Dienstag, 25. Juli 2017

Also lasst uns träumen

An diesem Nachmittag kam der Wind von Westen über die bewaldeten Hügel und brachte Regen mit sich. Mein Weg führte entlang des kleinen Bächleins das gierig die Regentropfen trank und jetzt sehr lebendig murmelte und rauschte. Der Regen reinigte die Atmosphäre und durchbrach die Decke aus Abgasen die Tage lang über der Landschaft lasteten. Frischer Wind brachte Sauerstoff und die Gedanken wurden klar wie Tautropfen an einem frühen Märztag.
Ich setzte mich auf einen halb vermorschten Baumstamm und lauschte in den Wald hinein. Lange zeit saß ich fast bewegungslos an diesem Platz und ließ meine Gedanken schweifen. mir kam ein Zitat von Jorge Luis Borges in den Sinn:
"Wenn nämlich die Welt der Träume
eines Jemand ist,
wenn es Jemand gibt,
der uns in diesem Augenblick träumt und der die Geschichten der Welten träumt...
dann hat die Vernichtung der Religionen und der Künste,
dann hat die allgemeine Verbrennung der Bibliotheken nicht viel mehr zu bedeuten
als die Verbrennung des Einrichtunggegenstandes eines Traumes.
Der Geist der sie einmal geträumt hat,
wird sie abermals träumen. Und solange dieser Geist zu träumen fortfährt
solange ist nichts verloren".

Ich denke über diesen Spruch nach und mir ist klar das er ein Halt im Leben ist. Ein Halt in einer Welt die sich immer aggressiver gegen die Wesen wendet die diese Welt bewohnen. Doch es ist eigentlich nicht die Welt, es ist der Mensch, der gefährlichste und stumpfsinnigste Bewohner dieses Planeten der alles Lebendige vernichten will. Für einen Moment spüre ich großen Unmut in mir auf das Geschöpf Mensch. Doch dann denke ich: "Wenn nämlich die Welt der Traum eines jemanden ist..." Und mir wird klar: Ich und Du sind es die träumen- also lasst uns träumen!
hukwa

Sonntag, 23. Juli 2017

Inneres Wandern

Kuckuck ist längst verschwunden
Altweiberhaare funkeln
Spinnenhaft
im Gelb der Goldrute
Krähen erzählen Geschichte
über Wein und Gedichte
ein inneres Wandern will beginnen 
jetzt muss man Neues vollbringen.
hukwa

Samstag, 22. Juli 2017

Während des Gewitters heute Nacht

In der Nacht erdrückt die Hitze
dann ein Donner
erfrischendes Gewitter.
hukwa

Blitze in der Sommernacht
im Garten erkenne ich
das glänzende Fell des Marders.
hukwa

Im Blitzstrahl der Nacht
die wilde Rose
leuchtet wie Blut.
hukwa

Donnerstag, 20. Juli 2017

Ode auf einen Bach I

Ein regnerischer Tag ladet ein zu einer Wanderung. Ich laufe entlang des Wildbachs immer gegen die Strömung. Die kleinen Bäche unserer heimischen Wälder und Gebirge sind nie gleich. Jeder von ihnen hat seine eigene Wesensart. Jeder seine sichtbaren und unsichtbaren Bewohner. Jeder Bach hat auch wie jeder Mensch einen Körper und eine Seele, ja, die Bäche haben sogar Geist. Es gibt keine unbelebte Natur. ist das Ufer der Körper, so ist das Wasser die Seele und über den Wassern singt der Geist der unruhigen Bäche. Das Wasser ist ein grandioser Künstler es formt die Ufer der Bäche zu lebendigen Kunstwerken.
Entlang der Wasserläufe gibt es viel zu sehen. Das geschmeidige Gefieder des Eisvogels blitzt im Düster des Waldes kurz auf, die Wasseramsel gleitet geschickt über die Strömung. Moose, Flechten, Farne, manchmal eine Orchidee verzaubern das Ufer. Wie Trolle und Kobolde ragen abgestorbene Äste und Baumstümpfe aus dem eiskalten Wasser. Verwitterte alte Kopfweiden nicken mir zu, majestätische alte Fichten und Pappelbäume erzählen ihre Geschichte. Im ausgewaschenen Sandstein verstecken sich Molche und Schnecken, wie von Sinnen tanzen Mücken und Libellen über dem kühlen Nass. Elegant gleitet die Bachforelle gegen die Strömung ich folge ihr.
hukwa

