sträucher. Ist seine Rinde, wenn er ein gewisses Alter erreicht hat, nicht genau so grau, rau und vernarbt, wie das Kleid der alten Dame Philosophie? Und steckt in ihm nicht genau so wie in ihr, die ewige Jugend? Wohl wuchs er schon neben dem Kerker in dem man den alten Boethius gefangen hielt? Wenn ich eine Rast unter seinen Ästen mache, werden meine Gedanken sofort philosophisch, verharre ich bei einem Weisdorn, reise ich mit meinen Gedanken ins Reich der Mystik und der Mythologie. Die Eiche führt mich oft mit dem uralten Mythos von Merlin – Talisien zusammen, besonders wenn ich mich in Vollmondnächten in abgelegenen Wäldern aufhalte. So ist mir jede Baumart Ausdruck und Gleichnis. Vor allem aber ist mir der Baum immer Freund und Bruder gewesen, dem ich alles mitteilen konnte. Schon als Knabe trug ich meine geheimsten Gedanken und Sehnsüchte zu meinen Freunden denn Bäumen. Zweifelsohne ist der Baum ein Stück Existenzerhellung in einer düsteren Weltenzeit. Versteht man seine Sprache ist jeder Baum so tiefgründig wie ein philosophisches Werk.
hukwa
"Holunderpersönlichkeiten" bei denen ich täglich für einige Zeit verweile. Wilde Gesellen, die dem der die Sprache der Bäume versteht viel zu erzählen haben. Wo ein alter Holunder wächst, ist auch seine Familie nicht weit. Der Baum ist sehr familiär und sammelt seine Kinder, Enkel und Urenkel gerne um sich herum. Biologisch beruht es wohl darauf das er ein Flachwurzler ist und daher immer eine flächige Entwicklung hat. Dort wo er vorkommt ist er sehr bald von seiner Nachkommenschaft umringt, die zunächst klein und unmerklich zum Austrieb kommen. Dies sorgt dafür das diesem alten Menschenfreund, der ja menschliche Ansiedlungen bevorzugt, oft der Garaus gemacht wird, weg mit dem Unkraut, die Philosophie des "Allzumenschlichen" tritt hier zu Tage. Ich finde ihn oft als kräftigen Einzelbaum, wo er aus einem Wurzelstock in die Welt des lichtes emporragt. Ist mir die Eiche der "Magier", der Weißdorn, die "Mystikerin" unter unseren einheimischen Bäumen, so ist mir der Holler, die
"Philosophin" im Reiche der Bäume und Sträucher. Ist seine Rinde, wenn er ein gewisses Alter erreicht hat, nicht genau so grau, rau und vernarbt, wie das Kleid der alten Dame Philosophie? Und steckt in ihm nicht genau so wie in ihr, die ewige Jugend? Wohl wuchs er schon neben dem Kerker in dem man den alten Boethius gefangen hielt? Wenn ich eine Rast unter seinen Ästen mache, werden meine Gedanken sofort philosophisch, verharre ich bei einem Weisdorn, reise ich mit meinen Gedanken ins Reich der Mystik und der Mythologie. Die Eiche führt mich oft mit dem uralten Mythos von Merlin – Talisien zusammen, besonders wenn ich mich in Vollmondnächten in abgelegenen Wäldern aufhalte. So ist mir jede Baumart Ausdruck und Gleichnis. Vor allem aber ist mir der Baum immer Freund und Bruder gewesen, dem ich alles mitteilen konnte. Schon als Knabe trug ich meine geheimsten Gedanken und Sehnsüchte zu meinen Freunden denn Bäumen. Zweifelsohne ist der Baum ein Stück Existenzerhellung in einer düsteren Weltenzeit. Versteht man seine Sprache ist jeder Baum so tiefgründig wie ein philosophisches Werk.
hukwa
Freitag, 11. September 2009
Die Poesie ist die Stimme Gottes
Die poesie ist die stimme gottes
in einer zeit der barbarei und unmenschlichkeit
da die ungerechtigkeiten
GEN - himmel schreien
ist die poesie die stimme gottes
und er hört die stimme poesie
sieht die ungerechtigkeiten jener
die auf der erde wandeln
die verantwortlichen
die verantwortungslosen
haben oft das gleiche gesicht
das gedächtnis gottes ist unendlich
es vergißt nicht
und er liebt die poesie
in einer zeit der unmenschlichkeit und barbarei.
hukwa
in einer zeit der barbarei und unmenschlichkeit
da die ungerechtigkeiten
GEN - himmel schreien
ist die poesie die stimme gottes
und er hört die stimme poesie
sieht die ungerechtigkeiten jener
die auf der erde wandeln
die verantwortlichen
die verantwortungslosen
haben oft das gleiche gesicht
das gedächtnis gottes ist unendlich
es vergißt nicht
und er liebt die poesie
in einer zeit der unmenschlichkeit und barbarei.
hukwa
Donnerstag, 10. September 2009
Herbstzeit ist Wildbeerenzeit
Zu den Waldfrüchten, die uns der Herbst schenkt, gehören neben Pilzen auch die Wildbeeren. Jeder Naturliebhaber, kennt wohl einige Wildbeerenarten, doch hören bei den meisten Menschen, nach 6 bis 7 Arten, die Beerenkenntnisse bereits auf, dies könnte eventuell für Beerensammler gefährlich werden. Wie im Reich der Pilze, gibt es auch bei unseren heimischen Wildbeeren, hochgiftige Gesellen, die für den Laien oft schwer von den essbaren Früchten zu unterscheiden sind. Wie bei den Pilzen gilt auch hier die alte Weisheit: Finger weg von Beeren die man nicht genau kennt. Ein Beispiel geben zwei Pflanzen der Familie der Geißblattgewächse, die der gleichen Gattung angehören und beide äußerst Giftig sind: das wohlriechende Geißblatt, bekannt unter dem Namen Jelänger Jelieber, und die Rote Heckenkirsche. Beide bringen täuschend ähnliche Beeren hervor, die sich äußerlich fast nur durch ihre Anordnung voneinander unterscheiden, während Blätter und Blüten leichter gegeneinander abzugrenzen sind. Beide sind absolut giftig!
