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Samstag, 10. Februar 2024

Frühlingsfieber

 Ich spüre wie der Wurm sich unter der Erde krümmt 
die Lust die mit dem Frühling kommt 
der Märzgeist der ihm innewohnt 
weiß blühen die Schneeglöckchen im Garten 
die Primmeln treiben bald 
Greife nach den Wolken in diesen Vorfrühlingsstunden 
Holundertriebe warten schon 
biegsam wie ein junger Baum 
schleich ich mit dem Lenz 
den Feldweg entlang. 
hukwa

Freitag, 17. Februar 2023

Warten auf den Märzgeist

 Noch ist die Erde leicht Schnee bedeckt 
dennoch schwebt schon in Frühjahrtrunkenheit 
der Märzgeist in der Luft 
nach langer starrer Winternacht 
ist heute der Lenz zu neuem Leben erwacht. 
hukwa

Montag, 24. Februar 2020

Der Märzgeist ruft

Jetzt zieh hinaus
der Märzgeist ruft
sein Ton ertönt
im Vogelruf
der Dompfaff lockt
im Fichtenhain
und über dir
der Kranichzug
jetzt ist die Zeit
verpass sie nicht
geh in den Wald
er führt dich zu deinem wahren Sein zurück.
hukwa

Dienstag, 18. Februar 2020

Frühlingsleben

Es spricht so sanft
der Februarwind in der Nacht
erzählt vom Lenz der bald erwacht
die erste Amselstrophe
wird bald in den Morgen aufsteigen
bringt die Gewißheit
der Frühling naht ganz sacht
noch schweigt des Dompfaffs Weise
in meiner Seele ist ein Beben
Schön ist es denn Frühling zu leben.
hukwa

Montag, 17. Februar 2020

Im weißen Licht der Birke

Es ist zwar recht kühl draussen doch überall spürt man schon die Kraft des Frühjahrs. Sogar die Ringeltauben beginnen schon mit ihrem Balzgehabe, in diesem Jahr etwas früher, auch die Krokuse blühen schon.
Des Dompfaffs rotes Kleid 
im weißen Licht der Birke 
Schwarzspecht ruft von weit her 
Unke ruht noch unterm Stein  
bald friert auch sie nicht mehr 
zwei Finken im alten Birnbaum 
trunken vom Morgentau 
tollen im Liebesspiele 
in den Weidenästen umher 
Schon gewinnt die Sonne an Kräften 
bald kann man wieder 
die Elfen 
beim Frühlingstanz sehen. 
hukwa

Sonntag, 16. Februar 2020

Spur der Signatur

Wenn man früh am Morgen durch die Wälder läuft sich achtsam umschaut gibt es immer etwas zu beobachten. Es ist die Signatur der Natur die sich jetzt bei diesem Vorfrühlingshaften Wetter zeigt. 
Wie der Krokus blüht im März
wie der Seidelbast erzittert
unterm Donnern des Frühlings Gewitter
zieht am Himmel hoch der Kranich
schläft im warmen Bau der Dachs
ziehe ich einsam durch die Wälder
schreit am Bach die wilde Ente
wühlt im Schlamme Nachts der Eber
gehe am Tage ich vorrüber
schau die Spur der Signatur.
hukwa

Freitag, 14. Februar 2020

Kraniche ziehen

Als ich heute Morgen aus dem Wald zurückkehrte brachte ich diese Gedichte mit, entstanden unter Bäumen am rauschenden Wildbach der jetzt besonders viel Wasser hat.  

Die ersten Kraniche zogen
nahender Frühling
die Schneeglöckchen
jedes Jahr am selben Platz
was sie wohl erahnen
wovon ich nichts weiß
sie wissen wohl um die Zerstörungen
zittern im Winde
ich betrachte sie
nehme Anteil
für mich sind sie Wesen
die Fühlen und wachsen wollen
in einer Welt
die sich selbst zerstört
ein Hoffnungsschimmer
Bäume Felsen Sträucher
der Regen lässt nach
murmelndes Wasser
zwischen Gestein und Farn
am Himmel ziehen Kraniche
geheimnisvoll ihr Rufen
hier
in dämmernder Gegenwart
finde ich das Sein meiner Tage.
hukwa

