Donnerstag, 7. Juli 2011
Mittwoch, 6. Juli 2011
Sommerliches Blühen
das Laub
die Wiese
die Blumen
das erblühen
es ist unser Trost
im Trivalen Sein
wenn jedes Jahr wieder
die Blumen blühen.
hukwa
Dienstag, 5. Juli 2011
Im Innern der Eiche 2 - Gedicht auf ein Bild
eine uralte Eiche
meine Eiche
knorrig und von Blitzen zerfetzt
steht sie in ihrer Meditation
nahe bei dem dunklen Waldteich
über und über mit Porlingen bewachsen
ist sie ein Gedanke der alten Götter
ein Teil ihrer Erinnerung
Im Rhytmus meines Atems
fliegen die Hornissen hier ein und aus
Hornissentanz
im sich-vollenden und welken
von hier aus Lausch ich dem Sphärenklang
beobachte das Spiel
des myriadenfältigen Lebens des Waldes
aus einem Stoff
und Sternenstaub gewoben sind wir
meine alte Eiche und Ich.
hukwa
Einsam in den Wäldern
des Waldgängers andächtiges Lauschen
es ist das fallen von Fichtenzapfen
über das Gefühl zeit nachzusinnen
des Vogels Lied
worinnen man sich im Lauschen übt
es ist die Ganzheitlichkeit der Natur
geschrieben auf Waldboden
durch des Hasen Spur
es ist sanftes Seelenerbeben
sich Einsam in den Wäldern zu bewegen.
hukwa
Montag, 4. Juli 2011
Ich bin ein funkelnder Stern
in der Kehre des Seins
Zuhause bin ich in den Äonen von
Planetensystemen
Heute schlafe ich den irdischen Schlaf
Morgen erwache ich zu kosmischen Bewusstsein
So lebe ich dieses Leben in irdischen Ringen
steige hoch in den Pipal Baum
um Erkenntnis zu erlangen
Meine wirkliche Gestalt kann ich hier nicht wahrnehmen
Dafür kann ich meinen Geist benennen
der ein funkelnder Stern ist
in der Kehre des Seins.
hukwa
Sonntag, 3. Juli 2011
Sperberjagd
werfen die Buchen ins Tal
der Häher rief zweimal
die Haselmaus sich im Wurzelstock versteckt
Meisengezwitscher erstirbt
ein Schatten durch die Baumkronen fliegt
Federn fallen
Sperberjagd.
hukwa
Donnerstag, 23. Juni 2011
Montag, 20. Juni 2011
Pans Garten
Fingerhut und Distel
stehen in ruhigen Opferbrand
überragen Margerithe und wilde Möhren
stehn wie Pans göttliche Standarten
in meinem verwilderten Garten.
hukwa
Wotan - Odin
rang ich in den Nächten mit riesischen Mächten
ohnmächtig zwischen den Zeiten
harrend meines göttlichen Anspruches
stürzte ich in die tiefe Nacht
neun Nächte hing ich
mit Liedrunen band ich
die tödliche Macht
ich bin der Gestaltende
Wotan der Waltende
Odin der Erkennende
der alles benennende
der ewig handelnde
alles verwandelnde
alles umfassende
Geist
und nach neun Nächten
am stürmischen Baume
bin ich der Andere
ewig vertauschende
immer Berauschte
Odin der Wandelnde
bin ich der Alte
immer der Gleiche
ewig entweichende
niemals Erreichte
dunkele Gott
wenn in den Nächten die Seele erbebt
bin ich der Waltende
ewig Gestaltende
immer Bewahrende
dunkele Gott.
hukwa
Donnerstag, 16. Juni 2011
Im alten Garten
Oft gehe ich dann hinein in die bunte Farbenvielfalt des alten Gartens, schmecke, rieche und schaue die Schönheiten der alten Erdmutter. Mehr träumend als denkend bewege ich mich dann unter den Pflanzen. Und ich weiß, ich bewege mich unter wirklichen Freunden.
hukwa
Kunst und Natur
hukwa
Mittwoch, 15. Juni 2011
Kindheit des Hans Wagner
Wie vom Lied des Dompfaffs getragen
steigts aus silbernen Nebeln empor
aus dem Murmeln der Buchen und Eichen
steigts wie Nebel aus Waldesschluchten
aufwärts zum Vollmond mein einsames Lied.
Wenn der erste Stern noch erbleicht
und die Strophe der Amsel leicht
noch im ersten Licht geborgen
wird es in die Welt getragen
wie der Waldunke rufen und klagen.
Wie die Weide harrt am Moore
ganz in Traum und Raum vergessen
tue ich heute ermessen
die Stimme die ich einstmals war.
hukwa
Dienstag, 14. Juni 2011
Archaischer Ausdruck in meiner Malerei
Während des Malaktes denke ich weniger in Zyklen oder Perioden in der Regel bin ich ganz im momentanen Bild und seinen Symbolen gefangen. Wohl mit ein Grund das ich meistens an mehreren Gemälden gleichzeitig arbeite. In der Regel an einem Gegenständlichen und einem abstrakten. Die Ästhetik interessiert mich anfangs dabei überhaupt nicht, vielmehr spüre ich in mir einen Willen der mich zu ganz archaischen Ausdruckswerten führt. Eine Art Dionysischer Farbenrausch und erst wenn alles herausgemalt ist was an Symbolik im Unterbewusstsein nach oben dringt stellt sich der Apollonische Effekt ein. Hier begegnen sich dann das mythische und das mystische, der Traum, die Erinnerung und das Unbewusste, sind sie auf Leinwand gebannt dann erst kommt das ästhetische und das Versöhnende in das Gemälde.
hukwa
Montag, 13. Juni 2011
Königskerzen
Sie leuchten im Wettstreit mit der Sonne. Königskerzen! In einem einsamen Waldtal stehen sie andächtig und meditativ. Der kreis der gelben Königinnen ist so angeordnet, das er einen Eingang hat. Die Natur hat ihn nicht vollkommen geschlossen. Es ist als lade Mutter Erde uns ein einen heiligen Hain zu betreten. Ich trete oft hier ein, setze mich zu den gelben Waldfrauen und bewundere ihr graziles Wachstum. Ich erfreue mich an ihrem wunderbaren Gelb. Es wirkt nicht wie das gelb der Sonnenblumen, nein, diese Strahlkraft hat etwas ätherisches, etwas Seelenhaftes an sich ähnlich der Färbungen eines Zitronenfalters, denke ich dann oft, irgendwie jenseitig. Jeden Sommer stehen sie wieder da. Jeden Sommer begrüße ich sie aufs Neue in meinem Leben würde etwas fehlen, würden sie hier einmal nicht mehr erblühen, erscheine mir sie doch wie wesen aus einem Zwischenreich.
