Mittwoch, 12. Juni 2019

Der Grüne Löwe des Isaac Newton

 
Foto©Hans Wagner

Von Demokrit wird berichtet, das er als erster die Magie in ein System gebracht und gelehrt hat. Sein Lehrer war der legendäre Alchemist und Magier Ostanes. Dieser stammte wahrscheinlich aus Alexandria und er soll der Verfasser des alchemistischen Werkes „Das Buch der zwölf Kapitel über den ehrenhaften Stein“ sein. Plinius der Ältere berichtet uns das Ostanes nach Griechenland ging und dort seine magische Lehre verbreitete. Nun war damals, wie wir ebenfalls von Plinius wissen, Magie gleich Naturphilosophie. Der negative Bedeutungswandel den der Begriff Magie später bekam wurde vor allem durch die christliche Kirche geprägt. Dies gilt es zu bedenken wenn Gelehrte wie z.B. Albertus Magnus als Magier bezeichnet werden.
Der Naturforscher Friedrich Dessauer schrieb über Isaac Newton: „Seine Lebensleistung überschreitet fast menschliches Ausmaß: wir haben heute noch damit zu tun. Wie sie zustande kam, kann wohl niemals ganz ergründet werden; sie ist dafür zu groß. Denn dieser Mann änderte die Welt“.
Newton experimentierte sein Leben lang heimlich in versteckten Laboratorien an alchemistischen Versuchen. Dieser Mann der zeitlebens über die Grundlage der gesamten Naturlehre nachsann war fasziniert von den hermetischen Wissenschaften. In seinen geheimen Tagebüchern hat er mehr über Alchemie und Magie geschrieben als über dass wissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Man weiß dass seit 1936 als unveröffentlichte Tagebücher und Schriften von ihm auftauchten. Newton war ein Mensch der mit der Maske lebte und zwei Leben führte. Wären seine Tagebücher nicht entdeckt worden wir hätten heute noch das trockene, positivistische Bild über ihn. Er besaß eine schöpferische, kreative Phantasie die er gut vor der Welt verbergen konnte.
Hier eine Textpassage aus einem seiner geheimen Tagebüchern:
Löse den grünen geflügelten Löwen in sale Centrale der Venus auf, und das Destilierte ist der Geist des grünen Löwen, das Blut des grünen Löwen ist Venus; der babylonische Drache, der alles durch sein Gift tötet, ist dennoch von den Tauben der Diana durch Besänftigung besiegt, ist Quecksilber. Neptun mit dem Dreizack führt die Philosophen in den Garten der wahrheitsssucher ein. Also ist Neptun ein wässriges Minerallösungsmittel.“
Newton war wahrscheinlich überzeugt von den hermetischen Wissenschaften und das Bild dass wir von ihm haben ist letztendlich ein Zerrbild.

hukwa


Sonntag, 9. Juni 2019

PilzMensch eine Betrachtung

Ich sitze im Hof der alten Schmiede. Umgeben von Sandsteinmauern und Efeu fühle ich mich hier sehr wohl. ich beobachte das Rotschwänzchen und die umher fliegenden Insekten. An solchen tagen, bei solchen Plätzen existiere ich tief in meiner Innerlichkeit.
In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen, sein unterirdisches Sein, dass sich ganz in seiner Wurzel abspielt bleibt uns verborgen. Vielleicht eine Allegorie zur menschlichen Seele? Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Großteil unseres Lebens ab? Ich spüre sehr deutlich das es noch eine tiefere Dimension in uns gibt als wir zu Wissen glauben.
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2019

Parallelwelt und Schattendasein

Manchmal erscheint es mir als hätte der Mensch sein wahres Ich nach seiner Kindheit verloren und muss nun den Rest seines Lebens damit verbringen dieses verlorene Ich wieder zu finden. Diese Suche gehört zu jenem Teil unseres Lebens den wir in einer Parallelwelt verbringen ohne es zu merken.
Unsere materialistische Weltanschauung ist zu prägend als dass wir diese kurzfristige Aufenthalte in anderen Bewusstseinsstufen bemerken. Was ist der Bewusste Traum wenn nichts anderes als eine Parallelwelt?
Wir bemerken dies nur nicht weil wir der Traumwelt jegliche Realität absprechen.
Das Leben ist eben nicht nur dass was wir sehen sondern auch dass was auf anderen Ebenen existiert.
hukwa

Achtsamkeit

Achte auf den Augenblick
denn in ihm ist die Unendlichkeit verborgen.
hukwa

Dienstag, 4. Juni 2019

Das Fließende

Im Garten lärmen die Elstern. Ihre Jungen sind ausgeflogen und suchen das erste mal selbständig Futter. Ich gebe ihnen einen Teller voll Haferflocken. So kann ich sie für einige Zeit beobachten und ihr Verhalten studieren. Das Futter lockt auch Scharen von Sperlingen an. Es sind mehrere Paare die jedes Jahr am Haus brüten. Der Haussperling ist hier gut vertreten nur der Feldsperling wird immer seltener.
Während meiner Beobachtungen denke ich: Leben sollte etwas fließendes sein. Es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben, dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Mittwoch, 29. Mai 2019

Vom Wichtigen und vom Unwichtigen

In meiner Lebensführung achte ich darauf dass ich nach den wesentlichen Tatsachen des Lebens Ausschau halte. Ich bin ein Entdecker der für sich selbst dass Entdeckt was ich für wichtig halte. Dieses "Wichtige" ist bei mir oft jenes das andere für Unwichtig halten weil sie es in ihrem oberflächlichen Dasein übersehen.
hukwa

Dienstag, 28. Mai 2019

Nur eine Form...

Jetzt, im Monat Mai sind es die ewigen Gestaltungen der Natur die mich in die Wälder locken. Eine Kraft von der alle Dinge erfüllt sind kann man nun spüren. Nur in den Wäldern erscheinen noch jene Wunder die durch die Zivilistion andern Orts schon lange verloren gingen. Es sind die gleichbleibende Gesetze die hier vorherrschen und doch ist auch eine stete Änderung in ihnen sichtbar.Und oft spüre ich nun dass ich selbst nur eine Form dieser Kraft und Naturenergie bin.
hukwa

Montag, 27. Mai 2019

Tagesspruch

"Ihr folget falscher Spur,
Denkt nicht, wir scherzen!
Ist nicht der Kern der Natur
Menschen im Herzen?"
Goethe

Dienstag, 21. Mai 2019

Schatten der Demeter

Der inneren Landschaft
nähere ich mich
In den Wäldern
der uralte Stein
schaut mich an
Seelenverwandtschaft
unterm Schlehengezweig
das Nest des Zilp Zalp
Efeu und Flechte
berühren mein Gesicht
in der Ferne
der Ruf des Schwarzspechts
Fern euren Städten
hier in den Hügeln und Tälern
beim Fleisch der Waldpilze
greife ich
nach dem Schatten der Demeter.
hukwa

Sonntag, 19. Mai 2019

Gedanken beim uralten Hügelgrab

Uralt Gestein 
überwuchert
von Farnen und Gräsern
Sand und Stein
aufgeschichtet auf zerpulverten Knochen
Trollblumen blühen
Holunder grünt darüber
verflogene Seelen
Tonscherben
Hügel
seit Jahrhunderten vergessen
nicht ändert die Zeit
diese vergessene Urne
menschliche Blicke
fliegen nichtswissend darüber hinweg
wie eine Monade
die einsame Hummel
kommt zu Besuch.
hukwa

Dienstag, 14. Mai 2019

Der Flug des Kranich

Der Mythos wird für uns über das Symbol fassbar. Das Symbol dient der Sprache als Ausdrucksmittel, es vermag die mythischen Überlieferungen in uns als Vorstellungen und Verkörperungen zu erklären. Es versucht jene unverstandenen Seelenbilder und- zustände in eine mythische Symbolsprache zu übersetzen.
Bei den alten Mysterienbünden und der antiken Religion war es die Aufgabe des Mystagogen dem Initanden die Logik der Symbole mündlich zu erklären.


Der Kranich begegnet uns in der Mythologie des alten Europa immer wieder. Er ist ein Zugvogel der in den Feuchtgebieten und Hochmooren brütet. Sein Zug im Frühjahr und Herbst bleibt für jeden der diese Wanderung einmal beobachtet hat ein unvergessenes Erlebnis. Bevor man den V- förmigen Zug dieser großen Vögel sieht, hört man sie meist schon. Sein deutscher Name Kranich kommt von diesem Ruf, der je nach Wetterlage bis zu 2 km weit zu hören ist.
Im Herbst zwischen September und November brechen die Vögel zur Überwinterung nach Südfrankreich und Spanien auf, um Ende Februar bis Anfang April wieder zurückzukehren. Während dieses fluges überqueren sie den Rhein in einem sehr engen Korridor von noch nicht einmal 100 km.
Noch vor wenigen Jahrhunderten umfassten die Schwärme dieser Vögel weit über zehntausend Tiere. Kein Wunder also, dass der Kranich in der Mythologie der Germanen, Kelten, Griechen und Römern seine symbolische Spuren hinterlassen hat. Diesen Völkern galt die Ankunft der Kraniche als Beginn der Feldarbeit und ihr herbstlicher Rückflug als deren Ende.
So bestehen auch Assoziationen zur „Wilden Jagd“, zu Odins wildem Heer.
Die Griechen hatten den Kranich dem delischen Apollo und vor diesem dem Sonnenheros Theseus geweiht. Er findet sich auch in einem gallischen Basrelief in Paris sowie in einem weiteren in Treves, dort steht er in Bezug zu dem keltischen Gott Esus.
Bei den Römern, symbolisierte der Kranich Beharrlichkeit, Sittlichkeit und kluges Handeln.
Vor allem in China gab es eine große Symbolik um den Kranich. Für die Chinesen war er ein Sinnbild des Langen Lebens, so findet man ihn in der Malerei oft zusammen mit der Kiefer und dem Stein dargestellt als dreifaches Sinnbild der Langlebigkeit. So stellen zwei Kraniche die zum Himmel auffliegen einen geistigen Aufstieg dar. Der Kranich galt als Symbol der Weisheit und die Taoisten nannnten den Tod sich in einen „Gefiederten Kranich verwandeln“.
hukwa

