Posts mit dem Label Wildes Denken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wildes Denken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Januar 2026

Gruppenmensch oder Roboter

 Soweit sich die Individualität 
noch nicht ganz entfaltet hat 
bleibt man ein Gruppenmensch 
und im schlimmsten Fall ein Roboter. 
hukwa

Freitag, 20. November 2020

Gedanken zwischen ökonomischen Rausch und ökologischen Katzenjammer

"So beweist auch Plotin, der Platoniker, in seiner Abhandlung von der Vorsehung, dass diese sich von dem höchsten Gotte, dessen Schönheit geistig und unaussprechlich ist, bis herab zum Irdischen und Niedersten erstrecke, und bekräftigt es durch die Schönheit der Blüten und Blätter. Diese alle, so wertlos und rasch vergänglich sie sind, könnten versichert er, keine so wohlproportionierten Formen haben, würden sie nicht von daher geformt, wo die geistige und unwandelbare Form, die alles zugleich in sich schließt, ständig zu Hause ist.        Augustinus - Vom Gottesstaat     

 

 Kein anderes Geschöpf auf diesem Planeten, außer der Spezies Mensch, nimmt sich mehr alsesbraucht. Es ist die ökonomische Gier die uns immer tiefer in zerstörerische Aktivitäten führt. Wir nehmen uns immer mehr als wir wirklich benötigen, zerstören gezielt und mutwillig die letzten Ökosysteme und im selben Moment bezichtigen wir, dass was an Restnatur noch übrig ist (wie Wolf oder Luchs) der Grausamkeit. Wir müssen unseren Blickwinkel dahin erweitern, dass wir uns selbst wieder als Teil der Natur sehen, auch wenn wir diese zum Größtenteil schon vernichtet und vergiftet haben. Wir steuern auf den kollektiven Selbstmord zu. In der Geschichte des Menschen gab es immer wieder Brüche mit der Vergangenheit und somit historische Neuanfänge. In der Natur allerdings gibt es so etwas nicht, hier existiert eine evolutionäre Kontinuität und diese Evolution funktioniert immer auf die gleiche Art und Weise; indem sie Ausgewogenheit und Stabilität erzeugt. Nun hat unsere menschliche Gier dazu geführt, dass die alte Erde ziemlich unstabil geworden ist. Was bedeutet, dass die Natur auf unser Tun reagiert. Dies tut sie schon seit längerer Zeit: sie verändert ihr Klima, eine Katastrophe die man einfach mal „Wandel“ nennt, wir spüren diese Veränderungen ja nicht als Wandel sondern eben – als Katastrophe, ein weiteres Beispiel ist das Waldsterben, die Wälder sterben aus – dies ist ja kein Wandel, das ist eine hausgemachte Katastrophe. Jetzt schickt uns die Natur auch noch einen Virus mit dem die ganze Welt zu kämpfen hat. Das ist nun mal so, denken viele, doch was passiert wenn es nicht so ist? Wenn sie uns noch heißere Hitzesommer schickt und noch gefährlichere Viren? Wenn hinter all dem eine Intelligenz der Natur steht? Die Natur erhält sich durch Veränderungen die darauf ausgerichtet sind die ökologische Ordnung zu erhalten, wir können uns darauf verlassen, dass sie dies tun wird- wenn nötig durch katastrophale Veränderungen. Für die Zukunft ist nur eines sicher- die Evolution wird weitergehen- wenn nötig eben ohne uns. Ich persönlich versuche die ganze Katastrophe aus dem Blickwinkel der Naivität zu beobachten, denn das ganze politisch-ökologisch – intellektuelle Geschwafel hat einen Nachteil, es ist nur - „Geschwafel“. Es ist reden, reden, reden doch erreicht wird nichts!

In meiner Naivität bin ich davon überzeugt das wir Kriege, Hungersnöte und Klimakatastrophen einfach beenden können wenn wir es nur wollten. Und warum wollen wir es nicht? Weil jeder sein Leben auf die angenehmste Art und Weise gestalten möchte.

