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Dienstag, 31. März 2026

Wale

 Das Meer ist ruhig 
keine Flutwellen 
kein Wind 
in den warmen Sonnenstrahlen spielen sie im Meer
mit ihren Säugetiergefährten 
die Walmutter ist glücklich 
die Walkinder sind glücklich 
kein Mensch in Sicht 
nur die Riesenkaulquappen der Meere 
durch ihr 20 pfundschweres Gehirn  
strömt ein 
evolutionärer-sozialer-ökologischer 
          Bewusstseinsstrom  
den Neurologen und Forscher  
          spirituell nennen 
stellen wir uns vor welch ein erhabener Geist 
 vielleicht in diesen Wesen wohnt 
die Walbabys spielen  
die Schlächter sind-noch- fern 
doch wehe sie kommen 
jene 
die das Wort Vergeben erfunden haben 
doch nie Vergeben 
nicht den Walen nicht den Gorillas nicht den Tigern 
keinem Tier vergeben sie 
auch ihren eigenen Artgenossen nicht 
lang vorbei ist die Zeit da sie glücklich waren. 
hukwa


Samstag, 28. März 2026

Lange vorbei ist die Zeit...

 Das Meer ist ruhig 
keine Wellen 
kein Wind  
in der warmen Sonne spielen sie im Meerwasser 
mit ihren Säugetiergefährten 
die Wahlmutter ist glücklich 
die Wahlkiinder sind glücklich 
kein Mensch in Sicht 
nur die Riesenkaulquappen der Meere 
durch ihre kiloschweren Gehirne 
strömt ein 
sozial-evolutionärer-ökologischer Bewusstseinsstrom 
den Neurologen und Forscher als spirituell bezeichnen 
stellen wir uns vor 
welch erhabener Geist 
vielleicht 
in diesen Wesen wohnt 
die Walbabys spielen 
doch lange vorbei ist die Zeit da sie glücklich waren. 
hukwa

Dienstag, 29. Oktober 2024

Der Wolf im Pfälzerwald

 In den meisten ökologischen Situationen sind die Konkurrenzbeziehungen zwischen Luchs und Wolf recht ausgeglichen und beide Arten können nebeneinander leben. Weder der Luchs vertreibt den Wolf noch der Wolf den Luchs. Woran könnte es also liegen das der Wolf sich im Pfälzerwald nicht so richtig „wohlfühlt“? Die von Luchs und Wolf besiedelten Habitate unterscheiden sich leicht. Während der Luchs felsige Gebiete bevorzugt, die vom Wolf nicht dauerhaft aufgesucht werden, bevorzugt letzterer mehr die flache Waldlandschaft. Nun ist der Pfälzerwald eine ziemlich felsige Gegend und daher ideal für den Luchs. Wenn man sich die Mühe macht und Wildstudien aus Finnland oder Nordamerika liest erkennt man schnell, dass die Koexistenz von Luchs und Wolf in diesen Ländern stabil und ausbalanciert ist. Zu direkten Zusammenstößen beider Arten kommt es nur selten. Diese Studien haben auch gezeigt, dass der Wolf mehr Waldlichtungen und Felder aufsucht, der Luchs hingegen liebt Fichtenbestand und dichte Mischwälder, beides findet er im Pfälzerwald.

Das breite Spektrum besiedelter Landschaften, wie in Rheinlandpfalz aber auch anderswo in Deutschland bringen Luchs und Wolf mit vielen anderen Tierarten in Kontakt. Interessant sind natürlich Schafherden, da sie eine leicht erbeutbare Nahrungsquelle darstellen. Eine „endgültige Lösung“ für dieses Problem wird es wohl auch in Zukunft nicht geben, dies liegt einfach in der Natur der Sache. Beide, Luchs und Wolf, haben ein Anrecht darauf hier zu leben. Der Prozess der Änderung des Verhältnisses Luchs, Wolf, Mensch ist langwierig und kompliziert und kann nur in einem ökologisch-ethischen Sinne geregelt werden.