hukwa
Stille im Park - Eine Tagebuchaufzeichnung
Ich halte mich gerne hier auf. Der park atmet die Vergangenheit aus sich heraus. Wenig Menschen trifft man an den Werktagen hier, ein richtiges ländliches Idyll ist der Schlosspark. Im Sommer ist er mir oft Freilandatelier. Ein Dornröschenschlaf hat hier im Laufe der Jahre stattgefunden, nur langsam erwacht er daraus, das ist schade. Die alte Efeuumrankte Mauer verbergt ihn vor der Außenwelt. Das alte schöne Schloss das dem Park seinen Namen gibt, lässt in Vollmondnächten die Zeit still stehen. In solchen Nächten sitze ich oft hier, den Blick auf das alte Schloss gerichtet. Dann passiert es manchmal das ich Dinge sehe, die andere nie sehen werden. Nach Westen hin stehen uralte Eichen an denen der Efeu hochklettert. Ein großer starker Hickorry Baum wirft früh im Sommer schon seine Früchten. Dann vermengt sich der feuchte Grasgeruch mit dem süßlichen Duft der Hickorry Nüsse. Der Boden ist auf dieser Seite überall mit Bruchholz bedeckt, mit abgestorbenen Blättern und Ästen, Moosen und Buschwindrösschenkraut, dazwischen einige Lupinen und Weiderösschen sowie das gelbblühende Habichtskraut – alles erschein abgelegen.
Gerne sitze ich hier und lausche dem Seufzen der alten Bäume. Stille umgibt mich. Wenn die Dämmerung kommt suchen die Krähen, die tagsüber die umliegende Felder bevölkern, ihre Schlafbäume hier auf.
Wenn ich im Herbst hier sitze, passiert es das irgendwann in den Abendstunden über mir ein wundersames Schnattern ertönt, die Wildgänse ziehen dann über mir vorüber. Ich beobachte mit Wehmut wie sie schnell in der ferne verschwinden und denke wäre ich doch jetzt Nils Holgerson und könnte mitreisen. Ich sehe sie schon nicht mehr aber höre sie noch, oft begleitet mich ihr Geschnatter noch im Traum. Jede Zeit hat hier ihr eigenes Ortbewusstsein.
Am Morgen ist der Geruch im Park anders als am Mittag oder Abend. Sogar im Winter kann man hier den Schnee riechen. Und es erscheint mir bei Neuschnee als würde der Schöpfer des Universums, jede einzelne Schneeflocke bewusst dort hinfallen lassen wo sie hingehört. Zu gewissen Zeiten herrscht hier jene Stille vor die mich in die Zeitlosigkeit verzaubert. Das ist die Magie dieses alten Parks.
hukwa
Freitag, 10. Juni 2011
Über die freie Entscheidungen des Künstlers oder bilde Künstler, bilde!
hukwa
Donnerstag, 9. Juni 2011
Malerei als transzendentaler Akt
hukwa
Mittwoch, 8. Juni 2011
Von den Elementarwesen
Sie sind die Sprache der Frühlingsgöttin Aurora, Kinder von Ostara, umgeben von Mythen und Geheimnissen, sind Wohnorte von Feen und Elfen. Wildblumen. Der Dichter weiß das in ihnen ein höheres Leben waltet für ihn sind sie Träger geheimer Kräfte, was auch nicht verwundert, die meisten unserer heimischen Wildblumen sind zugleich auch Heilpflanzen. Es ist als offenbare sich in ihnen jener Zustand der Weltharmonie nach dem auch der Mensch sich sehnt.
Jede Landschaft bringt ihre eigenen Blumenarten hervor und sie sind mit den Mythen und Legenden jener Landschaft in der sie wachsen aufs engste verknüpft.
Bereits der griechische Mythos beschäftigte sich mit den Wildblumen. Im altijonischen Hymnus an Demeter heißt es: „Wir spielten und pflückten die Blumen, miteinander gemischt, Krokus, Iris und Hyazinth, Rosen, Lilien und den Narziss, den die Erde wie einen Krokus hervorsprießen ließ“. Wildblumen sind aufs engste mit dem Mythos verflochten. Auch bei Aphrodite und Artemis sind Wildblumen Offenbarungen göttlichen Seins. Die Begleiterinnen der Artemis, die Nymphen leben in den Blumen, ebenso die Blumenfeen des europäischen Märchens. Diese Nymphen und Elfen leben auf den unberührten einsamen Waldwiesen und trinken in Vollmondnächten vom Tau der wunderschönen Wildblumen. Von einer solch geheimen und romantischen Blumenwiese bringt Hippolythos in der gleichnamigen Tragödie des Euripides Wildblumen, um sie als Huldigung vor dem Altar der Artemis niederzulegen:
Dir, teure Herrin, bringe ich diesen Kranz
Von Blumenflor der nie berührten Wiese.
Wo nie der Hirte seine Schafe weidet
Und nie die Sichel klang, wo nur die Biene
Durch unberührte Fluren schwärmt im Lenz.
Man muss die Sphäre der Wildblumen auf sich einwirken lassen um in ihre Geheimnisse einzudringen. Ihr Nektar ist die Nahrung der Wesen des Zwischenreiches und ihre Blätter, Blüten, Wurzeln und Stengeln sind Arznei für die Menschen.
Die Blumenwiese, vor allem die Frühlingsblumenwiese erscheint dem Menschen der noch einen Bezug zur mütterlichen Natur in sich spürt wie ein großes Sternenmeer. Betrachten wir doch einfach eine Wiese voll gelber Löwenzahnblüten und schon nähern wir uns jener kosmischen Sphäre des „so oben wie unten“.
Wildblumen sind Mittler im platonischen Sinne zwischen irdischen und kosmischen. Sie blühen uns einen Sommer lang, erfreuen uns durch ihre Schönheit, bis ihre Strahlkraft im späten Herbst erlischt um uns im nächsten Sommer wieder zu erfreuen. So wird die Wildblume auch zur Metapher von Leben, tod und Auferstehung. Dies will uns auch der Mythos der Demeter mitteilen. In den Worten Goethes ausgedrückt: „Geprägte Form, die lebend sich verwandelt“.
