Posts mit dem Label Astrologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Astrologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. Dezember 2023

Vergangenheit

 Die Geburt ist nicht nur das Auftauchen von etwas Neuem, sie ist auch das Abtauchen der Zukunft in eine grenzenlose Vergangenheit". 
                                                                                Emanuel Coccia  
Wir tragen in uns eine lange Vergangenheit. Wir tragen diese immmer mit uns herum. In diesem Sinne kann man den Geist der in uns wirkt keiner Epoche zuordnen, er ist Teil der gesamten menschlichen Vergangenheit. 
hukwa

Donnerstag, 20. April 2023

Astrologie und Reinkarnation

In der Parapsychologie gibt es eine These die besagt: Es gibt Fälle in der praktischen Anwendung der Astrologie, bei denen es wahrscheinlich ist, dass der Astrologe, ein Horoskop nicht nach astrologischen Regeln interpretiert, sondern mit ihm als psychischem Induktor zu ASW-Informationen gelangt. Das Erstellen eines Horoskops ist ein regelfester Vorgang, bei dem keine Möglichkeit einer paranormalen Leistung gegeben ist; anders die Ausdeutung: Hier mag gelegentlich bei sensitiven Astrologen das Horoskop zum psychischem Induktor werden. Dabei ist es von Bedeutung das ein Horoskop ein Mandala (Geburtsmandala) bildet.

Wenn man das Horoskop als Geburtsmandala begreift, wenn man es vor sich liegen hat, nach dem man es zuvor mit der Hand gezeichnet hat, und es nun mantisch-meditativ deutet, kann es passieren das man in eine Bewusstseinszone vordringt, die mit unserem Tagesbewusstein wenig Ähnlichkeit hat. Man befindet sich in einem meditativen Zustand. Astrologisch-karmisch betrachtet findet findet man diesen Gedankengang schon in den orphischen Mysterien, vom Auf- und Abstieg der Seele. Da nun die Seelenmonade bereits vor ihrem irdischen Leben in anderen astralen Welten existiert, kommt sie bei ihrer irdischen Geburt, also während der „Niederfahrt“ in irdische Gefilde, an Planeten und Gestirnen vorbei, die ihr von ihrer Planeten und Gestirnsqualität etwas abgeben. Die postmortale Seelenreise wäre dann die „Rückreise“ in die astrale Heimat. Für den Karma orientierten Astrologen sind diese astrale Gegebenheiten Wirklichkeiten. Es existiert sozusagen eine astrale Korrespondenz zwischen den Gestirnen und dem deutenden Astrologen. Diese mantisch-meditative Eingebung läßt sich metaphysisch Begründen, nämlich mit der platonischen Lehre vom „ochema“, einem Seelenfahrzeug, das die Bedingung der Möglichkeit aller irdischen und überirdischen Existenzformen der Seele ist. Der französische Philosoph Emanuele Coccia schrieb in seinem Buch „Metamorphosen“ über dieses „Seelenfahrzeug“: „In mehreren seiner Werke nahm Platon Bezug auf ein Fahrzeug, das die Seele begleitet und ihr den Abstieg in den Körper und alle Formen der Fleischwerdung ermöglicht. Auch im „Timaios“ spricht er davon und stellt sich vor, wie der große Weltbaumeister jedem Stern eine Seele zuteilt und ihnen...nachdem er sie wie auf ein Fahrzeug gesetzt hatte...die Natur des Alls zeigt“ (Platon-Timaios). Nach dieser platonischen Ansicht ist jeder physische Körper eine Art Tür die zu unendlich vielen astralen Welten führt.