Von unseren heimischen essbaren Wildbeeren kennt fast jeder die Himbeere, Walderdbeere und Brombeere, die ihre Früchte allerdings im Sommer tragen. Die Frucht des schwarzen Holunders, unseres Heilbringensteen Beerenstrauches, reift im Frühherbst. Blüte, Blätter, Frucht, Holz und Wurzel dieses Baumes sind essbar und heilkräftig, es gibt eine Vielzahl von Holunderrezepten. Auch die Eberesche, auch als Vogelkirsche bekannt, deren Beeren gerne zu Saft, Sirup und Gele verarbeitet wird reift im Herbst. Ihre Früchte sind besonders Vitaminhaltig, erhalten aber erst Geschmack nach dem der erste Frost über sie gezogen ist.
kritisch wird es wieder bei Traubenholunder, der roh giftig doch dessen gekochter Saft essbar ist. Der Weißdorn ist genießbar, schmeckt aber bitter und fade, als wichtige Heilpflanze gehört er in die Hausapotheke und weniger in den Kochtopf oder das Marmeladenglas.
Die Kornelkirsche auch gelber Hartriegel genannt, gibt eine leckere Marmelade ab. Die Mehlbeere ist nur gekocht essbar. Den Sanddorn finden wir bei uns nur als Zierstrauch, seine Beeren sind äußerst vitaminreich und ergeben ein köstliches, gut schmeckendes Sirup. Höchst selten findet sich bei uns auch die Rauschbeere, die der Heidelbeere ähnelt. Sie ist genießbar, doch wie schon ihr Name aussagt, wenn man zu viel ihrer fad schmeckenden Beeren ist kommt es zu Rauschzuständen mit Übelkeit. Man sollte auf das Sammeln dieser Art also verzichten. Eine weitere bekannte Beerenart die wir fast überall vorfinden ist der Schleh – oder Schwarzdorn. Die im September reifende Steinfrüchte enthalten Gerbstoffe, Säure, Farbstoffe, Zucker und Vitamin C. Sie schmecken, besonders vor dem ersten Frost, absolut sauer und bitter. Frost macht die Schlehe mürbe und süßer. Zur Herrstellung von Schlehenwein und Schnaps, werden sie ebenso gesammelt wie zur Bereitung des köstlichen Schlehenlikörs, aber auch zu Mus, Marmelade und Saft.
Die Wacholderbeeren sind roh essbar, eignen sich jedoch vorwiegend als Gewürz. Heckenrose und Kartoffelrose ergeben eine vorzügliche Marmelade. Als Haustee ergibt die getrocknete Beere ein wohlschmeckendes und vitaminreichen Getränk.
hukwa
Von unseren heimischen essbaren Wildbeeren kennt fast jeder die Himbeere, Walderdbeere und Brombeere, die ihre Früchte allerdings im Sommer tragen. Die Frucht des schwarzen Holunders, unseres Heilbringensteen Beerenstrauches, reift im Frühherbst. Blüte, Blätter, Frucht, Holz und Wurzel dieses Baumes sind essbar und heilkräftig, es gibt eine Vielzahl von Holunderrezepten. Auch die Eberesche, auch als Vogelkirsche bekannt, deren Beeren gerne zu Saft, Sirup und Gele verarbeitet wird reift im Herbst. Ihre Früchte sind besonders Vitaminhaltig, erhalten aber erst Geschmack nach dem der erste Frost über sie gezogen ist.
kritisch wird es wieder bei Traubenholunder, der roh giftig doch dessen gekochter Saft essbar ist. Der Weißdorn ist genießbar, schmeckt aber bitter und fade, als wichtige Heilpflanze gehört er in die Hausapotheke und weniger in den Kochtopf oder das Marmeladenglas.
Die Kornelkirsche auch gelber Hartriegel genannt, gibt eine leckere Marmelade ab. Die Mehlbeere ist nur gekocht essbar. Den Sanddorn finden wir bei uns nur als Zierstrauch, seine Beeren sind äußerst vitaminreich und ergeben ein köstliches, gut schmeckendes Sirup. Höchst selten findet sich bei uns auch die Rauschbeere, die der Heidelbeere ähnelt. Sie ist genießbar, doch wie schon ihr Name aussagt, wenn man zu viel ihrer fad schmeckenden Beeren ist kommt es zu Rauschzuständen mit Übelkeit. Man sollte auf das Sammeln dieser Art also verzichten. Eine weitere bekannte Beerenart die wir fast überall vorfinden ist der Schleh – oder Schwarzdorn. Die im September reifende Steinfrüchte enthalten Gerbstoffe, Säure, Farbstoffe, Zucker und Vitamin C. Sie schmecken, besonders vor dem ersten Frost, absolut sauer und bitter. Frost macht die Schlehe mürbe und süßer. Zur Herrstellung von Schlehenwein und Schnaps, werden sie ebenso gesammelt wie zur Bereitung des köstlichen Schlehenlikörs, aber auch zu Mus, Marmelade und Saft.
Die Wacholderbeeren sind roh essbar, eignen sich jedoch vorwiegend als Gewürz. Heckenrose und Kartoffelrose ergeben eine vorzügliche Marmelade. Als Haustee ergibt die getrocknete Beere ein wohlschmeckendes und vitaminreichen Getränk.
hukwa
Mittwoch, 9. September 2009
Abendstimmung
Hier dringt kein Laut der Welt her
so tief im Wald ist alles schattenleicht
und bernsteinfarben färbt der Mond
das Wolkenmeer.
Ich bin allein mit meinem Gedankenmeer
hör, ein leises dunkles Rauschen,
mein inneres Meer
in den Wolkenfetzen schaue ich
der Götter Heer.
