Dienstag, 21. November 2017

Mein Reich

Kristallen die Landschaft
eisig und einsam am Wegrand
der alte Wildapfelbaum
wie Silberfinger
im weißen Strahlenkranz
zwischen Baum und Fels
die Novembersonne
Atem der Frühe
eines herrlichen Herbstmorgens
jetzt da das Licht des
frühen Morgen aufgeht.
hukwa

Mittwoch, 15. November 2017

Im Brombeerhag

Foto © hukwa
hukwa

Wo innen und außen eins sind

Die flüchtigen Wolken am Himmel
spiegeln sich im Wasser des Wildbachs
die Farben des Morgenhimmels
fordern die Phantasie heraus
hinein zu laufen in eine
transzendente Wirklichkeit
aufnehmend
das schöpferische Dasein
bleibt der Blick nach innen gerichtet
hier in den Wäldern
sind innen und außen eins.
hukwa

Dienstag, 14. November 2017

Die Vergangenheit in uns

Der romantisch veranlagte Mensch, der Romantiker, hat einen unmittelbaren
Zugang zur Vergangenheit. Er will nicht der Gegenwart entfliehen, er fühlt sich
einfach mit den Tiefen der Zeiten verbunden.
Er erkennt das Ewige das in seinen eigenen Tiefen schlummert.
hukwa

Montag, 13. November 2017

Irrlicht

Schon hat Novembernebel
die Wiese sanft getränkt
und silberner Mondscheinschimmer
sich über den Waldteich gesenkt.

Die Nacht ist kalt und neblig
es säuselt der Wind im Baum
verfängt sich in den Weiden
erzählt von alten Zeiten.

Ich schau in den Waldweiher
der magisch zu mir spricht
ich spüre ein dunkles Grauen
im Schilf leuchtet ein Irrlicht.
hukwa

Sonntag, 12. November 2017

Schneelandschaft

Foto © Ute Knieriemen-Wagner
hukwa

Sonntagsgedanken

Aus dem Fenster meines Ateliers sehe ich direkt auf die Kirche. Jetzt, am Sonntagmorgen gehen die Leute in die Messe. Ich denke für mich so dahin, bevor ich in die Kirche gehe um ein Stück totes Holz anzubeten, gehe ich lieber in den Wald und bete den lebendigen Baum an.
hukwa

Samstag, 11. November 2017

Während meiner Wanderungen

Ich denke während meiner Wanderungen selten an die Gesellschaft oder die Menschen. Ich versuche mit meiner Umgebung zu verschmelzen. Einfach Eins zu sein. In solch abgeschiedenen Situationen denke ich oft an ein Zitat von Thoreau: "Wenn ein Mann sein Leben mit Geschäften verbracht hat, wodurch er lediglich reich geworden ist, das heißt eine Menge Geld, viele Häuser und Grundstücke erworben hat, ist er in meinen Augen gescheitert".
hukwa

Sonntag, 5. November 2017

Meine Jahreszeiten

Heute Morgen bin ich sehr früh aufgewacht. Wie ein wärmender Mantel umhüllte mich der Herbst. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Geist. Der Herbst ist die Zeit der tiefen Gedanken. Der Winter die zeit wo ich mit dem Unbewussten Kontakt suche. Der Frühling bringt ein neues Erwachen. Der Sommer ist eine sehr profane Jahreszeit.
hukwa

Freitag, 3. November 2017

Uralter Hauch der Ewigkeit

Von weitem schon höre ich es rauschen
was einstmals auf dem Berg geschah
wo Trümmer im Dickicht verborgen
aus alter Zeit ich sah.

Hier hatten Kelten ihren Hain
und Römer strömten hin zum Berg
hier oben werd ich selbst Geschichte
hier kehre ich ein.

