Freitag, 26. Februar 2010

Fern den Moden

Meine Versen und Zeilen
sind fern von dem was ihr Mode nennt
sie quellen hervor aus den dunklen Gründen
des Unbewussten
als sitze dort ein
Träumer
der mich träumt
mich beschwört
und mir zuflüstert
der mir ein
archaisches Alpha - Beet
diktiert
das zu entziffern
mir nur über die
Mythologie und Kunst gelingt
Fern der Moden
suchen meine Worte ihren Grund
mir verleihen sie Festigkeit
in einer Welt
die sich im Chaos verirrt hat.
hukwa

Donnerstag, 25. Februar 2010

Geträumter

Vielleicht sind wir nur
Geträumte
oder das Ergebnis
einer Meditation
Vielleicht ist das
was wir Bewusstsein nennen
nur das Ergebnis des
Unbewussten
Vielleicht ist der Schmetterling
tatsächlich geträumt
und die Larve
der andere Zustand
in dem wir uns jetzt befinden
woher sollen wir es wissen
solange wir am Anfang der
Metamorphose stehen
haben wir keine Ahnung vom blühen.
hukwa

Mittwoch, 24. Februar 2010

Die Nebel der Milchstrasse

Das Leben ein Echo
aus dem Land der Träume
das wir nur erkunden können
über die Landkarte der Mythologie
die wirkliche Wirklichkeit
leben wir nur auf der Reise
lang schon ist mir bewusst
das Leben ist eine Reise
und unser Hiersein
nur ein Ruhepunkt
vor dem Aufbruch
zu den
Nebeln der Milchstrasse.
hukwa

Sonntag, 21. Februar 2010

Pappeln

Eine Reihe von Fingern
in den Himmel zeigend
die Pappeln
immer in Bewegung
sind sie Sinnbild
der unruhigen Seele
wie diese
streben sie nach der
Unendlichkeit.
hukwa

Samstag, 20. Februar 2010

Epigonentum

ihr sucht nach Vergleichen
Traditionen
im Epigonentum der Historie
Namen sind nicht der Antrieb
für poetisches Tun
der Mond die Sterne der Morgen
schreiben ihre eigene Sphärenmusik
wenn meine Gedanken
durch die Nebel der Milchstrasse irren
spüre ich
das Wort Heimat
in seinem tiefsten Sinn.
hukwa

Freitag, 19. Februar 2010

In den Wäldern

In den Wäldern
werfen die Bäume ihren Zauber auf mich

Ihr Wurzelwerk
ein Eingang zur Anderswelt

Durch ihre Zweige
stehe ich in Verbindung mit dem Universum

Das frische Laub
schreibt die Geschichte der Hoffnung

Die Winde
in ihren Kronen klingen wie Beschwörungsformeln.

hukwa

Donnerstag, 18. Februar 2010

Epitaph

Die Tränen jener
die weinten Schuldlos
tränken die Erde
damit nichts vergessen wird
dann
als sie begannen
Mauern zu errichten
und mit den Tränen
den Mörtel anrührten
schickte der Himmel
keinen Regen.
hukwa

Mittwoch, 17. Februar 2010

Morgen

Der erste Gedanken am Morgen
gehört dem Erinnern des Gestern
Wir ahnen nur die Nebel
durch die der Lichtgott
in unsere Träume eintritt
unser Körper
geknetet aus Worten
übt sich
während des Tages in
Seinsvergessenheit.
hukwa

Dienstag, 16. Februar 2010

Blumenblut

Ein Strahl von Licht
durch Blumenblut gezeugt
durchzuckt den Urgrund
des Seins
Zeichen der Zeit
in der symbolhaften Schrift
der Baumrinde
Kannst du das Flüstern der Weide
am Bachufer verstehen?
hukwa

Montag, 15. Februar 2010

Spiegel der Zeit

Der alte Mantel unterm Dachspeicher
bewohnt von Motten und Nachtfaltern
in seinem Saum
wuchsen Generationen von Mäusen heran
Zeuge und Spiegel
vergangener Zeiten.
hukwa

