Sonntag, 25. August 2019

Alles Menschenwerk

Ein ruhiger, stiller Augustmorgen. Es ist schon spät im Monat und langsam zieht nun der Frühherbst durchs Land. Tagsüber ist es warm, in den Nächten kühl. In den Wäldern ist es jetzt stiller geworden. Manchmal tönt der Ruf einer Krähe durch die Landschaft. Die Elstern schimpfen und der Eichelhäher liebäugelt schon mit den fast reifen Haselnüssen. In diesem Sommer hat der Wald ganz im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens gestanden. Angefangen hat es mit der sinnlosen Räumung des Hambacher Forstes. Dann kam der Sommer mit seinem dramatischen Waldsterben. Und jetzt brennt der Regenwald im Amazonas Gebiet. Alles Menschenwerk! Der Planet wird nicht nur geplündert, jetzt sind wir in das Stadium getreten wo die Selbstvernichtung beginnt.
hukwa

Samstag, 24. August 2019

Die Furche

Es ist die Schönheit dieses Augustmorgen der mich mit seiner Aura berührt. Es ist nahe am Monat September und dass Gefühl das der Altweibersommer angebrochen ist spüre ich heute besonders stark. Hoch am Himmel drehen die Schwalben ihre Runden. Ich gebe mich dieser Stimmung hin, dieser Klarheit des Morgen.
Wie früher die Bauern eine tiefe Furche als Grenze zum Acker des Nachbarn zogen, so ziehe ich eine Furche in meinem Geist, die mich von der Gesellschaft und ihren Institutionen trennt. Und ich achte darauf das hier keiner einen Zutritt bekommt, der zur Gegenseite gehört. Auf dieser Insel hat Konsum und Oberfläche keinen Zutritt.
hukwa

Montag, 19. August 2019

Die spirituelle Dimension der Nacht

Wenn die Nacht hereinbricht gehöre ich nicht mehr der materialistisch-irdischen Welt an sondern bewege ich mich ganz in einer spirituellen Welt. Es ist mir dann als schlüpfte ich aus einem Kokon heraus und betrete ein Reich das ich als meine wirkliche Heimat bezeichnen möchte. Dann gelingt es mir den Mantel der profanen Welt abzulegen und in eine transzendentale Dimension einzutreten. In jene Welt die von Hindus, Buddhisten und Anderen als die wirkliche Welt bezeichnet wird.
hukwa

Freitag, 16. August 2019

Weg nach Innen

Wenn ich am frühen Morgen durch die Wälder wandere, lasse ich nur meine eigene Gedanken meinen Geist durchdringen. Alles gesellschaftlich Kaputte muss draußen bleiben, damit mein inneres nicht entweiht wird. Dies ist einer meiner Pfade nach Innen. Ich bin den Bäumen in den Wäldern näher als den Menschen auf der Straße.
hukwa

Donnerstag, 15. August 2019

Reichtum

Denn größten Reichtum den wir ansammeln können, ist jener, welcher uns am wenigsten gekostet hat.
hukwa

Mittwoch, 14. August 2019

Intelllekt und Geistnatur

Die Natur ist an sich bewusst - unbewusst. Es gibt eine ursprüngliche Identität von Natur und Geist. Alles was ist, ist an sich eins entspringt dem einen Ursprung. Was Natur und Geist anscheinend trennt ist der arbeitende Intellekt, dieser ist nichts anderes als ein Werkzeug.
hukwa

Dienstag, 13. August 2019

Alchemistische Weisheit

"Ein Buch öffnet das andere".  

Transmutemini in vivos lapides philosophicos - euch selbst verwandelt in lebendige philosophische Steine.
Dorneus

Sonntag, 11. August 2019

Nahender Altweibersommer

Jetzt reifen wieder die Beeren des Holunders. Der Altweibersommer steht schon vor der Tür und wartet auf Einlass. Es ist das besondere Sonnenlicht dieser Jahreszeit dass besonders fasziniert. Aus dem Dickicht der Wälder dringt am frühen Morgen der Geruch von feuchtem Moos und Pilzen. Die äußeren Vorgänge der Natur beruhen auf ihren inneren Vorgängen, sich in diese zu vertiefen ist Naturerkenntnis.
hukwa

Donnerstag, 8. August 2019

Zuflucht

Die Zukunft ist in der Gegenwart verkapselt wie der Eichbaum in der Eichel. 
hukwa  

