Freitag, 24. März 2017

Mittwoch, 22. März 2017

Dienstag, 14. März 2017

Meine Bedürfnisse

Ich bin der Überzeugung dass je weniger Bedürfnisse ein Mensch hat um so näher ist er sich selbst. So halte ich es auch mit dem Besitz: Je weniger ich besitze desto mehr Zeit bleibt mir um mich mit mir selbst zu beschäftigen. Wenn ich am Nachmittag aus den Wäldern mit einer Tasche voll Eicheln nach Hause komme viele ich mich wohler als mit einer Tasche voller Geld!
In diesem Sinne unterscheide ich mich von meinen Mitbürgern.
Geld sehe ich als ein Mittel an das mir dabei hilft meine täglichen Mindestbedürfnisse zu stillen. Was darüber hinaus geht ist Luxus für mich.
hukwa

Freitag, 10. März 2017

Grünes Angesicht

Ich lausch dem Laut
aus einer Meisenkehle
weiß um den grünen Gott
der durch die Wälder pirscht
im Moos und Farn erblick ich ihn
von Angesicht zu Angesicht
im Giebel meines Hauses baut
ein Sperlingspaar sein Nest
im Garten feiern sie ihr Hochzeitsfest
ich bin vereint mit Strauch und Kreatur
geh ein in die umgebende Natur
mehr brauch ich nicht.
hukwa

Donnerstag, 9. März 2017

Grüner Gott

Im graugrünen Wasser des Waldweihers
steht einsam die Forelle
kurzer Sperberschrei
beeindruckt die Meisen nicht
frühlingshaftes Zwitschern
als singen sie für mich
es knackt im Holz
welch Wesen schleicht jetzt durchs Dickicht
am Hang der Rehbock
steht ganz still
ein einsamer Bussard zieht seine Kreise
Salamander verschwindet im alten Laub
des grünen Gottes Angesicht
spiegelt sich im Waldes Dickicht.
hukwa

Mittwoch, 8. März 2017

Einheit von Kunst und Natur

Langsam zieht der Morgen herauf. Im Osten weicht die schwärze der Wolken einer grau.blauen Färbung. Vom Wald her ertönen die ersten Vogelstimmen. Die Natur erwacht im Gezwitscher der Vogelwelt. Herrschte im Winter die Stille vor so dringt nun langsam frühlingshaftes Leben hervor. Die Vitalität des vorfrühlings macht sich auch im künstlerischen Schaffen bemerkbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern die fest behaupten Kunst hätte mit Natur nichts zu tun, habe ich immer die Einheit von Kunst und Natur gesucht und auch vorgefunden. Es ist der Mensch der Kunst hervorbringt und da der Mensch ein Teil der Natur ist gibt es auch die Einheit von Kunst und Natur. In ihrem ganzen Wesen ist die Natur künstlerisch, es ist der Mensch der immer Teilungen vornimmt.
hukwa

Montag, 6. März 2017

Begegnung mit Altmutter Natur

Jetzt im Frühjahr sind es die ewigen Gestalten der Natur die mich in die Wälder ziehen. Ihre jährliche Wiederauferstehung ist eines der größten Wunder der Natur. Eine Kraft von der alle Dinge erfüllt sind ist jetzt spürbar. Nur in den Wäldern finden wir noch jene Zauber und Wunder die die Zivilisation lange schon verloren hat. Es sind gleichbleibende Gesetze die hier vorherrschen und doch ist auch eine stete Veränderung bemerkbar. Wir selbst stehen nicht außerhalb von ihr, sind wir doch eine Form und Kraft von ihr.
hukwa

Donnerstag, 2. März 2017

Harmonie und der Flug des Graureihers

"Die Wirklichkeit offenbart sich nur, wenn sie vom Strahl der Poesie erhellt wird", schrieb Georg Braque. ich stimme ihm zu. Es ist die Poesie die jene Mauern einstürzt die der Materialismus um unser leben errichtet hat. Ich meine nicht nur die Poesie eines Gedichts, eines Kunstwerkes, sondern die Poesie des Lebens überhaupt. Wenn wir möchten kann sich diese Poesie des Lebens wie eine Aura um unser Sein legen, es umhüllen.
Poetisches sehen ist eine Übung fürs Leben.
Der Flug des Graureihers den ich Gestern beobachtete ist schon ein Gedicht, ein Stück Weltpoesie!
Sein Flug ist ein kleiner Ausschnitt der Weltharmonie, die von der Masse verdrängt wird und nur von wenigen Einzelnen erkannt wird.
Das es diese Weltharmonie gibt davon bin ich überzeugt ABER die Menschen erzeugen lieber Disharmonie- also muss die Welt leiden.
hukwa

Mittwoch, 1. März 2017

Frühlingsbotschafter

Heute ist ein nass-kalter Märztag doch überall liegt schon der Duft des Frühlings in der Luft. Bereits am vergangenen Sonntag zogen die Kraniche über das Dorf. Am Morgen ertönt lautes Vogelgezwitscher und in der Nacht rumort der Baummarder auf der Veranda. Im Tierreich setzt nun der Paarungtrieb ein und die Pflanzen warten auf die ersten milden Sonnenstrahlen um aus der Erde hervorzubrechen. Heute Morgen beobachtete ich für einige Zeit zwei Graureiher die über mir segelten. Überall erscheinen nun die ersten Botschafter des Frühlings.
hukwa

