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Donnerstag, 25. Februar 2016

Ruhend unter dem alten Schamanenbaum

Februar Sonne
dein Strahl er glänzt das Waldesdickicht
über Sandsteinschichten
mit Moosgrünem Rücken
wo einsam entlegende Plätze ich aufsuche
wo grüne Eiben mit roten Früchten
sich mit Eichbaum und Fichte verdichten
heidnischer Baum
Telefon zu den alten Göttern
ruhend unter ihnen in der
Da Seienden Zeit.
hukwa

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Eine schamanistische Seance beim Scharderkopf

Es war während der Zeit des Oktobervollmondes. Der Wald trug schon sein buntes Herbstkleid. Am Abend machten wir uns auf den Weg hoch zum Berg. Anfangs benötigten wir noch Taschenlampen aber nach etwa einer Viertelstunde ging plötzlich hinter der mächtigen, alten Douglasie der Vollmond auf. Nun schien der Wald wie verzaubert. Wir spürten sehr deutlich dass wir in eine andere Bewusstseinsstufe hineinliefen. Aus der Ferne rief der Waldkauz und bei der alten Schutzhütte angekommen, beobachteten wir eine Zeitlang die Fledermäuse die hier durch die Nacht schwirrten. Bis auf wenige Naturgeräusche war es sehr still im Wald. Gespenstisch still.
Beim Scharderkopf angekommen bestiegen wir die Felsgruppe und nahmen auf dem Plateau unsere Plätze ein. In dieser wunderschönen Vollmondnacht war die Aura dieses Platzes noch mystischer als es schon am Tage hier ist. Überall standen mächtige buchen und Eichenbäume und durch ihr entlaubtes Geäst wanderte der unruhige Mond. Es war windstill und man roch überall den Herbst, sein welkes Laub, das Moos und die feuchte Erde.
Nach einiger Zeit der Meditation bereitete ich die Seance vor.
Ich streute das Tabakopfer aus, zündete das Rauchwerk an und stellte vier brennende Fackeln auf.
In einer Kupferschale brannte ich mit harzigen Kiefernholz ein kleines Lagerfeuer. Dann holte ich die Trommel hervor, begann sie zu schlagen und nach einiger Zeit die schamanistischen Anrufungen zu singen.
Anfangs war es sehr still nur meine Stimme hallte leise durch den Wald. Irgendwann ertönte der Ruf des Waldkauz der anscheinend immer näher kam. Es dauerte nicht lange dann hörten wir alle das er direkt auf einem der Bäume neben den Felsen saß. Sein Ruf schien nun mit dem Gesang mithalten zu wollen. Nach einiger Zeit brach sein Ruf abrupt ab, ich hörte sofort mit dem Singen auf. Innerhalb weniger Sekunden kam nun Wind auf. Eine unbekannte, ja unwirkliche Stimmung hatte mit einem mal die Umgebung erfasst. Ich spürte die Innere Unruhe meiner Begleiter, mir waren ja solche Situationen recht gut bekannt, dennoch, einer gewissen unheimlichen Stimmung die sich nun ausbreitete konnte ich mich auch nicht ganz erwehren.
Der Wind wurde langsam aber stetig stärker, wirbelte das Herbstlaub vom Boden auf und plötzlich hörte man das knacken von Ästen. So schnell wie er aufgestiegen war legte sich der Wind wieder nur das Geräusch von brechenden Ästen blieb. Es kam immer näher, bis an den Fuß des großen Felsens auf dem wir saßen, dort verstummte es. Uns war klar, wir waren nicht mehr alleine, unter uns war etwas, und zwar etwas Unheimliches, beängstigendes. Meine Begleiter wurden immer unruhiger und ängstlicher, mir war klar das es nicht mehr lange dauern könnte und sie würden in Panik ausbrechen. Ich deutete ihnen im Fackellicht mit Handzeichen an, dass sie sich vollkommen ruhig verhalten sollten. Dann stand ich auf holte die Opfergaben hervor und legte sie an den entsprechenden Platz auf dem Felsen und begann leise zu singen. Jetzt hörte man wieder das knacken von dürrem Astholz, es hörte sich an wie Schritte die sich langsam entfernten. Ich hörte auf mit dem singen, machte den Anderen durch Handzeichen klar dass sie auf keinen Fall sprechen sollten. Wir reinigten den Platz aufs sorgfältigste, ich achtete darauf das nichts zurückblieb außer den Opfergaben, dann traten wir schweigend den Rückweg an.
Als wir weit genug vom Berg entfernt waren sagte ich das wir nun wieder reden können. Mir schien es das dies für alle eine große Erleichterung war, so als würde durch das Reden ein geheimnisvoller Bann gebrochen.
Keiner aber sagte auch nur ein Wort über das seltsame, unheimliche Erlebnis.
hukwa






