Donnerstag, 17. November 2016

Haiku

Der Herbstwind treibt
die Blätter vor sich her
wie eine Saat des Winters.
hukwa


Mittwoch, 16. November 2016

SAGT: KÖNNT IHR NOCH FRIEDENSTAUBEN LIEFERN - ODER SYRIEN 2016

Noch am Tage
trinken sie schluckweise
die schwarze Galle ihrer alptraumhaften Nächte
der GIERIGE FRESSER sitzt
fern ihren Orten
der unwirklichen Wirklichkeiten
des unsagbaren Leides
an großen Tischen
in gepolsterten Sesseln
man überlegt bei Kaffee und Kuchen
wie man diesen Krieg noch kriegerischer machen kann
dort an den unwirklichen Orten der Wirklichkeiten
fliegen schon lange keine weiße Tauben mehr
SAGT
könnt ihr noch Friedenstauben liefern
weiße Tauben
oder ist der Schlag schon leer
wie dieser an den schrecklichen Orten
zerschossen und zerbombt
seht ihr nicht
ein Riss läuft durch die Schöpfung
wie wollt ihr ihn heilen
wenn ihr weiter bombt
es ist die blinde Rechnung derer
die dem Hass nur den Hass
die dem Bösen nur das Böse
entgegen setzen
SAGT KÖNNT IHR NOCH WEISSE FRIEDENSTAUBEN LIEFERN?

hukwa

Montag, 14. November 2016

Kein menschliches Gift dringt in mich ein

Ich liebe die grauen Herbsttage
das neblige dustere Licht
wenn über mir Wildgänse ziehen
und das Dasein sich erhebt wie Meeresgicht
in die Wälder kehrt tiefe Stille ein
im Schöpfungsalphabet lese ich wie in einem Gebet
ich entziffere der Wildgänse Flug
und lausche tief in mich hinein
dann fühle ich mich rein
kein menschliches Gift dringt in mich ein.
hukwa

Sonntag, 13. November 2016

Lass dich vom November durchdringen

Gerade jetzt im Herbst wenn die Tage immer dunkler und feuchter werden spüre ich in mir eine Wärme und ein Vertrauen zur Erde. Der Herbst ist mir ein Sinnbild meines Unbewussten. Die Nachmittage werden kürzer und auf meinen vertrauten Spaziergängen beobachte ich wie sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Ein Eichelhäher fliegt auf, ich beobachte einige Zeit diesen schönen bunten Vogel der für mich ein Sinnbild des Oktobers ist. Vom Feld fliegen einige Krähen auf ihr Flug ist eine Botschaft des nahenden Winters, ich lasse meine Gedanken mit diesen schwarzen Gesellen mitfliegen. Ist der Eichelhäher ein Herbstvogel, ja, ein Symbol dieser Jahreszeit, dann sind die Krähen die Botschafter des Winters und des Windes. Das dunkle, kalt-feuchte Wetter beflügelt meinen Geist, ich hole tief Luft und lasse mich ganz vom November durchdringen.
hukwa

Mittwoch, 9. November 2016

Die Heimat des Dichters...

Heimat. Das ist dort wo ich schreiben kann. Wo ich ruhe zur Meditation finde. Der alte Aristoteles schrieb: "Die Heimat des Philosophen ist dort wo er denken kann".
Dann wird wohl die Heimat des Dichters dort sein wo er schreiben kann? Wo die Bücher sind die ich lese, wo meine Manuskripte sind. Wenn die Urmenschen eine Höhle fanden die zum wohnen geeignet war, richteten sie sich ein und bemalten oftmals die Felswände die sie umgaben.
Unruhe und Ziellosigkeit ist die Perspektive des heutigen Massenmenschen. Ein Wesen das in sich selbst keine Ruhe findet.
hukwa

Montag, 7. November 2016

Jeder neue Tag

Und wenn des Lebens 
böser Schlag 
Dich in die 
zwölfte Runde drängt: 
Sei stark! 
Hans Wagner 

Jeder neue Tag
vollendet mein Leben
Welt
Ich in Dir
ein Pilger
Unterwegs zur Unendlichkeit.
hukwa

Samstag, 5. November 2016

Leserbrief: Landauer klagen über Saatkrähen – Invasion.

Die Rheinpfalz vom 4.11.2016.