Silbernebel stehn im Tal,
Sonne leuchtet auf den Höhen,
majestätisch schwebt der Reiher
einsam durch das Tal.
Am Bachufer die Kätzschen blinken,
neigen sich im silbernen Schweigen,
wartend -- auf der Feen Reigen
in den Jahreskreis mit ein,
ein letzter Schrei des Habichts durchs Blaue
eine grüne Wiese
darauf eine einsame Birke
Stille im Tal.
hukwa
so tief im Wald ist alles schattenleicht
und bernsteinfarben färbt der Mond
das Wolkenmeer.
Ich bin allein mit meinem Gedankenmeer
hör, ein leises dunkles Rauschen,
mein inneres Meer
in den Wolkenfetzen schaue ich
der Götter Heer.
Silbernebel stehn im Tal,
Sonne leuchtet auf den Höhen,
majestätisch schwebt der Reiher
einsam durch das Tal.
Am Bachufer die Kätzschen blinken,
neigen sich im silbernen Schweigen,
wartend -- auf der Feen Reigen
in den Jahreskreis mit ein,
ein letzter Schrei des Habichts durchs Blaue
eine grüne Wiese
darauf eine einsame Birke
Stille im Tal.
hukwa
Sonntag, 26. Juli 2009
Sommerabend im Karlstal bei Trippstadt Gedicht
Sommerabend
Blau wölbt sich der Himmel
über die Waldhänge hin
Distelsame fliegt über der Wiese
im lauen Spätsommerwind dahin.
Kreisender Bussard am Himmel
Pfeilschneller Schwalbenflug
Falter im Blütentaumel
schlafende Hornissenbrut.
Umrahmt von Buchen und Fichten
fließt kristallen das Bächlein durchs Tal
Rot blinken die Ebereschen
Im Abendsonnenschein.
Bald geht die Sonne unter
hinter dem Waldesrand
im Tal walten dann wieder die Nebel
im silbermatten Glanz.
Vom Wasser her tönt leise
flötender Amsel Sang
am Himmel blinkt bald wieder weich
Diamanten der Sternenbrand.
hukwa
Blau wölbt sich der Himmel
über die Waldhänge hin
Distelsame fliegt über der Wiese
im lauen Spätsommerwind dahin.
Kreisender Bussard am Himmel
Pfeilschneller Schwalbenflug
Falter im Blütentaumel
schlafende Hornissenbrut.
Umrahmt von Buchen und Fichten
fließt kristallen das Bächlein durchs Tal
Rot blinken die Ebereschen
Im Abendsonnenschein.
Bald geht die Sonne unter
hinter dem Waldesrand
im Tal walten dann wieder die Nebel
im silbermatten Glanz.
Vom Wasser her tönt leise
flötender Amsel Sang
am Himmel blinkt bald wieder weich
Diamanten der Sternenbrand.
hukwa
Samstag, 25. Juli 2009
Der Waldpfad bei der Ruine Wilenstein Gedicht
Es scheint als schweigt der Wald in tiefer Trauer
Waldeinsamkeit umhüllt die alte Burg
Im Dickicht beim Burghang knisterts
als ging ein Geist durch das Gebüsch
Als hielten zur Mittagsstunde die Götter hier Gericht.
Ein dusterer Pfad führt hoch zu den verfallenen Mauern
durch schwarzgrünes Baumwerk führt der alte Weg
wer ihn wohl schon gegangen sein mag?
Dann endlich oben angekommen
im lichten Sonnenschein grüßt die Burg
hier hat man das wundersame Gefühl
als sei man einem Schatten entronnen.
hukwa
Waldeinsamkeit umhüllt die alte Burg
Im Dickicht beim Burghang knisterts
als ging ein Geist durch das Gebüsch
Als hielten zur Mittagsstunde die Götter hier Gericht.
Ein dusterer Pfad führt hoch zu den verfallenen Mauern
durch schwarzgrünes Baumwerk führt der alte Weg
wer ihn wohl schon gegangen sein mag?
Dann endlich oben angekommen
im lichten Sonnenschein grüßt die Burg
hier hat man das wundersame Gefühl
als sei man einem Schatten entronnen.
hukwa
Freitag, 24. Juli 2009
Die Schätze zu Wilenstein - ein Trippstadter Märchen
Bei der Burgruine Wilenstein im Karlstal bei Trippstadt zeigt sich manchmal den dort spielenden Kindern eine Schlangenkönigin mit einer wunderschönen goldenen Krone auf ihrem Haupte. Es heißt in den unterirdischen verschütteten Gewölben der uralten Burg, steht eine vermoderte Kiste in der wertvolle Schätze aufbewahrt sind. Ein Hund mit feurig glühenden Augen sitzt auf der Truhe und hält den Schlüssel in seinem Rachen. Ein Knecht vom nahen Wilensteinerhof unternahm einmal den Versuch die Schätze zu heben. Aber vor lauter Angst vor der Bestie flüchtete er und betrat die Burgruine nie wieder. Manchmal lässt sich in Vollmondnächten statt des Hundes auch ein schwarzer Mann in den uralten Ruinen sehen. Die seit vielen Jahrhunderten verschütteten Kellergewölben sollen auch einen besonders kostbaren Wein bergen, der in seiner eigenen Haut liegt.
PS.
Dieses bekannte Trippstadter Märchen spielt auf der Burgruine Wilenstein erbaut im 12.Jahrhundert.
nacherzählt von hukwa
PS.
Dieses bekannte Trippstadter Märchen spielt auf der Burgruine Wilenstein erbaut im 12.Jahrhundert.
nacherzählt von hukwa
Ein Bewohner alter Burgruinen – das kleine Immergrün.
Mag der eine oder andere hier auch von einer kleinen Welt sprechen, im Mikrokosmos unserer heimischen Flora und Fauna, entfaltet sich das Gesamtbild des Kosmos – des Geordneten, wie die alten Griechen diesen bezeichneten.