Eine Begegnung beim Scharderkopf

Ich laufe hoch in den Bergwald. Es ist ein kalter Dezembernachmittag unter meinen Füßen knirscht der Schnee, die Kälte versucht in die Kleidung zu kriechen.
In den Eichen und Buchen hängen Nebelfetzen und alles scheint leblos, eine tiefe Stille herrscht um mich herum. Und doch weiß ich dass sich im Verborgenen geheimes Leben regt. In eisiger Ruhe schweigt der Wald und die Luft steht still. Den einzigen Ton den ich vernehme ist mein Stapfen durch den Schnee. Ängstigende Ruhe umgibt mich, anscheinend bin ich das einzige Wesen in diesem Wald.
Mit einem mal endet die Ruhe, wird zerrissen durch die singende Flügelschläge einer Krähe die ganz nah auf Augenhöhe an mir vorbeifliegt und sich in etwa 15 Meter Entfernung von meinem Standort auf einem Baumstumpf niederlässt.
Sie schaut direkt zu mir her, ich stehe still, vollkommen bewegungslos, Auge in Auge mit dem schwarzen Vogel. Das Wilde in ihren Augen faszinierte mich völlig, noch nie im Leben habe ich einen solchen Blick gesehen - einfach wild!
Mir schien es als würden wir uns eine Ewigkeit anstarren, die Krähe zeigte überhaupt keine Angst vor mir.
Dann geschah etwas ganz seltsames: Eigentlich spürte ich es nur, ich hatte plötzlich das Gefühl das mir die Krähe etwas mitteilen wollte. Ich bewegte mich langsam auf sie zu und sie ließ mich tatsächlich bis auf etwa 8 Meter an sie herankommen, dann flog sie elegant auf aber auch nur wieder ein paar Meter weit, wo sie sich diesmal auf einer umgestürzten Buche niederließ. Das Spiel begann von vorne, wieder konnte ich ziemlich nahe an sie heran laufen und das gegenseitige fixieren begann aufs Neue. Nach einiger Zeit ging ich erneut auf sie zu, diesmal ließ sie mich noch näher herankommen. Dann flog sie auf ließ sich im Wipfel einer Eiche nieder, sah mich wieder an, krächzte drei mal sehr laut und verschwand im Wald.
Für einige Zeit war ich noch wie gebannt dann setzte ich meinen Weg fort.
Wieder nur das Geräusch von knirschendem Schnee, wieder absolute Stille.
Es lag ein tiefes Geheimnis in der einsamen Krähe die gerade mich zu einer Begegnung herausforderte. Für mich ist der Vogel die Verkörperung der einsamen Natur im Winter geworden. Eine seltsame Sehnsucht hatte mich erfasst und mit einem mal wusste ich was mich die Krähe gelehrt hatte: Das Einssein mit der Natur.
hukwa


Dienstag, 10. Dezember 2013

Alltag Allsehen Allhören

Der ganzheitliche Mensch wird in seinem All - Tag zum Allseher. Ein solcher Allseher ist der Mensch nämlich potentiell. Es sind seine Sinnesorgane die dieses Allsehen, Allfühlen, Allhören nur auf die materialistische Welt beschränken.
hukwa

Samstag, 9. März 2013

Die Daseinsfreude in den Wäldern

Man muss mit den Augen einer Krähe schauen können will man die Signatur der Natur entziffern. Es sind die Geheimnisse und das Wissen das man sich in Jahrzehnte langem Waldläufertums angeeignet hat. Die Schrift zu lesen die eine Schnecke auf einem bemoosten Sandstein hinterlässt; im Vogelflug einen Sinn zu erkennen, ihn zu deuten wie die alten germanischen Seher dies taten. In der borkigen Rinde der Eiche den Weg des Hirschkäfers zu verfolgen. Daseinsfreude zu empfinden wenn man am Feldrain einen alten Baumgenossen trifft und erkennt das er ein Wesen mit einer Seele ist. Das ist es was ich die Signatur der Natur zu schauen nenne.
hukwa

