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Sonntag, 10. November 2024

Reinkarnationen

 In meinem Turm 
im spärlichen Licht 
die eine schwarze Wachskerze wirft 
im Ofen knistert die wärmende Glut 
dringen zu mir 
die Strahlen des Saturn 
brütend über alten Schriften 
Bücher aus vergangenen Jahrhunderten 
ihren Geist in mich aufnehmend 
ihn verbinden mit der Gegenwart 
des Kali Yuga 
begebe ich mich auf die Reise 
durch die Jahrhunderte 
wie ein alter Baum um seine Lebensringe weiß 
durchblättere ich im Geiste 
die Reinkarnationen meines Daseins. 
hukwa

Freitag, 17. Dezember 2021

Hermeneutische Astrologie als Prozess der Selbsterfahrung

In der hermeneutischen Astrologie geht es um die Wesenheit des Menschen. Um seine Substanz - eben um das Ganze. Substanz ist der Maßstab des existentiellen  Aktes. Die Substanz ist das In-sich-selbst-Sein, das Ich verknüpft im Sein, ein Sein-sollen, es ist das Ewige in uns, die Seelenmonade, die tatsächliche Individualität. Nur wenn wir uns selbst erkennen, gelingt es uns auch, in eine Beziehung zu unserer Substanz zu treten und sie somit wiederzuerkennen. Dies ist der Ganzheitliche Sinn der hermeneutischen Astrologie. Sich Selbst-Erkennen heißt sich philosophisch, psychologisch und Karma - bezogen zu erkennen. In diesem sinne ist die hermeneutische Astrologie mehr als Erkenntnistheorie, sie ist Prozess der Selbsterfahrung. 
hukwa

Samstag, 4. Dezember 2021

Die Welt hinter der Welt

Draussen herrscht Nässe, Kälte und Schneetreiben. Hier im Oratorium fühle ich mich wie Albrecht Dürers "Hieronymus im Gehäuse". Meditativ, hermeneutisch ganz in alte Bücher und Schriften vertieft, eine eigene Welt in der Welt. Ähnlich wie Manfred Kyper meinte mit der "welt hinter der Welt", oder auch Görres der schrieb: "Hinter der Welt ist Magie". Man muss im Dunkel gehen können um die Sterne zu erkennen. In der "Dunkelheit" lüften sich die Schleier der Maja und dem Suchenden wird ein Bild von der wirklichen Wirklichkeit der Welt erlaubt. 
hukwa

Mittwoch, 24. November 2021

Hermeneutische Astrologie

 In letzter Zeit wieder viel mit Astrologie beschäftigt. Ich sehe diese als eine hermeneutische Disziplin, das Horoskop als Geburtsmandala, also nicht im Sinne herkömmlicher traditioneller Astrologie. Für mich ist sie reine Erfahrungswissenschaft. Die Beschäftigung mit ihr ist der Versuch sich in das komplexe Netz der Energieströme gefühlsmäßig einzuschalten. Man benötigt hierzu eine gewiße Erfahrung. Im Horoskop sehe ich in erster Linie ein symbolisches Abbild kosmischer Einflüsse und akausaler Zustände. Mit Zukunftsschau hat dies nichts zu tun - sondern es ist die Schau in ein kosmisches Geschehen in das der Mensch eingebunden ist. Alles Leben auf dem Planeten Erde wird zu allen Zeiten von der Wechselwirkung kosmischer und irdischer Kräfte bewegt. Dies ist die Basis hermeneutischer Astrologie.Eine solche Erfahrungswissenschaft kann man als hermetisch-philosophisch bezeichnen. 
hukwa

Dienstag, 16. November 2021

Ein papierenes Laboratorium

 Heute Morgen habe ich folgendes gelesen: Nützlicher als ein Haus zum Wohnen, als eine Grabkapelle im Westen, besser als ein festgemauertes Schloß oder ein Denkmal im Tempel ist ein Buch, denn Menschen sterben und vergehen, und ihr Name wäre vergessen, wenn nicht die Schrift die Erinnerung  an sie wachhalten würde, denn Geschriebenes wird von Zeit zu Zeit wieder Jung für das Gedächtnis", aus einem alten ägyptischen Papyrus. Seit 1990 schreibe ich durchgehend Tagebuch (handschriftlich in gebundene Schreibbücher) inzwischen sind über 10 000 D4 Seiten gefüllt. Ein papierenes Laboratorium. 
hukwa

Sonntag, 9. Dezember 2012

Der Hermeneutiker

Lesend lauschend
hinein sich denkend
in das vergilbte Wort
im uralten Buch
bereitet es Freude
im geheimen Zirkel zu lesen
in diesen alten Urkunden zu stöbern
sich wälzen durch die literarischen Jahresringe bewegend
versinken in die vergangenen Jahrhunderte
bringt er den alten
Weinstock wieder zum erblühen.
hukwa