So oft ich komm um hier zu lauschen
dem Ruf aus der Vergangenheit
er rauscht mir zu aus den Eichbäumen
uralter Hauch der Ewigkeit.
hukwa

Donnerstag, 2. November 2017

Scharderkopf

Fotos © hukwa




hukwa

Fülle den Kelch

Das letzte Licht
getragen von einem jungen Wind
bringt die Offenbarungen
der Wälder
wenn das grüne Einhorn
sich auf seinen Winterschlaf vorbereitet
sprudelt wieder
die alte Quelle
jetzt
fülle den Kelch.
hukwa

Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Schlüssel zum Universum oder die kosmische Bestimmung des Menschen

Aus Indien wird uns eine uralte Legende überliefert: Vor Anbeginn der Welt war nur Gott. Das war für ihn wohl recht langweilig. Aufgrund seiner Allmacht schuf er deswegen die Welt aus sich selbst heraus, um damit spielen zu können. Die ersten Wesen aber die er dabei geschaffen hatte, kannten ihre Herkunft und fanden die Welt nicht so interessant und wussten den Weg zurück zu Gott immer wieder zu finden. Der war damit bald wieder in der gleichen Situation als zu Anfang. Also berief er eine Konferenz aller Götter ein, die er dazu gezeugt hatte das sie ihm beim regieren der Welt ein wenig zur Hand gingen. Diese schlugen ihm nun hinsichtlich seiner Probleme vor, den Himmel doch einfach abzuschließen und den Schlüssel zu verstecken. Aber wo? Viele Vorschläge wurden gemacht, ohne das man sich hätte einigen können. Die menschlichen Wesen, die nun die Erde bevölkerten, waren sehr intelligent und würden ihn sicher überall suchen, selbst in den Tiefen der Meere und Ozeane, ja selbst im Universum, wenn sie einst die Möglichkeit dazu haben.
Niemals aber werden die Menschen nur einen Schritt in sich selbst hineintun, meinte Gott, daher werde ich denn Schlüssel zum Universum im Menschen selbst verstecken. In der Tiefe des menschlichen Unbewussten also versteckte Gott den geheimnisvollen Schlüssel.
Was könnte der Schlüssel wohl darstellen, denn Gott Tief in uns versteckt hatte? Vielleicht ist der Schlüssel ein Symbol für etwas das mit unserer verbindjung zum Kosmos zu tun haben könnte? Vielleicht ist es dass was die alten Taoisten Chi nannten? Jene Ur-Einheit aus der die universellen Gegensätze von Ying und Yang hervorgehen, die durch ihr Wechselspiel denn Grundstein für die Vielfältigkeit unserer sichtbaren Welt legen. Das gleiche wiederholt sich bei den Hindus in dem Sanskritbegriff Mulaprakriti, einer Urquelle, aus der durch Involution und anschließende Evolution alle Dinge entspringen. Das chinesische Tao hat die gleiche Bedeutung. Die Upanishaden sprechen von der "Mutter aller Dinge", die Brahman ist.
"Brahman dehnt sich aus; aus ihm ist die Materie hervorgegangen, und aus der Materie das Leben, der Geist, die Wahrheit und die Unsterblichkeit...(Mundaka, Upanishaden, Vers8).
In seinem Essay, Kosmos, Geburt und Wiedergeburt einer Vision, schreibt Ervin Laszlo:" Die Vision, die in den neuesten Kosmologientheorien wieder auftaucht, drückt sich vielleicht am deutlichsten im Raja-Yoga aus; "der königliche Weg", wird in Pantanjalis-Yoga – Sutra dargestellt, und östliche Gelehrte halten ihn für die wirkungsvollste Möglichkeit die Einheit zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen zu erlangen. Yogi Swami Vivekananda beschreibt die Kosmologie des Raja – Yoga anhand zweier Grundelemente: Akasha und Prana. Akasha ist die Substanz, die allem, was existiert, zugrunde liegt, während Prana die Urenergie ist, die auf alles einwirkt und alles formt. Am Anfang gab es nur Akasha, und am Ende wird es wieder nur Akasha geben. Akasha wird zur Sonne, zur Erde, zum Mond, zu Sternen und zu Kometen; aus ihm wird der tierische und der menschliche Körper, die Pflanzen, und alles was existiert. Prana hingegen ist die unendliche und allgegenwärtige Kraft, die auf Akasha einwirkt. Prana ist Bewegung, Gravitation und Magnetismus; es ist gegenwärtig in den Handlungen der Menschen, in den Nervenströmen des Körpers und sogar in der Kraft der Gedanken. Am Ende einer kosmischen Phase lösen sich alle Kräfte wieder in Prana auf, so wie alle Dinge in Akasha vergehen. Und Akasha ist nicht passiv: Als legendäre