Dienstag, 28. Februar 2017

Work is a Love in Action

Die vergangene Woche habe ich vorwiegend im Atelier verbracht mit der Arbeit am "dritten Leben der Bäume" sowie Malereien. Das ganze künstlerische Schaffen ist mir ein
"work is a love in action".
hukwa

Donnerstag, 23. Februar 2017

Gestern Nacht im Birkenwald

Einsamer Mond
in stiller dunkler Nacht
wie Spinnensilberfinger
die Äste der Birke
bewegen sich sacht
der Wald schläft tief
nur unter nassem grünen Stein
die Unke wacht
ein einzelner Stern
gesellt sich zu dem Monde
schenkt neue Kraft
der frühlingshaften Erde.
hukwa

Mittwoch, 22. Februar 2017

Die ganze Nacht hat die alte Buche geflüstert

Die ganze Nacht hat die alte Blutbuche vor der kath. Kirche geächzt und geflüstert. Die ersten lauen Frühlingswinde zogen durch ihr Geäst. Es ist ein mächtiger Baum, ein wahrer alter Heidengott, der die Kirche weit an Höhe überragt. Ein Mensch allein kann ihren Stamm nicht umfassen, so stark ist der Umfang dieses Baumes. Wenn ich in den Nächten erwache lausche ich oft den mythischen Geräuschen die er von sich gibt. Die Leute laufen an ihm vorbei und bemerken ihn noch nicht einmal wirklich. Nur im Herbst wenn er seine Blätter wirft regen die dumpfen Menschen sich auf wegen der fallenden Blätter. wieviel Sauerstoff und damit Leben er schenkt daran denken die "Dumpfen" nicht.
Jeden Morgen begrüße ich ihn aufs Neue und freue mich darauf mit ihm den Tag zu verbringen.
hukwa

Dienstag, 21. Februar 2017

Der Eros in tausend Gestalten

Der Eros in tausend Gestalten das ist die aufkeimende Pflanzenkraft im Frühling. Eine tiefe Kraft der Natur die nun jedes Wesen einhüllt, das noch einen natürlichen Bezug in sich spürt. Auch der Mensch ist eine Form dieser Kraft doch wenn man es nicht weiß kann diese Kraft auch nicht zur Formung kommen.
Der Eros hat mich immer getrieben. Ich bezweifle dass die meisten Menschen das Geheimnis des Eros kennen. Sie verwechseln ihn mit Sexualität. Der Eros verbindet das Leibliche mit dem Schönen und ist somit höchster Gedanke und Lebensart.
hukwa

Montag, 20. Februar 2017

Das Lied der ewigen Wiederkehr

Im Aufkeimen des Frühlings erkenne ich die unsterbliche Kraft des Lebens. Eine Energie die sich mir vor allem im verborgenen Leben der Pflanzen offenbart. Sie- die ewig Gleichbleibenden Gestalten, die im Herbst zerfallen und im Frühling wieder Auferstehen- stimmen in mir das Lied der ewigen Wiederkehr jeden Frühling aufs Neue an.
hukwa

Samstag, 18. Februar 2017

Nicht auffressen lassen

Wer sich den ganzen Tag mit jenen billigen Abwechslungen beschäftigt die diese Gesellschaft stündlich neu erfindet wird nie zu sich selbst finden. Einmal am Tag braucht man eine Zeit der Abgeschiedenheit, sonst werden wir von den Infamitäten aufgefressen.
hukwa

Freitag, 17. Februar 2017

Über Nicht-Veränderungen

Alle paar Wochen kehre ich für eine Weile von meinen Wanderungen durch die Wälder und meinen Reisen ins Reich des Unbewussten und der Mythologie zurück zur Gesellschaft. Dann bin ich immer wieder verwundert das sich überhaupt nichts verändert hat.
hukwa

Mittwoch, 15. Februar 2017

Zeit der Erwartung

Es ist die Zeit zwischen Winter und Frühling. Der Frühling will kommen und der Winter nicht weichen. Ich empfinde diese Zeit immer als eine Zeit der Erwartung. In den leichten Frühlingslüften die schon vor der Tür warten liegt viel Energie. Es ist ein Merkmal des Lenz das er uns antreibt zu neuem Schaffen. Heute Morgen lauschte ich dem ersten leichten Amselschlag, es klang wie eine Melodie auf den nahenden Frühling.
hukwa

Montag, 13. Februar 2017

Feierlicher Tag

ich versuche jedem Tag etwas
feierliches abzuringen. Nur so
kann ich meinem Dasein einen
Sinn geben. Es ist der Versuch
nicht in den Tag hinein zu leben
sondern mit ihm zu leben.
hukwa

Dienstag, 7. Februar 2017

Der Gesang des Satyrs

Der Gesang des Satyr
dringt aus dem Fichtendickicht
zu mir herüber
sein Lied ist mir Freude
erzählt es mir doch
das ich noch nicht taub bin
hier im dichten Wald
nahe der Amsel und dem Eichhorn
vergesse ich diese Welt
und lausche
der Sinfonie der Wälder.
hukwa

