Freitag, 21. September 2018

Herbst Tag und Nachtgleiche

Fotos©UteKW
Herbst Tag und Nachtgleiche 

Grauer Herbst zog heute auf
verdrängt die sonnnige Tage
Sommer verfällt zu Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
der alte Brunnen am Strassenrand
vom Blätterfall begraben
im Schlosspark unterm Birnbaum
ein letzter Hornissentanz
daneben im Blätterskelett
die Eberesche mit glutroter Frucht
auch sie ist schon
auf den Winter eingeschworen.
hukwa

Donnerstag, 20. September 2018

Nahender Herbst

Fotos©UteKW


hukwa

Abschied vom Sommer

Hörst du das Geflüster
Rufen und Klingen
Leise Rauschen Krähe Schwingen
Erste gilbende Eschenblätter
Noch blühen
Sonnenblumen und Georgien
Blutrot hängt die Eberesche
Letztes Aufbäumen der Septembersonne
Leise veratmet der Sommer.
hukwa

Mittwoch, 19. September 2018

Nachmittag

Heute ist wieder ein wunderschöner Spätsommertag. Täglich fallen nun ein paar Blätter mehr von den Bäumen. Laden dazu ein über das Vergehen zu meditieren. Jeden Tag kann man nun Farbveränderungen in der Landschaft erkennen. Altweibersommerwetter.
hukwa

Sonntag, 16. September 2018

Mittagszeit im Spätsommer

Die letzten Panstunden
vor dem aufziehenden Herbst
Geflüster im Schilf
die ewige Zeit
für einen Moment
gefangen
im spiegelnden Gelb
der Ringelblume
einsamer Farn beim Erlenbaum
im verwünschten Garten
den Tulpen und Rosen so fern
der alte verrostete Eimer
bemoost von der Zeit
ein einzelner Star
blickt nach Süden
prüft sein Gefieder
auf dem Maulwurfshaufen
eine Spur
erinnert
an den Huf des Pan.
hukwa

Freitag, 14. September 2018

Ein alter Freund

Foto©UteKW
hukwa

Kampf um den Hambacher Wald



Es ist der alte Kampf: Ökologie gegen Ökonomie, Sauerstoff gegen Luftverschmutzung.
Im Hambacher Wald wird die Natur unter dem Diktat von RWE zu einer reinen Funktion des Geldes. Und anscheinend gibt es kein Einhalten mehr, das große Geld setzt sich mal wieder durch!
Die „Baumbewohner“ dieses Waldes werden als Sicherheitsrisiko dargestellt, der Kohleabbau derweil ökonomisch gesund geschrieben. Bürger die emotional (bundesweit) über den Raubbau in diesem Forst klagen, werden von der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung als inkompetent hingestellt.
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen spricht von „Pseudo-Umweltschützern“ und das Wort „Ökoterrorist“ macht die Runde. Die Umweltschützer könnten in ihrem Sinn von Energiefaschismus sprechen. Schließlich handelt es sich hier um die Geldpolitik eines Konzerns der ganz auf Raubbau eingestellt ist. Die Landesgrünen, mit öko-politischer Blindheit geschlagen, die vor Jahren diesen Raubbau im Verbund mit der SPD und RWE eingefädelt haben, waschen ihre Hände in Unschuld und wollen zunächst mal abwarten. Die GRÜNE Parteijugend hat wenigstens zu einer „Tanzdemo“ eingeladen, immer noch besser als die etablierte Elternpartei die 2016 gemeinsam mit ihren politischen und ökonomischen Partnern um das „goldene Kalb“ tanzte. Derweil kämpfen die Umweltschützer um den Hambacher Wald. Gewiss, da mischen sich auch Autonome darunter (leider), aber man muss auch jene Naturschützer miteinbeziehen die landesweit um diesen Wald zittern.
Der Klimawandel scheint die Politiker in Nordrhein-Westfalen nicht beonders zu kümmern, Biodiversität und Nachhaltigkeit auch nicht, was zählt ist nur der Mammom. Der Kohleabbau ist für unser Klima tödlich jeder einzelne Baum ist Balsam für die kranke Umwelt und vor allem für den Menschen. Ein etwa 80 bis 90 jähriger Laubbaum tut uns nur Gutes und ist mit Geld nicht aufzuwiegen. 