Dringen wir noch etwas tiefer in das Geheimnis der Wildblumen ein. Dichtung, Sage und Märchen berichten von Blumenelfen, von Glockenfeen die bei den Glockenblumen wohnen und von Zwergen und Wichten die mit ihnen in Verbindung stehen. Die Literatur ist gefüllt mit Berichten über Begegnungen mit Elementarwesen aus dem Zwischenreich. Spuk, Märchen, Dichtung oder Aberglaube? Viele Menschen sind davon überzeugt das Naturgeister wirklich existieren. Der Glaube an eine Welt der Feen ist ja nur etwas positives. Menschen die an „gute Geister“ glauben versuchen ja nur in Harmonie mit ihrer Mitwelt zu leben. Warum greifen wir solche Menschen mit unserer aufgeklärten, materialistischen Weltanschauung immer wieder an? Warum machen wir uns lustig über solche Menschen, die „Geister sehen“?
Sind wir unbewusst neidisch auf sie weil sie etwas besitzen das uns schon lange verloren gegangen ist? Eine innere Harmonie die solche Menschen besitzen und das festhalten an das gute in der Welt? Gewiss, dies fehlt dem Materialisten und weil es ihm fehlt, kann er auch nie das Ganze sehen, sondern nur einen geringen Teil. Er sieht die Blume aber er sieht sie nicht Ganzheitlich, er schaut nur ihren Abglanz, jedoch nicht ihre platonische Ganzheit, es ist ihm unmöglich vorzudringen zu ihrem geheimnisvollen Wesen.
Bestimmt gab es einmal eine Zeit in der Menschen und Elfen gemeinsam miteinander über die gute alte Mutter Erde wandelten. Woher sonst stammen die vielen Aufzeichnungen über Begegnungen mit Naturgeistern? Warum suchen heute noch Menschen nach ihnen? Wohl deshalb weil sie diese vermissen.
Der Mythos, jener geheimnisvolle Zufluss der die „nichtalltägliche Erscheinungen“ in unser Bewusstsein trägt ist mitverantwortlich für den Glauben an das Reich der Naturgeister. Wir können den Mythos nicht bestellen, aber wenn er an uns herantritt dann können wir ihn auch nicht so einfach wieder abstellen. Wie der Astronom mit seinem Fernrohr die Sternenwelt erkundet, so kann der spirituell veranlagte Mensch den Mythos als inneres Fernrohr nutzen und die Welt der Elementarwesen erforschen. Jeder Mensch weiß heute das kleine Teilchen existieren die man nicht sehen kann und doch wissen wir um sie und erkennen sie an.. So ähnlich verhält es sich mit den Naturgeistern, sie sind vorhanden in dieser Welt, die meisten können sie nur nicht schauen. Nichts ist leichter als jene Dinge die wir nicht sehen können „schnell als Aberglauben“ abzutun. Wir können diesen Aberglauben auch anders sehen, nämlich in dem wir sagen „Aber-Ich-Glaube“ dies ist noch keine Gewissheit, aber es ist die Stufe die vor der Selbstgewissheit steht.
„Wenn wir die innere Einheitlichkeit der Natur zu erblicken uns bemühen und uns von diesem leitenden Gesichtspunkt führen lassen, so ist dies also nicht, wie man zuweilen hört, eine unnütze Ablenkung von einem rationalen, die Dinge unvoreingenommen betrachtenden Verfahren, sondern es ist überhaupt der einzige Weg, das stoffhäufende Wissen zu einem lebendigen Bildungsbesitz unseres Geistes zu machen. Alle Wissenschaft, alles gewinnen von Tatsachen gründet sich…auf das Bewusstsein des inneren einheitlichen Zusammenhanges des Vielen und seiner Mannigfaltigkeit bei lebendig schöpferischer Einheit der Natur. Das bedeutendste und überzeugendste Beispiel hierfür ist Kepler, der die Gesetze der Planetenbewegung nicht etwas schlechthin auf rechnerischem Wege fand, sondern dessen Geist geradezu in religiöser Hingabe aus dem inneren Schauen und Glauben an die Harmonie der göttlichen Gesetze im Weltall zu jener Erkenntnis kam und erst danach sie rechnerisch darzustellen verstand“. (Daque- Aus den Tiefen der Natur).
Wir leben in der Zeit des absoluten Intellekts, des absoluten Materialismus und unser Gott ist die High Tech. Schon lang hat der Mensch den Blitz vom Himmel geholt und hat damit begonnen die Biosphäre in Brand zu setzen. Weder Tschernobyl noch Fukoshima bringen die Menschheit zur Vernunft. Anstatt Harmonie und Frieden auf der Welt flackern immer mehr Kriege auf. Und in einer solchen Welt sollen Naturgeister existieren, die ja für Gewöhnlich etwas mit Harmonie und Romantik zu tun haben?
Nun, vielleicht haben die Naturgeister diese Welt gerade aus diesem Grund verlassen, weil sie um das zerstörerische Wesen des Menschen wissen. Aber wir spirituell veranlagten Menschen wollen daran glauben (einige wissen es) das es noch einige versteckte grüne Haine gibt wo sich die Spezies der Blumen-, Baum-, und Waldgeister aufhalten.
James Frazer der die größte anthropologische Odyssee der Welt schrieb und einer der besten Kenner der mythologischen Welt und der Welt der Naturgeister war, notierte im hohen Alter in sein Notizbuch: „Aufgewachsen in einer Philosophie, die die Natur entpersonifiziert und sie nur noch als die unbekannte Ursache einer Reihe von Sinneseindrücken versteht, fällt es uns schwer die Einstellung eines Wilden zu begreifen, dem dieselben Eindrücke als Geister oder als Geisterwerke erscheinen. Im Laufe der Zeiten ist das Heer der Geister, uns einst so nahe, weiter und weiter von uns zurückgewichen, vom magischen Bann der Wissenschaft vertrieben von Herd und Heim, aus verfallenen Klöstern und efeuumrankten Türmen, von durchspukten Waldlichtungen und einsamen Teichen, von treibenden Nebelschwaden, die aus dem Waldboden aufsteigen, und von jenen Wolken, die den silbernen Mond verhüllen und den goldenen Abend mit Streifen brennenden Rots überziehen. Die Geister haben sogar ihre letzte Zufluchtstätten im Himmel verlassen, dessen blaues Gewölbe nur noch für Kinder der Schirm ist, der den Glanz der himmlischen Welt vor den irdischen Augen verbirgt. Nur noch in Träumen von Dichtern oder in leidenschaftlichen Ausbrüchen der Beredsamkeit ist es uns erlaubt, einen Blick zu werfen auf das entschwindende Flattern der sich zurückziehenden Geister, das schlagen ihrer unsichtbaren Flügel zu hören, den Schall ihres hämischen Gelächters oder den Klang von Engelsmusik, der in der Ferne verklinkt“.