Freitag, 10. Mai 2019

Krämergeist

Gestern Abend habe ich noch einige Zeit in dem Buch "die heilige Pfeife" von Schwarzer Hirsch, einem Sioux Medizinmann gelesen. Dieses Buch endet mit einem sehr empathischen Nachwort von Frithof Schuon: "Nicht bloß, weil sie die Schwächeren waren, unterlagen diese hochsinnigen Steinzeitmenschen, sondern weil sie einen Geist darstellten, der sich mit dem recht unchristlichen Krämergeist der ihnen gegenüberstehenden "Bleichgesichter" nicht vereinbaren ließ; darüber hinaus handelt es sich noch um eine Gegensätzlichkeit viel allgemeinerer Art: die zwischen städtischer Kultur - als Brutstätte einer unübersehbaren Welt von Künstlichkeit und Verknechtung- und dem freien, unmittelbar gottgewolllten und daher heiligen Reiche der Natur. Dieser gewaltigen Natur, denkt heute noch mancher Indianer, gehört letzten Endes der Sieg". 
hukwa

Donnerstag, 9. Mai 2019

Bachofen und der direkte Zugang zum Mythos

Bachofen (1815-1887) ist für mich der Mythologe der einen direkten Zugang zum Mythos hatte. Er erkannte als erster, das es in der Entwicklung der Menschheit Epochen gab, in denen nicht das Vaterrecht vorherrschte, sondern das Mutterrecht. Eine Zeit in der die Frau der treibende Faktor im Leben und der Kultur war. Er erkannte aus der Gestalt der Demeter und ihrer Tochter Proserpina dass es eine Epoche der Großen Muttergöttin gab. Beide sind Sinnbilder des vergehenden und wiederauferstehenden Mondes. Er war der erste der den tieferen Sinn der Großen Mutter erkannt hat. Bachofen lebte ganz dass - Antiquam exquirite matrem- der uralten Mutter forsche nach! Dem geheimen Leben unterweltlicher Mächte war er Zeit seines Lebens auf der Spur. In seiner Selbstbiographie schrieb er, das er immer im Versuch lebe "dass Kleid in seinen ursprünglichen Falten zu sehen". Und er bemerkte über den Mythos zu Recht: "Was nicht Geschehen sein kann, ist jedenfalls gedacht worden. An die stelle der äußeren Wahrheit tritt also die innere. Statt der Tatsächlichkeiten finden wir Taten des Geistes". In seinen Büchern vor allem in seinem Hauptwerk - das Mutterrecht - führt er in den lebendigen Mythos ein, ohne intellektuell oder belehrend zu wirken.
hukwa

Mittwoch, 8. Mai 2019

Maispaziergang

Foto©UteKW

Der Mensch - eine kosmische Anomalie



Baumwesen - wie lange werden wir sie noch bewundern können?
Unaufhaltsam schreitet die Vernichtung unserer Mitwelt voran. Noch könnte man die ökologische Katastrophe wenigstens zum Teil verhindern, doch die Gier nach wirtschaftlichem Wachstum, nach immer mehr Luxus und Komfort scheint das einzige zu sein was den Großteil der Menschheit interessiert. Es sind Wenige die sich dem Wahnsinn entgegenstellen, die meisten scheren sich überhaupt nicht um Ökologie und Naturschutz. Hauptsache ein bequemes und komfortables Leben. Nach uns die Sintflut, was kümmern uns die nachfolgenden Generationen, das Leid der Tiere und der Pflanzen! Das feindliche und zerstörerische Verhalten gegenüber unserem Planeten hat beim Menschen schon die Ausmaße einer kosmischen Anomalie angenommen. Jene die begonnen haben die Problematik des ökologischen Gleichgewichts zu erkennen werden von der konsumorientierten Masse ignoriert. Die Politik antwortet mit lähmender Bürokratie auf die Problematik der Umweltzerstörungen. Die typische, zwiespältige und politisch – scheinheilige Aussage ist immer von der selben Art: Wir wollen bis zum Jahre...?...das Problem angehen! Das Zerstörungspotential der Wirtschaft schreitet unaufhaltsam weiter und die ökologischen Schreckensvisionen die uns die Medien täglich melden werden von politischer Seite ignoriert. Konkurrenzdenken, Eroberung, Profitstreben und Ellenbogenmentalität sind zum gesellschaftlichen Ideal geworden. Die Spur des Menschen auf unserem Planeten hinterlässt die Fährte der Ausbeutung und Vernichtung. Die große Frage die sich stellt ist doch die, dass selbst wenn jetzt einige Änderungen in Gang gesetzt würden, sich überhaupt wieder ein erträgliches Gleichgewicht einstellen wird?
Den Wenigsten wird bewusst, dass wir seit Jahren in einem akuten, ökologischen Ernstfall leben und dass wir gerade dabei sind, eine neue Seite im Geschichtsbuch der Menschheit zu schreiben: Nämlich das unsere Kinder und Enkel ein Leben führen müssen, dass überhaupt keine Erinnerung an Leben mehr enthält, weil die Erwachsenen zu einem Sicherheitsrisiko für die nachfolgenden Generationen geworden sind. Es scheint schon lange kein Anhalten oder wenigstens Innehalten mehr zu geben und das Ende der Zukunft wird absehbar. Rein menschlich gesehen, gehen wir auf jenen Punkt zu in der Geschichte der Menschheit, der das Ende von allem ist und die Ironie dabei ist, dass es auch das Ende von dem sein wird, was wir hätten werden können: nämlich eine humanistische Weltgesellschaft.
hukwa

Dienstag, 7. Mai 2019

Allegorie

Heute Morgen um 5.Uhr früh saß ich unter dem mächtigen Eichbaum im Trippstadter Schlosspark und lauschte dem Frühlingskonzert der Vögel.
In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich, eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen und unterirdisches Leben, sein Wurzelgeflecht ist für uns fast unsichtbar. Für mich ist dies eine Allegorie zur menschlichen Seele. Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Hauptteil unseres Lebens ab?
hukwa

Samstag, 4. Mai 2019

Mensch und Mythologie

Die Mythologie ist tief verwurzelt in der menschlichen Seele. Die meisten Menschen sind sich dessen gar nicht bewusst. Ihre Welt ist viel zu beschränkt, als dass sie den Zugang zum Mythos finden können. Mythologie ist etwas viel tieferes als wir ahnen, sie ist letztendlich eine Welt für sich, irgendwo, in irgendeinem transendenten Bereich angesiedelt. Dort führen die Gestalten des Mythos eine eigenständige Existenz.
hukwa

Mittwoch, 1. Mai 2019

Menschheit und Metamorphose

Sie reduzieren sensible Ökosysteme zu Monokulturen. Dann sprechen sie von Natur. Eine Natur aus zweiter Hand die den Kollaps schon in sich trägt. So befriedigen sie ihre Profitgier. Die Erde existiert seit Jahrmilliarden und hat noch Jahrmilliarden vor sich. Wir sind nur eine Form die die Erde hervorgebracht hat und werden wie jede Form irgendwann einer anderen Form weichen müssen. Nur das es diesmal so ist dass die menschliche Form sich selbst zugrunde richtet. Doch selbst wenn wir ausgestorben sind werden unsere Atome als Bestandteile einer universellen Evolution irgendwo im Universum weiter existieren und wieder neue Formen bilden. Vielleicht ist dies die wirkliche Metamorphose die das Wesen Mensch durchmachen muss um sich zu einem höheren Wesen zu entwickeln.
hukwa

Montag, 29. April 2019

Mitten in Trippstadt...

Fotos©UteKW



blüht diese seltene wunderschöne Wildorchidee (Dreiknollen Knabenkraut)
Wilde Orchideen gibt es in ganz Europa nur 215 Arten und meist findet man sie nur an besonderen Plätzen!