Foto©UteKW
 
Wenn solch ein Baum im Licht photosynthetisch aktiv ist, gibt er etwa genau soviel Sauerstoff an die Atmosphäre ab wie er an Kohlendioxid aus dem Luftraum zur Bindung in organischen Molekülen aufnimmt. Schon eine einzige ausgewachsene Eiche oder Buche kann an einem Tag ungefähr 7000 Liter Sauerstoff freisetzen. Das ergibt etwa 35 Kubikmeter sauerstoffreiche Atemluft- genug um den Tagesbedarf von über 50 Menschen sicherzustellen. Ohne diese ausgleichende und regenerierenden Leistungen der Bäume gäbe es auf Dauer kein höheres Leben in der jetzigen Form auf unserem noch blauen Planeten. Könnte es möglich sein, dass die verantwortlichen Politiker in Nordrhein-Westafalen davon noch niemals etwas gehört haben?
hukwa

Donnerstag, 13. September 2018

Zeit des Sehens

Jetzt am Anfang des Herbstes wird der Blick für das Sakrale einer Landschaft intensiver. Die Sakrale Dimension einer Landschaft wirkt nun besonders stark. Es sind die einzelnen Potenziale der Umgebung die nun besonders auffallen. Der einzelne Baum, der Fels, eine Waldwiese. Es ist die Allverbundenheit die nun ihre besondere Wirkung entfaltet. Herbstzeit ist eine Zeit des Sehens mit der Seele.
huikwa

Montag, 10. September 2018

In bunten Herbstwäldern

Jetzt flammt wieder das Rot
der Ebereschenbüsche
wie Wetterleuchten
im bunten Herbstwald
und macht den September groß
bald folgen bunte Fackeln
die Lärchen werfen ihr Los
die Wälder singen leise
ich laufe zwischen Bäumen
gefangen in einem Traum
mein Denken gilt nicht dem Morgen
es ist gebannt vom Gestern
ich glaub an einen Traum
bedrängt von Phantasien
ziehe ich durch herbstlichen Wald
und springe aus dem Gestern
in einen neuen Morgen hinein.
hukwa

Freitag, 7. September 2018

Abstand

Die Botschaft des Herbstes ist für mich in dem Wort -Abstand - enthalten. Abstand von dem Vielen des Sommers der einem überflutet. Zeit der Meditation.
Gestern im Park: 

Der Wind geht leise wie mein Atem
Herbstlicht über spätsommerlichen Tag
ich bewundere die erste Farbenpracht des
Altweibersommers
in einer einsamen Stunde
vereint mit meinem Ich.
hukwa

Mittwoch, 5. September 2018

Fenster

Der materielle Aspekt eines Baumes ist nur der kleinste Teil von dem was die Wirklichkeit eines Baumes ausmacht.
So gesehen sind Pflanzen Fenster zu einer anderen Welt.
hukwa

Dienstag, 4. September 2018

In den Wäldern wird es still

Altweibersommer
in den Wäldern wird es still
das Schweigen der Bäume
ist ihre Sprache
gefällte Stämme am Wegrand
verströmmen harzigen Geruch
wie ein aufgeschlagenes Buch
die Jahresringe
Chronik des Waldes
von Herbstnebeln umschleiert
im gelben Kraut des Farn
die Unke
wie in Meditation versunken
von fern her dringt
der Ruf des Habicht
es lauscht der Fels
dem Atem der Wälder.
hukwa