©hukwa

Dienstag, 21. Mai 2024

Vom Verschwinden des Feldsperlings

Der Rückgang des Feldsperlings führt uns vor Augen wie es um unsere heimischen Feld- und Flurlandschaften bestellt ist. Überdüngung, landwirtschaftliche Monokultur und Hochleistungsgrün der konventionellen Landwirtschaft sorgen dafür, dass sich neben dem Feldsperling auch andere Vogelarten „vom Acker“ machen.
Der traditionelle Naturschutz der einem romantischen Idealbild der Natur nachhing das in Wirklichkeit nie existierte, ist immer noch fest in den Köpfen vieler Naturliebhaber verankert.
Was dem Feldsperling fehlt ist eine naturbelassene Umgebung, die Feld- und Landschaftskultur insgesamt betrifft. So verschwinden die alten Feldwege fast ganz und werden ersetzt durch geteerte Feldstraßen. Durch diesen hochsubventionierten Feldstraßenbau verliert diese Landschaft an Charme und der Feldsperling an Lebensraum. Diesen alten Flurwegen kommt eine viel größere Bedeutung für den Artenschutz zu als gemeinhin bekannt. Die Feldvögel haben durch die geteerten Feldwege keine Möglichkeiten mehr für ihr Staubbad. Es mangelt ihnen an Magensteinchen, die für ihre Verdauung so wichtig sind. Auch Insekten verschwinden durch den Bau solcher „Fließbandstraßen“. Den Schwalben fehlen die Pfützen, die sie benötigen für ihren Nestbau. Neben alten Holzschuppen und Scheunen fehlen auch die Weidezäune aus Rundholz, die von Insekten als Wohnraum genutzt werden und somit eine Nahrungsquelle für Feldvögel darstellen.
Was der Mensch und die Lebewesen der Feldflur zu beklagen haben, ist die bewusste Zerstörung einer ganzen Kulturlandschaft. So wie der Haussperling keine Betonlandschaften bevorzugt und Sandsteinhäuser mag, so meidet der Feldsperling landwirtschaftliche Gebäude aus Metall und Kunstoffmaterialien. All dies führt zu Verlusten in der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren, doch auch die Ästhetik der Landschaft leidet unter dieser modernen, unökologischen, landwirtschaftlichen Feldkultur. Dieser Niedergang einer einst weitaus schöneren und natürlicheren bäuerlichen Umgebung wurde durch eine jahrzehntelang falsch ausgerichtete Landwirtschaftspolitik heraufbeschworen. Durch ein vernünftiges Gleichgewicht von Ökologie und Ökonomie wären solche Probleme lösbar, denn: Biologische Vielfalt ist viel mehr als traditioneller Naturschutz. Es geht dabei um die Erhaltung der vielfältigen, natürlichen und naturnahen Lebensräume und es geht um den Erhalt der genetischen Vielfalt zwischen den Arten. Jeder Verlust einer Art, wie die des Feldsperlings, bedeutet einen unwiderbringlichen Verlust an ökologischer Funktion und Flexibilität. Der Erhalt einer intakten Kulturlandschaft dient dem Erhalt der natürlichen Vielfalt und somit letztendlich allen Lebewesen.
 ©hukwa


Sonntag, 31. März 2024

Es ist an der Zeit

 Es ist an der Zeit dass wir erkennen, das es genau so wichtig ist, eine Wildbienenspezies zu retten wie auch den sibirischen Tiger. Wenn wir die wildlebende Tiere retten wollen, müssen wir das Recht aller Tiere  auf ihre Existenz anerkennen. Die Menschen sind genauso Gäste auf diesem Planeten wie die Tiere und Pflanzen. Die gesamte Natur leidet unter dem Fluch und Gewicht des Bösen mit dem wir Menschen die gesamte Schöpfung ausbeuten. 
hukwa

Donnerstag, 7. März 2024

Krähen

 Ich habe heute Morgen meiner Krähe im Garten einen Text von David Hume einem Philosophen vorgelesen: Keine Wahrheit scheint mir offenkundiger, als dass Tiere,genauso wie der mensch, mit Denken und Vernunft ausgestattet sind. Die Gründe sind in diesem Falle so offensichtlich, dass sie nicht einmal dem Dümmsten und Unwissendsten entgehen". 
hukwa

Montag, 4. Dezember 2023

Leserbrief: Schnellerer Abschuss von Problemwölfen

Wölfe abzuschießen ist aus ökologischer Sicht falsch, wenn man in einer Region mit Wolfsbestand, die Wolfsdichte und die damit verbundenen Konflikte mit Nutztierhaltern in ein „Gleichgewicht“ bringen möchte.

Hohe Abschussquoten und „Vernichtungsfeldzüge“ wie sie von Jägern, Landwirten und Schafzüchtern gefordert werden verschärfen das Problem eher. Denn Wölfe tendieren dazu, Verluste ihres Rudels durch stärkere Vermehrung zu kompensieren, somit wird durch Einzelabschüsse die ansässige Population noch gefördert. Hinzu kommt, dass eine Bejagung die Stabilisierung der Rudelstruktur verhindert. Dies wurde durch Untersuchungen im Bereich des Wolfsmanagements in der Lausitz nachgewiesen. Es sind vor allem einwandernde Wolfmigranten mit noch instabilen Rudelstrukturen die Schafe und Ziegen anfallen. Ansässig gewordene Rudel halten sich in der Regel an die lokalen Wildbestände.

Haben sich in einem Gebiet die Rudel etabliert, steigt mit Sicherheit die Zahl der Wölfe in diesem Landstrich nicht mehr nenneswert an.

Wölfe regulieren sehr effizient und nachhaltig ihre eigenen Bestände. Untersuchungen im Yellowstone Nationalpark haben ergeben, dass mindestens 60% der ausgewachsenen Wölfe durch andere Wölfe ums Leben kommen. Die „Entnahme“, also der Abschuss, den nun das Umweltministerium umsetzen will ist nichts anderes als negative Ökologie mit einer Portion „Jägerlatein“.