Im achten Jahrhundert unternahm der islamische Philosoph und Astrologe Al-Kindi den Versuch eine Grundlage für eine philosophische Rechtfertigung esoterischer Disziplinen u.a. der Astrologie und der Alchemie auszuarbeiten. In seinem Buch „De radis stellarum“ versucht er eine metaphysische Grundlage für die Astrologie und Alchemie zu entwerfen. Mit dem Hintergrund stoischer Philosophie, der kosmisch-universellen Harmonie, stellt er eine „Strahlentheorie“ auf und beschreibt wie kosmische Energien sich manifestieren. Für die Epoche des dunklen Mittelalters in der er lebte, war er seiner Zeit weit voraus. In „De radis stellarum“ schreibt er: „Wenn es irgend jemand gegeben wäre, die Bedingungen der himmlichen Harmonie vollständig zu verstehen, dann würde er die elementare Welt mit allem, was sie enthält, zu jeder Zeit und an jedem Ort gänzlich kennen, und er würde das Verursachte vom Verursachenden unterscheiden können und umgekehrt. Deshalb würde jeder, der es zur uneingeschränkten Kenntnis der Bedingungen der himmlichen Harmonie gebracht hat, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft kennen“ (Übersetzung nach J.S.Tester).

Ein Beispiel für ein für Karma Geburtsmandala ist das Horoskop des römischen Kaisers Julian (6.11.331-26.6.363). Dieser im Zeichen Zwillinge, geborene Herrscher, seinem Tierkreiszeichen entsprechend voller Zweifel, war ein begabter Feldherr und Anhänger der griechischen Stoa. Er verachtete die Unterwürfigkeit der Christen und stand diesen feindlich gegenüber. Julian versuchte während seiner kurzen Regierungszeit, die Moral des „Alten römischen Reiches“ wiedereinzuführen. Ein Aufstand in Persien zwang Julianus, gegen die Aufrührer ins Feld zu ziehen, und er starb an einer wunde die er sich im Kampfe zugezogen hatte. Wahrscheinlich wurde er von einem christlichen Soldaten ermordet. Julian war davon überzeugt eine Reinkarnation von Alexander dem Großen (20.7.356-10.6.323 v.Chr.) zu sein. Ähnlich behauptete auch Alexander dass er eine Wiedergeburt von Dionysos sei. Beide verband also der Glaube an die Lehre der Wiedergeburt.

Doch es gibt noch mehr Analogien zwischen den beiden. Sie waren beide Herrscher eines Weltreiches. Beide kamen sehr früh an die Macht. Beide sollten sehr früh eines frühzeitigen Todes sterben. Alexander mit 33 wahrscheinlich durch eine Vergiftung, Julian mit 32 Jahren von einem Soldaten ermordet. Beide starben am gleichen Ort. Beide hatten auch sehr ähnliche Charakterzüge: Als Kaiser waren sie hervorragende Verwalter und Strategen, sehr gebildet und eine nonkonformistische Einstellung. Von Alexander wissen wir das er von großer religiöser Toleranz war und Julian der sich ganz als Heide fühlte gab sich nie wie seine Vorgänger zu einer blutigen Verfolgung der Christen her sondern bekämpfte sie mit den Waffen der Philosophie.

Nach dem allgemein bekannten Geburtsdatum von Alexander (20.7.356 v.Chr.) ist er im Sonnenzeichen Krebs geboren. Es gibt aber Biographen, die von einem Geburtstag Alexanders im Monat April sprechen, einem Widdermonat, eine Vermutung die dem astrologischen Denken sehr nahe kommt. Vielleicht war ja sein Aszendent Widder und sein Sonnnenzeichen Krebs, was eine astrologische Alternative wäre.

Der griechische Historiker Plutarch berichtet in seinen „Vergleichenden Lebensbeschreibungen“, die im ersten Jahrhundert nach Christi erschienen das „Alexander sich nicht so leicht von einem einmal gefassten Vorsatz abbringen ließ“. Was eine typische Widder Eigenschaft ist. Seine mythisch, religiöse Haltung, seine Überzeugung die Wiedergeburt eines Gottes zu sein ist eine typische Eigenschaft des Tierkreiszeichen Krebs. Alexander der Große war der erste abendländische Herrscher der sich wie ein Gott verehren ließ. Diese Vorstellung ein göttergleiches Wesen zu besitzen existierte in vielen Königreichen des nahen und mittleren Osten.