Mittwoch, 19. Juli 2017

Zeit des Werden und Vergehen

Das Wachstum der Pflanzen hat nun seinen Höhepunkt erreicht. Heute Morgen stand ich vor einer Beifuß Staude die über 2m hoch war. Auch die Goldrute blüht nun. Die "echte Goldrute", also unsere europäische wird bis zu 1m hoch. Die Kanadische Goldrute die in Europa auch verbreitet ist, steht kurz vor dem Blühen. Bei den Griechen stand die Goldrute in hohem Ansehen. Überall blühen nun auch die Glockenblumen. ihr märchenhaftes-mystisches Blau funkelt am Wegrand zwischen Labkraut und Johanniskraut. Es ist der Duft von Labkraut der jetzt von der Hohe Zeit des Sommers kündet. Und doch ahnt man schon die Vergänglichkeit. Bereits im Sommer hat sich der Herbst versteckt.
Natur - ewiges Werden und Vergehen.
hukwa

Dienstag, 18. Juli 2017

Vergänglichkeit in der Natur

Heute Morgen empfand ich das erste Gespür des bald nahenden Altweibersommers. Die Luft, die Farben, ja, die ganze Aura der Natur spiegelte für einige Zeit den Frühherbst. Solche Tagen werden jetzt öfters folgen. Der Frühherbst beginnt ja nicht genau mit dem ersten September. Er kündet sich langsam an. Das Sonnenlicht das durch das Blätterdach auf den Gartenboden fällt hat heute Morgen schon jene typische "Goldfärbung" des Indian Summer. Es sind dies Stunden am Tage die an die Vergänglichkeit alles Seienden mahnen. An das ewige Vergehen und Wiederkehren. Auch die Vergänglichkeit ist eine Kraft der Natur mit der man sich auseinandersetzen sollte.
hukwa

Montag, 17. Juli 2017

Allverbundenheit

Um der Natur und ihren Wesen authentisch zu begegnen bedarf es des Schweigens und der Stille. Die Wälder mögen keinen Lärm und keine Hektik. Die Uhr der Natur läuft anders als die Uhren der gewohnten Oberflächlichkeiten. In der stille und Abgeschiedenheit der Wälder sammelt man die wirklichen Reichtümer. Hier beginnt die Wiederverzauberung mit der Natur. Es ist die Freude an der Schöpfung die uns in dieser Stille erwartet. Eine Allverbundenheit von Natur und Kosmos in die wir eintreten wie in ein Heiligtum.
hukwa

Sonntag, 16. Juli 2017

Begegnung beim Schlehenbaum

Gefüllt mit grauen Wolken ist auch heute der Himmel. Ein erfrischender Landregen weicht langsam den Boden auf. Götterwetter! Für einige Zeit lehne ich am Stamm einer mächtigen Eiche. Lausche dem Regen der auf die Blätter fällt und beobachte einen Buntspecht der eine alte Kiefer bearbeitet. Meisen und Kleiber zwitschern im Unterholz. ich atme tief die klare Waldluft ein. Heute morgen konnte ich für einige Zeit einen Fuchs beobachten, der sich im Schlehendickicht zu schaffen machte. anscheinend suchte er irgendetwas. Als er mich wahrnahm verschwand er gemütlich ins Unterholz. Mir sind Begegnungen mit Tieren wertvoller als das Zusammensein mit geschwätzigen Menschen.
hukwa

Donnerstag, 13. Juli 2017

Rast am alten Waldbrunnen

O singendes Gestein
im Duft von sommerlichen Wäldern
wieder will ich dir lauschen
einen Sommer lang
träumend im Moos liegend
reinen Herzens und allein
genährt vom rieseln und rauschen
den fernen urhaften Lauten
Bildnis des inneren Geschauten.
hukwa

