Man braucht ihn nicht zu beschreiben, ein jeder kennt den trolligen und putzigen Igel. Sein "dorniger Pelz" allerdings ist erklärungsbedürftig. Während Igeljunge nur etwa 3000 Spieße tragen, bringt es ein erwachsenes Tier bis auf 8000. Wird er bei seinen Spaziergängen überrascht "igelt" er sich sofort ein und man erkennt nur eine stachelige Kugel. So in sich selbst zurückgezogen, kann ein Igel gemütlich einige Stunden abwarten. Scheint ihm die Gefahr nicht besonders groß, wird er seine Stachelhaut nur über sein Gesicht ziehen. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst findet alljährlich auf unseren Strassen ein trauriges Igeldrama statt. Der zigtausendfache Strassentod der die Spezies der Igel in dieser Zeit heimsucht, bezeugt, dass instiktives, im natürlichen Lebensraum angepasstes Verhalten einer Tierart unter den Bedingungen der modernen Technik zum Verhängnis werden kann. Gemeint ist das reglose Ausharren und stachelzeigen angesichts der mörderischen Autoreifen. Dabei halten sich Igel besonders gern auf Strassen auf, weil sie dort im Autoverkehr getötete Insekten finden, die ihrerseits vom abends noch Wärme abstrahlenden Asphalt angelockt wurden.
Aber auch der Spätherbst hat es in sich, allerdings nur für die Igeljungen. Wer jetzt im November umherstreifende Jungigel unter 500 Gramm findet, tut ihnen den größten Gefallen, wenn er zufüttert, ihnen ein Domizil im Freien bietet und sie ansonsten in Ruhe lässt.
Igel gehören zu jener Gruppe von tieren, die sich mit der Zersiedelung der landschaft im Großen und Ganzen arrangiert haben, vorausgesetzt, Gärten und Parks, sind nicht nach dem Ideal der penibel aufgeräumten guten Wohnzimmerstube gestaltet und beherbergen noch Fressbares sowie Reisgstabel und Komposthaufen. Reichlich Nahrung im Herbst und ein geschützter Unterschlupf im Winter sind für Igel absolut Überlebenswichtig.
Doch was tun wir mit den Jungtieren, die uns oft noch im November über den Weg laufen? Nicht jeder Gartenbesitzer ist gleichzeitig auch noch Fachmann für "schlaflose Igelkinder". Erwachsene Igel finden sich in jedem Garten und Park von selbst zurecht, doch die "unterernährten Igelkinder" werden im November zu Problemkindern. Wenn uns also jetzt noch Igelkinder zulaufen gleich beim Tierschutzverein oder einem Naturschutzverein anrufen und nach der Adresse einer "Igelmutter" oder eines "Igelvaters" nachfragen, denn in fast jeder Stadt gibt es Menschen die es sich zur Aufgabe gemacht haben diesen "Strassenkindern" zu helfen, bevor sie unter die Räder kommen!
hukwa
Freitag, 20. November 2009
Mittwoch, 18. November 2009
Aphorismen
Für mich ist Philosophie immer eine Erfahrungswissenschaft gewesen. Erst wenn ich die Erfahrung gemacht habe wird der philosophische Gedanken mein Besitz.