Jetzt will ich noch ein wenig primitiver werden in meinem Denken und stelle mir vor, diese Erde sei ein lebendiges Wesen (eine Art Gaia-Theorie). Ich werfe sämtliche philosophische Abstraktionen eines Kant, Fichte und Hegel aus meinem Kopf und begebe mich in das Weltbild eines Naturmenschen (eines Primitiven). Dann gehe ich noch einen Schritt weiter als die „Gaia-Theorethiker“ und denke pantheistisch. Ich stelle mir vor, dass die Natur beseelt sei. Hinter den Naturphänomenen, die wir ja nur an ihrer Oberfläche wahrnehmen, verbergen sich Kräfte und Wesenheiten, die in bestimmten Situationen und unter bestimmten Voraussetzungen zur Manifestation gelangen können und somit die Bewusstheit der Natur an sich offenbaren. Ich glaube diese Naturwesen sind da, sie brauchen uns Menschen nicht, allerdings kann es zu Begegnungen kommen zwischen ihnen und den Menschen aus denen sich ganz bestimmte Möglichkeiten ergeben können oder – Gefahren: Die mich umgebende Natur existiert nach ihrem eigenen Gesetz, ich selbst bin eine Folge dieses Gesetzes aber ich bin nicht das Gesetz. Dieses Gesetz ist einfach jenseits von Gut und Böse, es ist ein Naturgesetz. Aber in meinem primitiven archaischen Denken sage ich mir, wo es ein Gesetz gibt, muss es auch einen Gesetzgeber oder eine „GesetzgeberIn“ geben. Indem ich solche Gedanken hege, trenne ich mich von der Welt sozialer und zivilisatorischer Relationen, ich verlasse dass Freudsche Realitätsprinzip und begebe mich in die tiefen Abgründe fast magischen Denkens, eine Erblast meines kollektiven Unbewussten, die mich manchmal heimsucht und mich wenn es sein muss zum Zeitreisenden werden lässt. Somit befinde ich mich mitten im „Wilden Denken“ eines Levi – Strauss und werde zum „mythischen Bastler“. Ich denke der Baum da draußen den ich von meinem Schreibtisch aus beobachte ist ein mit Bewusstsein ausgestattes Wesen, dann gehe ich wieder einen Schritt weiter und glaube die elementaren Kräfte die vom Meer ausgehen, die Stürme und Gewitter sind nichts anderes als die alten heidnischen Götter, die durch negative Manipulation zu Manifestationen gelangen. Und die somit durch ihren Ausbruch Veränderungen hervorrufen können. 


 

Dann schaue ich noch mal weit zurück und kehre ein bei einem der frühesten Philosophen, nämlich Anaximander. Dieser sagte: „alles, was eine Form annimmt, eine Schuld verursacht, die durch seine Auflösung bezahlt werden muss, so dass sich daraus wieder neue Dinge bilden können“. Für Anaximander war dies eine Naturgerechtigkeit (Naturgesetz!). Alles in der Natur, jedes Wesen, jede Kreatur, das sich an den Vorräten der Natur bedient, muss diese Einnahmen wieder an die Natur zurückgeben. Alles was in der Natur eine eigene Form annimmt, muss irgendwann einer anderen Form Platz machen. Nachdem der menschliche Geist in der Evolution entstanden war, ging vom Menschen eine neue negative Evolution aus, in der er sich die Erde „untertan machte“. Wir haben die Natur verlassen, wir haben uns gegen sie gestellt, jetzt stellt sie sich gegen uns.

hukwa



Mittwoch, 13. Mai 2020

Vor einer Akelei stehend

Heute Morgen stand ich einige Zeit vor der wunderschönen Akelei im Schattengarten. Seit vielen Jahren wächst sie hier im Verbund mit Schöllkraut und Farn. Nur die langrüsseligen Hummeln kommen an ihren Nektar, den Bienen ist der Zugang zu ihren Blüten verboten, es sei denn sie brechen sie auf. Die Akelei ist eine uralte Heilpflanze. Etwas Märchenhaftes strahlt von ihr aus, ein Glanz der mich irgendwie in die Vergangenheit führt. Mir scheint immer dass sie in ihrer Blütenhaften Offenbarung ein geheimnis verbirgt.
Seltsamerweise bedeutet das lateinische Wort für "Offenbarung", revelatio, nichts anderes als Wieder-Verschleierung.
hukwa

Mittwoch, 4. April 2018

Korrespondenz mit dem Mythos

Wir stehen mit dem Mythos in einer ständigen Verbindung. Die meisten wissen es nur nicht. Selbst ein Realist wie Walter Benjamin schrieb in seinem "Passagenwerk": "...dass zwischen der Welt der modernen Technik und der archaischen Symbolwelt der Mythologie Korrespondenzen bestehen...dass die Merkwelten sich immer schneller zersetzen und das Mythische in ihnen immer schneller und krasser zum Vorschein kommt...". Das was die Verbindung zum Mythos herstellt ist das "wilde Denken".
Wenn der Mythos anklopft kommt er auch herein, ob wir wollen oder nicht!
hukwa