"Akasha Chronik" bewahrt es die Spuren von allem auf, das im Kosmos stattfindet".
Leider ist der Mensch von heute zu rational eingestellt als dass er in dieser Chronik noch lesen könnte, er ist von der ihn umgebende Wirklichkeit so überzeugt, dass er andere Wirklichkeiten und Ebenen, in seiner Welt, nicht als existierend anerkennt. Aber dennoch wird er hineinwachsen müssen, durch die kosmische Evolution an der er ja beteiligt ist. S. Radhakrishnan schreibt in seiner wunderbaren Bhagavadgita – Übersetzung folgendes..."Der Mensch befindet sich auf der vierten Stufe, vijnana oder Vernunft. Er ist nicht der Herr seiner Handlungen. Er hat Kenntnis von der allumfassenden Wirklichkeit, die in dem ganzen Weltenplan wirkt. Er scheint Materie, Leben und Geist zu kennen. Er beherrscht in einem hohen Grade die materielle Welt, das Leben und selbst die dunklen Regungen seiner Wesensanlagen, ist aber noch kein vollkommen erleuchtetes Bewusstsein geworden. Wie die Materie vom Leben, das Leben vom Geist und der Geist durch die Vernunft abgelöst wird, so wird der verständige Mensch in ein höheres, göttliches Leben hineinwachsen. Fortschreitende Selbsterweiterung ist ein Naturtrieb. Gottes Weltplan oder die kosmische Bestimmung des Menschen besteht in der Verwirklichung des unsterblichen Bestrebens durch den sterblichen Körper, der Erfüllung des göttlichen Lebens in diesem und durch dieses physische Gefäß und das intellektuelle Bewusstsein."
Das Göttliche wohnt im innersten Wesenskern des Menschen und kann nicht ausgelöscht werden. Es ist das innere Licht, der Schlüssel zum Universum, die kosmische Bestimmung des Menschen.
Gleiche Ansichten finden wir bei Platon, bei Spinoza und Leibnitz. In Platons Ideenlehre sind die Ideen objektiv und göttlichen Ursprungs, sie gehen auf das Eine zurück. In einem jenseitigen Raum hinter der sichtbaren materiellen Welt sind sie das Ziel allen menschlichen Strebens. Das irdisch-materielle ist nur ein Schatten (Maya?), denn die eigentliche Wirklichkeit beginnt außerhalb des stofflichen Lebens, in einer anderen zeitlichen Dimension.
Nach Spinoza gibt es drei Gattungen von Erkenntnis. Die Sinneswahrnehmung, das rationale Denken und die intuitive Erkenntnis: "Die rationale Erkenntnis geht diskursiv vor, während die intuitive Erkenntnis mit einem Blick in die ontologische Tiefe dringt. Sie erfasst die Modi als Ableitungen aus der Substanz, sie sieht in ihnen die Substanz selbst und ihre Notwenigkeiten. In der Wissenschaft, in der rationalen Erkenntnis, verbinden wir einen Modus mit einem anderen Modus in der Kette der Ursachen. In der intuitiven Erkenntnis dagegen verknüpfen wir nicht mehr Modus mit Modus, sondern wir verbinden die Modi mit ihrer kausalen Notwendigkeit mit der ontologischen Notwendigkeit der Substanz". (Jean Hersch). Also, nicht Modus an Modus, sondern Modus an Substanz. Zu dem Begriff Modi schreibt Spinoza:"...unter Modus verstehe ich die Affektionen (vorübergehende Zuständlichkeiten) der Substanz". Modi sind alle endlichen, unselbstständigen Einzeldinge, Einzelheiten, die in den zwei gänzlich getrennten Reichen des Räumlichen und des Denkens als vorübergehende Formen der unterschiedlichen Substanz existieren.
Man kann also sagen: Die Substanz ist in jenem jenseitigen platonischen Raum der Ideen zu Hause. Über die Modi erreichen uns sozusagen "Wellen" der Substanz. Der Mystiker würde sagen: Uns erreichen schwache Lichtstrahlen des göttlichen Lichtes.
Leibnitz erklärt uns das ähnlich in seiner Mondalogie: Die wahren Substanzen sind selbsttätige, kraftbegabte, seelische Einheiten, Monaden, deren Wesen vorstellen ist. Jede Monade ist ein Spiegel des Universums. Die Monaden bilden eine Stufenfolge von der untersten schlummernden Monade, deren Seelenleben noch unbewusst ist, bis zur göttlichen Monade, der Monade der Monaden.
Dies ist Philosophia perennis, die ewige Philosophie, mit ihren immer und ewig geltenden Wahrheiten, die zusammen das höchste, aufgerichtete Wissen verkörpern.