Samstag, 28. Januar 2017

BaumZeuge

Baum
Zeuge besserer Tage
Mahnmal des Augenblicks
Verbinden sich deine Lebenslinien
mit dem Geäder der Zeit
Weisend
auf die Unberechenbarkeit
der Gegenwart.
hukwa

Mittwoch, 25. Januar 2017

Schau die Anderen als die Anderen

Schau die Anderen als die Anderen
nicht von dir aus
sondern von ihnen aus
bleib fern den Städten
sie sind nur billige Maske
lass die Anderen leben
werde selbst unsichtbar
lausche der Stimme des Waldes
sein Echo
führe deinen Weg.
hukwa

Dienstag, 24. Januar 2017

Einmal am Tag muss ich mich mit der Natur verbinden. Auch an eiskalten Wintertagen wie heute zieht es mich hinaus. Lasst es das Wetter einmal nicht zu dass ich nach draußen gehe, dann schicke ich wenigstens meinen Geist in die Natur. Ich schicke ihn los zu den ewigen Wahrheiten, zu den Pflanzen und Tieren, nicht aber in das eintönige Reich meiner Mitmenschen.
Ich laufe durch die gefrorene Natur und spüre deutlich, dass ich teilhabe an einem großen Mysterium.
Die Tiere und Pflanzen ziehen mich auch an weil das Schwatzen und Unsinn erzählen nicht zu ihrer Natur gehört.
hukwa

Samstag, 21. Januar 2017

Die vielen Nächte die ich rief

Die vielen Nächte die ich rief
sie sind ein Teil der Ewigkeit
und viele Zeilen die ich schrieb
sind Verse die Nachts in meiner Seele glühen 
ich warte auf den einen Brief
die Mail den Ruf die Flaschenpost
mit goldener Schrift und Silberrand
doch ob er kommt
ich weiß es nicht
ich warte warte schon zu lang
nur in der tiefen dunklen Nacht
fühle ich mich noch daheim
ein Blatt Papier so rot wie Glut
eine Rose die nie Welken tut
nur so kann Dichtung sein.
hukwa

Freitag, 20. Januar 2017

An Tagen wie Heute...

An Tagen wie Heute möchte ich von keinem Menschen gestört werden. Ich genieße die Gemeinschaft von Stein, Pflanze und Tier. Sie sind für mich die große Gemeinschaft. Wenn man den richtigen Bezug zur Natur hat, fühlt man sich nie allein.
Unser Leben sollte ein Fluss sein der immer ins Meer fließt. So ist es auch mit dem Geist, er fließt ins "große Meer", wo er sich mit dem Ganzen verbindet.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Die Öffnung der Landschaft

Komme gerade von einem langen Spaziergang durch den vereisten winterlichen Wald zurück. Zu jeder Jahreszeit kann man die Landschaft als Zustimmung erleben. Wenn sich Landschaft für uns "öffnet" ist es dann nicht so als treten wir ein in den Garten Eden?
Landschaft ist eben mehr als nur Kulisse und Staffage, die unerschöpfliche Vielfalt ihrer Formen und Farben vermittelt dem der bewusst in ihr wandert und sie in seiner Seele aufnimmt das große Geheimnis der Natur, es dringt in uns ein mit seinem Zauber, Geheimnis und seiner natürlichen Sinnlichkeit.
Die Erfahrung von Landschaft macht uns zu Teilhabern der natürlichen Erscheinungen. Das Biotop Natur wird für den Menschen zum Psychotop.
hukwa

Freitag, 13. Januar 2017

Die Heimat der Göttin oder am Quell der Diana

Es gibt Historiker die haben zwei Geschichtsbilder im Kopf. Das eine ist das Reale der Geschichte, wie wir sie aus Urkunden, archäologischen Funden und aus den Geschichtsbüchern kennen. Ich nenne es das blutige Bild unserer geschichtlichen Vergangenheit. Mord, Krieg und Totschlag. Ein Bild von Schlachten und Kriegen die oft genug in den Büchern noch heroisch dargestellt werden. Das zweite Bild das ich von der Geschichte in meinem Geist mit mir trage ist der Mythos. Er ist die Alternative zu jenem realen Geschichtsbild, das mir oftmals den Weg aus der Geschichte zeigt und in gewißen Sinne eine Art Hoffnung in mir aufkeimen lässt.
Auch in der Heimatforschung kommt zu dem Forschenden der Moment, wo das historisch-wissenschaftliche sich mit dem Mythos verbindet.
Nach Jahren des Studiums historischer Bücher, nach Forschungen in Urkunden und vor Ort, beginnt der Mythos selbst im Heimatforscher zu leben. Man kann den Mythos weder bestellen noch abbestellen, irgendwann beginnnt er in uns zu leben. Es ist wohl der Moment, da die Göttin ihre Energie in einem entfaltet. Gewiß, hat der Forschende durch seine intensive Beschäftigung mit dem Geist der Vergangenheit das große Geheimnis des Mythos in seiner Seele erweckt und nun muss er dem Mythos dienen, wie ein alter keltischer Priester, der er vielleicht in einem früheren Leben einmal war.
Der Mythos hat nichts mit Esoterik oder Religion zu tun, er ist ein Fluss der in uns fließt, wir können von seinen klaren Wassern kosten doch bis zu seinen Quellen werden wir wohl nie gelangen, denn diese Quelle ist jene unendliche Kraft die das ganze Universum durchzieht. Der Mythos ist die Verbrüderung mit der Allseele. So wie sich der Historiker mit dem Stammbaum eines adligen Geschlechtes beschäftigt, so sucht der Mythologe seine Wurzeln im Mythos. Die Beschäftigung mit ihm ist Realität und Traum zur gleichen Zeit. Dieses Gefühl Teil eines großen Wirklichkeitserlebnisses zu sein hat Jorge Louis Borges in wunderbaren Worten ausgesprochen:

Wenn nämlich die Welt der Traum eines Jemand ist, wenn es Jemanden gibt, der uns in diesem Augenblick träumt und der die Geschichten der Welten träumt... dann hat die Vernichtung der Religionen und der Künste, dann hat die Allgemeine Verbrennung der Bibliotheken nicht viel mehr zu bedeuten als die Verbrennung der Einrichtungsgegenstände eines Traumes. Der Geist der sie einmal geträumt hat, wird sie abermals träumen. Und so lange dieser Geist zu Träumen fortfährt, so lange ist nichts verloren“.

Der Pfälzerwald in dem ich lebe ist altes Keltenland. Zahlreiche längst vergessene Höhenheiligtümer verbirgt dieser dunkle Wald, der einst von den Vogesen bis in die Eifel reichte. „Wassichin“, nannten die Kelten dieses große Waldgebiet was soviel bedeutet wie „Auerochsengebirge“, die Römer nannten es „Vosagus“, nach einem alten Waldgott der hier hauste. Die realistische Geschichtsforschung hat uns die Kelten und Römer als Völker dargestellt wie sie auch tatsächlich waren: Kriegslüsterne Eroberer!
Doch es gibt noch eine „zweite Geschichte in der Geschichte“, nämlich jene der Muttergottheiten die in diesen Wäldern an vielen Quellen verehrt wurden, Plätze die das Volk zum Teil heute noch aufsucht. Und die Verehrung dieser Matronen das ist der Mythos von dem ich hier schreibe.
Diese Landschaft mit seinen dunklen Wäldern, seinen geheimnisvollen Woogen und Wildbächen, die von der Natur erschaffenen steinernen Gebilde, die Menhire von denen es hier noch einige gibt und die geheimnisvollen Felsbilder versteckt im Dickicht der Wälder das ist die Heimat der großen Göttin und es ist die Heimat des dunklen Waldgottes Vosegus – im Mythos existieren beide immer noch.
Es sind noch nicht einmal 2000 Jahre vergangen, seit man der Göttin hier Opfer brachte und sie an den heiligen Quellen verehrte. Was sind schon 2000 Jahre im Lauf der Geschichte; es ist noch nicht einmal der halbe Wimpernschlag des alten Vogesengottes.
Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, der Mythos hat die Geschichtsschreibung immer begleitet und immer wieder werden wir ihm begegnen.
Gerade in diesem Gebiet der Mediomatriker und Treverer, deren Hauptstätte Trier und Metz waren, pflegte man die alten heiligen Kultplätze. In der Regel lagen sie in den weiten Wäldern der Mittelgebirge, von den heutigen Vogesen über den Pfälzerwald in den Hunsrück bis hinein in die Eifel und Ardennen. Die alten keltischen Naturkulte verbanden sich mit römischen Steinbauten, Stelen und Steinreliefs aus Buntsandstein, wie wir sie aus dem Pfälzerwald kennen. Noch heute findet der Kundige Reste dieser alten Weihedenkmäler von denen der alte Zauber der Göttin noch auszugehen scheint. So errichteten sie die Treverer für Diana, die römische Göttin der Jagd und des Wildes, die man mit der keltischen Arduinna gleichsetzte, der Gottheit des Gebirges der Ardennen, ähnlich wie eben Vosegus der Waldgott des Pfälzerwaldes und der Vogesen war.
Ein besonderer Kult genossen die Matronen (Mütter) die man vorwiegend an Quellheiligtümern, wie beim Gutenborn im pfälzischen Kindsbach verehrte. Diese Fruchtbarkeitsgötttinen genossen eine herausragende Verehrung. Gerade der Kult dieser Quellgottheiten war unter den romanisierten Germanen und Kelten stark verbreitet und stellte eine Vermischung aus römischen mit keltischen und germanischen Traditionen dar.
Auch der Name Pfalz stammt letztendlich von einer Göttin ab. Die Sprachforschung sagt uns dass „Pfalz“ aus dem lateinischen Wort „Palatium“ abgeleitet sei. Das „Palatium“ oder die „Pfalz“ steckt auch in dem Wort Palst oder Haus in dem die Herrscher wohnten, der Regierungssitz denn das Mittelalter als „Königspfalz“ bezeichnete. Aber auch andere festummauerte Wohnsitze nannte man damals Pfalz. Vom römischen Altertum haben sich die Abwandlungen des Wortes „Palatium“ allesamt weit entfernt. „Palatium“ so nannten die Römer in Rom einen Hügel. Nämlich einen der sieben Hügeln auf denen Rom erbaut war hieß so. Der älteste Siedlungsteil der „ewigen Stadt“ stand genau auf diesem Hügel. In vorrömischer Zeit stand auf diesem Hügel ein Tempel der der altitalischen Schutzgöttin „Pales“ geweiht war. „Pales“ war ähnlich der „Diana“ eine Naturgöttin.