Mittwoch, 29. August 2018

Ihre Gier ist unersättlich

Das Gesicht des Waldgott
in der Eiche
der Sehende erkennt es
flüsternd fallen die ersten Blätter
löst sich auf der Morgentau
sie haben den Schwarzspecht verscheucht
jene
die aus dem gefräßigen Maul
des Leviathan
dem Moloch Stadt
nach den Wäldern greifen
ihre Gier ist unersättlich
und die Vögel werden Späher
künden den Feind
ihren Brüdern und Schwestern
doch die Zeit wartet
in jugendlicher Frische
auf den neuen Morgen.
hukwa

Dienstag, 28. August 2018

Vom Erahnen

Im Hof der alten Schmiede Huber sitze ich heute Nachmittag und lasse mich einfach in mein Innerstes fallen. In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen
sein unterirdisches Leben, das sich ganz im Rhizom abspielt bleibt uns verborgen. Vielleicht eine Allegorie zur menschlichen Seele. Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Hauptteil unseres Lebens ab? Ich spüre sehr deutlich das es noch tiefere Dimensionen in uns gibt als wir erahnen können.
hukwa

Montag, 27. August 2018

Dem nahenden Herbst

Wenn der Himmel sich lichtet
tönt vom nahen Feld her
das Gespräch der Krähen
durchbricht in seiner Frische
das Gezeter der Dörfler
und mich umgebender robotischer Menschen
noch riecht die Erde nach Sommer
doch der Herbst
der Klare
der Schenkende
lauert schon in den Spinnweben
die den Ginster umgarnen
verliere dich nicht im Dickicht der Bäume
pfeift die Meise
warte auf den ersten Blätterfall
sie lösen sich in der Stunde wenn der Kranich auf die Reise geht
warte
nach einigen Wimpernschlägen
spürst du
er ist nicht mehr fern
der Kühle
der Schenkende
Herbst.
hukwa

Freitag, 24. August 2018

EinsSein

Ein früher Spätsommermorgen
ich sitze auf der Veranda und
schaue in den Garten
Nachsinnen und Beobachten
ist die Losung des Spätsommers
die Schwalben sammeln sich auf den Überlandleitungen
ihr Blick ist nach Süden gerichtet
der Flug der Hornissen wird ruhiger
vom Garten herauf dringt
leicht erdiger Geruch von gefallenen Laub
EinsSein mit der Natur
spricht der Spätsommer.
hukwa

Mittwoch, 22. August 2018

Naturlyrik und Mythologie eine magische Verbindung

Es gibt nicht nur die Beziehung Mythologie und Psychologie auch die Naturlyrik steht in enger Verbindung mit dem Mythos. Wilhelm Lehmann nannte diese Beziehung eine "magische Verbindung". Er schreibt "... die in das Gegenständliche oder rein Sinnliche des Ausdrucks versunkene Sprache selbst und Metapher, entsteht erst, wenn durch die fortgesetzte Entwicklung des Mythos Reflexionen über den selben entstanden ist und die Trennung des Objektiven und Subjektiven im Subjektiven herbeigeführt hat."
Nicht dass Denken schafft den engen Zusammenschluss von Sprache und Natur, sondern die
"Anschauung der Dinge".
hukwa

Dienstag, 21. August 2018

Tiefenpsychologie und Mythologie

Nach Ansicht der Tiefenpsychologie sind die Mythen die eigentliche Ausdrucksformen des Kollektiven Unbewussten im Menschen, so ist also die gesamte Mythologie eine Projektion der Seelenwelt des Menschen.

Ich bin sicher, wenn wir schlafen werden wir in unserem Unbewussten zu Sphären geführt, die weit über unserer Person hinausliegen. Wir sind immer mit dem Jenseitigen der Mythologie verbunden.
hukwa

Montag, 20. August 2018

Mythologie und Gegenwart

Wenn man sich mit der Mythologie beschäftigt ist es wichtig sich selbst daran zu erinnern das man auf zwei Ebenen forscht- auf der mythologischen und der historischen.