Lit.Hinweise:

D.K.de Bizemont: Karma-Astrologie

Heinz Sandauer: Geschichte gelenkt von den Sternen.

Thoreich Geißenbauer: Das astrologische Weltbild.



©hukwa

Freitag, 7. April 2023

Mythos Astrologie

Sind die Mythen die eigentlichen Ausdrucksformen des kollektiven Unbewussten im Menschen, so ist die gesamte Mythologie eine Projektion dieser Tiefenwelt. Somit sind auch die Sternbilder für den Menschen Unbewusste, introspektive wahrnehmungen der Tätigkeit, des kollektiven Unbewussten im Widerschein des Kosmos. 
hukwa

Montag, 3. April 2023

Urerlebnis Astrologie

 Die letzten zwei Tage mit Astrologie und Horoskopie beschäftigt. Dabei fand ich den schönen Text von C.G.Jung: 
Astrologie ist ein ähnliches Urerlebnis wie Alchemie. Solche Projektionen wiederholen sich überall dort, wo der Mensch ein leeres Dunkel zu erforschen versucht und unwillkürlich mit lebendiger gestalt erfüllt. 
hukwa

Dienstag, 15. November 2022

2023 ein feuriges Marsjahr

Das Jahr 2023 steht im Herrscherzeichen des Mars, der Jupiter aus dem vergangenen Jahr ablöst. Zuletzt war Mars im Jahr 2016 Regent. Der Macher-Planet Mars setzt versteckte Energien frei. Der Rote Planet ist sozusagen ein Antreiber und fordert von uns persönliche Grenzen zu überschreiten und auf die Suche nach neuem zu gehen. Mars ist der Unruhestifter unter den Planeten doch auch ein Planet mit positiven Eigenschaften wie: 
Spontaneität, Handlungsbereitschaft, Willenskraft, Selbstvertrauen, Kampfgeist, Veränderungswille und Leidenschaft. 
Der griechische Gott Ares, der identisch mit Mars ist war einstmals nicht nur der Gott des Krieges sondern auch des Frühlings und sein Symbol war neben der Lanze, der Ackerpflug,ein Zeichen für kriegerische als auch für friedliche Tätigkeit. Ihm war der März geweiht, somit ist er auch Herrscher des Frühlings-Tierkreiszeichen Widder. 
Alles Lebhafte, alle Aktivität ist ein Marsprinzip. Doch auch Einseitigkeit und blindes Draufgängertum gehört zum Marsprinzip. Unbeherrschtheit strahlt der Planet ebenso aus wie cholerisches Verhalten. Sein Element ist das Feuer als zerstörerische Macht aber auch als kulturchaffendes Prinzip. Der Vorsokratische Philosoph Heraklit der den "Krieg als Vater aller Dinge" bezeichnete, meinte damit das feuerträchtige Marsprinzip als kulturschaffende Macht, als Zerstörung und Wiederaufbau. 
In diesem Sinne steht der Mars als Erneuerer. 
Im Jahr 2023 steht Mars in einer kritisch bedenklichen Situation. Aber noch ein weiteres planetarisches Ereignis kommt 2023 auf uns zu. Der epocheprägende Planet Pluto tritt in das Zeichen Wassermann ein. 
Pluto wird als höhere Stufe von Mars angesehen, sozusagen als Verstärkung seiner Urkraft. Pluto ist von allen Planeten am wenigsten in die individuelle Bedeutung einzubeziehen. Zwanzig Jahre Verweildauer in einem Tierkreiszeichen hat symbolische Bedeutung für Gesellschaften, also für die Masse. 
Seine stärkste Kraft findet Pluto in dem Tierkreiszeichen Skorpion wo er von Mars angefeuert wird der ebenfalls Herrscher dieses Zeichens ist. Im Zeichen Wassermann steht Pluto für liebe und Verbrüderung. 
Immerhin: Ein wenig Hoffnung für 2023, allerdings steht er hier auch für Massenwahn. 
hukwa