Sonntag, 14. Februar 2010

Denksatz

Nur im Einfachen verwahrt sich das Rätsel des Bleibenden als auch des Großen. Wenn es bei uns einkehrt passiert dies meist unverhofft. Wir sollten dann dafür sorgen dass es bei uns wohnen bleibt.
hukwa

Samstag, 13. Februar 2010

Denksatz

So wie das Denken die Fortsetzung bildet was Tags zuvor unseren Geist beschäftigte, so ist jedes neue Weltall eine Verbesserung des Vorhergehenden.
hukwa

Donnerstag, 11. Februar 2010

Im Trippstadter Schlosspark

Die Pflanzen und Tierwelt im Trippstadter Schlosspark

Geschichte und Kultur eines Ortes sind nicht allein in seinen historischen Gebäuden anschaulich, sondern auch in seinen Park- und Gartenanlagen, als auch in seinen Naturdenkmälern. Sie tragen zur Identität und Attraktivität eines Dorfes oder einer Stadt bei.
Sie sind keine reine Kunstwerke sondern aus lebendigen Bausteine erschaffene Erholungs- und Meditationsräume, die vor allem auch einen hohen ökologischen Wert besitzen, da sie zu Refugien für seltene Pflanzen und Tierarten geworden sind. Auch das ewige Kräftespiel von Mutter Natur zeigt sich in solch alten Parkanlagen auf besondere Art, sei es nun im jahreszeitlichem Wechsel oder in dem naturgegebenen Verfall der Pflanzenwelt aber auch durch den künstlerischen und arbeitstechnischen Eingriff des Menschen. Es heißt das Vorbild aller Gärten sei das Paradies, die Gemeinde Trippstadt verfügt über solch ein Kleinod, den Trippstadter Schlosspark. Hier finden wir einen wertvollen Bestand von Altbäumen vor. Neben diesen einheimischen Bäumen fallen auch fremdländische Bäume wie Zypresse, Hickorry und Schwarznuss ins Blickfeld des Besuchers. Der Altbaumbestand der eine kleine waldartige Partie im Kontrast zu der großen Parkwiese bildet bietet einer Vielzahl von Tier und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die starken Sandsteinmauern die den Park umschließen sind Wohnstatt verschiedener Pflanzen- und Insektenarten. Diese wiederum dienen Reptilien, Fledermäusen, Kleinsäugern und Vögeln als Nahrung. Mit dem Auge oft nicht erkennbar, aber für die gesamte Lebensgemeinschaft des Parks höchst bedeutsam, ist die Vielzahl wirbelloser Tiere, die sich zum Beispiel unter dem Laub am Boden, in den Büschen, der Rinde der Altbäume, im Todholz, als auch im Kronenbereich der Bäume aufhalten. Im Vorfrühling und Frühjahr erscheint mit den Frühjahrsgeophythen ein bunter Pflanzenteppich, der mit dem Laubaustrieb wieder vergeht. Anfang April blühen unter den noch laublosen Altbäumen große Mengen an Buschwindrösschen, vereinzelt auch der Lerchensporn. Schneeglöckchen und Märzenbecher bilden winzige Inseln. Wer um diese Zeit früh Morgens den Schlosspark betritt wird von einem jubilierendem Vogelkonzert empfangen. Bereits vor der Morgendämmerung ertönt als erstes der Flötensang der Amsel in den bald Rotkehlchen und Fitislaubsänger mit einstimmen. Aus dem nahe gelegenem Wald erklingt Anfang Mai der Ruf des Kuckucks. Das Klopfen von Grün- und Buntspecht hallt aus den Kronen der mächtigen Eichbäume. An diese sind einige Vogelarten gebunden. Im Stammbereich der Bäume kann man regelmäßig Garten- und Waldbaumläufer beobachten, die die Stämme auf Nahrungssuche von unten nach oben ablaufen. Ihnen entgegen läuft oft der Kleiber, der seinen Weg bevorzugt von oben nach unten geht. Kohlmeise, Blau- und Haubenmeise sind Stammgäste im Park aber auch die seltene Weidenmeise kann man hier beobachten. Grauschnäpper, Mönchsgrasmücke und Zaunkönig fühlen sich hier ebenfalls wohl. Scharren von Krähen kommen aus den nahegelegenen Feldern immer wieder mal vorbei. An den zum Teil mit Buschwerk verwachsenen Sandsteinmauern finden sich Blindschleiche und Eidechsen. Hier baut auch die Wildbiene ihr Nest. Auch die seltene gelb, schwarz gefärbte Wollbiene, die Pflanzenhaare sammelt um ihre Niströhre damit auszukleiden kann man beobachten. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein finden sich verschiedene Schmetterlingsarten ein. Zitronenfalter, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, verschiedene Bläulinge sind regelmäßig hier. Durch das starke Vorkommen des kleinen Sauerampfers kommen auch einige Feuerfalterarten vor, die diese Pflanze als Futterpflanzen bevorzugen.
Von Mai bis Juli fliegen die Taubenschwänzchen ein, zu dieser Zeit kann man auch den Nachtkerzenschwärmer, einen besonders geschützten Falter hier beobachten. Dieses Insekt hier zu beobachten ist eine besondere Freude. Er kann senkrecht von oben nach unten fliegen, genauso gut vorwärts wie Rückwärts und wie ein Kolibri vor einer Pflanze stehen bleiben.
Eine alte verlassene Spechthöhle dient einem Paar Hohltauben als Heim. Im Halbschatten der Laubbäume blüht von Mai bis Juni die schwarze Teufelskralle, eine Pflanze die im Pfälzerwald recht häufig vorkommt, aber außerhalb dieser Landschaft als äußerst selten gilt. Wir finden im Sommer den Wiesenstorchenschnabel und einige Glockenblumenarten. Im August blüht eine Vielzahl an Habichtskräutern und einige andere Sommerblüher.
hukwa

