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Mittwoch, 20. Juni 2018

Gartenelfe

Foto©UteKW
Unsere Gartenelfe im Schattengarten, wenn man genau hinschaut kann man in der Blüte ein Gesicht erkennen!
hukwa

Donnerstag, 1. Juni 2017

Metaphysische Wirklichkeit des Pflanzenwesens

Ein sonniger Frühlingsmorgen, im Garten streicht der alte graue Kater umher. Der Holunder entfaltet nun seine ganze Blütenkraft. Ein Garten ohne Holunderbaum ist für mich nur ein halber Garten.Ich sitze im Freilandartelier und lese gerade in der Zeitung dass die ersten jungen Luchse im Pfälzerwald geboren wurden. Eine sehr gute Nachricht!
Ich studiere die Blätter und Blüten des Holunders und ein Gefühl des Ganzseins überkommt mich. Ich fühle ganz deutlich die methaphysische Wirklichkeit die der Baum ausstrahlt. Dies sind Momente wo ich dass Gespür und gefühl habe der Erdseele besonders nahe zu sein.
hukwa

Dienstag, 30. Mai 2017

Die Sehnsucht nach etwas Höherem

Ich sitze im Garten und bewundere
die Vielfalt der Pflanzen die mich um wuchern
manche Denken dieses Nichts-Tun ist verwerflich
ich lasse sie
mein Denken ist das Universum
die Sehnsucht nach etwas Höherem 
schon vor viertausend Jahren
saß ein Grieche in seinem Garten
umwuchert von Pflanzen
er erfreute sich an diesem
Nichts-Tun.
hukwa

Dienstag, 23. Mai 2017

Im Schattengarten

Schon früh war ich heute Morgen im Schattengarten. Ich genoss die Harmonie die dieser kleine Fleck Erde ausstrahlt. Der Baldrian wuchert schon recht stark. Seit vielen Jahren steht diese Pflanze in meinem Garten. Hildegard v. Bingen schätzte diese Pflanze als Mittel gegen Gicht. berühmt ist seine beruhigende Wirkung. In meinem Garten wächst sie neben dem Frauenfarn. Es ist mir jedes Frühjahr wieder eine Offenbarung wenn ich diese alten Freunde wieder begrüßen darf. Viele Stunden verbringe ich in diesem kleinen Stückchen Natur und täglich entdecke ich neues.
hukwa

Dienstag, 30. Dezember 2014

Auch ich war in Arkadien - ET IN ARCADIA EGO

…Auch ich war in Arkadien und bin auch heute noch des öfteren in dieser sehr schönen bukolischen Landschaft. Es war ein Maler der Renaissance, der Arkadien, berühmt machte.
Der Maler Poussin hatte es geschaffen. Vor einem Grabdenkmal in einer einfachen Naturgewaltigen Landschaft kniet ein Schäfer und entziffert seinen beiden jüngeren Gefährten und einem Hirtenmädchen die halberloschene Inschrift: ET IN ARCADIA EGO, auch ich war in Arkadien. Man findet sein Arkadien dort in der Natur, wo man sich zu Hause fühlt, ich finde es heute in diesem großen alten Garten.
Oft sitze ich hier und beobachte diesen alten Garten, in seiner farbenprächtigen Vielfalt, ein Stück verwilderter Kultur. In seiner Farbenpracht, in der Vielfalt seiner Pflanzen und Besucher, täglich verändert er sich, doch das Fundamentale bleibt gleich an ihm. Er ist eine starke Daseinsform und im Sommer vergeht kein Tag, wo ich mich wenigsten nicht für eine kurze Zeit in ihm aufhalte. Verwunschen ist er märchenhaft und voller Zauber. Ich mag alte und verwilderte Gärten sie sind reiner Ausdruck.
Oft gehe ich dann hinein in die bunte Farbenvielfalt dieser Gärten, schmecke, rieche und schaue die Schönheiten solch geheimnisvoller Reiche. Mehr träumend als denkend bewege ich mich dann durch die volle Farbenpracht und den grünen Pflanzenrausch. Ich taste mich mit meiner Seele hinein in die grüne Pflanzenwelt, allein mit dem Intellekt sind sie nicht zu fassen. Und ich spüre hier wird berichtet von den Uranfängen von so vielem.
Wenn ich hier am frühen Morgen sitze höre ich von weitem den Ruf des Schwarzspechts, es ist ein markanter Ruf, schon in der Kindheit habe ich ihm mit Vorliebe gelauscht. Oft trägt er mich fort, hinein in die ziehenden Wolken, in den Wald und noch tiefer, hinein ins reich der Erinnerungen, ins Zauberland der Kindheit. Weit weg bringt mich der Ruf des Spechts, an längst vergessene Orte die mir fremd erscheinen und dann plötzlich wieder so bekannt werden, wie Arkadien.
Dann erkenne ich immer wieder aufs neue wie die Natur in steter Wechselbeziehung mit mir spielt. Nein dies ist kein rasch verblühender Zaubergarten, hier ist Arkadien, ich war auch dort, so geht es mir durch die Sinne. Hier ist Verweilen pure Lust und Liebe, wie eine wunderschöne Frau nimmt mich der alte Garten auf.
O lacht nur ihr Betonanbeter, was wisst ihr von der einfachen Mentalität der Bewohner Arkadiens. Juvenius Arcadicus, arkadischer Jüngling, war einst ein Tadel. So benannt nach den Einwohnern Arkadiens, die der Natur näher standen als den Städten. Die Arkadier galten als wild wie der erymanthische Eber der in den Wäldern Arkadiens hauste. Als Terenz der Welt den Rücken kehrte, wusste er keinen besseren Ort um sich zu verkriechen als das wilde Arkadien, das äußerste Ende der Welt wie man dies damals nannte. Auch die Arkadier hatten einen Tempel, denn Phigalia, das Gegenstück zum Parthenon in Athen. Itkinos, einer der Männer die am Parthenon mitgebaut hatten, errichtete ihn auf Wunsch der Arkadier. Noch heute künden die Reste des Säulenumganges von Größe und Seltsamkeit, dieses nicht gerade für seine zeit gewöhnlichen Tempels. Er war eben Arkadienhaft!
So ist auch dieser Garten, hier blüht Arkadien mir und arm sei der Mensch der kein Arkadien hat. Wie es Hölderlin einmal ausdrückte: "Nicht begrenzt werden vom Größten und dennoch ein beschlossen sein vom geringsten, das ist göttlich". Das ist Arkadien.
hukwa