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Dienstag, 19. Mai 2026

Seinslandschaften

 Die Vergangenheit 
fange ich ein 
mit den Netzen 
der Erinnerung 
verwandele ich sie 
in innere Landschaften. 
hukwa

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Innere Landschaft

 Das Gewicht unserer Erfahrungen 
sind die Jahre 
mit ihren inneren Landschaften. 
hukwa

Sonntag, 9. November 2025

Meine Biographie

Ich lebe in vielen Vergangenheiten. 
hukwa
 In der phantastischen Literatur 
sind Wirklichkeit und Fiktion eins. 
hukwa 
                                           ICH BIN WER? 
Vielleicht bin  ich einer der Geschichten schreibt, vielleicht aber auch eine Geschichte die sich selber schreibt! Ich sehe die ANDERN als ANDERER und lebe in vielen VERGANGENHEITEN. Erkenne dich nicht ist mein Gesetz. Ich  schreibe um  andere sichtbar zu machen, derweil arbeite ich an meiner persönlichen UNSICHTBARKEIT. ich bin unterwegs mit Empedokles und besuche die Weinschenken Korinths. Die Bibliotheken der Antike. Ich war dabei als Leonardo die Mona Lisa malte und zog mit dem Kinderkreuzzug in den Orient. Segelte mit Kapitän Kid nach Jamaika. Mit HERAKLIT verkündete ich die Herrschaft des Feuers und warnte Fernando Pessoa vor dem schwarzen Magier aus England. Ich schrieb Gedichte die ich im Fundament der Cheopspyramide versteckte. Ich war Alchemist, Astrologe und Begleiter der Pocahonta.Ich sprang aus einem uralten Manuskript in diese Welt. Ich bin ein UNBESCHRIEBENES BLATT vom Lebensbaum. 
hukwa

Donnerstag, 10. Oktober 2024

Mystik der Kindheit

 Sie leuchten im Herbstnebel 
so mystisch 
die wilden Astern. 
hukwa 
Wenn ich an meine Kindheit denke oder von ihr Träume ist sie mir sehr nahe. Die alten scheune, Ställe und Gartenlauben sin im Astrallicht immer noch vorhanden. Nichts geht verloren. Kein Gedanke, keine Handlung, dessen sollte man sich immer bewusst sein. 
hukwa

Sonntag, 29. September 2024

Herbsträume

 Mystik bedeutet 
die Tiefen der Seele 
mit dem Universum zu verbinden. 
hukwa 
Im Krähenflug verborgen 
vergessene Räume der Kindheit 
der Echsenkopf bei der Sandsteinmauer 
sinnendes Haupt vergangener Tage 
über mir 
ein Vogelschwarm der nach Süden rauscht 
vom Reif ummantelt 
die Wildäpfel 
der Herbst macht die Räume und Träume 
so klar und stark. 
hukwa

Montag, 23. September 2024

Die einbalsamierte Zeit

 Ich möchte die Zeit einbalsamieren 
um sie für spätere Generationen aufzuheben. 
William Wordsworth  
Manche Dinge die uns im Leben besonders bewegen haben ihre Gründe oftmals in der Kindheit, in jenen Ahnungen von damals die wir uns aus dieser Zeit ins Alter herüber gerettet haben. Erfahrungen der Kindheit die sich mit der Realität des erwachsenen Leben verbinden. Wir alle tragen solche Klänge und Symbole aus fernen Zeiten mit uns herum. Es ist so etwas wie die einbalsamierte Zeit unserer Kindheit, die an manchen Tagen wieder in uns erwacht. 
hukwa
Schläft ein Lied in allen Dingen 
Die da träumen fort und fort 
und die Welt hebt an zu singen 
Triffst du nur das Zauberwort. 
Eichendorff

Sonntag, 6. November 2022

loci et imagines oder Erinnerungsräume

"...dass die Orte zu Trägern der Erinnerungen werden können und womöglich über ein Gedächtnis verfügen". 
Aleida Assmann 
Wenn man älter wird erscheint das Leben oftmals wie ein Spinnenetz. Irgendwann erwacht man und ist erstaunt darüber mit was man und mit wievielen man verbunden ist. man fühlt sich wie eine Spinne mitten in ihrem Netz umgeben von Erinnerungen. 
hukwa  
Erinnerungen wollen sorgfältig überprüft sein, schließlich geht es um Erinnerungen und nicht um Konstruktionen. 
hukwa 
Kindheitserinnerungen das sind immer auch Erinnerungen an Gewinne und Verluste. 
hukwa 
Das fahle Licht 
am frühen Morgen 
wenn der Tag erwacht 
ein Pfeil abgeschossen von 
Chronos 
der die Schatten frißt 
und die Erinnerungsräume öffnet 
verweile am Ort 
der versteckt ist 
hinter den Nebeln. 
hukwa 

