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Dienstag, 31. März 2026

Wale

 Das Meer ist ruhig 
keine Flutwellen 
kein Wind 
in den warmen Sonnenstrahlen spielen sie im Meer
mit ihren Säugetiergefährten 
die Walmutter ist glücklich 
die Walkinder sind glücklich 
kein Mensch in Sicht 
nur die Riesenkaulquappen der Meere 
durch ihr 20 pfundschweres Gehirn  
strömt ein 
evolutionärer-sozialer-ökologischer 
          Bewusstseinsstrom  
den Neurologen und Forscher  
          spirituell nennen 
stellen wir uns vor welch ein erhabener Geist 
 vielleicht in diesen Wesen wohnt 
die Walbabys spielen  
die Schlächter sind-noch- fern 
doch wehe sie kommen 
jene 
die das Wort Vergeben erfunden haben 
doch nie Vergeben 
nicht den Walen nicht den Gorillas nicht den Tigern 
keinem Tier vergeben sie 
auch ihren eigenen Artgenossen nicht 
lang vorbei ist die Zeit da sie glücklich waren. 
hukwa


Donnerstag, 6. Februar 2025

Eines Tages

 Eines Tages wird die von uns so geschundene Natur über uns hinwegschreiten und wir werden uns dann wohl fragen müssen:Warum sind wir nicht den Weg der Vernunft gegangen! 
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2024

Klima

 Wir glauben wir könnten die Fehler die wir in den letzten 100 Jahren gemacht haben wieder korrigieren und merken nicht dass die Natur schon lange überkorrigiert. 
hukwa

Mittwoch, 5. Juni 2024

Fatales Falschdenken

 Der Mensch  ist Teil des Systems Ökologie und er glaubt er könnte die Natur lenken. Ein fatales Falschdenken! In seiner Dummheit merkt er nicht das er längst von der Natur reguliert wird. 
hukwa

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Natur verstehen

 Nur ökologisch zu Denken ist keine Gewähr Natur zu verstehen. Nur ein Ganzheitliches Bewusstsein, ein Bewusstsein das auf die Erde abgestimmt ist, gibt uns die Möglichkeit im Schöpfungsalphabet der Natur zu lesen. 
hukwa

Freitag, 20. Januar 2023

Überlebenseinheit

 "Die Überlebenseinheit", schreibt Gregory Bateson, "sowohl in der Ethik wie in der Evolution, ist nicht der Organismus oder die Spezies, sondern das umfassendste System, die Kraft, innerhalb deren die Kreatur lebt. Wenn die Kreatur ihre Umwelt zerstört, zerstört sie sich selbst. 
In diesem Sinne sind wir Menschen ein Untersystem Geist in einem noch größeren System von Geist, das man ein bißchen zum Durchdrehen gebracht hat. 
hukwa

Mittwoch, 20. Juli 2022

Unser Planet wehrt sich

Wenn wir die Nachrichten in diesen Zeiten anschauen, bekommen wir eine Art Tragödie unseres Planeten zu sehen. Überall ökologische Katastrophen eines "selbstverschuldeten Wahnsinns". So wie es derzeit aussieht werden unsere Kinder und Enkel bald ein Leben führen, das keine Erinnerung mehr an Leben enthält. Wahrscheinlich sind wir nun dort angelangt, wo der Planet damit beginnt die Menschen langsam auszulöschen um sich selbst zu retten. Ein jedes Ökosystem ist rational, im Sinne von Vernunft, und es ist unmöglich ohne bittere Konsequenzen gegen seine Regeln zu verstoßen. 
hukwa