Man muss sich wundern wenn ein Wissenschaftler solch romantische Texte schreibt und kommt nicht daran vorbei sich darüber Gedanken zu machen ob Frazer vielleicht an Naturgeister glaubte?
Nach Jacques Brosse begannen die Feen im 18.Jahrhnundert zu verschwinden nach ihm war es „… nicht nur das Umsichgreifen der Ideen der Aufklärung, das sie vertrieb, sondern noch mehr der Ausbau der Straßen, die das Land mit einem immer dichteren Netz überzogen und immer weniger entlegene und wilde Orte zuließen“.
Dennoch- sollten sie nicht auch Heute noch in den Tiefen des Waldes, in abgelegenen versteckten Waldschluchten, bei geheimnisvollen Waldwogen und in der Nähe von quellen und alten schattigen Bäumen ihre Feenreigen tanzen?
Die im Pfälzerwald arbeitende Künstlerin Ute Knieriemen–Wagner malt seit ihrer Kindheit Feen- und Elfenbilder. Ihre Inspirationen empfängt sie bei ihren Wanderungen durch dieses große Waldgebiet. Was sieht sie dort? (Blog mit interessanten Bildern von Naturgeistern)
Nancy Arrowsmith schreibt in ihrem Buch „Die Welt der Naturgeister“: „Kinder, Dichter, Seher, Heilkundige, mit dem zweiten Gesicht Begabte und in Frieden und im Einklang mit der Natur Lebende waren im Laufe der Geschichte am besten imstande, Zugang zu den Elben zu finden.“ Und sie schreibt weiter: „Heute da sich die Naturgeister vor dem Menschen, seinen lauten Städten und verseuchten Gewässern zurückgezogen haben, ist es noch schwieriger geworden, mit ihnen in Verbindung zu treten, obwohl man sie manchmal auf dem Lande finden kann, in verlassenen Häusern, auf Berggipfeln, in Flüssen oder im freien Feld. Die meisten modernen Berichte über Begegnungen mit Naturgeistern sind jedoch derart fragmentarisch, dass sie bald wieder in Vergessenheit geraten und den Menschen, die darüber berichten, wird nicht geglaubt.“
„Die Feen“, schrieb A. Maury im Jahr 1843, „sind wohl die letzte und beständigste aller Spuren, die der Druidismus unserem Geist eingeprägt hat. Sie sind wie ein Bündel geworden, zu dem alle Erinnerung an die Antike Religion der Gallier gehören, wie ein Symbol des Druidismus, der vom Kreuz besiegt wurde, und ihr Name bleibt mit allen Denkmalen dieses Kults verbunden.“
Man kann bedenkenlos davon ausgehen dass der gesamte europäische Feenglaube vor allem in der Religion der Kelten gründet. Und zu Recht schreibt Joseph Campbell in seinen „Mythologischen Streifzügen“:… „die aus dem keltischen Feenreich eine wilde Wunderwelt heraufbeschwor: verzaubert schlafende Prinzessinnen, einsame Schlösser im gefährlichen Wald, rauchende Drachen in reifbedeckten Höhlen, der Merlinzauber, die Fee Morgane und kichernde alte Hexen, die durch einen Kuss in die schönste Jungfrau der Welt verwandelt wurden. Fast alle Einzelheiten seines Märchenlandes entnahm Europa der Phantasiewelt der Kelten“.
E.L. Gardner und Geoffrey Hodson stellen in ihrem Buch „Elfen“ die Hypothese auf es handelt sich bei der Erscheinung von Naturgeistern um Schwingungsvorgänge, um Naturenergien, sogenannte energetische Prozesse der Außenwelt, die mit den energetischen Vorgängen der Innenwelt (den Vorstellungsbildern) kommunizieren. In einem künstlerisch-schöpferischen Akt manifestieren sich Gestalten, die von zarter Konsistenz und kurzer Lebensdauer (oder Erscheinungsdauer? Anm. des Verfassers) sind. Die Wahrnehmung von Elementarwesen hängt also von der Innenwelt des Betrachters ab.“ (Sigrid Lechner-Knecht: Die Hüter der Elemente).
hukwa
Dienstag, 7. Juni 2011
Geomantie und Malerei
hukwa
Montag, 6. Juni 2011
Merlins Zauberregen
leise gegen das Fenster trommelt
ist es als schlage
ein Schamane seine Zaubertrommel
Nachts wenn der Mairegen
uns seine Nachrichten mitteilt
ist es als komme
wie ein Phönix aus der Asche
Merlin aus dem reich des Unbewussten
und zieht seine Kreise
am dunklen Himmel schwebend
über dem Land
Nachts wenn der Mairegen sacht gegen die Fenster trommelt.
hukwa
Freitag, 3. Juni 2011
Mittwoch, 1. Juni 2011
Niedergeschriebene Meditation bei Kerzenschein
hukwa
Dienstag, 31. Mai 2011
Bemerkung zu meiner Meditationsnische
hukwa
Montag, 30. Mai 2011
Heimatkundliches Bewusstsein als Einstieg in die praktische Geomantie. Ein Versuch heimatliches Erleben und Erdenergien zu verbinden
Das Trippstadter Schloss gehört zu den wenigen guterhaltenen pfälzischen Profanbauten und wichtigeren Baudenkmälern aus der Zeit der politischen Kleinstaaterei in Deutschland vor Ausbruch der französischen Revolution.
Erbaut wurde es 1766 von dem kurpfälzischen Obristjägermeister Franz Karl Josef Freiherr von Hacke und dessen Frau, Amöna Maria Karolina, geborene Freiherrin von Sturmfeder.
Wenn man den ästhetischen Aspekt des ländlichen Raumes um Trippstadt erfasst, so steht das Schloss an einem idealen Platz. In dichter Nachbarschaft die ebenfalls von Hacke erbaute katholische Kirche und hinter dem Schloss schließt gleich der Park an.