hukwa
hukwa
Montag, 16. November 2009
Konkrete Vision
Wir leben in einer Zeit äußerlicher und innerlicher erschütterungen. Es fällt uns oft schwer, einen tieferen Sinn in unser Leben einzubringen. Betrachten wir diese Gesellschaft sehen wir wie die Entfaltungskräfte und Kreativität von Kindern an geisttötender Armut zerbrechen, Gewalt steht an der Tagesordnung und es scheint wir überlassen sie jener Welt, die wir für sie so übel zu gerichtet haben. Es ist schwer in solchen Zeiten, den Glauben an etwas positives zu behalten. Und dennoch, ja gerade jetzt brauchen wir neue Visionen, die uns Kraft schenken ein neues Saatfeld vorzubereiten. Das technisch-materialistische Zeitalter steht im Zeichen der extravertierten Einstellung von Menschen die eine egoistische Ellenbogenkultur propagieren. Diese setzen weniger auf den Wert inneren Reichtums sondern auf jene materiellen Errungenschaften, die uns immer wieder in ökonomische Krisen hineinreißen werden. Diese Einstellung fördert natürlich kaum eine seelische Bereicherung und versagt dem Bewusstsein eine fortschreitende Erweiterung durch neue Erfahrungen und Erkenntnisse über die eigene Persönlichkeit, weil es Sinn des Systems ist Angst zu säen. Ökonomische Angst! Unter solchen Umständen bleibt der größte Teil der Seelenenergie und der Kreativität ungenutzt. Denn nur eine geringe Anzahl von Menschen ist unter den derzeitigen Umständen gewillt, dem geistig anspruchslosen Lebensrhytmus der Masse zu entfliehen. Daher ist es nötig an neuen Visionen zu arbeiten, nicht im Elfenbeinturm zu verharren sondern damit zu beginnen eine kraftvolle Vision zu leben.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 11. November 2009
Wir sollten endlich wieder staunen lernen
"Wenn es stimmt, dass die Fähigkeit zu staunen der Anfang aller Weisheit ist, dann wirft das ein trauriges Licht auf die Weisheit des heutigen Menschen. Wir mögen über eine noch so hohe literarische und allgemeine Bildung verfügen, die Gabe, über etwas staunen zu können, haben wir verloren:" Diese aristotelische Bemerkung über das staunen schrieb Erich Fromm als Einleitung zu seinem Buch, "Märchen, Mythen, Träume." Ich selbst kann diese Feststellung nur mit Unterschreiben. In einer zeit wie der unsrigen kann man in einer bedrohten Welt nur noch geistig und seelisch Überleben, wenn man das staunen des Kindes mit der reife des "erwachsen-seins" verbindet. Das "staunen über die Welt", macht uns diese wieder erträglicher. Für die meisten Menschen unserer Kultur ist es doch einfach so, dass es im geistigen und seelischen Chaos der gegenwart kein staunen mehr geben kann. Die Menschen sind anscheinend von ihrer eigenen Kultur und deren Erungenschaften dermaßen überwältigt, das sie nicht mehr staunen können? Oder nicht mehr wollen? Das staunen ist etwas kindliches, doch vorsicht- man darf es nicht mit kindisch verwechseln! So lange wir uns des staunens noch erfreuen können, ist auch noch Leben in uns, sind wir noch nicht wie so viele zu Robotern und Maschinen geworden. So lange uns das staunen begleitet sind wir mensch und nicht nur teil einer hedonistischen Gesellschaft. Man braucht Phantasie um staunen zu können, vor allem um es wieder zu erlernen. In dieser Zeit sind wir auf dieser Welt, täglich Zeugen böser Taten. Wir beobachten denn Raubbau an der Erde, wir sind Zeuge von Kriegen, vom Machtrausch korrupter Politiker, die sich nur selbst bereichern wollen auf Kosten von denen die ihnen am Wahltag ein Vertrauenskreuz schenkten. Wir nehmen es wahr und doch nicht und das einzige staunen das wir plötzlich an uns bemerken ist das stauen, wie Teilnahmlos wir geworden sind. Aber -vielleicht ist es gerade diese art von stauen die uns heimführt zum wirklichen und wahren staunen.
hukwa
hukwa
Montag, 9. November 2009
Waldmonat
In den wintermonaten
fühlt man sich hier im tal
wie in einem kokon
in den nächten erwacht man vom schrei des dachs
am frühen morgen
durchkreuzt der letzte ruf des kauz
die gedanken.
hukwa
fühlt man sich hier im tal
wie in einem kokon
in den nächten erwacht man vom schrei des dachs
am frühen morgen
durchkreuzt der letzte ruf des kauz
die gedanken.
hukwa
Gedicht Waldeinsamkeit
Der schlag mit der axt
in das gefrorene holz
weckt den wald
das echo verollt im tal
eine waldtaube fliegt klatschend auf
zwischen axthieb echo und flügelschlag
bin ich eins
mit der waldeinsamkeit.
hukwa
in das gefrorene holz
weckt den wald
das echo verollt im tal
eine waldtaube fliegt klatschend auf
zwischen axthieb echo und flügelschlag
bin ich eins
mit der waldeinsamkeit.