hukwa

Samstag, 27. April 2019

Hephaistos - griechische Schmiedemysterien


Foto Schmiedefeuer©Hans Wagner

Der mythische Schmied bei den Griechen war Hephaistos. Er galt als Gott des Feuers und der Künste (Schmiedekunst), die zu ihrer Produktion des Feuers bedürfen. Er war ein Sohn des Zeus und der Hera. Seiner Hässlichkeit und Lahmheit wegen warf ihn seine Mutter vom Olymp ins Meer,
wo ihn Thetis aufnahm. Bei ihr errichtete er sich eine Schmiede und belohnte ihre Freundlichkeit indem er Thetis schöne Gegenstände schmiedete. Er fertigte wegen seiner Lahmheit zwei goldene, redende und sich bewegende Sklavinnen, auf die er sich stützte. Seiner Mutter schmiedete er einen goldenen Stuhl, von dem sie sich aber nicht erheben konnte, da kunstvolle Fesseln sie festhielten. Nur im Rausch, in den ihn Dionysos versetzt hatte, ließ er sich dazu bewegen, sie wieder zu befreien. Sich selbst und auch den anderen Göttern baute er kunstvolle eiserne Häuser. Dargestellt wurde er bärtig, mit Zange und Hammer, sein linkes Bein war verkürzt. Im Alter von neun Jahren versöhnte sich Hephaistos mit seiner Mutter Hera. Sie holte ihn zum Olymp zurück und errichtete ihm dort eine Schmiede mit mehreren Blasebälgen, die Tag und Nacht arbeiteten. Hera förderte seinen Wunsch Aphrodite zu heiraten. Zeus warf ihn ebenfalls aus dem Olymp weil Hephaistos gewagte hatte den höchsten der Götter zu Tadeln. Er stürzte auf die Insel Lemnos und brach sich beide Beine. Nun schmiedete er sich zwei goldene Krüken damit er wieder gehen konnte.
Ranke-Graves schreibt in seiner Griechischen Mythologie: „Es ist in verschiedenen Gebieten bis nach Westafrika und Skandinavien überliefert, dass der Schmiedegott hinkt; es könnte sein, dass in primitiven Zeiten die Schmiede absichtlich gelähmt wurden, damit sie nicht fortliefen oder sich feindlichen Stämmen anschlossen“ (3.).
Zu den Mysterien der Schmiedekunst gehörte auch der geheimnisvolle „Rebhuntanz“, dieser steht mit der „Lahmheit“ des mythischen Schmiedes in Verbindung. Ranke-Graves schreibt hierüber:
„...Denn Hephaistos, der Schmiedegott, heiratete Aphrodite, der das Rebhuhn geweiht war; die Schwester des Künstlers Daidalos hieß Perdix (Rebhuhn); die Seele des Talos, der auch ein Schmied war, entflog in der Gestalt eines Rebhuhns; ein Rebhuhn erschien beim Begräbnis des Ikaros, eines Sohnes des Daidalos. Hephaistos wurde vom Olymp, Talos von der Akropolis gestürzt. Hephaistos hinkte beim Gehen; ein Name des Talos war Tantalos („hinkend oder nachziehend); das Rebhuhnmännchen hinkt bei seinem Liebestanz und hält seinen Sporn zum Angriff auf den Rivalen bereit. Außerdem hinkte auch der lateinische Gott Vulkan (römischer Schmiedegott). Sein Kult wurde aus Kreta eingeführt, wo man ihn Velchanus nannte und ihm einen Hahn als Wahrzeichen gab“(4).
Das „Hinken“ der Schmiede kann auch eine ganz einfache Erklärung haben: Rückenschmerzen des Schmiedes, wer in seinem Arbeitsleben öfters am Amboß gearbeitet hat, weiß was ich meine. Wir wissen von den Hethitern dass sie das Geheimnis der Schmiedekunst wie ein Staatsgeheimnis hüteten, es könnnte also möglich sein, dass man bestimmte Schmiede die ihre Kunst besonders gut beherrschten bewusst ein Bein lähmte so dass diese das Land nicht verlassen konnten und ihr Können nicht weitergeben konnten. Es gibt ja auch den Mythos des „hinkenden Königs“ und dieser steht oft in Verbindung mit den Mysterien der Schmiedekunst. Der biblische Jakob der auch hinkte hatte etwas mit dem Kult des kentischen Schmiedegottes zu tun. Bei den Kenitern handelt es sich um einen nomadischen Stamm der in der Bibel erwähnt wird. Der Keniter Tubal-Kain war ein Enkel Kains. Man nennt ihn auch „Tubal den Schmied“, er gilt als Stammvater der Erzarbeiter und Schmiede.
Auch die Kabiren, die auf der Insel Lemnos lebten, die als Hephaistos und der Schmiedezunft Heimat galt, wegen der reichen Erzvorkommen dort, kannten einen mythischen Tanz. Diese mythischen Waffentänzer vertraten wohl eine Zunft, die die Techniken der Waffenherstellung und die Geheimnisse der Erzgewinnung bewahrten. Auch die Göttin Kybele die den Beinamen „erzgeschmiedet“ hatte, wird mit den mythischen Schmieden in Verbindung gebracht.
Man kann davon ausgehen dass die mythischen Schmiede tief in die alchemistischen Mysterien der Schmiedekunst eingeweiht waren. Und somit gehören sie in der Kulturgeschichte zu den „kulturbringenden Heroen“.
Erscheint doch manchem Schmied noch Heute Hephaistos als Personifikation des Feuers in der Schmiedeesse, das nach dem griechischen Philosophen Heraklit („alles fließt“) als Weltbestandteil des Wesens allen organischen Seins und somit letzten Endes auch der höchsten Vergeistigung ist.
So findet sich im Urtext der altgriechischen Orpheus Mysterien folgende Anrufung an den Hephaistos:

Dem Hephaistos
Ein Rauchopfer von Weihrauchmanna
Mutgewaltiger, mächtig an Kraft,
Hephaistos, unversiegliches Feuer,
Leuchtend von lodernden Flammen,
Urwesen, das dem Sterblichen glüht;
Lichtspender, kräftig an Faust,
Ewiger, Beleber der Kunst,
Werksfreudiger, Teil des Weltalls,
Unverwüstliches Element!
Alllverzehrer, Allbezwinger,
Allerhöchster, Allbeleber,
Äther, Helios, Sternenglanz,
Selene, lauteres Urlicht:
Denn des Hephaistos Glieder
Zeigt all dieses den Sterblichen.
Jedes Haus und jegliche Stadt,
Alle Völker besitzest du,
Du bewohnst den sterblichen Leib,
Segensreicher, Gewaltiger!
Seliger, höre mich an!
Dich zu den heiligen Opfern,
Auf das du immer friedlichen Sinns
Zu wohlgefälligen Werken kommst,
Stille die rasende Wut
des unbezwinglichen Brandes-
Dein ist in unseren Leibern
Die Verbrennung natürlicher Art. (6.)

Es ist das heraklitische Feuer dass hier besungen wird, dass dem Menschen die Schranken des Erdendaseins als unwesentlich erscheinen lässt.
Hephaistos Schmiedekunst ist in der Ilias wie folgend beschrieben:

Traun ja, so ist die erhabne, die edelste Göttin daheim mir,
Welche vordem mich gerettet im Schmerz des unendlichen Falles,
Als mich die Mutter verwarf, die entsetzliche! Welche mich Lahmen
Auszutilgen beschloß. Da duldet`ich Wehe des Herzens,
Hätt`Eurynome nicht und Thetis im Schoß mich empfangen,
Jene, des kreisenden Stroms Okeanos blühende Tochter.
Dort neun Jahre verweilt`ich und schmiedete mancherlei Kunstwerk,
Spangen und Ring`und Ohrgehenk, Haarnadeln und Kettlein,
Dort in gewölbeter Grott`; und der Strom Okeanos ringsher
Schäumte mit brausendem Hall, der unendliche; keiner der andern
kannte sie, nicht der Götter und nicht der sterblichen Menschen,
Sondern Thetis allein und Eurynome, die mich gerettet.
Diese besucht uns jetzo im Haus; und darum gebürt mir,
Froh der lockigen Thetis den Rettungsdank zu bezahlen.
Auf, nun reiche du ihr des Gastrechts schöne Bewirtung,
Während ich selbst die Bälge hinwegräum und die Gerätschaft.
Sprachs, und erhub sich vom Amboß das rußige Ungeheuer,
Hinkend, und mühsam strebten daher die schwächlichen Beine.
Abwärts legt`er vom Feuer die Bälg`und nahm die Gerätschaft,
Alle Vollender der Kunst, und verschloß sie im silbernen Kasten;
Wusch sich dann mit dem Schwamme die Hände beid` und das Antlitz,
Auch den nervichten Hals und den haarumwachsenen Busen,
Hüllte den Leibrock um und nahm den stämmigen Zepter,
Hinkte sodann aus der Tür, und Jungfraun stützten den Herrscher,
Goldene Lebenden gleich, mit jugendlich reizender Bildung:
Diese haben Verstand in der Brust und redende Stimme,
Haben Kraft und lernten auch Kunstarbeit von den Göttern,
Schräge vor ihrem Herrn hineilten sie; er nachwankend,
Nahte, wo Thetis saß, und ruht`auf schimmernden Sessel...“ (12.)

Über Hephaistos schrieb Herbert Read: „Das Urbild des Künstlers ist der heidnische Hephaistos oder V ulcanus, der schon deformiert geboren wurde, als Lahmer, als Hinkender- ein vom Olymp, Ausgeschlossener, ein typischer Outsider. Er ist unter den Bewohnern des Olymps der Geniale, und es ist bezeichnend, dass die Römer den Tempel der Concordis in dem Hain errichteten, der ihm heilig war. Aber noch bezeichnender für uns ist der Schild, den er für Achilles geschmiedet hat, denn in diesem begegnen wir der vollendeten Fähigkeit des Künstlers, Bilder der Ganzheit, Symbole der Liebe und Versöhnung zu schaffen“. (13.).

hukwa

Freitag, 19. April 2019

Der Urschmied Tibets

Garbanagpo ist einer der göttlichen Urschmiede Tibets. Seine Wurzeln hat er in der uralten Bon-Religion Tibets. Er ist also die Inkarnation eines noch älteren Urschmiedes. Die Darstellung des Garbanagpo in der tibetanischen Ikonographie zeigt ihn auf einer Ziege reitend, in seiner rechten hält er einen Hammer in der linken einen Blasebalg. Nach der tibetischen Mythologie werden Dämonen vertrieben durch die Funken die vom Amboß des göttlichen Schmieds herabfallen. Wahrscheinlich ist Garbanagpo auch Feuer- und Erdgott, ähnlich wie Hephaistos in der griechichen Mythologie oder Vulcanus in der römischen. Zum perfekten Schmied gehörte die Beherrschung des Feuers. Der Erdfeuergott Hephaistos weist in seiner Tätigkeit als Schmied auf das gebändigte Feuer hin. Feuer bedeutet in der Mythologie oft zeugende Kraft. So in Tibet als auch in Griechenland.
hukwa