Die wohlbekannte Angst vor dem „bösen Wolf“ ist ein typisch deutsches Problem. Hirten in den italienischen Abruzzen, in den spanischen Pyrenäen sowie in den rumänischen Bergregionen kennen diese Ängste nicht! Sie haben das Problem in den Griff bekommen durch geeignete Schutzmaßnahmen und vor allem durch die richtigen Schutzhunde als Herdenwächter. Es ist an der Zeit, dass diejenigen die immer gleich nach dem „wilden Jäger“ schreien sich einmal gründlich informieren sollten. Wohl würde auch ein wenig Nachhilfe in praktischer Ökologie helfen die richtige Beziehung zum Wolf aufzubauen.

Vor allem sollte man seine Ansichten über diese Tiere auch einmal in eine andere Richtung lenken und versuchen über die traumatischen Erfahrungen des Wolfs mit der „Bestie Mensch“ nachzudenken. Der Mensch als angeblich intelligentes Wesen müsste doch inzwischen gelernt haben, dass man Konflikte nicht durch „Abschießen“ regeln kann. Letztendlich sind alle ökologischen Probleme menschengemacht auch das Wolfsproblem.

Das wahre Problem das den Wolf betrifft ist doch einfach das man ihn weghaben will. Der Prozess der Änderung des Verhältnisses zwischen Mensch und Wolf ist langwierig und kompliziert. Dies beruht in erster Linie auf vorurteilen. Wenn wir wildlebende Tiere retten wollen, müssen wir das Recht aller Wesen der Natur auf ihre Existenz anerkennen, es ist genauso wichtig eine Libellenart, eine Bienenspezies als einen Wolf oder Tiger zu retten. Wie lange wollen die Menschen noch an dem falschen Glauben festhalten, sie seien die Herren des Planeten und nicht einer seiner Gäste, wie der Wolf auch? Die Natur hat den Wolf erschaffen wie den Menschen auch, beide gehören zu ihr. Mit dem kleinen Unterschied das es der Mensch ist der seine Umwelt und die seiner Kinder und Enkel zerstört, der Wolf regelt diesen Haushalt nur. Der Schlüssel zur Beziehung Mensch-Wolf ist ein stärkeres ökologisches Bewusstsein. Was die Grüne-Umweltministerin plant ist nichts anderes als ein Anschlag auf die biologische Vielfalt! Im Zeitalter des ökologischen Denkens ist eine solche hinterwäldlerische Umweltpolitik nicht mehr angebracht.

Freitag, 20. Januar 2023

Willkommen Wolf

 


Der Pfälzerwald ist die alte Heimat des Wolfes und es ist schön, dass er sich wieder hier ansiedelt. Der Wolf gilt als Urtyp des wilden Tieres mit allen negativen Attributen wie ungezähmt, ruhelos, unmoralisch, grausam, bestialisch, gierig usw. Dies sind allerdings keine wölfischen Eigenschaften sondern eher menschliche. Die meisten von uns verwechseln das natürliche Verhalten von Tieren mit fehlender Moral. Dies bedeutet im Klartext, die unangenehmen Aspekte von uns selbst zu kommentieren, ohne in den Spiegel schauen zu müssen. Es sind Ängste die aufgrund der fehlenden Erfahrung mit Wölfen existieren. Seine Rückkehr ist auch ökologisch sehr wertvoll.

Der Wolf ernährt sich im Pfälzerwald überwiegend von Rehen, Rothirschen, Wildschweinen und Hasen. Dabei erlegen Wölfe vor allem junge, alte und kranke Tiere. Dies entspricht der Nutzung, wie sie auch in der Jagdpraxis vorgesehen ist, so dass der Wolf damit kein Konkurrent der Jagd ist, sondern sogar durch sein selektives Eingreifen für den gesamten Wildbestand förderlich. Im Verhältnis des Wolfes zu seiner Beute gilt die ökologische Faustregel, das die Beute den Räuber regelt und nicht umgekehrt. Die Angst davor, dass irgendwann zuviele Wölfe durch den Pfälzerwald streifen ist ebenfalls unbegründet. Durchschnittlich besteht eine größere Wolfsfamilie aus fünf bis zehn Tieren. In Mitteleuropa bewohnt ein Rudel ein Gebiet von ca. 250-300 Quadratkilometern, das es gegenüber rudelfremden Tieren verteidigt. Die meisten Jungtiere wandern bis zum zweiten Lebensjahr ab und suchen jeweils einen nichtverwandten Partner, mit dem sie ein neues eigenes Revier besetzen um ein Rudel zu gründen. Somit bleibt in einem bestimmten, genau definierten Gebiet die Anzahl der Wölfe langfristig gesehen beständig. Der Wolf ist also ein intelligentes Raubtier mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Wir sollten ihm einfach die Chance des Überlebens geben.