Vereint bin ich an diesem wunderschönen Spätsommer Morgen mit den Pflanzen und Tieren die mich umgeben. In solchen Stunden innerer Einheit meide ich den Umgang mit meinen Artgenossen. Ich suche den Abstand in dem ich die Zuflucht zur Natur aufsuche. Es ist die Zeit sich im Schauen zu üben.
hukwa

Mittwoch, 7. August 2019

Weihe dein Leben der Gegenwart

Weihe dein Leben der Gegenwart
tust du es nicht
wirst du bald Sklave deiner Erinnerungen sein.
hukwa

Samstag, 3. August 2019

Naturvergessenheit ist Seinsvergessenheit

In Zeiten wie diesen muss nachhaltiges Denken zur Disziplin- und Lebensstrategie werden. Was auch bedeutet, dass man das Auto öfters stehen lassen muss und auch mal auf das Fahrad umsteigen sollte. Ein weltweites Wirtschaftssystem das Leistunssteigerung zur Grundlage hat, muss perspektivlos sein, weil die Ressourcen begrenzt sind: Bodenschätze, Trinkwasser und Atemluft werden knapp. Unser blauer Planet als gigantische Müllkippe, die Ozeane gefüllt mit Plastik – dies ist lang schon keine Sciene-Fiction mehr. Es muss zum Kollaps kommen. Wie er aussieht erkennen wir jetzt schon am dramatischen Sterben unserer Wälder. Es ist die Schizophrenie unserer derzeitigen gesellschaftlichen Situation dass der Großteil der Menschen, vor allem in Politik und Wirtschaft, nicht begreifen will, dass unsere weitere Entwicklung wahrscheinlich tragisch verlaufen wird, wenn wir nicht sofort etwas unternehmen. Vor allem müssen wir unsere Konsum- und Produktionslogik ändern diese schafft nur weitere Probleme. Durch oft sinnloses wirtschaftliches Walten kann die Natur und mit ihr wir Menschen die evolutionär gesetzten zeitlichen Grenzen nicht mehr einhalten was zu einem Zusammenbruch führen muss. Das was wir dieser „Naturvergessenheit“ entgegen setzen müssen ist ökologische Solidarität. Dass „der Versuch, die Ökologie dem Markt und der Wachstumsideologie zu unterwerfen gescheitert ist“ das ist lange schon Fakt. Die Wirtschaft muss in Zukunft der Ökologie unterstehen, ansonsten gibt es irgendwann auch keine Wirtschaft mehr, das ist auch Fakt.
Um eine machbare Zukunft zu gestalten müssen alle endlich handeln und die Politik muss damit beginnen jene die unsere Natur ausbeuten in die Schranken zu weisen. Es ist vor allem die weltweite Konzernpolitik, die Macht über Menschen und Märkte ausübt und die Natur in die Erschöpfung getrieben hat. Es sind zum großen Teil die Konzernmanager und ihre Helfer in der Politik, die dafür verantwortlich sind, dass unsere Enkel vielleicht einmal ein Leben führen müssen, das überhaupt keine Erinnerung an ein natürliches Leben mehr enthält. Zwar macht sich die Politik „sachkundig“ doch sie bietet weder Lösungen noch Alternativen, um so mehr ist jeder Einzelne gefragt. Es gibt keine ökologische Schönheitsoperationen für den Planeten, für die Gegenwart gibt es nur ökologisches, schnelles Handeln und dies für jeden Einzelnen, an seinem Ort, sei dies in Politik, Wirtschaft oder im eigenen Haus und vor der eigenen Haustür!
hukwa

Donnerstag, 1. August 2019

Klimakatastrophe und Geschichte

Wir sind aus der Geschichte ausgestiegen und was jetzt auf uns zukommt ist reines Geschehen. Ein Geschehen das wir nicht mehr kontrollieren können. Der Historiker Theodor Mommsen hat einmal gesagt für ihn beginne die Geschichte dann, wenn ein verstehbarer, innerlich fortlaufender Geschehensprozess und gleichzeitig das Bewusstsein vorliegt, dass man in einem solchen steht. Die Klimakatasrophe und das Waldsterben sind eine vor langer Zeit schon von Menschenhand eingeleitete Apokalypse.
Wir haben eine 5000 bis 6000 jährige Zeit wirklich menschlicher Geschichte hinter uns die wir als unsere „innere Geschichte“ bezeichnen können. Also eine Zeit in der die Menschheit begann mythisch und später philosophisch zu denken. Nun scheint es, dass der Punkt gekommen ist, da die Menschheit beginnt aus der menschlichen Geschichte auszusteigen und ihren Verlauf der Naturgeschichte wieder überlässt. Wenn wir die Evolution der Dinosaurier betrachten, die das vierzigfache der unsrigen überschreitet, scheinen diese die erfolgreicheren Lebewesen gewesen zu sein. Denn vor allem starben sie nicht auf Grund eigener Schuld aus.
Die heutige Menschheitsgeschichte ist mit dem in ihr wirkenden apokalyptischen Wahnsinn in ein Stadium getreten dessen Ziel anscheinend die Vernichtung jeglichen höheren Lebens auf unserem Planeten ist.

hukwa

Wenn es dann soweit ist...

