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Donnerstag, 22. April 2021

Frühlingssignatur

Natut ist weit mehr als nur eine materielle Erscheinung. Wenn wir mitten in ihr drinnen sind und das sind wir ja immer, da wir Natur sind, wenn wir ihre Signatur studieren offenbart sie sich uns auf besondere Weise. Überall im Wald blühen nun die Buschwindröschen und die stärkeren Bäume werden folgen, überall Gesumme von Insekten dazwischen Vogelsang all das gehört zur Großen Signatur.Und wenn wir uns die Zeit nehmen den Stimmen der alten Mutter Erde zu lauschen, erfahren wir die spirituelle Botschaft der Natur. 
hukwa

Donnerstag, 25. März 2021

"Die Wurzel der Welt" oder lese dieses Buch

"Geist ist der Ort wo Physik in Metaphysik umschlägt", so ungefähr beschreibt es Emanuele Coccia in seinem Buch "Die Wurzeln der Welt".  Coccia überschreitet die Mauer die dazu dienen soll, das menschliche Wesen einzuschließen. Seine Texte sprengen den Bewusstseinsbeton. Wenn er schreibt, scheint er immer nahe dran zu sein an der Kette des Seins. Seine Bücher leben von der Überzeugung, das wir Teil einer lebendigen Welt sind. Er bewegt sich nahe an der Grenze der Tiefenökologie und bleibt doch immer philosophisch. Beim Lesen spürt man dass er das Muster sucht, das alle Lebewesen verbindet.Wir haben lange schon den Sinn von der Einheit Mensch-Biosphäre verloren. Coccia entwirft ein Bild von Welt und Mensch wie sie in ihren biologischen und geistigen Aspekten zusammengehalten wird.   
hukwa

Freitag, 19. März 2021

Die Natur setzt uns für ihre Zwecke ein

 Man benötigt einen guten Scharfblick beim Betrachten der uns umgebenden Natur um in den "Kleinigkeiten" ihres Schöpfungsalphabetes das  Tiefe zu erkennen. In diesen Erscheinungen erkennt der Betrachter einen tiefen metaphysischen Sinn. Jede Formbildung, alles Geschehen dass wir hier beobachten ist schöüferischer Natur. Das "Werden" der Natur ist ein einziger Schöpfungsprozess. Wir denken wir stehen über der Natur, das ist ein zutiefst positivistisches Weltbild - es ist anders - die Natur setzt uns für ihre Zwecke ein. 
hukwa

Freitag, 12. März 2021

Ver-knüpfung - Ver-flechtung

"Das Fundament liegt in ihrer Verknüpfung", erklärt Leibnitz. Ver-knüpfung und Ver-flechtung sind auch die Hauptfundamente ökologischen Denkens. In der Geschichte der Philosophie finden sich zwei Richtungen: Auf der einen Seite Philosophen wie Pythargoras, Parmenides und Platon die zu den Gründungsvätern unseres mechanistischen heutigen Weltbildes zählen; ihre Nachfolger sind u.a. Bacon, Descartes und die Positivisten. Die zweite Linie kann man als "organische Philosophen" bezeichnen: Thales, Anaximander und Heraklit, führen über Nikolaus von Cues, Giordano Bruno, Spinoza und Schelling bis in die Neuzeit der Naturphilosophie und des ökologischen Denkens. Wäre die Welt diesen organischen Philosophen gefolgt, hätten wir heute keine Umweltkrise in diesem Ausmaß. 
hukwa

Sonntag, 16. August 2020

Schläft ein Lied in allen Dingen

Foto©UteKW
 

„Die „Identität“ bei Schelling und die Substanz bei Spinoza

„Der Philosoph muss ebenso viel ästhetische Kraft besitzen als der Dichter. Die Menschen ohne ästhetischen Sinn sind unsere Buchstabenphilosophen“ (Schelling).