Die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Wölfe die zukünftig den Pfälzerwald durchstreifen werden, ist von Vorurteilen geprägt. Vor allem durch falsche Vorstellungen, Halbwahrheiten und Fehlurteile. Für einen Großteil der Bevölkerung scheint das einzige Problem darin zu bestehen, wie man diese scheuen Wildtiere schnell wieder los wird. Kein ökologisch orientierter Mensch wird leugnen, dass der Wolf auch der Landwirtschaft kleinere Schäden zufügen kann und wird. Dafür werden von den zuständigen Behörden verschiedene Lösungen angeboten. Schließlich ist der Wolf in der freien Natur kein überflüssiges Tier, sondern ein geradezu notwendiges Mitgeschöpf. In vielen anderen mitteleuropäischen Ländern wird mit solchen Problemen weitaus entspannter umgegangen. Der Wolf gehört zur Schöpfungsgeschichte, wie der Mensch auch. Man sollte sich fragen wer von beiden das größere Raubtier ist.

©hukwa

Donnerstag, 27. Januar 2022

Mystischer Morgen

 Bei sich Selbstzusein heißt anwesend zu sein in der eigenen Existenz. 
hukwa 
Heute Morgen, sehr früh, lief ich zum Wildbach. Unterwegs beobachtete ich zwei Krähen, die einen Habicht bedrängten. Der gab bald auf und flog davon. Ganz in der Nähe des Fließwassers fand ich einen alten bemoosten Fuchsschädel, mystisch lag er im feuchten Gras unter den Weiden. Eine Ringeltaube flog auf und aus der ferne rief der Grünspecht. Die Bäume waren vereist. Ein wunderschöner, mystischer Morgen voller Verinnerlichung. 
hukwa 
Der Dompfaff im 
Schlehenbaum 
ein Gruß aus der Kindheit. 
hukwa

Freitag, 21. Januar 2022

Im Wald bist du nie allein

 Ein angenehmer, grau-trüb verregneter Morgen. Im Wald ist es noch ein wenig Duster, als ich ihn gegen 9Uhr verlasse achte ich auf seine Tiere. In einigen Bäumen konnte ich kleine Vögel erkennen, ich war mir sicher dass sie mich mißtrauisch beobachteten. Vom Feld her sah neugierig eine Katze zu mir herüber. Wahrscheinlich sind da noch andere Tiere die mir beim Morgenspaziergang zusahen, die ich aber nicht bemerkte. 
Im braunen Waldgras des Winters 
entdeckte ich 
die grünen Stengel des ersten Schneeglöckchens. 

Samstag, 5. Juni 2021

Freundschaft mit Tieren

 Es gibt einige Haustiere und Wildtiere mit denen ich eine engere Freundschaft geschlossen habe. Einersets animalisiert man den Menschen, andererseits humanisiert man die Tiere, beides die falsche Einstellung. Was die Leistungen der Tiere betrifft schreibt Montaigne: "Solche Leistungen, die wir bei anderen Lebewesen beobachten und die größer sind als unsere, beweisen daher, dass sie diesbezüglich eine uns überlegene fähigkeit haben, die uns verborgen bleibt- wie wahrscheinlich viele andere Anlagen und fähigkeiten, die nicht einmal bis zu unserer Wahrnehmung dringen. Genauso wie den Tiere unsere kognitiven Fähigkeiten verborgen sind, können auch uns, die kognitiven Fähigkeiten der Schnecken und anderer Tiere unbekannt sein. Montaigne ging davon aus das sich Ameisen nach Weg und Ziel fragen, wenn sie sich treffen. Und Wittgenstein, ebenso David Hume meinten das Tiere Gedanken einfacher Art haben. 

hukwa

Donnerstag, 17. September 2020

Wo sind die Schwalben - Leserbrief

 



Der Schwalbenturm am Messeplatz ist keine „Fehlkonstruktion“ und muss auch kein „Dorn im Auge“ sein, das Problem liegt woanders: Die Insekten fehlen in diesem Stadtbereich. Mehl und Rauchschwalben suchen ihre Nahrung nicht wie Mauersegler hoch in der Luft, sondern dicht über dem Boden. Auch Elstern und Eichelhäher stellen keine Gefahr dar, der Turm ist so konstruiert, dass diese Vögel die Schwalbennester überhaupt nicht erreichen. Zeitgenössischer Artenschutz muss eine viel weitere Sicht pflegen als der traditionelle Vogelschutz, der einem Idealbild der Natur nachhing, das in Wirklichkeit nie existierte. Den Schwalben fehlen auch die Pfützen mit feuchtem Schlamm den sie trotz künstlicher Nester benötigen. Ein kleines „Schlammbiotop“ könnte hier schon Abhilfe schaffen. Die Beachtung solch ökologischer Gegebenheiten stellt keine weltfremde Philosophie dar, sondern eine überlebensnotwendige Strategie im Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie. „Einheitslösungen“ helfen hier nicht. Moderner Naturschutz heißt immer auch in „vernetzten Systemen“ zu denken. Ich kann keinen Vogelschutz betreiben wenn ich nicht gleichzeitig Insekten- und Pflanzenschutz mit einbeziehe. Die Berücksichtigung dieser komplexen Zusammenhänge muss immer ökologisch gekoppelt sein. Der SGD-Süd kann man keine Vorwürfe machen, diese Institution verfügt ja über keinen „Naturschutzaussendienst“. Einige kleine sogenannte „Trittsteinbiotope“ die kaum Geld kosten würden hier schon helfen und im nächsten Jahr den ersten Mehlschwalben eine neue Heimat schenken.