Mittwoch, 16. Januar 2013

Der Wolf in der Mythologie


Vom guten Wolf

In den archaischen Kulturen gab es die Mär vom bösen Wolf noch nicht. Meister Isegrim galt als Freund, Helfer und Seelenführer des Menschen. Das der Wolf zur Bestie stilisiert wurde geschah erst in viel späteren Zeiten. Das Bild vom „bösen Wolf“ entstand vor allem mit der Ausbreitung des Christentums.
Bezeichnungen für den Wolf tauchen das erste mal um 7000 v.u.Z. auf nämlich im indogermanischen Sprachraum. Also zu einer Zeit in dem die Menschen sich noch eins mit der Natur fühlten. Sie sahen keine wesentliche Unterschiede zwischen sich und der Tierwelt. Man hielt Tiere für ebenbürtig und einige für Wesen, die mit übernatürlichen Kräften ausgestattet waren. Die Menschen der Urzeit waren davon überzeugt, das Tiere genau so wie Menschen in Geschlechts- und Stammesverbänden lebten und das sie eine Seele besaßen. Die damaligen Menschen waren davon überzeugt das sie selbst und der Stammesverband dem sie angehörten, in verwandtschaftlicher Beziehung zu irgendeinem Tier standen. Also eine Totemmiestische Beziehung. Spuren und Überreste dieses Totemismus haben sich bei vielen Völkern Europa, Asiens, Afrikas und Ozeaniens bis Heute  erhalten vor allem in Schamanistisch geprägten Gesellschaften.
Unter jenen Tierarten die als Totemtiere verehrt werden ist die herausragende Stellung des Wolfes hervorzuheben.
Bei den Tlinkit an der Nordwestküste Amerikas aber auch bei den Irokesen, die im Südosten der Großen Seen lebten, gab es verschiedene Wolfssippen. Die Usbeken leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab. Die Eskimos der Beringstrasse verehrten den Wolf als Totemtier. Auch die Mongolen verehrten den Wolf: in einer ihrer Legenden heißt es, dass ihr Volk von einem vom Himmel geborenen Wolf und einer Hirschkuh abstammt. Das heilige Tier der alten Türken war der Wolf, da eine Wölfin nach der Legende als Stammesmutter galt. Sein Kopf zierte die Feldzeichen, und die Offiziere führten seinen Namen. In einer alten Chronik heißt es, dass diese Wölfin einen hilflosen zehnjährigen Knaben vor dem Tode gerettet hat. Er war der einzige, der vom Stamm der Hunnen am Leben geblieben war, die von Feinden vernichtet worden waren. Als er erwachsen wurde, brachte die Wölfin zehn Söhne zur Welt, deren Vater er war. Jeder dieser zehn Söhne war der Begründer eines Stammesverbandes.
Die Verehrer eines Totems waren davon überzeugt das sie in jeder Lebenslage mit der Unterstützung ihres totem Tieres rechnen konnten. Noch bis in die Neuzeit hinein glaubten die Usbeken, bei denen sich der Schamanimus bis heute erhalten hat, an die Hilfe ihres Urvaters des Wolfs.
Aber auch beim Volksglauben spielte der Wolf eine wichtige Rolle. So glaubte man bei vielen sibirischen Stämmen, wenn man einer Frau eine bevorstehende geburt erleichtern wollte an eine Art Wolfsmagie. Man legte ihr wie ein Armband einen Wolfskiefer ums Handgelenk oder zerrieb ein Stück getrocknetes Wolfsherz  zu Pulver, löste es in Wasser auf und gab es ihr zu trinken. Das Neugeborene hüllte man in ein Wolfsfell, damit es lange lebte. An die Wiege hängte man als Amulett Wolfszähne, Krallen und Afterzehen. Erwachsene Usbeken trugen, um sich gegen Unglück zu schützen, Eckzähne, Zähne und Krallen vom Wolf. Solche Amulette durften nicht verkauft oder getauscht werden, sie durften nur verschenkt werden. Auch bei den Burjaten stand der Wolf in höchsten Ansehen, sobald jemand Fieber bekam wurde er in Wolfsfelle eingehüllt, bei den Kasachen und Kasantataren rieb man bei Ausschlag, Flechte oder sonstigen Erkrankungen der Haut die Stelle mit einem Wolfsschweif.
In Europa, vor allem bei den Germanen spielt die Wolfsmythologie eine äußerst wichtige Rolle. Aber auch bei den Griechen und Römern. Der römische Gelehrte Plinius d. Ä., der im 1. Jh. lebte , schrieb dass ein Wolfskopf die Kraft jeden Zaubers zu brechen vermag. Aus diesem Grunde wurden sie an die Tore der römischen Landsitze genagelt. In Deutschland und Frankreich verwendete man aus dem gleichen Zweck heraus einen Wolfsrachen. Bauern in Sizilien bewahrten noch im 19. Jh. eine Wolfspfote im Stall auf, der das Vieh schützen sollte. 
Der Mensch der ja das Totemtier als seinen Verwandten ansah, begegnete selbst dem toten Tier noch mit größter Ehrerbietung. Die alten Athener gingen sogar so weit das sie jedem getöteten Wolf ein Begräbnis ausrichteten. Auch die Jakuten überließen einen toten Wolf nicht einfach seinem Schicksal: Sie wickelten ihn in Heu und hängten ihn an einen Baum, sie bestatteten ihn also so wie es bei den Taigabewohnern Brauch war. Die Usbeken setzen Wölfe in der erde bei.
In den Schamanistischen Gesellschaften glaubte man das Tiere die menschliche Sprache verstehen würden. Wenn ihnen ein Mensch nicht die richtige Ehrerbietung entgegenbrachte dann würde das Tier sich an einem Rächen so dachte man.  Daher verwendete man für Wölfe oft Tabubezeichnungen. Bauern aus der Gegend von Smolensk, sagten bei einer Begegnung mit Wölfen: „Guten Tag, ihr braven Burschen“! Die Esten nannten den Wolf „Hirte“, „Langschwanz“ oder „Onkel“, die Litauer „Feldgeist“ und bei den Korjaken sagte man „der sich abseits im Hintergrund hält“, bei abchasischen Jägern „glücklicher Rachen“. 
Die Tschuktschen sahen im Wolf ein übernatürliches Wesen. Wenn dieser ein Rentier riss, taten sie ihm nichts, da sie fürchteten dass die übrigen Wölfe dann alle Tiere töten würden. Die Jakuten hielten den Wolf für den Sohn ihre Gottes Uluu – Tojon. Es war verboten ihn zu töten oder irgend einen Schaden zuzufügen. Für die Korjaken ist der Wolf der Herr der Rentiere und der König der Tundra. Es war nicht nur verboten, ihn zu töten, sondern ihm auch sonst irgendwie Schaden zuzufügen. Bei den nordamerikanischen Arapacho Indianer herrscht ein alter Wolf über die Wesen der Natur.