In seinen „heroischen Leidenschaften“ schreibt Gordano Bruno über die Göttin Diana:

Die Wahrheit wird gesucht wie ein unzugängliches Ding, wie ein Gegenstand, der nicht nur unbegreiflich, sondern auch nicht zu vergegenständlichen ist, denn niemand hält es für möglich, in die Sonne zu schauen, den allerleuchtenden Apollo, in das durch seine höchste und vorzüglichste Wesensgestalt absolute Licht; wohl aber in ihren Schatten, ihre Diana,die Welt, das Universum,die Natur, die in den Dingen ist, das Licht, das in der undurchsichtigen Materie ist, jenes nämlich,das in der Finsternis leuchtet. Von den vielen also,die auf den genannten und auf noch vielen anderen Wegen in diesem wüsten Walde dahineilen, lassen sich nur ganz wenige am Quell der Diana nieder.Viele geben sich mit der Jagd auf wilde und unedle Tiere zufrieden; der größte Teil aber fängt gar nichts, denn er stellt die Netze nach dem Wind und hat schließlich nichts als Fliegen in der Hand. Selten gibt es, meine ich, einen Aktaion, dem vom Schicksal gewährt ist, Diana nackt zu schauen und dahin zu kommen, dass die schöne Liebesgestalt der Natur ihn ganz verzaubert, und der dann, durch die beiden Augen, durch die er den Glanz göttlicher Güte und Schönheit wahrgenommen, in den Hirsch verwandelt wird und fortan nicht mehr Jäger, sondern gejagtes Wild ist. Denn das letzte und endgültige Ziel dieser Jagd ist eben das, jene flüchtige und wilde Beute zu erreichen, durch die der Erbeuter selbst zur Beute, der Jäger zum gejagten Wild wird. Denn bei allen anderen Arten der Jagd, die man auf einzelne Dinge richtet, gelangt der Jäger schließlich dazu, diese anderen Dinge an sich zu reißen,indem er sie mit dem Munde der eigenen Erkenntnis erfaßt; bei jener göttlichen und allumfassenden Jagd aber vollzieht sich das Fangen so,dass auch er notwendigerweise gefangen,aufgesogen und geeint wird. Dadurch wird er aus einem gewöhnlichen,durchschnittlichen und dem alltäglichen Volk angehörenden Menschen zu einem wilden Wesen, wie ein Hirsch oder ein Bewohner der Wildnis; gleichsam göttlich lebt er in der erhabenheit des Waldes, in den nicht nur Menschenkunst gestaltezten Gemächern höhlenreicher Berge, wo er den Ursprung der großen Ströme bewundert, wo er von den gewöhnlichen Begierden unberührt und rein dahinlebt, wo die Gottheit freier umgeht...So verschlingen die Hunde, die Gedanken göttlicher Dinge, diesen Aktaion, töten ihn für das rohe Volk und die Menge, lösen ihn aus den Verstrickungen der verwirrten Sinne, befreien ihn aus dem Leibeskerker der Materie, so dass er nun nach seiner Diana nicht mehr wie durch Ritze und Fenster zu spähen braucht, sondern die trennende Wände niederwirft und angesichts der ganzen Weite des Horizonts ganz Auge wird. So schaut er das ganze wie ein Einziges und sieht nicht mehr durch Unterscheidung und Zählung, wie sie sich aus der Verschiedenheit der Sinne ergibt, durch die man wie durch Ritzen nur in verworrener Weise wahrnehmen kann. Er sieht Amphitrite, denn Urquell aller Zahlen, aller Arten, aller Begriffe: Sie ist die Monade, die wahre Wesenheit im Sein aller Dinge; und wenn er sie auch nicht in ihrer Wesenheit selbst, in absolutem Lichte sieht, so sieht er sie in ihren Hervorbringungen, welche ihr ähnlich, ihre Abbilder sind. Denn aus jener Monade, welche die Gottheit ist, geht diese Monade hervor, welche die Natur, das Universum, die Welt ist...

Es ist nur eine der vielen Metamorphosen der großen Göttin die Giordano Bruno hier beschreibt. Wir finden sie versteckt in den Märchen und Sagen, aber auch als christliche Heilige kennen wir sie. So nahm die alte Göttin im Laufe der Jahrtausende viele Gesichter und Persönlichkeiten an. Auf einigen der Steinreliefs auf denen die Göttinnen abgebildet sind, erkennt man auch Pflanzen und Bäume. Dies führt in die Zeiten zurück da die Göttin noch kein „Gesicht“ hatte, und die Kelten sie noch in den heiligen Baumhainen verehrten.
Der Glaube an weibliche Schutzgottheiten entstammt prähistorischen Zeiten und verliert sich im Dunkel der Vorgeschichte. Muttergöttinnen wurden in Europa schon in der Steinzeit verehrt. Auch im Pfälzerwald finden sich Steinritzzeichnungen die auf diesen alten Kult der „Mütter“ zurückzuführen sind.
Seit Jahrhunderten ist unsere zivilisierte Welt Entmagisiert wir leben eine vollkommen andere Sprach- und Vorstellungswelt als unsere Vorfahren. Die Welt des Mythos ist uns verloren gegangen und somit auch jene „Wesensschau“ die der Einzelne in vorchristlicher Zeit noch sehr gut kannte und lebte.
hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Nachtwandern