Sonntag, 7. Februar 2010

Aphorismen

Wenn der Dichter, der Eins ist mit der Natur, sich ins Reich der Poesie zurückzieht, dann wird sein Tun von der gesamten Lebenskraft des universums beeinflußt.
hukwa

Sobald wir die Abbildlose, Wortlose, Klanglose unberührte Ursprünglichkeit der Natur erfahren, ist es jedem möglich ihr Geheimnis für die Sinne faßbar zu machen. Es ist das schöpferische Tun aus den Tiefen der Natur.
hukwa

Freitag, 5. Februar 2010

Merlin III

Was wir nicht sehen
Er schauts schon lang
der Prophet
aus keltischem Stamm.

Das Werden ist ihm kein Geheimnis
Wachstum ihm nicht schleierhaft
der Seher schaut mit grauer Kraft
was uns verborgen bleibt.

Steinadern erzählen ihm
hölzerne Jahresringe wachsen in ihm
Zaunkönig brütet ihn
er ist im Lied des Rotkehlchens drin.

Über Wasser schwebt sein Geist
Vivianne um die Ufer schleicht
der Waldkauz in der Weide lockt
in deren Stamm der alte Merlin hockt.

Mal still und stumm wie Erzgestein
Oft wild und laut wie Sturm
ertönt sein Echo in der Waldesschlucht
Merlin wird nie verstummen.

Durch die dichten Tannenwipfel
seh ich flink den Alten schlüpfen
altes Horn erschallt
in den Wäldern wieder bald.

Wahrheit oder Traum
ihr erkennt es kaum
In den Wäldern seht ihr nicht
merlinisches Angesicht.
hukwa

Montag, 1. Februar 2010

Winterrahmen

Erstarrte Bäume
gefrorene Ranken
umrahmt von tiefem Schnee
In den Ästen die Krähen
ihr Suchender Blick
erkennt mehr als wir ahnen.
hukwa