Sonntag, 17. März 2019

Über die Wurzeln des pfälzischen Pfingstquack im Vergleich zu europäischen Frühlingsbräuchen


Foto©Hans Wagner

Wenn man intensiver über alte Frühlingsbräuche forscht kommt man James George Frazer und seinem Monumentalwerk der „Goldene Zweig“ nicht vorbei. Dieses Werk ist eine volkskundliche Odyssee, ein Nachschlagewerk auf das heute noch jeder Volkskundler zurückgreift.
Forscher wie Frazer aber auch Mannhard schenkten ihre besondere Aufmerksamkeit den mit dem Ackerbau zusammenhängenden Fruchtbarkeitsbräuchen. Hier vermuteten sie die Überreste alter kelto-germanischer Fruchtbarkeitskulte. Daher ist es wohl angebracht anhand einiger aus diesem Bereich entlehnten Beispielen das Frühlingsbrauchtum zu untersuchen. Dieses hat seine Wurzeln in heidnischen Zeiten. Doch die Vermischung mit christlichen Lehren, vor allem Elementen aus dem katholischen Glauben war unvermeidlich. Statt die althergebrachten Bräuche ganz zu zerstören versuchte die katholische Kirche sie in ihre Lehre zu integrieren. So wurde aus dem altgermanischen Julfest unser Weihnachtsfest aber auch Ostern, Allerheiligen und andere Jahresfeste wurden von der Kirche unterwandert. Auch die Quellen und Brunnen wurden mit christlichen Heiligen in Verbindung gebracht obwohl diese bereits heidnische Kultorte waren. Johannes der Täufer wurde zu einer auf die Sommersonnenwende bezogenen Gestalt.
Uns heutigen erscheint die magische Welt sogenannter primitiver Völker als eine in sich geschlossene aber nicht mehr erfahrbare Einheit. Wir können das Denken dieser Völker überhaupt nicht mehr nachvollziehen und doch begegnen wir immer wieder den alten Mythen die sich verkleidet auch heute noch in einigen meist ländlichen Brauchtumsfesten verstecken. Das beste Beispiel hierfür ist der Fasching der ja in seinen Wurzeln ein Frühlingsfest ist nämlich dass der Winteraustreibung. Je tiefer man nun in diese Welt des alten Brauchtums, der Mythen und Jahresfeste vordringt desto tiefer treten wir in eine Welt des Traumhaften und Imaginativen ein in der Kausalgesetze keine Gültigkeit haben. Ob Frühlingsfest, Ostern, Maifest oder Pfingsten die volkskundliche Forschung will immer zur Urform des jeweiligen Festes vorstoßen. So führen Nachforschungen bis in die Zeit des Neolithikums zu einer auf dem Matriachat aufgebauten ackerbauenden Gesellschaft. Seit Jahrhunderten erlebt unsere zivilisierte Welt eine Entmagisierung der Sprach und Vorstellungswelt. Für den modernen Menschen gibt es die Beseelung der Natur nicht mehr. Für unsere Vorfahren aber war die ganze Natur ein einziger beseelter und organischer Kreislauf. Über dieses Heidentum schrieb Jacques Brosse in seinem Buch „Mythologie der Bäume“: „Ein komplexes und differenziertes kosmologisches System, das sich auf die Vielfalt und auf gegenseitige Ergänzung gründete, das System des „Heidentums“ wurde durch einen dogmatischen, intoleranten und manichäischen Monotheismus verdrängt.“.
Der Glaube an den einen Weltenherrscher, der aus irgendeinem Himmelreich die Welt regiert, die ihm untertan ist, verdunkelte schließlich das Bild der alten Erdmutter, die- wie ein pflanzliches Wesen in der Natur lebt und sich um ihre Kinder sorgt die von dieser Natur leben.
Ein altes pfälzisches Brauchtumsfest ist der Pfingsquark der in verschiedenen Gegenden der Pfalz jeweils am Pfingstmontag gefeiert wird. Der „Quackreiter“ soll einen Fruchtbarkeitsdämon darstellen, den man ins Dorf holt und der dafür sorgen soll dass die Ernte reichhaltig ausfällt und das Vieh in den Ställen gesund bleibt. Die Gaben der Bauern und Dorfbewohner an den Quackreiter sind somit Opfer damit der Dämon der Ernte günstig sei. Das Quackfest findet in den pfälzischen Dörfern frühmorgens gegen 6 Uhr seinen Höhepunkt (in heutiger Zeit etwas später). Bereits am Pfingstsonntag versammelt sich die männliche (nicht mehr berufschulpflichtige) Jugend des Dorfes im Wald an einem bestimmten Platz, um aus Ginsterbüschen und Laubzweigen den „Quack“, eine Art Gestell, das dann noch mit Wildblumen ausgeschmückt wird, anzufertigen. Nach dem Abendessen treffen sich die jungen Leute an gleicher Stelle wieder, tragen Holz und Reiser herbei und zünden ein Feuer an. Einige bringen dann Kisten mit Bier herbei oder ein Bierfass das über die Nacht getrunken wird. Dann bringt man ein Pferd herbei dem man das geschmückte Gestell, den „Quack“ aufzäumt. Der „Quackbube“ setzt sich in diesen Quack und reitet, begleitet von der munteren Schar ins Dorf. Hier stimmen die jungen Leute nun folgendes Lied an:

„Quack, Quack, Quack
siwwe Eiser sin geback
siwwe sin gesore
der Quack,Quack soll gut gerore.

Stab aus, Stab aus
Im Winter geht de Jäger aus.
Feier in den Blume
Bringt eh gure Summe

Ri, ra, ro
Heit iwwers Johr simmer wirrer do

Und als die Nacht geendet
war die Finsternis vorbei
wacht alles was am Abend spat
zu seiner Ruh geeilt.

Hört die Schlissel klingele
s werd uns ebes bringele

Ri ra ro
Heit iwwers Johr
simmer wirrer do.“

Dieses Lied wird in jedem Winkel des Dorfes gesungen, während einige der Quackbegleiter Eier, Speck oder auch Geld sammeln. Rührt sich in einem Haus niemand werden die Leute wach geklopft. Ist der Umzug zu Ende, wird gemeinsam in die Kneipe gezogen, getrunken und Eier und Speck verzehrt.

Beim pfälzischen Pfingsquack haben wir es mit der Nachahmung eines wohltätigen Vegetationsgeistes zu tun. Im „Goldenen Zweig“ führt Frazer einige solcher Beispiele an. Er schreibt von Pfingstkönig, Maikönig, Pfingstlümmel, Blattmännchen, Blattkönig genannt. Man findet also „Ausleger“ des pfälzischen Pfingstquack in ganz Europa. Einige Beispiele:
„In Fricktal in der Schweiz gehen die Knaben zu Pfingsten in den Wald und hüllen einen von ihren Gefährten in belaubte Zweige. Er wird der Pfingstlümmel genannt und zu Pferde, mit einem grünen Zweig in der Hand, ins Dorf zurückgeführt. Am Dorfbrunnen wird haltgemacht, und der blättergeschmückte „Lümmel“ wird vom Pferde geholt und in den Trog getaucht. Damit erwirbt er das Recht jedermann mit Wasser zu bespritzen, und er übt dieses Recht besonders an Mädchen und Strassenjungen aus. Die Jungen und Mädchen marschieren in Trupps vor ihm her und bitten ihn, er möchte ihnen eine Pfingstdusche geben“.
Man könnte diesen Vorgang auch als „Pfingsttaufe“ bezeichnen.
„In Ruhla (Thüringen) versammeln sich, sobald die Bäume im Frühling grün werden, des Sonntags die Kinder und gehen in die Wälder hinaus, wo sie einen ihrer Gespielen dazu bestimmen, das „Blattmännchen“ zu sein. Sie brechen Zweige von Bäumen und winden sie um das Kind, bis nur noch seine Schuhe aus dem Blättermantel hervorlugen. Es werden Löcher hineingemacht zum Durchsehen, und zwei der Kinder führen das Blättermännchen, damit es nicht stolpert oder fällt. Singend und tanzend führen sie es von Haus zu Haus und bitten um Gaben in Gestalt von Eiern, Sahne, Wurst und Kuchen. Endlich besprengen sie den Blättermann mit Wasser und tun sich gütlich an dem, was sie eingeheimst haben.
Was an solchen „Bettelgängen“ immer wieder auffällt ist das Sammeln von Eiern. Diese waren früher als auch heute in jedem Haushalt vorhanden sie sind aber auch Teil eines Fruchtbarkeitsrituals. Das Ei ist ein Symbol der Erneuerung des Lebens und es ist in dieser Bedeutung in den ältesten Kulturen bezeugt.