 hukwa

Freitag, 11. Januar 2013

Der Schamanenbaum – Achse im Zentrum der Welt


Der Schamanenbaum ist eine Art äußerer Kompass für die innere reise des Schamanen. Traditionell handelt es sich bei diesem Baum um eine Fichte oder Birke. Das erklettern des Schamenbaums durch den Schamanen ist eine Reise in die Jenseitswelt. Mit seinen Hilfsgeistern besucht der Schamane jenseitige Welten oder seine Ahnen auch die seiner Klienten. In diesem Fall ist der Schamane ein Medium durch den die Ahnen seiner Vorfahren sprechen oder eben die seiner Anhänger.
Die rituelle Baumbesteigung kommt in allen Schamanistischen Initiationsriten vor. Das erklettern des Schamanenbaumes ist sozusagen die Kontaktaufnahme mit der spirituellen Welt, die der Schamane bereist. Der Schamanistische Weltenbaum ist die Verbindung zwischen der jenseitigen und diesseitigen Welt, er ist die „Achse im Zentrum der Welt“. In dem der Schamane den Weltenbaum ersteigt nähert er sich diesem Zentrum. Für den Schamanen hat der Baum in den er klettert aufgehört ein profaner Baum zu sein, für ihn ist dies ein heiliger Baum.       
hukwa   

Samstag, 5. Januar 2013

Schamanistische Strukturen im Bardo Thödol

Gestern habe ich mal wieder längere Zeit im tibetanischen Totenbuch gelesen und wunderte mich über die Schamanistischen Strukturen in dem Buch. Diese rühren wohl noch von der alten Bon - Religion her, die zum Teil im tibetischen Budhismus aufgegangen ist. Man kann die Rolle des Priesters in dem Buch, der den Verstorbenen mit der Rezitation ritueller Texte führt- er beschreibt ihm den Weg den er gehen muss um zur Befreiung zu gelangen- mit der Funktion des eurasischen Schamanen vergleichen, welcher den Toten auf symbolische Weise ins Jenseits begleitet.
In fast allen Religionen finden wir Schamanistische Wurzeln.
hukwa

Montag, 4. Juni 2012

Bardo Thödol

Gestern habe ich einmal wieder ausgiebig im "Totenbuch der Tibeter gelesen". Das Bardo Thödol weist sehr viele schamanistische Aspekte auf die in den Budhismus eingedrungen sind. Man kann die Rolle des Priesters, der den Verstorbenen mit der Rezitation ritueller Texte führt- er beschreibt ihm den Weg, den er gehen muss, um zur Befreiung zu gelangen- mit der Funktion des altaisschen oder goldischen Schamanen zu vergleichen, welcher den Toten auf symbolische weise ins jenseits begleitet. Es ist ein Buch des trostes und der Weisheit.
hukwa

Mittwoch, 7. März 2012

Von der sichtbaren und der unsichtbaren Welt

Der Kontakt zur "nicht-sichtbaren Wirklichkeit" ist ein wesentliches Element im Schamanismus als auch in der Geomantie, dazu gehört ebenso der Kontakt zu unseren eigenen unsichtbaren Wirklichkeiten, also Geist und Seele. Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht wie es wirklich in ihnen zugeht. Ihr Leben spielt sich in einem Aquarium ab in dem sie dauernd von Haien angegriffen werden. Das Aquarium ist die sie umgebende Welt die Haie das sind ihre materiellen Abhängigkeiten. Dies bedeutet sie kommen nie zur Ruhe und in ihrer Gehetztheit sehen sie nur einen kleinen Teil der sie umgebenden Welt "das Ganze" aber ahnen sie noch nicht einmal.
hukwa

Dienstag, 6. März 2012

Orte der Kraft und Tore zur Anderswelt

Heute habe ich meine Wanderung zu einem besonderen Ort der Kraft vorbereitet. Zu jeder Frühjahrs- und Herbst Tag-und Nachtgleiche sowie zu den Sonnwendfesten besuche ich solche Orte. Natürlich auch an andern Tagen, aber zu diesen Zeiten haben solche Plätze eine besondere Ausstrahlung. Sie werden zu Orte der Heilung. Heilung ist ein uralter Prozess der Erdkräfte. Zur Heilung muss man eine Resonanz mit etwas das man als "heil" empfindet eingehen. Das können verschiedene Dinge oder Faktoren sein, ein Medikament, ein Mensch mit positiven Gefühlen oder das Erlebnis mit seiner eigenen Ganzheit die man an Orten der Kraft leichter vorfindet als anderswo. Nun denke ich dass ich mit meiner Ganzheit immer verbunden bin, allerdings tut es mir immer gut besondere Orte und Plätze, die angefüllt sind mit Erd- und kosmischen Kräften, aufzusuchen. Ist man einmal angelangt an solch einem Platz muss man auch mit ihm kommunizieren um diese Kräfte zu spüren. Vorraussetzung für die Kommunikation mit dem Ort oder Kraftplatz ist, sich leer zu machen und sich für die spirituellen Frequenzen des Ortes zu öffnen. Dann spürt man auch die "Seele des Ortes". den, Anima loci oder denn "Geist des Ortes" der, Genius loci, genannt wird. Er ist sozusagen ein Bewusstseinsfeld der Erde und dieses Feld kommuniziert mit unserem Bewusstseinsfeld so wird der Kontakt zu einem Kraftplatz hergestellt. Solche Orte kann man auch als Tore zur Anderswelt bezeichnen, es sind Akkupunkturpunkte der Erde. Geomantie ist letztendlich auch nichts anderes als Erfahrung.
hukwa