hukwa
Freitag, 6. November 2009
Wilde
Da gibt es einen unzivilisierten barbarischen stamm
vielleicht der letzte seiner art
lebt versteckt
im hintersten winkel asiens
diese menschen kennen das rad nicht
sie leben von wilden früchten und wurzeln
ein geschenk ihrer mutter wie sie sagen
sie reiben sich mit salben ein
und besuchen ihre ahnen
mann frau und kind
schlafen auf fellen auf der erde
der ausdruck besitz
existiert nicht in ihrem wortschatz
mord und totschlag
gibt es bei ihnen nicht
die zivilisation
aufgebaut
auf unterdrückung krieg und versklavung
nennt solche menschen
unzivilisierte wilde.
hukwa
vielleicht der letzte seiner art
lebt versteckt
im hintersten winkel asiens
diese menschen kennen das rad nicht
sie leben von wilden früchten und wurzeln
ein geschenk ihrer mutter wie sie sagen
sie reiben sich mit salben ein
und besuchen ihre ahnen
mann frau und kind
schlafen auf fellen auf der erde
der ausdruck besitz
existiert nicht in ihrem wortschatz
mord und totschlag
gibt es bei ihnen nicht
die zivilisation
aufgebaut
auf unterdrückung krieg und versklavung
nennt solche menschen
unzivilisierte wilde.
hukwa
Montag, 2. November 2009
Wildtränke
cernunnicos
Hirschgott
für einen ewigen augenblick
starren wir beide uns tief in die augen
den geruch von
fichtenharz
morast
vermodernden holz
lieben wir beide
der moment unserer begegnung
ein spalt in der zeit
nur heute dieses eine mal sehen wir uns
langsam gehst du
ohne hast
ein letzter blick zurück
hirschgott
für einen moment gehört uns die welt.
hukwa
Hirschgott
für einen ewigen augenblick
starren wir beide uns tief in die augen
den geruch von
fichtenharz
morast
vermodernden holz
lieben wir beide
der moment unserer begegnung
ein spalt in der zeit
nur heute dieses eine mal sehen wir uns
langsam gehst du
ohne hast
ein letzter blick zurück
hirschgott
für einen moment gehört uns die welt.
hukwa
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Weiden an der Moosalb
Wie könnt ich vergessen euch
ihr weiden
die ihr müsst unter den
menschen leiden
am ufer verwurzelt
geköpft und
verschnitten
so alt seid ihr
das es niemand ist bekannt
ihr weiden
ich sehe euch leiden
am ufer
geschnitten geköpft
knorrige äste wie hexenhand
wurzeln wie füße
dazwischen wasserhaar
erinnert ihr an alter und tod
in eurem unbändigen wachstum
seid ihr der ewigkeit so nah
ihr weiden
meine freunde
aus lang vergangenen zeiten
spielgefährte meiner kinderjahre
ihr weiden
wer sie mag
weiß
das sie leiden
die großen
die starken
zersauste
ungebänigte weide
wurzelnd im sumpf
gebt ihr der landschaft
ihr mystisches gesicht.
hukwa
ihr weiden
die ihr müsst unter den
menschen leiden
am ufer verwurzelt
geköpft und
verschnitten
so alt seid ihr
das es niemand ist bekannt
ihr weiden
ich sehe euch leiden
am ufer
geschnitten geköpft
knorrige äste wie hexenhand
wurzeln wie füße
dazwischen wasserhaar
erinnert ihr an alter und tod
in eurem unbändigen wachstum
seid ihr der ewigkeit so nah
ihr weiden
meine freunde
aus lang vergangenen zeiten
spielgefährte meiner kinderjahre
ihr weiden
wer sie mag
weiß
das sie leiden
die großen
die starken
zersauste
ungebänigte weide
wurzelnd im sumpf
gebt ihr der landschaft
ihr mystisches gesicht.