Weiter berichtet Frazer: „Im Fricktal in der Schweiz, wird ein ähnliches Flechtwerk aus Zweigen der „Pfingstkorb“ genannt. Sobald die Bäume zu knospen beginnen, wird eine Stelle im Wald ausgewählt, und hier machen die Dorfburschen in alller Heimlichkeit den „Korb“, damit nicht andere ihnen zuvorkommen. Belaubte Zweige werden um zwei Reifen gewunden, deren einer auf der Schulter desjenigen, der den Korb tragen soll, ruht,während der andere um seine Waden gelegt ist. Man macht Löcher für Augen und Mund, und ein großer Blumenstrauss krönt das ganze. In dieser Vermummung erscheint er plötzlich im Dorfe zur Vesperzeit. Vor ihm marschieren drei Knaben, die auf Hörnern aus Weidenrinde blasen. Das große Ziel seiner Anhänger ist, den Pfingstkorb auf dem Dorfbrunnen aufzustellen und ihn sowie seinen Träger dort zu halten, trotz der Anstrengungen der Burschen aus den Nachbardörfern, die versuchen den Pfingstkorb fortzutragen und auf ihren eigenen Brunnnen aufzustellen.“
Frazer schreibt hierzu: „Häufig ist das in Blättern gehüllllte Geschöpf unter dem Namen König oder Königin bekannt....Dieser Titel bedeutet wie Mannhardt bemerkt, dass der in der Vegetation verkörperte Geist ein Herrrscher ist, desen schöpferische Kraft weit verbreitet ist.“
Natürlich wurden jegliche Art von heidnischen Festen von der Kirche aufs häufigste verdammt. So schrieb im Jahre 1698 Pfarrrer Geysel aus dem Holzland: „Abgesehen von anderen haarsträubenden Gattungen und Arten von Aberglauben, über die ich schweigen will, wird die Feier der vier Samstage nach Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Johannistag festgehalten. Man hält dafür, durch einen solchen Aberglauben Hagelschäden von sich abzuwenden und solches ist ein sehr hartnäckiger Irrtum gewesen. Ich bin mit Gottes Hilfe diesem beizeiten entgegengetreten, sobald ich davon Kenntnis erhielt und habe solche Gebräuche ausgerottet“.
Letztlich konnte die Kirche die althergebrachten Bräuche nicht rigoros beseitigen, so dass sie sich schließlich genötigt sah, die heidnischen Riten zumindest teilweise in ihr Brauchtum zu integrieren.


©hukwa




Lit.Hinweise: Ernst Christmann: Pfälzer Frühlingsbräuche.
J.G.Frazer: Der Goldene Zweig.
Wilhelm Mannhardt: Mythologische Forschungen.
Wilhelm Mannhardt: Feld und Waldkulte.
Jacques Brosse: Mythologie der Bäume.
Hans Wagner: Der pfälzische Pfingstquack und seine Wurzeln im Hain der Diana von Nemi.
Heinz Friedel: Chronik von Schopp.
Otto Wenz: Zur Volkskunde des Pfälzer Holzlandes.


Samstag, 9. März 2019

Des Frühlings Stimme

Und wieder grünt das weite Land
des Dichters Glut ist neu entbrannt
Demeter hat es an den Tag gebracht
das Feuerwerk des Frühlings entfacht
Worte rauschen aus tiefen Brunnen
der Fuchs schleicht heimlich über die Wiese
die Weiden am Bachrand laden uns ein
Aurora zu ehren und sich in die Wälder zu begeben
der Märzgeist hat dies Wunder vollbracht.
hukwa

Samstag, 2. März 2019

Märzhimmel

Foto©UteKW
©hukwa

Frühlingsgedanken

Heute Morgen sehr früh aufgewacht. Durch das geöffnete Fenster drang die kühle, feuchte Luft des März. Mein erster Gedanke war das ich jetzt aufpassen muss dass ich nichts versäume. Frühling bedeutet die Augen offen halten und beobachten. Die Krötenwanderungen beginnen jetzt und in der Natur gibt es nun täglich neues zu beobachten. Den Märzgeist muss man in seiner Ganzheit schauen.
hukwa

