Dienstag, 31. März 2026
Wale
Samstag, 28. März 2026
Lange vorbei ist die Zeit...
Dienstag, 29. Oktober 2024
Der Wolf im Pfälzerwald
In den meisten ökologischen Situationen sind die Konkurrenzbeziehungen zwischen Luchs und Wolf recht ausgeglichen und beide Arten können nebeneinander leben. Weder der Luchs vertreibt den Wolf noch der Wolf den Luchs. Woran könnte es also liegen das der Wolf sich im Pfälzerwald nicht so richtig „wohlfühlt“? Die von Luchs und Wolf besiedelten Habitate unterscheiden sich leicht. Während der Luchs felsige Gebiete bevorzugt, die vom Wolf nicht dauerhaft aufgesucht werden, bevorzugt letzterer mehr die flache Waldlandschaft. Nun ist der Pfälzerwald eine ziemlich felsige Gegend und daher ideal für den Luchs. Wenn man sich die Mühe macht und Wildstudien aus Finnland oder Nordamerika liest erkennt man schnell, dass die Koexistenz von Luchs und Wolf in diesen Ländern stabil und ausbalanciert ist. Zu direkten Zusammenstößen beider Arten kommt es nur selten. Diese Studien haben auch gezeigt, dass der Wolf mehr Waldlichtungen und Felder aufsucht, der Luchs hingegen liebt Fichtenbestand und dichte Mischwälder, beides findet er im Pfälzerwald.
Das breite Spektrum besiedelter Landschaften, wie in Rheinlandpfalz aber auch anderswo in Deutschland bringen Luchs und Wolf mit vielen anderen Tierarten in Kontakt. Interessant sind natürlich Schafherden, da sie eine leicht erbeutbare Nahrungsquelle darstellen. Eine „endgültige Lösung“ für dieses Problem wird es wohl auch in Zukunft nicht geben, dies liegt einfach in der Natur der Sache. Beide, Luchs und Wolf, haben ein Anrecht darauf hier zu leben. Der Prozess der Änderung des Verhältnisses Luchs, Wolf, Mensch ist langwierig und kompliziert und kann nur in einem ökologisch-ethischen Sinne geregelt werden.
©hukwa
Dienstag, 21. Mai 2024
Vom Verschwinden des Feldsperlings
Sonntag, 31. März 2024
Es ist an der Zeit
Donnerstag, 7. März 2024
Krähen
Montag, 4. Dezember 2023
Leserbrief: Schnellerer Abschuss von Problemwölfen
Wölfe abzuschießen ist aus ökologischer Sicht falsch, wenn man in einer Region mit Wolfsbestand, die Wolfsdichte und die damit verbundenen Konflikte mit Nutztierhaltern in ein „Gleichgewicht“ bringen möchte.
Hohe Abschussquoten und „Vernichtungsfeldzüge“ wie sie von Jägern, Landwirten und Schafzüchtern gefordert werden verschärfen das Problem eher. Denn Wölfe tendieren dazu, Verluste ihres Rudels durch stärkere Vermehrung zu kompensieren, somit wird durch Einzelabschüsse die ansässige Population noch gefördert. Hinzu kommt, dass eine Bejagung die Stabilisierung der Rudelstruktur verhindert. Dies wurde durch Untersuchungen im Bereich des Wolfsmanagements in der Lausitz nachgewiesen. Es sind vor allem einwandernde Wolfmigranten mit noch instabilen Rudelstrukturen die Schafe und Ziegen anfallen. Ansässig gewordene Rudel halten sich in der Regel an die lokalen Wildbestände.
Haben sich in einem Gebiet die Rudel etabliert, steigt mit Sicherheit die Zahl der Wölfe in diesem Landstrich nicht mehr nenneswert an.
Wölfe regulieren sehr effizient und nachhaltig ihre eigenen Bestände. Untersuchungen im Yellowstone Nationalpark haben ergeben, dass mindestens 60% der ausgewachsenen Wölfe durch andere Wölfe ums Leben kommen. Die „Entnahme“, also der Abschuss, den nun das Umweltministerium umsetzen will ist nichts anderes als negative Ökologie mit einer Portion „Jägerlatein“.