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Gedächtniswanderer

 Heute Morgen las ich bei aleida Assmann diese wahren und schöne Sätze über Erinnerungsarbeit: "Orte können ein Gedächtnis auch über Phasen kollektiven Vergessens hinweg beglaubigen und bewahren. Dabei kommt es zu Reanimationen, wobei der Ort die Erinnerung ebenso reaktiviert wie die Erinnerung den Ort".  
Das Gedächtnis ist eben ein Archiv von Erinnerungen, doch genau so können Orte Erinnerungen speichern.  Jeden Morgen übe ich mich in einer kleinen Erinnnerung. 
Nebel und Dämmern Verhüllen 
die Erinnerungen 
Schatten am Morgen vergehen 
am Abend versinke ich tief 
im leuchtenden Sternenmeer 
hier 
wirft die Zeit ihren 
Schattenspeer.  
hukwa

Dienstag, 25. Oktober 2022

Erinnerungsarbeit

 "Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist, der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit". Goethe  
Mit dem älter werden 
kommen die Erinnerungen 
sie wollen aufgezeichnet sein 
denn sie sind wie Goethe sagt 
Repräsentanten einer ganzen Ewigkeit 
es sind 
Erinnerungen 
die Schweben 
sich aus dem Unbewussten 
Erheben 
dazwichen wie ein dunkler Fluss 
Erinnerung Traum und Sehnen. 
hukwa

Mittwoch, 2. Februar 2022

Der innere Raum

Der innere Raum ist da um ausgefüllt zu werden. Wenn man älter wird verwandelt sich die Welt der Kindheit in eine innere Landschaft eine verdichtete Landschaft. 
Ich ziehe mich zurück 
in meine inneren Räume 
ins Dickicht meiner Träume 
meiner Gedichte 
mich wärmend 
im 
Dichten 
Gestrüpp 
meiner 
Gedichte 
in diesem 
Dickicht 
meiner 
Gedichte 
ohne Anfang und Ende 
werde ich selbst zum 
Gedicht. 
hukwa

Dienstag, 19. Oktober 2021

Tage im Herbst-Schatzkiste der Kindheit

Der Herbst und der Winter ist die Zeit der Erinnerungen und Zeitreisen ins Land der Kindheit. Erinnerungen an Landschaften der Vergangenheit. An grüne Wiesen, an Herbstabende, den Geruch von Kartoffelkrautfeuer im Feld. All das soll vergangen sein? Nein! Die Vergangenheit lebt weiter, sie ist eine eigene Welt in der Welt. 
Früher Herbstmorgen 
Zeit des sich Erinnerns 
Hinabtauchen in die Flut 
vergangener Tage 
ich beobachte das Rotkehlchen im Garten 
Damals wie Heute 
ein Spaziergang durch den Herbstnebel 
eingeschlossen im Dunst 
des 
Gestern und Heute 
die Schatzkiste der Kindheit. 
hukwa

Samstag, 5. Dezember 2020

Grün wie das Gras...

 Jene Zeit will ich beschwören 
da ich jung und winzig war 
und flink wie der Distelfink 
durch die Äste des Kirschbaums 
im Garten schlüpfte 
da die Großmutter meinen  Namen rief 
der Hofhund bellte im Zwinger 
und der Truthahn 
schnappte nach mir 
grün war das Wiesental 
dass dem Dorf seinen Namen gab 
als ich am Morgen aufwachte vom Krähen der Hähne 
grün wie das Gras ist die Seele der Jugend. 
hukwa
 

Samstag, 16. November 2019

Warten auf den ersten Schnee

Der erste Schnee ist unterwegs. Ich warte auf ihn. Öffnet er mir doch das Reich der Erinnerungen.

Der erste Schnee ist ein Magier
er beschwört die alte Kinderseele in mir
sein Schlüssel öffnet jenes Reich
wo rinnen ich die Kindheit verborgen weiß
ein kurzer Blick in tiefen Grund
vergangen sind die Frühlingswinde.
hukwa

Freitag, 13. September 2019

Leben im eigenen Körper oder der kosmische Mensch

Es gibt Menschen, die leben in einer Nation, in einer Kultur und sind von dieser gefangen. Ich lebe in meinem eigenen Körper. Egal wo ich bin, ich bin immer am gleichen universellen Ort. Ich bin Reisender im Land der kosmischen Geschwindigkeiten. In einem Raum und einer Zeit die nichts mit der gewöhnlichen Umgebung zu tun haben. Ich kann Monate, ja Jahre am gleichen Ort verbleiben und doch Lichtjahre hinter mir lassen. Ich reise in die Vergangenheit die tausende von Jahren zurückliegt. Diesen Zustand nenne ich den kosmischen Menschen.
hukwa

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Ich bin immer noch nicht angekommen-Gedanken im Herbst