Mittwoch, 17. April 2019

Vom Urschmied

Seit Wochen arbeite ich an meinem Manuskript "Mythos Schmied", dass diesen Sommer noch in Druck gehen soll. Es gibt ein Geheimnis um den Schmiedeberuf, das jenseits des Handwerks liegt, darum geht es mir in dieser recht umfangreichen Abhandlung. Es handelt sich um eine spirituelle Initation, eine Einweihung in einen uralten Mythos. Dieser Mythische Hintergrund beim Schmied steht auf drei Fundamenten: Metallurgie, Alchemie und Schamanismus. Wenn ich vom mythischen Schmied berichte spreche ich von lang schon vergangenen Zeiten, von dieser Zeit weiß man nur noch sehr wenig. Dennoch: Wenn man den Mythos durchforscht, erwacht eine schattenhafte Wirklichkeit. Durch das Studium des Mythos, gewinnt die Vergangenheit so etwas wie neues Leben. Den als Gestaltlose Macht lebt der Mythos in uns weiter. Schon im Zeitalter der Bronze bildete der Stand der Schmiede eine geheimnisvolle Kaste. Mit den Mächten der Unterwelt in Verbindung stehend galt der Schmied als Herr über das Gestein. Bis ins frühe Mittelalter erscheint er nun in Märchen und Mythen als Zauberkundiger, als Alchemist, als Geomant.
hukwa

Sonntag, 14. April 2019

Die Esche als Weltenbaum

 
Esche im Trippstadter Schlosspark - Foto©UteKW


Ich weiß, das ich hing,
am windigen Baum
neun Nächte lang,
mit dem Ger verwundet,
geweiht dem Odin,
ich selbst mir selbst,
an jenem Baum,
da jedem fremd,
aus welcher Wurzel er wächst.

Sie spendeten mir
nicht Speise noch Trank;
nieder neigt ich mich,
nahm auf die Runen,
nahm sie rufend auf;
nieder dann neigt ich mich.

Zu wachsen begann ich
und wohl zu gedeihn,
weise ward ich da;
Wort mich von Wort
zu Wort führte,
Werk mich von Werk
zu Werk führte.
 
Aus der Edda





Die Esche kann bis zu 40 m hoch werden. Sie ist vor allem an den schwarzen , zwiebelspitzigen Knospen, ihren gefiederten Blättern und der silbrigen bis asch –
grauen Rinde zu erkennen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa
bis nach Vorderasien. Wenn viele unserer einheimischen Bäumen, schon ihr neues
Blattkleid tragen, trägt die Esche oft noch kein einziges Blatt. Dies ist auf ihre Frost-
empfindlichkeit zurückzuführen. Sie wartet ab bis auch tatsächlich kein Frost mehr
zu erwarten ist. Wohl deshalb schrieb die Baum – und Kräuterkundige Hildegard v.
Bingen mit Recht : „ Sie ist ein Sinnbild der besonnenen Einsicht „. Wenn sie dann im April oder Mai ihre schwarzen Knospen sprengt , hängen kleine, violette Blüten-
büschel heraus, die ihre Bestäubung dem Wind anvertrauen. Bei der Esche gibt es
männliche,weibliche und gemischt –geschlechtliche Bäume.
Das Holz der Esche ist hart, zäh und besonders elastisch.Schon in der Antike verwandte man es zur Herstellung von Handwaffen wie Armbrüste, Speere, Lanzen und Bögen. Der bekannteste Eschenholzspeer ist der des Kentauren Chiron.
Diese Sagengestalt halb Mensch, halb Pferd bewohnte den sagenumwobenen Berg
Pelion in Thessalien. Auf diesem heiligen Berg wuchsen die berühmten Eschen und
Eichen, eine davon fällte Chiron und fertigte daraus jenen Speer, mit dem Achilles
Hektor besiegte. Natürlich ist die Esche auch im Keltischen Baumalalphabet ver –
treten. „ Nion „ hießen Baum und Laut. Sie war eines der Symbole für Nacht und Wasser. Was uns nicht zu wundern braucht, denn die Esche liebt feuchte Standorte.
Die Eschen gaben den Kelten Schutz vor der zerstörerischen Kraft der Wasser –
dämonen. Die Druiden benutzten Eschenholz als Regenzauber. In der germanischen Mytologie ist die Esche der wichtigste Baum – hier steigt sie zum Weltenbaum empor. Ygdrasil-so wird die Esche in der germanischen Mytologie genannt – ist der schönste aller Bäume und heiligste der Germanen.Seine Zweige erstrecken sich über alle Welten hinaus und erreichen den Himmel. Er hat drei Wurzeln die ihn aufrecht erhalten; sie sind außergewöhnlich groß. Eine taucht in den Äsir, die Unterwelt der Asen, der Götter hinunter, die zweite zu den Frostriesen
den Vorgängern, der Menschen, die dritte greift nach Niflheim, dem Reich der Toten. Bei dieser letzteren Wurzel entspringt der Brunnen Hvergelmir, die Quelle aller rauschenden Flüsse die, die Erde bewässern und sie für den Menschen be –
wohnbar macht. Neben der zweiten Wurzel sprudelt die Quelle von Mimir. Dem der
dort die Lippen netzt, schenkt sie Wissen und Weisheit, aber ihr Besitzer, dessen Name „ Meditation „ bedeutet, hat es verboten, sich ihr zu nähern; er selbst ist voll tiefsten Wissens, dass er täglich aus diesem Wasser schöpft. Unter der ersten Wurzel, die der Überlieferung zufolge entweder die unterirdische Behausung der Götter oder ihren himmlischen Wohnort erreicht – die übrigens durch Bifrost, den
Regenbogen verbunden werden-gibt es eine dritte Quelle, die heiligste von allen:
den Brunnen über den Urd die älteste der Nornen wacht. Als Hüterinnen der Ge –
setze und alten Bräuche sind nur die Nornen in der Lage, die Geschicke der Menschen und sogar der Götter selbst zu lenken, die nicht ewig sind und dem Los, das alle trifft, nicht entrinnen können. Ursprünglich war Urd, die älteste unter ihnen, deren Name Schicksal bedeutet, wahrscheinlich allein. Möglicherweise waren die Legenden von den drei spinnenden Nornen, als sie uns erreichten, schon
von den Moiren ( dem Personifizierten Schicksal ) und den Parzen der griechischen
und der römischen Mytologie beeinflusst. Wie diese stellten auch jene die drei Mondphasen-zunehmend-voll-abnehmend dar, deren Rhythmus das Leben der Natur bestimmt und die auch den drei menschlichen Lebensaltern, Jugend, Reife, Alter entsprechen. Jeden Tag schöpfen die Nornen aus dem Brunnen Wasser und schlamm und begießen damit die Esche, damit ihre Zweige weder vertrocknen noch
verfaulen. Was immer in die Quelle fällt, wird so weiß wie das Häutchen im Innern der Eierschale, das heißt, es kehrt zu seiner früheren Reinheit zurück, zu seinem Vorgeburtlichem Ursprung.Dieses Makellose Weiß kleidet auch das paar Schwäne, die die Quelle bewohnen und von denen die Vögel dieses namens abstammen. Urds
Quelle ist also ein Jungbrunnen. Bei ihr versammeln sich die Götter, um Rat zu halten, Streitigkeiten zu schlichten und Recht zu sprechen.Dieser Schicksals –
brunnen verkörpert die Welt der Möglichkeiten, der Samen, der Keime, eine nächt-
liche Welt aus Wasser und Erde , aus der alle Lebewesen hervorgegangen sind.
wenn es Ygdrasil dank seiner Wurzeln den drei übereinandergeschichteten Reichen
dem der Götter, dem der prähistorischen Riesen und dem der Vorfahren des Menschen gestattet, an der Erdoberfläche zu erscheinen, so erstreckt sich der Stamm der Esche, durch das Zwischen Himmel und Erde gelegene mittlere Gebiet
das Midgart, wo die Menschen leben und ihr Wipfel erhebt sich bis zu Asgard, dem
Domizil der Götter. Trotz seiner Mächtigkeit ist der Kosmische Baum stets bedroht.
Die riesige Schlange Schlange Nioggrh nagt heimlich an der dritten Wurzel, wird aber selbst Tag für Tag vom Adler angegriffen, der in seinen höchsten Zweigen wohnt. Vier Hirsche kommen und gehen im Gezweige und fressen die jungen Triebe
kaum das sie erschienen sind. Ygdrasils Laub beherbergt noch weitere Tiere, die aber nützlich sind, so die Ziege Heidrun, die mit ihrer Milch Odins Krieger ernährt
oder das Eichhörnchen Ratatosk, das am Stamm hinauf und hinunterläuft und die
wechselseitigen Auseinandersätzungen zwischen Schlange und Adler vermittelt. Letzterer weiß viele Dinge und beobachtet von seinem hohen Standpunkt aus den
Horizont, um die Götter zu warnen, wenn ihre Uralten Widersacher, die Riesen, sich zum Angriff anschicken.In manchen Versionen sitzt ein goldener Hahn im Baumwipfel: er hat die selbe Aufgabe. Man könnte nicht, bilderreicher Ausdrücken
, das die Welt der Spielball in einem unablässigen Kampf zwischen den Mächten des Lebens und deren Zerstörung ist.
Nun ist der Kosmische Baum Heute aktueller denn je, denn gerade Heute, da die Katastrophale Ausmaße des Waldsterbens nicht mehr zu übersehen sind, ist es für
die Menschheit wichtig, wieder einen Bezug zu dem Wesen Baum aufzubauen. Und
die Esche ist in diesem Sinne ein wirklicher Lebensbaum. 
 