Die wohlbekannte Angst vor dem „bösen Wolf“ ist ein typisch deutsches Problem. Hirten in den italienischen Abruzzen, in den spanischen Pyrenäen sowie in den rumänischen Bergregionen kennen diese Ängste nicht! Sie haben das Problem in den Griff bekommen durch geeignete Schutzmaßnahmen und vor allem durch die richtigen Schutzhunde als Herdenwächter. Es ist an der Zeit, dass diejenigen die immer gleich nach dem „wilden Jäger“ schreien sich einmal gründlich informieren sollten. Wohl würde auch ein wenig Nachhilfe in praktischer Ökologie helfen die richtige Beziehung zum Wolf aufzubauen.
Vor allem sollte man seine Ansichten über diese Tiere auch einmal in eine andere Richtung lenken und versuchen über die traumatischen Erfahrungen des Wolfs mit der „Bestie Mensch“ nachzudenken. Der Mensch als angeblich intelligentes Wesen müsste doch inzwischen gelernt haben, dass man Konflikte nicht durch „Abschießen“ regeln kann. Letztendlich sind alle ökologischen Probleme menschengemacht auch das Wolfsproblem.
Das wahre Problem das den Wolf betrifft ist doch einfach das man ihn weghaben will. Der Prozess der Änderung des Verhältnisses zwischen Mensch und Wolf ist langwierig und kompliziert. Dies beruht in erster Linie auf vorurteilen. Wenn wir wildlebende Tiere retten wollen, müssen wir das Recht aller Wesen der Natur auf ihre Existenz anerkennen, es ist genauso wichtig eine Libellenart, eine Bienenspezies als einen Wolf oder Tiger zu retten. Wie lange wollen die Menschen noch an dem falschen Glauben festhalten, sie seien die Herren des Planeten und nicht einer seiner Gäste, wie der Wolf auch? Die Natur hat den Wolf erschaffen wie den Menschen auch, beide gehören zu ihr. Mit dem kleinen Unterschied das es der Mensch ist der seine Umwelt und die seiner Kinder und Enkel zerstört, der Wolf regelt diesen Haushalt nur. Der Schlüssel zur Beziehung Mensch-Wolf ist ein stärkeres ökologisches Bewusstsein. Was die Grüne-Umweltministerin plant ist nichts anderes als ein Anschlag auf die biologische Vielfalt! Im Zeitalter des ökologischen Denkens ist eine solche hinterwäldlerische Umweltpolitik nicht mehr angebracht.
Sonntag, 21. Mai 2023
Freitag, 20. Januar 2023
Willkommen Wolf
Der Pfälzerwald ist die alte Heimat des Wolfes und es ist schön, dass er sich wieder hier ansiedelt. Der Wolf gilt als Urtyp des wilden Tieres mit allen negativen Attributen wie ungezähmt, ruhelos, unmoralisch, grausam, bestialisch, gierig usw. Dies sind allerdings keine wölfischen Eigenschaften sondern eher menschliche. Die meisten von uns verwechseln das natürliche Verhalten von Tieren mit fehlender Moral. Dies bedeutet im Klartext, die unangenehmen Aspekte von uns selbst zu kommentieren, ohne in den Spiegel schauen zu müssen. Es sind Ängste die aufgrund der fehlenden Erfahrung mit Wölfen existieren. Seine Rückkehr ist auch ökologisch sehr wertvoll.
Der Wolf ernährt sich im Pfälzerwald überwiegend von Rehen, Rothirschen, Wildschweinen und Hasen. Dabei erlegen Wölfe vor allem junge, alte und kranke Tiere. Dies entspricht der Nutzung, wie sie auch in der Jagdpraxis vorgesehen ist, so dass der Wolf damit kein Konkurrent der Jagd ist, sondern sogar durch sein selektives Eingreifen für den gesamten Wildbestand förderlich. Im Verhältnis des Wolfes zu seiner Beute gilt die ökologische Faustregel, das die Beute den Räuber regelt und nicht umgekehrt. Die Angst davor, dass irgendwann zuviele Wölfe durch den Pfälzerwald streifen ist ebenfalls unbegründet. Durchschnittlich besteht eine größere Wolfsfamilie aus fünf bis zehn Tieren. In Mitteleuropa bewohnt ein Rudel ein Gebiet von ca. 250-300 Quadratkilometern, das es gegenüber rudelfremden Tieren verteidigt. Die meisten Jungtiere wandern bis zum zweiten Lebensjahr ab und suchen jeweils einen nichtverwandten Partner, mit dem sie ein neues eigenes Revier besetzen um ein Rudel zu gründen. Somit bleibt in einem bestimmten, genau definierten Gebiet die Anzahl der Wölfe langfristig gesehen beständig. Der Wolf ist also ein intelligentes Raubtier mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Wir sollten ihm einfach die Chance des Überlebens geben.