Dienstag, 11. Juli 2017

Pulsierendes Leben

Gestern Morgen bin ich schon sehr früh nach draußen gegangen um die Zaunwinden zu fotografieren. Jeden Morgen erblüht sie aufs Neue und doch bewahrt sie keine Blüte vom gestrigen Tag. Ihre Blüte erreicht in den Morgenstunden ihre ganze Schönheit welkt aber am Mittag schon langsam dahin. So ist sie ein Symbol des frühen Morgen und der Schönheit eines Momentes. Etwas transzendentales geht von ihr aus. An vielen Hecken und Mauern findet man die Winde jetzt. Nichtssagende Blicke streifen sie den Tag über, etwas einsames und zurückgezogenes strahlt sie aus. Man muss sie dann Bewundern wenn sie erwacht, am frühen Morgen, dann erkennt man dass jeder Augenblick pulsierendes Leben ist.
hukwa

Montag, 10. Juli 2017

Windenblüte

Winde - Fotos © Hans Wagner







Alle Fotos hukwa

Unser inneres Orakel

Zu den größten Stümpern auf der Welt
zähle ich jene die nicht mehr
fertig gebracht haben
als Geld und Material anzuhäufen. 
Ein wenig mehr kann man doch
vom Leben verlangen?
hukwa

Die Wissenschaft glaubt irgendwann könne sie in das Heiligtum des menschlichen Lebens vordringen. Doch die Seele lässt sich nicht mit den Werkzeugen der Wissenschaft erkunden. Um mit ihr in Verbindung zu treten benötigen wir das Mikroskop des Geistes. Und selbst dann bemerken wir bald das wir nur in ein inneres Orakel vorgestoßen sind. Es ist gut dass es immer noch jene tiefen Geheimnisse des menschlichen Lebens gibt. Wie langweilig ein Leben das keine Rätsel und Geheimnisse kennt. Wohl ist es der Sinn unseres Daseins immer wieder das Rätselhafte zu erforschen und eine Antwort darüber zu finden was unser inneres Orakel uns mitteilen möchte.
hukwa

Sonntag, 9. Juli 2017

Der Geruch des Sommers

Weihe dein Leben
der Gegenwart
tust du es nicht
wirst du bald
ein Sklave deiner Erinnerung sein.
hukwa

Es ist die Zeit der Weideröschenblüte. Ich liebe diese Wildblume. Schon als Kind war ich von ihr fasziniert. Wenn die Weideröschen blühen ist der Sommer da. Besonders mag ich es wenn sie in der Nachbarschaft von Kiefern wachsen. Der Duft von Kiefernharz und der Blüte dieser Wildblume strahlen etwas kindlich magisches aus. Ein Strahl der zurückführt ins Reich der Kindheit, als es die Welt noch zu erobern galt und die Träume in den Wolken thronten. Der Geruch von diesem Baum und der Blume sagt mir der Sommer erreicht bald seinen Zenit. Jetzt ist in der Natur die Zeit der Gerüche und der Grillenkonzerte angebrochen, die Glühwürmchen durchleuchten die Nacht. es ist die Hohe Zeit des Sommers.
hukwa

Samstag, 8. Juli 2017

Sommergedanken oder hier ist mein Platz

Leben sollte etwas fließendes sein
es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben
dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Etwas wovon sich der Sommer vom späten Frühling unterscheidet ist der universelle Gesang, das irdische Konzert der Insekten. Es herrscht ein ständiges unterschwelliges Summen vor. ich stelle mir vor dieses Konzert singen die Insekten für mich, Grund genug mich vor den Hummeln und Bienen zu verbeugen. Wir sollten nicht so übermenschlich durch das Leben gehen und glauben mehr zu sein als unsere kleinsten Mitbewohner auf unserem Planeten. Sommer ist die Fülle des Lebens, jedenfalls in der Natur. ich sitze unter der alten Eiche und denke: hier ist mein Platz.
hukwa