Meine frühe Erinnerungsbilder hängen mit der Landschaft zusammen in der ich aufwuchs. Der Wald, die Tiere, die Pflanzen darinnen. Aber auch viel mit Literatur. Lesend eroberte ich mir die Welt. Natur und Literatur waren mir Wegweiser. In beide Reiche unternahm ich meine Streifzüge. Schaue ich heute zurück so erkunde ich die Landschaft der Kindheit wie eine innere Landkarte und oft denke ich dabei- ich bin immer noch nicht angekommen.
hukwa

Freitag, 28. September 2018

Kindheit und Geomantie

Schon als Knabe zogen mich gewisse Plätze in der freien Natur magisch an. Plätze und Orte wo ich mich wohlfühlte. Wo ich allein sein konnte und mich an der Umgebung erfreute. Vor allem war es das goldene Licht der frühen Herbsttage, das erste Färben der Laubbäume, der Tau am frühen Morgen, die ganze Magie des Altweibersommers - eine Jahreszeit in der ich spürte das da noch viel mehr war als dass was ich sah. Es war vor allem die Morgen und Abenddämmerung die mich in die Wälder zog. In diesen Stunden verwischen die Farben der Diesseitigen Welt mit der Jensseitigen. Auf diese weise wollte ich etwas von der besonderen Atmosphäre der Plätze die ich aufsuchte erfassen. Dies geschah natürlich auf einer mir damals noch nicht bewussten ebene meiner Wahrnehmung. Auch mein Bezug zur Tiefenökologie hat hier seine Wurzeln. Schließlich ist Tiefenökologie wie Geomantie ein Austausch mit der Erde. Auch für meine spätere Berufung als Künstler waren diese Erfahrungen prägend. Dieses "Zu-Hause-Sein" in der großen Gemeinschaft von Stein, Pflanze und Tier ist noch heute Teil von mir.
hukwa

Mittwoch, 21. Februar 2018

Altes Hügelgrab bei Johanniskreuz

Uralt Gestein
überwuchert von Farnen und Gräsern
Sand und Gestein 
aufgeschichtet auf zerpulverten Körpern
Trollblumen blühen
Holunder grünt darüber
verflogene Seelen
Tonscherben
Hügel
seit tausenden Jahren vergessen
nicht ändert die Zeit
diese vergessene Urne
menschliche Blicke
streifen nichts wissend darüber hinweg.
hukwa

Mittwoch, 31. Januar 2018

Jene Zeit will ich beschwören

 
Foto©UteKW


Jene Zeit will ich beschwören
da ich jung und winzig war
und flink wie der Distelfink
durch die Äste des Kirschbaums im Garten mich schwang
da die Alte meinen Namen rief
der Hofhund bellte im Zwinger
und der Truthahn klammerte seinen Schnabel an mein Hemd
grün war das Wiesental
das dem Dorf seinen Namen gab
wo der Duft des Flieders in die Stube drang
dort weckte mich am Morgen der krähende Hahn

Grün wie das Gras ist die Seele der Jugend und
jeder Tag war so jung wie die Erde es auch war.

Die Schwalben zogen ihre Kreise
das Mondlicht beleuchtete in den Nächten mein Bett
die Träume reisten mit dem Rufen des Kauzes
der über Tag im alten Kirschbaum schlief
und Nachts von dort in die Welt hineinrief
zwischendurch rief manchmal der Dachs.

Grün wie das Gras ist die Seele der Jugend
lauscht sie den Tönen der Sphärenmusik.

Ich spüre wie der Wurm sich unter der Erde krümmt
es ist die spürbare Lust die der Frühling mit sich bringt
so laufe ich entlang jener Schmerzstrasse
hin zu dem gläsernen Meer
das nur in meiner Erinnnerung existiert. 
 
hukwa

Sonntag, 26. November 2017

Zeitstufen

Bemoostes Gestein
alter Weg
belagert von Zeit
erobert im Sommer von Farnen
im Winter Grüngrau
behauener Stein
denn keiner mehr begeht
alte Zeitruine
niemand gedenkt mehr deiner Erbauer
verschwunden im Nebel der Zeit 
Schlaf weiter in der Zeit.
hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Nachtwandern

Heute Nacht habe ich lange wach im Bett gelegen und in die Dunkelheit hineingelauscht. Draußen herrschte ein leichter Wind vor. Die große Buche erzählte mir die ganze Nacht Geschichten, manchmal ächzte sie unter dem Wind. Das leise Locken des Waldkauz vernahm ich mehrmals. Auf der Veranda suchte der Steinkauz nach Futter. Kein Autogeräusch störte die anmutige Stille der Nacht. Die Nacht war Menschenlos. Die Gedanken fallen in solchen Nächten tief. Sie wanderten in die Wälder und ich befand mich wieder auf alten Wanderwegen. Nachtwandern nenne ich solche Stunden.
hukwa