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Donnerstag, 26. Dezember 2024

Palimpset am Morgen oder vom dauernden Werden

 "Wie war es Winter mir und alles alt... 
Der Tag war tot, grau war die Luft, 
und kalt umfing Dezember die Verlassenheit".  
                                  William Shakespeare 
Ich bin davon überzeugt das Bergsons Definition des Begriffs der reinen Dauer nach der das Selbst,vorausgesetzt,wenn es zu einer Vereinigung-von Denken u. Phantasie- von Intellekt u. Intuition kommt- es zu jenem Bewusstseinszustand führt-das der Philosoph "dauerndes Werden" nannte. Den unser GeistSelbst ist nichts anderes als ein Palimpsest - etwas das die Jahrtausende unserer persönlichen Vergangenheit durchscheinen lässt. Unsere Existenz- ist eine FortDauernde- eine ImmerWährende- in einem Sinn von Bardo. 
In diesem Sinn schrieb de Quincy: 
Was Anderes als ein natürliches und mächtiges Palimpset ist der menschliche Geist? Solch ein Palimpset ist mein Geist, solch ein Palimpset, O Leser, ist der Deinige. Immerwährende Schichten von Ideen, Bildern, Gefühlen sind auf deinen Geist gefallen, so sanft wie das Licht. Jede Abfolge (von Gedanken) verbrannte scheinbar alles was vorher war. Und doch wurde in Wirklichkeit keine einzige ausgelöscht". 
hukwa
 

Dienstag, 24. Dezember 2024

GewahrSein

 In jedem Moment unseres Daseins haben wir Möglichkeiten über unseren alltag zu entscheiden. Das bedeutet dass es an uns selbst liegt ob wir an unseren bisherigen monotonen Gewohnheiten festhalten oder ob wir bereit sind, das Gewahrsein unseres Selbst zu steigern und somit in einen schöpferischen ALLtag einzutreten und die Routinen hinter uns zu lassen. 
hukwa

Freitag, 6. Dezember 2024

Das Vampirmotiv im täglichen Leben

 Die meisten Vampire zeichnen sich, wie schon D.H.Lawrence an Texten von E.A.Poe gezeigt hat, nicht nur durch Sexualität sondern vor allem durch Begierde-Gier aus. Nämlich in das Bewusstsein  eines anderen einzudringen und ihn seines Ichs und seiner geistigen Eigenständigkeit zu berauben. 
In seiner "Gespenstersonade" bezieht Strindberg den Vampirvorgang als Interaktion auf die Familie. R.d.Laing sprach in  diesem Sinne von einer vampirartigen Bindung. Der Vampir als Technik der Macht! 
Auch politische Institutionen werden oft zu "Aussaugern" indem sie ökonomisch ausbeuten. 
Die Vampire sind unter uns. 
hukwa

Sonntag, 24. März 2024

Schein und Sein

Die Menschen in unserer Geselllschaft sind Erfinder von immer neueren Begierden, die sie selbst nicht mehr befriedigen können. Sie streben nach Reichtümern und Ansehen, nach Gegenständen die für sie Statussymbole darstellen. Diese Menschen die nicht im Sein sondern im Schein leben, sind davon überzeugt, nur noch, sie selbst zu sein, wenn ihre Bekannten sie um ihres Vermögens willen "ansehen". Dies ist das "An-Sehen" nach dem sie streben und das ihre (falsche) Persönlichkeit ist. Keine dieser konsumistischen Begierden lässt sich stillen. 
hukwa 

Sonntag, 23. April 2023

Vom Bewusstsein des Bewusstseins

 Eine vielzitierte Äußerung von William James besagt, dass...unser normales Bewusstsein, das rationale Bewusstsein, nur ein besonderer Typ von bewusstsein ist, während überall jenseits seiner, von ihm durch einen Schirm getrennt, mögliche Bewusstseinsformen liegen, die ganz andersartig sind. Wir können durchs Leben gehen, ohne ihre existenz zu vermuten, aber man setze den erforderlichen Reiz, und bei der bloßen Berührung sind sie in ihrer ganzen Vollständigkeit da...Keine Betrachtung des Universums kann abschließend sein, die diese "anderen" Bewusstseinsformen außer betracht lässt. Auf jeden Fall verbieten sie einen voreiligen Abschluss mit der Realität. 
hukwa