hukwa
Foto©hukwa

Freitag, 27. Oktober 2017

Abseits im Wald

Gedicht:  Diana vom Karlstal
Sie lächelt sanft
Hinein ins Fichtendickicht
Ihre Lippen sind der Mythe Licht
Gehauen in den Fels
Lebt sie im Schatten
Ihr Glanz wie Bernstein
in dem sich Jahrhunderte spiegeln
Vor ihr feiern Hornissen ihre Hochzeit
Die Welt von Heute vermisst sie nicht


hukwa

Gestern zogen die Kraniche

Gestern Abend sind die Kraniche über das Dorf gezogen. Auf der großen Wiese beim Park haben sie eine Rast gemacht. Mir ist es jedes Jahr wieder eine Freude wenn ich ihre Überflug beobachten kann. Im Herbst höre oder sehe ich sie immer erst gegen Abend. Im Frühjahr ziehen sie meistens gegen Morgen über den Ort. Etwas mystisch-archaisches strahlt dieser Zug für mich aus. Jedes Jahr bin ich aufs Neue davon fasziniert. Ach könnt ich nur Nils Holgerson sein!
hukwa

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Rationales und spirituelles Denken

Das transzendent-spirituelle Denken weigert sich dem logischen Realismus zu folgen, weil es davon ausgeht das in unserem Bewusstsein eine geistige Substanz vorhanden ist, die weit über das rationale Denken hinausgeht. So ist das spirituelle Denken ein gleiches Werkzeug des Geistes wie das rationale Denken. Nur eine Art des Denkens, also rational oder spirituell, genügt nicht um das Ganze zu erfassen.
hukwa

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Spaziergang im Nebel

Regenwetter und Herbst Tristesse herrschen vor auch solches Wetter muss man genießen können. Man muss es zu nutzen wissen. Bei solcher Wetterlage komme ich mir manchmal vor als würde ich mich in einem Kokon bewegen. Vergangenheit und Gegenwart begegnen begegnen sich jetzt besonders intensiv. Es tut gut bei solchem Wetter im Freien zu sein. Obwohl der Wald teilweise von Nebel verhangen ist weisen die Gedanken tief in den Geist hinein.
hukwa

Sonntag, 22. Oktober 2017

Altvater Winter

November naht
der Stille und Neblige
abgeblättert sind die Bäume
Wind pfeift durch die Äste
Stimme des nahenden Altvater Winters
die ersten Meisen plustern sich auf
von Reif überzogen
der Fliegenpilz im Fichtenhain
Neblung naht
der Düstere und Nachdenkliche
Zeit für Gedichte und Verse zu schmieden
im Garten die Windsbraut tanzt
Einäugiger Odin wandert durch die Wälder
der Wolf kehrt bald wieder
mit Stille und Nebel.
hukwa

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Belanglose Gespräche

Während ich den herbstlichen Blätterfall beobachte spüre ich in den tiefen meines Geistes, das es tausendmal nützlicher ist sich vom Herbst tragen zu lassen, als belanglose Gespräche mit meinen Mitbürgern zu führen.
hukwa

Dienstag, 17. Oktober 2017

Bestättigung

Wo sind wir wenn wir Träumen? Das Frage ich mich oft. Gestern Abend habe ich ein wenig in den Tagebüchern von Thoreau gelesen, dabei stieß ich auf folgenden Satz: "Mein Leben ist am heiligsten, wenn ich Morgens erwache. Oft umgibt mich dann eine Aura, als wären meine Träume, deren ich mich nicht entsinnen kann, göttlich gewesen, als hätte mein Geist eine Reise in seine Heimat angetreten."
Dies ist genau die selbe Ansicht wie ich sie vertrete. Im Schlaf reisen wir ins wahre Reich des Geistes.
hukwa