Freitag, 7. Juli 2017

Ein Fehlschlag der Natur

Die Gaia-Hypothese betrachtet die Erde und mit ihr den gesamten Kosmos als ein einziges pulsierendes, in sich zusammenhängendes Lebewesen. Alles steht hier miteinander in Beziehung weil es sich ja um einen lebenden Organismus handelt. Sonne, Mond, Erde, Biosphäre und Ozeane alles ist miteinander verbunden und füreinander zuständig, alles wird benötigt. Ob der Mensch zu diesem Organismus gehört bezweifle ich oft. Gehören wir nicht dazu dann sind wir ein Fehlschlag der Natur.
hukwa

Großmut

Wenn du damit beginnst
denn Großmut
deiner Mitmenschen zu erkunden
irrst du bald durch einen Sumpf.
hukwa

Donnerstag, 6. Juli 2017

Sphärenklang

Wir sind Teilhaber
des Unendlichen
wenn uns dies bewusst wird
können wir jederzeit
dem kosmischen Sphärenklang lauschen.
hukwa

Mittwoch, 5. Juli 2017

Zeitstillstand

Heute Morgen erwachte ich sehr früh vom Gurren der Tauben das sanft vom Wald her in mein Zimmer tönte. Ich trat ans Fenster und der Geruch von Waldluft umgab mich. Die uralte,riesige Blutbuche im Kirchhof war ganz in die Morgenröte getaucht wie eine rote Fackel glühte sie in der Landschaft. Ich konnte gerade noch erkennen wie der Fuchs in ein nahes Gebüsch huschte. Das Eichhorn Geckerde wild von einem Ast der großen Buche herab. Ich dachte dies sind Begegnungen und Ansichten des frühen Morgen die nur ein Landbewohner haben kann. Noch schlief der ganze Ort und die Wesen der Natur konnten sich frei bewegen. In den Städten rauscht nun schon der turbokapitalistische Motor der Ökonomie. Hier auf dem Lande stand heute Morgen dieZeit still.
hukwa

Dienstag, 4. Juli 2017

Zwiesprache im Wald

Auf der Strasse habe ich ein kurzweiliges Gespräch mit Bekannten geführt. Dann bin ich in den Wald spaziert, habe mich unter einer Eiche niedergelassen und dem Zwitschern der Vögel und dem Summen der Insekten gelauscht. Was diese mir erzählten fand ich interessanter als das Gerede meiner Bekannten. Die Menschen reden zu viel unnötiges. Ich lausche daher lieber den Stimmen der Natur, erzählen sie mir doch Geheimnisse des Seins. Dieses Sein begegnet uns in den Wäldern öfters als in den Behausungen der Menschen.
hukwa

Sonntag, 2. Juli 2017

Ewige Seele

Als erster Philosoph erklärte Thales das die Seele unsterblich ist. Ihm folgte ein ganzes Heer von Philosophen und Theologen die gleiches aussagten. Mit jeder weiteren Aussage komplizierte man das Wesen der Seele und machte daraus eine Lehre. Es ist eine Eigenart von Theologen und Philosophen das "Sein an sich" zu komplizieren. Ich selbst glaube das unser Körper eine Frucht der Seele ist. Ich glaube auch nicht das unsere Seele im Körper gefangen ist. Wahrscheinlich ist es so das die Seele im Körper schläft und mit dem Verfall des Körpers erwacht. Ist der beste Beweis für meine These nicht der ewige Zyklus der  Natur, denn wir jeden Herbst und jedes Frühjahr aufs Neue beobachten können?
hukwa