Wenn es dann soweit ist, dass kein Baum mehr steht,
dass kein Vogel mehr fliegt
malen wir Vogelnester auf Beton
und laden dass einstige Frühlingskonzert der Vögel
als Erinnerungston
auf unsere Handys.
hukwa

Mittwoch, 31. Juli 2019

Was willst du - Mensch?

Was ist der Mensch?
Wodurch unterscheidet er sich von den übrigen Geschöpfen der Natur?
Hat er Teil an der übernatürlichen Welt des Geistes?
Welches ist der Sinn seines Erdendaseins?
Warum lebt er nicht gemäß der Vernunft?
Kann er der Vernunft nicht teilhaftig werden?
Wir sind nur ein Abglanz jenes Urgedankens, der in jeder Pflanze west. Doch nicht jeder hat einen Anteil daran, weil ihn der Sphärenglanz dieses Urgedankens nicht erreicht.
hukwa

Verwunschener Garten

Mittagszeit im Hochsommer
Panstunde
Geflüster im Gartenschilf
die Zeit
für einen Moment gefangen
im spiegelnden Gelb
der Ringelblumen
einsam der Farn
beim Erlenbaum
im verwunschenen Garten
den Tulpen und Rosen so fern
bemoost der Stein
ein einzelner Star
starrt gebannt nach Süden
im feuchten Sand vor dem Teich
der zierliche Hufabdruck des Pan.
hukwa

Montag, 29. Juli 2019

Noch pocht der Atem der Erde

Weiß wehen die Nebel vom Tal herauf
der Erlenzeisig im Fichtendickicht
erzählt seiner Frau
von Joringel und Jorangel
süßer Duft früher Holunderfrüchte
noch einmal tanzen die Hornissen
am Abend vor der hohlen Eiche
das Buchenlaub raschelt im leichten Wind
geflecktes Gelb mit braunen Tupfern
erobert den Adlerfarn
im geborsteten Stamm
hat der Siebenschläfer sein Nest gebaut
noch einmal tanzen die Gedanken
ziehen mit den Nebeln
über die verdorrte Wiese
der Klang der Turmuhr aus dem Dorf
kündet den Zeitenwechsel 
noch reifen die Holunderfrüchte
noch spricht der Erlenzeisig
im Fichtendickicht.
hukwa

Donnerstag, 25. Juli 2019

Tierwesen

Das Wesen des Tieres ist mir näher, als dass des Menschen. Ersteres ist weder verlogen, noch hinterhältig, noch böse. Es ist einfach nur Tier.
Heute Morgen erwachte ich früh durch den leichten Gesang eines Wiesenpieper. Sie tönte aus den Laubgewölben des Gartens in mein Zimmer herein. Das Vogellied erfüllte mich mit einer tiefen Harmonie. Als die ersten Autogeräusche zu hören waren, beendete er sein Lied. Wohl flog er tiefer in den Wald um es dort weiter zu singen.
hukwa

Montag, 22. Juli 2019

Verpuppung

Früher Morgen. Die Vögel stimmen ihr leichtes Sommerlied an. Vom Garten dringt klare, kühle Morgenfrische zu mir. Meditative Stunde. Denke ich zurück an den Winter erscheint mir diese Zeit wie eine Verpuppung. Was sich in den Wintermonaten an geistigen und seelischen Kräften ansammelt will sich im Sommer entfalten.
hukwa