Montag, 16. Oktober 2017

Begegnungen

Es ist die Freude an der Schöpfung und die Freude an den Schöpfungen der Jahreszeit die wir jetzt in den Wäldern erfahren. Der herbstliche Blätterfall kommt mir oft vor wie ein wehender Vorhang der zeitweise den Blick in eine transzendentene Wirklichkeit freigibt. Im schweigenden Begegnen mit der Natur, im Gegenüber von Baum und Pflanze tut sich uns diese Wirklichkeit auf. Es ist das Gespür einer mystischen Einheit der wir jetzt überall in den Herbstwäldern begegnen.
hukwa

Sonntag, 15. Oktober 2017

Gedanken am Morgen

Das Schlimmste ist das wir in einer Gesellschaft leben die zum größten Teil mit Statisten der Oberflächlichkeiten bevölkert ist. Diese Gesellschaft von Durchschnittsmenschen des Kalibers 08/15 erstreben ein immer bequemeres und angenehmeres Leben auf Kosten der Natur und ihrer Mitmenschen. Das wahre Ziel einer demokratischen Gesellschaft, ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Menschen, an dieser Aufgabe mitzuwirken haben die wenigsten ein Interesse.
hukwa

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wachstum

Der ständige Umgang mit der Natur, das sich beschäftigen mit ihr, sorgt dafür das mein Geist immer hellwach ist. In der Gesellschaft können wir nur einen Bruchteil unseres Lebens wahrnehmen, meistens jenen Teil der ökonomisch orientiert ist. In der Natur gehen die Gedanken tiefer. Eine natürliche Umgebung trägt dafür Sorge das unser Denken bewusster wird so das wir in der Versuchung leben nicht nur einen Teil zu sehen sondern das Ganze soweit dies überhaupt möglich ist. Dann fällt es leichter auch unser inneres Wachstum wahrzunehmen.
hukwa

Dienstag, 10. Oktober 2017

Bäume

Jetzt im Herbst muss man die Bäume beobachten wie man interessante Menschen beobachtet. Täglich, ja stündlich, ändern sie nun ihr Aussehen. Von Bäumen kann man lernen. Ihre meditative Ruhe strahlt kraftvoll auf uns ein. Wir müssen nur lernen diese Ruhe wahrzunehmen und auf uns einwirken zu lassen. Mach die Bäume zu deinen Freunden und du wirst nicht enttäuscht werden.
huwa

Samstag, 7. Oktober 2017

Ferne Heimat

Geburt ist nur
Betäubung und Vergessen
wer kann in solchen Zeiten
seine Seele noch ermessen
und ist der Geist auch nackt und kalt
Erinnerung umgibt ihn wie ein Hof
es naht der Traum nach deinen Erinnerungen
Schenkt dir Vision und ahnendes Vertrauen
es ist die Welt mit ihren materiellen Strahlen
die Grenzen zieht und Kerkermauern um dich richtet
so das wir denken die Heimat sei so fern
und doch ist sie es die in uns leuchtet wie ein Stern.
hukwa

Freitag, 6. Oktober 2017

Metapher Herbst

In der Metapher des bevorstehenden Winters, der schon im Herbst mit dem Fallen der Blätter beginnt und der sich in der sich zurückziehenden Natur fortsetzt kann man seine eigene innere Natur sehr genau erkennen.
hukwa

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Das ist wahre Mystik

Manchmal sollte man den Begriff der Größe vergessen. Dann wird der Waldteich zum Ozean und ein kleiner Berggipfel zum Himalaja. Wenn ich mit dem kosmischen Ganzen verbunden bin fallen alle Grenzen und ich erkenne im fallenden Herbstlaub das sich bald zersetzen wird, die Formbildende, schöpferische Urkraft der Natur. Nichts in der Natur verschwindet je ganz, alles atmet in sich den Keim eines Neuen, eines Anderen. Wie Blake sollte man sich darinnen üben, im Sandkorn eine ganze Welt zu sehen und im Regentropfen den Ozean erblicken. Wer die Signatur lesen kann lässt alle Grenzen hinter sich. Das ist wahre Mystik! Carpe diem!
hukwa

Dienstag, 3. Oktober 2017

Der Ewigkeit so nah

Sobald wir die Abbildlose, wortlose, klanglose, unberührte Ursprünglichkeit der inneren Natur erfahren, ist es möglich ihr Geheimnis für die Sinne fassbar zu machen. Es ist das Schöpfen aus den Tiefen der Natur. 