Heute Nacht habe ich lange wach im Bett gelegen und in die Dunkelheit hineingelauscht. Draußen herrschte ein leichter Wind vor. Die große Buche erzählte mir die ganze Nacht Geschichten, manchmal ächzte sie unter dem Wind. Das leise Locken des Waldkauz vernahm ich mehrmals. Auf der Veranda suchte der Steinkauz nach Futter. Kein Autogeräusch störte die anmutige Stille der Nacht. Die Nacht war Menschenlos. Die Gedanken fallen in solchen Nächten tief. Sie wanderten in die Wälder und ich befand mich wieder auf alten Wanderwegen. Nachtwandern nenne ich solche Stunden.
hukwa

Sonntag, 8. Januar 2017

Dem Absoluten nahe

Gerade im Winter erscheint die Natur dem der in ihr Lesen kann, als Verkörperung der Einsamkeit. Vor allen an den Abenden wenn die Vögel ihre Schlafplätze in den Wäldern aufsuchen und eine mystische Stimmung über der Landschaft liegt, sind wir dem Absoluten sehr nahe.
hukwa

Donnerstag, 5. Januar 2017

Rotkehlchens Klage

Schneefall am frühen Morgen
Dämmerung verhüllt den Tag
der früh schon Schlafen geht
erfüllende Seelen Harmonie
Schweigen liegt über den Wäldern
liebliches Vergessen des Gestern
Rotkehlchens Winterklage
als wolle es sagen
du suchst nach mir
doch du findest mich nicht mehr.
hukwa

Dienstag, 3. Januar 2017

WaldWinterNacht

Schlafender Wald
in eiskalter Nacht
Stunde die mich umfängt
einsam beleuchtet von Orions Schilde
Winternacht im Wald
süß und erschreckend vertraut
des Waldkauz Ruf
dringt sein Echo ein
in des aufgehenden Mondes Schein.
hukwa

Sonntag, 25. Dezember 2016

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Verzauberter Dezemberwald

Verzaubert der Wald
Eis und Reif
bannt Baum und Strauch
nur manchmal
ein einsamer Vogellaut
zwischen gefrorener Stille und Ahnung
das Eingehen in die Weite
eines unendlichen Bewusstseins
das Geräusch knisternden Holzes
unter meinen Schuhen
erinnert an archaisches.
hukwa

Montag, 12. Dezember 2016

Ahnung des Vergangenen

Es wird wohl für jeden Menschen, der in sich eine Neigung und die dazugehörige Ahnung, zu alten, weit zurückliegenden Zeiten spürt manchmal eine Erhabenheit fühlen, wenn er vor einem alten Menhir steht, ein altes Keltenschwert in der Hand hält oder ein anderes Relikt vergangener Zeiten. Bei mir jedenfalls ist dem so. Ja, es kann vorkommen dass ich ein Gefühl in mir spüre als hätte ich einst selbst geholfen denn Menhir aufzurichten, das Schwert selbst in der Hand gehalten. Ist dies jene "Wiedererinnerung", die Plato so intensiv beschrieben hat? Die Platonische Anamnesis?
Ich bin davon überzeugt.
Wie klein muss ein Geist sein, der alles Spirituelle hinter der Realität leugnet?
hukwa

Samstag, 10. Dezember 2016

Archaischer Winter

Verzaubert der Wald
Schnee und Reif
bannt Baum und Strauch
manchmal ein einsamer Vogellaut
zwischen gefrorener Stille und Ahnung
das Eingehen in die Weite
eines unendlichen Bewusstseins
das Geräusch knisternden Holzes
unter meinen Schuhen
erinnert an archaisches.
hukwa

Unser Leben - Tagesspruch

Unser Leben,
womit lässt es sich vergleichen?
Mit dem Tautropfen vom Schnabel
eines Wasservogels abgeschüttelt,
in dem sich nun das Mondlicht spiegelt.
Dögen Zenji

Donnerstag, 17. November 2016

Haiku

Der Herbstwind treibt
die Blätter vor sich her
wie eine Saat des Winters.
hukwa


Mittwoch, 16. November 2016

SAGT: KÖNNT IHR NOCH FRIEDENSTAUBEN LIEFERN - ODER SYRIEN 2016

Noch am Tage
trinken sie schluckweise
die schwarze Galle ihrer alptraumhaften Nächte
der GIERIGE FRESSER sitzt
fern ihren Orten
der unwirklichen Wirklichkeiten
des unsagbaren Leides
an großen Tischen
in gepolsterten Sesseln
man überlegt bei Kaffee und Kuchen
wie man diesen Krieg noch kriegerischer machen kann
dort an den unwirklichen Orten der Wirklichkeiten
fliegen schon lange keine weiße Tauben mehr
SAGT
könnt ihr noch Friedenstauben liefern
weiße Tauben
oder ist der Schlag schon leer
wie dieser an den schrecklichen Orten
zerschossen und zerbombt
seht ihr nicht
ein Riss läuft durch die Schöpfung
wie wollt ihr ihn heilen
wenn ihr weiter bombt
es ist die blinde Rechnung derer
die dem Hass nur den Hass
die dem Bösen nur das Böse
entgegen setzen
SAGT KÖNNT IHR NOCH WEISSE FRIEDENSTAUBEN LIEFERN?