Sonntag, 21. Juli 2019

Leserbrief: „Das Leid der Bäume“

 
Foto©UteKW

Man spricht von einer „Jahrhunderkatastrophe“ doch das Waldsterben hat bereits in den 1970ziger Jahren begonnen. Forstunternehmen und Privatwaldbesitzer klagen über Kosten, doch der Wald ist mehr als ein Kostenfaktor. Wir alle tragen Verantwortung für den Wald. Sie muss jedem einzelnen eine Verpflichtung sein, schneller und effektvoller zu handeln als es die derzeitigen politischen Programme vorsehen. Der Wald ist schließlich mehr als eine Ansammlung von Bäumen zur Rohstoffherstellung. Was der einzelne Baum für den Menschen an Wert darstellt lässt sich ganz einfach aufrechnen: Schon eine einzige, ausgewachsene Buche von ca. 25m Höhe und einer Gesamtblattfläche von 1600m² setzt an einem Tag ungefähr 7000 l Sauerstoff frei, das ergibt ungefähr 35 Kubikmeter sauerstoffreiche Atemluft, das genügt um den Tagesbedarf von etwa 50 Menschen sicherzustellen. Rechnet man das auf die Gesamtfläche des deutschen (und weltweiten) Waldes um, wird einem schnell klar wie unentbehrlich Wälder für jedes niedere und höhere Leben auf unserem nicht mehr so blauen Planeten sind. Ohne die ausgleichende und regenerierenden Hochleistungen des Waldes gibt es kein Leben auf dieser Erde. Den Wald darf man doch nicht als Kostenfaktor sehen sondern als Überlebensfaktor. Wir nähern uns nicht nur dem Alptraum eines entwaldeten Mitteleuropas, sondern einer weltweiten Entwaldung. Wir tragen nicht nur die Verantwortung für den Sauerstoff den wir heute einatmen, sondern auch dafür, dass für unsere Kinder und Enkelkinder noch genug Luft zum Atmen übrigbleibt. Wir alle wissen um die Schadstoffe die den Wäldern zusetzen und wir alle sind für das Waldsterben verantwortlich, da kann sich kein Autofahrer und kein Flugzeuggast herausreden. Was wir derzeit unbedingt benötigen um die Katastrophe aufzuhalten ist die praktische Umsetzung von Nachhaltigkeit, nicht nur reden sondern auch handeln. Wir wissen, dass die derzeitige Politik mehr Wert auf ökonomisches Wachstum legt als auf ökologisches Handeln. Das Horrorszenario wird wahrscheinlich weitergehen bis nichts mehr wächst ausser der Ökonomie. Und eines dürfte jetzt schon klar sein: Jene die nach uns kommen werden uns verfluchen!
hukwa

Leviathan

Jedes mal wenn ich die Stadt aufsuche (das ist nicht oft) hat diese ein wenig mehr Natur gefressen. Die Gier der Stadtplaner nach natürlichem Land ist unersättlich. Hier wird nicht an die Generationen nach uns gedacht. Immer tiefer frisst sich der städtische Leviathan in die umgebende Natur hinein. Der letzte grüne Flecken wird zu Geld gemacht, die kennen keine Grenzen, alles wird zu betoniert.
hukwa

Freitag, 19. Juli 2019

Panstunde

Es ist die Stunde des Pan, Nachmittag. Es ist still hier am Waldrand, nur ein paar Elstern können ihren Schnabel nicht halten. Ich lausche in die Stille hinein und ihr Echo erfasse ich mit meiner Seele. Am Himmel segeln die Schwalben und der Zilp Zalp hüpft vergnügt im Holunderbusch hin und her. Ein Sommernachmittag des Nichts Tun. Man fühlt sich wie eine Wolke die vom "unbewegten Beweger" sanft angeschoben wird. Sich der Pansstunde ganz hingeben, die Stille genießen und Schauen, ganz Aufnahme sein ist das Gebot dieser Stunde.
hukwa

Donnerstag, 18. Juli 2019

Vom Sichtbaren und Unsichtbaren

Menschen die nur das Sichtbare sehen werden auch nur dieses Sichtbare durchleben. Erst wenn ich meinen Geist auch dem Unsichtbaren zuwende, bin ich auf dem Weg zur Ganzheit.
hukwa

Montag, 15. Juli 2019

Uralte Verwandtschaft

Während meiner Waldspaziergänge unterhalte ich mich im Geiste gerne mit H.D.Thoreau. Ich bin sicher wir waren in einem früheren Leben eng miteinander befreundet. Zu viel haben wir gemeinsam also muss auch eine Verwandtschaft bestehen. Heute Morgen sprach er während des Rauschens der Bäume folgendes zu mir: "So unterbreche ich von Zeit zu Zeit meine Verbindung mit den ewigen Wahrheiten und begebe mich in den Strom menschlicher Geschäftigkeit. In die Tretmühle der Spießer. Doch wenn meine Sache getan ist gebe ich mich mit unverwüstlicher Zuversicht wieder dem Unendlichen hin."
Dies ist einer der vielen Gemeinsamkeiten die wir miteinander haben.
hukwa

