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Freitag, 6. Juli 2018

Daseinsform

Jetzt im Sommer da alles blüht und grünt kommt mir oft der Gedanke eine Existenzform anzustreben die wie die Pflanzen und die Bäume des Waldes ganz in der jeweiligen Jahreszeit existiert. Ein "Leben und Weben" im Dasein der Natur.
Ganz in einer Jahreszeit zu leben bedeutet sie ganz aufzunehmen.
hukwa

Samstag, 9. Juni 2018

Sommerfackel

Bemooste Schädeldecke
vom Iltis im Farngebüsch
weißes Spinnenhaar
im Weidenröschen Dickicht
Sommersonne brennt
im frisch gemähtem Feld
das Rehkitz rennt
Sommerfackel im Dickicht
des Dompfaffs rotes Kleid
Blaumeise singt ihr Leid
Habicht zieht seinen Kreis
Sommerliches Geleit.
hukwa

Mittwoch, 19. Juli 2017

Zeit des Werden und Vergehen

Das Wachstum der Pflanzen hat nun seinen Höhepunkt erreicht. Heute Morgen stand ich vor einer Beifuß Staude die über 2m hoch war. Auch die Goldrute blüht nun. Die "echte Goldrute", also unsere europäische wird bis zu 1m hoch. Die Kanadische Goldrute die in Europa auch verbreitet ist, steht kurz vor dem Blühen. Bei den Griechen stand die Goldrute in hohem Ansehen. Überall blühen nun auch die Glockenblumen. ihr märchenhaftes-mystisches Blau funkelt am Wegrand zwischen Labkraut und Johanniskraut. Es ist der Duft von Labkraut der jetzt von der Hohe Zeit des Sommers kündet. Und doch ahnt man schon die Vergänglichkeit. Bereits im Sommer hat sich der Herbst versteckt.
Natur - ewiges Werden und Vergehen.
hukwa

Sonntag, 9. Juli 2017

Der Geruch des Sommers

Weihe dein Leben
der Gegenwart
tust du es nicht
wirst du bald
ein Sklave deiner Erinnerung sein.
hukwa

Es ist die Zeit der Weideröschenblüte. Ich liebe diese Wildblume. Schon als Kind war ich von ihr fasziniert. Wenn die Weideröschen blühen ist der Sommer da. Besonders mag ich es wenn sie in der Nachbarschaft von Kiefern wachsen. Der Duft von Kiefernharz und der Blüte dieser Wildblume strahlen etwas kindlich magisches aus. Ein Strahl der zurückführt ins Reich der Kindheit, als es die Welt noch zu erobern galt und die Träume in den Wolken thronten. Der Geruch von diesem Baum und der Blume sagt mir der Sommer erreicht bald seinen Zenit. Jetzt ist in der Natur die Zeit der Gerüche und der Grillenkonzerte angebrochen, die Glühwürmchen durchleuchten die Nacht. es ist die Hohe Zeit des Sommers.
hukwa

Samstag, 8. Juli 2017

Sommergedanken oder hier ist mein Platz

Leben sollte etwas fließendes sein
es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben
dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Etwas wovon sich der Sommer vom späten Frühling unterscheidet ist der universelle Gesang, das irdische Konzert der Insekten. Es herrscht ein ständiges unterschwelliges Summen vor. ich stelle mir vor dieses Konzert singen die Insekten für mich, Grund genug mich vor den Hummeln und Bienen zu verbeugen. Wir sollten nicht so übermenschlich durch das Leben gehen und glauben mehr zu sein als unsere kleinsten Mitbewohner auf unserem Planeten. Sommer ist die Fülle des Lebens, jedenfalls in der Natur. ich sitze unter der alten Eiche und denke: hier ist mein Platz.
hukwa

Freitag, 24. Juli 2015

Idylle

Am Nachmittag sitze ich gerne auf der Veranda und beobachte was sich in meinem Schattengarten tut. Die Meisen um flattern mich, manchmal setzt sich eine auf meinen Kopf, ich locke sie mit Sonnenblumenkörnern. In der Vogeltränke badet der Dompfaff, irgendwann kommt die Krähe Kra angeflogen um sich ihr Stückchen Speck abzuholen. Einmal am Tag gönne ich mir diese Idylle.
hukwa

Donnerstag, 23. Juli 2015

Fingerhut am Wegesrand

Fingerhut
Zwergenhut
stehst so still am Wegesrand
Einsamkeit umgibt dich
Fingerhut
Zwergenhut
geflügelte Elfin bei dir wohnt
man sieht sie nur bei vollem Mond
wo sie im fahlen Licht
dich umschwärmt im Nachtfalterflug
Fingerhut
Zwergenhut
dein Saft ist reines Elfenblut
zarte Blätter
sanfte Blüten
möge dich die Elfin
ewiglich behüten.
hukwa

Mittwoch, 22. Juli 2015

Wildkräutersamen Sammeln

Jetzt ist die Zeit gekommen wo ich damit beginne - wie jedes Jahr - Wildkräutersamen zu Sammeln. Es macht große Freude durch die Natur zu streifen und diese Schätze mit nach Hause zu bringen. Wichtig sind auch die bedrohten Pflanzenarten, sie an anderen Stellen zu vermehren ist eine sinnvolle Aufgabe. Letztes Jahr habe ich im Herbst 100 Eicheln an einem bestimmten Platz im Wald ausgelegt und tatsächlich sind 73 Schösslinge angegangen. Momentan sammele ich vor allem die Samen von der Königsdistel, Akelei und verschiedene Habichtskräuter. Viele davon verschenke ich auch an Bekannte, die Vögel und Insekten in ihrem Garten freuen sich darüber.
hukwa

Panstunde

Die Julisonne brennt. Im Wald ist es sehr still. Über dem Waldteich tanzen die Libellen und im Schilf bewegt sich etwas doch ich kann nicht erkennen was es ist. Nur der Schilfrohrsänger fliegt umher. Eine seltsame Stimmung sucht den Waldgänger um diese Zeit heim. Die Zeit scheint still zu stehen. Kein Windhauch bewegt die Blätter der Bäume. Sogar die Zitterpappel steht still, es ist als ginge Pan umher.
hukwa

Freitag, 17. Juli 2015

Rätselhafter Sommer

Holunderblüte
des Sommers Rätselhafte Grüße
im Schattengarten verweile ich
Echsenauge im Baumgesicht 
Königslibelle geht auf Jagd
Sperlingsgezeter in sommerlicher Glut
Rätsel des Morgens
hängt wie eine Spinnwebe
im Erlengebüsch
Hornissenhochzeit
im Eichengeäst
zart biegt sich im Wind
die Glockenblume
in ihr versteckt
eine eigene Welt
es spricht das dunkelnde Du
im Duft des Holundergebüschs.
hukwa

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die Stimme des Sommers

Der Sommer ist die Zeit des Sich - Hingebens an die Fülle der Natur aber er ist auch die Zeit der Töne und Düfte. Sobald ich in den Wäldern bin lausche ich auf alle Geräusche. Hahnenschrei und Hundegebell dringt am frühen Morgen aus dem Dorf in den Wald. Direkt über mir singt eine Amsel ihr Sommerlied, es ist leiser als ihr Frühlingsgesang. Aus der Ferne der Ruf des Habichts. Grillengezirp vermischt sich mit harziger Luft. Es tut gut hier zu sein. Die Menschen geben keine Töne von sich, sie machen nur Lärm.
hukwa