Donnerstag, 25. März 2021

"Die Wurzel der Welt" oder lese dieses Buch

"Geist ist der Ort wo Physik in Metaphysik umschlägt", so ungefähr beschreibt es Emanuele Coccia in seinem Buch "Die Wurzeln der Welt".  Coccia überschreitet die Mauer die dazu dienen soll, das menschliche Wesen einzuschließen. Seine Texte sprengen den Bewusstseinsbeton. Wenn er schreibt, scheint er immer nahe dran zu sein an der Kette des Seins. Seine Bücher leben von der Überzeugung, das wir Teil einer lebendigen Welt sind. Er bewegt sich nahe an der Grenze der Tiefenökologie und bleibt doch immer philosophisch. Beim Lesen spürt man dass er das Muster sucht, das alle Lebewesen verbindet.Wir haben lange schon den Sinn von der Einheit Mensch-Biosphäre verloren. Coccia entwirft ein Bild von Welt und Mensch wie sie in ihren biologischen und geistigen Aspekten zusammengehalten wird.   
hukwa

Montag, 15. Februar 2021

Kosmische Verflechtungen

 "Die Evolution des Universums beruht auf dessen kosmischen Anfangsbedingungen und den darin gegebenen Eigenschaften der Materie. Durch sie wird eine Fülle von Zufallsereignissen zu einem Netzwerk in bestimmter Richtung verwoben. Die so entstehenden Muster wirken auf andere Materie und führen fortschreitend bisher unabhängiges zu neuer Verflechtung und immer wirkungsstärkerer Struktur. Vom Chaos zu einem intellektuellen, intergalaktischen Übermuster weist der Pfeil dieser Entwicklung, deren winziger Teil ein jeder von uns ist". 
Carsten Bresch

Montag, 8. Februar 2021

Die geheiligte Einheit der Biossphäre

Die christliche Mystikerin Hildegard von Bingen hatte im 12. Jahrhundert eine wunderschöne Vision der schöpferischen Natur. Sie berichtet von einer inneren Stimme die sie hörte: "Ich bin jene höchste, glühende Kraft, die alle Lebensfunken aussendet. Der Tod hat keinen Teil an mir, und doch bin ich es, der ihn zumißt, weswegen ich mit Weisheit, wie mit Flügeln, umgürtet bin. Ich bin jener lebendige glutvolle Geist der göttlichen Substanz, der in der Schönheit der Felder glüht. Ich leuchte im Wasser, ich brenne in der Sonne, im Mond und in den Sternen. Mein ist jene geheimnisvolle Kraft des unsichtbaren Windes. Ich erhalte den Lebensoden alles Lebendigen. Ich atme im grünen Pflanzenwuchs und in den Blumen, und wenn das Wasser lebendigen Wesen gleich herniederfließt, so bin ich es. Ich habe jene Säulen geformt, die die ganze Erde tragen... Sie leben weil ich in ihnen und ein Teil ihres Lebens bin. Ich bin die Weisheit. Mein ist das Brausen des donnergleichen Wortes, durch welche alle Dinge erschaffen wurden. Ich durchdringe alle Dinge, auf das sie nicht sterben. Ich bin das Leben." 
Was Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert geschrieben hat kann man in unsere Zeit übersetzt die "geheiligte Einheit der Biosphäre" (Gregory Bateson) nennen. Das Seinsmuster das alles Lebendige im Kosmos zusammenhält. 
hukwa

Freitag, 11. Dezember 2020

Heimkehr in "Axels Schloss"

 Ich kehre jetzt immer öfters ein in "Axels Schloss", wohin die Abwässer der Gesellschaft nicht hin gelangen. Die Mauern sind so stark das dass Gejaule der Orks und und Zombies daran abprallen. Der Wunsch sich von der Alltäglichkeit dieser Ork-Mentalität der Gesellschaft zurückzuziehen ist groß in mir. Ich baue mir eine Welt der Fantasie auf und benutze den Schreibstift als Zauberstab. Schließlich habe ich ihn lange genug als Schwert genutzt und damit für ökologische Gerechtigkeit gestritten. Doch dieser Menschheit ist nicht mehr zu helfen. Den letzten Rest an Natur und Schönheit werden sie auch noch in ihrer unersättlichen Gier verschlingen. Aber die alte Erdmutter ist dabei sich aufs Heftigste zu wehren doch keiner will es wahrhaben. 
hukwa