Samstag, 1. Juli 2017

Abgrund einer unergründlichen Dunkelheit

Es gibt welche die sagen das Gott es zulässt das der Mensch einen Zipfel seines Gewandes erblickt-aber was sieht er? Er schaut doch nur den Abgrund einer unergründlichen Dunkelheit. Nein, der Mensch kann keinen "Saum der Gottheit" erkennen, er kann ihn noch nicht einmal erahnen. Leonardo da Vinci hatte als Mittel der schöpferischen Erfindung die Anschauung umgestalteter Formen, etwa in den Moosen und Flechten alten Mauerwerks, in den Strukturen der Holzmaserung oder der Steine empfohlen. Dürer: "Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, und wer sie heraus kann reißen, der hat sie". Wahrscheinlich ist dies der "Saum Gottes", nämlich der Spiegel der Natur. 
hukwa

Freitag, 30. Juni 2017

Deus absconditus

Wir stoßen immer tiefer vor in die angeblich "Unbekannte Natur der Natur". Je mehr wir erfahren desto unendlich viel größer wird das Geheimnis des Unbekannten. In dem wir in der Forschung voranschreiten entzieht sich uns das große Geheimnis. Glaubte der Mensch noch vor hundert Jahren den "Saum der Gottheit" in der Natur zu erkennen so kann er heute noch nicht einmal die feinste Naht dieses Saums erkennen. Je weiter wir in der Forschung vorandringen, desto größer werden die Perspektiven des Unerforschlichen. Somit wird dass was wir als Gott bezeichnen immer mysteriöser und dunkler, es wird zum - "deus absconditus".
hukwa

Donnerstag, 22. Juni 2017

Die Seele der Erde spüren

Alles in der Natur spricht und kommuniziert miteinander. Ich bewundere das Wurzelgeflecht einer Eiche. Sie klammert sich an das Ufer des Waldweiher und festigt dadurch die Uferböschung. Wie Echsen schlängeln sich die starken Wurzeln in Richtung Wasser. Echsenhaft auch ihre Rinde- Echsenhaut. Es ist ein Ringen um Form, Gestalt und Ausdruck.
"Die Natur liebt es sich zu verbergen", sagte Heraklit. Natur ist immer von einem Schleier umgeben. Goethe nannte dies "geheimnisvoll-offenbar". Erst wenn wir mit unserem ganzen Gefühlsleben in die Natur vordringen spüren wir die Seele der Erde.
hukwa

Donnerstag, 1. Juni 2017

Metaphysische Wirklichkeit des Pflanzenwesens

Ein sonniger Frühlingsmorgen, im Garten streicht der alte graue Kater umher. Der Holunder entfaltet nun seine ganze Blütenkraft. Ein Garten ohne Holunderbaum ist für mich nur ein halber Garten.Ich sitze im Freilandartelier und lese gerade in der Zeitung dass die ersten jungen Luchse im Pfälzerwald geboren wurden. Eine sehr gute Nachricht!
Ich studiere die Blätter und Blüten des Holunders und ein Gefühl des Ganzseins überkommt mich. Ich fühle ganz deutlich die methaphysische Wirklichkeit die der Baum ausstrahlt. Dies sind Momente wo ich dass Gespür und gefühl habe der Erdseele besonders nahe zu sein.
hukwa

Mittwoch, 31. Mai 2017

Die Sprache der Bäume

Inzwischen gilt es als wissenschaftlich erwiesen das Bäume untereinander kommunizieren. Über ihr Wurzelgeflecht als auch über die Wurzeln der Pilze die mit ihnen in Symbiose stehen. Bestätigt dies doch auch die Aussage des Mythos der schon immer von einer "Sprache der Bäume" ausging! Noch vor wenigen Jahren hat man jene Menschen die behauptet haben Bäume würden mit einander kommunizieren als spirituelle Spinner gebrandmarkt. Ich habe immer um die Vernetzung der Baumwesen gewusst was ja auch meine zahlreichen Veröffentlichungen der letzten 30 Jahren bestätigen. Ich bin fest davon überzeugt dass diese Sprache der Bäume noch authentischer ist als es bisherige wissenschaftliche Studien belegen. Man geht jetzt davon aus das Bäume Miteinander "Sprechen", doch man kann diese "Sprache" noch nicht Verstehen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte das Bäume mit uns Menschen kommunizieren können. Sie sprechen mit uns auf einer Tiefenökolokisch-metaphysischen Ebene.
hukwa