Freitag, 9. Dezember 2011

Über das Bewusstsein der Erde

Denn meisten Menschen ist überhaupt nicht bewusst in welch akutem, ökologischen Dillema wir stecken. Wäre es ihnen bewusst würden sie damit beginnen in ihrem Leben Veränderungen vorzunehmen, schließlich legen wir alle Hand mit an, bei den täglichen Naturzerstörungen. Keiner wäscht seine Hände in Unschuld. Wir gestehen der Natur kein eigenes Bewusstsein zu und dies ist ein radikaler Fehler. So wie der menschliche Geist das Gehirn als Werkzeug nutzt und uns somit unser Leben gestalten lässt, wirkt auch ein Geist in der Erde, ein kosmischer Geist. Theodore Roszak schrieb einmal: "Der Geist benützt das Gehirn wie ein Komponist das Klavier- und in beiden Fällen werden die Möglichkeiten des Instruments dabei durch schöpferische Fantasie ständig erweitert." So wie das Bewusstsein des Menschen sich erweitern kann, so kann auch das Bewusstsein der Erde sich erweitern, dies kann für die Menschheit negativ oder positiv verlaufen.
hukwa

Sonntag, 20. November 2011

Schamanensprache ist Dichtersprache

Bei meinen vergleichenden Studien über Dichtung und Schamanismus bin ich bei dem Völkerkundler Buddruss auf folgenden Textabschnitt gestoßen: "Die Fähigkeit dichterisch gebundene Worte sprechen zu können, die Gabe poetischer Improvisation, gilt als ein bedeutsames Kennzeichen schamanischer Begabung. Damit weist der werdende Schamane vor der gemeinschaft aus, das ein Vorfahrengeist in ihn eingedrungen ist".
Diese wesentliche Eigenschaft bekräftigt auch Alfred Stolz in seinem Buch "Schamanen-Ekstase und Jenseitssymbolik". Der Schamanenforscher Dioszegi beschreibt eine Forschungsreise nach Sibirien folgt: "Unvergesslich werden mir jene abende bleiben, die ich in Kyzlasovs Jurte verbrachte. Mit welcher lyrischen Gabe sprach er vom Tanz der Zedern- und Birkenholzscheite im Feuer, mit welcher Kraft der Fanatasie verliehen seine hingeworfenen Worte den flackernden Schatten an der Wand Leben und Bedeutung. Als der burjatische Schamane Chadi uns bei Tagesanbruch aufrüttelte, damit wir gemeinsam den Schamanenstock zuschnitten, suchte er uns unterwegs die Geheimnisse der Natur zu deuten und tat das aus einem tiefen, menschlichen Gefühl heraus. Mit den Worten eines Dichters erzählte der Schamane Kokuev auf unserem Weg durch die Taiga von den roten und schwarzen Quellen, dem Vollmond und Sonnenaufgang, von den auf Grashalmen glitzernden Tautropfen". Auch Hans Findeisen berichtet Ähnliches.
hukwa

Samstag, 8. Oktober 2011

Der natursichtige Mensch

Wer sich ständig in der Natur aufhält, die Wälder durchstreift, in Höhlen und auf Bäumen ruht, dessen Bewusstsein ändert sich. Ich meine damit er wird auf gewiße Weise- Natursichtig. Er erkennt unmittelbar, seelisch erlebend, gewiße Grundsätze und Grundkräfte im Walten der Natur.
Schopenhauer hat dafür den Begriff des Natürlich - Somnabulen geprägt. Man könnte auch vom unbewussten Schaffen der Naturseele sprechen. Ein Vergleich: Wie ein Yogi der Kundalini Yoga betreibt, die Schlangenkraft in sich erweckt und seine Chakras zum Leuchten bringt, so erweckt der natursichtige Mensch seine Naturseele und nimmt durch sie Kontakt zu den Kräften in der waltenden Natur und im Kosmos auf. der durch seine Naturseele schauende Mensch erkennt in den ihn umgebenden Naturerscheinungen, den Ausdruck lebendiger kosmischer Kraftzentren, die sich als Orte und Festpunkte für sein seelisches Koordinationsnetz erweisen und von denen aus sich alle Geschehnisse fassen und eingliedern lassen. Die Natur ergreift von uns Besitz, fordert ihre Rechte, die sie an uns besitzt. Ähnlich wie die astral Kräfte über unseren Astralkörper kosmische Verbindung mit uns aufnehmen. Die Kräfte dringen in uns ein wenn wir uns für sie freimachen.
hukwa