Freitag, 20. November 2020

Gedanken zwischen ökonomischen Rausch und ökologischen Katzenjammer

"So beweist auch Plotin, der Platoniker, in seiner Abhandlung von der Vorsehung, dass diese sich von dem höchsten Gotte, dessen Schönheit geistig und unaussprechlich ist, bis herab zum Irdischen und Niedersten erstrecke, und bekräftigt es durch die Schönheit der Blüten und Blätter. Diese alle, so wertlos und rasch vergänglich sie sind, könnten versichert er, keine so wohlproportionierten Formen haben, würden sie nicht von daher geformt, wo die geistige und unwandelbare Form, die alles zugleich in sich schließt, ständig zu Hause ist.        Augustinus - Vom Gottesstaat     

 

 Kein anderes Geschöpf auf diesem Planeten, außer der Spezies Mensch, nimmt sich mehr alsesbraucht. Es ist die ökonomische Gier die uns immer tiefer in zerstörerische Aktivitäten führt. Wir nehmen uns immer mehr als wir wirklich benötigen, zerstören gezielt und mutwillig die letzten Ökosysteme und im selben Moment bezichtigen wir, dass was an Restnatur noch übrig ist (wie Wolf oder Luchs) der Grausamkeit. Wir müssen unseren Blickwinkel dahin erweitern, dass wir uns selbst wieder als Teil der Natur sehen, auch wenn wir diese zum Größtenteil schon vernichtet und vergiftet haben. Wir steuern auf den kollektiven Selbstmord zu. In der Geschichte des Menschen gab es immer wieder Brüche mit der Vergangenheit und somit historische Neuanfänge. In der Natur allerdings gibt es so etwas nicht, hier existiert eine evolutionäre Kontinuität und diese Evolution funktioniert immer auf die gleiche Art und Weise; indem sie Ausgewogenheit und Stabilität erzeugt. Nun hat unsere menschliche Gier dazu geführt, dass die alte Erde ziemlich unstabil geworden ist. Was bedeutet, dass die Natur auf unser Tun reagiert. Dies tut sie schon seit längerer Zeit: sie verändert ihr Klima, eine Katastrophe die man einfach mal „Wandel“ nennt, wir spüren diese Veränderungen ja nicht als Wandel sondern eben – als Katastrophe, ein weiteres Beispiel ist das Waldsterben, die Wälder sterben aus – dies ist ja kein Wandel, das ist eine hausgemachte Katastrophe. Jetzt schickt uns die Natur auch noch einen Virus mit dem die ganze Welt zu kämpfen hat. Das ist nun mal so, denken viele, doch was passiert wenn es nicht so ist? Wenn sie uns noch heißere Hitzesommer schickt und noch gefährlichere Viren? Wenn hinter all dem eine Intelligenz der Natur steht? Die Natur erhält sich durch Veränderungen die darauf ausgerichtet sind die ökologische Ordnung zu erhalten, wir können uns darauf verlassen, dass sie dies tun wird- wenn nötig durch katastrophale Veränderungen. Für die Zukunft ist nur eines sicher- die Evolution wird weitergehen- wenn nötig eben ohne uns. Ich persönlich versuche die ganze Katastrophe aus dem Blickwinkel der Naivität zu beobachten, denn das ganze politisch-ökologisch – intellektuelle Geschwafel hat einen Nachteil, es ist nur - „Geschwafel“. Es ist reden, reden, reden doch erreicht wird nichts!

In meiner Naivität bin ich davon überzeugt das wir Kriege, Hungersnöte und Klimakatastrophen einfach beenden können wenn wir es nur wollten. Und warum wollen wir es nicht? Weil jeder sein Leben auf die angenehmste Art und Weise gestalten möchte.