Dienstag, 30. Mai 2017

Die Sehnsucht nach etwas Höherem

Ich sitze im Garten und bewundere
die Vielfalt der Pflanzen die mich um wuchern
manche Denken dieses Nichts-Tun ist verwerflich
ich lasse sie
mein Denken ist das Universum
die Sehnsucht nach etwas Höherem 
schon vor viertausend Jahren
saß ein Grieche in seinem Garten
umwuchert von Pflanzen
er erfreute sich an diesem
Nichts-Tun.
hukwa

Samstag, 27. Mai 2017

Das Wunder des Einfachen

Mein Leben ist eine Alternative zu dem eindimensional, ökonomisch eingerichteten Lebenswandel meiner Mitbürger. Ich strebe nicht nach Luxus, benötige kein Auto noch sonst irgendwelche Statussymbole. Ich bevorzuge das Einfache.Mir ist es wichtig täglich einmal "Staunen" zu können. Das Wunderbare, dass Besondere ist immer das Einfache.
hukwa

Freitag, 26. Mai 2017

Tieranima

Ich sitze im Freilandatelier und lasse die Harmonie dieses warmen sonnigen Maimorgens in mich eindringen. In Gemeinschaft der Pflanzen die mich umgeben und der Vögel die den Garten aufsuchen befinde ich mich in bester Gesellschaft. Man muss versuchen sich in den Tiergeist einzufühlen, seine Anima zu entdecken, dann werden Gartenvögel zu interessanten Gesellschaftern die keine Langeweile aufkommen lassen. Diese Anima kann man nur über das Gefühl erforschen.
hukwa

Mittwoch, 24. Mai 2017

Moment im Frühling

Auch an diesem Morgen führt mich mein erstes Tun in den Garten. Ich bewundere die Pflanzenvielfalt und schlage ein wenig Anmachholz für den Küchenherd. Dann betrachte ich die anmutigen Blüten des Holunders die kurz vorm Aufspringen sind. Im Holergebüsch zirpt eine Sumpfmeise. Ich mache mir Gedanken über dieses Tier. Wir sehen Tiere und kennen ihren Gattungsnamen, doch das Tier selbst bleibt den meisten Menschen fremd. Schon als Kind versuchte ich das Tierwesen zu begreifen. Ein liebliches Wesen mit dem ich besser auskomme als mit den Menschen. Deswegen studiere ich lieber das Wesen von Tieren als von Menschen. Das Flattern eines Libellenflügel ist Musik in meinen Ohren.
hukwa

Dienstag, 23. Mai 2017

Im Schattengarten

Schon früh war ich heute Morgen im Schattengarten. Ich genoss die Harmonie die dieser kleine Fleck Erde ausstrahlt. Der Baldrian wuchert schon recht stark. Seit vielen Jahren steht diese Pflanze in meinem Garten. Hildegard v. Bingen schätzte diese Pflanze als Mittel gegen Gicht. berühmt ist seine beruhigende Wirkung. In meinem Garten wächst sie neben dem Frauenfarn. Es ist mir jedes Frühjahr wieder eine Offenbarung wenn ich diese alten Freunde wieder begrüßen darf. Viele Stunden verbringe ich in diesem kleinen Stückchen Natur und täglich entdecke ich neues.
hukwa

Montag, 22. Mai 2017

Frühlingsmorgen und Amsellied

Der frühe Morgen
hier im Garten
begrüßt mich das berstende Grün
die Blüte der Akelei
dazu
das betörende Lied der Amsel
lassen in mir
ein Gefühl der Erhabenheit aufkommen
ich spüre das Einssein
mit Vogellied Blüte und Strauch
fern dem Stumpfsinn anderer Tage
erlebe ich das Wunder
das im Lied der Amsel verborgen ist.
hukwa

Freitag, 19. Mai 2017

So lange...