Dienstag, 26. Januar 2010

Das Märchen vom Beilstein

Märchen und Sagen vom Beilstein
Zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer, versteckt im Wald steht auf dem Beilsteiner Kopf die uralte Ruine der Burg Beilstein. Märchen und Sagen ranken sich um das geheimnisvolle Gemäuer im Pfälzerwald. Still und Dunkel war einst der Wald um den Beilstein und nur ganz mutige wagten zu später Stunde noch, den Weg von Kaiserslautern nach Hochspeyer zu laufen, der nahe der Burg verläuft. Die hohen Bäume die die Burgruine umgaben ließen mit ihren ineinander verfilzten Zweigen kein Sonnenlicht durch so das immer eisiger und finsterer Schatten hier vorherrschten. Die Mönche und Geistlichen aus Kaiserslautern sagten über diesen Wald Aures sunt nemoris, was bedeutet, die Wälder haben Ohren. Auch die Köhler und Holzfäller mieden diesen Ort, da es dort nicht mit rechten Dingen zu gehen sollte.
Einst, im tiefen eisernen Mittelalter, trug sich folgende Geschichte zu: Ein Junker der bei Kaiserslautern lebte, hörte von einem wunderschönen Fräulein das auf der Beilstein wohnen sollte und alle Freier abweisen würde die um seine Hand anhielten. Der Junker schmiedete nun einen Plan wie er das Fräulein entführen wollte. In einer Vollmondnacht näherte er sich mit zwei Knechten der Burg. Sie schafften es in den Burgsaal einzudringen doch dort überkam sie ein tiefer Schrecken. An einem großen Tisch saß das Burgfräulein, doch links und rechts neben ihm saß je ein unheimlich aussehender Geist. Die Knechte ergriffen vor Furcht die Flucht und der Junker fiel vor Schrecken kurze Zeit in eine tiefe Ohnmacht. Als er wieder erwachte, waren die Geister verschwunden, nur das Fräulein saß noch am Tisch. Der Mut kehrte zu ihm zurück und er nahm die junge Frau als seine Gefangene mit auf seine Burg in der Nähe von Lautern. Doch die Jungfrau konnte ihm alsbald wieder entfliehen und kehrte zurück zur Beilstein. Erneut drang der Junker in die Burg ein um sich die Jungfrau ein zweites mal zu entführen. Wieder fand er sie im Burgsaal mit den beiden Geistern vor. Als er sich ihr näherte flogen die beiden Geistwesen auf ihn zu und berührten ihn sachte, genau in diesem Moment fiel der Junker tot zu Boden. Von nun an traute sich niemand mehr die Jungfrau zu entführen.
In einer lauen Frühlingsnacht saßen in Lautern im Wirtshaus zum fliegenden Pferd einige Handwerksburschen beisammen. Die Walzbrüder hatten sich hier getroffen und ihre Gemüter waren vom Wein und Bier schon recht erhitzt. Ein Schuhmachermeister aus der Stadt der bei ihnen saß, erzählte den Burschen von den geistern die auf der Beilstein hausten. Je mehr Bier und Wein floss desto mutiger wurden die Handwerksgesellen, einer wettete das er mit einer Fackel dreimal um die Burg laufen würde ohne das ihm etwas Geschehen würde. Die Wette ward geschlossen und man machte sich noch in der selben Nacht auf zur Beilstein. Zweimal ging er um die Burg herum, doch beim dritten Mal, flogen zwei geisterhafte Wesen auf ihn zu und berührten ihn leicht, der Handwerksbursche fiel wie vom Blitz getroffen tot zu Boden.
Unter der Burg Beilstein soll es tiefe unterirdische Gänge geben. Eine alte Frau aus Lautern sammelte regelmäßig Holz bei dem alten Gemäuer. Eines Tages, sie hatte ihr Holzbündel schon geschnürt stand plötzlich ein Zwerg vor ihr. Es war das Hellbeermännchen vom Heiligenberg, eines Berges in der Nähe vom Beilstein. Der Zwerg deutete auf das damals schon verfallene Schloss und sagte":Sie hin zum Schloss"! Als sie hinschaute erkannte das sich dort ein Stein gelöst hatte der einen tiefen Gang freigab. Der Zwerg sagte nur: Geh!" Die Alte nahm ihr Bündel und verschwand in dem dunklen Tunnel. Als sie wieder an das Tageslicht gelangte befand sie sich auf dem Kaiserberg.
Dem Ritter vom Beilstein war der geheimnisvolle Gang der von der Beilstein zum Kaiserberg führte wohl bekannt. Auch wusste er von Abzweigungen in dem unterirdischen Labyrinth, die tief hinunter unter den Kaiserberg führten wo sich der sagenhafte Saal des Kaiser Barbarossas befand. Hier schlief der Alte bis zu seiner Wiederkunft einen tiefen Schlaf vor einem steinernen Tisch. Alle hundert Jahre wurde er kurz wach und fragte ob die Raben noch zwischen dem Berg und der Barbarossaburg fliegen würden. Sagte ihm sein Diener das die Raben immer noch umherfliegen, schlief er gleich wieder für weitere hundert Jahre ein. Der Ritter vom Beilstein der auch von dieser legende gehört hatte wollte sich selbst davon überzeugen und stieg den dunklen Gang unter seiner Burg hinunter. Er lief so lange durch den Gang bis er im Saal des alten Rotbart angekommen war. Dieser saß schlafend an dem großen steinernen Tisch. Auf diesem lagen die Reichsinsignien, das Schwert, der Reichsapfel, das Kreuz und die Krone. An der feuchten Buntsandstein Wand hing ein großer Schild darauf war ein blutrotes Herz das von einem weißen Pfeil durchbohrt war aufgemalt. Der Kaiser öffnete die Augen und sah den Beilsteiner an. Dann fragte er ihn":Fliegen die Raben noch?" Dieser bejahte die Frage und der alte schloss die Augen um für weitere hundert Jahre in Schlaf zu versinken.
hukwa