Im System des transzendentalen Idealismus geht Schelling auf die ursprüngliche Identität von Natur und Geist ein. Alles was ist, ist an sich Eins, ist etwas „schlechthin identisches“ und muss auf einen gemeinsamen Ursprung zurückgeführt werden, auf eine universelle, geistige Kraft. Der Geist ist bewusste, die Natur bewusstlose Intelligenz. Schelling schreibt: „Was wir Natur nennen, ist ein Gedicht, das in geheimer wunderbarer Schrift verschlossen liegt“. In seiner Schrift „Bruno oder über das göttliche und natürliche Prinzip der Dinge“, sagt er:„das Universum schläft wie in einem unendlichen, fruchtbaren Keim“. Im Menschen kommt die Natur zur Sprache. Das will Schelling sagen. Was für Spinoza die Eine-Substanz war, das war für Schelling die „Identität“ mit der Natur. In seiner romantischen Denkweise hat er das erkannt, das da im Steine schläft, im Tiere träumt und im Menschen denkt. Das Licht, sagt er, ist eine vollständige Geometrie, und die Kristallisation ist ein unbewusster Gedanke. Diese Identität in der Natur, der Bezug zur Einen-Substanz, der Natura naturanas ist der Grundgedanke von Schellings Naturphilosophie. Man kann also den Geist, das Lebendige überhaupt, aus der Natur heraus nur verstehen, wenn man die Natur nicht als etwas mechanisches auffasst als eine Zusammenballung reiner Atome sondern als ein einheitliches Ganzes, dessen tiefste Existenz die Urkraft der Natur ist. Schelling in unsere Zeit übersetzt – macht deutlich, dass die Menschen gerade dabei sind durch ihre materielle Weltsicht das gesamte Gefüge der Natur und der Biosphäre zu zerstören. Die Entfremdung und Trennung von Natur und Geist führte zum Verlust von Harmonie und Vernunft im Menschen. Die Schellingsche Naturphilosophie war ein Gegenentwurf zur mechanistischen Naturauffassung und somit ein Versuch den materiellen Nihilismus aufzuhalten.

 

hukwa

Dienstag, 11. August 2020

Natura naturans - Natura naturata

 In diesen Tagen denke ich oft über Spinoza nach. Er lehnte die Herrschaft des Volkes ab auf Grund des "unvernünftigen, aufrührerischen und zu Ausschreitungen" neigenden Charakters der breiten Massen. Er lehnte auch die Monarchie ab, als Machtinstrument eines Einzelnen. Er wusste um den verderblichen Einfluss von Geld und Geldmacht. Spinozas ganzheitlicher Naturbegriff geht von der Unteilbarkeit der Natur aus. Die Trennung von Geist und Materie lehnte er ab und suchte statt dessen nach einer der materiellen Welt immanent wirkenden Ursache. Das höchste Ziel ist die Einheit von Geist und Natur. Spinozas Philosophie ist pantheistisch, man kann ihn einen rationalen Mystiker nennen. 

Baruch Spinoza hat die Natura naturans als die wirkende oder Schöpferkraft der Natura naturata als den durch diese Kraft Bewirkten oder Geschaffenen gegenübergestellt. Natura naturans ist die hervorbringende Natur (Schöpferkraft)   Natura naturata die hervorgebrachte Natur (Schöpfung). Beide Kräfte sind letztendlich eins und wirken in der Welt wie im Menschen. 

hukwa

Donnerstag, 21. Mai 2020

Triumphierende Orks

Es sind die Schmutzwässer der Zivilisation, des Konsums und des turbokapitalistischen Bewusstseins die Sinn und Geist verunreinigen. Es fehlt der Respekt vor dem Daseienden, dem naturmäßigen Gewordenem. Die Menschen sind gefesselt an ihr eigenes Unvermögen, aus dem letzten Stück Natur werden Industrielandschaften gemacht. Kurzum: die Orks triumphieren! Es sollte Aufgabe jeden Einzelnen sein, durch Denken den Geist in alller Kreatur zu finden, wir erfahren die Natur dadurch dass wir sie durch-denken.
hukwa

Dienstag, 31. März 2020

Enträtselung

Der Naturphilosoph wird von dem Gedanken der schöpferischen Macht des Daseienden regelrecht überfallen, wenn er die Natur meditativ schaut. So vermag er im "Buche der Natur" zu lesen und das Erfassste und Erahnte in seine Gedanken zu übertragen, weil er weiß das er selbst Teil der Natur ist. Natur ist ihm verdinglichte Sprache der Schöpfung, die er enträtselt und in die menschliche Sprache übersetzt - sein Sein hat Anteil am Sein der Natur.
Naturphilosophie ist immer auch Mitphilosophieren mit den Erscheinungen mit der Natur. Wie ich ein philosophisches Werk nur verstehen kann wenn ich während des Lesens Mitphilosophiere, so finde ich Naturerkenntnis nur in dem ich die Werke der Natur enträtsele. "Enträtseln" ist hier in einem metaphysischen und nicht im wissenschaftlichen Sinn gedacht.
hukwa