Wenn wir am frühen Morgen an den alten efeuumrankten Schlossparkmauern unter den mächtigen Altbäumen stehen, haben wir einen wunderschönen Ausblick in Richtung Karlstal und auf den Hochwald der dieses romantische Tal in einem grünen Kranz von Wäldern umschließt.
Genau von diesem Aussichtspunkte aus wird für den Parkbesucher der emotional erlebbare Erholungswert den die Trippstadter Landschaft besitzt besonders erfahrbar.
Etwa 15 Minuten Wegstrecke ist von hier die Entfernung zur Burgruine Willenstein. Die Geschichte des Trippstadter Schlosses und des Ortes Trippstadt beruht auf derjenigen von Burg und Amt Willenstein und bildet deren neuere Fortsetzung.
Die alte Burg erscheint schon früh in alten Urkunden als Reichslehen der Grafen zu Leiningen, welche im ersten Drittel des 12.Jahrhunderts die Besitzung den Herrn von Willenstein in Afterlehen gaben. Als eigentlicher Stifter der Willensteiner Linie wird aber erst Marbod, ums Jahr 1219 genannt.
Mit dem schon 1347 erfolgten Aussterben dieser Linie fiel das Lehen wieder an die Leininger zurück. Dieselben behielten es jedoch nicht für sich, sondern gaben es, nunmehr in zwei Hälften oder Huben, wieder in Afterlehen: die vordere, daher auch Falkensteiner Hub genannt, an die Grafen von Falkenstein, die hintere oder Flörsheimer Hub an Frau Agnes von Stein.
Die Lehenhoheit über den Falkensteiner Anteil erlangte im leiningischen Erbschaftsstreit ums Jahr 1481 Kurfürst Philipp von der Pfalz. Als sich jedoch 1664 langwierige Streitigkeiten wegen dieser Hube entspannen, erhielt sie im Jahre 1716 der kurpfälzische Obristjägermeister Freiherr von Hacke zu Schwainspaint als Entschädigung für die Richterämter Salern und Saidlern zu Kurpfalz in Erblehen.
Aus dem Sichtwinkel der Geomantie enthält die Trippstadter Landschaft, ausgehend vom Schloss- und Schlosspark, alle Objekte die sie für diese Wissenschaft und Kunst interessant macht.
Kulturdenkmäler finden sich sowie Sehenswürdigkeiten, Berggipfel, Waldbesäumte Täler, Quellen und Bäche, bestimmte Vegetationsformen- und Arten, alles Koordinationspunkte die eine Landschaft prägen die für die Geomantie wichtig ist.
Mit dem anschließenden Karlstal und der höher gelegenen Amseldell befinden wir uns hier in einer der ganz individuellen, spirituellen und sakralen Landschaften des Pfälzerwaldes.
Wenn wir nun während einer Wanderung die äußere Landschaft als Erfahrung in unseren inneren Besitz nehmen, wird in uns sozusagen die „die innere Landschaft“ erweckt. Diese ist ein gedankliches Abbild unserer „Mitweltwahrnehmung“. Ich betone: Mitwelt- nicht Umwelt! Die Umwelt ist das uns umgebende- die Mitwelt aber ist die Welt in der wir leben, die wir Mit- nehmen vom außen ins Innern. Wir machen uns also ein realistisches Bild der Landschaft und Ver – Innern diese und erst jetzt können wir die Erfahrung der spirituellen Landschaft und Mitwelt machen. Platonisch gesprochen könnten wir auch sagen: all das was uns hier begegnet liegt eine metaphysische Idee, ein platonisches Urbild zu Grunde.
Geomantie ist eine Erfahrungswissenschaft. Die Erdkräfte, die Energieströme über die wir in der Geomantie sprechen will man natürlich auch spüren, in der Regel muss man lernen diese Kräfte in sich zu sammeln und zu konzentrieren.
Ich spreche von der Empfänglichkeit die wir benötigen um den Strom der Erdkräfte zu erfahren, also das auf- und abschwingen der kosmischen Energie.
Es ist eigentlich nur eine Übung sich auf diese Energieströme einzustimmen. Mit gezielten Übungen sensitivviert man sich und nimmt die Gegenwart als Energiestrom auf. Was Anfangs als verschwommen aufgenommen wird können wir bald als Erlebnis spüren.
Als nächstes werden wir spürbar erfahren dass wir in die jeweilige Landschaft hineingehören oder zumindest mit ihr verbunden sind, dass wir ein Teil von ihr sind, wir sind mit der Natur und der Geschichte der Landschaft verbunden. Das Gefühl für die uns umgebenden und in uns einfließende Energieströme wir unmissverständlich wahrgenommen. Es handelt sich um ein definitives Einströmen von kosmischer und erdenergetischer Strömung. Wir spüren sehr bewusst dieses neue Gefühl, das wir nun der uns umgebenden Landschaft entgegenbringen. Es ist der Moment wo die bisher profane Landschaft etwas sakrales erhält.
In seinem Buch „Das Geheimnis der Labyrinthe“ schreibt Nigel Pennick: „ Bei den erst in den Jahren um 1960 von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommenen „Erdmysterien“, die in den siebziger Jahren zum Gegenstand eingehender Untersuchungen wurden, geht es unter anderem um überlieferte und reale Wahrnehmungen subtiler Kräfte in der Erde. Diese Kräfte wurden in den vorwissenschaftlichen und vorindustriellen Kulturen als Realität anerkannt und manifestierten sich in der Vorstellung der Menschen in der Gestalt nichtmenschlicher aber noch fühlender wesen, die man als Gnomen, Kobolde, Trolle, böse Geister und Drachen bezeichnete. Man glaubte, diese Kräfte ließen sich besonders an geweihten Orten von Menschen spüren, die besonders sensibel auf solche Dinge reagierten. Diese geheimnisvollen Erdkräfte, um die es bei den Erdmysterien geht, hat man als das subtile „fünfte“ Element bezeichnet, das allen Dingen ihre Kraft verleiht. Dieses Phänomen ist in allen vorindustriellen Kulturen eine Realität und in der ganzen Welt unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. In keltischen Ländern hieß es „mwyvre“.“
hukwa
Donnerstag, 26. Mai 2011
Goldgelber Ginster
Goldgelber Ginster
Das Fest deiner Farben ist wunderschön
Süß hängt dein Duft
in warmer Mailuft
Goldgelber Ginster
blühe dem Sommer entgegen.