Donnerstag, 20. April 2023

Astrologie und Reinkarnation

In der Parapsychologie gibt es eine These die besagt: Es gibt Fälle in der praktischen Anwendung der Astrologie, bei denen es wahrscheinlich ist, dass der Astrologe, ein Horoskop nicht nach astrologischen Regeln interpretiert, sondern mit ihm als psychischem Induktor zu ASW-Informationen gelangt. Das Erstellen eines Horoskops ist ein regelfester Vorgang, bei dem keine Möglichkeit einer paranormalen Leistung gegeben ist; anders die Ausdeutung: Hier mag gelegentlich bei sensitiven Astrologen das Horoskop zum psychischem Induktor werden. Dabei ist es von Bedeutung das ein Horoskop ein Mandala (Geburtsmandala) bildet.

Wenn man das Horoskop als Geburtsmandala begreift, wenn man es vor sich liegen hat, nach dem man es zuvor mit der Hand gezeichnet hat, und es nun mantisch-meditativ deutet, kann es passieren das man in eine Bewusstseinszone vordringt, die mit unserem Tagesbewusstein wenig Ähnlichkeit hat. Man befindet sich in einem meditativen Zustand. Astrologisch-karmisch betrachtet findet findet man diesen Gedankengang schon in den orphischen Mysterien, vom Auf- und Abstieg der Seele. Da nun die Seelenmonade bereits vor ihrem irdischen Leben in anderen astralen Welten existiert, kommt sie bei ihrer irdischen Geburt, also während der „Niederfahrt“ in irdische Gefilde, an Planeten und Gestirnen vorbei, die ihr von ihrer Planeten und Gestirnsqualität etwas abgeben. Die postmortale Seelenreise wäre dann die „Rückreise“ in die astrale Heimat. Für den Karma orientierten Astrologen sind diese astrale Gegebenheiten Wirklichkeiten. Es existiert sozusagen eine astrale Korrespondenz zwischen den Gestirnen und dem deutenden Astrologen. Diese mantisch-meditative Eingebung läßt sich metaphysisch Begründen, nämlich mit der platonischen Lehre vom „ochema“, einem Seelenfahrzeug, das die Bedingung der Möglichkeit aller irdischen und überirdischen Existenzformen der Seele ist. Der französische Philosoph Emanuele Coccia schrieb in seinem Buch „Metamorphosen“ über dieses „Seelenfahrzeug“: „In mehreren seiner Werke nahm Platon Bezug auf ein Fahrzeug, das die Seele begleitet und ihr den Abstieg in den Körper und alle Formen der Fleischwerdung ermöglicht. Auch im „Timaios“ spricht er davon und stellt sich vor, wie der große Weltbaumeister jedem Stern eine Seele zuteilt und ihnen...nachdem er sie wie auf ein Fahrzeug gesetzt hatte...die Natur des Alls zeigt“ (Platon-Timaios). Nach dieser platonischen Ansicht ist jeder physische Körper eine Art Tür die zu unendlich vielen astralen Welten führt.



Im achten Jahrhundert unternahm der islamische Philosoph und Astrologe Al-Kindi den Versuch eine Grundlage für eine philosophische Rechtfertigung esoterischer Disziplinen u.a. der Astrologie und der Alchemie auszuarbeiten. In seinem Buch „De radis stellarum“ versucht er eine metaphysische Grundlage für die Astrologie und Alchemie zu entwerfen. Mit dem Hintergrund stoischer Philosophie, der kosmisch-universellen Harmonie, stellt er eine „Strahlentheorie“ auf und beschreibt wie kosmische Energien sich manifestieren. Für die Epoche des dunklen Mittelalters in der er lebte, war er seiner Zeit weit voraus. In „De radis stellarum“ schreibt er: „Wenn es irgend jemand gegeben wäre, die Bedingungen der himmlichen Harmonie vollständig zu verstehen, dann würde er die elementare Welt mit allem, was sie enthält, zu jeder Zeit und an jedem Ort gänzlich kennen, und er würde das Verursachte vom Verursachenden unterscheiden können und umgekehrt. Deshalb würde jeder, der es zur uneingeschränkten Kenntnis der Bedingungen der himmlichen Harmonie gebracht hat, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft kennen“ (Übersetzung nach J.S.Tester).