Freitag, 17. Dezember 2021

Hermeneutische Astrologie als Prozess der Selbsterfahrung

In der hermeneutischen Astrologie geht es um die Wesenheit des Menschen. Um seine Substanz - eben um das Ganze. Substanz ist der Maßstab des existentiellen  Aktes. Die Substanz ist das In-sich-selbst-Sein, das Ich verknüpft im Sein, ein Sein-sollen, es ist das Ewige in uns, die Seelenmonade, die tatsächliche Individualität. Nur wenn wir uns selbst erkennen, gelingt es uns auch, in eine Beziehung zu unserer Substanz zu treten und sie somit wiederzuerkennen. Dies ist der Ganzheitliche Sinn der hermeneutischen Astrologie. Sich Selbst-Erkennen heißt sich philosophisch, psychologisch und Karma - bezogen zu erkennen. In diesem sinne ist die hermeneutische Astrologie mehr als Erkenntnistheorie, sie ist Prozess der Selbsterfahrung. 
hukwa

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Von der Arbeit des hermetischen Astrologen oder über Gestaltastrologie

Wir sind auf einer Reise 
durch die Planetensphären 
wie eine Karawane 
ziehen wir durch unbekanntes Land 
wir werden wiederkommen 
zu einer anderen Zeit 
wir werden uns  erkennen 
in einer anderen Gestalt. 
hukwa 
Die Konstellation der Gestirne im Sonnensytem erscheint in der Grafik des Horoskops, dies ist eine Spiegelung der asatralen Gestalt des Menschen, für den der Astrologe das Geburtsmandala (Horoskop) erstellt. Die Arbeit des Astrologen besteht in der Entschlüsselung und Deutung dieser Gestalt. Im Geburtsmandala lassen sich karmische Traumata erkennen. 
Papus: "Die Astrologie, ist eine der antiken divinatorischen Wissenschaften, deren Regeln heute vollkommen verloren sind". 
Was wir heute an Astrologie vor uns haben ist nichts anderes als das armselige Gerippe einer einst mächtigen okkulten Technik. 
hukwa 
 
 

Dienstag, 14. Dezember 2021

Morgenröte und Akasha

 Auferstanden aus den Wirren 
einer Traum durchtränkten Nacht 
will der Morgen uns versöhnen 
mit dem Schattenland der Nacht. 

In der frühen Morgenstunde 
scheinst du uns in roter Pracht 
und in deinem verklärten Scheine 
eine neue welt erwacht. 
hukwa  
Ob Sonne oder Mond oder die restlichen fünf in der Astrologie wichtigen Planeten, sie alle wirken auf uns. Der Mond das unruhige Gestirn, Gegenspieler der Sonne, waltet im Reich des Unbewussten, in der Heimat der "Urmütter", wohin Faust hinabsteigt um den Urgrund von Gestaltung und Umgestaltung kennen zu lernen. Er ist der ewige Mutterschoß der auf alles Leben seinen Einfluß ausstrahlt. Er ist der "Erheller" der uns in der Akasha - Chronik lesen lässt, der erste Buchstabe eines kosmischen Alphabets. 
hukwa

Freitag, 10. Dezember 2021

Wie ich ein Horoskop deute

"...wie alles sich zum Ganzen webt, 
eins in dem anderen wirkt und lebt." 
 
Wenn ich ein Horoskop deute beginne ich gegen 3 Uhr in der Frühe. Niemals später! Am Abend davor berechne ich das Geburtsmandala, in der Frühe des Morgen beginne ich zunächst mit der meditativen Betrachtung der Darstellung. Das Horoskop ist bei mir immer in ein Mandala eingebaut, meistens ein Labyrinth.  Über dieses Mandala bewegt sich meine Intuition dann in die Mitte wo das Horoskop thront. Dieser Vorgang lockert die kreativen Kräfte und erweitert die Grenzen des Bewusstseins. Es hilft dabei die Verborgenen Kräfte des Unbewussten zu aktivieren. Ein solches Geburtsmandala spricht dann zu mir in der Sprache des Symbols. Auf diese Weise dringe ich in immer tiefere seelische Schichten vor. Somit werden jene Inneren Tore geöffnet die während des Tages Verborgen sind. Diese Methode sehe ich als eine Steigerung meiner Intuition an. Das Horoskop berechne ich mit der Hand, also nicht über den Computer. Diese Geistes- und Handarbeit ist mir sehr wichtig um gleich von Anfang an alles als ein Ganzes zu erfassen. 
hukwa