Das man sich über Lärm und Dreck der wohl in allen Städten vorherrscht aufregt kann ich verstehen. Das man sich allerdings über den Lärm und Dreck von Saatkrähen aufregt ist für mich unbegreiflich. Was man hier als Lärm bezeichnet ist doch nur eine Stimme der Natur. Autos machen weitaus mehr Lärm und stoßen dabei noch ungesunde Abgase aus. Hoffen möchte ich, dass die EU den Schutzstatus für Krähen nicht aufhebt.
Nebenbei sollte man auch bedenken, dass es sich bei dieser Tiergattung um besonders hochentwickelte Singvögel mit großem Lernvermögen handelt. Man muss nicht immer gleich auf das Schießgewehr hoffen, wenn sich eine Population etwas stärker entwickelt. Wenn die Bestände der Habichte sich etwas erholen könnten, würden diese Raubvögel auf „Krähenjagd“ gehen und das Eingreifen des Menschen überflüssig machen. Doch diese Raubvogelart haben wir bereits vor Jahrzehnten fast vernichtet, weil die Population den Brieftaubenzüchtern zu groß wurde.
Wahrscheinlich sind bei den Krähenbeständen von Landau bereits sogenannte „Herbstkrähen“ dabei. Im Herbst und Winter nämlich ziehen Saatkrähen, zusammen mit den kleineren Dohlen, zu Zehntausenden aus dem Osten nach Mitteleuropa und verstreuen sich hier. Diese Vielzahl an Krähen von denen auch ein Teil in die Städte fliegt und dort in Parks und Anlagen nach Futter sucht, täuschen dann einen größeren Bestand vor, der aber nur in den Wintermonaten vorhanden ist.
Ab Frühjahr also wird es dann auch für die Landauer wieder ruhiger und jene die sich vom Lärm der Krähen belästigt fühlen können dann wieder ganz konzentriert die städtische Geräuschkulisse
genießen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Bewohner die im Bereich der Einflugschneisen des Flughafens im Großraum Frankfurt wohnen, den Fluglärm gerne gegen das Gezeter der K;rähen eintauschen würden. Zu Demonstrationen wird es wohl wegen der „Krähenplage“ in Landau nicht kommen. Man benötigt auch kein Expertenforum wenn man sich mit dem Verhalten dieser Vögel beschäftigt, denn dies ist ganz natürlich.
Diese Vögel haben das gleiche Recht auf unsere Mitwelt wie alle andere Wesen auch.
Die wenigsten regen sich darüber auf, dass jährlich tausende von Rehen, Hasen und Igeln tot gefahren werden, warum also die Aufregung wegen ein paar lärmender Krähen? Andere Städte kennen genau denselben Zustand und haben längst ihren Pakt mit der Ökologie geschlossen. Kinder erfreuen sich sogar an den vielen Vögeln.
In Landau geht es wohl weniger um ein Problem als um einen Konflikt mit der störenden Vogelwelt.
Es wäre doch mehr als traurig, wenn ausgerechnet Menschen, die schließlich als vernunftbegabte Wesen gelten, dieses letztendlich von ihnen selbst geschaffene Problem (Ausrottung der natürlichen Feinde der Saatkrähe) nicht lösen könnten. 
hukwa

Bäume

Bäume
wie ruhig steht ihr da
der Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in das meine fest hinein.
hukwa