Wenn wir uns in das Labyrinth der Mythologie begeben wollen wir "das Kleid in seinen ursprünglichen Farben sehen", wie Bachofen es sah. 

Letztendlich kann es keinen Gegensatz zwischen geschichtlicher und mythischer Zeit geben, beide Zeiten sind immer in der Gegenwart vorhanden.
hukwa

Mittwoch, 15. August 2018

Antiquam exquirite matrem

Wenn ich zurückgehe in der Zeit so will ich nicht der Gegenwart entfliehen sondern ich will dem Ewigen näher kommen das am Anbeginn des irdischen Geschehen steht. Das ewige erkennen durch das Medium der Zeit. In der Vereinigung mit dem mythologischen Denken wird das Ewige zum gegenwärtigen.
hukwa

Montag, 13. August 2018

Vom wahren Reichtum

Was sind die wahren Reichtümer dieser Erde? Es sind  nicht die nach denen sich die Masse sehnt, es sind die wundervollen kleinen Offenbarungen der Natur. Was ist ein neues Auto gegen das Ei des Dompfaffs in seinem versteckten Nest? Gegen eine Vollmondnacht in den Wäldern? Wer sich diesen wundervollen Erscheinungen nicht  hingeben kann dem mangelt es an Sein. Glaubt mir ich meine es ehrlich wenn ich schreibe dass ich niemals das Ei des Dompfaffs gegen ein neues Auto eintauschen würde.
hukwa

Dienstag, 7. August 2018

In solch frühen Stunden...

Heute Morgen erwachte ich gegen 4.Uhr, lauschte einige Zeit der Wassermusik die vom Schlossbrunnen zu mir herüber klang. Als ich aus dem Fenster schaute beobachtete ich zwei Dorfkatzen. Vom nahen Feld her drang der Schrei des Dachs zu mir. Es herrschte eine angenehme kühle Morgenfrische, eine Wohltat bei dieser Hitzeperiode. Noch schläft der Ort und ich konzentriere mich auf die Elemente der Natur. In solch frühen Stunden ist man dem Sein besonders nahe.
hukwa

Montag, 6. August 2018

Die junge Schwarznuss

Gestern entdeckte ich dass die Schwarznuss bei den "Zwei Steinen" (Flurname) Früchte trägt. Es ist das erste Mal. Es ist ein junger Baum, etwa 8.Jahre alt. Ich konnte sein Wachstum von Anfang an beobachten. Ein Eichelhäher hat wohl die Frucht an diesen Platz gebracht. Der Mutterbaum steht im Trippstadter Schlosspark. Es ist ein Teil des wunderbaren das Wachstum eines Baumes beobachten zu können. Somit einen Teil seiner Biographie mit erleben zu dürfen und ihn durch eine Anzahl seiner Jahresringe begleiten zu dürfen.
hukwa

Sonntag, 5. August 2018

Fieber der Erde

Um 5.Uhr früh aufgewacht. Vom Garten herauf strömt frische, sauerstoffreiche Luft ins Haus. Dank an die Gartenbäume. Alle stöhnen unter der Hitzewelle. Jetzt macht sich die Grüne Lunge des Gartens besonders bemerkbar. Die Menschen haben den Planeten krank gemacht. Jetzt begleicht die Erde knallhart diese Rechnung.
Sie Träumen ihren Traum von Wohlstand und Luxus weiter. Was wir derzeit erleben ist ein Aufschrei der gequälten Erde die sich gegen den Größenwahn ihrer Bewohner wehrt.
hukwa