Dienstag, 26. September 2017

Heute Morgen ist es sehr windig. Der Wind hat mich aufgeweckt. Ein angenehmer Herbstmorgen. Leichter Regen. Das fordert die Kreativität heraus. Jeder neue Tag birgt einen neuen, kleinen, privaten Mythos in sich, ihn gilt es zu finden. Was ist der Mythos schließlich anderes als ein "sich die Welt vorstellen"?
hukwa

Mittwoch, 20. September 2017

Arbeit am Mythos

Das Denken, das die Mythen schafft, ich meine das Denken das den Mythos aus unserem Unbewussten herauf holt liegt irgendwo zwischen Traumdenken und realistischen Denken. Vom Traum hat es das Symbolische von der Realität das Zusammensetzende. Wenn man mythologisch denkt benötigt man dazu Phantasie, doch darf sie nicht die Oberhand gewinnen. Mythologisches Denken hat Ähnlichkeit mit dem schreiben eines Romans oder mit dem Malen eines Bildes. Obwohl der Schreiber oder Maler seinen Arbeitsstoff nicht zu kennen glaubt ist der Stoff/Story in ihm. Und über diesen Arbeitsstoff wird es dem Mythosgraphen langsam bewusst dass er mit dem Mythos schafft.
hukwa

Montag, 11. September 2017

Umgang mit mythischen Symbolen

Heinrich Zimmer schrieb über den Mythos: "Im Umgang mit fernen Symbolen und Mythen unterhalten wir uns geradezu mit uns selbst- mit einem Teil von uns freilich, der unserem bewussten Wesen so wenig vertraut ist, wie das Erdinnere dem Geologiestudenten. deshalb rüstet uns die mythologische Überlieferung mit einer Art Landkarte aus, an Hand derer wir Gehalte unseres Inneren, zu denen wir bewusst kaum noch eine Beziehung haben, Erforschen und Bestimmen können". 
Denn der Mythos lebt. Er lebt in seinen "tausend Gestalten".  So schrieb Nietzsche:
"Dem Mythos liegt nicht ein Gedanke zu Grunde, wie die Kinder einer verkünstelten Kultur vermeinen, sondern er selber ist ein Denken; er teilt eine Vorstellung von der Welt mit, aber in der Abfolge von Vorgängen, Handlungen und Leiden".
Das mythische Denken gehört zum Menschen, zur Menschheit wie das metaphysische Denken. Beide Denkarten tragen dafür Sorge das wir nicht im Sumpf des materialistischen Denkens versinken.
hukwa


Montag, 9. Januar 2017

Nachtwandern

Heute Nacht habe ich lange wach im Bett gelegen und in die Dunkelheit hineingelauscht. Draußen herrschte ein leichter Wind vor. Die große Buche erzählte mir die ganze Nacht Geschichten, manchmal ächzte sie unter dem Wind. Das leise Locken des Waldkauz vernahm ich mehrmals. Auf der Veranda suchte der Steinkauz nach Futter. Kein Autogeräusch störte die anmutige Stille der Nacht. Die Nacht war Menschenlos. Die Gedanken fallen in solchen Nächten tief. Sie wanderten in die Wälder und ich befand mich wieder auf alten Wanderwegen. Nachtwandern nenne ich solche Stunden.
hukwa

Samstag, 17. September 2016

Über unsere kosmische Abstammung

Die kosmische Entwicklung hat keine Geschichte sie ist ein "Geschehen", ist ohne Anfang, ohne Ende. Die irdischen Geschehnisse sind ja nicht von der gleichen Art wie die kosmischen. Es ist uns kleinen Erdlingen überhaupt nicht gegeben tiefer in die Vielfalt des kosmischen Geschehens einzudringen. Nur über unsere Intuition ist es uns möglich etwas über unsere kosmische Abstammung zu erfahren.
hukwa

Sonntag, 4. Januar 2015

ZeitenWechsel

Der SCHNEE blinkt in der Sonne
der WALD atmet meditativ
ich trete mit meinen Schuhen
auf dürres Geäst
es hört sich an
als brechen
GLÄSERNE KNOCHEN
durch den Glasklaren eisernen Himmel
fliegt Pfeilschnell ein Düsenjäger
einst
zogen
hier
ANDERE JÄGER.
hukwa