Jetzt will ich noch ein wenig primitiver werden in meinem Denken und stelle mir vor, diese Erde sei ein lebendiges Wesen (eine Art Gaia-Theorie). Ich werfe sämtliche philosophische Abstraktionen eines Kant, Fichte und Hegel aus meinem Kopf und begebe mich in das Weltbild eines Naturmenschen (eines Primitiven). Dann gehe ich noch einen Schritt weiter als die „Gaia-Theorethiker“ und denke pantheistisch. Ich stelle mir vor, dass die Natur beseelt sei. Hinter den Naturphänomenen, die wir ja nur an ihrer Oberfläche wahrnehmen, verbergen sich Kräfte und Wesenheiten, die in bestimmten Situationen und unter bestimmten Voraussetzungen zur Manifestation gelangen können und somit die Bewusstheit der Natur an sich offenbaren. Ich glaube diese Naturwesen sind da, sie brauchen uns Menschen nicht, allerdings kann es zu Begegnungen kommen zwischen ihnen und den Menschen aus denen sich ganz bestimmte Möglichkeiten ergeben können oder – Gefahren: Die mich umgebende Natur existiert nach ihrem eigenen Gesetz, ich selbst bin eine Folge dieses Gesetzes aber ich bin nicht das Gesetz. Dieses Gesetz ist einfach jenseits von Gut und Böse, es ist ein Naturgesetz. Aber in meinem primitiven archaischen Denken sage ich mir, wo es ein Gesetz gibt, muss es auch einen Gesetzgeber oder eine „GesetzgeberIn“ geben. Indem ich solche Gedanken hege, trenne ich mich von der Welt sozialer und zivilisatorischer Relationen, ich verlasse dass Freudsche Realitätsprinzip und begebe mich in die tiefen Abgründe fast magischen Denkens, eine Erblast meines kollektiven Unbewussten, die mich manchmal heimsucht und mich wenn es sein muss zum Zeitreisenden werden lässt. Somit befinde ich mich mitten im „Wilden Denken“ eines Levi – Strauss und werde zum „mythischen Bastler“. Ich denke der Baum da draußen den ich von meinem Schreibtisch aus beobachte ist ein mit Bewusstsein ausgestattes Wesen, dann gehe ich wieder einen Schritt weiter und glaube die elementaren Kräfte die vom Meer ausgehen, die Stürme und Gewitter sind nichts anderes als die alten heidnischen Götter, die durch negative Manipulation zu Manifestationen gelangen. Und die somit durch ihren Ausbruch Veränderungen hervorrufen können. 


 

Dann schaue ich noch mal weit zurück und kehre ein bei einem der frühesten Philosophen, nämlich Anaximander. Dieser sagte: „alles, was eine Form annimmt, eine Schuld verursacht, die durch seine Auflösung bezahlt werden muss, so dass sich daraus wieder neue Dinge bilden können“. Für Anaximander war dies eine Naturgerechtigkeit (Naturgesetz!). Alles in der Natur, jedes Wesen, jede Kreatur, das sich an den Vorräten der Natur bedient, muss diese Einnahmen wieder an die Natur zurückgeben. Alles was in der Natur eine eigene Form annimmt, muss irgendwann einer anderen Form Platz machen. Nachdem der menschliche Geist in der Evolution entstanden war, ging vom Menschen eine neue negative Evolution aus, in der er sich die Erde „untertan machte“. Wir haben die Natur verlassen, wir haben uns gegen sie gestellt, jetzt stellt sie sich gegen uns.

hukwa



Freitag, 18. Oktober 2019

Tiefenökologie und Naturvergessenheit






Zusammen gehört Ganzes und Nichtganzes
Übereinstimmendes und Verschiedenes,
Einklang und Dissonanzen, und aus Allem
wird Eines und aus Allem
Eines.
Heraklit. Über die Natur