Donnerstag, 11. Juli 2019

Vom Schmieden und Wandern

Heute ist ein meditativer Morgen und ein Landregen berieselt die Landschaft denn die Natur durstig aufsaugt. Fern dem Getöse und dem unsinnigen Tun dieser profanen Gesellschaft die ich nach Möglichkeit meide, streife ich durch die Wälder.
Gestern stand ich den ganzen Nachmittag an der Schmiedeesse und habe ein Messer geschmiedet.
Solch ein einfaches handliches Messer schmiede ich an einem Nachmittag. Einen weiteren Nachmittag benötige ich zum schleifen, polieren, schärfen und Griff anbringen. So kann ich an einem Tag ein Messer herstellen, das man viele Jahrzehnte lang benutzen kann. Die Arbeit in der Schmiede sollte so meditativ vor sich gehen wie ein Waldspaziergang. In der meditativen Zeit reift das Werk.
hukwa

Mittwoch, 10. Juli 2019

Sommerhaiku

Harmonisch öffnete sich
an diesem Morgen
die Windenblüte.
hukwa 


Im Blitzstrahl des Sommergewitters der Nacht
die Wildrosen
leuchten wie Blut.
hukwa

Sonntag, 7. Juli 2019

Kontakt zur eigenen Seele

Für Platon war Philosophieren nichts anderes als geistige Exerzitien. Er war davon überzeugt dass im Menschen eine Seele vorhanden ist und man über die Philosophie mit ihr Kontakt aufnehmen kann.  Er fand den Unsterblichkeitsglauben an die Seele in der Selbsterfahrung des Geistes. Der Geist also ist sich der Seele bewusst. Oft kann man dies ja auch selbst in einer Form des "ahnens" spüren. Um seine eigene Seele zu "fühlen" bedarf es des transzendierenden Denkens. So wie das Denken ein Werkzeug des Geistes ist so ist der Geist eine Ausstrahlung der Seele. Wenn man sich in seiner gesellschaftlichen Umgebung umschaut, bemerkt man alsbald, das sich viele "Seelenlose" Menschen hier tummeln. Diese Menschen sind insofern "Seelen-los" dass ihre Seele losgelöst ist von ihrem Sein. Sie haben also keinen Kontakt zu ihrem seelischen Bereich. Man sollte bei solchem suchen darauf achten dass die Erfahrungswelt nicht zur Fiktion wird und man plötzlich in einem esoterischen Gefängnis erwacht.
hukwa

Freitag, 5. Juli 2019

Leben am Brombeer - Hag

Am Brombeer - Hag wimmelt es nur so von Insekten und Schmetterlingen. Im dornigen Gestrüpp entdeckte ich heute morgen das Nest des Zilp Zalp. Diese Grasmückenart hat ihren Namen nach dem gleichlautenden Ruf den sie von sich gibt. Zum Aufenthalt bevorzugt dieser Vogel, wie der Zaunkönig, dichtes Gestrüpp. Es ist mir immer wieder eine große Freude diesen Winzling zu beobachten. Hier wachsen auch wilder Wein, Haselsträucher und Efeu ein fast undurchdringliches Dickicht ist dieses Biotop. Auch die Waldwespe nistet hier. Diese Wespenart belästigt den Menschen nicht und halt sich fern von dessen Ansiedlungen. Ein kluges Insekt.
hukwa

Donnerstag, 4. Juli 2019

Beim Brombeer-Hag

Fotos©UteKnieriemen-Wagner


hukwa

Zeitschlüssel

Wenn ich mich mit den antiken Schriftstellern und Philosophen beschäftige, mit den Malern und Bildhauern jener Zeit, füge ich meiner Eigenzeit vergangene Zeitalter hinzu. In solchen Momenten dringt die Antike in die Gegenwart ein. Es ist das Gespräch der Geister über die Jahrhunderte hinweg dass man in solchen Momenten führen kann. Nichts geht verloren, kein Gedanke, kein Wort, wenn man den Schlüssel für die Zeit gefunden hat.
hukwa

Mittwoch, 3. Juli 2019

Zeitgefühl

Viele Menschen beklagen sich sie hätten nicht genügend Zeit für sich selbst. Anscheinend haben sie aber genügend Zeit um dieses Gut zu vergeuden. Sie reisen ziellos umher was ihnen keinen Nutzen bringt, da sie sich selbst nicht entkommen. Es ist der rechte Gebrauch der zeit den der Mensch finden muss.
hukwa