Freitag, 3. Dezember 2021

Die Große Verknüpfung

 "Allles ist miteinander Verknüpft", wusste schon der Renaissancegelehrte Antanasius Kircher: Zahlen, Astrologie, Alchemie, handschrift und Kabbala sind die spirituellen Wege und Pfade die man einschlagen kann um in das Mysterium einzudringen. Es ist die uralte platonische Kette mit der man als Suchender sich selbst verknüpft um Anteil an der großen Ganzheit zu haben. 
hukwa

Dienstag, 30. November 2021

Ochema und Monade oder wir sind kosmische Reisende

 Die zwölf Tierkreiszeichen sind Ursymbole der Seele. Fest verankert als Prinzipien unseres Unbewussten. Mit ihren astrologischen Entsprechungen ermöglichen sie dem der ihren Sinn und Symbolik erfasst hat eine Zeitreise durch den Tierkreis anzutreten. Voraussetzung ist das wir uns als Teil eines kosmischen Prozesses erkennen. Nicht unser Alltagsbewusstsein geht auf Reisen, sondern unser innerster Kern, die Monade die wir sind. Ich widerspreche in diesem Sinne Leibnitz und seiner "Mondalogie" in der dieser schrieb "Monaden hätten keine Fenster", keine "Ein u. Ausgänge". Woher sonst stammen die tiefen Weisheiten östlicher und westlicher Mystiker über "Welten des Bewusstseins?". Also. behaupte ich Monaden haben Fenster, sie besitzen sogar ein Fahrzeug, ein Transportmittel mit dem sie reisen können - das Ochema! In einigen seiner Schriften ging Platon auf dieses Transportmittel der Seele ein. Ein "Fahrzeug" das die Seele begleitet und erst den Abstieg in den physischen Körper überhaupt ermöglicht, ebenso den Ausstieg. Dieser Seelenwagen ermöglicht der Monade jederzeit einen Ortswechsel ein Heraustreten aus Raum und Zeit. Wir verstehen dies besser wenn wir unseren Körper als einen Schichtkörper erkennen. Wir sind Ge-schichtet. Mit diesem Seelenwagen können wir den Bewusstseinsbeton und Identitätspanzer der uns umschließt wie eine Mauer durchbrechen und auf Zeitreise gehen. In diesem sinne sind wir kosmisch Reisende. 
hukwa

Freitag, 26. November 2021

Kosmische Verknüpfungen bei Marsilio Ficino

 Der Renaissance Philosoph Marsilio Ficino entwarf ein esoterisches System der Astrologie. das man als philosophisch-magisch bezeichnen kann. Ficino steht für ein astrales Prinzip des "allumfassenden Entsprechungsdenkens", das die astrale Welt mit der irdischen und die geistige mit der materiellen verbindet. Ficino philosophierte über ein Stufenreich, dessen Teile alle zur Vollkommenheit streben, die miteinander verbunden sind und so eine Verwandtschaft mit der "Schichtenlehre" des deutschen Philosophen Nicolai Hartmann aufweisen. Im Mittelpunkt des astrologischen Systems von Marsilio Ficino befindet sich die Seele mit ihrer dreifachen Gestalt- als Weltseele, Sphärenseeele und menschliche Seele. Die menschliche Seele betrachtete Ficino als eine direkte Spiegelung der Weltseele. In diesem astralen Denken des Philosophen ist der Mensch in dreifacher Weise mit dem Kosmos verbunden: durch seinen Geist steht er mit den Planetengöttern (=Planetenenergie) in Verbindung, seine Seele ist mit der Weltseele verknüpft, sein Körper gehört dem Reich der Natur an und somit den irdischen Notwendigkeiten. 
hukwa