Für die Tiefenökologie ist die mythologische Metapher von großer Wichtigkeit. Unsere lebendige Erde ist ein Beweis dafür. Nach ihr ist Gaia ein lebendiges Wesen. Die moderne Wissenschaft ist heute dem vorsokratischen Philosoph Anaximander näher gerückt als Platon oder Aristoteles. Anaximander sagte: „Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben,dahin geht auch ihr Vergehen nach der Notwendigkeit. Denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Ordnung der Zeit“.
Anaximander ging davon aus, dass alles was wir der Natur entnehmen auch wieder zurückgegeben werden muss. Nur so kann immer wieder neues Leben entstehen. Er setzte als Urprinzip des Seins das Unbegrenzte, das Unendliche, das Unbestimmte. Aus diesem Apeiron (Urstoff) entstehen die Gegensätze in unendlicher Bewegung. Nachdem die Welt/Natur aus einem Schöpfungsprozeß herausgetreten ist, gelangte sie schrittweise dazu sich selbst zu regeln. Diesen Schöpfungsprozess können wir mit dem Mythos des „Tanz der Gaia“ vergleichen.
Gaia die in weiße Nebelschleier durch die Dunkelheit tanzt. Als sie sichtbar wird formt sich ihr Körper zu Bergen und Tälern. Aus ihrem Schweiß entstehen die Ozeane und den Himmel (Kosmos) legt sie als Schutzhülle(Biosphäre) um sich. Heute wissen wir, dass Parallelen existieren zwischen moderner Wissenschaft, Entstehungsgeschichte der Erde und dem uralten Schöpfungsmythos von Gaias Tanz.
Der „Erfinder“ der Tiefenökologie Arne Naess schrieb einmal: „Der Unterschied zwischen der Ökologie und der Tiefenökologie ist einfach der, das die Tiefenökologie tiefere Fragen stellt“.
Die Ökologie berührt durch die Erfassung der Beziehungen des Menschen zu seinem Lebensraum fast alle Wissensgebiete, sie ist keine Einzelwissenschaft, obwohl sie eine Fülle von Einzelwissenschaften heranzieht.
Die Tiefenökologie versucht noch „tiefer“ in das Ganze einzudringen und ist somit ein Gegengewicht gegen das einseitige, analytische, sezierende Denken unserer Zeit.
Arne Naees nannte dies die „Notwendigkeit der menschlichen Selbtstverwirklichung“. Anstatt nur unser Ego zu pflegen sollen wir lernen uns mit Bäumen, Pflanzen, Tieren und der ganzen Ökosphäre zu identifizieren.
Ich selbst habe die Erfahrung bei Vorträgen über Tiefenökologie gemacht, das die Vertreter dieser Richtung gerne als „spirituelle Spinner“ hingestellt werden. Dieses Denken der Gegner der Tiefenökologie beginnt bei dem Hauptansatz der Tiefenökologie, das die Erde als ein lebendes, geistiges Wesen gesehen wird.
In der griechischen Mythologie ist Antaus der Sohn von Mutter Erde, sobald er die Verbindung zu seiner Mutter verliert wird er vollkommen kraftlos, steht er wieder mit ihr in Verbindung kehren seine Kräfte zu ihm zurück. Eine weitere Allegorie ist der Mythos von Phaeton: Er maßte sich an, den Wagen seines Vaters, des Sonnengottes zu lenken, verlor die Herrschaft über die Pferde und steckte beinahe die Biosphäre in Brand. Ist dies nicht der Zustand in dem die heutige Menschheit lebt?
Auch heute gibt es noch genügend Menschen, die den Gedanken, der Mensch könnte jemals die Macht haben, die gesamte Erdatmosphäre zu verunreinigen und zerstören, in das Reich der Fantasie verweisen.
Da die Tiefenökologie sich auf das Ganze bezieht, das ja bekanntlich mehr ist als die „Anzahl seiner Teile“, ist sie in gewissen Sinne auch immer spirituell (nicht mit Esoterik verwechseln) und somit ganzheitlich. Der tiefenökologisch orientierte Mensch kann niemals ein „Intellektueller“ sein, also ein Mensch dessen Wesen ganz auf den Intellekt beschränkt ist. Der reine Intellekt, von der Wesenheit des Menschen getrennt bedeutet dessen menschliche Verwahrlosung.
Ökologie und Tiefenökologie verfolgen die gleichen Ziele, ein Leben in Harmonie mit der Erde.
So schreibt Fritjof Capra in seinem Buch Lebensnetz meiner Meinung nach zu Recht:“Heutzutage haben wir eine tiefenökologische Ethik bitter nötig, insbesondere in der Wissenschaft, da das meiste, was die Wissenschaftler tun, nicht lebensfördernd und lebenerhaltend, sondern lebenszerstörend ist. Solange Physiker Waffensysteme konstruieren, die das Leben auf diesem Planeten auszulöschen drohen, solange Chemiker die globale Umwelt verseuchen, Biologen neue und unbekannte Arten von Mikroorganismen freisetzen, ohne die möglichen Folgen in Betracht zu ziehen, solange Psychologen und andere Wissenschaftler Tiere im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts foltern – solange all dies so und nicht anders weitergeht, ist es von allerhöchster Priorität, „öko-ethische“ Standarts in die Wissenschaft einzuführen“.
Dies drückt aufs deutlichste aus, das die Zusammenhänge der ökologischen Wahrnehmung der Welt und unserem Verhalten ihr gegenüber kein logischer sondern ein psychologischer Zusammenhang ist.
Unser Wirtschaftssystem ist für die Gegenwart und die Zukunft vollkommen perspektivlos weil seine Grundlage Leistungssteigerung bis zum Kollaps ist, es ist perspektivlos weil die Ressourcen begrenzt sind. In einer von ökonomischen Machtansprüchen geprägten Gesellschaft in welcher Ehrgeiz, Ellenbogenmentalität und Konsumsucht das Fundament von Denken und Handeln bestimmen und von der Wirtschaft als geradezu tugendhaft betrachtet wird muss die gesamte Natur leiden.
Die Tiefenökologie ist wie die Ökologie oder der Bioregionalismus ein Weg, den es sich zu gehen lohnt weil er nach Auswegen aus einer Krise sucht.
Der französische existenzialistische Philosoph Jean Paul Sarte erwähnte in einem seiner Bücher das wir immer die Möglichkeit der freien Wahl haben?
Eine realistische Interpretation der Tiefenökologie wird immer das Gefühlsleben des Menschen gegenüber seiner Mitwelt beinhalten. Der Versuch die verlorene Einheit von Mensch und Natur wieder herzustellen.
Vielleicht ist das große Dilemma unserer Zeit einfach, dass wir unter Naturvergessenheit leiden!