hukwa

Kosmischer Reigen

Jetzt ist die Zeit da man in der wiedererwachten Natur viel beobachten kann. Jetzt stimmt die Altmutter ihr großes Schöpfungslied an. Die Art die Natur zu beobachten sollte die teilnehmende Beobachtung sein. Man muss regelrecht mit den Geschöpfen der Natur verschmilzen um ihr Dasein miterleben zu können. Die Natur spricht jetzt sehr intensiv in ihrer eigenen Sprache. Jetzt ist die Zeit den Anschluss an den kosmischen Reigen zu suchen.
hukwa

Sonntag, 31. März 2019

Die Waldaxt - von der Waldaxt der Römer zur Waldaxt der Freiherren von Hacke

Doppelsinnigkeit bei gallo–römischen Grabsteinen am Beispiel der Axtdarstellungen auf der Heidelsburg bei Waldfischbach–Burgalben und der Heidenburg in Oberstaufenbach bei Kusel.
Waldaxt - Zeichnung©UteKW


Die symbolische Waldaxt ist uns vor allem aus der Literatur über die pfälzischen Haingeraiden bekannt. Axtdarstellungen finden wir schon bei den Kelten, wie etwa dem tau gallicum, Symbol der Doppelaxt, die auch als Abwehrmittel gegen den bösen Blick und die Pest verwendet wurde. Noch in christlicher Zeit wurden solche Zeichen auf den Mauern der Stadt Clermont abgebildet, um die Bewohner vor der Pest zu schützen. Die bekanntesten Axtdarstellungen sind die beiden Steinreliefs von der Heidelsburg bei Waldfischbach. Der Großteil der pfälzischen Heimatforscher ging bisher davon aus, dass es sich bei den Axtdarstellungen von der Heidelsburg um die einzigen Steindenkmäler dieser Art in unserem Raum handelt.
Vor einiger Zeit entdeckte ich bei Recherchen einen weiteren Stein, bei dem es sich ebenfalls, wie bei den Denkmälern von der Waldfischbacher Heidelsburg um einen Grabstein mit Grabinschrift sowie zwei Ritzzeichnungen von einer Axt und einem Dechsel handelt. Der Stein der sich heute im Historischen Museum in Speyer befindet, stand einst auf dem Friedhof der Heidenburg bei Oberstaufenbach im Landkreis Kusel. Während der Römerzeit wurde die Dechsel als Attribut der Zimmerleute dargestellt. Die Axt hingegen war das Attribut des römischen Försters, eines saltuarius.


Der Stein von Oberstaufenbach enthält neben den Werkzeugdarstellungen nur noch ein Inschriftenfragment, welches ihn als Grabdenkmalfragment erkennen lässt, da die Mutter des Verstorbenen als Stifterin in der Inschrift erwähnt wird. Zusätzlich zur Inschrift trägt der Stein die bereits erwähnten Attribute der Werkzeuge die anzeigen, dass der Verstorbene in der Holzverarbeitung tätig war.
Darstellungen von Äxten auf Grabdenkmälern gelten auch als apotropäische (Übel abwehrende) Zeichen. Auch in der Antike wurde schon Grabräuberei und Grabschändung betrieben.
Mit der römischen Okkupation des gallisch–germanischen Raumes gelangt auch die Sitte, Grabinschriften zu setzen, in diese Region. Für die Römer war es von großer Bedeutung zu zeigen wem dieses Grabmal errichtet wurde und wer es errichten ließ. Dadurch findet man Informationen die allein durch das Bildmaterial nicht erschlossen werden können.
Relief Heidelsburg - Foto©UteKW


Als Beispiel hier die Grabschrift für den Dendrophoren L. Sabinius Cassianus in Lyon:
D/is) M(anibus) et quieti aeternae / L(uci) Sabini Cassiani / dendrophoro Au/ gustal(i) q(uaestori) corporis e/iusd(em) duplicario ex/ consensu univer/sorum omnibus ho/noribus apud eosd (em)/ functo homini op/timo et incompara/ bili Flavia Livia/ coniugi rarissi/ mi exempli er/ Priscius Eustochius/ collliberto sans/ tissimo inscriben/dum curaverunt / Priscius Eustochius/ colliberto sanc/tissimo inscriben/dun curaverunt/ et sub ascia dedi/ caverunt.

Den Manen und der ewigen Ruhe des Lucius Sabinius Cassianus, aus dem Collegium der Dendrophori Augustales, Quaestor desselbem Collegiums, mit Einverständnis aller Mitglieder mit doppelter Besoldung, der alle Ehrenämter bei ihnen durchlaufen hat, dem besten und unvergleichlichen Menschen, Flavius Livia, ihrem Gatten seltenen Beispieles, und Priscius Eustochius, seinem makellosestem Mitfreigelassenen. Sie haben dafür gesorgt, dass ihm die Inschrift geschrieben wurde und haben ihn unter der Axt geweiht.

Die Grabschrift des Freigelassenen L. Sabinius Cassianus wurde von seiner Gattin Flavia Livia und von seinem Mitfreigelassenem Priscius Eustochius besorgt. Sabinius war Quaestor des Vereines der augustalischen Dendrophoren gewesen, einer Handwerkerzunft die mit dem Magna – Mater – Kult in Lyon verbunden war. Er hatte in diesem Verein alle Chargen durchlaufen und war von den Mitgliedern zum Vereinskassierer mit doppelter Besoldung gewählt worden, eine besondere Auszeichnung für die Ehrlichkeit des Verstorbenen. Was die religiöse Formel sub ascia dedicare bedeutet, welcher Ausdruck auf vielen gallo–römischen Grabsteinen vorkommt, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Einige sehen in dieser Axt das Symbol des gallischen Unterweltgottes, andere halten sie für eine Androhung göttlicher Strafe gegen Grabschänder.
Bemerkenswert ist auch noch das Eseus, der bei verschiedenen keltischen Stämmen als ein Unterweltsgott gilt, in der Regel ebenfalls mit einer Axt dargestellt wird.

Die Axt als Symbol des Försterberufes dürfte wohl eindeutig auf den beiden Steinreliefs von der Heidelsburg bei Waldfischbach-Burgalben zu erkennen sein. Die Inschrift saltuarius bestätigt diese Annahme. Verwunderlich ist der Vergleich mit heutigen Äxten, die fast identisch sind. Otto Roller schreibt zu recht: „Der Nachweis weiterer solcher Beispiele technischer Kontinuität scheint mir ein gewichtiger Beitrag zu unserer noch immer relativ geringen Kenntnis vom Vorgang der Landnahme zu sein, der wohl häufig ein Prozess der Übernahme bestehender Einrichtungen, wie Grenzen, Siedlungsstellen und vor allem Anwendungstechniken aus den Bereichen Landwirtschaft und Handwerk war“.
Gerade die Hortfunde von Werkzeugen auf der Heidenburg bei Kreimbach und auf der Heidelsburg bei Waldfischbach bestätigen die Annahme von Roller.
Der Hortfund von Waldfischbach zeigt gemischtes Inventar. Darunter Werkzeuge, Geräte aus der Landwirtschaft, Beschläge für Wagen oder Küchengerät. Während in dem Waldfischbacher Fund Werkzeuge zur Holzbearbeitung überwiegen, fanden sich im Kreimbacher Depot vorwiegend Schmiedewerkzeuge. Die Grabungsleiter verwiesen damals auf die Ähnlichkeit des gefundenen Werkzeuges mit dem der Gegenwart. Der formale Unterschied sei so gering, dass ein Laie, der die Fundumstände nicht kenne, zur Meinung komme, er habe moderne Eisensachen gefunden.

Eine weitere kontinuierliche Symbolik lässt sich bei der Waldaxt auch als Statussymbol erkennen.
Irgendwie hat die Waldaxt zu den Haingeraidenschultheißen der frühen fränkischen Siedlungen gefunden und war schließlich bis in die Neuzeit Forstsymbol. Eine Möglichkeit wäre, dass nachdem die Römer die Pfalz verlassen hatten, in der Abgeschiedenheit der Wälder einige gallo-römische Siedlungen weiterexistierten und diese Bewohner ihr Wissen um die Symbolhaftigkeit der Waldaxt an die Franken weitergaben. Ihre besondere Symbolik fand die Waldaxt in den Haingeraidenwäldern der fränkischen Eroberer der Pfalz.
Zu jeder fränkischen Ansiedlung gehörte ein ungeteilter Anteil an der gemeinen Mark, der das Recht auf Nutzung von Wald, Weide und Jagd umfasste. Dadurch bildeten sich im 7. Jahrhundert Markgenossenschaften die man „Haingeraide“ nannte. Auch das Gebiet dieser Genossenschaften nannte man Haingeraide. Jeder Genosse besaß das gleiche Maß des Nutzungsrechtes und der allgemeine Nutzen reichte hin, um sämtliche Bedürfnisse, der in den Geraidedörfern wohnende Einwohner zu decken.
Zur Aufrechterhaltung der Geraideordnungen wuren Geraideschultheißen, Zentmeister, Waldmeister und Waldknechte ernannt. Das Geraidegericht oder der Geraidestuhl setzte sich aus dem Geraideschultheiß oder Zentschultheiß, dem Ortsschultheiß und einer Anzahl von Schöffen zusammen. An bestimmten Geraidelagen wurde vom Geraidegericht am Geraidestuhl nach der Geraideordnung in Geraidedingen verhandelt und der Geraidespruch gefällt. Als wichtigstes Symbol der Geraideordnung überhaupt galt die Geraide– oder Loogaxt. Der Geraideschultheiß war berechtigt die Waldaxt zu tragen und zu nutzen, also damit Bäume zu markieren. Die Axt wurde niemals am Ort aufbewahrt an dem der Geraideschultheiß wohnte, sondern immer in einem anderen Dorf. Benötigte der Schultheiß die Axt,musste er sie nach der Geraideordnung anfordern.
Die Auflösung der Haingeraiden geschah um 1825.