Baum
was stehst du so verwunschen da
dennnoch so klar
bist du der Ewigkeit so nah
Baum
auf wundersame Weise
fühle ich mich dir nah
stiller Dulder
großer Künder
Baum
der Ewigkeit so nah.
hukwa

Montag, 2. Oktober 2017

Vom Wesen des Tieres

Ich beobachte die Krähe Kra im Garten und kann dabei ihre seelischen und spirituellen Energien regelrecht spüren. Das Wesen des Tieres ist mir seit meiner Kindheit sehr nahe. Ja, ich möchte behaupten das ich auf geistiger Ebene mit Tieren besser kommunizieren kann als mit Menschen. Ich habe ja auch immer mit Tieren gelebt. So etwas prägt einem natürlich. Ich empfinde für den Tiergeist eine tiefe Sympathie. Wenn diese Welt human werden soll dann müssen wir begreifen das wir mit den Tieren auf einer seelischen Stufe stehen. ebenso natürlich auch mit den Pflanzen.
hukwa

Sonntag, 1. Oktober 2017

Die Blutbuche vor meinem Fenster

Heute Morgen beobachtete ich den ersten starken Blätterfall. Wunderschön wirbelten die Herbstblätter durch die Lüfte. Von meinem Arbeitszimmer aus beobachtete ich die mächtige alte Buche, die sich majestätisch im Herbstwind bewegte. Wenn ich diesen alten Baum anschaue habe ich immer das Gefühl mit dem "Ganzen" Verbindung aufzunehmen und nicht nur mit einem Bruchstück der mich umgebenden Realität. Dies sind Momente wo die Intuition neben der Vernunft steht und beide eine Beziehung eingehen die es mir ermöglicht eben das "Ganze" zu Schauen.
hukwa

Samstag, 30. September 2017

Weltschlaf

Wachende Wälder
Gefangen in einem grünen
Traum aus
Moos und Farn
Erleuchten die Träume
die Da-seiende Zeit
wo das Reden in das Schweigen überläuft
im silbernen Mondlicht der Nacht
im Dunkel der Flamme
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel
Schlaf weiter Welt.
hukwa

Donnerstag, 28. September 2017

Dienstag, 26. September 2017

Heute Morgen ist es sehr windig. Der Wind hat mich aufgeweckt. Ein angenehmer Herbstmorgen. Leichter Regen. Das fordert die Kreativität heraus. Jeder neue Tag birgt einen neuen, kleinen, privaten Mythos in sich, ihn gilt es zu finden. Was ist der Mythos schließlich anderes als ein "sich die Welt vorstellen"?
hukwa

Sonntag, 24. September 2017

Ätherische Pfade

Ein einsamer Morgen
die Lärchen oben am Bergeshang
stehen schon im roten Herbstbrand
dazwischen ein Schatten der sich nur selten bewegt
bald Frist der Winter sich ins Gebein
doch schenkt er Vertrauen insgeheim
so lange noch Leben und Bewegung stimmen 
um in den Wäldern auf ätherischen Pfaden zu gehen.
hukwa

Freitag, 22. September 2017

In der Rinde der Linde...

Die Schatten der Wälder
durchbrechen die eingeschränkte Zeit
die Morgennebel
verbergen das Geheimnis
einer dunklen Gestalt
im Schilf verlor er eine
Locke seines silbernen Haares
lächelnder Orpheus
in der Rinde der Linde
wirst du sie finden.
hukwa

Wildgänse ziehen

Wildgänse ziehen wieder
am Abend
Rotkehlchens Herbstmelodie.
hukwa

Donnerstag, 21. September 2017

Mittwoch, 20. September 2017

Arbeit am Mythos

Das Denken, das die Mythen schafft, ich meine das Denken das den Mythos aus unserem Unbewussten herauf holt liegt irgendwo zwischen Traumdenken und realistischen Denken. Vom Traum hat es das Symbolische von der Realität das Zusammensetzende. Wenn man mythologisch denkt benötigt man dazu Phantasie, doch darf sie nicht die Oberhand gewinnen. Mythologisches Denken hat Ähnlichkeit mit dem schreiben eines Romans oder mit dem Malen eines Bildes. Obwohl der Schreiber oder Maler seinen Arbeitsstoff nicht zu kennen glaubt ist der Stoff/Story in ihm. Und über diesen Arbeitsstoff wird es dem Mythosgraphen langsam bewusst dass er mit dem Mythos schafft.
hukwa