Dienstag, 27. August 2019

Die vergessene Nabelschnurr

Die heutige Naturvergessenheit aus der sich das Chaos herusgeschält hat, ich meine damit die Ökokatastrophe, ist ein gleiches Vergessen wie die Seinsvergessenheit die Heidegger meinte. Mit dem Unterschied das Heideggger den Begriff der Seinsvergessenheit in den Bereich der Metaphysik verlegte, aber die Naturvergessenheit den Bereich unseres gesamten Seins umfasst. Einfacher ausgedrückt: In dem der Mensch in Naturvergessenheit lebt zerstört er die Wurzel des Lebens. Er hat keine Verbindung mehr zur Natur, die er ja selbst ist. Dieses Verbindende ist so etwas wie die Nabelschnur die uns mit der erde verbindet.
hukwa

Sonntag, 9. Juni 2019

PilzMensch eine Betrachtung

Ich sitze im Hof der alten Schmiede. Umgeben von Sandsteinmauern und Efeu fühle ich mich hier sehr wohl. ich beobachte das Rotschwänzchen und die umher fliegenden Insekten. An solchen tagen, bei solchen Plätzen existiere ich tief in meiner Innerlichkeit.
In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen, sein unterirdisches Sein, dass sich ganz in seiner Wurzel abspielt bleibt uns verborgen. Vielleicht eine Allegorie zur menschlichen Seele? Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Großteil unseres Lebens ab? Ich spüre sehr deutlich das es noch eine tiefere Dimension in uns gibt als wir zu Wissen glauben.
hukwa

Dienstag, 4. Juni 2019

Das Fließende

Im Garten lärmen die Elstern. Ihre Jungen sind ausgeflogen und suchen das erste mal selbständig Futter. Ich gebe ihnen einen Teller voll Haferflocken. So kann ich sie für einige Zeit beobachten und ihr Verhalten studieren. Das Futter lockt auch Scharen von Sperlingen an. Es sind mehrere Paare die jedes Jahr am Haus brüten. Der Haussperling ist hier gut vertreten nur der Feldsperling wird immer seltener.
Während meiner Beobachtungen denke ich: Leben sollte etwas fließendes sein. Es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben, dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Mittwoch, 1. Mai 2019

Menschheit und Metamorphose

Sie reduzieren sensible Ökosysteme zu Monokulturen. Dann sprechen sie von Natur. Eine Natur aus zweiter Hand die den Kollaps schon in sich trägt. So befriedigen sie ihre Profitgier. Die Erde existiert seit Jahrmilliarden und hat noch Jahrmilliarden vor sich. Wir sind nur eine Form die die Erde hervorgebracht hat und werden wie jede Form irgendwann einer anderen Form weichen müssen. Nur das es diesmal so ist dass die menschliche Form sich selbst zugrunde richtet. Doch selbst wenn wir ausgestorben sind werden unsere Atome als Bestandteile einer universellen Evolution irgendwo im Universum weiter existieren und wieder neue Formen bilden. Vielleicht ist dies die wirkliche Metamorphose die das Wesen Mensch durchmachen muss um sich zu einem höheren Wesen zu entwickeln.
hukwa

Donnerstag, 12. Juli 2018

Meine bevorzugte Gesprächsfreunde

Unser Leben ist doch so eingerichtet dass wir in einem ständigen Dialog mit unserer Umgebung sind. Der Mensch verwirklicht sich selbst in seiner Umgebung schließlich beeinflusst diese unsere Existenz.  Ich suche im Jahr vielleicht zweimal die Großstadt auf (das ist zweimal zu viel) ansonsten bewege ich mich auf dem Land. Während meiner wenigen Stadtbesuche bemerke ich immer wieder das mir die Kommunikation mit Tieren und Pflanzen mehr Freude bereitet als die Gespräche die ich mit Menschen führe.
hukwa