hukwa
Montag, 26. Oktober 2009
Baum des Jahres 2010
DieVogelkirsche ist Baum des Jahres 2010
Baum im Herbst
Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt`s , ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem Fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
Hermann Hesse
Die Vogelkirsche, Prunus avium, wurde zum Baum des Jahres 2010 gewählt. Diese Wildkirsche ist die Stammpflanze unserer kultivierten Süßkirschen. Unsere Sauerkirschen haben einen anderen Stammvater, sie sind aus der wilden Sauerkirsche, Prunus cerasus, der asiatischen Weichselkirsche entstanden. Vor allem im Herbst leuchtet Prunus avium der bis zu 150 Jahre alt werden kann rot und orangefarben in unserer pfälzischen Landschaft und trägt zum Zauber des Altweibersommers bei. Schon Anfang April verwandelt die Vogelkirsche durch ihre weißblühende Blütenpracht ihre Umgebung und blüht vielerorts mit der Schlehe regelrecht um die wette. Bis zu ihrem 40. Lebensjahr wächst sie rasch und entwickelt eine locker verzweigte Krone mit aufstrebenden Ästen und vielen gleichmäßig verteilten, mit seitlichen Kurztrieben versehenen, Längstrieben. Mit 50-60 Jahren hat sie ihr Wachstum abgeschlossen und erreicht in dieser Zeit im Bestand mit andern Bäumen eine Höhe von 16 bis 20 m und bisweilen ein Durchmesser bis zu ½ m. Geschlechtsreif wird sie mit 20 – 25 Jahren. In der Jugend ist ihre Rinde glatt, glänzend, rötlichgrau und löst sich später ringförmig in bandartigen Lappen ab. Im hohen Alter bildet sie oft eine flachrissige Borke. Die Vogelkirsche ist in ganz Deutschland verbreitet. In unserer pfälzischen Heimat bewohnt und besiedelt sie die Waldgebiete als auch die Felder und Fluren. In ihren Ansprüchen an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist dieser Baum ein äußerst genügsames Pioniergehölz, und kann auf Grund ihrer Hitze und Trockenheitstoleranz sogar vom Klimawandel profitieren. Vor allem im Frühjahr stellt die Vogelkirsche mit ihrer weißen Blütenpracht eine der ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten dar, allen voran Bienen und Hummeln.
Die Mythologie und Volkskunde stellen die Vogelkirsche in die Nähe der Erle. Wie bei diesem Baum, so soll auch der wilde Kirschbaum die Wohnstätte von Wald und Baumgeistern sein. Nach volkskundlicher Überlieferung haben die Geister des Kirschbaumes etwas von blassen Licht des Mondes, vor allem in Vollmondnächten sollen sie unter dem blühenden Baum tanzen. Die Verknüpfung von Mondlicht und Kirschbaum führt zurück in das tiefe Altertum. Schon immer sahen Menschen einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum, dem Absterben und der Neubelebung der Pflanzenwelt in Verbindung zu dem abschwellenden und zunehmenden Mond. Der Mond gilt auch heute noch als Antrieb des vegetarischen und animalischen Lebens. Die Bauern richteten sich in der Aussaat, der Ernte und im Viehauftrieb nach ihrem, oft, eigenen Mondkalender. Jahrhunderte lang gingen Holzfäller nur bei bestimmtem Mondstand in den Wald um besonders wertvolle Bäume zu schlagen und die Müller regulierten den Lauf des Mühlenbachs nur, wenn der Mond in einem positiven Wasserzeichen stand.
Kirschzweige waren bei unseren germanischen Vorfahren den weiblichen Gottheiten geweiht. Das Christentum hat diesen Brauch in Form der "Barbarazweige" fortgeführt. In vielen Pfälzer Gegenden schickte man junge Mädchen los um am 4.Dezember Kirschzweige zu holen. Diese wurden dann in eine mit Wasser gefüllte Vase an einem warmen Ort aufgestellt so das sie in der Regel am heiligen Abend blühten.
Einige Volkskundler vermuten sogar in den "winterlich blühenden Kirschzweigen" den Ursprung unseres Weihnachtsbaumes. Das Blühen der Kirschblüten im Winter sollte auf jeden Fall ein wenig Licht in die düstere Jahreszeit bringen und galt auch als Glücksbringer für das anbrechende Neujahr.
Holzhandwerker vor allem Schreiner nutzen das Holz der Kirsche im Möbelbau und als Furnierholz, des weiteren wird es im Instrumentenbau und für Drechselarbeiten verwendet.
Auch die Heilkunde verwendete früher die Vogelkirsche als Heilmittel.
Vor allem die Blätter, die Stiele und das aus dem Stamm fließende Harz, das Gummi, waren als harntreibende, schleimlösende Mittel bekannt.
Die jungen Blätter können im Frühjahr gesammelt werden und passen gut in Hausteemischungen.
Der Tee aus getrocknetem Fruchtstein wirkt entwässernd und schleimlösend, besonders bei hartnäckigem Husten der Kinder.
