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Sonntag, 8. Dezember 2024

Spukphänomene oder Wo sind die Geister

Etwa bis ins Jahr 1927 gibt es zahlreiche gesammelte und niedergeschriebene parapsychologische Erlebnisse. Begegnungen mit Geistern und weißen Frauen, die in Ruinen und Schlössern erscheinen, Erscheinungen von Wesen die seit Jahrhunderten nicht mehr unter den Lebenden weilen. Etwa um das Jahr 1927 tritt im Geisterreich eine Stille ein, die Phänomene verschwinden langsam. Nur noch vereinzelt erscheinen Berichte über dieses Gebiet. Dieses abrupte Ausbleiben von Nachrichten aus dem Geisterreich muss einen Grund haben. Ich kann mir nur vorstellen das es mit unserem rationalistisch- materialistischen Weltbild zusammenhängt. Wir leben in einer Zeit der Seinsvergessenheit- sogar die Geister haben uns vergessen. 
hukwa 
"Ist es nicht eine großartige Idee 
die einen Künstler sehr wohl reizen kann, 
sich von der eigenen Zeit abzuschließen, 
und über Jahrhunderte hinweg 
eine versunkene Kultur, 
eine verschwundene Welt 
zu rekonstruieren?" 
Theophile Gautier  

Montag, 16. September 2019

Die geheimnisvolle Welt der alten Dinge

 Schläft ein Lied in allen Dingen, 
Die da träumen fort und fort, 
Und die Welt hebt an zu singen, 
Triffst du nur das Zauberwort. 
Eichendorff


An solchen Morgen wie Heute spüre ich einmal wieder sehr stark, das ich einer Welt angehöre, einem Zeitgeist, der für die Masse schon lange nicht mehr existiert. Ich umgebe mich vorwiegend mit alten Dingen, steckt in diesen doch mehr Geist als in den Errungenschaften der Moderne. Für mich erklingt immer noch "ein Lied in diesen Dingen". Die alten Dinge erzählen, es ist ein leiser, ein sanfter Ton der aus vergangenen Zeiten aus diesen Gegenständen herausklingt. So bewege ich mich oft wie unter Hypnose durch die Räume des alten Hauses dass ich bewohne und dringe zu der geheimen Wirklichkeit der alten Dinge vor. Ich spüre ihre Aura und in dem ich diese spüre bemerke ich wie die Mauer die mich von einer anderen Welt trennt Einzugbrechen beginnen und ich benötige nur einige Schritte um in jene Welt vorzudringen die jenseits dieser materiellen Ebene liegt. Es handelt sich um jene Zone in die kein Unberufender eindringen kann. Denn alles was ich schaue ist nur dass Abbild einer höheren geistigen Welt.
hukwa

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Die Wurzeln von Halloween

Inzwischen ist Halloween auch bei uns zu einem modernen Brauchtumsfest geworden. Inwiefern Halloween keltische Wurzeln hat, dürfte umstritten sein. Das Fest wurde ursprünglich in Irland, Schottland und Wales gefeiert und gelangte etwa Mitte des 19. Jahrhunderts mit irischen Einwanderern in die USA.

Wie viele Brauchtumsfeste hat auch Halloween heidnisch-christliche Wurzeln. Der Nacht vor Allerheiligen, also dem Fest der christlichen Märtyrer und Heiligen ging nach dem Volksglauben eine Nacht voraus, in der die Seelen von Verstorbenen, sowie Gespenster und Geister das Jenseits verlassen und ihren Spuk treiben. Eine Verbindung zum keltischen Samhain ist nicht direkt nachweisbar. Die irischen und amerikanischen Wurzeln von Halloween gehen allerdings auf die Sage von „Jack -o- Lantern“ zurück. Samhain war ja kein „Lichterfest“, im Gegenteil, in der Nacht auf Samhain wurde auf Anweisungen der Druiden im vorchristlichen Irland sämtliche Feuer- und Fackelstellen gelöscht bis zum frühen Morgen. Erst dann wurden die „Neujahrsfeuer“ angezündet. Samhain, das am 1. November gefeiert wurde war das keltische Neujahrsfest, mit ihm begann das neue Jahr. Die keltischen Priester (Druiden) rechneten mit aller Wahrscheinlichkeit mit dem Mondjahr, nach dem ihnen der Lauf des Nachtgestirns als Grundlage für die zwölf Monate und die notwendigen Schaltmonate galt.

Die sagenhafte Überlieferung des „Jack-o-Lantern“ berichtet uns folgendes:
Dieser war ein stets betrunkener Schmied der seine Seele an den Teufel verkauft habe. (Ein typisch christliches Bild des Mittelalters). In der Gaststätte, die Jack immer besuchte, überlistete dieser den Satan, der nun auf die Seele des Trunkenbolds verzichten musste. Nach seinem Tod wollte aber auch der Himmel nichts mit dem Sünder zu tun haben, so dass Jack nun dazu verdammt war als Untoter bis in die Ewigkeit umher zu irren. Allerdings hatte ihm der Teufel, als er von Jack überlistet wurde, ein Stück glühende Kohle nachgeworfen. Jack steckte diese in eine ausgehöhlte Rübe, die dem Verdammten nun ein wenig Licht in der ewigen Finsternis spendete. An die Stelle der Rübe trat in Amerika der Kürbis, beide gelten im alten Volksbrauch als Symbol der verdammten Seele.

In meiner Kindheit in den 60ziger Jahren wusste man noch nichts über Halloween. Dennoch schnitzten wir Kinder am Abend des 31. Oktober aus Rüben unsere „Feuerteufel“. Eine Rübe wurde ausgehöhlt, ein Gesicht hinein geschnitzt, eine Kerze hineingestellt, angezündet und bei Dunkelheit zogen wir mit unseren „Feuerteufeln“ durch unser Dorf.