Mittwoch, 1. August 2018

Jenseits ausgetretener Pfaden

Wandern und Spazieren gehen hat bei mir auch immer etwas mit Philosophieren zu tun. Die Schüler des Aristoteles philosophierten in den Wandelhallen des Lykeions man nannte sie auch die "Umhergehende". Meine Wanderungen hinein in die Natur sind somit auch immer "Gedankenspaziergänge". Während dieser "Kunst des Gehens" meide ich geistig als auch körperlich die ausgetretenen Pfade und Wege.
hukwa

Donnerstag, 12. Juli 2018

Meine bevorzugte Gesprächsfreunde

Unser Leben ist doch so eingerichtet dass wir in einem ständigen Dialog mit unserer Umgebung sind. Der Mensch verwirklicht sich selbst in seiner Umgebung schließlich beeinflusst diese unsere Existenz.  Ich suche im Jahr vielleicht zweimal die Großstadt auf (das ist zweimal zu viel) ansonsten bewege ich mich auf dem Land. Während meiner wenigen Stadtbesuche bemerke ich immer wieder das mir die Kommunikation mit Tieren und Pflanzen mehr Freude bereitet als die Gespräche die ich mit Menschen führe.
hukwa

Samstag, 7. Juli 2018

Juli

Alle Fotos©UteKW


hukwa

Lesender im Sein der Natur

Während meiner Spaziergänge in die Wälder die im Sommer am frühen Morgen erfolgen gebe ich mich ganz meinen Sinnen hin. Ich versuche mich in die Adern eines Eichblatts, in die Wellen des Waldweiher und in den Vogelflug hinein zu versetzen. Es ist ein Lesen im "Buche der Natur". Und ich möchte aus diesem Buch soviel Früchte als möglich mit nach Hause tragen.
hukwa

Freitag, 6. Juli 2018

Daseinsform

Jetzt im Sommer da alles blüht und grünt kommt mir oft der Gedanke eine Existenzform anzustreben die wie die Pflanzen und die Bäume des Waldes ganz in der jeweiligen Jahreszeit existiert. Ein "Leben und Weben" im Dasein der Natur.
Ganz in einer Jahreszeit zu leben bedeutet sie ganz aufzunehmen.
hukwa

Donnerstag, 28. Juni 2018

Mit dem Entzücken eines Kindes

Früher Morgen. Angenehme Sommerfrische. Von der Wiese dringt angenehmer Heugeruch in die Küche. Zeit der Stille. Gedankenschmiede. Sich im philosophischen Denken üben ist mir seit vielen Jahren ein Gesetz des graniteren Morgens. Was am Abend und in der Nacht an Bruchstücken durch meine Gedanken wanderte sucht am Morgen seine Form. In den vergangenen Tagen viel botanisiert. Es geht mir nicht um das wissenschaftliche Erkunden sondern um das Sehen und Erfreuen beim beobachten dieser Kleinkinder der Altmutter Erde. Zu den Pflanzen gehe ich mit dem Wissen des erwachsenen Menschen das gepaart ist mit dem Entzücken des Kindes für die kleinen Wunder am Wegesrand. Fern den trockenen botanischen Beschreibungen suche ich das Wesen des Pflanzengeheimnisses. Wirkliche Ökologie soll nicht im Bestimmen und Sortieren enden sondern im Geschwisterlichen Verhältnis zu den Pflanzenwesen.
hukwa

Sonntag, 24. Juni 2018

Die Natur liebt die Abwesenheit von Robotern

Früher Morgen. Noch schweigt der Motor der Welt. Der Trott hat noch nicht begonnen. Die Natur atmet durch. Die Stunden in der Frühe sind die intensivsten des Tages. Wenn die Masse schweigt zeigt sich das Wesen der Natur. Es sind die Momente die man für seine persönliche Philosophie zu nutzen wissen muss, da man Gedanken am besten schmieden kann. Glockenschlag unterbricht für einen Moment die Stille. Ein Geräusch das so wenig in die Natur passt wie ein Automotor. Die Natur und ihre Kinder lieben die Abgeschiedenheit. Ähnlich ist es am Abend wenn langsam die Dämmerung hereinbricht. Die Natur liebt die Abwesenheit von Robotern.
hukwa