Montag, 25. Januar 2010

Erdung

Oft sitze ich mitten im Wald
zwischen Birken Farn und grünbemoostem Fels
sanft zwitschert der Zaunkönig
durch die Dämmerung schleicht der Fuchs
Stille Nebel Feuchtigkeit
Harzgeruch Spinnweben
in dieser Einsamkeit
Aber es ist die Welt
wenige Kilometer von hier
die Geräusche der Konsumgesellschaft
das Herz des Techno - Zeitalters pocht unerbittlich
sein Computerhirn denkt unmenschlich präzise
Hier aber hat die Erde NOCH ihre uralte Bedeutung
Die Menschheit erzieht ihre Kinder
im unerbittlichem
Gütesiegel des Turbokapitalismus
doch hier in der Stille
werden auch meine Gedanken still
die Erde
ein einziges Ritual
der Schwarzspecht klopft
ich bin nicht allein im Wald.
hukwa

Sonntag, 24. Januar 2010

Versunkene Feste

Im Träumergarten
des Nachts zu verweilen
wenn des weißen Mond
Mysterium aufleuchtet
wenn schwüle Winde durch Eschenzweige rasen
und Gräser denn Tau des erwachenden Morgen weinen
entflackert in mir das Lied des Reiches
dass dem Stumpfsinn und Trübsinn
dieser Tage musst weichen.
hukwa

Samstag, 23. Januar 2010

Hier Oben

hier oben
bei den Steinen am Berghang
in ihrer Gemeinschaft
wo die Kiefernhaine duften
wo der Wildbach
sein ewiges Lied singt
spüre ich jene Einsamkeit in mir
die gleich dem zarten Sang des Rotkehlchens
eine Hymne meines Selbst ist.
hukwa

Freitag, 22. Januar 2010

Herz

Wie die Zitterpappel
die nie Ruhe findet
so finde auch du keine ruhe
und singe
du
Orpheus in mir.
hukwa

Donnerstag, 21. Januar 2010

Morgendämmerung im Wald

Leise noch Schweigendes
in den Büschen liegt
flink der Kleiber schon
sich am Stamme regt
Schrei der Krähe
vom Winde getragen
Gleich wie die Lerche
sich in die Luft erhebt
bin ich ein Vogel schon
und singe ein Lied.
hukwa