Dienstag, 2. Juli 2019

Hier auf dem Lande

Am Nachmittag kam der Wind von Westen über die bewaldeten Hügel und schenkte mir eine kühle Erfrischung. Mein Weg führte entlang des kleinen Wildbachs das lebendig murmelte und rauschte. Die Gedanken wurden klar wie Tautropfen im Frühling. Ich setzte mich auf einen alten Baumstumpf und lauschte in den Wald hinein. Lange zeit saß ich fast bewegungslos an diesem Platz und ließ meine Gedanken schweifen. Es ist der unveränderte Rhythmus des ländlichen Lebens denn man jetzt im Hochsommer besonders spüren kann. Für mich der denn Moloch Großstadt immer gemieden hat wurzelt alles kreatürliche und geistig-seelische Sein hier auf dem Land.
hukwa

Sonntag, 30. Juni 2019

Durchbruch zum kosmischen Bewusstsein

"Alle religiöse Erfahrung ist einheitlich in dem Sinn, 
dass sie sich weigert, 
von allgemein verständlicher Logik erklärt zu werden 
und Tatsachen enthält, die in unserem Bewusstsein etwas als 
vorhanden annimmt, dass dem rationalen Denken nicht begreifbar ist. 
D.T.Suzuki

Es ist nun schon einige Jahre her. Ich verließ den dichten Wald und betrat eine große Wiese. Das Gras reichte mir bis zu den Hüften. Als ich die Mitte der Wiese erreicht hatte spürte ich plötzlich in mir ein Gefühl dass mir bisher unbekannt war. es war ein Einheitsgefühl mit meiner Umgebung. Mir war als würde das Gras und die Wiesenblumen nach mir greifen. Ich hatte das realistische Gefühl dass der Habicht der hoch über mir schwebte mich liebevoll beobachtete. Ein Reh dass etwa 30 Meter von mir entfernt unter einer Birke weilte machte keine anstalten zur Flucht. Ich sah und spürte wie jeder Grashalm, jeder Stein und Baum geistig-seelisches Leben ein- und ausatmete. Ich wusste ich hatte ein Satori-Erlebnis. Ich habe solche Erfahrungen schon einige mal im Leben gemacht. Sie kommen über mich und flauen nach einigen Wochen- oder Tagen wieder ab. Sie verschwinden wenn ich mich länger in menschlicher Gesellschaft aufhalte. Was zurückbleibt jedoch ist die Erinnerung dass es im Leben viel mehr geben kann als jenes was wir zu Sehen glauben.
hukwa

Das Fieber der Erde

Heute Morgen erwachte ich durch den Ruf des Grünspechts, der die alte Buche bei der Kirche aufsuchte. Es war eine tropische Nacht gewesen. Als ich gegen sechs Uhr in der Frühe Fenster und Tür öffnete, drang von den Gartenbäumen herauf klare Morgenluft. Dort wo keine Bäume standen, stand auch die Hitze still. Heute sollen es fast 40 Grad werden. Wenn der Mensch einen solchen Temperaturanstieg bekommt nennt man dass Fieber. Der Mensch versucht sich dann abzukühlen. Die alte Gaia wird dies auch irgendwann tun, dann wird es richtig gefährlich. Der Gehalt des atmosphärischen Kohlendioxid steigt immer mehr, in früheren Zeiten unserer Naturgeschichte zeigten solche Symptome eine neue Eiszeit an. Doch die Masse bemerkt anscheinend überhaupt nicht was mit dem Klima wirklich im Moment passiert und jene die es wissen sagen den alten Spruch: Nach mir die Sintflut!
hukwa

Samstag, 29. Juni 2019

Ein naturmagischer Nachmittag

Denn Sommer in seiner ganzen Intensität aufnehmen ist eine Spirituelle Übung für den Geist. Ich sitze an meinem Sommerplatz. Hinter mir an der Sandsteinmauer rankt der Efeu und an der Hauswand der Schmiede der Wilde Wein. Ich habe ihn vor drei Jahren hier als winzige Pflanze entdeckt und ihn fleißig gepflegt. Jetzt hat er bereits die ganze Mauer erobert. Nun ist die Zeit seiner Blüte. Seine winzigen, unscheinbare gelblichgrüne Blüten haben für mich eine solche Naturmagische Ausstrahlung, dass ich mich sehr wohl bei diesem Pflanzenwesen fühle. Die Haussperlinge und eine Bachstelze leisten mir Gesellschaft. Es herrscht Panstunde!
hukwa

Freitag, 28. Juni 2019

Über Ereignisse

Ich finde dass Leben erwähnenswert das so viele wichtige Ereignisse aufweist wie dass der Amsel die mir am Morgen ein Lied singt. Die Ereignisse die mir Bekannte manchmal mitteilen finde ich langweilig. Wie diese Menschen überhaupt Langeweile ausströmen, da sich ihr Leben ständig wiederholt.
hukwa