Trippstadt verfügt noch über eine intakte Natur und bietet dem Schmetterlingsforscher, dem Vogelkundler, dem Botaniker, den Pilzliebhabern alle Möglichkeiten ihrem Hobby mit Leidenschaft nachzugehen.
Das Zwiegespräch mit Baum, Strauch und Pflanze, das Beobachten der kleinsten Spinne in ihrem wundervollen Netz, seine Zeit mit seltenen Libellen oder der Wasseramsel zu verbringen, den diesjährigen Vogel des Jahres – den Eisvogel – zu beobachten in Trippstadt besteht diese Möglichkeit. Der Wanderer tritt ein in das Dasein der Natur und diese trägt Sorge dafür das keine Langeweile aufkommt.
Wer in der Umgebung alter Burgruinen wandert und seine Umgebung aufmerksam beobachtet, dem fällt alsbald ein wunderschönes, fast unscheinbares Blümchen auf – das kleine Immergrün (Vinca minor). Da es mit seinen blauvioletten Blüten bereits Anfang März blüht (die Blüte geht bis Anfang Juni) nennt man es auch kleines Wintergrün. In Trippstadt ist diese zur Familie der Hundsgiftgewächsen zählende Pflanze örtlich gut verbreitet. Größere Bestände finden sich vor allem bei der Amseldelle und in der Umgebung der Burgruine Willenstein. Das Immergrün ist ein sogenannter "Burggartenflüchtling". Kreuzfahrer haben diese Pflanze von ihren Feldzügen aus dem Mittelmeerraum mitgebracht. Einige andere Pflanzen wie das "Goldlack", die "Vexiernelke", die "Gelbe Viole", aber auch der "dunkelblaue Ysop", der in früheren Zeiten eine sehr begehrte Heil- und Gewürzpflanze war gehört zu den Gartenflüchtern mittelalterlicher Gewürz und Heilpflanzen. So können wir davon ausgehen dass das kleine Immergrün schon früh zu den wichtigsten Heilpflanzen zählte.
Der botanische Namen Vinca kommt von vincere = besiegen, was wohl ein Hinweis auf die schon in frühen Zeiten bekannte und geschätzte Heilkraft sein dürfte. In den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird Vinca minor beschrieben als ein Mittel gegen Kopfschmerzen, Schwindel und Gedächtnisstörungen. Die leichtgiftige Pflanze enthält als Hauptwirkstoff das Alkaloid Vincamin. Die Phytotherapie wendet dieses Alkaloid zur Verbesserung der Hirndurchblutung an.
Die Stängel der Pflanze kriechen flach über dem Boden dahin, die kahlen länglich – lanzettlichen Blätter sind lederartig und immergrün, auf der Oberseite glänzend. Die Blüten stehen einzeln auf langen, zarten Stielen und haben eine blau – violette veilchenähnliche Farbe. Im Mittelalter galt die Pflanze als Symbol des ewigen Lebens. Vielerorts wurden Tote mit einem Immergrünkranz begraben. Wohl ist es das ausdauernde grün, seine Beständigkeit, warum man das immergrün mit em ewigen Kreislauf von Leben, Tod und Auferstehung in Verbindung brachte.
hukwa
Trippstadt verfügt noch über eine intakte Natur und bietet dem Schmetterlingsforscher, dem Vogelkundler, dem Botaniker, den Pilzliebhabern alle Möglichkeiten ihrem Hobby mit Leidenschaft nachzugehen.
Das Zwiegespräch mit Baum, Strauch und Pflanze, das Beobachten der kleinsten Spinne in ihrem wundervollen Netz, seine Zeit mit seltenen Libellen oder der Wasseramsel zu verbringen, den diesjährigen Vogel des Jahres – den Eisvogel – zu beobachten in Trippstadt besteht diese Möglichkeit. Der Wanderer tritt ein in das Dasein der Natur und diese trägt Sorge dafür das keine Langeweile aufkommt.
Wer in der Umgebung alter Burgruinen wandert und seine Umgebung aufmerksam beobachtet, dem fällt alsbald ein wunderschönes, fast unscheinbares Blümchen auf – das kleine Immergrün (Vinca minor). Da es mit seinen blauvioletten Blüten bereits Anfang März blüht (die Blüte geht bis Anfang Juni) nennt man es auch kleines Wintergrün. In Trippstadt ist diese zur Familie der Hundsgiftgewächsen zählende Pflanze örtlich gut verbreitet. Größere Bestände finden sich vor allem bei der Amseldelle und in der Umgebung der Burgruine Willenstein. Das Immergrün ist ein sogenannter "Burggartenflüchtling". Kreuzfahrer haben diese Pflanze von ihren Feldzügen aus dem Mittelmeerraum mitgebracht. Einige andere Pflanzen wie das "Goldlack", die "Vexiernelke", die "Gelbe Viole", aber auch der "dunkelblaue Ysop", der in früheren Zeiten eine sehr begehrte Heil- und Gewürzpflanze war gehört zu den Gartenflüchtern mittelalterlicher Gewürz und Heilpflanzen. So können wir davon ausgehen dass das kleine Immergrün schon früh zu den wichtigsten Heilpflanzen zählte.
Der botanische Namen Vinca kommt von vincere = besiegen, was wohl ein Hinweis auf die schon in frühen Zeiten bekannte und geschätzte Heilkraft sein dürfte. In den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird Vinca minor beschrieben als ein Mittel gegen Kopfschmerzen, Schwindel und Gedächtnisstörungen. Die leichtgiftige Pflanze enthält als Hauptwirkstoff das Alkaloid Vincamin. Die Phytotherapie wendet dieses Alkaloid zur Verbesserung der Hirndurchblutung an.