Freitag, 14. November 2014

Mythische Phantasie und Wildes Denken

Mythische Phantasie zu besitzen ist etwas besonderes. Es ist eine Art Heimatgefühl in einer Zeit wo der Glaube an diese "Kraft der Mythen" in einem Meer von Kommerz versinkt. Ich habe immer an die Mythologie geglaubt, an den "mythischen Heros" der in "tausend Gestalten" weltweit auftritt. Heinrich Zimmer, C.G. Jung und Joseph Campbell sind für mich die führenden Mytographen, ihre Bücher haben mir anfangs den Weg in den Mythos gewiesen. Als ich an seiner Quelle ankam, konnte ich den Weg alleine weitergehen.
Der ersten mythischen Gestalt der ich begegnete war Merlin. Irgendwann tauchte er aus dem Dunkel meines Unbewussten auf. In meinen Imaginationen wurde er dann sehr lebendig. Was ist Imagination denn anderes als "wildes Denken"! Wenn ich in einem Baum eine besondere Kraft erkenne denke ich "wild" und wenn ich in den Wäldern die Stimme Merlins zu hören glaube denke ich ebenfalls "wild". Wenn man diese Denkart einmal beherrscht, dann treten die Ewigen des Mythos an einen heran. Der Schlüssel zum Mythos ist das "wilde Denken.
hukwa

Dienstag, 7. Oktober 2014

Erbgedächtnis und Zeitreise

Unterhalb des Scharderkopfs liegt eine wunderschöne Waldwiese. Wenn ich hier verweile kommt mir immer wieder der gleiche Gedanke. In einem früheren Leben habe ich mit meiner Großmutter hier gewohnt. In einer kleinen Köhlerhütte. Die Erinnerung daran ist so klar und realistisch das ich davon überzeugt bin dass es tatsächlich so war. Eine imaginäre Nabelschnur verbindet mich schon immer mit der Vergangenheit. Eine typische Art der Krebse, das ja mein Tierkreiszeichen ist. Krebse haben eine direkte Verbindung zu den "alten Müttern". aus den alten Kulturen des Matriarchats weht der Krebsatem hervor. Die "Urmutter" bestimmte den Werdegang des heidnischen Menschen, die sie verehrten. Vergleichbar mit dem Bienenvolk in dem die Königin oberste Instanz ist. Ich bin überzeugt das ich solch ein gefühlsbedingtes Erbgedächtnis besitze. Man kann es trainieren um auf Zeitreise zu gehen.
hukwa

Sonntag, 21. September 2014

Ich bin im Ei des Dompfaffs - naturmystische Gedanken

Naturmystik ist eine Mystik des reinen Schauens, sie will uns nicht erklären, sondern lehrt uns das Fühlen. In dem wir Natur in ihrer Ganzheit erfassen sind wir auf dem Weg Naturmystiker zu werden.
Suzuki hat dies einmal sehr schön ausgedrückt:
"Kindlichkeit muss nach langen Jahren der Übung in der Kunst des Sich - Selbst - Vergessens wieder erlangt werden. Ist dies erreicht, dann denkt der Mensch und denkt doch nicht. Er denkt wie der regen, der vom Himmel fällt; er denkt wie die Wogen, die auf dem Meere treiben; er denkt wie die Sterne, die den nächtlichen Himmel erleuchten; wie dass grüne Laubwerk das aufsprießt unter dem milden Frühlingswind. Er ist in der Tat selbst der Regen, das Meer, die Sterne, das Grün..."
Diese wundervollen Worte des großen Zen - Gelehrten drücken genau das aus was ich "Weg der Naturmystik" bezeichne. Es kommt der Moment da merkt der Naturmystiker, das er im Ei des Dompfaffs ist, er ist Teil des wogenden Getreidefeld; er ist im Lied der Amsel drin.
hukwa

Sonntag, 23. Februar 2014

Ein Morgen voller Daseinsfülle - Gedanken eines Zeitmillionärs

Heute Morgen saß ich für einige Zeit unter einem Haselstrauch der wundervoll duftete. Die Sonne des sich zu Ende neigenden Februars verwandelte die Landschaft ins Frühlingshafte. Auf der Wiese vor mir suchten die Krähen nach Würmern. Direkt neben meinem Sitzplatz durchstöberte eine Waldmaus das Altlaub, einmal kletterte sie furchtlos über meine Füße. Aus den großen Eichbäumen drang das Gurren zweier Hohltauben. Während die Menschen auf der Strasse des Materialismus und der Gewinnsucht ziellos dahinströmen sitze ich hier am Waldrand beobachte die aufkeimende Natur und fühle mich reicher als jeder Millionär. In einem Sinne bin ich auch Millionär - ein Zeitmillionär, ich verfüge über meine Zeit und lass nicht den Materialismus und andere über sie verfügen.
hukwa