Mittwoch, 20. Juni 2018

Stadtmensch - Naturmensch

Ein ruhiger ausgeglichener Morgen. Taubengurren im Garten. Ich erfreue mich an den Pflanzen, bewundere das Laubgewölbe von Holunder, Erle und Ahorn im Schattengarten. Es ist ein lohnenswertes Geschäft wenn man seine Zeit intensiv den den sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfen der Natur widmet. Wenn man in sich dieses verwandtschaftliche Gefühl spürt von der Gemeinsamkeit mit Stein, Tier und Baum. Für den Naturmenschen ist der Wald und der Garten der große Anziehungspunkt. Für die Stadtmenschen sind es die Kaufhaustempel. Der Stadtmensch träumt von der neuesten Automarke, der Naturmensch von unbekannten Wäldern die er noch erkunden will. Der Unterschied ist das der Stadtmensch viele Teile sieht doch der Naturmensch das ganze schaut.
hukwa

Dienstag, 19. Juni 2018

Schaffende Natur

"Was kann der Mensch im Leben mehr gewinnen, 
als dass sich Gott-Natur ihm offenbare, 
wie sie das Feste lässt zu Geist zerrinnen 
wie sie das Geisterzeugte fest bewahre?" 
Goethe 
Es ist die Schaffende Natur von der Goethe hier spricht. Es ist die Größe Goethes dass dieses "Schaffende" sein ganzes Werk durchzieht. Seit Plato und Aristoteles ist das Abendland daran gewöhnt, den Kosmos in zwei Formen zu denken, in Geist und Körper: in Eidos und Hyle aristotelisch gesprochen. Diese Vorstellung ist die Grundlage des europäischen Denkens überhaupt und damit unterscheidet sich diese Denken grundsätzlich vom östlichen Denken. Was wir brauchen ist der Zusammenfluss beider Denkrichtungen.
hukwa

Donnerstag, 24. August 2017

Von der hermetischen Kette und dem platonischen Ring

Alles was die Natur durchzieht ist mit der "großen Sympathie" verbunden. Der Mensch ist ein Einziges, um dieses Einzige zu Erkennen, muss man es vorerst dreifach sehen:
als ein biologisches seinem körperlichen Leib nach;
ein ätherisch-kosmisches seinem Geiste nach;
ein göttlich-tranzendentes seiner Seele nach. 
Also nimmt der Mensch an allen drei Welten (Jezirah, Aziluth, Briah) teil. Deshalb nennt man den Menschen Mikrokosmos. Seine aufgabe ist es letztendlich mit der Natur in Einklang zu existieren.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Die Öffnung der Landschaft

Komme gerade von einem langen Spaziergang durch den vereisten winterlichen Wald zurück. Zu jeder Jahreszeit kann man die Landschaft als Zustimmung erleben. Wenn sich Landschaft für uns "öffnet" ist es dann nicht so als treten wir ein in den Garten Eden?
Landschaft ist eben mehr als nur Kulisse und Staffage, die unerschöpfliche Vielfalt ihrer Formen und Farben vermittelt dem der bewusst in ihr wandert und sie in seiner Seele aufnimmt das große Geheimnis der Natur, es dringt in uns ein mit seinem Zauber, Geheimnis und seiner natürlichen Sinnlichkeit.
Die Erfahrung von Landschaft macht uns zu Teilhabern der natürlichen Erscheinungen. Das Biotop Natur wird für den Menschen zum Psychotop.
hukwa

Donnerstag, 21. April 2016

Mit der Natur

Einst lebte der Mensch ein Leben aufs engste verbunden mit der Natur. Heute lebt er gegen die Natur. Es ist an der zeit wieder mit der Natur zu leben. Wir täten gut daran die alte Verbundenheit wieder herzustellen.
hukwa

Montag, 18. April 2016

Eingebunden in die Natur

Die Natur ist die große Offenbarerin, wer sich ihr hingibt dem öffnet sich die Allseele. Sie lehrt uns das Materie und Geist eingebunden sind in den großen kosmischen Reigen.
Wie der Arzt helfen kann aber allein die Natur heilt so kann die Philosophie lehren doch die Erkenntnis finden wir in der Natur.
hukwa

Freitag, 1. April 2016

Die spirituellle Botschaft der Natur

Die Natur ist weit mehr als nur eine Welt materieller Erscheinungen. Wenn wir sie genau beobachten und ihre Signatur studieren öffnet sich uns das Buch der göttlichen Offenbarung. Wenn wir mystisch in diese Signatur eindringen können wir die spirituelle Botschaften dieser Erscheinungen lesen. In jedem Vogellied, in jedem Windhauch können wir diese Botschaft auch Akkustisch wahrnehmen.
hukwa