Bis in die Zeit hinein wo vermehrt Grenzsteine gesetzt wurden, war die Loog- oder Lochaxt das unentbehrliche Werkzeug des Försters und seiner zuständigen Herrschaft. Als Loch – oder Loogbäume, auch Markbäume genannt, bezeichnete man auf oder an der Grenzlinie stehende Bäume, die beiderseits mit der Lochaxt gefitscht, angeschalmt wurden, indem man ein Stück Rinde entfernte. Auf die Lache, die freigelegte Stelle, wurde das Symbol der jeweiligen Herrschaft eingeschlagen. Wenn man auch bevorzugt wegen ihrer langen Lebensdauer Eichen als Lochbäume aussuchte, hatten diese Grenzzeichen dennoch eine beschränkte Dauer und mussten immer wieder durch neue Lochbäume ersetzt werden.
Das Recht eine eigene Waldaxt zu führen, stand nicht jeder Herrschaft zu. Auch durfte der jeweilige Loogaxt Inhaber nicht einfach außerhalb seines Waldes seine eigene Loogaxt zum Bäumezeichnen nutzen. Ein Beispiel dafür erwähnte der Heimatforscher Karl Munzinger aus Trippstadt in seiner Abhandlung über die „Trippstadter Waldungen der Freiherren von Hacke“ hier schreibt Munzinger: „Im Dezember 1777 ordnete die kurpfälzische Verwaltung an, dass künftig im Meiser und Harderwald, beides Hackescher Wald, aber im Amte Fischbach und damit im Kurpfälzischen Hoheitsgebiet gelegen, künftig die kurpfälzische und nicht die Hackesche Axt zu verwenden sei“.
Franz Karl Joseph v. Hacke richtete daraufhin im Januar 1778 eine Bittschrift an den Kurfürsten, in der er bat, das uralt hergebrachte Recht der eigenen Waldaxtung bestehen zu lassen und ihm zu gestatten, weiterhin ruhig und ungestört wie seine Vorfahren in seinem „adeligen, ritterschaftlichen Meißer- und Haderwald“ seine eigene Waldaxt gebrauchen zu dürfen, „wann einiges Holtz“ darin gefällt werden sollte. Dass dies immer so gehandhabt wurde, könnte der kurpfälzische Forstmeister zu Lautern, Herr Rettig, bestätigen, nicht alleine für seine Amtszeit, sondern auch für die Zeiten seines Vaters, Groß- und Urgroßvaters. Auch andere Adelsgeschlechter, die Waldungen in kurpfälzischen Gebieten besäßen, würden ihre eigenen Waldäxte gebrauchen, ebenso die Herzöge von Zweibrücken im Holzland, obwohl es kurpfälzisches Gebiet sei. Bei Keiper können wir nachlesen, dass in der kurpfälzischen Zeit die Oberforstmeister, also auch die Freiherren von Hacke, als Zeichen ihrer Würde eine Waldaxt aus Elfenbein trugen, die von der linken Schulter zur rechten Hand herabhing.

Die Symbolik der Axtdarstellung reicht zurück bis in schriftlose Zeiten der Geschichte. Die Worte Beil und Axt sind mesopotamischer Herkunft. Das Wort Axt entspricht dem griechischen axine, lateinischen ascia, gotisch aquizi. Assyrisch heißt es chasinu, hebräisch chasin und sumerisch cha-zi. Das Wort ist von Mesopotamien nach Kleinasien gebracht worden und ist im Reich der Hethiter, in Ägypten und im Berberischen ein Fremdwort.
Das Wort Beil, griechisch pelekys stammt auch aus dem akkadischen Wort pillaku. In akkadischen Zeiten, zwischen 2350 und 2200 v.Chr., gab es wohl nahe Beziehungen des Vorderen Orients ins indoeuropäische Europa. Vor allem in Kreta hat die Axt große Symbolik erlangt, so dass das Zeichen der Doppelaxt welches griechisch labrys heißt, oft an Häusern, Steinen und Geräten erscheint.
Die Griechen nennen nach diesem Zeichen den Palast des Minos auf Kreta das „Labyrinth“.
Mit dem Heraufdämmern der Bronzezeit und der Erfindung der Bronzeaxt verbreitet sich das Symbol der Axt vor allem als Verehrung des Donnergottes. Diese Verehrung der Axt findet man in Kreta, Mykenä, in den Balkanländern, wie auch im germanischen Norden. In Skandinavien fand man im Jahre 1864 zwei besonders schöne Bronzeäxte die reichlich mit Bronze und Bernstein verziert waren. Sie waren nicht massiv sondern nur aus dünner Bronze gegossen, die einen Kern aus Ton hatte. So kann man davon ausgehen, dass sie niemals als Werkzeug genutzt wurden sondern dass es sich um einen symbolischen Ritualgegenstand handelt. Äxte dieser Art sind auch auf einem Wandstein der Grabkammer von Kivik in Schonen dargestellt dort findet sich auch ein weiteres Bild (Felszeichnung) das einen phallischen Mann zeigt mit einer riesigen Axt über dem Kopf.
Wir können daraus schließen, dass die Axt in Europa genau wie in Vorderasien kultische Verehrung genoss. Diese kultische und magische Bedeutung der Axt lässt sich bis in unsere jüngste Vergangenheit verfolgen. Beispiele findet man hierfür in der Volkskunde:
In Dänemark und Schweden werden am Vorabend des Gründonnerstag Beile auf die Saatfelder geworfen. Dies geschieht zu ehren Thors, der ja unter anderem auch ein Gott der Fruchtbarkeit ist.
Der Axtwurf des Gottes hatte einst den Donner zur Folge und sollte somit den befruchtenden Regen bewirken. Vor allem in der pfälzischen Volkskunde findet man immer wieder den sogenannten „Dunnerkeil“ (Donnerkeil). So schreibt Albert Becker in seinem Standartwerk über „Pfälzische Volkskunde“: „Wenn der Pfälzer Bauer das steinzeitliche Beil...auch als Dunnerkeil bezeichnet, der mit dem Blitz auf die Erde niedersaust, bei jedem Einschlag sieben Klafter tief in die Erde fährt und bei jedem Donnerschlag oder auch alle sieben Jahre um eine Klafter in die Höhe steigt, wenn er den Donnerkeil zu abergläubischen Zwecken verwendet oder damit „braucht“, so huldigt er heute noch fetischistischem Steinkult. Widersteht der Donnerkeil einem Schlag mit dem Hammer so ist er echt, leistet das Gespinst eines Fadens, mit dem man ihn umwindet, dem Feuer widerstand, so ist seine überirdische Herkunft erwiesen...
Als Ausdruck des Fluches ist das Wort „Donnerkeil“ noch heute allgemein gebräuchlich- „Herrgott Dunnerkeil“ so in der Pfalz.
Das Symbol der Axt war also vor allem ein Symbol der Fruchtbarkeit. So wurden im alten England die Ehen nochmal zusätzlich mit der „heidnischen Axt“ geweiht, diese symbolische Weihung findet man auch in der Thrynskvida in der Edda:

Da sagte Thrym,
Der Thursen König:
Bringt den Hammer,
die Braut zu weihn!
Leget Mjölnir
Der Maid in den Schoß
Mit der Hand der War
Weiht uns zusammen.“


Literatur Hinweise:
W. Liebenam: Zur Geschichte und Organisation des römischen Vereinswesens. Leipzig 1890.
Otto Roller: Axtdarstellungen auf den Förstergrabsteinen der Heidelsburg. Mitteilungen des
Historischen Vereins der Pfalz. Band. 84.
Karl Moersch: Geschichte der Pfalz.
Hans Wagner: Die pfälzischen Haingeraiden.
Karl Munzinger: Die Trippstadter Waldungen der Freiherren von Hacke 1716 – 1833
Blätter z. Heimatgeschichte v. Tripppstadt Sonderheft.
Bilfinger,E.: Johanniskreuz eine Pfälzerwaldgeschichte. 1904
Eitelmann, W: Rittersteine im Pfälzerwald.
Herbert Kühn: Die Felsbilder Europas. Kohlhammer Verlag Stuttgart. 1952.
Albert Becker: Pfälzer Volkskunde. Schroeder Verlag Bonn. 1925. 


 hukwa
 

Samstag, 30. März 2019

Ungeheuer die ihre eigene Kinder auffressen

Mit dem Hintergrund der weltweiten Klimakatastrophe (nicht Klimawandel, das wäre was natürliches) und der täglichen Zerstörung unserer Ökosysteme müssen unsere Kinder und Enkelkinder groß werden. Was sind wir doch für eine armselige Spezies? Wir nehmen uns mehr als wir brauchen und das was wir nicht brauchen machen wir meistens noch unbrauchbar. Wir zerstören mutwillig die Ökosysteme aus purer Gier nach immer mehr Wohlstand. Unter allen lebenden Arten sind wir die grausamsten. Die Konzerne die unseren Planeten ausbeuten und eine Wüste aus unserer Erde machen sind in den Händen einiger Wenigen die über Leichen gehen. Jene die sich dagegen wehren sind in der Minderzahl. Die konsumierende Masse wird gelenkt, wird gefüttert mit dem Versprechen des ewigen Wohlstands. Wenn diese Masse nicht anfängt ökologisch nachzudenken kommt der Kollaps bald. Sie sind die kleinen Kronose dieser Welt.
Ungeheuer die ihre eigenen Kinder auffressen.
hukwa