Mittwoch, 24. November 2021

Hermeneutische Astrologie

 In letzter Zeit wieder viel mit Astrologie beschäftigt. Ich sehe diese als eine hermeneutische Disziplin, das Horoskop als Geburtsmandala, also nicht im Sinne herkömmlicher traditioneller Astrologie. Für mich ist sie reine Erfahrungswissenschaft. Die Beschäftigung mit ihr ist der Versuch sich in das komplexe Netz der Energieströme gefühlsmäßig einzuschalten. Man benötigt hierzu eine gewiße Erfahrung. Im Horoskop sehe ich in erster Linie ein symbolisches Abbild kosmischer Einflüsse und akausaler Zustände. Mit Zukunftsschau hat dies nichts zu tun - sondern es ist die Schau in ein kosmisches Geschehen in das der Mensch eingebunden ist. Alles Leben auf dem Planeten Erde wird zu allen Zeiten von der Wechselwirkung kosmischer und irdischer Kräfte bewegt. Dies ist die Basis hermeneutischer Astrologie.Eine solche Erfahrungswissenschaft kann man als hermetisch-philosophisch bezeichnen. 
hukwa

Mittwoch, 17. November 2021

Das magische sich Weg-Denken

 Wenn man die Erfahrungen die man mit der Alchemie und der Astrologie macht zum Ausdruck bringen will, benötigt man die Hilfe der Phantasie, damit sie überhaupt vorstellbar werden. Um diese inneren Bilder zu ergründen muss man wie ein Maler vorgehen oder wie ein Dichter, die diese Innerlichkeiten auf Leinwand oder im Gedicht wiedergeben. Alchemie und Astrologie sind mit dem Mythos verbunden und führen auf geheimen Pfaden in eine Welt der Ideen zu der nicht jeder Zugang findet. Die Eröffnung des Zugangs zu diesen anderen Realitäten bedarf eines "anderen" Bewusstseins. Um diese Technik überhaupt zu erfassen und zu begreifen, muss man sich immer wieder zeitweilig von den realen Verhältnissen Weg-Denken, damit sich eine Welt von bisher nicht bekannten Unmöglichkeiten öffnet. Diesen Bewusstseinszustand hat Schiller einmal so ausgedrückt: 
"...der Gott, des irdischen entkleidet, 
Flammend sich vom Menschen scheidet 
Und des Äthers leichte Lüfte trinkt 
Froh des neuen, ungewohnten Schwebens 
Fließt er aufwärts, und des Erdenlebens 
Schwerstes Traumbild sinkt und sinkt und sinkt."  
hukwa

Montag, 15. November 2021

Alchemistischer ALLtag

 Es ist die Stille des frühen Morgen, die ich besonders liebe. Zwischen 4 u. 6 Uhr früh ist meine wirkliche Zeit. die meisten Menschen kennen diese Stille nicht, sie gehen mit Lärm zu Bett und erwachen im Lärm. Den gestrigen Tag mit dem aufstellrn eines Horoskopes verbracht. In letzter Zeit arbeite ich wieder mehr astrologisch. Ein Horoskop zu erstellen hat für mich die Ähnlichkeit wie ein Mandala zu malen, beides sehr meditatives tun. So beginnt der Tag "fließend", die Grenzwissenschaftlichen Studien sind bei mir reine Herbst und Wintermeditationen. Alchemie, Tarot und Astrologie, gehen dann leichter von der Hand. 
Im Schweigen dieses Monats 
verborgen in den letzten Farben 
die der November noch wirft 
versteckt sich die Erwartung 
an die keiner mehr glaubt 
in der Brombeerhecke schläft die Haselmaus 
die Bergfinken sind wieder da 
hinter dem nächsten Baum 
ist das Geheimnis versteckt. 
hukwa