Dienstag, 19. September 2017

Waldnacht

Waldstille
Wassermurmeln dringt aus Gestein
ein Vorhang weißer Wolken
schiebt sich vor den silbernen Mond
der Kauz ruft
Künder des nahenden Morgen.
hukwa

Montag, 18. September 2017

Antiquam exquirite matrem

Verborgen im fahlen Laub
des Herbstes
der Atem der Erde
die Flamme aus Eis kehrt zurück
auf der Suche nach dem Unscheinbaren
Wortmagie erklingt in den Wäldern
Antiquam exquirite matrem
hörst du die stimme noch?
hukwa

Freitag, 15. September 2017

Aurora oder wenn der Mythos ruft

Auszug aus meinen mythologischen Meditationen

Schon immer ist mir der Morgen eine besondere Zeit gewesen. Ich finde eine große Klarheit und Ruhe sind dem Morgen inhärent. Vor allem, wenn man in den frühen Morgenstunden, durch die Natur wandert, spürt man diese Klarheit sehr deutlich. Besonders im Frühjahr habe ich einen tiefen Bezug zu den frühen Morgenstunden. Das Gezwitscher der Vögel, das flötende Lied der Amsel, versetzt mich bei meinen Wanderungen in einen meditativen Zustand. Es ist der Bannstrahl der Göttin Aurora, der mich in diesen frühen Stunden erfasst und dem ich mich dann auch für einige Zeit ganz hingebe. Eos, nannten die alten Griechen die Göttin des frühen Morgens, sie ist identisch mit Aurora der Morgenröte, Tochter der Theia und des Hyperion, ein Sohn des Uranos und der Gaia. Sie muss ja mit der Erdmuter verwandt sein, die Göttin, die schützend ihre zarte Hand über den goldenen Morgen hält. Die Tautropfen, die perlend an den Pflanzen und Bäumen hängen, sind die Tränen die sie um ihren Sohn
Memmon weint. Er, der dem König von Troja, Priamos zu Hilfe eilte und von Achilles getötet wurde doch schließlich durch das Flehen seiner Mutter Unsterblichkeit erlangte. Eos war die Gemahlin des Astraios, dem sie die Winde und den Morgenstern gebar. Eos ist eine wunderschöne, rosenfarbige Göttin, ein Abbild der goldenen Morgenröte. In aller Frühe erhebt sie sich von ihrem Lager und beginnt ihr Tagwerk. Sie zieht sich ihren safranfarbigen Mantel über und schirrt ihre Pferde Lampos (Glanz) und Phaieton (Schimmer) an den goldenen Wagen, um so den Tag zu verkünden. Sie wird dargestellt mit einer Fackel in der Hand, ihre Rosse lenkend, durch die Lüfte schwebend. Gleich einer wilden Sturmgöttin entführte sie auch Menschen, um sich ihrer Liebe zu erfreuen, so den Tithonos. Doch entführt sie nicht auch uns heute noch, wenn wir durch die wunderschöne Natur wandern um den frühen Morgen zu genießen? Zeus gewährte ihr für den Tithonos ewiges Leben, aber sie hatte vergessen für ihn auch um ewige Jugend zu bitten, so vertrocknete er und seine Stimme schwand, geschickt verwandelte Eos, ihren Geliebten in eine Zikade, so das sie wenigstens noch seine Stimme hören konnte. Hier wird Eos auch Vegetationsgöttin, symbolisiert doch das vertrocknen, die Jahreszeit des Herbstes, wo die Vegetation sich zur Ruhe begibt, aber jeden Sommer lauscht sie dem Gezirpe der Zikaden und weint Tränen um ihn und um Memmon, die wir als Tautropfen vorfinden.
Wie eine mütterliche Hülle des Lebens empfängt uns der frühe Morgen, bereitet uns auf einen neuen Tag vor, von dem wir hoffen das es ein in sich ruhender Erdentag wird. Ist die Natur eine große Lehrerin so ist die Mythologie uns Ratgeber, wie wir im Buche der Natur lesen können, wenn wir uns nur Mühe geben, so kann uns der Mythos, Therapeut und Philosoph sein, beide – Natur und Mythos, werden wenn wir ihre Weisheiten lesen können, zu einem geheimnisvollen Schöpfungsalphabet. Zu einem Wegweiser nicht nur in graue Vorzeiten
Goldener Zeitalter, sondern auch zu einem Pfad der direkt in unser Unbewusstes führt.