Die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Wölfe die zukünftig den Pfälzerwald durchstreifen werden, ist von Vorurteilen geprägt. Vor allem durch falsche Vorstellungen, Halbwahrheiten und Fehlurteile. Für einen Großteil der Bevölkerung scheint das einzige Problem darin zu bestehen, wie man diese scheuen Wildtiere schnell wieder los wird. Kein ökologisch orientierter Mensch wird leugnen, dass der Wolf auch der Landwirtschaft kleinere Schäden zufügen kann und wird. Dafür werden von den zuständigen Behörden verschiedene Lösungen angeboten. Schließlich ist der Wolf in der freien Natur kein überflüssiges Tier, sondern ein geradezu notwendiges Mitgeschöpf. In vielen anderen mitteleuropäischen Ländern wird mit solchen Problemen weitaus entspannter umgegangen. Der Wolf gehört zur Schöpfungsgeschichte, wie der Mensch auch. Man sollte sich fragen wer von beiden das größere Raubtier ist.
©hukwa
Donnerstag, 27. Januar 2022
Mystischer Morgen
Freitag, 21. Januar 2022
Im Wald bist du nie allein
Samstag, 5. Juni 2021
Freundschaft mit Tieren
Es gibt einige Haustiere und Wildtiere mit denen ich eine engere Freundschaft geschlossen habe. Einersets animalisiert man den Menschen, andererseits humanisiert man die Tiere, beides die falsche Einstellung. Was die Leistungen der Tiere betrifft schreibt Montaigne: "Solche Leistungen, die wir bei anderen Lebewesen beobachten und die größer sind als unsere, beweisen daher, dass sie diesbezüglich eine uns überlegene fähigkeit haben, die uns verborgen bleibt- wie wahrscheinlich viele andere Anlagen und fähigkeiten, die nicht einmal bis zu unserer Wahrnehmung dringen. Genauso wie den Tiere unsere kognitiven Fähigkeiten verborgen sind, können auch uns, die kognitiven Fähigkeiten der Schnecken und anderer Tiere unbekannt sein. Montaigne ging davon aus das sich Ameisen nach Weg und Ziel fragen, wenn sie sich treffen. Und Wittgenstein, ebenso David Hume meinten das Tiere Gedanken einfacher Art haben.
hukwa
Donnerstag, 17. September 2020
Wo sind die Schwalben - Leserbrief
Der Schwalbenturm am Messeplatz ist keine „Fehlkonstruktion“ und muss auch kein „Dorn im Auge“ sein, das Problem liegt woanders: Die Insekten fehlen in diesem Stadtbereich. Mehl und Rauchschwalben suchen ihre Nahrung nicht wie Mauersegler hoch in der Luft, sondern dicht über dem Boden. Auch Elstern und Eichelhäher stellen keine Gefahr dar, der Turm ist so konstruiert, dass diese Vögel die Schwalbennester überhaupt nicht erreichen. Zeitgenössischer Artenschutz muss eine viel weitere Sicht pflegen als der traditionelle Vogelschutz, der einem Idealbild der Natur nachhing, das in Wirklichkeit nie existierte. Den Schwalben fehlen auch die Pfützen mit feuchtem Schlamm den sie trotz künstlicher Nester benötigen. Ein kleines „Schlammbiotop“ könnte hier schon Abhilfe schaffen. Die Beachtung solch ökologischer Gegebenheiten stellt keine weltfremde Philosophie dar, sondern eine überlebensnotwendige Strategie im Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie. „Einheitslösungen“ helfen hier nicht. Moderner Naturschutz heißt immer auch in „vernetzten Systemen“ zu denken. Ich kann keinen Vogelschutz betreiben wenn ich nicht gleichzeitig Insekten- und Pflanzenschutz mit einbeziehe. Die Berücksichtigung dieser komplexen Zusammenhänge muss immer ökologisch gekoppelt sein. Der SGD-Süd kann man keine Vorwürfe machen, diese Institution verfügt ja über keinen „Naturschutzaussendienst“. Einige kleine sogenannte „Trittsteinbiotope“ die kaum Geld kosten würden hier schon helfen und im nächsten Jahr den ersten Mehlschwalben eine neue Heimat schenken.