Tagesspruch - Blake

"Halt die Unendlichkeit in deiner Hand
und die Ewigkeit in einer Stunde".
Blake

Dienstag, 1. November 2016

Montag, 31. Oktober 2016

Leserbrief: Die Rheinpfalz v. 20.10.2016 – Artikel: Luchs

Dass Luchse Schafe und Ziegen reißen ist absolut natürlich, schließlich liegt dies in der Natur dieses Raubtieres. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Zukunft weitere Ziegen und Schafe dem Luchs als Beute dienen werden. Es mag sich etwas grausam anhören, doch dieser Beutezug des Luchses zeigt, dass sich die Tiere im Pfälzerwald inzwischen heimisch fühlen.
Dass der Luchs solche Raubzüge unternehmen wird hat man schon vor seiner Auswilderung im Pfälzerwald gewusst und die Rheinpfalz hat hier mit einer Reihe von Veröffentlichungen eine gute Öffentlichkeitsarbeit für das vom Aussterben bedrohte Raubtier gemacht.
Es gibt in Europa einige Länder in denen große Schafherden gehalten werden und das in direkter Nachbarschaft mit Luchs und Wolf. Herdentierhalter hierzulande sollten sich einfach einmal informieren welche Maßnahmen in Frankreich oder anderen Ländern, in denen die Raubtiere zuhause sind, ergriffen werden, damit die Schäden nicht zu stark ausfallen.
Es sollte nun darauf geachtet werden, dass der Luchs nicht dämonisiert wird.
Wenn wir es einmal aus unserer Naturgeschichte heraus betrachten, hatten Mensch und Luchs einst eine ähnliche Lebensweise, beide waren erfolgreiche Jäger und töteten die gleichen Beutetiere. Die Evolution hat aus dem Menschen ein zivilisiertes Wesen gemacht. Der Luchs ist Jäger geblieben. Dies hatte schließlich zur Folge das ein Jahrhunderte langer Ausrottungsfeldzug gegen den Luchs begann.
Was als sicher gelten kann ist, dass auch der Wolf in den Pfälzerwald zurückkehren wird, und hier ebenfalls auf Beutezug geht. Beide Tierarten gehören ja letztendlich ursprünglich in den Pfälzerwald und haben schon hier gelebt als dieses Waldgebiet von den Menschen noch nicht in Besitz genommen war.
Ökologisch gesehen ist die „Heimkehr dieser Wildtiere“ etwas positives!
Das Reißen von Herdentieren ist nur eine Anpassung an ihre Umwelt. Und diese Umwelt ist nun wieder der Pfälzerwald geworden. Natürlich nur, wenn wir ihn überleben lassen!
Der Luchs hat das gleiche Recht in diesen Wäldern zu leben wie der Mensch auch. Schließlich sind wir Menschen nicht die Krone der Schopfung – im Gegenteil – wir sind ihr schwächstes Glied. 
hukwa

Samstag, 29. Oktober 2016

NovemberNachMittage

Manchmal tropfen die Tage herab
wie schwarzer Regen
und
die Erde tut sich schwer mit der Last
der
tanzenden Marionetten
man versteckt sich
im
Nebel der
NovemberNachMitttage
fühlt sich endlich unbeobachtet
nur vereint
mit der
Abwesenheit.
hukwa

Freitag, 28. Oktober 2016

Krähenflug

Mit den Blättern fällt der Herbst
in die Stille des nahenden Novembers
Nebelschwaden ziehen
krumm wie die Bäume im Wald
klettern die Gedanken ins Freie
eine einsame Krähe zieht Kreise
als Reise sie dem Sommer entgegen
vom leichten Windhauch der Lüfte
lässt sie sich wie ein Herbstblatt treiben.
hukwa

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gefangener Traum

Wachende Wälder
gefangen
in einem grünen Traum
aus Moos
erleuchten die Träume
das Einhorn war hier
doch die Welt schläft weiter.
hukwa

Dienstag, 25. Oktober 2016

Montag, 24. Oktober 2016

Joringel und Jorangel

Uralte Eiche
sprichst du die Sprache
des Winters
ein uralter Gott
in deinen Ästen
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die Mistel wirft ihren Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa

Donnerstag, 20. Oktober 2016

LiteraTour

Früh am Morgen
entwerfe ich die Pläne für
meine Inneren Landschaften
schreibend entdecke ich was Literatur ist
Enträtselung der Innenwelt
Vision und Möglichkeit von Verwirklichungen 
Ich befinde mich auf einer
Expedition nach meiner
eigenen entworfenen Geisteskarte
Traumkarten anderer Wirklichkeiten
führen mich in bisher unbekannte Landschaften
das Vorhandensein
solch innerer Traumlandschaften
macht mich zu einem Marco Polo des Geistes
es ist das Bewusstsein der eigenen
Unwiederholbarkeit
das mich in immer weiter entferntere Gebiete des Bewusstseins treibt.
hukwa

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nachtfaltergesang

Wir sollten
unser Gedächtnis so Schulen
das wir das Lied des Nachtfalters wahrnehmen
sein Gesang ist reine Mystik.
hukwa

Dienstag, 18. Oktober 2016

Stille und Schweigen

Und wieder dämmert das Traumland herauf
ich schließe die Augenlieder
Traumhaft verwandelt sich die Zeit
Bilder von Bäumen von Menschen und Felsen
tauchen vor meinem geistigen Auge auf
die Stunde mahnt auf Zeitreise zu gehen
Stille und Schweigen wollen nicht vergehen
auf nächtlichen Pfaden will ich am Tage gehen.
hukwa

Montag, 17. Oktober 2016

Die menschliche Komödie

Es ist ein Gesetz des Lebens das dass Schauspiel der menschlichen Komödie nie endet alles geht weiter und die Wiederholung beginnt spätestens wenn der Vorhang gefallen ist.
hukwa

