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Sonntag, 10. Mai 2026

Orpheus

 Früher Morgen 
Quelle 
für reine Poesie. 
hukwa 
 
Gott 
gab dem Dichter 
die Möglichkeit der Poesie 
die Dichter 
gaben  ihm 
die Möglichkeit seiner Existenz. 
hukwa

Montag, 16. Februar 2026

Poesie

 Ich halte mich fern der Masse 
achte darauf 
das ich die Poesie nicht vergesse, 
hukwa

Donnerstag, 28. Juli 2022

Sichtbar gemachter Geist

 Warum sollen sich mir die Worte verweigern 
an diesem Morgen 
wo sie Hand in Hand gehen 
durch das Labyrinth meiner Tagebücher 
warum soll ich nicht Gebären 
wenn ich gefüllt bin 
mit Poesie 
ein Gedicht entsteht auch an diesem Morgen 
sichtbar gemachter Geist 
entweicht in die Welt. 
hukwa

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Wirkkraft

 Die höchste Wirkkraft der Sprache ist die Dichtung. 

Seltsamer Ton 
der aus dem Schlehendickicht dringt 
Ich stehe ganz still 
wer schleicht hier einsam durchs Gebüsch 
durch Nebelwand und Farngestrüpp 
ihr seht und hört es nicht 
Ich weiß 
ihr seht und hört so vieles nicht. 
hukwa

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Auf den alten Birnbaum bei den "Zwei Steinen"

Es steht im Winterkleide 
ein alter Birnenbaum  
mit Schnee so zart behangen 
im großen freien Raum. 
 
Es scheint als will er Träumen 
doch wer so denkt der irrt 
es steckt in jedem Greise 
was diesen Baum umgibt. 
 
Er steht hier ganz verloren 
als träumte er einen Traum 
schmiegt sich dabei so sanft 
an des Ackers braunen Saum. 
 
Die Äste sind so alt 
und tragen kaum die Last 
sie hängen tief nach unten 
als wären sie Ballast. 
 
Doch bald kehren die Zugvögel wieder 
setzen sich auf ihn nieder 
sträuben ihr Frühlingsgefieder 
und hüpfen von Ast zu Ast. 
hukwa 

Dienstag, 20. Oktober 2020

Weltinnigkeit

Im metaphysischen Sinn sind Gedichte Reisen in eine Welt uferlosen Träumens, sie suchen nach jener Morgenröte die lange schon verloren ist aber in unserem Unbewussten immer wieder die Dunkelheit erhellt.  
hukwa  
Spätherbst im Park 
 
Noch blühen vereinzelte Astern im Park 
eine letzte Gladiole dämmert durch den Tag 
in ihren Blüten fast schon gefroren 
leuchtet des Sommers letzter Traum 
im hingerauschten Laub der alten Bäume 
erwartet mich Weltinnigkeit  
schon früh am Abend steht der Mond 
wartend auf die dunkle Flut der Nacht 
sein Licht erhellt nun Baum und Strauch  
und am Morgen leuchtet der Park 
wie ein Eiskristall. 
hukwa

Freitag, 17. April 2020

Frühlings Flötenspiel

Abends wenn die Dämmerung naht
wenn ich auf der Waldbank sitze
und dem Nachtfalter Flügelschlag lausche
silbern die Nebelschleier in die Büsche einsinken
höre ich manchmal aus der Ferne
irgendwer der eine Flöte spielt
liebliche Traumversunkene Töne
künden mir die nahende Nacht
dieses Trauerweitenlied
ist es das in der Nacht
in meiner Seele weiterglüht.
hukwa

Montag, 28. Januar 2019

Nachtlied

Die vielen Nächte die ich rief
sie sind ein Teil der Ewigkeit
und viele Zeilen die ich schrieb
sind Verse die Nachts in meiner Seele glühen
ich warte auf den einen Brief
mit goldener Schrift und Silberrand
doch ob er kommt
ich weiß es nicht
ich warte schon zu lang
nur in der tiefen dunklen Nacht
fühl ich mich noch daheim
ein Blatt Papier so rot wie Glut
eine Rose die nie welken tut
nur so kann Dichtung sein.
hukwa (1999)

Samstag, 21. Januar 2017

Die vielen Nächte die ich rief

Die vielen Nächte die ich rief
sie sind ein Teil der Ewigkeit
und viele Zeilen die ich schrieb
sind Verse die Nachts in meiner Seele glühen 
ich warte auf den einen Brief
die Mail den Ruf die Flaschenpost
mit goldener Schrift und Silberrand
doch ob er kommt
ich weiß es nicht
ich warte warte schon zu lang
nur in der tiefen dunklen Nacht
fühle ich mich noch daheim
ein Blatt Papier so rot wie Glut
eine Rose die nie Welken tut
nur so kann Dichtung sein.
hukwa

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Septembersinfonie

In des Herbstes ruhigem Wesen
bei den Birken dort im Wald
wo die Spinnen Netze weben
darin golden der Tau erzglänzt
wo der erste Kuss uns bannte
und das Profane vor uns zerrann;

blieben bis zur Abendsonne
als die weißen Nebel walten
und das Licht es silbernen Mondes
mystisch den Wald erhellte
als die Liebe uns verband
bei den weißen Birken im Wald.

Goldener Zauber junger Jahre
Schimmer der Vergangenheit
der die Erinnerung erhalte
in des Herbstes ruhigem Wesen
bei den Birken dort im Wald.

Lange ist das nun vorüber
und die Liebe zog von uns fort
doch die Sehnsucht blieb erhalten
in des Herbstes ruhigem Wesen
bei den Birken dort im Wald.

Gingen lange lange Jahre
durch des Waldes düstere Pfade
fanden immer neue Wege
doch nicht den der führt zurück
Sehnsucht blieb allein nicht Liebe
vielleicht wartet dort im Walde
in dem weißen Birkenhaine
einst der Liebe neues Glück.

Im Gedenken jener Zeiten
lauf ich wieder zu dem Haine
gehe Taugetränkte Wege
gehe durch Septembernebel
und ein Traumbild taucht vor mir auf
in des Herbstes ruhigem Wesen
bei den Birken dort im Wald.

Keine Hoffnung weist ins Leben
und kein Weg führt je zurück
doch im Gedenken jener Zeiten
möcht ich mit dir noch einmal laufen
durch des Herbstes ruhigem Wesen
zu den Birken dort im Walde.
hukwa