hukwa

Sonntag, 22. September 2019

Armageddon und der Kinderkreuzzug


Die Sinnlosigkeit des Versuchs, Voraussagen über die Beschaffenheit unserer zukünftigen Welt zu treffen, offenbart sich heute schon in den Wörtern Klimakatastrophe und Alptraum Plastik. Die Ressourcen sind begrenzt, die Müllhalden werden immer gigantischer und die Sommer werden zum glühenden Hexenkessel.
Der Mensch der Zukunft wird zu 80 Prozent aus Synthetik bestehen, wegen des Mikroplastik in seiner Nahrung und die restlichen 20 Prozent seiner Knochen und seines biologischen Gewebes werden wohl radioaktiv verstrahlt sein.
Die Regenwälder werden derzeit unter politischer Aufsicht abgefackelt, die Eisberge verschwinden und die riesigen Tundren Sibiriens trocknen aus. Dies in etwa ist der ökologische Zustand unseres Planeten. Man kann die Liste auch verlängern: Das Sterben unserer Tier- und Pflanzenwelt, das Baumsterben, die Verseuchung landwirtschaftlicher Flächen durch den Einsatz von Pestiziden und so weiter.
Würde man aus diesen Problemen eine Bildcollage machen, würde diese ein Gesamtkunstwerk des langsamen Untergangs unseres Planeten sein und des Siechtums der Menschheit.
Das Filmfinale wäre dann ein Werk zusammmengeschnitten aus Becketts „Endspiel“, Huxleys „Schöne Neue Welt“ und Kubricks „Uhrwerk Orange“.
Die einzige Philosophie die noch gilt findet man in den Ansprüchen der Industrie und dem Hohelied auf die Ellenbogenmentalität des Turbokapitalismus, das auch vom Großteil unserer politischen VolksvertreterInnen im Chor gesungen wird. Es ist die Philosophie einer in den letzten Zügen liegenden turbokapitalistischen Gesellschaft. Über diesen gesellschaftlichen Zusammenbruch versuchen die politisch Verantwortlichen mit arroganter Überheblichkeit hinweg zu täuschen.
Das Finale heißt wohl ein langsam siechendes Armageddon für uns alle!
Der einzige Hoffnungsschimmer ist jener Kinderkreuzzug einer „for Future Bewegung“, der wiederum von großen Teilen der politisch Verantwortlichen verspottet wird. Es ist ein Feldzug der einem anmutet wie der letzte Kampf gegen die „Schatten von Mordor“.
Die Frage ist: Wann merken wir endlich, dass die Geschichte der Menschheit in ein unwiderrufliches Stadium getreten ist, dessen Ziel letztendlich die Vernichtung jeglichen höheren Lebens auf unserem Planeten ist. Diejenigen die nach der ökologischen Wende rufen, werden übertönt durch jene die sich weigern menschliche Vernunft anzunehmen. Ökologisch gesehen wird das Ende unserer Zukunft absehbar.