Samstag, 15. Oktober 2016

Am frühen Morgen

Ich glaube das die Seele eines Menschen mit dem anbrechenden Morgen eine Verbindung eingeht. Nie bin ich allem seelischen, allem feinstofflich-emotionalem näher als am frühen Morgen. ich glaube das jene Menschen die ihre Seele "verloren" haben diese am frühen Morgen wieder finden können, vorausgesetzt sie suchen nach ihr. Früh am Morgen steckt die Nacht noch in uns doch die Intensität des anbrechenden Tages kontrolliert schon unser Denken. Die Zeit zwischen 4.u.6. Uhr ist für mich eine Zwischenzeit. Eine Tageszeit da die Seele ihre Flügel schüttelt und spannt, wie der Zugvogel es macht, bevor er auf die Reise geht und Grenzen und Flüsse überquert. Am frühen Morgen ist mir oft als denke ich nicht nur mit meinem Verstand sondern mit meinem ganzen Körper.
hukwa

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Zwischenzeit

Grauer Herbst zog auf
verdrängt die sonnige Tage
Sommer verfällt
zu namensloser Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
die Brunnenschale am Wegesrand
von gelben Blättern des Oktobers begraben
über sumpfigen Wassern ein letzter Hornissentanz
schon lang hat sich der Winter eingeschworen
im roten Flammenbrand die Lärchen am Berg
tief steht der Herbst
der Winter naht.
hukwa

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Dienstag, 11. Oktober 2016

Unruhige Nacht

Das Mondlicht durchbricht mit voller Macht
die Wirrnis einer dunklen Nacht
die lähmende kalte Dunkelheit
dringt ins Urbild der Seele ein
der Traum verirrt im dusteren
sein Sinn ist nur auf Sand gebaut
durchs Fenster bricht das Sternenlicht
des Lebens Lärm darinnen verlischt.
hukwa

Montag, 10. Oktober 2016

Tagtraum der Nächte

Die dunkle Seite des Novembers
erhellt das glänzende Gefieder
der Krähen
Nacht am Tage
TagesNacht
NovemberNebel
Beschwörung der Zeit
im TagTraum
der Nächte
im Schlaftraum der Tage
das sind
Novembermächte.
hukwa

Samstag, 8. Oktober 2016

Freitag, 7. Oktober 2016

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Atem der Zeit

Die alten Kiefern atmen Zeit.
Sandsteinblöcke zwischen den Bäumen
alt und grau
Walddrossel
singt
die
alten
Lieder
mir
ist
als
kehre
die
Kinderzeit
wieder.
hukwa

Dienstag, 4. Oktober 2016

Ich, Bürger vieler Welten

Die vielen Gedichte die ich geschrieben habe sind die poetische Summe meiner inneren Entwicklung. In der Poesie die ich als meine erste Heimat bezeichnen möchte spüre ich ganz realistsich das ich ein Bürger mehrer Welten bin. Die Poesie gibt mir das Wissen das ich neben der realen Welt ein weiteres Zu hause in einem transzendentalen Universum besitze.
hukwa

Montag, 3. Oktober 2016

Sonntag, 2. Oktober 2016

Gefieder der Zeit

Stein am Ufer
darinnen ruht
das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
bemalte Altäre
am Ufer des Waldweihers
erleuchten die Nacht
im Licht von silbernen Kometen
am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
hinein in das
Gefieder der Zeit.
hukwa

Samstag, 1. Oktober 2016

Elfentanz im Garten

Herbstsonne golden
funkelndes Nornenhaar
Götternebel
Oktobermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
in des Mondes weißem Licht
Tanzen die Elfen im Garten.
hukwa

Freitag, 30. September 2016

Das Auge der Unke

Ich
der die Sprache
der Tiere und Geister versteht
der in Kommunikation mit Pflanzenwesen steht
das Auge der Unke schaut mich an
es quillt aus Schlamm und Moor
uraltes Leben empor
im Dickicht beim dunklen Woog
verborgen im Laub
sitzt einsam der alte Pan
hadert mit seinem Glauben
das grüne Einhorn naht
die Welt fällt in tiefes Schweigen.
hukwa

Waldwege

Das blutrote Kleid des Dompfaff
im braunen Herbstlaub
der ruhige Flug des Bussards
die Haselmaus die unter der Erde ruht
ein letztes Aufbäumen der Herbstzeitlosen 
unter der Birke ein Fliegenpilz
Gerüche von Laub und Stinkmorschel
weht der Westwind vor mir her
einsame Hirschkuh im Herbstwald
wo ich auf einsamen Waldwegen gehe.
hukwa