Ein Beispiel für ein für Karma Geburtsmandala ist das Horoskop des römischen Kaisers Julian (6.11.331-26.6.363). Dieser im Zeichen Zwillinge, geborene Herrscher, seinem Tierkreiszeichen entsprechend voller Zweifel, war ein begabter Feldherr und Anhänger der griechischen Stoa. Er verachtete die Unterwürfigkeit der Christen und stand diesen feindlich gegenüber. Julian versuchte während seiner kurzen Regierungszeit, die Moral des „Alten römischen Reiches“ wiedereinzuführen. Ein Aufstand in Persien zwang Julianus, gegen die Aufrührer ins Feld zu ziehen, und er starb an einer wunde die er sich im Kampfe zugezogen hatte. Wahrscheinlich wurde er von einem christlichen Soldaten ermordet. Julian war davon überzeugt eine Reinkarnation von Alexander dem Großen (20.7.356-10.6.323 v.Chr.) zu sein. Ähnlich behauptete auch Alexander dass er eine Wiedergeburt von Dionysos sei. Beide verband also der Glaube an die Lehre der Wiedergeburt.

Doch es gibt noch mehr Analogien zwischen den beiden. Sie waren beide Herrscher eines Weltreiches. Beide kamen sehr früh an die Macht. Beide sollten sehr früh eines frühzeitigen Todes sterben. Alexander mit 33 wahrscheinlich durch eine Vergiftung, Julian mit 32 Jahren von einem Soldaten ermordet. Beide starben am gleichen Ort. Beide hatten auch sehr ähnliche Charakterzüge: Als Kaiser waren sie hervorragende Verwalter und Strategen, sehr gebildet und eine nonkonformistische Einstellung. Von Alexander wissen wir das er von großer religiöser Toleranz war und Julian der sich ganz als Heide fühlte gab sich nie wie seine Vorgänger zu einer blutigen Verfolgung der Christen her sondern bekämpfte sie mit den Waffen der Philosophie.

Nach dem allgemein bekannten Geburtsdatum von Alexander (20.7.356 v.Chr.) ist er im Sonnenzeichen Krebs geboren. Es gibt aber Biographen, die von einem Geburtstag Alexanders im Monat April sprechen, einem Widdermonat, eine Vermutung die dem astrologischen Denken sehr nahe kommt. Vielleicht war ja sein Aszendent Widder und sein Sonnnenzeichen Krebs, was eine astrologische Alternative wäre.

Der griechische Historiker Plutarch berichtet in seinen „Vergleichenden Lebensbeschreibungen“, die im ersten Jahrhundert nach Christi erschienen das „Alexander sich nicht so leicht von einem einmal gefassten Vorsatz abbringen ließ“. Was eine typische Widder Eigenschaft ist. Seine mythisch, religiöse Haltung, seine Überzeugung die Wiedergeburt eines Gottes zu sein ist eine typische Eigenschaft des Tierkreiszeichen Krebs. Alexander der Große war der erste abendländische Herrscher der sich wie ein Gott verehren ließ. Diese Vorstellung ein göttergleiches Wesen zu besitzen existierte in vielen Königreichen des nahen und mittleren Osten.

Lit.Hinweise:

D.K.de Bizemont: Karma-Astrologie

Heinz Sandauer: Geschichte gelenkt von den Sternen.

Thoreich Geißenbauer: Das astrologische Weltbild.



