Heute Morgen war ich schon früh im Wald und habe unter einer mächtigen Eiche im Tao te king gelesen. Es ist eines der wirklich großen Weisheitsbücher und liest man es in der Natur dann kann man das Tao regelrecht spüren. Das Tao ist der ewige Ursprung des Seins, eine substantielle Kraft, die allem zugrunde liegt. Das Tao ist der Urgrund der Welt weil aus ihm alles hervorgegangen ist. Die Kosmoslogischen Spekulationen von Lao tse setzen vor den Anfang der Weltentstehung einen Zustand des Nichtseins. Aus diesem unverkennbaren Transzendenten geht das Sein hervor.
Für Lao tse gehen alle soziale und politische Übel daraus hervor dass der Mensch sich von der Unschuld kindlicher Einfalt und von der Natur entfernt hat. Im Taoismus gibt es kein Denken wie "machet euch die Erde untertan" sondern es gibt nur ein "mit der Natur", das so genannte Wu wei was "Nichthandeln bedeutet.
In der Natur, im raunen der Bäume kann man das Tao spüren, man muss sich nur aufmachen und es suchen.
hukwa
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Dienstag, 16. Oktober 2012
Sonntag, 4. März 2012
Wu wei - der Weg der Natur
Die Wurzelon des Fuga Bewusstseins liegen im Taoismus. Das taoistische Wu wei, dass, "kein Handeln wider die Natur", ist der Urgrund des japanischen Fuga Bewusstseins. Man kann davon ausgehen dass der japanische Zen (dessen Wurzeln ja im Taoismus liegen), den Wu wei zu Fuga "verfeinert hat. Ich persönlich sehe das Fuga Bewusstsein als eine ästhetische weiterentwicklung des Wu wei Bewusstseins.
Das Wort Zen ist die japanische Wiedergabe des chinesischen Chan das seinerseits auf das Sanskritwort Dhyana zurückzuführen ist. Dhyana bedeutet in der buddhistischen Meditation die Beschwichtigung aller Unruhen der Gedanken und stellt somit die Vorstufe der "Erleuchtung" bei den Buddhisten und des Satori im Zen dar. Der Weg des zen führte also über Indien nach China und von dort nach Japan. Ob Taoismus, Buddhismus oder Zen, aber auch die abendländische Mystik eines Meister Eckhart, haben das gleiche Ziel: Auszudrücken dass die letzte Wahrheit nicht mitteilbar ist, jeder muss sie selbst finden. Ein Zen Gedicht drückt das so aus:
Die Kiefer hat ein Leben von tausend Jahren
Die Winde blüht nur einen einzigen Tag
Und doch haben beide ihr Schicksal erfüllt.
Die Natur ist immer vorhanden, sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft nur endlose Gegenwart. Das ist Fuga oder Wu wei die Vorstufe von Satori.
hukwa
Das Wort Zen ist die japanische Wiedergabe des chinesischen Chan das seinerseits auf das Sanskritwort Dhyana zurückzuführen ist. Dhyana bedeutet in der buddhistischen Meditation die Beschwichtigung aller Unruhen der Gedanken und stellt somit die Vorstufe der "Erleuchtung" bei den Buddhisten und des Satori im Zen dar. Der Weg des zen führte also über Indien nach China und von dort nach Japan. Ob Taoismus, Buddhismus oder Zen, aber auch die abendländische Mystik eines Meister Eckhart, haben das gleiche Ziel: Auszudrücken dass die letzte Wahrheit nicht mitteilbar ist, jeder muss sie selbst finden. Ein Zen Gedicht drückt das so aus:
Die Kiefer hat ein Leben von tausend Jahren
Die Winde blüht nur einen einzigen Tag
Und doch haben beide ihr Schicksal erfüllt.