hukwa

Montag, 14. November 2016

Kein menschliches Gift dringt in mich ein

Ich liebe die grauen Herbsttage
das neblige dustere Licht
wenn über mir Wildgänse ziehen
und das Dasein sich erhebt wie Meeresgicht
in die Wälder kehrt tiefe Stille ein
im Schöpfungsalphabet lese ich wie in einem Gebet
ich entziffere der Wildgänse Flug
und lausche tief in mich hinein
dann fühle ich mich rein
kein menschliches Gift dringt in mich ein.
hukwa

Sonntag, 13. November 2016

Lass dich vom November durchdringen

Gerade jetzt im Herbst wenn die Tage immer dunkler und feuchter werden spüre ich in mir eine Wärme und ein Vertrauen zur Erde. Der Herbst ist mir ein Sinnbild meines Unbewussten. Die Nachmittage werden kürzer und auf meinen vertrauten Spaziergängen beobachte ich wie sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Ein Eichelhäher fliegt auf, ich beobachte einige Zeit diesen schönen bunten Vogel der für mich ein Sinnbild des Oktobers ist. Vom Feld fliegen einige Krähen auf ihr Flug ist eine Botschaft des nahenden Winters, ich lasse meine Gedanken mit diesen schwarzen Gesellen mitfliegen. Ist der Eichelhäher ein Herbstvogel, ja, ein Symbol dieser Jahreszeit, dann sind die Krähen die Botschafter des Winters und des Windes. Das dunkle, kalt-feuchte Wetter beflügelt meinen Geist, ich hole tief Luft und lasse mich ganz vom November durchdringen.
hukwa

Mittwoch, 9. November 2016

Die Heimat des Dichters...

Heimat. Das ist dort wo ich schreiben kann. Wo ich ruhe zur Meditation finde. Der alte Aristoteles schrieb: "Die Heimat des Philosophen ist dort wo er denken kann".
Dann wird wohl die Heimat des Dichters dort sein wo er schreiben kann? Wo die Bücher sind die ich lese, wo meine Manuskripte sind. Wenn die Urmenschen eine Höhle fanden die zum wohnen geeignet war, richteten sie sich ein und bemalten oftmals die Felswände die sie umgaben.
Unruhe und Ziellosigkeit ist die Perspektive des heutigen Massenmenschen. Ein Wesen das in sich selbst keine Ruhe findet.
hukwa

Montag, 7. November 2016

Jeder neue Tag

Und wenn des Lebens 
böser Schlag 
Dich in die 
zwölfte Runde drängt: 
Sei stark! 
Hans Wagner 

Jeder neue Tag
vollendet mein Leben
Welt
Ich in Dir
ein Pilger
Unterwegs zur Unendlichkeit.
hukwa

Samstag, 5. November 2016

Leserbrief: Landauer klagen über Saatkrähen – Invasion.

Die Rheinpfalz vom 4.11.2016.

Das man sich über Lärm und Dreck der wohl in allen Städten vorherrscht aufregt kann ich verstehen. Das man sich allerdings über den Lärm und Dreck von Saatkrähen aufregt ist für mich unbegreiflich. Was man hier als Lärm bezeichnet ist doch nur eine Stimme der Natur. Autos machen weitaus mehr Lärm und stoßen dabei noch ungesunde Abgase aus. Hoffen möchte ich, dass die EU den Schutzstatus für Krähen nicht aufhebt.
Nebenbei sollte man auch bedenken, dass es sich bei dieser Tiergattung um besonders hochentwickelte Singvögel mit großem Lernvermögen handelt. Man muss nicht immer gleich auf das Schießgewehr hoffen, wenn sich eine Population etwas stärker entwickelt. Wenn die Bestände der Habichte sich etwas erholen könnten, würden diese Raubvögel auf „Krähenjagd“ gehen und das Eingreifen des Menschen überflüssig machen. Doch diese Raubvogelart haben wir bereits vor Jahrzehnten fast vernichtet, weil die Population den Brieftaubenzüchtern zu groß wurde.
Wahrscheinlich sind bei den Krähenbeständen von Landau bereits sogenannte „Herbstkrähen“ dabei. Im Herbst und Winter nämlich ziehen Saatkrähen, zusammen mit den kleineren Dohlen, zu Zehntausenden aus dem Osten nach Mitteleuropa und verstreuen sich hier. Diese Vielzahl an Krähen von denen auch ein Teil in die Städte fliegt und dort in Parks und Anlagen nach Futter sucht, täuschen dann einen größeren Bestand vor, der aber nur in den Wintermonaten vorhanden ist.
Ab Frühjahr also wird es dann auch für die Landauer wieder ruhiger und jene die sich vom Lärm der Krähen belästigt fühlen können dann wieder ganz konzentriert die städtische Geräuschkulisse
genießen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Bewohner die im Bereich der Einflugschneisen des Flughafens im Großraum Frankfurt wohnen, den Fluglärm gerne gegen das Gezeter der K;rähen eintauschen würden. Zu Demonstrationen wird es wohl wegen der „Krähenplage“ in Landau nicht kommen. Man benötigt auch kein Expertenforum wenn man sich mit dem Verhalten dieser Vögel beschäftigt, denn dies ist ganz natürlich.
Diese Vögel haben das gleiche Recht auf unsere Mitwelt wie alle andere Wesen auch.
Die wenigsten regen sich darüber auf, dass jährlich tausende von Rehen, Hasen und Igeln tot gefahren werden, warum also die Aufregung wegen ein paar lärmender Krähen? Andere Städte kennen genau denselben Zustand und haben längst ihren Pakt mit der Ökologie geschlossen. Kinder erfreuen sich sogar an den vielen Vögeln.
In Landau geht es wohl weniger um ein Problem als um einen Konflikt mit der störenden Vogelwelt.
Es wäre doch mehr als traurig, wenn ausgerechnet Menschen, die schließlich als vernunftbegabte Wesen gelten, dieses letztendlich von ihnen selbst geschaffene Problem (Ausrottung der natürlichen Feinde der Saatkrähe) nicht lösen könnten. 
hukwa