©hukwa

Sonntag, 15. November 2020

Vom Unbewussten und vom Selbst

 Das Unbewusste ist die Urquelle aus dem unser Bewusstsein entspringt. Es entsteht aus der entwicklung aus dem Unbewussten. So wie das Bewusstsein immer eine dunkle Ahnung hat von seiner Urquelle so hat unser reales Ich immer eine dunkle Ahnung von unserem wahren Selbst aus dem heraus sich das Ich geformt hat. Selbst und Unbewusstes sind eine identische Quelle. Die Entwicklung unseres Ich das während unserer Erziehung zum Bewusstseinszentrum wird kann sich durch die Beeinflußung von Erziehung und Gesellschaft, durch deren Schmutzwässer (symbolisch gemeint) zum egozentrischen Ich verwandeln. Auch unser ganzes Traumleben entspringt unserem Unbewussten. Sobald die Träume die Tiefen des Unbewussten verlassen, geschieht hier die gleiche Entwicklung wie beim Selbst zum Ich. Die Träume "Verbinden" sich mit dem rationalen Bewusstsein, so dass wenn wir uns unserer Träume Erinnern, nur noch Traumfetzen aus dem Unbewussten vorhanden sind. 
hukwa

Dienstag, 15. September 2020

An-gesichts

 Angesichts einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Minimalzeichen an die Stelle von Realität treten, sollten wir vielleicht einmal über kreativität nachdenken. 
Angesichts einer ständig steigenden Bilderflut, die unsere Imagination und Inspiration verkümmern lässt und zur emotionalen Verödung führt, sollten wir vielleicht mal wieder ein Bild malen. 
Angesichts eines billigen Kulturtourismus sollten wir uns vielleicht mal wieder meditativ Besinnen. 
Diese Entwicklung stellt zwar einen menschheitsgeschichtlichen Fortschritt dar, doch führt sie gleichzeitig auch zur geistigen Verödung. 
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2019

Parallelwelt und Schattendasein

Manchmal erscheint es mir als hätte der Mensch sein wahres Ich nach seiner Kindheit verloren und muss nun den Rest seines Lebens damit verbringen dieses verlorene Ich wieder zu finden. Diese Suche gehört zu jenem Teil unseres Lebens den wir in einer Parallelwelt verbringen ohne es zu merken.
Unsere materialistische Weltanschauung ist zu prägend als dass wir diese kurzfristige Aufenthalte in anderen Bewusstseinsstufen bemerken. Was ist der Bewusste Traum wenn nichts anderes als eine Parallelwelt?
Wir bemerken dies nur nicht weil wir der Traumwelt jegliche Realität absprechen.
Das Leben ist eben nicht nur dass was wir sehen sondern auch dass was auf anderen Ebenen existiert.
hukwa