 

hukwa

 

Sonntag, 6. September 2020

Seltene Gottesanbeterin ist in Trippstadt zuhause

 

Foto©Sophie Wagner-Bernhart

Gestern hat meine Tochter mir ein Foto von der in Mitteleuropa sehr seltenen und vom Ausssterben bedrohten Gottesanbeterin (Mantis religiosa) gezeigt. Entdeckt und fotografiert hat sie dieses Insekt an der Hauswand direkt an einer Magerwiese neben der Haustür. In Rheinland-Pfalz kommt die Gottesanbeterin nur noch an zwei Stellen vor. Die wärmeliebenden Tagtiere sind räuberisch veranlagt. Ihre Beutetiere sind Mücken und kleine Insekten. Ihre etwa aus 100 Jungtieren bestehenden Gelege hängen an einem Ast. Nach dem Schlüpfen verteilen sie sich rasch, um sich nicht gegenseitig aufzufressen. Wahrscheinlich gibt es in Trippstadt nun ein sogenanntes „Inselvorkommen“ dieser ungewöhnlichen Tierart. Besonders wichtig für solch seltene Arten sind „Tritttsteinbiotope“ die inzwischen in Trippstadt ja in Aufbau sind und auch von der Gemeinde gefördert werden. In diesem Jahr haben sich auch verschiedene gefährdete Schmetterlingsarten und Wildbienen vermehrt, weil einige brach liegende Wiesen und Wegböschungen als Schutzwiesen ausgewiesen wurden. Bleibt die Hoffnung, dass sich noch weitere bedrohte Arten ansiedeln.

hukwa

Freitag, 24. Juli 2020

Hummeln am Trippstadter Wegrand

Fotos©Hans Wagner


Heute hatte ich während einer Wildbienen und Hummelexkursion das Glück die Große Hummel zu beobachten. Sie ist eine recht seltene Art und steht auf der Roten Liste der bedrohten Insektenarten als vom Aussterben bedroht. Sie ist der Kuckuck unter den Hummeln. Sie legt ihre Eier in bestehende Staaten der Erdhummel und lassen ihren Nachwuchs dort vom Wirt aufziehen. In einem "Distelwald" konnte ich mehrere Exemplare dieser Art beobachten. Es ist immer wieder ein schönes seltene Arten in meiner nächsten Umgebung zu beobachten.
hukwa

Donnerstag, 2. Juli 2020

Biotopvernetzung in Trippstadt


Ein Stück Wegrain so zu sehen als ob es ein Kontinent wäre
einen Tümpel zu sehen als ob es ein Ozean wäre
das ist Ökologie.
H.W.
Foto©UteKW

Während einer ausgiebigen Wanderung durch die Trippstadter Flur fallen bezüglich der biologischen Vielfalt die vielfältigsten und unterschiedlichen Lebensräume in der Region auf. So finden sich:
Felsen und Gesteinshalden
Gewässer und Ufer mit kleinen Sumpfgebieten
Wege, Äcker und Trockenmauern
Wiesen und Weiden
Wälder und Gebüsche (Feldflur mit altem Baumbestand)
Parkanlage (Schlosspark)
Alte Obstbaumbestände in der Feldflur