Das Harz des Kirschbaumes, Katzengold genannt, löste man nach einer alten Vorschrift in Wein auf und erhielt so einen Hustentrank.
Die größte Heilwirkung aber sprach man dem aus den Früchten gebranntem Kirschwasser zu. Es war hochgeschätzt als wahres Wundermittel für den schwachen Magen, gegen Ruhr, Gicht, Fieber und viele andere gebrechen.
Kirschsaft ist blutbildend und wird als Diätgetränk bei niedrigem Blutdruck empfohlen.
Doch auch die Küche verwendet die wilden Süßkirschen die ein sehr gutes Gelee ergeben. Der Saft wird mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Für eine Marmelade werden sie entsteint und mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Je nach Geschmack kann man Zitronensaft, Kirschlikör oder Rum zufügen.
hukwa
Baum im Herbst
Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt`s , ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem Fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
Hermann Hesse
Die Vogelkirsche, Prunus avium, wurde zum Baum des Jahres 2010 gewählt. Diese Wildkirsche ist die Stammpflanze unserer kultivierten Süßkirschen. Unsere Sauerkirschen haben einen anderen Stammvater, sie sind aus der wilden Sauerkirsche, Prunus cerasus, der asiatischen Weichselkirsche entstanden. Vor allem im Herbst leuchtet Prunus avium der bis zu 150 Jahre alt werden kann rot und orangefarben in unserer pfälzischen Landschaft und trägt zum Zauber des Altweibersommers bei. Schon Anfang April verwandelt die Vogelkirsche durch ihre weißblühende Blütenpracht ihre Umgebung und blüht vielerorts mit der Schlehe regelrecht um die wette. Bis zu ihrem 40. Lebensjahr wächst sie rasch und entwickelt eine locker verzweigte Krone mit aufstrebenden Ästen und vielen gleichmäßig verteilten, mit seitlichen Kurztrieben versehenen, Längstrieben. Mit 50-60 Jahren hat sie ihr Wachstum abgeschlossen und erreicht in dieser Zeit im Bestand mit andern Bäumen eine Höhe von 16 bis 20 m und bisweilen ein Durchmesser bis zu ½ m. Geschlechtsreif wird sie mit 20 – 25 Jahren. In der Jugend ist ihre Rinde glatt, glänzend, rötlichgrau und löst sich später ringförmig in bandartigen Lappen ab. Im hohen Alter bildet sie oft eine flachrissige Borke. Die Vogelkirsche ist in ganz Deutschland verbreitet. In unserer pfälzischen Heimat bewohnt und besiedelt sie die Waldgebiete als auch die Felder und Fluren. In ihren Ansprüchen an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist dieser Baum ein äußerst genügsames Pioniergehölz, und kann auf Grund ihrer Hitze und Trockenheitstoleranz sogar vom Klimawandel profitieren. Vor allem im Frühjahr stellt die Vogelkirsche mit ihrer weißen Blütenpracht eine der ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten dar, allen voran Bienen und Hummeln.
Die Mythologie und Volkskunde stellen die Vogelkirsche in die Nähe der Erle. Wie bei diesem Baum, so soll auch der wilde Kirschbaum die Wohnstätte von Wald und Baumgeistern sein. Nach volkskundlicher Überlieferung haben die Geister des Kirschbaumes etwas von blassen Licht des Mondes, vor allem in Vollmondnächten sollen sie unter dem blühenden Baum tanzen. Die Verknüpfung von Mondlicht und Kirschbaum führt zurück in das tiefe Altertum. Schon immer sahen Menschen einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum, dem Absterben und der Neubelebung der Pflanzenwelt in Verbindung zu dem abschwellenden und zunehmenden Mond. Der Mond gilt auch heute noch als Antrieb des vegetarischen und animalischen Lebens. Die Bauern richteten sich in der Aussaat, der Ernte und im Viehauftrieb nach ihrem, oft, eigenen Mondkalender. Jahrhunderte lang gingen Holzfäller nur bei bestimmtem Mondstand in den Wald um besonders wertvolle Bäume zu schlagen und die Müller regulierten den Lauf des Mühlenbachs nur, wenn der Mond in einem positiven Wasserzeichen stand.