Sonntag, 23. Juni 2019

Was sind wir doch für eine armselige Spezies

Heute Morgen erwachte ich wie gewöhnlich gegen 5.Uhr in der Frühe. Vom Wald her tönte dass  Gurren der Tauben und frische Waldluft strömte in mein Zimmer. Ich dachte: wir können der Natur zwar Schaden zufügen, doch Beherrschen können wir sie nie. Je schrecklicher der Schaden denn wir anrichten desto schlimmer schlägt die Natur zurück. Wir machen aus natürlichen Ökosystem Monokulturen und Drecklöcher was sind wir doch für eine armselige Spezies.
hukwa

Donnerstag, 20. Juni 2019

Unterhaltung in der Natur

Ich brauche nicht unbedingt zur Unterhaltung menschliche Gesellschaft. Mir genügen die Bäume, die Wolken, die Vögel und der Wildbach. Sie erzählen mir die wahren Geschichten des Lebens.
hukwa

Natur als Ausbeutung

Ich versuche mich in die Adern eines Baumes, in die wellen des Wildbaches und in den Vogelflug hinein zu versetzen. So lese ich im Buche der Altmutter Gaia. Doch wie fasst die Gesellschaft die Natur auf? Sie sehen in der Natur nur den toten Rohstoff für ihr Nützlichkeitsdenken. Natur als reines Objekt von Ausbeutung. Diese blinde Verachtung aller Natur ist die geltende Moral.
hukwa

Mittwoch, 12. Juni 2019

Der Grüne Löwe des Isaac Newton

 
Foto©Hans Wagner

Von Demokrit wird berichtet, das er als erster die Magie in ein System gebracht und gelehrt hat. Sein Lehrer war der legendäre Alchemist und Magier Ostanes. Dieser stammte wahrscheinlich aus Alexandria und er soll der Verfasser des alchemistischen Werkes „Das Buch der zwölf Kapitel über den ehrenhaften Stein“ sein. Plinius der Ältere berichtet uns das Ostanes nach Griechenland ging und dort seine magische Lehre verbreitete. Nun war damals, wie wir ebenfalls von Plinius wissen, Magie gleich Naturphilosophie. Der negative Bedeutungswandel den der Begriff Magie später bekam wurde vor allem durch die christliche Kirche geprägt. Dies gilt es zu bedenken wenn Gelehrte wie z.B. Albertus Magnus als Magier bezeichnet werden.
Der Naturforscher Friedrich Dessauer schrieb über Isaac Newton: „Seine Lebensleistung überschreitet fast menschliches Ausmaß: wir haben heute noch damit zu tun. Wie sie zustande kam, kann wohl niemals ganz ergründet werden; sie ist dafür zu groß. Denn dieser Mann änderte die Welt“.
Newton experimentierte sein Leben lang heimlich in versteckten Laboratorien an alchemistischen Versuchen. Dieser Mann der zeitlebens über die Grundlage der gesamten Naturlehre nachsann war fasziniert von den hermetischen Wissenschaften. In seinen geheimen Tagebüchern hat er mehr über Alchemie und Magie geschrieben als über dass wissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Man weiß dass seit 1936 als unveröffentlichte Tagebücher und Schriften von ihm auftauchten. Newton war ein Mensch der mit der Maske lebte und zwei Leben führte. Wären seine Tagebücher nicht entdeckt worden wir hätten heute noch das trockene, positivistische Bild über ihn. Er besaß eine schöpferische, kreative Phantasie die er gut vor der Welt verbergen konnte.
Hier eine Textpassage aus einem seiner geheimen Tagebüchern:
Löse den grünen geflügelten Löwen in sale Centrale der Venus auf, und das Destilierte ist der Geist des grünen Löwen, das Blut des grünen Löwen ist Venus; der babylonische Drache, der alles durch sein Gift tötet, ist dennoch von den Tauben der Diana durch Besänftigung besiegt, ist Quecksilber. Neptun mit dem Dreizack führt die Philosophen in den Garten der wahrheitsssucher ein. Also ist Neptun ein wässriges Minerallösungsmittel.“
Newton war wahrscheinlich überzeugt von den hermetischen Wissenschaften und das Bild dass wir von ihm haben ist letztendlich ein Zerrbild.