Diese recht unterschiedlichen Lebensräume und ihr teilweise dichtes Nebeneinander sind für die Umgebung von Trippstadt ein ganz besonderes Beispiel für die biologische Vielfalt der Lebensräume.
Betrachtet man die Tier- und Pflanzenarten die hier existieren etwas näher, so fallen einige Besonderheiten ins Auge, vor allem von seltenen Arten, die ich in Kürze extra auflisten werde.
Bedingt durch die großen Waldgebiete die Trippstadt umschließen sind die einzelnen Lebensräume stark vernetzt und ergeben somit einen gesamtökologischen Verbund.
Man spricht in diesem Fall von einer Vernetzung der Biotope zu Biotopsystemen und versteht darunter ein räumliches Gefüge von Biotopen, das den Ansprüchen der Arten und ihren Vergesellschaftungen gerecht wird. Auch das Arteninventar ist verschiedentlich noch recht stabil.
Sie sind daher unabdingbar zu erhalten und nachhaltig zu pflegen.
Vor allem einige Wiesen, darunter nahezu alle Feucht- und Nasswiesen der Quellen und Bachtäler (Moosalbtal, Neuhöfertal), haben eine sehr wichtige Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.
Sie beherbergen nicht nur eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Pflanzengesellschaften sondern sind für eine große Anzahl von Kleintieren und Säugetieren ein unverzichtbarer Lebensraum.
Je höher die Zahl der Blütenpflanzen steigt (Aussaat-Nachpflanzung), desto stärker nimmt die Artenvielfalt der Insekten zu und dies fördert wiederum die Singvögel.
Welche Pflanzenvielfalt auf einer Wiese im Verbund mit angrenzendem Wegrain existiert
zeigt eine Auflistung vom Juni 2020:
Wiese:
Scharfgarbe, Kuckuckslichtnelke, Wilde Möhre, Aufrechte Trespe, Knäuelgras, Margerite, Wiesenstorchenschnabel, Wiesenkerbel, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Raygras, Wiesenschaumkraut, Kamille,Weißklee, Rotklee, Rainfarn, Klatschmohn, Beifuß, Zittergras u.a.

Angrenzender Wegrain:
Taubenkropf-Leimkraut, Johanniskraut, Waldgeißblatt, Hornklee, Weißstrahl, Sauerampfer, Habichtskraut, Frauenmantel, Wilde Karde, einige verwilderte Kulturpflanzen, verschiedene Gräser u.a.

Besuch von Tagfaltern:
Großer Kohlweißling, Zitronenfalter, kleiner Heufalter, verschiedene Bläulinge, Kleiner Fuchs.

Bei dieser Wiese mit Wegrain handelt es sich zwar um Kleinbiotope, doch stellen sie wichtige Bindeglieder für die Biotopvernetzung in Trippstadt dar. Für viele Kleintiere ist diese Wiese mit Wegrain nicht nur Lebensraum sondern auch Wanderpfad: Molche, Kröten, Frösche, Blindschleichen und Eidechsen sowie viele Insekten können hier von einem Biotop zum nächsten gelangen.
Foto©UteKW

Gleich hinter der Wiese steht ein kleines Schlehenwäldchen das wiederum ein eigenes Biotop darstellt. Wissenschaftler haben über 100 verschiedene Insekten an einer einzigen Schlehenhecke gezählt. Allein sieben Tagschmetterlingsarten benötigen den Strauch als Futterpflanze für ihre Raupen. Von den 40 in Hecken lebenden Vogelarten fressen 80 Prozent die Schlehenfrüchte. Damit ist die Vogeldichte mit zehn Arten je 100 Meter zehnmal so groß wie im Waldinnern.
Solche Feldgehölze wie diese Schlehenhecken bilden ein „tragendes Netzwerk“ unseres heimischen Artenreichtums. Sie vernetzen die Biotope miteinander und dienen somit als Ausbreitungsbahnen für viele Tierarten.


hukwa


Mittwoch, 1. Juli 2020

Mauerbienen und Mauerpflanzen in Trippstadt


Die Ökologie beschreibt eine dynamische und verwobene Welt der Beziehungen. Gewollt oder ungewollt spielen auch wir unsere Rolle in diesem Netzwerk, sind Verursacher oder Betroffene.
Trippstadt verfügt nicht nur über zahlreiche Trockenmauern außerhalb des Ortes sondern auch über eine große Anzahl von Sandsteinmauern innerhalb der Ortschaft. Diese zum Teil sehr alte Mauern beherbergen eine reiche Artenvielfalt, die sich auf diesen besonderen Lebensraum eingestellt haben.