Kirschzweige waren bei unseren germanischen Vorfahren den weiblichen Gottheiten geweiht. Das Christentum hat diesen Brauch in Form der "Barbarazweige" fortgeführt. In vielen Pfälzer Gegenden schickte man junge Mädchen los um am 4.Dezember Kirschzweige zu holen. Diese wurden dann in eine mit Wasser gefüllte Vase an einem warmen Ort aufgestellt so das sie in der Regel am heiligen Abend blühten.
Einige Volkskundler vermuten sogar in den "winterlich blühenden Kirschzweigen" den Ursprung unseres Weihnachtsbaumes. Das Blühen der Kirschblüten im Winter sollte auf jeden Fall ein wenig Licht in die düstere Jahreszeit bringen und galt auch als Glücksbringer für das anbrechende Neujahr.
Holzhandwerker vor allem Schreiner nutzen das Holz der Kirsche im Möbelbau und als Furnierholz, des weiteren wird es im Instrumentenbau und für Drechselarbeiten verwendet.
Auch die Heilkunde verwendete früher die Vogelkirsche als Heilmittel.
Vor allem die Blätter, die Stiele und das aus dem Stamm fließende Harz, das Gummi, waren als harntreibende, schleimlösende Mittel bekannt.
Die jungen Blätter können im Frühjahr gesammelt werden und passen gut in Hausteemischungen.
Der Tee aus getrocknetem Fruchtstein wirkt entwässernd und schleimlösend, besonders bei hartnäckigem Husten der Kinder.
Das Harz des Kirschbaumes, Katzengold genannt, löste man nach einer alten Vorschrift in Wein auf und erhielt so einen Hustentrank.
Die größte Heilwirkung aber sprach man dem aus den Früchten gebranntem Kirschwasser zu. Es war hochgeschätzt als wahres Wundermittel für den schwachen Magen, gegen Ruhr, Gicht, Fieber und viele andere gebrechen.
Kirschsaft ist blutbildend und wird als Diätgetränk bei niedrigem Blutdruck empfohlen.
Doch auch die Küche verwendet die wilden Süßkirschen die ein sehr gutes Gelee ergeben. Der Saft wird mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Für eine Marmelade werden sie entsteint und mit der gleichen Menge Zucker eingekocht. Je nach Geschmack kann man Zitronensaft, Kirschlikör oder Rum zufügen.
hukwa
Samstag, 24. Oktober 2009
Wir sind den ökologischen Herausforderungen des neuen Zeitalters nicht gewachsen.
Die menschheit, vor allem der sogenannte westliche mensch, schreitet fort in seinem vernichtungswahn. Wie will er jenes chaos, das er in der natur heraufbeschworen hat wieder in einen natürlichen gleichklang bringen, wenn er es nicht fertig bringt in sich selbst eine innere harmonie zu erzeugen und im bündnis mit der natur zu leben anstatt in ständiger feindschaft zu ihr?Wir sind seit längerem schon dabei uns mit den fortgeschrittenen wissenschaften zu vernichten, anstatt uns in richtung eines harmonischen erdenlebens hin zu entwickeln. Die wissenschaften sollen diener des geistes sein und diesen nicht verknechten. Wir sind mit unseren zehen ein paar millimenter in ein neues zeitalter getreten und könnten wenn wir nur gewollt hätten bereits festen fuß darin gefasst haben. Denn herausforderungen dieses neuen zeitalters sind wir auf ökologischer basis nicht gewachsen. Schon in den 1970zigern jahren haben fähige geister gewarnt! Sie haben uns vor einer psychischen verelendung, vor einer ökologischen katastrophe und einer drohenden wirtschaftskrise mehr als deutlich gewarnt. All dies ist nun eingetreten, die menschen nehmen es wahr und verdrängen es sofort wieder. Alle diese krisen die uns heute heimsuchen wurden unter anderem auch von den wissenschaftlern aufs deutlichste beschrieben und dort wo man früh schon eine lösung erkannt hat, fehlte und fehlt der ehrliche politische wille und die einsicht positives zu verwirklichen. Inzwischen ist es einfach so das die probleme, die einer lösung bedürfen, fast nicht mehr überschaubar sind. es sind genügend kräfte vorhanden die gegen diesen wahnsinn anlaufen und den zustand der zeit verbessern möchten. doch diese werden durch eine politik des egoismus und der ausbeutung der erde gehindert. Was uns die politik auch erzählt, ihr denken ist ein "nach uns die sintflut" denken und so ist auch ihre politik, sie richtet sich gegen den planeten und seine bewohner.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Ökonomie, Ökologie, Schizophrenie.