Dienstag, 27. September 2016

Nacht am einsamen Waldweiher

Einen Waldweiher
einsam gelegen
such ich auf in des Mondes Licht
aus dem Schilf dringt Unkengelächter
der Himmel
ein Sternengedicht
es knackt und brecht im Dickicht
verrät mir das Wild hier weilt
Herbstlaub treibt auf mondbeglänztem Wasser
es gluckert und rauscht
aus den Kronen der Bäume raunt leise
rätselhaftes zu mir herab
nur hier im Wald ganz alleine
erkennt man die Wesen der Nacht.
hukwa

Sonntag, 25. September 2016

Freitag, 23. September 2016

Eine Zeit meditativer Kraft

Ein wunderschöner Herbsttag begrüßte mich am frühen Morgen. Gestern war Herbstanfang. Es ist die Innere Verbundenheit mit der mich umgebenden Natur die mich jedes Jahr aufs Neue, die Faszination dieser Jahreszeit erleben lässt. Der Frühherbst ist eine eigene Jahreszeit im Jahresablauf. Das sanfte goldene Sonnenlicht leuchtet nun tief in die Seele hinein es ist eine Zeit meditativer Kraft die uns nun heimsucht.
hukwa

Donnerstag, 22. September 2016

Nornenhaar

Herbstsonne
golden funkelndes Nornenhaar
Götternebel
im Septembermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft bald im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
Herbststille
nahende Wintertage.
hukwa

Mittwoch, 21. September 2016

Das mattgoldene Sonnenlicht eines frühen Herbstmorgens verzaubert die Landschaft. Der Herbst ist meine Jahreszeit, vor allem der Frühherbst. Schon immer mochte ich Zeiten der Übergänge. In ihnen liegt ein Geheimnis verborgen. Ferne und Nähe strahlt diese Zeit aus. Eine Sehnsucht ist der Herbst die ich nie ergründen konnte. Sein Geheimnis bleibt im Verborgenen dennnoch ist die Herbstzeit eine große Offenbarung. Ich fühle sehr intensiv dass der Herbst eine Zeit ist da der Kontakt zum unbewussten besonders stark vorhanden ist.
hukwa

Dienstag, 20. September 2016

Wesentliches

Es passiert dem Menschen oft dass er seine Innere Stimme nicht mehr hört. Dabei ist gerade diese Innerlichkeit eine sehr wichtige Wahrheit. Dieser Ruf von Innen fordert dazu auf sich auf das Wesentliche zu beschränken und unser Leben frei zu machen von den Abwässern der Oberflächlichkeiten.
hukwa

Montag, 19. September 2016

Sehnsucht im Herbst

Wald versinkt in weißen Nebelschwaden
Letzte Gladiolen blühen im welken Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Verzicht und Hoffen
In des Tales Düster Grauen
Hüllt der Wald den Wanderer ein
Im Gebüsch schläft tief die Unke
Schwalben sind schon lang verschwunden
Hör die alte Eiche künden
Sehnt sich nach frühlingshaften Winden.
hukwa

Sonntag, 18. September 2016

Vergilbendes Buch des Herbst

Leise
fast unbemerkt
fallen nun die Blätter
der Herbst
er naht
die alten Bäume im Park
atmen und warten
Verfall und Entsagung
ist das versteinerte Gesicht des Herbstes
die Trauervolle Pracht der bunten Blätter
von letzter Herbstsonne bewacht
es treiben die gelben Lindenblätter
entlang der Herbstwege
es ist als lese man
in einem vergilbenden Buch.
hukwa

Zum kosmischen Anthropos

Der Frühherbst ist da. Eine kurze Zeitspanne ist diese Jahreszeit die man bewusst erleben sollte. Ein Übergang im Übergang. Wie ein kosmischer Strahl trifft mich das Sonnenlicht und in den Nächten Leuchten die Sterne besonders mystisch. Wenn ich am frühen Morgen unter dem langsam sich färbenden Laubdach der Bäume stehe fühle ich mich nahe den höheren Instanzen und versuche in Kommunikation mit ihnen zu treten. Es ist mein über - Ich, der kosmische Anthropos, denn ich nun sehr stark in mir fühle.
hukwa

Samstag, 17. September 2016

Über unsere kosmische Abstammung

Die kosmische Entwicklung hat keine Geschichte sie ist ein "Geschehen", ist ohne Anfang, ohne Ende. Die irdischen Geschehnisse sind ja nicht von der gleichen Art wie die kosmischen. Es ist uns kleinen Erdlingen überhaupt nicht gegeben tiefer in die Vielfalt des kosmischen Geschehens einzudringen. Nur über unsere Intuition ist es uns möglich etwas über unsere kosmische Abstammung zu erfahren.
hukwa