hukwa
Montag, 23. Mai 2011
Rückkehr
Du wundersame Märchenwelt
Wieder achtend
Gräser Blumen Bäume
Seid von mir gegrüßt
Geister Wesen und Wichte
Die euch nicht kennen
Die sind auch nicht wichtig
Doch wir
Druiden Schamanen und Hexen
Sind Blätter des Lebensbaumes
Beschrieben in Runen und Hexagrammen
Wir singen die Lieder
Die von den Alten schon gesungen
Wir erkennen das leben
Das quillt aus den uralten Brunnen
Nur
Wer
Kann uns verstehen
Da wir reden in
Märchen Sage und Metapher
Wir Wissen
über die Güte von Baum und Strauch
Werden erwachen mit Pflanzengewächs
Müssen gemeinsam Kämpfen
Mit Wicht mit Zwerg mit Baum.
hukwa
Sonntag, 22. Mai 2011
Erdung
zwischen Birken Farnen und grünbemoosten Felsen
sanft zwitschert der Zaunkönig
durch die Dämmerung schleicht der Fuchs
Stille Nebel Feuchtigkeit
Harzgeruch Spinnweben
in dieser Einsamkeit
Aber es ist die Welt
wenige Kilometer von hier
die geräusche der Konsumgesellschaft
das Herz des Turbokapitalismus pocht Unerbittlich
sein Computergehirn denkt rational präzise
Hier aber hat die Erde noch ihre alte Bedeutung
Die Menschheit erzieht ihre Kinder
im unerbitterlichen Gütesiegel des Egoismus
aber hier in der Stille
werden meine Gedanken still
die Erde
ein einziges Ritual
der Schwarzspecht klopft
ich verstehe seine Sprache.
hukwa
Samstag, 21. Mai 2011
Oberons Horn
Oberons Horn
Einmal will ich noch hören
des zwergenfürsten Goldenes Horn
Erschall in Elfenmelodien
Lass mich aus der Gefangenschaft ziehen
in neue Sphären hineinsehen
in tiefere Daseinsgründe
Erschall endlich
uraltes Horn
übertöne der Neuzeit Hohn
das Tuben Hupen und Geplärre
kein Sklave wird es jemals hören
nur dem Adepten tönt es offen
in seine Seele ein
Die Zeit ist reif ich bin bereit
meine Gefangenschaft zu verlassen
Darum ertön Oberons Horn
deinem Echo will ich folgen.
hukwa
Waldquelle
ich will noch nicht gehen
singendes Gefels
wieder will ich dir lauschen
in grüne Moose hingestreckt
öffne ich dir mein Ohr
lausche deinem Sange
denn fernen urhaften Lauten
dem rieseln und Waldesrauschen
wie ich es als Kind so oft tat
will ich bei dir Schweigen
harren dem Bildnis
des Inneren Geschautem.
hukwa
Donnerstag, 19. Mai 2011
Abend im Wald
ohne ihnen ein kleines Geheimnis abzuringen
wachsam will ich sein
wie der Zaunkönig dort
auf dem Sandstein
die wilde Rosen blühen wieder
die Götter schenken sie uns als lebende Funken
Ein Frühlingstag im Wald
rauschende Baumwipfel
das Gezwitscher der Vögel
Stimmungen
ich schau die wilde Rose an
der ganze Busch
ist ein gefallener Engel.
hukwa
Dienstag, 17. Mai 2011
Alte Wanderwege
meine alten Wanderwege
die ich gegangen bin und die
mich führten
zu hohen Geistgefilden
zu Waldbrunnen und Bäumen
euch gilt mein Sehen
euch gilt mein Verlangen
ihr alten Wanderwege
die ich so oft gegangen.
hukwa
Über objektive Spiritualität
hukwa
Montag, 9. Mai 2011
Heimatkundliches Bewusstsein als Einstieg in die praktische Geomantie Ein Versuch heimatliches erleben und Erdenergien zu verbinden
Das Trippstadter Schloss gehört zu den wenigen guterhaltenen pfälzischen Profanbauten und wichtigeren Baudenkmälern aus der Zeit der politischen Kleinstaaterei in Deutschland vor Ausbruch der französischen Revolution.
Erbaut wurde es 1766 von dem kurpfälzischen Obristjägermeister Franz Karl Josef Freiherr von Hacke und dessen Frau, Amöna Maria Karolina, geborene Freiherrin von Sturmfeder.
Wenn man den ästhetischen Aspekt des ländlichen Raumes um Trippstadt erfasst, so steht das Schloss an einem idealen Platz. In dichter Nachbarschaft die ebenfalls von Hacke erbaute katholische Kirche und hinter dem Schloss schließt gleich der Park an.
Wenn wir am frühen Morgen an den alten efeuumrankten Schlossparkmauern unter den mächtigen Altbäumen stehen, haben wir einen wunderschönen Ausblick in Richtung Karlstal und auf den Hochwald der dieses romantische Tal in einem grünen Kranz von Wäldern umschließt.
Genau von diesem Aussichtspunkte aus wird für den Parkbesucher der emotional erlebbare Erholungswert den die Trippstadter Landschaft besitzt besonders erfahrbar.
Etwa 15 Minuten Wegstrecke ist von hier die Entfernung zur Burgruine Willenstein. Die Geschichte des Trippstadter Schlosses und des Ortes Trippstadt beruht auf derjenigen von Burg und Amt Willenstein und bildet deren neuere Fortsetzung.
Die alte Burg erscheint schon früh in alten Urkunden als Reichslehen der Grafen zu Leiningen, welche im ersten Drittel des 12.Jahrhunderts die Besitzung den Herrn von Willenstein in Afterlehen gaben. Als eigentlicher Stifter der Willensteiner Linie wird aber erst Marbod, ums Jahr 1219 genannt.
Mit dem schon 1347 erfolgten Aussterben dieser Linie fiel das Lehen wieder an die Leininger zurück. Dieselben behielten es jedoch nicht für sich, sondern gaben es, nunmehr in zwei Hälften oder Huben, wieder in Afterlehen: die vordere, daher auch Falkensteiner Hub genannt, an die Grafen von Falkenstein, die hintere oder Flörsheimer Hub an Frau Agnes von Stein.