Unser wirtschaftssystem hat einen absoluten tiefpunkt erreicht. Ein system das leistungssteigerung zu seiner wichtigsten grundlage erklärt hat, muss an sich selbst scheitern, weil die ressourcen begrenzt sind, ökologisch und ökonomisch. Eine politik die erde und mensch auspreßt, die lieblosigkeit gegenüber den bürgern an den tag legt, kann keine zukunft haben. Die tragik dieser zeit ist, dass auf der einen seite die masse der arbeitslosen steht und auf der anderen seite kapital und zeit vorhanden sind, doch es kommt zwischen beiden zu keiner übereinkunft. Anstatt den versuch zu unternehmen das dasein sinnvoll zu gestalten findet nur eine panische flucht in die welt des materialismus statt. Anstatt widerstand zu leisten, verfallen wir dem mamom des materiellen. Wir flüchten uns in scheinwelten. Soziale institutionen verfallen, die kleinfamilie, wird durch radikale, falsche sozialpolitik zersetzt. Millionen von familien im land müssen sich nun bedarfsgemeinschaft nennen. Die jugend sucht zuflucht in schein- und drogenwelten. Den gewerkschaften laufen die mietglieder davon. Die macht ist zentriert, das volk machtlos bis hin zur unmündigkeit. Das gesetz des ellenbogens und das zynische wesen des egoismus feiern triumpfe. Ausschalten und vernichten, erster sein, andere benutzen, ich will...psychologisch übersetzt bedeutet das angst! Angst bedeutet lieblosigkeit, das fehlen von einem bezug zu meinen nächsten, meiner familie, meinen nachbarn, zum menschen
überhaupt. Diesen mangel versucht man mit gewalt und brutalität zu bewältigen. Die verdrängung des "gesellschaftlichen unbewussten"führt zu ständig sich steigender kriminalität, zu brutalen misshandlungen von kindern zu mord und totschlag. Die unterhaltungsindustrie, und medien haben sich in die erziehung unserer kinder eingeklinkt und führen ihnen eine schnelle welt, bestehend aus pornographischen werbespotts und gewaltverherrlichenden filmen vor. Die demokratisch orientierten staaten sind dabei mit ihrer politik kläglich zu scheitern. Weltweit wird eine politik der verachtung gegenüber der natur betrieben. Die verzweifelte suche nach lösungen die von einer kleinen minderheit betrieben wird, wird durch unmenschliche konzernpolitik, die radikale macht über mensch und märkte ausübt, schon in jedem aufblühen erstickt. Bei einem solchen hintergrund müssen wir uns die frage stellen ob der großteil dieser gesellschaft nicht bereits aufs schlimmste seelisch erkrankt ist. Wie wollen wir ökologischen sinn finden wenn wir die ökonomie wie opium zu uns nehmen?
hukwa
überhaupt. Diesen mangel versucht man mit gewalt und brutalität zu bewältigen. Die verdrängung des "gesellschaftlichen unbewussten"führt zu ständig sich steigender kriminalität, zu brutalen misshandlungen von kindern zu mord und totschlag. Die unterhaltungsindustrie, und medien haben sich in die erziehung unserer kinder eingeklinkt und führen ihnen eine schnelle welt, bestehend aus pornographischen werbespotts und gewaltverherrlichenden filmen vor. Die demokratisch orientierten staaten sind dabei mit ihrer politik kläglich zu scheitern. Weltweit wird eine politik der verachtung gegenüber der natur betrieben. Die verzweifelte suche nach lösungen die von einer kleinen minderheit betrieben wird, wird durch unmenschliche konzernpolitik, die radikale macht über mensch und märkte ausübt, schon in jedem aufblühen erstickt. Bei einem solchen hintergrund müssen wir uns die frage stellen ob der großteil dieser gesellschaft nicht bereits aufs schlimmste seelisch erkrankt ist. Wie wollen wir ökologischen sinn finden wenn wir die ökonomie wie opium zu uns nehmen?