Sonntag, 18. August 2013

Traumboten einer anderen Welt

In den Momenten zwischen Tag und Nacht, zwischen Realität und Phantasie, zwischen Gegenwart und ältester Vergangenheit, erscheinen die Traumboten aus einer anderen Welt. Die meisten Menschen leugnen solche Momente obwohl sie jedem von uns schon widerfahren sind. Keine Wissenschaft kann sie ergründen und doch erscheinen sie immer wieder - die Traumboten einer anderen Welt.
Leibnitz schrieb zu recht: "Die unmerklichen Wahrnehmungen sind mit einem Wort in der Geisteslehre von ebenso großer Bedeutung, wie es die unmerklichen Körper in der Physik sind; und es ist gleich unvernünftig, die einen wie die anderen unter dem Vorwand, dass sie außerhalb des Bereichs unserer Sinne fallen, zu verwerfen".
hukwa

Sonntag, 28. April 2013

Der mit dem Dompfaff singt - Über meine Kommunikation mit Wildtieren

Auf unserer Veranda tummeln sich viele Wildtiere. Einige sind Handzahm wie Eichhörnchen und Dompfaff, andere wie Ringeltaube, Buntspecht und Weidenmeise, zeigen wenig Scheu. ich war immer ein geduldiger Beobachter des Tier- und Pflanzenreiches. Wenn ich am Morgen den Sing Sang des Dompfaffs pfeife kommt dieser alsbald angeflogen und holt sich sein Futter. Man muss die "anima" des Tieres wahrnehmen können, das Lebensprinzip das in ihm wirkt. Ich habe die Feststellung gemacht dass sich zwischen Wildtieren und mir eine Art "Feld" bildet in dem jeder einen Teil von sich preisgibt, Mensch und Tier, um so mit dem Anderen in Kommunikation zu treten. Man verschmilzt mit dem Augenblick, dem Tier und der Umgebung. Die Anima des Tieres tritt in Kontakt mit dem Selbst des Menschen, so entsteht die Kommunikation zwischen dem Mensch- Tier- und Pflanzenreich.
hukwa

Freitag, 15. März 2013

Baum und Mensch- eine untrennbare Einheit

Der Baum ist Teil eines mythologischen Urganzen. Er ist ein Ur - Archetyp. Baum und Mensch gehören zusammen, wenn auch der Mensch dieses alte Band lange schon zerschnitten hat, lebt es dennoch weiter in den Mythen, Religionen, in Brauchtum und Volkskunde, Sagen und Märchen. Kein anderes Lebewesen weist eine so zentrale und vielfältige Bedeutung für uns Menschen auf wie der Baum. Er ist ein Ursymbol von Leben und Tod, von Wachstum und Weisheit. Wer die Kulturgeschichte der Menschheit studiert, erfahrt alsbald von dieser Identität Baum - Mensch. Durch ihre Naturentfremdung haben die Menschen eine klaffende Wunde in diese uralte, ja, göttliche Beziehung geschlagen. Es ist an der Zeit das wir diese Wunde heilen lassen und uns wieder zu besinnen beginnen auf das uralte, harmonische Verhältnis das einst bestand zwischen Mensch und Baum.
hukwa

Dienstag, 22. Januar 2013

Magie des Morgens

Jene Menschen die noch einen Bezug zu den Mysterien des Lebens haben, die noch im Schöpfungsalphabet der alten Erdmutter zu lesen wissen, erscheint der frühe Morgen in den Wäldern wie ein erweiterter Bewusstseinszustand. Hier herrscht nun eine Kraft vor von dem alle Dinge des Waldes erfüllt sind. Der Naturbewusste Mensch weiß das auch er nur eine Form dieser Kraft ist. Eine- geprägte Form, die lebend sich verwandelt, um mit Goethe zu sprechen.
hukwa

Montag, 31. Dezember 2012

Die innere Wirklichkeit des Dichters- Wildes Denken und Poesie

Der ewige Mythos wirkt auf den hermetischen Dichter ständig ein. Für den Dichter ist das Land des Mythos eine reale Landschaft. Sobald er in sie einkehrt wird der Dichter vom "wilden Denken" erfasst. Es ist eine poetische Magie die ihn heim sucht. Im Dichter wirkt neben seinem moralischen Ich, ein weiteres, nämlich sein Erzähl - Ich oder "lyrisches Ich". Es speichert, oft unbewusst, alltägliches und außergewöhnliches, eigenes und fremdes, erzähltes und erlebtes, Mythos und Realität und das Erzähl - Ich formt daraus Gedichte und Geschichten. Diese sind real und surreal zugleich doch sie sind wirklich, schließlich entspringen sie einer inneren Wirklichkeit des Erzählers.
hukwa