Die Lehenhoheit über den Falkensteiner Anteil erlangte im leiningischen Erbschaftsstreit ums Jahr 1481 Kurfürst Philipp von der Pfalz. Als sich jedoch 1664 langwierige Streitigkeiten wegen dieser Hube entspannen, erhielt sie im Jahre 1716 der kurpfälzische Obristjägermeister Freiherr von Hacke zu Schwainspaint als Entschädigung für die Richterämter Salern und Saidlern zu Kurpfalz in Erblehen.
Aus dem Sichtwinkel der Geomantie enthält die Trippstadter Landschaft, ausgehend vom Schloss- und Schlosspark, alle Objekte die sie für diese Wissenschaft und Kunst interessant macht.
Kulturdenkmäler finden sich sowie Sehenswürdigkeiten, Berggipfel, Waldbesäumte Täler, Quellen und Bäche, bestimmte Vegetationsformen- und Arten, alles Koordinationspunkte die eine Landschaft prägen die für die Geomantie wichtig ist.
Mit dem anschließenden Karlstal und der höher gelegenen Amseldell befinden wir uns hier in einer der ganz individuellen, spirituellen und sakralen Landschaften des Pfälzerwaldes.
Wenn wir nun während einer Wanderung die äußere Landschaft als Erfahrung in unseren inneren Besitz nehmen, wird in uns sozusagen die „die innere Landschaft“ erweckt. Diese ist ein gedankliches Abbild unserer „Mitweltwahrnehmung“. Ich betone: Mitwelt- nicht Umwelt! Die Umwelt ist das uns umgebende- die Mitwelt aber ist die Welt in der wir leben, die wir Mit- nehmen vom außen ins Innern. Wir machen uns also ein realistisches Bild der Landschaft und Ver – Innern diese und erst jetzt können wir die Erfahrung der spirituellen Landschaft und Mitwelt machen. Platonisch gesprochen könnten wir auch sagen: all das was uns hier begegnet liegt eine metaphysische Idee, ein platonisches Urbild zu Grunde.
Geomantie ist eine Erfahrungswissenschaft. Die Erdkräfte, die Energieströme über die wir in der Geomantie sprechen will man natürlich auch spüren, in der Regel muss man lernen diese Kräfte in sich zu sammeln und zu konzentrieren.
Ich spreche von der Empfänglichkeit die wir benötigen um den Strom der Erdkräfte zu erfahren, also das auf- und abschwingen der kosmischen Energie.
Es ist eigentlich nur eine Übung sich auf diese Energieströme einzustimmen. Mit gezielten Übungen sensitivviert man sich und nimmt die Gegenwart als Energiestrom auf. Was Anfangs als verschwommen aufgenommen wird können wir bald als Erlebnis spüren.
Als nächstes werden wir spürbar erfahren dass wir in die jeweilige Landschaft hineingehören oder zumindest mit ihr verbunden sind, dass wir ein Teil von ihr sind, wir sind mit der Natur und der Geschichte der Landschaft verbunden. Das Gefühl für die uns umgebenden und in uns einfließende Energieströme wir unmissverständlich wahrgenommen. Es handelt sich um ein definitives Einströmen von kosmischer und erdenergetischer Strömung. Wir spüren sehr bewusst dieses neue Gefühl, das wir nun der uns umgebenden Landschaft entgegenbringen. Es ist der Moment wo die bisher profane Landschaft etwas sakrales erhält.
hukwa
Donnerstag, 5. Mai 2011
Geh in die Wälder
Sri Nisargadatta Mahara
Wo können wir uns besser kennen lernen als in der inneren Stille und der Stille der Natur. Nach taoistischer Auffassung führen zwei Wege zur Erleuchtung, ming oder ontologische Erkenntnis, und ching oder Stille. Beides finden wir auch in der Natur vor. Ja, es ist der Natur inhärent auch ontologische Erkenntnis finden wir in der Natur. Wer wenn nicht Mutter Natur kann uns die wahren Weisheiten lehren. Nämlich im Sinne von Bernhard von Clairvaux:
Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird.
Bernhard von Clairvaux
Dieser Spruch ist sehr taoistisch finde ich.
hukwa
Mittwoch, 4. Mai 2011
Spirituelle und reale Landschaft
Kulturdenkmäler, Sehenswürdigkeiten, Berggipfel, Waldbesäumte Täler, Quellen und Bäche, bestimmte Vegetationsformen und -arten, alles Koordinationspunkte die eine Landschaft prägen, die für die Geomantie interessant ist.
Mit dem wildromantischen Karlstal und der höher gelegenen Amseldell, mit dem Schaderkopf als Kraftplatz und der Diana- Höhle mit ihrem Bildnis, dem versteckten Felsenbrunnen und einigen einsam gelegenen Waldwoogen sind die Voraussetzungen für eine schamanistisch und geomantisch geprägte Landschaft vorgegeben. Dazu der geheimnisvolle Geomantiepfad mit seinen verschlungenen Seitenpfaden führen den Geomanten recht bald zu den hier vorhandenen Ley Lines.
hukwa
Über die Harmonie des Universums
hukwa in Anlehnung an die "Goldene Blüte".
Nachtwanderung entlang des Geomantiepfades
Suche nach neuen Landen, sondern im Besitz
neuer Augen.
Marcel Proust
Vergangene Nacht habe ich eine Wanderung entlang des Geomantiepfades unternommen. Ich beobachtete das kosmische Schauspiel am Universum lief lange und weit und setzte mich schließlich an einer Waldquelle unter einer alten verknöcherten Eiche nieder. Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt sind der niemals endende Kreislauf unserer kosmischen Heimat schien mir die alte Eiche zuzuflüstern. Von Moment zu Moment sind wir Teil des lebendigen Schöpfungsprozesses dieses sich immer wiedergebärenden Universums. In solchen Nächten wird man zur puren Energie und spürt so ganz deutlich die Tiefen Verbindungen mit unserer Mitwelt Mutter Natur.
hukwa
Montag, 2. Mai 2011
Anleitung zum Bau einer Schwitzhütte
Seit über 15.Jahren führe ich im Jahr mindestens zwei Schwitzhüttenrituale durch. Bisher habe ich diese Workshops und Zeremonien nicht fotografisch dokumentiert und zwar aus Rücksicht auf meine Kursteilnehmer. Ich möchte nun einmal berichten wie man eine Schwitzhütte baut, weil ich in letzter Zeit mehrmals darauf angesprochen wurde.
Als erstes muss man einen guten Platz ausfindig machen. Hierbei sollte man sich Zeit lassen und so lange suchen bis man in sich selber spürt dies ist der „richtige Platz“, dieser Platz wird uns finden wir nicht ihn.