Die Stängel der Pflanze kriechen flach über dem Boden dahin, die kahlen länglich – lanzettlichen Blätter sind lederartig und immergrün, auf der Oberseite glänzend. Die Blüten stehen einzeln auf langen, zarten Stielen und haben eine blau – violette veilchenähnliche Farbe. Im Mittelalter galt die Pflanze als Symbol des ewigen Lebens. Vielerorts wurden Tote mit einem Immergrünkranz begraben. Wohl ist es das ausdauernde grün, seine Beständigkeit, warum man das immergrün mit em ewigen Kreislauf von Leben, Tod und Auferstehung in Verbindung brachte.
hukwa
Mittwoch, 15. Juli 2009
julinachmittag
der geruch von getrocknetem gras hängt in der luft
in der bach steht eine einsame forelle
gegen die strömung
blütenpollen fliegen
die schwarzerle atmet
streckt sich der glühenden julisonne entgegen
ein einsamer habicht zieht seine runden
die erde und ich sind ein geist
die atmosphäre ist mit ozon gefüllt
mein körper atmet
ich schaue hoch zu den kahlen wipfeln der fichten
ein vom sauren regen zerfressenes buchenblatt
gleitet in sanften drehungen ins wasser
die erde und ich sind ein geist
in der bach steht eine forelle einsam
gegen die strömung.
hukwa
in der bach steht eine einsame forelle
gegen die strömung
blütenpollen fliegen
die schwarzerle atmet
streckt sich der glühenden julisonne entgegen
ein einsamer habicht zieht seine runden
die erde und ich sind ein geist
die atmosphäre ist mit ozon gefüllt
mein körper atmet
ich schaue hoch zu den kahlen wipfeln der fichten
ein vom sauren regen zerfressenes buchenblatt
gleitet in sanften drehungen ins wasser
die erde und ich sind ein geist
in der bach steht eine forelle einsam
gegen die strömung.
hukwa
Sonntag, 12. Juli 2009
Die Wegwarte ist Blume des Jahres 2009
Mit nackten Füßchen am Wegesrand,
Die Augen still ins Weite gewandt,
Saht ihr bei Ginster und Heide
Das Mädchen im blauen Kleide?...
Eine alte Sage beschreibt die Wegwarte als die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins, das am Wege vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet.
Die Wegwarte ist zur Blume des Jahres 2009 gekürt worden. Die an Wegrändern wachsende Wildblume ist eine Verwandte von Chicoree und Radicchio. Sie gilt in mehreren Bundesländern als gefährdete Pflanzenart. Cichorium intybus, besitzt einen kräftigen, vielfach verästelten Stängel und kann bis zu 130 cm hoch werden. Die unteren Blätter sind gefiedert, die oberen lanzettförmig. Die ährenförmig angeordneten Köpfchen enthalten hellblaue Scheibenblüten. Sie blüht von Juni bis September. Die Blüten sind nur vormittags geöffnet und stets der Sonne zugewandt.
Die Licht- und wärmeliebende Pflanze, ist ein altes Heil- und Nutzkraut. Aus ihr ging sowohl Die Kaffee- Zichorie hervor, die noch im 2. Weltkrieg angebaut wurde, um aus der Wurzel Kaffee- Ersatz zu produzieren, als auch die Salat- Zichorie die unter dem Namen Chicoree bekannt ist und deren Wurzeln im Dunklen angetrieben werden, damit sie bleiche, zarte Salatblätter hervorbringt. Die Wurzeln werden Diabetikern als Gemüse empfohlen; sie enthalten 20% Inulin.
hukwa
Der Weg wird stille, der Weg wird leer.
So kommt den heute das Glück nicht mehr?
Die Sonne geht rötlich nieder,
Ihr starren im Wind die Glieder.
Der Regen klatscht ihr ins Angesicht,
Sie steht noch immer, sie merkt es nicht:
Vielleicht ist es schon gekommen,
Hat die andere Strasse genommen.
Die Füßchen wurzeln am Boden ein
Zur Blume wurde der Augen Schein.
Sie fühlts und fühlt sich wie im Träume,
Sie wartet am Wegessaume.
Isolde Kurz
Die Augen still ins Weite gewandt,
Saht ihr bei Ginster und Heide
Das Mädchen im blauen Kleide?...
Eine alte Sage beschreibt die Wegwarte als die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins, das am Wege vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet.
Die Wegwarte ist zur Blume des Jahres 2009 gekürt worden. Die an Wegrändern wachsende Wildblume ist eine Verwandte von Chicoree und Radicchio. Sie gilt in mehreren Bundesländern als gefährdete Pflanzenart. Cichorium intybus, besitzt einen kräftigen, vielfach verästelten Stängel und kann bis zu 130 cm hoch werden. Die unteren Blätter sind gefiedert, die oberen lanzettförmig. Die ährenförmig angeordneten Köpfchen enthalten hellblaue Scheibenblüten. Sie blüht von Juni bis September. Die Blüten sind nur vormittags geöffnet und stets der Sonne zugewandt.
Die Licht- und wärmeliebende Pflanze, ist ein altes Heil- und Nutzkraut. Aus ihr ging sowohl Die Kaffee- Zichorie hervor, die noch im 2. Weltkrieg angebaut wurde, um aus der Wurzel Kaffee- Ersatz zu produzieren, als auch die Salat- Zichorie die unter dem Namen Chicoree bekannt ist und deren Wurzeln im Dunklen angetrieben werden, damit sie bleiche, zarte Salatblätter hervorbringt. Die Wurzeln werden Diabetikern als Gemüse empfohlen; sie enthalten 20% Inulin.
hukwa
Der Weg wird stille, der Weg wird leer.
So kommt den heute das Glück nicht mehr?
Die Sonne geht rötlich nieder,
Ihr starren im Wind die Glieder.
Der Regen klatscht ihr ins Angesicht,
Sie steht noch immer, sie merkt es nicht:
Vielleicht ist es schon gekommen,
Hat die andere Strasse genommen.
Die Füßchen wurzeln am Boden ein
Zur Blume wurde der Augen Schein.