Montag, 9. April 2018

Der Wald als Psychotherapeut

Wandern ist Erlebnis. Therapie auch. Die Verbindung Wandern und Therapie kann ich nur erfahren und erleben, wenn ich selbst wandere, weil ich mich dann selbst erfahre und bemerke das Wandern eine innere und äußere Angelegenheit ist.
Als Wanderführer ist es meine Aufgabe Menschen durch den Wald zu führen und dabei mit den Leuten Gespräche zu führen. Es liegt in der Natur der Sache dass Menschen während einer Wanderung durch die Natur tiefere Gespräche führen als wenn man sich gerade einmal auf der Strasse oder im Kaffee trifft.
Die Natur ist nicht nur die größte Lehrmeisterin sondern auch die beste Therapeutin. Ich persönlich begebe mich einmal am Tag in eine Therapiestunde, nämlich dann wenn ich mich zu einer Wanderung aufmache. Meditatives Wandern ist mehr als nur laufen, es ist eine kleine Lebenseinstellung. Therapie wie ich sie verstehe hat vor allen Dingen etwas mit Wachstum zu tun, einem inneren ganzheitlichen Wachstum.
Im Wald, in der freien Natur fällt vieles von uns ab was uns ansonsten im täglichen Leben belastet. Ich finde sehr viel schneller zu mir selbst, zu meinem „inneren Kern“, jenen Teil von mir den man in der Philosophie „Selbst“ nennt also zu dem Wesen das ich in Wirklichkeit bin.
Es gibt Menschen die versuchen jemand anderes zu sein, warum auch immer, als sie selbst es sind. Solche Menschen haben das gleiche Problem wie jene die meinen dass die schönste Zeit die sie in ihrem Leben verbracht haben irgendwo in ihrer Vergangenheit liegt. Das ist ein Trugschluss! Manche glauben das ihr Bestes in der Zukunft liegt und sind fest davon überzeugt das irgendwann einmal das Happy – End an ihre Tür anklopft. Wer so lebt der rennt einer Illusion nach. Die Natur lehrt uns das wir unser Leben im Hier und Jetzt gestalten müssen.
Wir haben das Leben uniformiert und es seiner ursprünglichen Vielheit beraubt. Uns interessiert nicht mehr das Ganze sondern nur ein Teilausschnitt. Wir ahnen eine Innenwelt, doch wir flüchten in die Außenwelt. Anstatt die „Welten“ zu verbinden, nämlich die Immanenz des Transzendenten im diesseitigen Leben zu erkennen und die tiefere Wesenheit von uns selbst im Alltag zu finden.
Der große Vorteil beim meditativen Wandern ist die relativ schnelle Erfahrung das ich mich während des Wanderns ganz im Hier und Jetzt aufhalte. Das ich dass Gefühl in mir spüre ganz bei mir selbst zu sein.
Für mich bedeutet Wandern nicht Energie abzugeben sondern das Gegenteil ist der Fall: Ich lade Energie auf.
Bei jeder Wanderung erlebe ich Neues, mit jedem Schritt denn ich im Wald tätige, entgehe ich der inneren Versteinerung und Lethargie. Dies ist jedes mal der Gedanke in mir wenn ich mich zu einer Wanderung aufmache.
Das was uns im Wald, wenn wir tiefer in ihn eingedrungen sind als erstes fasziniert, manchmal auch ängstlich macht ist die Stille. In den Wäldern spüren wir plötzlich eine bisher unbekannte Freiheit, die es uns erlaubt, mit dem wesentlichen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille des Waldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende Aufmerksamkeit schenkt. Fern dem unbarmherzig ewig geräuschvoll laufenden Motor der Großstadt finden wir im Wald nun eine ganz andere psychologische Dimension der inneren Einkehr und Ruhe vor. In einer Zeit der entfesselten Mächte, der ökonomischen Unsicherheiten und ökologischen Katastrophen wird uns der Wald zu einer Insel der Erholung, zu einem Ort der Therapie und des inneren Wachstums.

hukwa



Dienstag, 9. Februar 2016

Versteinere nicht

Wenn ich durch die Wälder laufe, ja selbst wenn ich in meinem eigenen Garten bin, dann sehe und spüre ich etwas: Wachstum und Veränderung! Auch der Mensch sollte in Wachstum und Veränderung leben ansonsten wird sein Leben schnell zur Stagnation.
Wachstum und Veränderung dass sind die wahren Mysterien und Geheimnisse des Lebens. Wenn das Leben zur Versteinerung wird, leben wir ein armseliges Leben. Also lebe dein Leben doch "versteinere" nicht.
hukwa

Montag, 8. Februar 2016

Es ist an der Zeit neue Bewusstseinsfelder zu erobern

Dass Übergehen in neue Bewusstseinsfelder ist ähnlich wie das "Häuten" der Schlange. Sie häutet sich einmal im Jahr, nach der Häutung ist sie zwar immer noch Schlange aber sie hat ein neues "Schlangenbewusstsein" bekommen. So ist es auch mit dem Menschen, alle paar Jahre sollte sich sein Bewusstsein "Erneuern", er muss ein Stück Wachsen sonst "versteinert" er.
hukwa