hukwa
Sonntag, 6. September 2020
Seltene Gottesanbeterin ist in Trippstadt zuhause
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| Foto©Sophie Wagner-Bernhart |
Gestern hat meine Tochter mir ein Foto von der in Mitteleuropa sehr seltenen und vom Ausssterben bedrohten Gottesanbeterin (Mantis religiosa) gezeigt. Entdeckt und fotografiert hat sie dieses Insekt an der Hauswand direkt an einer Magerwiese neben der Haustür. In Rheinland-Pfalz kommt die Gottesanbeterin nur noch an zwei Stellen vor. Die wärmeliebenden Tagtiere sind räuberisch veranlagt. Ihre Beutetiere sind Mücken und kleine Insekten. Ihre etwa aus 100 Jungtieren bestehenden Gelege hängen an einem Ast. Nach dem Schlüpfen verteilen sie sich rasch, um sich nicht gegenseitig aufzufressen. Wahrscheinlich gibt es in Trippstadt nun ein sogenanntes „Inselvorkommen“ dieser ungewöhnlichen Tierart. Besonders wichtig für solch seltene Arten sind „Tritttsteinbiotope“ die inzwischen in Trippstadt ja in Aufbau sind und auch von der Gemeinde gefördert werden. In diesem Jahr haben sich auch verschiedene gefährdete Schmetterlingsarten und Wildbienen vermehrt, weil einige brach liegende Wiesen und Wegböschungen als Schutzwiesen ausgewiesen wurden. Bleibt die Hoffnung, dass sich noch weitere bedrohte Arten ansiedeln.
hukwa
Freitag, 24. Juli 2020
Hummeln am Trippstadter Wegrand
| Fotos©Hans Wagner |
Heute hatte ich während einer Wildbienen und Hummelexkursion das Glück die Große Hummel zu beobachten. Sie ist eine recht seltene Art und steht auf der Roten Liste der bedrohten Insektenarten als vom Aussterben bedroht. Sie ist der Kuckuck unter den Hummeln. Sie legt ihre Eier in bestehende Staaten der Erdhummel und lassen ihren Nachwuchs dort vom Wirt aufziehen. In einem "Distelwald" konnte ich mehrere Exemplare dieser Art beobachten. Es ist immer wieder ein schönes seltene Arten in meiner nächsten Umgebung zu beobachten.
hukwa
Donnerstag, 2. Juli 2020
Biotopvernetzung in Trippstadt
| Foto©UteKW |
| Foto©UteKW |
Mittwoch, 1. Juli 2020
Mauerbienen und Mauerpflanzen in Trippstadt
| Fotos©UteKW |
Montag, 29. Juni 2020
Naturschutz und angewandte Ökologie in Dorf und Stadt
| Fotos©UteKW |
Samstag, 20. Juni 2020
Käferleben an der Wegböschung
| Foto©UteKW |
Insekten sind interessante Lebewesen. Mich interessiert vor allem ihr Sein im Gesamthaushalt der Natur. Ihre Symbiose zu Pflanzen und Bäumen. An der Wegböschung die ich seit dem Frühjahr genau beobachte habe ich eine gute Möglichkeit sie zu studieren.
Heute habe ich den Bienenwolf in einer Dolde erkannt, kurz darauf den Ameisenbuntkäfer auf einem Grashalm. Er lebt ausschließlich in Fichtenwäldern und kam wohl vom Waldsaum herüber geflogen. Seine Nahrung sind die Brut und die Larven des Borkenkäfers, somit hat er eine wichtige Funktion im Kreislauf der Natur. Auch den "7. Punkt-Marienkäfer" konnte ich hier genau anschauen. Manchmal kommt auch ein Verwandter von ihm hier vorbei der "14.Punkt-Marienkäfer", dieser ist meist gelb mit schwarzen Punkten. Weitere heimische Marienkäferarten sind der "13.Punkt-Marienkäfer" und der "21.Punkt-Marienkäfer". Ein besonders schöner Marienkäfer ist der Augenmarienkäfer der etwa 1cm groß wird und vorwiegend unter Fichtenbäumen zu finden ist. Alle Marienkäferarten sind äußerst nützliche Lebenwesen, die auch zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.
hukwa
Samstag, 13. Juni 2020
Wahre Freundschaft
hukwa