Wenn wir uns nun ein wenig tiefer in den „Glauben und Sitten der Völker“ (Frazer) vertiefen, bemerken wir alsbald, dass auch die alten Ägypter ein „Allerheiligenfest“ zu Ehren ihres Gottes Osiris im November begingen.
Wir können also davon ausgehen, dass verschieden Völker unabhängig voneinander jeweils im November ein „Jenseitsfest“ feierten. Wahrscheinlich waren alle diese Völker davon überzeugt, dass im Neblung, wie unsere Altvorderen den November nannten, die Seelen der Verstorbenen für eine Nacht an ihren ehemaligen Heimatort zurückkehrten. Das Christentum hat schon immer heidnische Festtage für die eigene Glaubensüberlieferung zu nutzen gewusst, so entstand Allerheiligen, dessen Wurzeln zweifelsohne heidnischer Herkunft sind.
In seinem „goldenen Zweig“ schreibt Frazer: „……..Nicht nur bei den Kelten, sondern auch in ganz Europa scheint Halloween der Abend, der den Übergang vom Herbst zum Winter bildet, von alters her die Jahreszeit gewesen zu sein, da die Seelen der Verstorbenen ihre alte Heimat wieder aufsuchen sollen, um sich an dem Feuer zu erwärmen und an der Heiterkeit zu erfreuen, die ihnen ihre liebevollen Angehörigen in Küche und Wohnstube bereiteten. Es war vielleicht ein natürlicher Gedanke, dass das Herannahen des Winters, die armen, klappernden, hungrigen Gespenster aus den kahlen Feldern und entlaubten Wäldern in den Schutz des Hauses mit seinem behaglichen Feuer trieb…..“

Im modernen Volksglauben wurde Halloween zu einem Fest, bei dem man durch das Anzünden von Feuern oder das Erleuchten von Kürbissen, die Hexen und Geister vertreiben will.
Aber letztendlich war es in früheren Zeiten doch so, dass man diese anlocken wollte.
hukwa

Literatur Hinweise.
James George Frazer: Der goldene Zweig
Arnulf Krause: Die Welt der Kelten

Sonntag, 10. November 2013

Merlin

Gestern Abend in der Vita Merlin gelesen. Merlin war ohne Zweifel der Genius des keltischen Volkes. Ein Berufener, ein Zeuskind. Heinrich Zimmer schrieb zu recht: "Merlins Herkunft aus der Menschenwelt und der Sphäre der Mächte ist sinnbildlich für Sagengestalten seines gleichen.: sie stammen vom Menschen her und von der Geisterwelt: ein geschichtlicher keine reale Person befruchtete sich aus dem Zeitlosen mit urbildhaften Idealen und Zügen. Das ist der Ausdruck einer priesterlich - seherisch geführten Kultur der Britischen Inseln, in der Druiden als Zauberer und Wissende die Könige überschatten, wie die Hierarchie buddhistischer Priester im lamaistischen Tibet".
hukwa

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Ich wohne gern in Geisterhäusern

Schon viele Jahre wohne ich in diesem alten Haus am Waldrand. Es hat Augen und Ohren und in seinen uralten Mauern muss schon viel seltsames passiert sein, das sich regelrecht in den Wänden, der Decke und dem Fußboden festgesetzt hatte. Es ist mir oft unheimlich in diesem Haus dennoch möchte ich nicht in einem anderen leben. Die alten, vom Holzwurm angefressenen Möbel, das Knarren der Dielen, das Klopfen der Poltergeister möchte ich nicht missen. Was ist schon ein Haus das keine Geheimnisse hat? In solchen Häusern wohnen nur uninteressante Menschen, eben, Herr und Frau Niemand. Kein Gespenst kommt dich besuchen, geschweige den Geister oder Dämonen. Ich wohne jetzt 15. Jahre in diesem Haus aber davor habe ich schon in anderen Gespensterhäuser gewohnt. Wahrscheinlich ist es mein Schicksal das ich mein Leben in solch okkulten Anwesen verbringe, die anderen Furcht einflößen.
Es ist gewöhnungsbedürftig sich in solchen Gebäuden zu recht zu finden, die Geister treiben allerlei Schabernack mit einem. In den Nächten wird man manchmal wach durch ein Flüstern, durch schlürfende Geräusche oder man erwacht weil man den eiskalten Hauch eines Geistes neben sich im Bett spürt.
Auch ist es mir schon passiert das Bewohner aus einem früheren Jahrhundert zurückgekehrt sind, natürlich in ihrem Geistergewand. Meistens sehe ich sie in den Herbstnächten, wenn sie sich im Garten während des Vollmondes unter der alten Weide aufhalten.
Vor dem Schlafen gehen, lese ich regelmäßig Blackwood, Lovecraft oder einen anderen phantastischen Autor, das ist die beste Stimuli um Geister anzulocken. Aber sie kommen auch so.
Die Wesen von „drüben“ mögen keinen Beton, sie stehen auf Holz und Sandstein. Einmal habe ich in einem Haus gewohnt dass auf einem ehemaligen Friedhof stand. Doch das war mir Zuviel, da habe ich überhaupt keine Ruhe mehr gefunden. An Schlafen war da nicht zu denken. Da gaben sich in jeder Nacht gleich zehn Geister ein Stelldichein.
Ein guter Hausgeist ist wie ein guter Hund oder eine liebe Katze, man gewöhnt sich an sie, das Wichtigste ist dass man mit ihnen kommuniziert. 
hukwa