Ewig erklingt die Stimme des Mythos in uns, eine treibende Kraft ist er wie auch die Philosophie. Novalis bemerkte einmal: "Aus einem Menschen spricht für dieses Zeitalter Vernunft und Gottheit nicht vernehmlich, nicht frappant genug – Steine, Bäume, Tiere müssen sprechen, um den Menschen sich selbst fühlen, sich selbst besinnen zu machen."
hukwa




Foto © UteKW

Donnerstag, 14. September 2017

Mittwoch, 13. September 2017

Samenkörner der Vergangenheit

Mythologie ist sehr alt, sie hat zwar nicht das Alter geologischer Epochen, doch sie ist unlösbar verwoben mit einer Landschaft. Überall auf der bewohnten Welt findet man Mythen vor. Sie werden nicht erfunden, sie sind ein Erbe unserer Vergangenheit, der Vergangenheit der Menschheit. Wohl älter als die Religion ist der Mythos. Studiert man die Mythologie erkennt man alsbald das diese ein Muster von feinen Strukturen sind. Der Mythos ist eine mythische Bildsprache von Symbolen. Ihre Aussagekraft ist unerschöpflich. Es sind Samenkörner der Vergangenheit, die immer wieder- auch in unserer Zeit aufblühen.
hukwa

Montag, 11. September 2017

Umgang mit mythischen Symbolen

Heinrich Zimmer schrieb über den Mythos: "Im Umgang mit fernen Symbolen und Mythen unterhalten wir uns geradezu mit uns selbst- mit einem Teil von uns freilich, der unserem bewussten Wesen so wenig vertraut ist, wie das Erdinnere dem Geologiestudenten. deshalb rüstet uns die mythologische Überlieferung mit einer Art Landkarte aus, an Hand derer wir Gehalte unseres Inneren, zu denen wir bewusst kaum noch eine Beziehung haben, Erforschen und Bestimmen können". 
Denn der Mythos lebt. Er lebt in seinen "tausend Gestalten".  So schrieb Nietzsche:
"Dem Mythos liegt nicht ein Gedanke zu Grunde, wie die Kinder einer verkünstelten Kultur vermeinen, sondern er selber ist ein Denken; er teilt eine Vorstellung von der Welt mit, aber in der Abfolge von Vorgängen, Handlungen und Leiden".
Das mythische Denken gehört zum Menschen, zur Menschheit wie das metaphysische Denken. Beide Denkarten tragen dafür Sorge das wir nicht im Sumpf des materialistischen Denkens versinken.
hukwa


Samstag, 9. September 2017

Los - lassen

Los - lassen heißt das Lied des Herbstes
im Blätterfall schwindet
die Schwerkraft
in flüchtiger Notenschrift
schreiben es die Schwalben unter die Wolken 
Los-lassen ist das Gebot des Septembers
im Distelsamen schwebt es dahin
die Ringellocken der Weiderosen künden
jeder Sommer geht einmal zu ende.
hukwa

Donnerstag, 7. September 2017

Irgendwann müssen sie doch weg

Jetzt im Herbst kommt die Zeit der Baumfällungen. In den Dörfern und Städten werden nun vermehrt Bäume gefällt. Jeden Herbst ein paar Stück, damit es nicht so auffällt. Man muss diesem sinnlosen Baumfällen einen Sinn geben und der heißt: Fällen aus Verkehrssicherheitsgründen! Man fällt Bäume die oft 80 bis 100 Jahre alt sind. Die Verantwortlichen sagen: für jeden Baum den wir fällen pflanzen wir wieder einen neuen Baum nach
Vor kurzem fällte im Dorf in dem ich wohne ein Mann einen Baum auf seinem Grundstück weil ihm das Wegharken des Laubes zu mühsam wurde. Als ich ihn fragte, warum er den B Baum nicht lieber stehen lasse, meinte er nur: "Irgendwann müssen sie doch weg..."
hukwa