Montag, 25. April 2011

Orte der Kraft – die Botschaft der Heilbäume und Kraftplätze

Wer einen Ort der Kraft oder einen Heilbaum besucht und sich auf eine Kommunikation mit dem Ort einlässt, sollte verschiedene Voraussetzungen mitbringen. Die wohl wichtigste Vorraussetzung ist sich " leer " zu machen um sich somit für die spirituelle Frequenz des Platzes zu öffnen. Das Instrument für die Wahrnehmung der Energien des Ortes oder des Heilbaumes, ist ein erweitertes Bewusstsein. Mancher wird sich fragen: Wie finde ich einen Ort der Kraft, wie unterscheide ich einen Baum von einem Heilbaum? Die meisten Kraftplätze haben auffällige geomantische Besonderheiten, wie bestimmte gemeinsame Höhenlinien oder bizarre Felsformationen. Oft liegen sie in Fluchtlinie zu herausragenden Landschaftsformationen. Aber auch die Umgebung des Kraftplatzes weist auf seine besondere Bedeutung hin. Nicht selten wachsen hier Pflanzen, die man nicht überall findet,

oder mächtige Bäume, stehen schützend um einen solchen Platz. Kraftorte sind orte mit enorm starken Schwingungsmustern und Schwingungsfrequenzen. Wir sollten beim Besuch eines solchen Ortes auf ALLES achten! Die Vegetation, die Tiere, die Elemente, die Felsen, die Symbole bilden zusammen mit dem Kraftplatz ein Individuelles Muster. Das wohl allerwichtigste ist wenn wir einen solchen Platz aufsuchen ist das wir uns ihm mit Respekt nähern. Dann kann ein Austausch, ein Dialog stattfinden. Sobald wir ins " Gespräch " mit dem Kraftort, dem Heilbaum treten, tritt auch er in Austausch mit uns. Diese Plätze sind Orte der Harmonie und wir sollten uns ja davor hüten unseren Psychomüll dort abzuladen.

Schon in den Märchen heißt es, dass sich besondere Orte nur denen auftun die reinen Herzen sind. Mit einem Kraftplatz in Kontakt zu treten, bedeutet mit den eigenen inneren

Kraftquellen in Berührung zu kommen. Klarheit und Übersicht über das eigene Leben zu bekommen, zu wissen das wir Teil eines UR – Ganzen sind. Wenn wir die Literatur durchforsten lassen sich zahlreiche Belege dafür finden, das selbst Menschen wie Goethe

überzeugt von Kraftplätzen und Heilbäumen waren. Endlose Belege lassen sich zusammentragen für die Verehrung von Plätzen und Bäumen. Unseren Vorfahren den Germanen und Kelten sind Bäume von je Heilig gewesen, ja Baumfrevel konnte mit dem

Tode bestraft werden. So empfand auch der junge Goethe. Werther, als er hörte, das die beiden hohen Nussbäume des Pfarrhofs auf Befehl der neuen Pfarrerin abgehauen worden waren, konnte sich nicht fassen: " Abgehauen! Ich möchte Toll werden, ich könnte den Hund ermorden, der den ersten Hieb daran tat..." In dem leidenschaftlichen Ausbruch des jungen Goethe klingen noch der Zorn und das Entsetzen, über die Untat nach, die es für unsere Vorväter war, wenn die Sendboten des neuen Gottes die Heiligen Bäume und Haine umschlugen. Denn " wer ist nicht beim Eintritt in einen heiligen Wald von Schauer überfallen worden?" Schon den Knaben hatte, wie Dichtung und Wahrheit erzählt, das heilige Geheimnis, des Waldes angezogen, und als er das einem älteren Freund gestand, war es ihm eine Offenbarung, zu hören, das die Germanen und Kelten ihre Götter, in Wälder wohnend gedacht, Bäume ihren Göttern geweiht hatten. " Gewiss ist es keine schönere Gottesverehrung, als die, zu der man kein Bild bedarf, die bloß aus dem Wechselgespräch mit der Natur in unserem Busen entspringt.

hukwa

Mittwoch, 13. April 2011

Mein Bezug zum Schamanismus

Nach dem Filmbeitrag über mich im SWR Fernsehen der den Titel trug „der Schamane aus dem Pfälzerwald“, wurde ich von vielen Leuten gefragt, welche Art von Schamanismus ich „betreiben“ würde? Als erstes möchte ich klarstellen das meine Arbeit keine esoterische ist sondern eine naturphilosophisch, tiefenökologische Richtung beschreitet. Philosophisch bin ich ein Anhänger der Philosopia perenis, ökologisch vertrete ich die klassische Tiefenökologie im Sinne ihres Begründers Arne Naess und Schamanistisch habe ich mich immer dem nordeurasischen Schamanentum zugehörig gefühlt. Also jener Form des Schamanismus wie er von Mircea Eliade und Findeisen uns nahe gebracht wurde.