Mittwoch, 20. Juni 2018

Gartenelfe

Foto©UteKW
Unsere Gartenelfe im Schattengarten, wenn man genau hinschaut kann man in der Blüte ein Gesicht erkennen!
hukwa

Stadtmensch - Naturmensch

Ein ruhiger ausgeglichener Morgen. Taubengurren im Garten. Ich erfreue mich an den Pflanzen, bewundere das Laubgewölbe von Holunder, Erle und Ahorn im Schattengarten. Es ist ein lohnenswertes Geschäft wenn man seine Zeit intensiv den den sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfen der Natur widmet. Wenn man in sich dieses verwandtschaftliche Gefühl spürt von der Gemeinsamkeit mit Stein, Tier und Baum. Für den Naturmenschen ist der Wald und der Garten der große Anziehungspunkt. Für die Stadtmenschen sind es die Kaufhaustempel. Der Stadtmensch träumt von der neuesten Automarke, der Naturmensch von unbekannten Wäldern die er noch erkunden will. Der Unterschied ist das der Stadtmensch viele Teile sieht doch der Naturmensch das ganze schaut.
hukwa

Dienstag, 19. Juni 2018

Schaffende Natur

"Was kann der Mensch im Leben mehr gewinnen, 
als dass sich Gott-Natur ihm offenbare, 
wie sie das Feste lässt zu Geist zerrinnen 
wie sie das Geisterzeugte fest bewahre?" 
Goethe 
Es ist die Schaffende Natur von der Goethe hier spricht. Es ist die Größe Goethes dass dieses "Schaffende" sein ganzes Werk durchzieht. Seit Plato und Aristoteles ist das Abendland daran gewöhnt, den Kosmos in zwei Formen zu denken, in Geist und Körper: in Eidos und Hyle aristotelisch gesprochen. Diese Vorstellung ist die Grundlage des europäischen Denkens überhaupt und damit unterscheidet sich diese Denken grundsätzlich vom östlichen Denken. Was wir brauchen ist der Zusammenfluss beider Denkrichtungen.
hukwa
Es muss eine große Weite in der Seele geben die uns hilft die äussere Enge zu überwinden.
hukwa

Montag, 18. Juni 2018

Entweihung

Mir scheint als hätte die Natur lange und geduldig über die Entweihungen die der Mensch ihr täglich zufügt hinweg geschaut. Doch jetzt schlägt sie zurück. Was wir entweiht haben wird zur Bedrohung.
hukwa

Donnerstag, 14. Juni 2018

Werden und Vergehen

"Da regst du dich nach ewigen Normen 
durch tausend, abertausend Formen, 
und bis zum Menschen hast du Zeit."  Goethe 

Vom Mineral zur Pflanze, vom Tier zum Menschen ist eine Metamorphose des Mythos, ähnlich der des Schmetterlings geht vielleicht der Mensch auch solch eine Entwicklung. Der Wechsel, das sich Verändern ist die Kraft des Mythos. "Werde der du bist", nach Goethe, nach Aristoteles ist der Mensch eine Metamorphose, das Leben eine Entelechie. Wandel heißt das Zauberwort des menschlichen Daseins. Frühling, Sommer, Herbst und Winter der Vorgang der Jahreszeiten finden sich im Menschen als Kindheit, Jugend, Reife und Alter wieder. Die Pflanzen in der Natur erreichen im Sommer ihren Höhepunkt und während sie im Herbst Welken, ihre Früchte und Samen werfen, tragen sie schon den Keim des neuen Lebens in sich: des ewigen Werden und vergehen. 
hukwa

