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Sonntag, 23. November 2025

Ewawonaka

 Die Winterstille 
erzählt am Morgen 
vom Werden und Vergehen. 
hukwa 

Im Tal von Paquoa oder 
auf der Suche nach  Ewawonaka 

Im Tal von Paquoa im Dorfe der Lakota 
zwischen Crazy Horse 
und Milarepa 
wandelt mein einstiges Ich 
einen Schimmel reitend 
folge ich einer Dakini 
den Tschanoditan suchend 
in die Wälder des Nordens 
in die Höhlen im Himalaya 
in die Bighorn Mountains 
zur weißen Büffelkalbfrau 
wo sich im dichten Tann versteckt 
der Oglugitschanu der dunkle Walddämon 
Ich ein Suja Wakan 
auf der Suche nach mir selbst 
rufe ich in die Wälder hinein 
Eawawonaka 
und kehre zurück ins Indianerdorf 
und in die alte Höhle im Himalaya 
vereint mit meinen Inkarnationen. 
hukwa

Donnerstag, 6. November 2025

Fallender Vorhang

 Ich bin ein Wanderer 
durch den imaginären Kontinent 
der Phantasie 
ehrlicherweise muss ich zugeben 
auch ein Liebhaber der Einsamkeit 
der öfters auf der Flucht 
vor der realen Welt ist. 
hukwa 

Das Schauspiel der menschlichen Komödie 
endet nie, es geht weiter und wiederholt sich, 
wenn der Vorhang gefallen ist. 
hukwa

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Zu Besuch in der uralten Bibliothek

 Phantastisch zu schreiben 
ist der Versuch 
neue geistige Provinzen zu erobern. 
hukwa 
Die Bibliothek 
ihr Bewohner 
ein uralter Greis 
halb erblindet 
von körperlicher Gebrechlichkeit 
die im Widerspruch steht 
zu seiner intensiven geistigen Frische 
er ist der Herr der Geisterbibliothek 
unendlich ist seine Erinnerung 
Akasha Chronik genannt 
verstaubte Folianten 
Codices 
Schriftrollen 
wurmzerfressen und fleckig durch die Zeit
da sitzt der Alte inmitten der Schriften 
und blättert 
und blättert 
sich durch die Ewigkeit. 
Bücher über Bücher bilden in der Bibliothek eine platonische Kette die der alte Eumenestes täglich erweitert als 
Verkörperung eines Weltgedächtnisses 
ein Diener ist ihm behilflich 
der den Namen trägt 
Anamnestes 
er flickt das Netz 
des Dramas 
von Vergessen und Erinnern. 
hukwa

Mittwoch, 3. September 2025

Ophelia

 Der Sommer war kein Traum 
der Winter wird kein Märchen  
Hamlet ging vorüber 
Ophelias Haar ist schon grau 
Schattenland 
Shakespeares Reich. 
hukwa

Freitag, 20. Dezember 2024

Tempel

 Die Jugend die nach Blumen duftet
das Märchen der Kindheit 
verbinden sich 
in der Melancholie des Alters 
die Klarheit der Träume 
nährt sich in den Nächten 
vom Veilchenduft des Frühlings 
und auf den blumenreichen Wiesen 
steht der zerfallene Tempel 
wo in den Nächten 
bei Vollmondlicht 
Poseidons Pferde weiden. 
hukwa

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Nebelfeuchte Herbstnacht

 Im Dunkel meiner persönlichen Geschichte 
Verborgen 
wie das Goldene Ei des Phönix 
in dem die verlorenen Träume und Leben sich verstecken 
dort in den Wassern eines dunklen Teiches 
an die ich mich zu erinnern versuche 
tauche ich ein in das Jahr 1513 
und laufe einmal wieder durch die 
Rue de Montmorency 
in einer nebelfeuchten Herbstnacht 
da das Pappellaub auf die Wege fällt 
durchbreche ich die Mauern des Vergessens. 
hukwa

Mittwoch, 27. November 2024

Geheimnisvolle Traumnacht

 Und betende Bäume sah ich 
in dunkler Traumesnacht 
waldumkränzte Kuppen 
in purpurner Pracht 
der Stimme eines schlafenden Gottes 
lauschte meine Seele 
ein Schatten aus der Ferne 
wie Ahnung erwacht etwas in mir 
das hinter den blinkenden Sternen 
ein Geist vollendet sich 
so das im Morgengrauen 
der Tag ein Geheimnis lüftet für mich. 
hukwa

Dienstag, 26. November 2024

Der hinkende Dämon

 Regen der endlos aus den Wolken fällt 
schwarze Wolken verdunkeln die Welt 
im Waldesdickicht 
regt sich eine Gestalt 
wilder Wind die Landschaft erfasst 
aus braunen Hecken tritt jetzt heraus 
eine schattenlose unheimliche Gestalt 
läuft langsam tiefer in den Wald 
in Melancholie versinkt die Zeit 
still betende Unken im Uferschilf 
der Mond jetzt ein wenig 
die Landschaft erhellt 
in seinem Licht bewegt sich 
die hinkende Gestalt 
während aus der Ferne Flötenmusik erschallt 
verschwindet der Hinkende im  Wald. 
hukwa

Donnerstag, 21. November 2024

Durch weiße Schneelandschaften

 Und wieder wanderte ich 
durch die Gasse mt den dunklen Fenstern 
Fern den Giften der Hydra 
wo die Träume noch zur Blüte kommen 
und mit dem ersten Schnee 
der Magier vorüber geht 
auf dunklen Pfaden 
dem grünen Einhorn folgend 
in geheimnisvolle Landschaften 
die niemand bisher sah 
wo in weißer Schneelandschaft 
der Blutrote mohn erblüht. 
hukwa