hukwa

Freitag, 6. September 2019

Knechte des Teufels

Heute, an einem wunderschönen Septembermorgen, musste ich feststellen das mal wieder klammheimlich ein großer Baum in der Gemeinde gefällt wurde. Diese Knechte des Teufels haben vor nichts Respekt. Die schöne mächtige Weide, ein noch gesunder Baum, stand an einem Brunnen am Feldrand. Es schmerzt mich immer sehr, wenn solch sinnlose Aktionen gestartet werden. Ein jeder Baum sollte ein Bindeglied zu etwas kosmisch Höheren sein. Menschen die so etwas unsinniges tun, kann ich nur als Zombies bezeichnen. Losgelassen gleicht ihr Tun der sinnlosen Zerstörungswut von Orks.
hukwa

Sonntag, 1. September 2019

Mensch und Dinosaurier

Der Mensch war nie die Krone der Schöpfung, er war immer ihr schwächstes Glied. So schwach dass er aus einem einst blauen Planeten eine gigantische Müllhalde machte. Ich wundere mich immer wieder über die Argumentation die Dinosaurier wären wegen ihres Aussterbens keine erfolgreiche Spezies gewesen. Das stimmt so nicht!
Sie haben die Menschen um das vierzigfache überlebt. Doch vor allem: Sie starben nicht auf Grund eigener Schuld aus!
hukwa

Dienstag, 27. August 2019

Die vergessene Nabelschnurr

Die heutige Naturvergessenheit aus der sich das Chaos herusgeschält hat, ich meine damit die Ökokatastrophe, ist ein gleiches Vergessen wie die Seinsvergessenheit die Heidegger meinte. Mit dem Unterschied das Heideggger den Begriff der Seinsvergessenheit in den Bereich der Metaphysik verlegte, aber die Naturvergessenheit den Bereich unseres gesamten Seins umfasst. Einfacher ausgedrückt: In dem der Mensch in Naturvergessenheit lebt zerstört er die Wurzel des Lebens. Er hat keine Verbindung mehr zur Natur, die er ja selbst ist. Dieses Verbindende ist so etwas wie die Nabelschnur die uns mit der erde verbindet.
hukwa