Sie fühlts und fühlt sich wie im Träume,
Sie wartet am Wegessaume.
Isolde Kurz
Samstag, 11. Juli 2009
Glockenblume am Wegrand
Nie sah ich solche farbe an einer blume
blaue glockenblume
sehe ich dich im morgengrauen
da die sterne noch am himmel blinken
stehst du da
so jung und unbeschwert
wie in der götter erstem tag
heuduft durchzieht die luft
o schmuck der feuchten frühe
der selig schönen wälder
blaue glockenblume
erinnerst du mich an die seele
am morgen nach der reise
in dir wird gnadenvoll verwahrt
was einst die götter verschlossen
blaue glockenblume
in dir wird offenbart
das warten auf jenen moment
in dem die schleier reißen
und die selle geht auf reisen.
hukwa
blaue glockenblume
sehe ich dich im morgengrauen
da die sterne noch am himmel blinken
stehst du da
so jung und unbeschwert
wie in der götter erstem tag
heuduft durchzieht die luft
o schmuck der feuchten frühe
der selig schönen wälder
blaue glockenblume
erinnerst du mich an die seele
am morgen nach der reise
in dir wird gnadenvoll verwahrt
was einst die götter verschlossen
blaue glockenblume
in dir wird offenbart
das warten auf jenen moment
in dem die schleier reißen
und die selle geht auf reisen.
hukwa
Freitag, 10. Juli 2009
Gefällte Bäume Gedicht
Der himmel spannt sein blaues zelt
durch den kiefernwald
zieht der harzgeruch
frisch gefällter bäume
von ihrer rinde befreit
warten sie auf den ruchlosen geschäftsmann
den meistbietenden
so lieblich liegen sie da
jeder jahresring
erzählt seine eigene geschichte
von
schneebruch waldbrand und sommerhitze
von
vogelhochzeit und stürmen
gewachsene stämme
krumme jahresringe
wege die das leben schrieb
ich setze mich zu ihnen
schweige mit ihnen
die sich aus dem vollen leben verabschieden.
hukwa
durch den kiefernwald
zieht der harzgeruch
frisch gefällter bäume
von ihrer rinde befreit
warten sie auf den ruchlosen geschäftsmann
den meistbietenden
so lieblich liegen sie da
jeder jahresring
erzählt seine eigene geschichte
von
schneebruch waldbrand und sommerhitze
von
vogelhochzeit und stürmen
gewachsene stämme
krumme jahresringe
wege die das leben schrieb
ich setze mich zu ihnen
schweige mit ihnen
die sich aus dem vollen leben verabschieden.
hukwa
Donnerstag, 9. Juli 2009
Im Garten Gedicht
Fasziniert von den farben der blumen
stehe ich im garten
voll ist das leben im sommer
reich die ernte der gärten
die natur ist verschwnderisch
denke ich während ich unter dem gefüllten kirschbaum stehe
sie lehrt uns
wir könnten alle gut leben
wenn wir endlich zu teilen lernen würden.
hukwa
stehe ich im garten
voll ist das leben im sommer
reich die ernte der gärten
die natur ist verschwnderisch
denke ich während ich unter dem gefüllten kirschbaum stehe
sie lehrt uns
wir könnten alle gut leben
wenn wir endlich zu teilen lernen würden.
hukwa
Am Wegrand Gedicht
wir hasten und wir rennen
so kleinlich durch die welt
wir sehen nicht mehr am wegrand
die bunte kräuterwelt.
wir gehen zur arbeit
und nichts ist geschehen
am wegesrand lieblich
die kräuter blühen.
wir sehen doch wir schauen nicht
arbeiten und zerstören
so wie ihr lebt ihr leute
mir gefällt das nicht.
viel lieber will ich gehen
dorthin wo die kräuter duften
und die bunten blumen blühen
will einfach dasein sehen.
hukwa
so kleinlich durch die welt
wir sehen nicht mehr am wegrand
die bunte kräuterwelt.
wir gehen zur arbeit
und nichts ist geschehen
am wegesrand lieblich
die kräuter blühen.
wir sehen doch wir schauen nicht
arbeiten und zerstören
so wie ihr lebt ihr leute
mir gefällt das nicht.
viel lieber will ich gehen
dorthin wo die kräuter duften
und die bunten blumen blühen
will einfach dasein sehen.
hukwa
Freitag, 26. Juni 2009
Eine Nacht am Weißdornbusch
Schlaf unter einem Weißdornbusch, seine Geister werden deine Krankheiten heilen, sagte eine alte Kräuterhexe zu meiner Großmutter. Dieser Spruch aus frühen Kindheitstagen fällt mir immer wieder ein, wenn ich einen schönen Weißdornbusch, einsam und erhaben, auf einer Waldwiese stehen sehe. So mancher Baum und Strauch in unseren heimischen Auen und Wäldern besitzt besondere Kräfte. Dem Weisdorn, diesem alten Freund unserer heidnischen Vorfahren, haftet etwas mythisch, magisches an, dies spürt der naturbewusste Mensch, wenn er unter diesem Strauch eine Ruhepause hält. Wer mit den Augen der Altvorderen schaut und in dessen Brust noch ein heidnisches Herz pocht, der findet in der Natur noch so manchen Platz, denn die Naturgeister noch nicht verlassen haben, obwohl auch ihr Rückzug bereits im vollen Gange ist. Das Heer der Geister und Kobolde, der Elementargeister und Gnomen, im Lauf der Jahre, haben sie sich immer mehr zurückgezogen, bis von ihnen nur noch der Mythos geblieben ist. Die alten Bäume die einst die von Elfen durchspuckten Waldlichtungen und romantischen Weiher bestanden haben, wurden gefällt, weg mit allem romantischen heißt die Devise des Zeitgeistes, der Kitsch triumphiert über das einst erhabene. Die verfallenen Burgruinen mit ihren efeuumrankten Türmen hat man für den Billig – Tourismus zurechtgestutzt und sie der magischen Aura bestohlen. Über das einstmals so wundervolle Flattern der Luftgeister zu berichten, über das singen der Nymphen in den grünen Waldteichen zu berichten, über die Zusammenkünfte von Trollen und Gnomen zu erzählen bleibt uns Dichtern überlassen. Obwohl es niemand mehr hören will, werden wir weiter aus dieser einst so sagenhaften Welt berichten, die an Schönheit und Romantik die heutige weit übertraf.