Diesen Schamanismus kann man nicht erlernen man wird in ihn hineingeboren, in unserer modernen westlichen Welt ist es so das der Schamanismus den angehenden Schamanen findet. Ich meine damit, man bringt ihn mit aus einer anderen Welt. Dieser nordeurasische Schamanismus wie ich ihn vertrete ist eine Art von spiritueller Psychotherapie für die Erde und somit auch für den Menschen.

hukwa

Dienstag, 15. Februar 2011

Merlin in der Baumkunde


Wer sich mit der Mythologie und Geschichte des Baumkultes in Europa beschäftigt, wird unweigerlich auf die geheimnisvolle und sagenhafte Gestalt von Merlin treffen. Neben der Eiche gibt es drei weitere Baumarten die ihm zugewiesen werden. Der Weißdorn, die Kiefer und der Apfelbaum.
In dieser Abhandlung interessiert uns Merlin als „Waldmensch“ der untrennbar mit dem europäischen Baumkult verbunden ist, denn er scheint Seher und Prophet gewesen zu sein, der durch die Bäume sprach. Als solcher hatte er an der Seite von König Artus, dem er zur Einrichtung des Ordens der Tafelrunde geraten hatte, gegen die barbarischen Eroberer der Bretagne gekämpft.
Wegen des Todes seiner Brüder dem Wahnsinn verfallen und der Gesellschaft der Menschen überdrüssig, zog er sich in den Wald von Broceliande zurück, den er nur noch verließ um düstere Prophezeiungen zu machen über die dem Bösen verfallene Welt. Diesem Bösen muss Merlin zeitlebens begegnet sein, den der Mythos berichtet er sei ein Sohn finsterer Mächte und seine Mutter sei eine Nonne gewesen, der Vater der leibhaftige Teufel. Was wohl nichts anderes bedeuten kann, als das er zwei Seelen in sich trug, das gute und das Böse. An jenem Tag als er der Fee Vivianne begegnete, besiegte er das Böse in sich. Er der mächtigste aller Zauberer lehrte Vivianne seine ganze Zauberkunst und ließ sich zuletzt von ihr in einem „Glashaus“ einschließen, nach anderen Berichten verschwand er in einer Höhle hinter einem Weißdornbusch. Nach Jean Markale und seinem Buch „Merlin Enchanteur“ soll dieses „Glashaus“ eine geschlossene Welt in der Mitte des Waldes darstellen, die in ihren unsichtbaren Mauern eine jenseitige Welt einschließt wohl das keltische Autre Monde. Also eine Welt in einer anderen Sphäre, die Ähnlichkeit mit einem Obstgarten hat. Hier findet die Dyade statt, die heilige Vermählung des göttlichen Bruders, mit der göttlichen Schwester. Fern unserer Welt leben sie in vollkommener, harmonischer Liebe, die sie ihrem Wesen nach von der Gesellschaft trennt. Merlin und Vivianne genügen sich selbst und benötigen diese Welt nicht mehr, sie leben sozusagen in einer Noos- Sphäre. Sie stellen ähnlich wie Adam und Eva, die Welt vor dem Sündenfall dar, also bevor sich der Mensch der äußeren Welt bewusst war. Nach J. Brosse: „Merlin und Vivianne ziehen sich von einer profanvisierten, unwiderruflich dem Untergang verfallenen menschlichen Welt zurück und kehren miteinander zum Ursprung, zum Naturzustand zurück, in diesen Obstgarten, wo sie als Herren der Pflanzen und Tiere regieren, schützen, was noch zu retten ist, und, unsichtbar geworden, die Wiedergeburt des Heiligen vorzunehmen“.
Wir haben es hier mit einer Geschichte zu tun die weit über die keltische Welt hinausweist und ihre Ursprünge im prähistorischen hat.
Nach Robert von Ranke – Graves dürfte jener Obstgarten identisch sein mit der „Insel der Apfelbäume“, in der „weißen Göttin“, schreibt Graves:“Glastonbury oder Inus Gutrin, ist auch die Isle of Avalon (Insel der Apfelbäume)“.
Der Bezug Merlins zu den Bäumen, also zum europäischen Baumkult, seine Rolle als Waldmensch ist tief im Schamanimus verwurzelt, Brosse schreibt hierzu: „…Die Birke, der typischste der Schamanistischen Bäume, und die Apfelbäume, mit deren Zweigen die Feen Sterbliche, in ihr Reich, die jenseitige Welt locken. Manche texte präzisieren, das Merlin gelegentlich unter einem Apfelbaum lehrte. Noch wichtiger in seiner Geschichte, ist die Kiefer, die sich oberhalb des Brunnens von Barenton in der Mitte der Lichtung des memeton erhebt. Dieser Brunnen ist die Wohnstatt Viviannes, die also eine Nymphe ist. Vivianne die Verkörperung der Quelle, hat magische Kräfte. Sie lässt es regnen, mehr noch, wenn man Wasser auf die Treppe gießt die den Brunnen umgibt, kann man ein erhebliches Gewitter heraufbeschwören; im übrigen heilt das Wasser des Brunnens die Tollheit, wie Vivianne Merlin von seinem Wahn befreit hatte. J.Markale betont das der Brunnen von Barenton niemals wie die Mehrheit der bretonischen Quellen christianisiert wurde, sondern durch die Jahrhunderte heidnisch geblieben ist, was die Bewohner der Gegend allerdings nicht daran hindert, sich in Dürrejahren dorthin zu begeben, und Geistliche schreiten der Prozession zügig voran“.
