Uralte Eiche
sprichst du die Sprache des Winters
ein Laubloser Gott
fährt windig durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die grüne Mistel wirft ihre Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel?
Jetzt im Herbst muss man die Bäume beobachten wie man interessante Menschen beobachtet. Täglich, ja stündlich, ändern sie nun ihr Aussehen. Von Bäumen kann man lernen. Ihre meditative Ruhe strahlt kraftvoll auf uns ein. Wir müssen nur lernen diese Ruhe wahrzunehmen und auf uns einwirken zu lassen. Mach die Bäume zu deinen Freunden und du wirst nicht enttäuscht werden.
huwa
Sobald wir die Abbildlose, wortlose, klanglose, unberührte Ursprünglichkeit der inneren Natur erfahren, ist es möglich ihr Geheimnis für die Sinne fassbar zu machen. Es ist das Schöpfen aus den Tiefen der Natur.
Baum
was stehst du so verwunschen da
dennnoch so klar
bist du der Ewigkeit so nah
Baum
auf wundersame Weise
fühle ich mich dir nah
stiller Dulder
großer Künder
Baum
der Ewigkeit so nah.
hukwa
Heute Morgen beobachtete ich den ersten starken Blätterfall. Wunderschön wirbelten die Herbstblätter durch die Lüfte. Von meinem Arbeitszimmer aus beobachtete ich die mächtige alte Buche, die sich majestätisch im Herbstwind bewegte. Wenn ich diesen alten Baum anschaue habe ich immer das Gefühl mit dem "Ganzen" Verbindung aufzunehmen und nicht nur mit einem Bruchstück der mich umgebenden Realität. Dies sind Momente wo die Intuition neben der Vernunft steht und beide eine Beziehung eingehen die es mir ermöglicht eben das "Ganze" zu Schauen.
hukwa
Ein sonniger Frühlingsmorgen, im Garten streicht der alte graue Kater umher. Der Holunder entfaltet nun seine ganze Blütenkraft. Ein Garten ohne Holunderbaum ist für mich nur ein halber Garten.Ich sitze im Freilandartelier und lese gerade in der Zeitung dass die ersten jungen Luchse im Pfälzerwald geboren wurden. Eine sehr gute Nachricht!
Ich studiere die Blätter und Blüten des Holunders und ein Gefühl des Ganzseins überkommt mich. Ich fühle ganz deutlich die methaphysische Wirklichkeit die der Baum ausstrahlt. Dies sind Momente wo ich dass Gespür und gefühl habe der Erdseele besonders nahe zu sein.
hukwa
Inzwischen gilt es als wissenschaftlich erwiesen das Bäume untereinander kommunizieren. Über ihr Wurzelgeflecht als auch über die Wurzeln der Pilze die mit ihnen in Symbiose stehen. Bestätigt dies doch auch die Aussage des Mythos der schon immer von einer "Sprache der Bäume" ausging! Noch vor wenigen Jahren hat man jene Menschen die behauptet haben Bäume würden mit einander kommunizieren als spirituelle Spinner gebrandmarkt. Ich habe immer um die Vernetzung der Baumwesen gewusst was ja auch meine zahlreichen Veröffentlichungen der letzten 30 Jahren bestätigen. Ich bin fest davon überzeugt dass diese Sprache der Bäume noch authentischer ist als es bisherige wissenschaftliche Studien belegen. Man geht jetzt davon aus das Bäume Miteinander "Sprechen", doch man kann diese "Sprache" noch nicht Verstehen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte das Bäume mit uns Menschen kommunizieren können. Sie sprechen mit uns auf einer Tiefenökolokisch-metaphysischen Ebene.
hukwa
Es ist für mich faszinierend die Geschichte einer Eiche während eines Jahres niederzuschreiben. Ein ganzes Heer von Besuchern tummeln sich im Laufe eines Jahres in dem Baum. Die Düfte die er ausstrahlt, die sich ändernde Farben, die Musik seiner Äste die man wahrnimmt wenn der Wind seine Zweige bewegt. Ein großes ökologisches Lebenskunstwerk ist das Baumwesen. Ein Fundament des Lebens auf der Erde. Ohne die Bäume kann auch der Mensch nicht existieren! Wir sollten ihn ehren - unseren Freund den Baum.
hukwa
Die ganze Nacht hat die alte Blutbuche vor der kath. Kirche geächzt und geflüstert. Die ersten lauen Frühlingswinde zogen durch ihr Geäst. Es ist ein mächtiger Baum, ein wahrer alter Heidengott, der die Kirche weit an Höhe überragt. Ein Mensch allein kann ihren Stamm nicht umfassen, so stark ist der Umfang dieses Baumes. Wenn ich in den Nächten erwache lausche ich oft den mythischen Geräuschen die er von sich gibt. Die Leute laufen an ihm vorbei und bemerken ihn noch nicht einmal wirklich. Nur im Herbst wenn er seine Blätter wirft regen die dumpfen Menschen sich auf wegen der fallenden Blätter. wieviel Sauerstoff und damit Leben er schenkt daran denken die "Dumpfen" nicht.
Jeden Morgen begrüße ich ihn aufs Neue und freue mich darauf mit ihm den Tag zu verbringen.
hukwa