Bäume

Bäume
wie ruhig steht ihr da
der Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in das meine fest hinein.
hukwa

Tagesspruch - Blake

"Halt die Unendlichkeit in deiner Hand
und die Ewigkeit in einer Stunde".
Blake

Dienstag, 1. November 2016

Montag, 31. Oktober 2016

Leserbrief: Die Rheinpfalz v. 20.10.2016 – Artikel: Luchs

Dass Luchse Schafe und Ziegen reißen ist absolut natürlich, schließlich liegt dies in der Natur dieses Raubtieres. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Zukunft weitere Ziegen und Schafe dem Luchs als Beute dienen werden. Es mag sich etwas grausam anhören, doch dieser Beutezug des Luchses zeigt, dass sich die Tiere im Pfälzerwald inzwischen heimisch fühlen.
Dass der Luchs solche Raubzüge unternehmen wird hat man schon vor seiner Auswilderung im Pfälzerwald gewusst und die Rheinpfalz hat hier mit einer Reihe von Veröffentlichungen eine gute Öffentlichkeitsarbeit für das vom Aussterben bedrohte Raubtier gemacht.
Es gibt in Europa einige Länder in denen große Schafherden gehalten werden und das in direkter Nachbarschaft mit Luchs und Wolf. Herdentierhalter hierzulande sollten sich einfach einmal informieren welche Maßnahmen in Frankreich oder anderen Ländern, in denen die Raubtiere zuhause sind, ergriffen werden, damit die Schäden nicht zu stark ausfallen.
Es sollte nun darauf geachtet werden, dass der Luchs nicht dämonisiert wird.
Wenn wir es einmal aus unserer Naturgeschichte heraus betrachten, hatten Mensch und Luchs einst eine ähnliche Lebensweise, beide waren erfolgreiche Jäger und töteten die gleichen Beutetiere. Die Evolution hat aus dem Menschen ein zivilisiertes Wesen gemacht. Der Luchs ist Jäger geblieben. Dies hatte schließlich zur Folge das ein Jahrhunderte langer Ausrottungsfeldzug gegen den Luchs begann.
Was als sicher gelten kann ist, dass auch der Wolf in den Pfälzerwald zurückkehren wird, und hier ebenfalls auf Beutezug geht. Beide Tierarten gehören ja letztendlich ursprünglich in den Pfälzerwald und haben schon hier gelebt als dieses Waldgebiet von den Menschen noch nicht in Besitz genommen war.
Ökologisch gesehen ist die „Heimkehr dieser Wildtiere“ etwas positives!
Das Reißen von Herdentieren ist nur eine Anpassung an ihre Umwelt. Und diese Umwelt ist nun wieder der Pfälzerwald geworden. Natürlich nur, wenn wir ihn überleben lassen!
Der Luchs hat das gleiche Recht in diesen Wäldern zu leben wie der Mensch auch. Schließlich sind wir Menschen nicht die Krone der Schopfung – im Gegenteil – wir sind ihr schwächstes Glied. 
hukwa

Samstag, 29. Oktober 2016

NovemberNachMittage

Manchmal tropfen die Tage herab
wie schwarzer Regen
und
die Erde tut sich schwer mit der Last
der
tanzenden Marionetten
man versteckt sich
im
Nebel der
NovemberNachMitttage
fühlt sich endlich unbeobachtet
nur vereint
mit der
Abwesenheit.
hukwa

Freitag, 28. Oktober 2016

Krähenflug

Mit den Blättern fällt der Herbst
in die Stille des nahenden Novembers
Nebelschwaden ziehen
krumm wie die Bäume im Wald
klettern die Gedanken ins Freie
eine einsame Krähe zieht Kreise
als Reise sie dem Sommer entgegen
vom leichten Windhauch der Lüfte
lässt sie sich wie ein Herbstblatt treiben.
hukwa

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gefangener Traum

Wachende Wälder
gefangen
in einem grünen Traum
aus Moos
erleuchten die Träume
das Einhorn war hier
doch die Welt schläft weiter.
hukwa