Wenn uns der Platz gefunden hat sollte man ihn „einsegnen“, d.h. mit Kräutern beschmücken und einige Zeit meditativ dort verharren.
Wir beginnen mit dem Bau der Schwitzhütte in dem wir die Steingrube ausheben. Diese ist in der Regel in der Mitte der Schwitzhütte, kann aber auch an der Seite neben dem Eingang sein. Wir heben ein ca.40cm tiefes Erdloch aus mit einem Durchmesser von etwa 70cm. Das ausgehobene Erdmaterial wird für den Bau des Opferaltars gebraucht. Diesen Altar errichten wir etwas seitlich zwischen dem Pfad von der Schwitzhütte zur Feuerstelle. Ob wir das Feuer im Osten oder Westen planen ist von der örtlichen Topografie abhängig.
Zwischen dem Rand der Steingrube und dem Rand der Feuergrube sollten genau 7.oder 9. Schritte liegen. Die 7.und 9. sind schamanische Zahlen. Der Schamane spricht von sieben oder neun Himmeln, der Weltenbaum hat sieben oder neun Äste und sieben oder neun Hilfsgeister besitzt ein Schamane.
Es ist wichtig das wir die Feuergrube rund ausheben, sie symbolisiert gleichzeitig das Medizinrad, Erde und Kosmos. Mit dem ausgehobenen Material wird hinter der Feuergrube ein Wall aufgeschüttet. Die oberste Erdschicht stechen wir ab um sie später wieder auf natürliche Weise der Erde zurück geben zu können. So wird das Gras leichter wieder anwachsen.
Jetzt benötigen wir 27. oder 29. Steine. Wir suchen sie nicht, sie „finden“ wieder uns. Dort wo wir die Steine „finden“ hinterlassen wir als Opfergabe ein wenig Tabak oder getrocknete Kräuter, damit das Energiefeld keinen Schaden bekommt. Es ist sehr wichtig nach dem Tiefenökologischen Grundsatz zu arbeiten: Nicht nur nehmen sondern auch geben!
Jetzt werden Weidenruten oder Haselzweigen geschnitten. Beide Sträucher Hasel- und Weide besitzen eine vielseitige geheimnisvolle Mythologie. Nach Möglichkeit schneiden wir diese Zweigen zur Zeit des Neumondes so nehmen die Pflanzen keinen Schaden. Mit Tabak, Kräutern und etwas Meditation bedanken wir uns bei den Bäumen.
Jetzt können wir mit dem Bau der Schwitzhütte beginnen:
Vom Rande der Steingrube wird ein großer Schritt nach vorn gemacht. Das Loch in das wir die Weidenzweige stecken, bohren wir mit einem Holpfahl mindestens 20cm tief vor. Genau auf der gegenüber liegenden Seite- wieder ein Schritt vom unteren Rand der Steingrube entfernt- wird die nächste Rute gesteckt. Jetzt biegen wir die Weiden gegeneinander zu und binden sie fest so das ein Bogen entsteht. Etwa 150cm soll die Höhe des Bogens betragen. Die ersten beiden Bogen müssen parallel stehen, genau über der Steingrube, von Ost nach West. Die nächsten beiden Bogen verbinden Nord- und Süd miteinander. In die Diagonalen kommen auch je zwei parallele Bogen, so das bis jetzt acht Bogen gebaut sind. Jetzt setzen wir einen weiteren Bogen so dass wir auf die Schamanistische Zahl neun kommen.
Nach dem das Eingangstor mit einer kleinen Rute festgebunden ist wird die ganze Schwitzhütte auf ihre Festigkeit überprüft. Überstehende Ruten werden abgeschnitten und um den Altar herum in die Erde gesteckt.
Auf den Altar legen wir Kraftobjekte, Kräuter und Tabak. Vor die Hütte stecken wir einen langen Stab aus Eibe oder Eschenholz (eine andere Holzart tut’s auch) dieser repräsentiert den Welten- und Lebensbaum.
Die fertige Schwitzhütte decken wir mit Tüchern aus Wolle oder Leinen ab. Den Boden legen wir mit Farnen, Salbei und Beifuß aus. Jetzt bereiten wir die Feuerstelle vor. Wir stapeln trockene Äste so das ein tragfähiges Gerüst entsteht. Auf dieses Gerüst werden die Steine pyramidenförmig aufgebaut. Nun werden längere Holzscheite gegeneinander aufgestellt. Die Zwischenräume füllen wir mit Kleinholz und zum Schluss werden große Buchenholzscheite angelehnt.
Jetzt entzünden wir das Feuer und ziehen uns zur Meditation zurück. Nach ca. 4.Stunden sind die Steine genügend erhitzt. Die Feuerfrau oder der Feuermann tragen mit einer Schaufel nun diese Steine in die Schwitzhütte. Von jetzt an sammeln wir unsere eigene Erfahrungen.
Das nächste Schwitzhüttenritual findet am 15.6. 2011 bei Vollmond statt. Wer Interesse hat mitzumachen kann sich bei mir melden.
hukwa
Sonntag, 1. Mai 2011
Die schwarze Teufelskralle (Phytema nigrum)
Die schwarze Teufelskralle und ihre Verwandte die Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) sind reichlich vertreten in Trippstadt und Umgebung. Einen gesunden bodenständigen Bestand findet man unter anderem im Schlosspark von Trippstadt, hier nur die schwarze Teufelskralle. Die seit dem Altertum kultivierte Pflanze wird bis zu 50 cm hoch.
Sie hat langgestielte, rundliche Grundblätter und ist im Dickicht nicht gleich erkennbar. Dies liegt unter anderem an ihrer violett bis schwarzblauen Blüte die sich gut dem Unterholz von Bäumen anpasst. Noch "getarnter" ist die Ährige Teufelskralle. Diese besitzt eine Blütenkrone aus fünf schmalen Zipfeln, die zuerst miteinander verbunden sind, sich dann aber beim Aufblühen abspalten um die Staubbeutel freizugeben. Im Knospenzustand sind die Blüten krallenförmig gebogen, dadurch haben sie der Pflanze ihren Namen eingebracht. Sie bevorzugt Böschungen und Waldsäumungen. In Trippstadt findet sie sich hier und da in den Mauerlücken der zahlreichen Trockenmauern, Laubwälder scheint die Ährige Teufelskralle anscheinend zu meiden.
hukwa
