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Dienstag, 14. November 2017

Die Vergangenheit in uns

Der romantisch veranlagte Mensch, der Romantiker, hat einen unmittelbaren
Zugang zur Vergangenheit. Er will nicht der Gegenwart entfliehen, er fühlt sich
einfach mit den Tiefen der Zeiten verbunden.
Er erkennt das Ewige das in seinen eigenen Tiefen schlummert.
hukwa

Samstag, 11. November 2017

Während meiner Wanderungen

Ich denke während meiner Wanderungen selten an die Gesellschaft oder die Menschen. Ich versuche mit meiner Umgebung zu verschmelzen. Einfach Eins zu sein. In solch abgeschiedenen Situationen denke ich oft an ein Zitat von Thoreau: "Wenn ein Mann sein Leben mit Geschäften verbracht hat, wodurch er lediglich reich geworden ist, das heißt eine Menge Geld, viele Häuser und Grundstücke erworben hat, ist er in meinen Augen gescheitert".
hukwa

Freitag, 12. August 2016

Der Preis der Kunst

Hat ein Künstler ein gewisses Alter erreicht und schaut zurück, sollte er sich nicht fragen: Wieviel Erfolg habe ich gehabt? Die Frage sollte lauten: Wie groß ist mein Werk? Was zählen Erfolg und Geld, wenn man dafür mit der inneren Harmonie bezahlen muss?
hukwa

Sonntag, 17. Januar 2016

Der alte Magier ging vorbei

Heute Nacht fiel Schnee. Früh am Morgen gegen 5. Uhr schaute ich in den Garten und die Landschaft war in einen weißen Zauber getaucht. Der alte Magier ist zurückgekehrt. Schnee, dass ist für mich auch immer eine Erinnerung an die Kindheit.
hukwa

Samstag, 21. März 2015

Parnaß

Heute vor fünfzig Jahren habe ich den Parnaß erstiegen. Ich glaube es gibt in jeder hügeligen Landschaft einen Parnaß, denn man besteigen kann um sich von den klaren Lüften um wehen zu lassen. Ich meine, ein Ort wo nichts banales vorhanden ist. Nach solchen Plätzen bin ich immer auf der Suche. Damals schrieb ich dieses Gedicht:

In den Höhen des Parnaß
Was tut es uns
die nicht Suchen in den Dingen
dennoch Streben
nach den Höhen des Parnaß
Wir wollen Sehen
über die Dinge hinaus
hoch zu dem
Berge Parnaß
Geht nur vorbei an diesen Zeilen
wie ich flüchte vor eurer Dingen Zeichen
es bleibt der Vers
gedacht in grünem Marmor
der einsam thront
in den Höhen des Parnaß.
hukwa

Sonntag, 7. Dezember 2014

Königskerzen

Sie leuchten im Wettstreit mit der Sonne. Jetzt im Winter denke ich oft an sie. Königskerzen! In einem einsamen Waldtal stehen meine Königskerzen. Der Kreis der gelben Königinnen ist so angeordnet, das er einen Eingang hat. Die Natur hat ihn nicht vollkommen geschlossen. Es ist als sollte man einen heiligen Hain betreten. Ich gehe oft hinein, setze mich zu den strahlenden Pflanzen und bewundere das sensible Gelb der Blumen. Es wirkt nicht wie das Gelb von Sonnenblumen, nein, diese Strahlkraft hat etwas seelisches an sich. Ähnlich der Färbung eines Zitronenfalters. Leicht Licht durchfunkelt, zart, irgendwie Jensseitig. Jeden Sommer stehen sie wieder da, begrüßen mich aufs Neue. In meinem Leben würde etwas fehlen, wären sie einmal nicht mehr da.
hukwa