Götzendienst

"Wir verehren heute das, was vom Menschen gemacht ist. Dass ist der eigentliche Götzendienst."
Theodor Roszak

Mittwoch, 27. März 2019

Rennt weiter, ich sitze am Wegrand und beobachte euch

Wer mit Autobahntempo durchs Leben rast, muss die Welt zwangsläufig mit anderen Augen sehen als jener der in seinem Leben meditative Ruhepunkte findet. Die Menschen sind mehr "Autofahrer" als "Fußgänger". Es ist ja so dass viele ihre eigene Zeit nicht selbst bestimmen sondern von der Gesellschaft bestimmen lassen. Ich ziehe das ruhige Gehen vor. Beobachte vom Rand der Straßen und Wege eine Welt die an mir vorbei rast.
hukwa

Montag, 25. März 2019

Wo Gedanken fliegen lernen

Die Natur ist immer schöpferisch und verzaubert die Landschaft täglich aufs Neue mit ihren Mustern. Wahrnehmung und Sehen das ist die Losung die wir benötigen wenn wir in die Wälder gehen. Das Antlitz der Natur ist ehrenhafter als dass eines Menschen. Es ist weder verschlagen noch hinterlistig nur in der Natur finden wir unseren Frieden. Zu viel Gesellschaft macht stumpfsinnig. Für unseren Geist herrscht in der Natur immer eine gewisse Schwerkraft vor so dass unsere Gedanken dass fliegen lernen.
hukwa

Sonntag, 24. März 2019

Als wäre ich dabei gewesen

Jeder Wald hat seine eigene Geschichte, eine Naturgeschichte und eine Geschichte die der Mensch in ihm hinterlassen hat. Auf meinen Wanderungen durch die Wälder begegne ich immer wieder dieser Geschichte. Unterm Laub finde ich einen alten Köhlerplatz wo Köhler vor zwei hundert Jahren gekohlt haben. oft fand ich schon Hufeisen aus dem Mittelalter. Diese Fundstücke erzählen mir von der Geschichte des Waldes. Einmal fand ich auf einem alten Römerweg, Sandalennägel, die ein römischer Legionär vor 2000 Jahren verloren hat. So ist der Wald eine historische Fundgrube. Wenn ich einen solchen Fund in der Hand halte eilen meine Gedanken Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit. Manchmal sind sie wie Erinnerungen so als wäre ich dabei gewesen.
hukwa

Mittwoch, 20. März 2019

Allein auf einsamer Flur

Es ist ein großartiges Bild gewesen das sich mir heute Morgen bot. Der Vollmond, ganz orangefarben, verschwand gerade hinter den Bäumen. Um 5.30 Uhr war es noch eiskalt draußen. Die Mystik des Morgen ist eine andere wie die am Abend. Mein ganzes Sein war von der Natur durchdrungen an diesem herrlichen Frühlingsmorgen. Deutlich spürte ich meine Entfernung zur Gesellschaft. Die Wiesen und Äcker waren voll von Eisreif. Solch einen Morgen muss man ganz durchdringen.
hukwa

Dienstag, 19. März 2019

Gefängnishof

Als Mystiker und Naturphilosoph, als leidenschaftlicher Waldgänger, komme ich wenig in die Stadt. Doch wenn ich einmal dort hinkomme, bekomme ich das Gefühl nicht los dass ich mich in einem Gefängnishof bewege.
hukwa

Montag, 18. März 2019

Mein Leben gehört mir selbst

Mein Leben gehört mir selbst. Und ich achte darauf dass ich meine Stunden vor allem mit mir selbst verbringe. Ich meide die Langeweile meiner Mitmenschen. Jetzt im März lasse ich mich von diesem Monat ganz durchdringen. Ich ziehe die Gesellschaft der Wälder der menschlichen Gesellschaft vor.
hukwa

Sonntag, 17. März 2019

Über die Wurzeln des pfälzischen Pfingstquack im Vergleich zu europäischen Frühlingsbräuchen


Foto©Hans Wagner

Wenn man intensiver über alte Frühlingsbräuche forscht kommt man James George Frazer und seinem Monumentalwerk der „Goldene Zweig“ nicht vorbei. Dieses Werk ist eine volkskundliche Odyssee, ein Nachschlagewerk auf das heute noch jeder Volkskundler zurückgreift.
Forscher wie Frazer aber auch Mannhard schenkten ihre besondere Aufmerksamkeit den mit dem Ackerbau zusammenhängenden Fruchtbarkeitsbräuchen. Hier vermuteten sie die Überreste alter kelto-germanischer Fruchtbarkeitskulte. Daher ist es wohl angebracht anhand einiger aus diesem Bereich entlehnten Beispielen das Frühlingsbrauchtum zu untersuchen. Dieses hat seine Wurzeln in heidnischen Zeiten. Doch die Vermischung mit christlichen Lehren, vor allem Elementen aus dem katholischen Glauben war unvermeidlich. Statt die althergebrachten Bräuche ganz zu zerstören versuchte die katholische Kirche sie in ihre Lehre zu integrieren. So wurde aus dem altgermanischen Julfest unser Weihnachtsfest aber auch Ostern, Allerheiligen und andere Jahresfeste wurden von der Kirche unterwandert. Auch die Quellen und Brunnen wurden mit christlichen Heiligen in Verbindung gebracht obwohl diese bereits heidnische Kultorte waren. Johannes der Täufer wurde zu einer auf die Sommersonnenwende bezogenen Gestalt.
Uns heutigen erscheint die magische Welt sogenannter primitiver Völker als eine in sich geschlossene aber nicht mehr erfahrbare Einheit. Wir können das Denken dieser Völker überhaupt nicht mehr nachvollziehen und doch begegnen wir immer wieder den alten Mythen die sich verkleidet auch heute noch in einigen meist ländlichen Brauchtumsfesten verstecken. Das beste Beispiel hierfür ist der Fasching der ja in seinen Wurzeln ein Frühlingsfest ist nämlich dass der Winteraustreibung. Je tiefer man nun in diese Welt des alten Brauchtums, der Mythen und Jahresfeste vordringt desto tiefer treten wir in eine Welt des Traumhaften und Imaginativen ein in der Kausalgesetze keine Gültigkeit haben. Ob Frühlingsfest, Ostern, Maifest oder Pfingsten die volkskundliche Forschung will immer zur Urform des jeweiligen Festes vorstoßen. So führen Nachforschungen bis in die Zeit des Neolithikums zu einer auf dem Matriachat aufgebauten ackerbauenden Gesellschaft. Seit Jahrhunderten erlebt unsere zivilisierte Welt eine Entmagisierung der Sprach und Vorstellungswelt. Für den modernen Menschen gibt es die Beseelung der Natur nicht mehr. Für unsere Vorfahren aber war die ganze Natur ein einziger beseelter und organischer Kreislauf. Über dieses Heidentum schrieb Jacques Brosse in seinem Buch „Mythologie der Bäume“: „Ein komplexes und differenziertes kosmologisches System, das sich auf die Vielfalt und auf gegenseitige Ergänzung gründete, das System des „Heidentums“ wurde durch einen dogmatischen, intoleranten und manichäischen Monotheismus verdrängt.“.
Der Glaube an den einen Weltenherrscher, der aus irgendeinem Himmelreich die Welt regiert, die ihm untertan ist, verdunkelte schließlich das Bild der alten Erdmutter, die- wie ein pflanzliches Wesen in der Natur lebt und sich um ihre Kinder sorgt die von dieser Natur leben.
Ein altes pfälzisches Brauchtumsfest ist der Pfingsquark der in verschiedenen Gegenden der Pfalz jeweils am Pfingstmontag gefeiert wird. Der „Quackreiter“ soll einen Fruchtbarkeitsdämon darstellen, den man ins Dorf holt und der dafür sorgen soll dass die Ernte reichhaltig ausfällt und das Vieh in den Ställen gesund bleibt. Die Gaben der Bauern und Dorfbewohner an den Quackreiter sind somit Opfer damit der Dämon der Ernte günstig sei. Das Quackfest findet in den pfälzischen Dörfern frühmorgens gegen 6 Uhr seinen Höhepunkt (in heutiger Zeit etwas später). Bereits am Pfingstsonntag versammelt sich die männliche (nicht mehr berufschulpflichtige) Jugend des Dorfes im Wald an einem bestimmten Platz, um aus Ginsterbüschen und Laubzweigen den „Quack“, eine Art Gestell, das dann noch mit Wildblumen ausgeschmückt wird, anzufertigen. Nach dem Abendessen treffen sich die jungen Leute an gleicher Stelle wieder, tragen Holz und Reiser herbei und zünden ein Feuer an. Einige bringen dann Kisten mit Bier herbei oder ein Bierfass das über die Nacht getrunken wird. Dann bringt man ein Pferd herbei dem man das geschmückte Gestell, den „Quack“ aufzäumt. Der „Quackbube“ setzt sich in diesen Quack und reitet, begleitet von der munteren Schar ins Dorf. Hier stimmen die jungen Leute nun folgendes Lied an:

Quack, Quack, Quack
siwwe Eiser sin geback
siwwe sin gesore
der Quack,Quack soll gut gerore.

Stab aus, Stab aus
Im Winter geht de Jäger aus.
Feier in den Blume
Bringt eh gure Summe

Ri, ra, ro
Heit iwwers Johr simmer wirrer do

Und als die Nacht geendet
war die Finsternis vorbei
wacht alles was am Abend spat
zu seiner Ruh geeilt.

Hört die Schlissel klingele
s werd uns ebes bringele

Ri ra ro
Heit iwwers Johr
simmer wirrer do.“

Dieses Lied wird in jedem Winkel des Dorfes gesungen, während einige der Quackbegleiter Eier, Speck oder auch Geld sammeln. Rührt sich in einem Haus niemand werden die Leute wach geklopft. Ist der Umzug zu Ende, wird gemeinsam in die Kneipe gezogen, getrunken und Eier und Speck verzehrt.