Fotos©UteKW

In vielen Mauerritzen rankt der zierliche Mauerrauten-Farn, Zimbelkraut und Mauerpfeffer finden sich ebenso. Efeu und Wilder Wein klettern an den Wänden hoch. Vor allem im Efeu sammeln sich gerne Vögel zum Schlafen, weil er ein geschützter Schlafplatz ist.
Das gilt vor allem für Mauern an den Wald- und Feldrändern. Die alten Steine sind nicht nur heimatgeschichtlich interessant, sondern zwischen ihnen, in zahllosen Ritzen und Fugen befinden sich die Wohnstätten von Eidechsen und anderen Kleintieren.
An diesen Mauern finden sich auch Wildbienen ein. In Trippstadt findet sich noch recht häufig die „Mauerbiene“ (Osmia rufa). Sie bewohnt vorhandene Hohlräume in Mauerfugen oder besiedelt verlassene Fraß- und Bohrlöcher anderer Insekten in Zaun und Weidepfählen. Nach dem Eintragen von Pollen als Nahrungsvorrat für die später dort aufwachsenden Larven und der Eiablage mauert diese Wildbienenart mit einer Art Mörtel, bestehend aus Lehm und ihrem Speichelsekret, die Brutkammer zu. Anschließend legt sie die nächste Zelle an, dann wird das Nest der einzeln lebenden Biene endgültig vermauert.
Ideal für diese Wildbienen sind Mauern an Wegrändern bei denen Wildblumen wachsen, so dass sie die Nahrung vor der „Haustür“ finden.
Die „Zweifarbmauerbiene“ (Osmia bicolor) baut ihre Wohnung in alte, leere Schneckenhäuser in denen sie ihren Pollenvorrat anlegt. Sie sammelt diese wie alle Mauerbienen nicht mit den Beinen, wie unsere Honigbiene, sondern mit dem Bauch, deshalb nennt man diese Wildbienenart auch „Bauchsammlerbienen“. Beide Arten Osmia rufa und Osmia bicolor finden sich in Trippstadt im Schlosspark sowie an den Felsen der Burgruine Wilenstein.
An verschiedenen Trippstadter Altmauern, wie beim alten Kindergarten, finden sich Brombeerbüsche, hier lebt die Lehm-Pillenwespe (Odynerus laevipes). Sie zeigt eine den Mauerbienen ähnliche Nestbauweise.
Im Gegensatz zu den Wildbienen ist sie ein Raubinsekt und trägt für ihre Brut gelähmte Beutetiere heim. In einer Brutzelle im hohlen Brombeerstengel bringt sie fünf bis sechs Raupen ein, die sie durch einen Stich gelähmt hat. So wird der Nahrungsvorrat für die Larven immer frisch gehalten. Den Brombeerstengel mörtelt sie zu.
An der „Pletschenmauer“ findet man die Kreiselwespe. Sie braucht ein offenes Areal mit Mauern und Verbuschung. Ihre Höhle baut sie am Boden. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten betreibt sie aktive Brutpflege. Der Erdbau wird immer wieder aufgegraben und mit frischen Schwebefliegen die sie erbeutet bestückt. Auch diese Art wird immer seltener da es oft an geeigneten Nistmöglichkeiten fehlt.

Ein weiterer Bewohner der Trippstadter Trockenmauern ist die Steinhummel (Bombus lapidarus) sie beginnt im Frühjahr mit dem Nestbau und im Spätsommer ist ein Staat entstanden der bis zu 300 Einwohner haben kann.
Für Wildbienen und seltene Wespenarten wie die hier beschriebenen ist es wichtig, dass man an Wegböschungen, Trockenmauern und Rainen auch über Winter einen Teil der dort wachsenden Pflanzen überwintern lässt, damit ihre Brut im darauffolgenden Frühjahr ausfliegen kann. Wenn diese sensiblen Ökonischen dem grauen Beton und Einheitsgrün weichen müssen, sieht die Zukunft unserer Kleinlebewesen düster aus.
 hukwa

Montag, 29. Juni 2020

Naturschutz und angewandte Ökologie in Dorf und Stadt

Fotos©UteKW


Naturschutz in kleineren Kommunen ist meistens keine Frage der Kosten sondern des Wollens und des Ideals und dies hat in der Regel die stärkeren Energien.
Das Klagen über den Artenschutz hilft nichts wenn keine Maßnahmen folgen.
Jede noch so kleine Gemeinde besitzt Habiate, Biotope und kleinere Ökosysteme die es zu erhalten gilt und nach Möglichkeit zu vergrößern.
Ein besonders heimtückischer Feind der Artenvielfalt ist die „chemische Sense“ (Unkrautvernichter), auch das flämmen mit der Gasflasche wodurch nicht nur Wildkräuter sondern auch Kleinstlebewesen ausgerottet werden ist verwerflich. Allzu starke Sauberkeitsideale und einseitige Ordnungsvorstellungen schädigen der Artenvielfalt und verhindern sie oftmals ganz. Wer alle Brennesseln entfernt, darf sich nicht wundern, wenn immer weniger Schmetterlinge fliegen. Wildkräuter wie die Brennessel sind die Futterpflanzen von Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs. Der Schwalbenschwanz der fast ganz verschwunden ist benötigt die früher aller Ort`s vorkommende Wilde Möhre als Futterpflanze für seine Raupen.
In unseren Dörfern, wie auch in unseren Städten muss nicht das letzte Grün geteert oder gepflastert werden, denn dort wo die Menschen mit dem „Aufräumen“ beginnen verschwindet in der Regel die Artenvielfalt.
Die wenigste Phantasie und Natur findet man meist in den Vorgärten moderner Wohnsiedlungen, hier herrscht in der Regel Beton und Kunststeinkult vor.
Jeder Atemzug den ein Mensch auf der Erde macht ist abhängig von den sauerstofferzeugenden Pflanzen, jede Pflanze schenkt vielfältiges Leben, je weniger Pflanzen und Bäume es in Zukunft geben wird, desto problematischer wird das Überleben der Menschen auf dem Planeten.
Deshalb ist es eine Aufgabe für jedes Dorf und jede Stadt die Natur zu schützen und sie für nachfolgende Generationen zu erhalten.
In Rheinland-Pfalz sind etwa 30 Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. Innerhalb der letzten 25 Jahre hat die Biomasse der Insekten um 70 Prozent abgenommen. Wildbienen brauchen nicht viel zum Überleben, außer einem ausreichenden Blütenpflanzenangebot mit Pollen und Nektar und für die Larvenaufzucht geeignetes Nistmaterial und Nistmöglichkeiten, das in der Natur vorhanden ist. Eine Hummel kann beispielweise bis zu 3.800 Blüten pro Tag bestäuben. Insekten bekämpfen auch Schädlinge, fast 90 Arten werden im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt. Darüber hinaus sind Insekten Nahrungsgrundlage für andere Tiere, bauen organische Masse ab, reinigen Gewässer und erhalten die Bodenfruchtbarkeit.
Es gibt eine Reihe von Naturbereichen, in denen jeder Einzelne durch sein persönliches Verhalten gegenüber den wildwachsenden Pflanzen und wildlebenden Tieren mithelfen kann praktischen Umweltschutz zu betreiben. Aber vor allem die Kommunen stehen in der Verpflichtung Umweltschutz umzusetzen.
So an den ungenutzten Flächen wie Hohlwegen, Böschungen, Wegrändern, Steinriegeln und Trockenmauern. Die oft die letzten Refugien für seltene Pflanzen und Tiere sind. Diese besonders wertvollen Standorte stellen empfindliche Habitate und Biotope dar. Die Bemühungen derartige Ökostrukturen zu bewahren, können die Kommunen unterstützen, indem sie den Bestand so wie er wild und natürlich gewachsen ist erhalten. Somit tragt man zur Stabilisierung der Ökosysteme insgesamt bei.

