Freitag, 18. September 2009

Ode an Orpheus

Dies sind die Stunden da es fließt
da sich ein gott in mich ergießt
aus tiefen innersten reichen
einem strom aus sätzen gleichend
einer sich auf die suche begibt
im wahren wort
das antlitz orpheus erblickt
es ist die zeit
da dichter brücken bauen
formvollendete gedichte
in den äther hauen
denn viele stimmen kommen da geflogen
die tausend jahr schon tief in mir verborgen
sie rufen früh
in den graniteren morgenstunden
steh auf steh auf
dein weg ist es...
dich selber zu erkunden
so spricht die stimme
erbrechen tausend sätze
so perlen worte
quellen aus dunklen tiefen
es ist erreicht
was jahre lang sich sehnte
ein ich hat sich
dem geiste orpheus verbunden
es ist als erklingen
tief in mir drinnen
verschiedene stimmen
eine große sinfonie
gebärender erleuchtung
gewaltig erhabenes vollendetes wort
erbau ich mein haus auf orphischem grund
nur er kann es sein
der durch mich spricht
der mich erhört
der mit mir spricht
das ich seine stimme
für einige zeit
verkörpern mag
ich stimm ihm bei
er macht mich erhaben
zeitlos und groß
so bin ich empfangender
gebärender zugleich
dies war das ziel
es ist erreicht
nur einmal seine stimme sein
im poetischen wort
mit ihm vereint
ich hab mich in der nacht erhoben
um einen dunklen gott zu loben
der sich verband
mit meiner stimme
sich inkarniert in meinem willen
denn kein gedröhn und lärm der zeit
greift an
orphisch zeitlosen geist
in dem ich mich ganz ihm zu wand
schenkt er meinen wörtern ein neues gewand
erwacht in einer nicht kausalen zeit
bin ich für neues bereit.
hukwa

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