Sonntag, 30. November 2014

Streifzüge ins Unbewusste

Über meine Erfahrungen mit aktiver Imagination

Ich glaube das viele Menschen unbewusst schon Erfahrungen mit der aktiven Imagination gesammelt haben. Bewusst angewendet kann man durch diese Technik tief in sein Unbewusstes eindringen. Man muss allerdings aufpassen dass das was da hervorkommt einem nicht überwältigt. Schließlich kann man mit der aktiven Imagination bis zu den Archetypen vordringen. Um Bilder zu schaffen die nicht aus der äußeren Realität stammen, müssen wir unsere Phantasie zu Hilfe rufen. Während der aktiven Imagination, wird die schöpferische Aktivität unseres Unbewussten stimuliert. Wenn man dabei noch zeichnet, malt oder dichtet treten in die Gebilde Formen und Hieroglyphen des Unbewussten. Was dann an Symbolen entsteht ist ein Ausdruck des Mythos. Imagination ist nicht mit Phantasie zu verwechseln. Erstere ist mehr eine solarische Kraft, die sich auf die „eida“ die paradigmatischen Urbilder in der „realistischen Welt“ richtet.
Einmal am Tage betreibe ich aktive Imagination ganz bewusst. So sind die Malereien von den „Immerwiederkehrenden“ und die hermetischen Gedichte entstanden. Diese Bilder haben für mich etwas Golemhaftes an sich, so als hätte ich versucht ihnen Leben einzuhauchen. Ein Künstler der ganz der Imagination zugetan war, ist William Blake gewesen. Nie hätte er sein großartiges Werk schaffen können, wenn er nicht die Kraft der Imagination genutzt hätte.
Vor allem der Dichter arbeitet intensiv mit der Imagination. C.G. Jung deutete Dichtung aus dem Impuls dunkler „Urvisionen“, für die der Dichter nur Medium ist. Der Dichter lässt einfach die Materialien des kollektiven Unbewussten, durch sich hin durchströmen. Es ist vor allem die hermetische Dichtung die solche Urbilder aus dem Unbewussten heraufholt. In der Tiefenwelt des Dichters berühren sich diese mythischen Urbilder Europas und Asiens.
Über das Unbewusste hat Elizabet Philipov einmal geschrieben:
„Das sogenannte Unbewusste ist auch in späteren Stufen der Entwicklung eine weitgehend verdeckte Schicht der Bewusstseinsstruktur. Es ist einerseits der Schatten, der alle verdrängte Bewusstseinsinhalte aufnimmt und im Bewusstwerdungsprozess beleuchtet wird. Das Unbewusste ist andererseits auch eine Quelle der Inspiration und Imagination, ein Ort schöpferischer Kräfte und Hort verborgener Möglichkeiten. Es ist das Tor zur archetypischen Welt des kollektiven Unbewussten. Das Bewusstwerden der Inhalte dieser Welt kann auf einer späteren Stufe des Erkennens den Zugang in die makrokosmische Dimension eröffnen. Doch sind auch schon von der präpersonalen Stufe aus spontane Einblicke in höhere Stufen des Bewusstseins möglich.“
In der Beschäftigung mit dem Unbewussten, darf man allerdings niemals seinen kritischen Verstand aufgeben, dieser ist schließlich die prüfende Instanz die dafür sorgt das wir nicht im Unbewussten versinken.
Ulla Wittmann, schreibt in ihrem Buch „Leben wie ein Krieger“ (erschienen im Ansata – Verlag“.
„C. G. Jung nannte den ersten Archetyp, der uns auf dem Weg zum Unbewussten und zur Ganzheit begegnet, den Schatten. Er entspricht dem persönlichen Unbewussten. Wenn wir bedenken, dass das Unbewusste sich kompensatorisch zum Bewusstsein verhält, also eine Ergänzung zum Bewusstsein darstellt, einen Teil der uns zur Ganzheit fehlt, dann fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass der Schatten all das enthält, was wir verdrängt haben, weil wir es nicht wahrhaben wollen...“
hukwa






Jeder Moment ist ein Teil der Ewigkeit

Ich bin davon überzeugt dass jeder Moment des Lebens eine Tür zur Unendlichkeit darstellt. In jedem Augenblick haben wir die Gelegenheit das Geheimnisvolle und Numinose zu berühren. Wir müssen nur das Bedürfnis verspüren dieses in unser tägliches Leben zu integrieren.
hukwa