Freitag, 16. September 2016

Die Heimat der Göttin oder am Quell der Diana

Es gibt Historiker die haben zwei Geschichtsbilder im Kopf. Das eine ist das Reale der Geschichte, wie wir sie aus Urkunden, archäologischen Funden und aus den Geschichtsbüchern kennen. Ich nenne es das blutige Bild unserer geschichtlichen Vergangenheit. Mord, Krieg und Totschlag. Ein Bild von Schlachten und Kriegen die oft genug in den Büchern noch heroisch dargestellt werden. Das zweite Bild das ich von der Geschichte in meinem Geist mit mir trage ist der Mythos. Er ist die Alternative zu jenem realen Geschichtsbild, das mir oftmals den Weg aus der Geschichte zeigt und in gewißen Sinne eine Art Hoffnung in mir aufkeimen lässt.
Auch in der Heimatforschung kommt zu dem Forschenden der Moment, wo das historisch-wissenschaftliche sich mit dem Mythos verbindet.
Nach Jahren des Studiums historischer Bücher, nach Forschungen in Urkunden und vor Ort, beginnt der Mythos selbst im Heimatforscher zu leben. Man kann den Mythos weder bestellen noch abbestellen, irgendwann beginnnt er in uns zu leben. Es ist wohl der Moment, da die Göttin ihre Energie in einem entfaltet. Gewiß, hat der Forschende durch seine intensive Beschäftigung mit dem Geist der Vergangenheit das große Geheimnis des Mythos in seiner Seele erweckt und nun muss er dem Mythos dienen, wie ein alter keltischer Priester, der er vielleicht in einem früheren Leben einmal war.
Der Mythos hat nichts mit Esoterik oder Religion zu tun, er ist ein Fluss der in uns fließt, wir können von seinen klaren Wassern kosten doch bis zu seinen Quellen werden wir wohl nie gelangen, denn diese Quelle ist jene unendliche Kraft die das ganze Universum durchzieht. Der Mythos ist die Verbrüderung mit der Allseele. So wie sich der Historiker mit dem Stammbaum eines adligen Geschlechtes beschäftigt, so sucht der Mythologe seine Wurzeln im Mythos. Die Beschäftigung mit ihm ist Realität und Traum zur gleichen Zeit. Dieses Gefühl Teil eines großen Wirklichkeitserlebnisses zu sein hat Jorge Louis Borges in wunderbaren Worten ausgesprochen:

Wenn nämlich die Welt der Traum eines Jemand ist, wenn es Jemanden gibt, der uns in diesem Augenblick träumt und der die Geschichten der Welten träumt... dann hat die Vernichtung der Religionen und der Künste, dann hat die Allgemeine Verbrennung der Bibliotheken nicht viel mehr zu bedeuten als die Verbrennung der Einrichtungsgegenstände eines Traumes. Der Geist der sie einmal geträumt hat, wird sie abermals träumen. Und so lange dieser Geist zu Träumen fortfährt, so lange ist nichts verloren“.