In einer warmen Sommernacht, der Vollmond wanderte unruhig am Himmel und beleuchtete im mystisch, romantischen Glanz die wundersamen Waldwege, machte ich mich auf den Weg, meinen Freund den alten Weißdornbusch aufzusuchen. Unterwegs kehrte ich noch bei einer Dame ein, eine richtige Prinzessin ihr Vorname war Atropa und ließ mich von ihr ein wenig verwöhnen, sie tischte mir ihre wunderbaren Früchte auf, die mich die Welt mit anderen Augen sehen ließen. Als ich von ihr ging, kam ich mir vor als würde ich mich aus den Gärten der Hesperiden verabschieden. Bei meinem Weißdorn angekommen, kroch ich unter seine zarten Äste, die nur dem oberflächlichen Menschen Dornenhaft erscheinen, denn der Baum wehrt sich gegen jene die ihn unbefugt aufsuchen. Tief in mich versunken genoss ich die herrliche laue Sommernacht. Im Gras und Gebüsch wimmelte es von geheimnisvollen nächtlichem Leben, der Mond bescheinte die Waldwiese so wunderschön, das ich einige Zeit ein Rudel Rehe das sich nicht weit von mir aufhielt beobachten konnte. Ich befand mich in einer sehr romantischen Stimmung und es hätte mich keinesfalls verwundert, wenn plötzlich Diana von Nemi vor mir gestanden hätte. Eine Stelle des Euripides –Fragmentes zog mir durch den Kopf: "Mein Leben ist heilig, seit ich die Myste des idäischen Zeus ward und geweiht in den Gewitterweihen des nächtlich schweifenden Zagreus und seinen Mahlen rohen Fleisches, der Mutter des Ida Gebirges hielt ich die Fackeln empor und wurde geweiht, Bacchant der Koureten genannt."
Der Wald ist eine uralte Stätte der Einweihung, in den Wäldern offenbart sich uns das Göttliche, Ahnengeister und Naturkräfte werden in den Wäldern zu Spielgefährten des Eingeweihten. Hier findet die Begegnung mit dem Unbewussten, dem Über – Ich statt, dem Ahn, dem Totemtier wie es der Schamane nennt. Wie aus einer Trance erwachend kam ich mir vor als plötzlich eine Gestalt vor mir auftauchte. Ist sie aus meinem Unterbewusstsein gestiegen oder kam sie aus dem nahen Fichtenhain? Ich wusste es damals nicht. Die Gestalt war ganz in Fellen verhüllt. Langes weißes Haar, bekränzt mit Laub und Fichtennadeln, fielen über die etwas gebeugten Schultern herab. Als ich ihn fragte wer er sei, gab er mir zur Antwort er wäre der Hüter des Waldes und schaue jede Nacht hier vorbei, aber nicht jeder könnte ihn sehen. Er wohne nicht weit von hier in der alten knorrigen Eiche, die tief in ihrem Wurzelgrund eine Höhle berge und lebe von Wurzeln und Kräutern wie so viele Waldtiere deren Schutzherr er sei. Der alte erinnerte mich an eine alte keltische Prophetengestalt, die sich schon lange aus der Welt zurückgezogen hatte. Jenen Archetyp des weisen Mannes und ewigen Kindes, eine Personifikation unseres unbewussten. Es wurde eine wundersame Erzähl Nacht und ich lernte vieles. In der Morgendämmerung lief ich durch den taufeuchten Wald nach Hause. Geheimnisvoll blinkten die silbernen Fäden der Spinnweben, die Amsel sang ihr Morgenlied und hoch über mir zog majestätisch der Bussard seine Runden. Die Kinder der Erde grüßten den neuen Morgen.
hukwa
In einer warmen Sommernacht, der Vollmond wanderte unruhig am Himmel und beleuchtete im mystisch, romantischen Glanz die wundersamen Waldwege, machte ich mich auf den Weg, meinen Freund den alten Weißdornbusch aufzusuchen. Unterwegs kehrte ich noch bei einer Dame ein, eine richtige Prinzessin ihr Vorname war Atropa und ließ mich von ihr ein wenig verwöhnen, sie tischte mir ihre wunderbaren Früchte auf, die mich die Welt mit anderen Augen sehen ließen. Als ich von ihr ging, kam ich mir vor als würde ich mich aus den Gärten der Hesperiden verabschieden. Bei meinem Weißdorn angekommen, kroch ich unter seine zarten Äste, die nur dem oberflächlichen Menschen Dornenhaft erscheinen, denn der Baum wehrt sich gegen jene die ihn unbefugt aufsuchen. Tief in mich versunken genoss ich die herrliche laue Sommernacht. Im Gras und Gebüsch wimmelte es von geheimnisvollen nächtlichem Leben, der Mond bescheinte die Waldwiese so wunderschön, das ich einige Zeit ein Rudel Rehe das sich nicht weit von mir aufhielt beobachten konnte. Ich befand mich in einer sehr romantischen Stimmung und es hätte mich keinesfalls verwundert, wenn plötzlich Diana von Nemi vor mir gestanden hätte. Eine Stelle des Euripides –Fragmentes zog mir durch den Kopf: "Mein Leben ist heilig, seit ich die Myste des idäischen Zeus ward und geweiht in den Gewitterweihen des nächtlich schweifenden Zagreus und seinen Mahlen rohen Fleisches, der Mutter des Ida Gebirges hielt ich die Fackeln empor und wurde geweiht, Bacchant der Koureten genannt."