Sonntag, 9. November 2014

Dasein ohne Mythos

Das Leben dass die meisten Menschen die ich kenne führen, ist nichts für mich. Ihr kritischer Verstand ist einfach ein Anpassungsverstand. Diese Menschen sind Jäger des Kommerz und können überhaupt nicht mehr fabulieren. Ein solches Leben wäre mir zu einseitig, es ist ein Dasein ohne Mythos.
hukwa

Samstag, 15. Februar 2014

Man muss nicht gut sein doch man soll gut für etwas sein

Das schnelle sinnlose Treiben dass dieser Gesellschaft eigen ist geht an mir vorbei. Ich suche nach den tieferen Dimensionen des Daseins. Man soll im Leben nicht einfach gut sein - man muss gut für etwas sein. Für ein authentisches Leben. Man darf sein Gewissen nicht abtreten an den Staat oder die Gesellschaft. Das Gewissen muss man selbst formen, muss es schmieden wie ein glühendes Stück Eisen denn es ist das Werkzeug dass man benötigt um gegen die Infamitäten einer korrupten Welt gewappnet zu sein.
hukwa

Samstag, 25. Januar 2014

Philosophischer Wanderer

Ich habe meine Projekte und Geschäfte jetzt soweit erledigt, das ich mich wieder dem schaffenden Geiste und der Natur widmen kann. Ich finde das Geschäftliche sollte im Leben die Ausnahme bilden und die Hauptaufgabe soll die Pflege des Bewusstseins sein und dessen Weiterentwicklung.
hukwa

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Der Wald ist meine Zuflucht

Der Oktober ist der Monat in dem der bunte Herbst seinen Höhepunkt erreicht. In den Wäldern können wir nun eine Freiheit spüren, die uns erlaubt mit den wesentlichen Dingen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille des Herbstwaldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende Aufmerksamkeit schenkt. Viel intensiver spüren wir nun die Beziehungen zum Wechsel der Jahreszeiten. Fern dem unbarmherzigen ewig geräuschvoll laufenden Motor der Großstadt finden wir im Herbstwald nun eine ganz andere psychologische Dimension der inneren Einkehr und Ruhe vor. In einer Zeit der entfesselten Märkte wird der Wald für mich zu wahren Zufluchtstätte.
hukwa

Sonntag, 18. August 2013

Traumboten einer anderen Welt

In den Momenten zwischen Tag und Nacht, zwischen Realität und Phantasie, zwischen Gegenwart und ältester Vergangenheit, erscheinen die Traumboten aus einer anderen Welt. Die meisten Menschen leugnen solche Momente obwohl sie jedem von uns schon widerfahren sind. Keine Wissenschaft kann sie ergründen und doch erscheinen sie immer wieder - die Traumboten einer anderen Welt.
Leibnitz schrieb zu recht: "Die unmerklichen Wahrnehmungen sind mit einem Wort in der Geisteslehre von ebenso großer Bedeutung, wie es die unmerklichen Körper in der Physik sind; und es ist gleich unvernünftig, die einen wie die anderen unter dem Vorwand, dass sie außerhalb des Bereichs unserer Sinne fallen, zu verwerfen".
hukwa

Donnerstag, 18. Juli 2013

Gedanken eines Unzeitgemäßen

Als Dichter muss man den Mut haben auch Unzeitgemäß zu erzählen und sich auch einmal als Fürsprecher der alten Zeit zu zeigen. Eigentlich lebe ich ja mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Ich fahre lieber in einer Pferdekutsche als in einem Auto. Mir bedeutet der Mond das was er für Eichendorff darstellte nicht das was die moderne Physik in ihm sieht. Gewiss, ich lebe in einem vereinsamenden Gegensatz zu meiner Zeit die ganz und gar auf die Technisierung des Daseins hinausläuft, ja, des Seins an sich. Durch diese Bedrohung der Seele die von einer materialistischen Gegenwart ausströmt habe ich vor langer Zeit beschlossen aus der Wirklichkeit auszuwandern, habe Segel gesetzt und das Eiland der Literatur, Kunst und Dichtung angesteuert. Denn- ich schätze das wertvolle des Alten.
hukwa