Samstag, 9. Juni 2018

Sommerfackel

Bemooste Schädeldecke
vom Iltis im Farngebüsch
weißes Spinnenhaar
im Weidenröschen Dickicht
Sommersonne brennt
im frisch gemähtem Feld
das Rehkitz rennt
Sommerfackel im Dickicht
des Dompfaffs rotes Kleid
Blaumeise singt ihr Leid
Habicht zieht seinen Kreis
Sommerliches Geleit.
hukwa

Mittwoch, 30. Mai 2018

Einmal am Tag

Einmal am Tag sollte man sich die Seinsfrage stellen. Die einfache Frage was ist Da - Sein? Mir selbst geht es nicht darum das ich diese Frage beantwortet wissen möchte, das kann man ohnehin nicht, es geht darum über diese Frage Nachzudenken!
hukwa

Sonntag, 27. Mai 2018

Wald und Wiesengebet

Befrage ich den Krähenflug
Schaue was sich unter der Eiche tut
das alte Holz vom Weidenzaun
ertönt im Bienengesumm
Maisonne schenkt Verwandlung
die grüne Wiese voller Blüten
ich ruhe unter der Blutbuche
am Horizont der Bussard schwebt
ich gehe in mich wie im Gebet.
hukwa

Donnerstag, 24. Mai 2018

Flammenblüte

Lieblich aus dem Leib der Nacht geboren
ergießt sich die Maisonne über das Land
Licht das zu neuem Lichte strebt
das sich mit der Löwenzahnblüte verwebt
Ginster strahlt so wunderbar
Flammenblüte überall
ruft uns auf zu neuem Tun
Auferstanden aus den Nebeln
einer lang vergessenen Zeit
sollten wir uns wieder binden
an das Wesen neuer Zeit.
hukwa

Sonntag, 20. Mai 2018

Teil der Gegenwart

Um die Erfahrung der realen Wirklichkeit zu machen muss ich mich täglich mehrere Stunden im freien aufhalten, als freier Mensch in der Natur und nicht als Gefangener in der Stadt. Der Aufenthalt unter Bäumen gibt mir die Gewissheit ein Teil der Gegenwart zu sein und nicht in Illusionen zu verweilen.
hukwa

Samstag, 19. Mai 2018

Früh am Morgen

Auferstanden aus den Wirren
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.

In der frühen Morgen Stunde
scheint die helle Wolkenpracht
und in dem verklärten Scheine
eine Andere Welt erwacht.
hukwa

Donnerstag, 17. Mai 2018

Momentaufnahme

Ich sitze im Garten unter dem Holunderbusch und erfreue mich am Duft den seine sternigen Dolden ausstrahlen. Die Zeit zieht vorüber und treibt wie die Wasser des alten Waldbachs. Es ist als sei ich Eins mit dem Holunderstrauch.
hukwa

Dienstag, 15. Mai 2018

Hoch zum Berg

Geballtes Grün am Wegrand
Kiefernduft liegt in der Luft
Zilp Zalp warnt im Dickicht
Fichten ragen hoch
Adlerfarn in Büschen
schenken Trost
Maisonne scheint wieder
Ginster strahlt wie Flieder
Ruhig wie ein Buddha
thront der Scharderkopf.
hukwa

Sonntag, 13. Mai 2018

Dunkelndes Du

Holunder und Ebereschenblüte
des Frühlings rätselhafte Grüsse
im Schattengarten verweile ich
Echsenauge im Baumgesicht
Königslibelle geht auf Jagd
Sperlingsgezwitscher in Sonnenglut
es spricht das dunkelnde Du
im Dunkel und Duft des Holundergebüschs.
hukwa

Freitag, 11. Mai 2018

Spinnensilberfinger

Einsamer Mond
in stiller dunkler Nacht
wie Spinnensilberfinger
die Äste der Birke
bewegen sich sacht
der Wald schläft tief
nur unter nassem grünen Stein
die schwarze Unke wacht
ein einzelner Stern
gesellt sich zum Mond
schenkt neue Kraft
der frühlingshaften Erde.
hukwa