Beim pfälzischen Pfingsquack haben wir es mit der Nachahmung eines wohltätigen Vegetationsgeistes zu tun. Im „Goldenen Zweig“ führt Frazer einige solcher Beispiele an. Er schreibt von Pfingstkönig, Maikönig, Pfingstlümmel, Blattmännchen, Blattkönig genannt. Man findet also „Ausleger“ des pfälzischen Pfingstquack in ganz Europa. Einige Beispiele:
In Fricktal in der Schweiz gehen die Knaben zu Pfingsten in den Wald und hüllen einen von ihren Gefährten in belaubte Zweige. Er wird der Pfingstlümmel genannt und zu Pferde, mit einem grünen Zweig in der Hand, ins Dorf zurückgeführt. Am Dorfbrunnen wird haltgemacht, und der blättergeschmückte „Lümmel“ wird vom Pferde geholt und in den Trog getaucht. Damit erwirbt er das Recht jedermann mit Wasser zu bespritzen, und er übt dieses Recht besonders an Mädchen und Strassenjungen aus. Die Jungen und Mädchen marschieren in Trupps vor ihm her und bitten ihn, er möchte ihnen eine Pfingstdusche geben“.
Man könnte diesen Vorgang auch als „Pfingsttaufe“ bezeichnen.
In Ruhla (Thüringen) versammeln sich, sobald die Bäume im Frühling grün werden, des Sonntags die Kinder und gehen in die Wälder hinaus, wo sie einen ihrer Gespielen dazu bestimmen, das „Blattmännchen“ zu sein. Sie brechen Zweige von Bäumen und winden sie um das Kind, bis nur noch seine Schuhe aus dem Blättermantel hervorlugen. Es werden Löcher hineingemacht zum Durchsehen, und zwei der Kinder führen das Blättermännchen, damit es nicht stolpert oder fällt. Singend und tanzend führen sie es von Haus zu Haus und bitten um Gaben in Gestalt von Eiern, Sahne, Wurst und Kuchen. Endlich besprengen sie den Blättermann mit Wasser und tun sich gütlich an dem, was sie eingeheimst haben.
Was an solchen „Bettelgängen“ immer wieder auffällt ist das Sammeln von Eiern. Diese waren früher als auch heute in jedem Haushalt vorhanden sie sind aber auch Teil eines Fruchtbarkeitsrituals. Das Ei ist ein Symbol der Erneuerung des Lebens und es ist in dieser Bedeutung in den ältesten Kulturen bezeugt.
Weiter berichtet Frazer: „Im Fricktal in der Schweiz, wird ein ähnliches Flechtwerk aus Zweigen der „Pfingstkorb“ genannt. Sobald die Bäume zu knospen beginnen, wird eine Stelle im Wald ausgewählt, und hier machen die Dorfburschen in alller Heimlichkeit den „Korb“, damit nicht andere ihnen zuvorkommen. Belaubte Zweige werden um zwei Reifen gewunden, deren einer auf der Schulter desjenigen, der den Korb tragen soll, ruht,während der andere um seine Waden gelegt ist. Man macht Löcher für Augen und Mund, und ein großer Blumenstrauss krönt das ganze. In dieser Vermummung erscheint er plötzlich im Dorfe zur Vesperzeit. Vor ihm marschieren drei Knaben, die auf Hörnern aus Weidenrinde blasen. Das große Ziel seiner Anhänger ist, den Pfingstkorb auf dem Dorfbrunnen aufzustellen und ihn sowie seinen Träger dort zu halten, trotz der Anstrengungen der Burschen aus den Nachbardörfern, die versuchen den Pfingstkorb fortzutragen und auf ihren eigenen Brunnnen aufzustellen.“
Frazer schreibt hierzu: „Häufig ist das in Blättern gehüllllte Geschöpf unter dem Namen König oder Königin bekannt....Dieser Titel bedeutet wie Mannhardt bemerkt, dass der in der Vegetation verkörperte Geist ein Herrrscher ist, desen schöpferische Kraft weit verbreitet ist.“
Natürlich wurden jegliche Art von heidnischen Festen von der Kirche aufs häufigste verdammt. So schrieb im Jahre 1698 Pfarrrer Geysel aus dem Holzland: „Abgesehen von anderen haarsträubenden Gattungen und Arten von Aberglauben, über die ich schweigen will, wird die Feier der vier Samstage nach Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Johannistag festgehalten. Man hält dafür, durch einen solchen Aberglauben Hagelschäden von sich abzuwenden und solches ist ein sehr hartnäckiger Irrtum gewesen. Ich bin mit Gottes Hilfe diesem beizeiten entgegengetreten, sobald ich davon Kenntnis erhielt und habe solche Gebräuche ausgerottet“.
Letztlich konnte die Kirche die althergebrachten Bräuche nicht rigoros beseitigen, so dass sie sich schließlich genötigt sah, die heidnischen Riten zumindest teilweise in ihr Brauchtum zu integrieren.


©hukwa




Lit.Hinweise: Ernst Christmann: Pfälzer Frühlingsbräuche.
J.G.Frazer: Der Goldene Zweig.
Wilhelm Mannhardt: Mythologische Forschungen.
Wilhelm Mannhardt: Feld und Waldkulte.
Jacques Brosse: Mythologie der Bäume.
Hans Wagner: Der pfälzische Pfingstquack und seine Wurzeln im Hain der Diana von Nemi.
Heinz Friedel: Chronik von Schopp.
Otto Wenz: Zur Volkskunde des Pfälzer Holzlandes.


Natur - Mittelpunkt unseres Denken

Noch schweigt der Gesang der Singvögel, noch hat ihr Frühlingskonzert nicht begonnen. Nur manchmal am frühen Morgen der leise Schlag einer Amsel. Doch in den nächsten Tagen werden sie wohl loslegen. Im weltweiten Konzert der Elemente und Naturkräfte stimmt der Wald seine Stimme mit vielen Naturkräften ab. In seiner ganzen "Funktionalität" zeigt uns der Wald, dass wir nur überleben können, wenn wir uns auf das Ganze besinnen, uns neu orientieren und unsere natürliche Mitwelt in den Mittelpunkt unseres Denkens stellen.
hukwa

Dienstag, 12. März 2019

Ein dunkler Laut

Der dunkle laut einer knisternden Kerze
in dem Moment da der Tag erwacht
und die Nacht in sich zusammenfällt
der Puls des neuen Tages
ist noch feucht von der Erinnerung an die Träume
doch es ist nicht die Zeit sich zu Entblättern
wie der Baum da draußen
im eisigen Raureif des frühen Tages
jetzt da die Morgenröte sich über die Landschaft streckt
die letzten Schatten frisst
bricht langsam der um mauerte Fluss der Seele
verweilen an einem Ort
bei den Nebelkindern der Nacht 
die das Siegel brechen
im schwarzen Land der Träume
der nackten Träume die dem Schweigen entwachsen
von der Tiefe her
klingt ein Ruf
oder ist es ein Lied
das einer schweigenden Minderheit gehört
die in Hypnose verweilt
lauschend
dem dunklen Laut einer knisternden Kerze.
hukwa

Samstag, 9. März 2019

Des Frühlings Stimme

Und wieder grünt das weite Land
des Dichters Glut ist neu entbrannt
Demeter hat es an den Tag gebracht
das Feuerwerk des Frühlings entfacht
Worte rauschen aus tiefen Brunnen
der Fuchs schleicht heimlich über die Wiese
die Weiden am Bachrand laden uns ein
Aurora zu ehren und sich in die Wälder zu begeben
der Märzgeist hat dies Wunder vollbracht.
hukwa

Freitag, 8. März 2019

Stimme der Natur

Es bedarf um die Stimme der Natur bewusst zu hören, um ihre Sprache zu verstehen, einer besonderen Atmosphäre und bei dem Suchenden muss eine gewisse Sensibilität vorhanden sein. Ist beides vorhanden ist es möglich in das Mysterium einzudringen.
hukwa

Sonntag, 3. März 2019

Insektenschutz ist Mitschöpflichkeit



Foto©UteKW
Langfristig gesehen gibt es ohne Bienen auch keine Landwirtschaft. Die Bauern die sich gegen Blühstreifen auf ihren Feldern stellen sind letztendlich ökologische Analphabeten. Es ist aber an der Zeit dass sich nicht nur die Landwirte über ökologische Solidarität informieren, auch der Rest der Bürger ist in der Pflicht der gefährdeten Natur durch Umdenken zu helfen, sonst blüht bald gar nichts mehr. Es gibt den ethischen Ansatz der Mitschöpflichkeit. Der Mensch ist verpflichtet gegenüber der Natur- und die Natur hat Rechte für die wir Menschen als denkende Wesen eintreten müssen. Wer sich heute keinen Gedanken um Umweltschutz macht schadet den nachfolgenden Generationen. Jeder Bürger hat die Möglichkeit zum Insektenschutz beizutragen.
Die Vernichtungen die seit Jahren weltweit im Tier und Pflanzenreich stattfinden sind schon mehr als gravierend. Bräuchte man einen Vergleich, um die Zerstörungen von Leben zu ermessen, die sich gegenwärtig auf unserem Planeten vollziehen so müsste man 65 Millionen Jahre bis zur Saurierkatastrophe zurückgehen. Leider haben es die meisten Menschen noch nicht kapiert, das der Schaden den sie in der Natur anrichten, groß genug geworden ist, dass er der gesamten Menschheit bald zum Verhängnis wird.

hukwa