Die Quelle, die Kiefer, die Nymphe Vivianne, alles spricht hier für das Reich der großen Mutter, der „weißen Göttin“, wie sie Ranke – Graves für uns erforschte. Mit den Worten von Heinrich Zimmer: „…Es ist die Stätte des ewig Weiblichen, Stätte der Zeitlosigkeit und des unerschöpflichen Lebens, Quelle des Todes, aus dem das leben sich ständig wiedergebiert. Es ist der geheimnisumwobene Ort, von zahllosen Helden in Märchen und Legenden der ganzen Welt aufgesucht, unter vielen historischen Verwandlungen wieder zu erkennen: er gehört zu unserem universalen Vorrat archetypischer Sinnbilder. Die Fassung, die uns die keltischen Märchen und der Artuszyklus übermitteln, stammt aus dem mythischen Bilderschatz der altertümlichen mutterrechtlichen Ordnung, wie sie der vorkeltischen Kultur des westlichen Frankreichs und der britischen Insel eigen war. Im Reich der Mütter findet das schweifende Mannkind heim zum Mutterstamm von der Urmutter her. Hierher ist er gekommen- zu diesem verborgenen Heiligtum des Urquells-, um das Rätsel von Leben und Tod zu lösen. Hier wird er die langersehnte, lang versagte Antwort finden. Durch sein Orakel wird er vom mütterlich –weiblichen empfangen, von der unausgesprochenen intuitiven Weisheit der Lebenskraft, in deren leibhaftiger Gegenwart ihm das Geheimnis ihrer ständig erneuerten Wiedergeburt von Generation zu Generation gewahr wird“.
Zweifelsfrei spielt Vivianne die Rolle der „großen Mutter“, sie holte Merlin aus dem Männerbund der Tafelrunde zurück ins Reich der Mutter- der alten Göttin Gaia. Nach meiner Ansicht war Merlin nicht der Sohn des Teufels, sondern der Sohn Pans. In der keltischen Mythologie gibt es gar keinen Teufel. Pan wurde ja von der Kirche verteufelt. Der Ur- Merlin, der nichts anderes als ein Schamane sein konnte, war eindeutig ein Initiierter des Waldes, der Teufel jedoch ist eine Gestalt der christlichen Zivilisation. Das keltische Gegenstück des Pans war der Gott Cernunnos. Erst Robert de Boron machte Merlin in seinem Merlinroman zum Sohn des Teufels. Merlin aber ist durch und durch heidnischer Natur. Er besitzt magische Macht über die Wesen der Natur, die Fähigkeit seine gestalt zu vertauschen und kann in die Zukunft schauen, all diese Dinge sind typisch für einen Schamanen, einen, Eingeweihten der Wälder. Doch vor allem sein Bezug zu Bäumen zeichnen ihn als Herr des Waldes aus. So lesen wir bei Brosse: „Die Kiefer von Barenton hat Merlin nach Art der Schamanen bestiegen; in ihren Wipfeln, hat er die höchste Erkenntnis erlangt, und hier wohnt er seit dem, denn das „Glashaus“ ist nichts anderes als die Spitze des grünen Baumes, wo Merlin schließlich die Gesamtheit all seiner Kräfte zuteil wurde: die Gabe des Hellsehens, die Verwandlung, die Unsichtbarkeit, die Allgegenwart der Macht über die Elemente, die Gabe die Sprache der Tiere (und der Orakelbäume) zu verstehen und ihnen zu befehlen, die Gabe der Heilkunst und manchmal der Wiedererweckung vom Tod, die Gabe, Quellen hervorzurufen, Wesen und Dinge erscheinen zu lassen, die nicht existieren, auf das Pflanzenreich einzuwirken und sich fliegend durch die Luft zu bewegen. Dieselben Kräfte schreibt aber die literarische Überlieferung in Irland und Wales, auch den Druiden zu, und die sibirischen Schamanen nehmen sie auch für sich in Anspruch“,
Jean Markale beschreibt in seinem Buch „die Druiden – Gesellschaft und Götter der Kelten“ folgendes. „So betrachtet, ist der Druide ein „Medizinmann“ in der Art des Schamanen, in dessen Nähe er vor allem durch seine magischen Inkanationen rückt, da der Schamane seine ekstatische Reise mit dem Ziel unternimmt, in den Grenzregionen der Autr Monde die Seelen eines Kranken, eines Verletzten, eines Sterbenden oder gar Toten aufzusuchen. Wir werden noch auf andere Analogien zwischen dem Druidentum und dem Schamanismus stoßen, auch wenn dafür gewisse Positionen der Schule von George Dumezil aufgegeben werden müssen, nach der die Wurzeln des Druidentums ausschließlich innerhalb des indoeuropäischen Bereichs liegen. Man sollte aber keine Informationsquelle ungenutzt lassen, vor allem weil bekannt ist, welche Bedeutung der Schamanismus in Zentralasien und Mitteleuropa gehabt hat- und von dort kamen ja auch die Kelten.“
hukwa

Samstag, 26. September 2009

Satori

Wer mit den augen des tieres geschaut
wer mit der seele der pflanzen gefühlt
wer im kristall dasein erkannt
der die einheit des alls geschaut
der das feuer der feuer gesehen
darinnen tod geburt und vergehen
dem das echo kehrt zurück
der in schauder gebebt
der die blume so sah
als sei sie in die wiese gewebt
wer in tier und pflanze geschwister fand
ist mit der unendlichkeit vereint.
hukwa