So lange ein Mensch versucht
ein anderer zu sein als er wirklich ist
muss er sich zwangsläufig minderwertig vorkommen.
hukwa

Donnerstag, 18. Mai 2017

Moment im Fichtenwald

Grünliche Schatten
werfen die Fichten ins Tal
der Häher rief zweimal
die Haselmaus sich im Wurzelstock versteckt
Meisengezwitscher erstirbt
ein Schatten durch die Baumkronen fliegt
Federn fallen 
Sperberjagd.
hukwa

Montag, 15. Mai 2017

BaumEhre

Es ist für mich faszinierend die Geschichte einer Eiche während eines Jahres niederzuschreiben. Ein ganzes Heer von Besuchern tummeln sich im Laufe eines Jahres in dem Baum. Die Düfte die er ausstrahlt, die sich ändernde Farben, die Musik seiner Äste die man wahrnimmt wenn der Wind seine Zweige bewegt. Ein großes ökologisches Lebenskunstwerk ist das Baumwesen. Ein Fundament des Lebens auf der Erde. Ohne die Bäume kann auch der Mensch nicht existieren! Wir sollten ihn ehren - unseren Freund den Baum.
hukwa

Freitag, 12. Mai 2017

Wahre Heimat

Als ich heute Morgen erwachte und den sanften Landregen beobachtete ging mir ein Text von Thoreau durch den Sinn:
"Mein Leben ist am heiligsten,
wenn ich Morgens erwache.
Oft umgibt mich eine Aura,
als wären meine Träume,
deren ich mich nicht entsinnen kann,
göttlich gewesen, als hätte mein Geist
eine Reise in seine Heimat angetreten".
hukwa

Freitag, 14. April 2017

Karfreitag Klausur

Wenn es so ist das dass Leben nicht nur konsumieren ist, wenn das Fundament auf dem wir leben nicht nur reiner Status ist, sondern Geschenk und Erfahrung, wenn wir erst empfangen müssen bevor wir geben dürfen, dann müssen wir uns Möglichkeiten zur inneren Klausur schaffen um nicht von den Abwässern unserer Spaßgesellschaft überflutet zu werden.
hukwa

Dienstag, 11. April 2017

Auf der Frühlingswiese

Ich schaue dich an
kleiner Schmetterling
Wesen aus Farbe und Licht 
sitzt du an der Blüte
und
nichts profanes
soll uns stören
wir beide
Zwiesprache haltend
auf der Frühlingswiese.
hukwa

Sonntag, 9. April 2017

Donnerstag, 6. April 2017

Der alte Kater

Seit vielen Jahren durchstreift er meinen Garten, der alte graue Kater. Jetzt da die Aprilsonne ihre Strahlkraft erhöht, sitzt er oft auf dem Dach des alten Gartenschuppen. Hier genießt er die Sonne und den Aprilgeist. Wieviel Jahre ging er hier auf Mäusejagd? jetzt erscheint er mir sehr Weise. Eine gewiße Wehmut und Melancholie kehrt in mich ein, wenn ich ihn beobachte. Etwas Verklärtes strahlen solch alte Katzen aus, als gehörten sie schon einer anderen Welt an.
hukwa

Mittwoch, 5. April 2017

Auf eine alte Sandsteinmauer

Jahrhunderte schon steht diese Mauer
gefügt aus Buntsandstein
Schöllkraut, Armer Heinrich und Ampfer
Glockenblume und Holunderstrauch
fühlen sich hier zuhaus
entsprießen den lebendigen Fugen
wo auch die dunkle Wollspinne haust
hier und da ein gebrochener Stein
wie Narben und Alterswunden
die Steine sind immer feucht
als weinten sie leis.
hukwa

Samstag, 1. April 2017

Angekommener April

Das alte Gras vom Vorjahr
dazwischen
das neue frische Grün
die Eberesche streckt sich
früh Morgens der Himmel
die roten Wolken Glühen
der Amsel erster Schlag
verkündet den nahenden Tag
im Dämmerlicht der Zeit
Geburt des neuen Grün.
hukwa