Samstag, 3. August 2019

Naturvergessenheit ist Seinsvergessenheit

In Zeiten wie diesen muss nachhaltiges Denken zur Disziplin- und Lebensstrategie werden. Was auch bedeutet, dass man das Auto öfters stehen lassen muss und auch mal auf das Fahrad umsteigen sollte. Ein weltweites Wirtschaftssystem das Leistunssteigerung zur Grundlage hat, muss perspektivlos sein, weil die Ressourcen begrenzt sind: Bodenschätze, Trinkwasser und Atemluft werden knapp. Unser blauer Planet als gigantische Müllkippe, die Ozeane gefüllt mit Plastik – dies ist lang schon keine Sciene-Fiction mehr. Es muss zum Kollaps kommen. Wie er aussieht erkennen wir jetzt schon am dramatischen Sterben unserer Wälder. Es ist die Schizophrenie unserer derzeitigen gesellschaftlichen Situation dass der Großteil der Menschen, vor allem in Politik und Wirtschaft, nicht begreifen will, dass unsere weitere Entwicklung wahrscheinlich tragisch verlaufen wird, wenn wir nicht sofort etwas unternehmen. Vor allem müssen wir unsere Konsum- und Produktionslogik ändern diese schafft nur weitere Probleme. Durch oft sinnloses wirtschaftliches Walten kann die Natur und mit ihr wir Menschen die evolutionär gesetzten zeitlichen Grenzen nicht mehr einhalten was zu einem Zusammenbruch führen muss. Das was wir dieser „Naturvergessenheit“ entgegen setzen müssen ist ökologische Solidarität. Dass „der Versuch, die Ökologie dem Markt und der Wachstumsideologie zu unterwerfen gescheitert ist“ das ist lange schon Fakt. Die Wirtschaft muss in Zukunft der Ökologie unterstehen, ansonsten gibt es irgendwann auch keine Wirtschaft mehr, das ist auch Fakt.
Um eine machbare Zukunft zu gestalten müssen alle endlich handeln und die Politik muss damit beginnen jene die unsere Natur ausbeuten in die Schranken zu weisen. Es ist vor allem die weltweite Konzernpolitik, die Macht über Menschen und Märkte ausübt und die Natur in die Erschöpfung getrieben hat. Es sind zum großen Teil die Konzernmanager und ihre Helfer in der Politik, die dafür verantwortlich sind, dass unsere Enkel vielleicht einmal ein Leben führen müssen, das überhaupt keine Erinnerung an ein natürliches Leben mehr enthält. Zwar macht sich die Politik „sachkundig“ doch sie bietet weder Lösungen noch Alternativen, um so mehr ist jeder Einzelne gefragt. Es gibt keine ökologische Schönheitsoperationen für den Planeten, für die Gegenwart gibt es nur ökologisches, schnelles Handeln und dies für jeden Einzelnen, an seinem Ort, sei dies in Politik, Wirtschaft oder im eigenen Haus und vor der eigenen Haustür!
hukwa

Sonntag, 23. Juni 2019

Was sind wir doch für eine armselige Spezies

Heute Morgen erwachte ich wie gewöhnlich gegen 5.Uhr in der Frühe. Vom Wald her tönte dass  Gurren der Tauben und frische Waldluft strömte in mein Zimmer. Ich dachte: wir können der Natur zwar Schaden zufügen, doch Beherrschen können wir sie nie. Je schrecklicher der Schaden denn wir anrichten desto schlimmer schlägt die Natur zurück. Wir machen aus natürlichen Ökosystem Monokulturen und Drecklöcher was sind wir doch für eine armselige Spezies.
hukwa

Freitag, 10. Mai 2019

Krämergeist

Gestern Abend habe ich noch einige Zeit in dem Buch "die heilige Pfeife" von Schwarzer Hirsch, einem Sioux Medizinmann gelesen. Dieses Buch endet mit einem sehr empathischen Nachwort von Frithof Schuon: "Nicht bloß, weil sie die Schwächeren waren, unterlagen diese hochsinnigen Steinzeitmenschen, sondern weil sie einen Geist darstellten, der sich mit dem recht unchristlichen Krämergeist der ihnen gegenüberstehenden "Bleichgesichter" nicht vereinbaren ließ; darüber hinaus handelt es sich noch um eine Gegensätzlichkeit viel allgemeinerer Art: die zwischen städtischer Kultur - als Brutstätte einer unübersehbaren Welt von Künstlichkeit und Verknechtung- und dem freien, unmittelbar gottgewolllten und daher heiligen Reiche der Natur. Dieser gewaltigen Natur, denkt heute noch mancher Indianer, gehört letzten Endes der Sieg". 
hukwa