Der Wald ist eine uralte Stätte der Einweihung, in den Wäldern offenbart sich uns das Göttliche, Ahnengeister und Naturkräfte werden in den Wäldern zu Spielgefährten des Eingeweihten. Hier findet die Begegnung mit dem Unbewussten, dem Über – Ich statt, dem Ahn, dem Totemtier wie es der Schamane nennt. Wie aus einer Trance erwachend kam ich mir vor als plötzlich eine Gestalt vor mir auftauchte. Ist sie aus meinem Unterbewusstsein gestiegen oder kam sie aus dem nahen Fichtenhain? Ich wusste es damals nicht. Die Gestalt war ganz in Fellen verhüllt. Langes weißes Haar, bekränzt mit Laub und Fichtennadeln, fielen über die etwas gebeugten Schultern herab. Als ich ihn fragte wer er sei, gab er mir zur Antwort er wäre der Hüter des Waldes und schaue jede Nacht hier vorbei, aber nicht jeder könnte ihn sehen. Er wohne nicht weit von hier in der alten knorrigen Eiche, die tief in ihrem Wurzelgrund eine Höhle berge und lebe von Wurzeln und Kräutern wie so viele Waldtiere deren Schutzherr er sei. Der alte erinnerte mich an eine alte keltische Prophetengestalt, die sich schon lange aus der Welt zurückgezogen hatte. Jenen Archetyp des weisen Mannes und ewigen Kindes, eine Personifikation unseres unbewussten. Es wurde eine wundersame Erzähl Nacht und ich lernte vieles. In der Morgendämmerung lief ich durch den taufeuchten Wald nach Hause. Geheimnisvoll blinkten die silbernen Fäden der Spinnweben, die Amsel sang ihr Morgenlied und hoch über mir zog majestätisch der Bussard seine Runden. Die Kinder der Erde grüßten den neuen Morgen.
hukwa
Eine Begegnung
Es war in einem herbst vor vielen Jahren als sich diese Begegnung abspielte. Der Wald stand in seinem bunten Altweibersommerkleid und Abertausende kleiner Sinnweben durchwoben die Bäume und Sträucher des Indian Summers. Eicheln und Kastanien blinkten im bunten Laub der Bäume, in den schon kühlen Nächten zeigten sich die Sterne wie funkelnde nie erlöschende Diamanten. Denn Sommer über hatte ich mich fast ausschließlich im Freien aufgehalten während der Tage und Nächten. In einem einsamen abgelegenen Waldstück hatte ich mir ein Zelt errichtet und verbrachte viele einsame Tage dort. Ich las in jener Zeit intensiv Bücher über Schamanimus und versuchte das angelesene Wissen praktisch umzusetzen, indem ich den Versuch unternahm durch Naturrituale mein Bewusstsein zu steigern. So entstand ein verwandtschaftliches Verhältnis zu den mich umgebenden Naturerscheinungen. Eine vorbeiziehende Wolke konnte mich in wahre Ekstase versetzen und der Mond zog mich in den Nächten magisch an. Irgendwie gelangte ein Büchlein über indianische Astrologie in meine Hände und ich las es anfangs mit keinem allzu großem Interesse. Nach diesem Buch ist der Buntspecht das Tier das meinem persönlichen Element entsprecht. Dies machte mich stutzig den ich habe zum Buntspecht immer eine recht gute Beziehung gehabt. Bei meinen täglichen Waldgängen verweilte ich nun immer länger an den Plätzen wo ich einen Specht klopfen hörte. Das Zelt stand in der Nähe eines Spechtbaumes, einer alten abgestorbenen Kiefer die immer wieder von Spechten angeflogen wurde. Ich begann nun den Specht zu beobachten der immer an diesem Baum sich zu schaffen machte. Es war ein großer Buntspecht. Oft saß ich unter der Kiefer während der Specht an ihr trommelte. Manchmal klopfte ich mit dem Knauf meines Messers an den Stamm, der Specht stellte dann sofort sein Trommeln ein, begann aber gleich wieder sobald ich mit meinem Klopfen aufhörte. So ging das tagelang. Mir ging die Geschichte die Ovid in seinen Metamorphosen erzählte durch den Kopf: Picus, der König Latiums, ein Sohn Saturns war ein berühmter Wahrsager. Er hatte eine Zauberin geheiratet, Canente, die Tochter des Janus, deren Gesang die wilden tauben bezauberte und Bäume und Felsen in Bewegung setzte. In die Schönheit des picus waren die Dryaden, die Nymphen des Eichbaums verliebt, aber unglücklicherweise auch die schreckliche Kirke,, die ihn, weil er sie abwies und seiner Gemahlin unerschüttlich treu blieb, in einen Specht verwandelte. Ich nannte den Buntspecht mit dem ich mich öfters unterhielt Picus. Oft wusste ich damals nicht, ob er mir nachflog oder ob ich ihm auf meinen Waldgängen folgte. Als ich eines Morgens im Zelt aufwachte, noch in Decken gehüllt und durch den geöffneten Eingang den frühen Raureif beobachtete, kam er plötzlich angeflogen. Er saß direkt vorm Eingang und starrte mich aus seitlicher Haltung an. Ich weiß nicht mehr wie lange wir uns anschauten, mir war damals bewusst der Specht kam wegen mir. In mir war ein Gefühl tiefer Freude. Während wir uns ansahen teilten wir uns gegenseitig mit. Irgendwann flog er auf und davon. Von da an hörte ich ihn nicht mehr. Mir war klar der Specht war an diesem Morgen gekommen um sich von mir zu verabschieden. Wenn ich heute einen Band Ovid aus dem Bücherregal hole ist mir immer diese Begegnung gegenwärtig.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 24. Juni 2009
Aphorismen
Die Stille in der Natur, birgt das Geheimnis des zeitlichen Daseins.
hukwa
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