Freitag, 31. März 2017

Tief verwurzelt

Ich bewundere die starken Keimlinge des Knöterich im Garten, schaue in den blauen Himmel, bald müssten die ersten Schwalben auftauchen. Der Holunder strotzt in seinem ersten Grün, täglich grünt und blüht eine neue Kreatur der Natur auf. Ich lebe ganz in diesem kreatürlichen Wachstum der wahren Geschöpfe um mich herum. Eine Wollbiene lässt sich auf meiner Hand nieder. In solchen Tiefen der Natur finden die wahren Dialoge statt.
hukwa

Freitag, 24. März 2017

Mittwoch, 22. März 2017

Dienstag, 14. März 2017

Meine Bedürfnisse

Ich bin der Überzeugung dass je weniger Bedürfnisse ein Mensch hat um so näher ist er sich selbst. So halte ich es auch mit dem Besitz: Je weniger ich besitze desto mehr Zeit bleibt mir um mich mit mir selbst zu beschäftigen. Wenn ich am Nachmittag aus den Wäldern mit einer Tasche voll Eicheln nach Hause komme viele ich mich wohler als mit einer Tasche voller Geld!
In diesem Sinne unterscheide ich mich von meinen Mitbürgern.
Geld sehe ich als ein Mittel an das mir dabei hilft meine täglichen Mindestbedürfnisse zu stillen. Was darüber hinaus geht ist Luxus für mich.
hukwa

Freitag, 10. März 2017

Grünes Angesicht

Ich lausch dem Laut
aus einer Meisenkehle
weiß um den grünen Gott
der durch die Wälder pirscht
im Moos und Farn erblick ich ihn
von Angesicht zu Angesicht
im Giebel meines Hauses baut
ein Sperlingspaar sein Nest
im Garten feiern sie ihr Hochzeitsfest
ich bin vereint mit Strauch und Kreatur
geh ein in die umgebende Natur
mehr brauch ich nicht.
hukwa

Donnerstag, 9. März 2017

Grüner Gott

Im graugrünen Wasser des Waldweihers
steht einsam die Forelle
kurzer Sperberschrei
beeindruckt die Meisen nicht
frühlingshaftes Zwitschern
als singen sie für mich
es knackt im Holz
welch Wesen schleicht jetzt durchs Dickicht
am Hang der Rehbock
steht ganz still
ein einsamer Bussard zieht seine Kreise
Salamander verschwindet im alten Laub
des grünen Gottes Angesicht
spiegelt sich im Waldes Dickicht.
hukwa

Mittwoch, 8. März 2017

Einheit von Kunst und Natur

Langsam zieht der Morgen herauf. Im Osten weicht die schwärze der Wolken einer grau.blauen Färbung. Vom Wald her ertönen die ersten Vogelstimmen. Die Natur erwacht im Gezwitscher der Vogelwelt. Herrschte im Winter die Stille vor so dringt nun langsam frühlingshaftes Leben hervor. Die Vitalität des vorfrühlings macht sich auch im künstlerischen Schaffen bemerkbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern die fest behaupten Kunst hätte mit Natur nichts zu tun, habe ich immer die Einheit von Kunst und Natur gesucht und auch vorgefunden. Es ist der Mensch der Kunst hervorbringt und da der Mensch ein Teil der Natur ist gibt es auch die Einheit von Kunst und Natur. In ihrem ganzen Wesen ist die Natur künstlerisch, es ist der Mensch der immer Teilungen vornimmt.
hukwa

Montag, 6. März 2017

Begegnung mit Altmutter Natur

Jetzt im Frühjahr sind es die ewigen Gestalten der Natur die mich in die Wälder ziehen. Ihre jährliche Wiederauferstehung ist eines der größten Wunder der Natur. Eine Kraft von der alle Dinge erfüllt sind ist jetzt spürbar. Nur in den Wäldern finden wir noch jene Zauber und Wunder die die Zivilisation lange schon verloren hat. Es sind gleichbleibende Gesetze die hier vorherrschen und doch ist auch eine stete Veränderung bemerkbar. Wir selbst stehen nicht außerhalb von ihr, sind wir doch eine Form und Kraft von ihr.
hukwa