Die Natur ist immer vorhanden, sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft nur endlose Gegenwart. Das ist Fuga oder Wu wei die Vorstufe von Satori.
hukwa
Dienstag, 14. Februar 2012
Mein Abstand zur Welt
An einem Morgen wie diesem schwimmt mein Geist ganz im Tao. Die "zehntausend Dinge" umgeben mich zwar, doch ich sehe sie aus der Perspektive des Abstandes. Ich nenne dies - den Abstand zur Welt - es ist die Technik, sich aus der Welt zurückziehen zu können. Wenn man eine gewiße Stufe des Bewusstseins erreicht hat, soll man seine Kronjuwelen vor der Welt verstecken. Nicht dass man sie mir stehlen könnte, doch es sind zuviele unterwegs, die echte Juwelen nicht von falschen Klunkern unterscheiden können. Sie wüssten nichts besseres zu tun, als diesen Schatz zu beschmutzen, dem goldgelben Glanz, den Schmutz des profanen einzuhauchen. Daher der Abstand zur Welt.
hukwa
hukwa
Der Taoismus als Tiefenökologische Religion
Von jeher hat mich der Taoismus fasziniert. Religiös gesehen möchte ich den Taoismus eine "ökologische Religion" nennen. Ich denke dass der Taoismus die erste spirituelle Philosophie gewesen ist, in der ausgesprochen wurde, der Mensch könne durch fortschreitende Zivilisation sich selbst vernichten, in dem er sich abspaltet vom Geist der letzten Wirklichkeit in dem sich sein Dasein schließlich abspielt. Seit dem 4.Jh. vor Zeitrechnung bis Heute mißbilligen die philosophischen Taoisten die technischen und barbarischen Fortschritte. Diese sehr alte Philosophie lässt sich ohne weiteres auf alle zeiten, sowie andere Länder und besonders auf unsere heutige Zeit übertragen.
Es liegt etwas tiefes und Bestimmendes in den metaphysischen Aussagen der Taoisten, und das Tao selbst, ist mir eine wahre Offenbarung. Die Künder des Tao standen mir immer näher als die altorientalischen Propheten Gestalten des Zoraster als auch des alten Testamentes. Taoismus und Budhismus sind mir ein liebgewordenes Schwesterpaar, deren gemeinsame Wurzel, meiner Ansicht nach den vorarischen Wurzeln des alten Indiens entstammen. Der griechische Vorsokratiker Heraklit hat viel gemeinsam mit den Taoisten, wohl mag ich ihn deshalb so besonders.
hukwa
Es liegt etwas tiefes und Bestimmendes in den metaphysischen Aussagen der Taoisten, und das Tao selbst, ist mir eine wahre Offenbarung. Die Künder des Tao standen mir immer näher als die altorientalischen Propheten Gestalten des Zoraster als auch des alten Testamentes. Taoismus und Budhismus sind mir ein liebgewordenes Schwesterpaar, deren gemeinsame Wurzel, meiner Ansicht nach den vorarischen Wurzeln des alten Indiens entstammen. Der griechische Vorsokratiker Heraklit hat viel gemeinsam mit den Taoisten, wohl mag ich ihn deshalb so besonders.
hukwa
Samstag, 11. Februar 2012
Beste Zeit für das Tao
In den letzten Tagen habe ich mal wieder ausgiebig taoistische Texte gelesen. Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die idealste Zeit sich mit dem Tao zu beschäftigen zwischen vier und sechs Uhr in der Frühe ist. Der klare Morgen, wohl weil das Bewusstsein um diese Zeit von den "zehntausend Dingen", noch nicht so stark übermantelt ist. Vielleicht strahlt das Tao um diese Zeit auch am stärksten auf das Subjekt ein. In diesen frühen Morgenstunden, kommt es mir oft so vor als herrsche in meinem Bewusstsein ein besonderer Rhytmus. Die alten Taoisten benutzten dafür den Ausdruck "geistiger Rhytmus" (shen yün). Die Erfahrungswelt jeder einzelnen Person ist natürlich unterschiedlich, die inneren Strukturen sind bei jedem Menschen anders angelegt, so muss jeder für sich die beste Tageszeit herausfinden um sich mit dem Tao zu beschäftigen.
hukwa
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