Wie kann man Schmetterlingen und Insekten helfen:

Heimische Sträucher anpflanzen.
Teilbereiche in Garten und Park ihren natürlichen Lauf lassen.
Nicht alle Grünflächen auf einmal Mähen. Wildnisinseln stehen lassen.
Wichtig: Brennesselinseln stehen lassen.
Im Herbst in Garten und Park einige Reisghaufen liegen lassen. Sträucher ökologisch Beschneiden.
Auf Pestizide verzichten. Alternativen Pflanzenschutz betreiben.
Anlegen einer Schmetterlingsoase.




hukwa



Samstag, 20. Juni 2020

Käferleben an der Wegböschung

Foto©UteKW


Insekten sind interessante Lebewesen. Mich interessiert vor allem ihr Sein im Gesamthaushalt der Natur. Ihre Symbiose zu Pflanzen und Bäumen. An der Wegböschung die ich seit dem Frühjahr genau beobachte habe ich eine gute Möglichkeit sie zu studieren.
Heute habe ich den Bienenwolf in einer Dolde erkannt, kurz darauf den Ameisenbuntkäfer auf einem Grashalm. Er lebt ausschließlich in Fichtenwäldern und kam wohl vom Waldsaum herüber geflogen. Seine Nahrung sind die Brut und die Larven des Borkenkäfers, somit hat er eine wichtige Funktion im Kreislauf der Natur. Auch den "7. Punkt-Marienkäfer" konnte ich hier genau anschauen. Manchmal kommt auch ein Verwandter von ihm hier vorbei der "14.Punkt-Marienkäfer", dieser ist meist gelb mit schwarzen Punkten. Weitere heimische Marienkäferarten sind der "13.Punkt-Marienkäfer" und der "21.Punkt-Marienkäfer". Ein besonders schöner Marienkäfer ist der Augenmarienkäfer der etwa 1cm groß wird und vorwiegend unter Fichtenbäumen zu finden ist. Alle Marienkäferarten sind äußerst nützliche Lebenwesen, die auch zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.
hukwa

Samstag, 13. Juni 2020

Wahre Freundschaft

Heute Morgen beobachtete ich den Gemeinen Heidewiesenbläuling, ein recht seltener etwas unscheinbarer Schmetterling bei der Eiablage auf einem kleinen Ameisenhaufen bei der "Pletschen Mauer" in Trippstadt. In diesem Jahr blüht die Wiese dort besonders schön und bringt eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren hervor. Es war das erste mal dass ich diese Bläulingsart hier beobachen konnte. Bemerkenswert an diesem Falter ist die enge Beziehung (Symbiose) zu Ameisen. Er legt die Eier in ihrem Haufen ab, hier in einem kleinen Hügel der kleinen Schwarzen Waldameise. Nach dem Schlupf werden die Raupen von den Ameisen umsorgt und geschützt. Die Schmetterlingsraupen besitzen Drüsen die eine Flüssigkeit produzieren, die den Ameisen als Nahrung dient. Als Gegenleistung erhalten die Raupen schutz vor Fressfeinden und Parasiten. Das nenne ich wahre Freundschaft.  Die Gefährdung, denen diese zarten, unberührbaren Lichtwesen ausgesetzt sind, bilden den Anlass auf die Bedrohtheit der Natur insgesamt hinzuweisen.
hukwa