Donnerstag, 14. Februar 2019

Judasohr - Holunderpilz

Fotos©UteKW

Diesen schönen Frühlingspilz habe ich heute im Garten entdeckt, er ist übrigens ein vorzüglicher Speisepilz und wächst vorwiegend am Holunder.
hukwa

Mittwoch, 13. Februar 2019

Erwachende Natur

Langsam neigt sich der Winter dem Ende zu und die ersten Vogelstimmen sehnen den Frühling herbei. Es ist noch kein Gesang was da aus Busch und Baum zu mir herüber dringt, doch das Piepsen wird von Tag zu Tag drängender und trägt in sich schon die Botschaft der erwachenden Natur. Im Park begrüßen mich die ersten Silber blinkenden Weidekätzchen und die Holunderbüsche und Birken haben auch schon dicke Knospen. Lange wird es nicht mehr dauern bis sie aufbrechen. Jeden Tag strecken sich die kurzen Triebe mehr dem Licht entgegen, dem uralten Gesetz von Mutter Natur des Werden und Vergehens folgend, wenn auch späte Frostnächte dem vorzeitigen Wachsen manchmal für einige Zeit noch Einhalt gebieten. In der Karlstalschlucht empfängt mich rauschend die Moosalb, dieses unruhige und ungebändigte Wässerlein. Von den Höhen herab dringt der Ruf des Schwarzspechts zu mir. Überall spürt man nun das Erwachen der Natur, die uns von der unsterblichen Kraft ihrer immerwiederkehrenden Wesen erzählt, von den sich ewig gleichbleibenden Kräften des daseins.
hukwa

Donnerstag, 7. Februar 2019

Frühlingsahnen

Nun dauert es nicht mehr lange bis die ersten Frühlingsblüher erscheinen. Sobald der Frost nachlässt werden sie der Erde entsprießen. Die Vögel werden mit dem Nestbau beginnen. Die Natur in sich verbirgt die Grundgeheimnisse des Daseins. wir können sie nur Deuten, wenn wir unser eigenes Wesen von unserem tiefsten Innern her in lebendigen Bezug zu den Naturkräften eingestellt wissen. In der Natur herrscht eine Kraft von der alle ihre Kinder erfüllt sind wir stehen nicht neben ihr wir sind eine Lebensform von ihr. Jetzt im nahenden Vorfrühling spüren wir dies besonders, vorausgestzt wir sind bereit dazu.

Frühlingshaiku
Beim alten Waldbach
schauen mich an
die Weidekätzchen.

Im alten Laub
die gelbe Knospe des Winterlings
Frühlingsahnen.
hukwa

Sonntag, 27. Mai 2018

Wald und Wiesengebet

Befrage ich den Krähenflug
Schaue was sich unter der Eiche tut
das alte Holz vom Weidenzaun
ertönt im Bienengesumm
Maisonne schenkt Verwandlung
die grüne Wiese voller Blüten
ich ruhe unter der Blutbuche
am Horizont der Bussard schwebt
ich gehe in mich wie im Gebet.
hukwa

Donnerstag, 24. Mai 2018

Flammenblüte

Lieblich aus dem Leib der Nacht geboren
ergießt sich die Maisonne über das Land
Licht das zu neuem Lichte strebt
das sich mit der Löwenzahnblüte verwebt
Ginster strahlt so wunderbar
Flammenblüte überall
ruft uns auf zu neuem Tun
Auferstanden aus den Nebeln
einer lang vergessenen Zeit
sollten wir uns wieder binden
an das Wesen neuer Zeit.
hukwa

Dienstag, 15. Mai 2018

Hoch zum Berg

Geballtes Grün am Wegrand
Kiefernduft liegt in der Luft
Zilp Zalp warnt im Dickicht
Fichten ragen hoch
Adlerfarn in Büschen
schenken Trost
Maisonne scheint wieder
Ginster strahlt wie Flieder
Ruhig wie ein Buddha
thront der Scharderkopf.
hukwa