Der Pfälzerwald in dem ich lebe ist altes Keltenland. Zahlreiche längst vergessene Höhenheiligtümer verbirgt dieser dunkle Wald, der einst von den Vogesen bis in die Eifel reichte. „Wassichin“, nannten die Kelten dieses große Waldgebiet was soviel bedeutet wie „Auerochsengebirge“, die Römer nannten es „Vosagus“, nach einem alten Waldgott der hier hauste. Die realistische Geschichtsforschung hat uns die Kelten und Römer als Völker dargestellt wie sie auch tatsächlich waren: Kriegslüsterne Eroberer!
Doch es gibt noch eine „zweite Geschichte in der Geschichte“, nämlich jene der Muttergottheiten die in diesen Wäldern an vielen Quellen verehrt wurden, Plätze die das Volk zum Teil heute noch aufsucht. Und die Verehrung dieser Matronen das ist der Mythos von dem ich hier schreibe.
Diese Landschaft mit seinen dunklen Wäldern, seinen geheimnisvollen Woogen und Wildbächen, die von der Natur erschaffenen steinernen Gebilde, die Menhire von denen es hier noch einige gibt und die geheimnisvollen Felsbilder versteckt im Dickicht der Wälder das ist die Heimat der großen Göttin und es ist die Heimat des dunklen Waldgottes Vosegus – im Mythos existieren beide immer noch.
Es sind noch nicht einmal 2000 Jahre vergangen, seit man der Göttin hier Opfer brachte und sie an den heiligen Quellen verehrte. Was sind schon 2000 Jahre im Lauf der Geschichte; es ist noch nicht einmal der halbe Wimpernschlag des alten Vogesengottes.
Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, der Mythos hat die Geschichtsschreibung immer begleitet und immer wieder werden wir ihm begegnen.
Gerade in diesem Gebiet der Mediomatriker und Treverer, deren Hauptstätte Trier und Metz waren, pflegte man die alten heiligen Kultplätze. In der Regel lagen sie in den weiten Wäldern der Mittelgebirge, von den heutigen Vogesen über den Pfälzerwald in den Hunsrück bis hinein in die Eifel und Ardennen. Die alten keltischen Naturkulte verbanden sich mit römischen Steinbauten, Stelen und Steinreliefs aus Buntsandstein, wie wir sie aus dem Pfälzerwald kennen. Noch heute findet der Kundige Reste dieser alten Weihedenkmäler von denen der alte Zauber der Göttin noch auszugehen scheint. So errichteten sie die Treverer für Diana, die römische Göttin der Jagd und des Wildes, die man mit der keltischen Arduinna gleichsetzte, der Gottheit des Gebirges der Ardennen, ähnlich wie eben Vosegus der Waldgott des Pfälzerwaldes und der Vogesen war.
Ein besonderer Kult genossen die Matronen (Mütter) die man vorwiegend an Quellheiligtümern, wie beim Gutenborn im pfälzischen Kindsbach verehrte. Diese Fruchtbarkeitsgötttinen genossen eine herausragende Verehrung. Gerade der Kult dieser Quellgottheiten war unter den romanisierten Germanen und Kelten stark verbreitet und stellte eine Vermischung aus römischen mit keltischen und germanischen Traditionen dar.
Auch der Name Pfalz stammt letztendlich von einer Göttin ab. Die Sprachforschung sagt uns dass „Pfalz“ aus dem lateinischen Wort „Palatium“ abgeleitet sei. Das „Palatium“ oder die „Pfalz“ steckt auch in dem Wort Palst oder Haus in dem die Herrscher wohnten, der Regierungssitz denn das Mittelalter als „Königspfalz“ bezeichnete. Aber auch andere festummauerte Wohnsitze nannte man damals Pfalz. Vom römischen Altertum haben sich die Abwandlungen des Wortes „Palatium“ allesamt weit entfernt. „Palatium“ so nannten die Römer in Rom einen Hügel. Nämlich einen der sieben Hügeln auf denen Rom erbaut war hieß so. Der älteste Siedlungsteil der „ewigen Stadt“ stand genau auf diesem Hügel. In vorrömischer Zeit stand auf diesem Hügel ein Tempel der der altitalischen Schutzgöttin „Pales“ geweiht war. „Pales“ war ähnlich der „Diana“ eine Naturgöttin.


In seinen „heroischen Leidenschaften“ schreibt Gordano Bruno über die Göttin Diana:

Die Wahrheit wird gesucht wie ein unzugängliches Ding, wie ein Gegenstand, der nicht nur unbegreiflich, sondern auch nicht zu vergegenständlichen ist, denn niemand hält es für möglich, in die Sonne zu schauen, den allerleuchtenden Apollo, in das durch seine höchste und vorzüglichste Wesensgestalt absolute Licht; wohl aber in ihren Schatten, ihre Diana,die Welt, das Universum,die Natur, die in den Dingen ist, das Licht, das in der undurchsichtigen Materie ist, jenes nämlich,das in der Finsternis leuchtet. Von den vielen also,die auf den genannten und auf noch vielen anderen Wegen in diesem wüsten Walde dahineilen, lassen sich nur ganz wenige am Quell der Diana nieder.Viele geben sich mit der Jagd auf wilde und unedle Tiere zufrieden; der größte Teil aber fängt gar nichts, denn er stellt die Netze nach dem Wind und hat schließlich nichts als Fliegen in der Hand. Selten gibt es, meine ich, einen Aktaion, dem vom Schicksal gewährt ist, Diana nackt zu schauen und dahin zu kommen, dass die schöne Liebesgestalt der Natur ihn ganz verzaubert, und der dann, durch die beiden Augen, durch die er den Glanz göttlicher Güte und Schönheit wahrgenommen, in den Hirsch verwandelt wird und fortan nicht mehr Jäger, sondern gejagtes Wild ist. Denn das letzte und endgültige Ziel dieser Jagd ist eben das, jene flüchtige und wilde Beute zu erreichen, durch die der Erbeuter selbst zur Beute, der Jäger zum gejagten Wild wird. Denn bei allen anderen Arten der Jagd, die man auf einzelne Dinge richtet, gelangt der Jäger schließlich dazu, diese anderen Dinge an sich zu reißen,indem er sie mit dem Munde der eigenen Erkenntnis erfaßt; bei jener göttlichen und allumfassenden Jagd aber vollzieht sich das Fangen so,dass auch er notwendigerweise gefangen,aufgesogen und geeint wird. Dadurch wird er aus einem gewöhnlichen,durchschnittlichen und dem alltäglichen Volk angehörenden Menschen zu einem wilden Wesen, wie ein Hirsch oder ein Bewohner der Wildnis; gleichsam göttlich lebt er in der erhabenheit des Waldes, in den nicht nur Menschenkunst gestaltezten Gemächern höhlenreicher Berge, wo er den Ursprung der großen Ströme bewundert, wo er von den gewöhnlichen Begierden unberührt und rein dahinlebt, wo die Gottheit freier umgeht...So verschlingen die Hunde, die Gedanken göttlicher Dinge, diesen Aktaion, töten ihn für das rohe Volk und die Menge, lösen ihn aus den Verstrickungen der verwirrten Sinne, befreien ihn aus dem Leibeskerker der Materie, so dass er nun nach seiner Diana nicht mehr wie durch Ritze und Fenster zu spähen braucht, sondern die trennende Wände niederwirft und angesichts der ganzen Weite des Horizonts ganz Auge wird. So schaut er das ganze wie ein Einziges und sieht nicht mehr durch Unterscheidung und Zählung, wie sie sich aus der Verschiedenheit der Sinne ergibt, durch die man wie durch Ritzen nur in verworrener Weise wahrnehmen kann. Er sieht Amphitrite, denn Urquell aller Zahlen, aller Arten, aller Begriffe: Sie ist die Monade, die wahre Wesenheit im Sein aller Dinge; und wenn er sie auch nicht in ihrer Wesenheit selbst, in absolutem Lichte sieht, so sieht er sie in ihren Hervorbringungen, welche ihr ähnlich, ihre Abbilder sind. Denn aus jener Monade, welche die Gottheit ist, geht diese Monade hervor, welche die Natur, das Universum, die Welt ist...

Es ist nur eine der vielen Metamorphosen der großen Göttin die Giordano Bruno hier beschreibt. Wir finden sie versteckt in den Märchen und Sagen, aber auch als christliche Heilige kennen wir sie. So nahm die alte Göttin im Laufe der Jahrtausende viele Gesichter und Persönlichkeiten an. Auf einigen der Steinreliefs auf denen die Göttinnen abgebildet sind, erkennt man auch Pflanzen und Bäume. Dies führt in die Zeiten zurück da die Göttin noch kein „Gesicht“ hatte, und die Kelten sie noch in den heiligen Baumhainen verehrten.

hukwa












Sonntag, 11. September 2016

Freitag, 9. September 2016

Tagesspruch

Die Lehre von der Verzweiflung, der geistigen oder politischen Tyrannis und Knechtschaft, haben nie die verkündet, die an der Heiterkeit der Natur teilhaben.
Thoreau

Donnerstag, 8. September 2016

Geheimnis des Tages

Man kann jeden Tag berauscht sein ohne einen Schluck Alkohol zu sich zu nehmen Das Geheimnis eines Tages offenbart sich in den Wesen der Natur.

Meine Zeit läuft anders dahin wie die meiner Mitmenschen.
Mein größtes Bedürfnis ist es daran zu arbeiten immer weniger Bedürfnisse zu haben.
Ich beobachte in den Nächten lieber die Sterne und am Tage die Vögel die unter ihnen fliegen
als das ich die Menschen beobachte.
Würde ich dies tun käme in meinem Leben
eine Art von Langeweile auf.
hukwa

Donnerstag, 18. August 2016

Monat der Erinnerungen

Ab Mitte August beginnt in mir immer ein starkes "bei sich selbst sein" einzusetzen. Sind die Tage sonnig halte ich mich während der Morgenstunden auf der Veranda oder im Garten auf. Oft schweifen die Gedanken ab, dann finde ich mich wieder im Land der Kindheit. Wie sich die Schwalben auf den Leitungdrähten sammeln um bald auf große Reise zu gehen sind auch Erinnerungen eine Art Reise in einen Landstrich der uns einst Heimat war.
hukwa

Mittwoch, 17. August 2016

Abschied vom Sommer

Hörst du das Geflüster
Rufen und Klingen
Leise Rauschen
Krähe Schwingen
erste gilbende Eschenblätter
noch Blühen
Sommerblumen und Georginnen
Blutrot die Ebereschen
in der Augustsonne
veratmet sich
der Sommer.
hukwa