hukwa


Sonntag, 9. Juni 2019

PilzMensch eine Betrachtung

Ich sitze im Hof der alten Schmiede. Umgeben von Sandsteinmauern und Efeu fühle ich mich hier sehr wohl. ich beobachte das Rotschwänzchen und die umher fliegenden Insekten. An solchen tagen, bei solchen Plätzen existiere ich tief in meiner Innerlichkeit.
In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen, sein unterirdisches Sein, dass sich ganz in seiner Wurzel abspielt bleibt uns verborgen. Vielleicht eine Allegorie zur menschlichen Seele? Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Großteil unseres Lebens ab? Ich spüre sehr deutlich das es noch eine tiefere Dimension in uns gibt als wir zu Wissen glauben.
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2019

Parallelwelt und Schattendasein

Manchmal erscheint es mir als hätte der Mensch sein wahres Ich nach seiner Kindheit verloren und muss nun den Rest seines Lebens damit verbringen dieses verlorene Ich wieder zu finden. Diese Suche gehört zu jenem Teil unseres Lebens den wir in einer Parallelwelt verbringen ohne es zu merken.
Unsere materialistische Weltanschauung ist zu prägend als dass wir diese kurzfristige Aufenthalte in anderen Bewusstseinsstufen bemerken. Was ist der Bewusste Traum wenn nichts anderes als eine Parallelwelt?
Wir bemerken dies nur nicht weil wir der Traumwelt jegliche Realität absprechen.
Das Leben ist eben nicht nur dass was wir sehen sondern auch dass was auf anderen Ebenen existiert.
hukwa

Achtsamkeit

Achte auf den Augenblick
denn in ihm ist die Unendlichkeit verborgen.
hukwa

Dienstag, 4. Juni 2019

Das Fließende

Im Garten lärmen die Elstern. Ihre Jungen sind ausgeflogen und suchen das erste mal selbständig Futter. Ich gebe ihnen einen Teller voll Haferflocken. So kann ich sie für einige Zeit beobachten und ihr Verhalten studieren. Das Futter lockt auch Scharen von Sperlingen an. Es sind mehrere Paare die jedes Jahr am Haus brüten. Der Haussperling ist hier gut vertreten nur der Feldsperling wird immer seltener.
Während meiner Beobachtungen denke ich: Leben sollte etwas fließendes sein. Es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben, dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Mittwoch, 29. Mai 2019

Vom Wichtigen und vom Unwichtigen

In meiner Lebensführung achte ich darauf dass ich nach den wesentlichen Tatsachen des Lebens Ausschau halte. Ich bin ein Entdecker der für sich selbst dass Entdeckt was ich für wichtig halte. Dieses "Wichtige" ist bei mir oft jenes das andere für Unwichtig halten weil sie es in ihrem oberflächlichen Dasein übersehen.
hukwa

Dienstag, 28. Mai 2019

Nur eine Form...

Jetzt, im Monat Mai sind es die ewigen Gestaltungen der Natur die mich in die Wälder locken. Eine Kraft von der alle Dinge erfüllt sind kann man nun spüren. Nur in den Wäldern erscheinen noch jene Wunder die durch die Zivilistion andern Orts schon lange verloren gingen. Es sind die gleichbleibende Gesetze die hier vorherrschen und doch ist auch eine stete Änderung in ihnen sichtbar.Und oft spüre ich nun dass ich selbst nur eine Form dieser Kraft und Naturenergie bin.
hukwa

Montag, 27. Mai 2019

Tagesspruch

"Ihr folget falscher Spur,
Denkt nicht, wir scherzen!
Ist nicht der Kern der Natur
Menschen im Herzen?"
Goethe

Dienstag, 21. Mai 2019

Schatten der Demeter

Der inneren Landschaft
nähere ich mich
In den Wäldern
der uralte Stein
schaut mich an
Seelenverwandtschaft
unterm Schlehengezweig
das Nest des Zilp Zalp
Efeu und Flechte
berühren mein Gesicht
in der Ferne
der Ruf des Schwarzspechts
Fern euren Städten
hier in den Hügeln und Tälern
beim Fleisch der Waldpilze
greife ich
nach dem Schatten der Demeter.
hukwa

Sonntag, 19. Mai 2019

Gedanken beim uralten Hügelgrab

Uralt Gestein 
überwuchert
von Farnen und Gräsern
Sand und Stein
aufgeschichtet auf zerpulverten Knochen
Trollblumen blühen
Holunder grünt darüber
verflogene Seelen
Tonscherben
Hügel
seit Jahrhunderten vergessen
nicht ändert die Zeit
diese vergessene Urne
menschliche Blicke
fliegen nichtswissend darüber hinweg
wie eine Monade
die einsame Hummel
kommt zu Besuch.
hukwa