hukwa
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Mutter alles Werdenden
Ich rufe dich
Mutter alles werdenden
Die dem falken die kunst des fliegens schenkte
Denn pflanzen die heilkraft verlieh
Denn steinen weisheit
Dich rufe ich mutter alles werdenden
Du gibst mit antwort
Im flüstern der bäume
Im rauschen der flüsse
Im lied der amsel
Im spärensang der planeten
Lass mich einkehr halten in deiner stille
Fülle mich mit stärke und kraft
Mutter alles werdenden.
hukwa
Mutter alles werdenden
Die dem falken die kunst des fliegens schenkte
Denn pflanzen die heilkraft verlieh
Denn steinen weisheit
Dich rufe ich mutter alles werdenden
Du gibst mit antwort
Im flüstern der bäume
Im rauschen der flüsse
Im lied der amsel
Im spärensang der planeten
Lass mich einkehr halten in deiner stille
Fülle mich mit stärke und kraft
Mutter alles werdenden.
hukwa
Montag, 19. Oktober 2009
Baumsprüche
In einem kleinen buch habe ich jede menge baumsprüche gesammelt. Ein oder zweimal in der woche nehme ich das büchlein mit auf meine wanderungen durch den pfälzerwald. ich setze mich dann unter einen mächtigen alten baum und lese ihm die sprüche vor. Heute las ich einer alten linde folgende vor:
Die baumgestalt steht sinnbildhaft für die menschengestalt.
hermann hesse
Wo bäume wachsen ist die erde gastlich.
Friedrich schnack
Ja, mir will scheinen, dass ein baum wie ein lebendiges wesen zu uns spricht: In mir ist ein kern, ein funke, ein gedanke verborgen, ich bin leben vom ewigen leben.
hermann hesse
Der mensch muss seine intelligenz, angefangen bei den bäumen, langsam wieder aufrichten.
joseph beuys
Was der saft im baum ist, das ist die seele im körper, und ihre kräfte entfaltet sie wie der baum seine gestalt.
hildegard von bingen
Hoch wuchs ich über mensch und tier;
Und sprach ich - niemand spricht zu mir.
nietzsche
Ich, der ich in einem baum aufgewachsen,
hätte mancherlei zu erzählen,
doch da ich viel erfuhr von der stille,
habe ich mancherlei zu verschweigen.
pablo neruda
Die baumgestalt steht sinnbildhaft für die menschengestalt.
hermann hesse
Wo bäume wachsen ist die erde gastlich.
Friedrich schnack
Ja, mir will scheinen, dass ein baum wie ein lebendiges wesen zu uns spricht: In mir ist ein kern, ein funke, ein gedanke verborgen, ich bin leben vom ewigen leben.
hermann hesse
Der mensch muss seine intelligenz, angefangen bei den bäumen, langsam wieder aufrichten.
joseph beuys
Was der saft im baum ist, das ist die seele im körper, und ihre kräfte entfaltet sie wie der baum seine gestalt.
hildegard von bingen
Hoch wuchs ich über mensch und tier;
Und sprach ich - niemand spricht zu mir.
nietzsche
Ich, der ich in einem baum aufgewachsen,
hätte mancherlei zu erzählen,
doch da ich viel erfuhr von der stille,
habe ich mancherlei zu verschweigen.
pablo neruda
Freitag, 16. Oktober 2009
Waldruf
Ich sah den habicht kreisen
hoch oben in der luft
ich lieg im hain der buchen
traumselig heimgesucht
ich schaue in den himmel
wolken im goldgewimmel
bald naht das abenddämmern
es ruft aus alten tagen
aus längst vergangenen jahren
wie aus einer kühlen gruft
eine alte melodie
die kindheit kehrt nie mehr
dennoch ist da ein schimmern
ein helles leuchten und glimmern
ein fahles weißes licht
entzückendes erinnern
aus alten kindheitstagen
mir ist als sei im stamm der buche
versteckt die alte kinderstube.
hukwa
hoch oben in der luft
ich lieg im hain der buchen
traumselig heimgesucht
ich schaue in den himmel
wolken im goldgewimmel
bald naht das abenddämmern
es ruft aus alten tagen
aus längst vergangenen jahren
wie aus einer kühlen gruft
eine alte melodie
die kindheit kehrt nie mehr
dennoch ist da ein schimmern
ein helles leuchten und glimmern
ein fahles weißes licht
entzückendes erinnern
aus alten kindheitstagen
mir ist als sei im stamm der buche
versteckt die alte kinderstube.
hukwa
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