Mittwoch, 20. Januar 2010

Waldgang

Ihr füße lauft tief in den Wald
bis in das Dickicht
Ich dulde das der Regen
mir Hagel peitscht
in das Gesicht
So viele Bäume stehen krank vor mir
die Menschen sehen ihr der Bäume Leid
schon lange nicht mehr
Meine Brüder ich spür das Fieber wie ihr
Was ist zu tun
sagt es mir.
hukwa

Dienstag, 19. Januar 2010

Im Wald zu sein

Ich laufe in den Wald hinein
ich möcht alleine sein
ich setze mich unter eine Eiche
und spür ich bin daheim
im Wald allein fühl ich mich wohl
hier möcht ich immer sein
wenn ich die Waldesbäume sehe
dann spür ich Brüder neben mir
der Wald der ist mein Heim.
hukwa

Mittwoch, 13. Januar 2010

Zwei Winter Haikus

Der Schnee auf den Bäumen
erzählt mir
vom Werden und Vergehen.
hukwa

Im weißen Schnee
die schwarze Amsel
als halte sie Winterruhe.
hukwa

Sonntag, 10. Januar 2010

Annäherungen an das Wirkliche II

Beides, das intuitive und das rationale Denken, können als metaphysische Technik nebeneinander existieren und sich ergänzen. Beider Grund ist die Erfahrung, denn über die Erfahrung ist es uns möglich zu Unterscheiden. Die ganze Wirklichkeit kann man über die Transzendenz erkennen, denn das Wirkliche ist auch immer das Tatsächliche. So ist die ganze Wirklichkeit eine selbst durch dringende Erfahrung und der reinen Relation immer Überlegen. Wirklichkeit aus der Transzendenz gesehen ist somit Verwirklichung des Geistes. Diese Verwirklichung spüren wir in uns als das erwachen eines anderen Bewusstseins, als ein "neues Bewusstsein", da es unser altes Bewusstsein auflöst. Dieses "neue Bewusstsein" wendet sich nach Innen, nicht nach Aussen. Nach Aussen hin ist seine Wirkung einfach die, das wir äußere Wirklichkeit nur in ihrer Ganzheit erahnen können. Für unser gesellschaftliches Leben ist unser Intellekt notwendiger Weise dualistisch, da er immer Subjekt und Objekt voraussetzt, wäre dem nicht so, würde uns die Gesellschaft verschlingen. Es ist also so, das wir mit den "Augen dieser Gesellschaft" schauen, wir Wissen aber dass es neben der anerzogenen Wirklichkeit noch eine weitere tiefere Wirklichkeit gibt. Diese Wirklichkeit ist genau so realistisch wie eine Kaffeetasse auf dem Frühstückstisch. Dennoch wissen wir intuitiv dieser Tisch ist eine Tabula rasa, denn in der anderen Wirklichkeit existieren weder Tisch noch Tasse sondern nur- das Sein der tatsächlichen Wirklichkeit. In dieser Wirklichkeit existiert Wissen und Sein in Einem, es ist die Sphäre des absoluten Bewusstseins, die nicht relativ, nicht erklärbar, nicht beschreibbar ist, sie ist einfach nur Wirklichkeit.
hukwa

Samstag, 9. Januar 2010

Annäherung an das Wirkliche I

Tagebuchaufzeichnungen sind eine Möglichkeit unsere Erfahrungen abzurufen und dadurch zu jenem Teil der Wirklichkeit vorzudringen der jenseits des Intellektuellen denkens liegt. Um sich dieser Wirklichkeit zu nähern müssen wir anfangs rational uns analytisch Denken, dürfen aber nicht in diesem rationalen Denkgebäude stecken bleiben sondern uns darüber hinaus erheben und in eine Art des "Über-Denkens" uns dem großen metaphysischen Gedankenzug annähern. Wir müssen förmlich auf ihn aufspringen und mit ihm auf Entdeckerfahrt gehen. Das rational-logische Denken ist immer beschränkt auf ein kleines. Wir erreichen damit nur einen Teilaspekt aber nie das Ganze an sich. Das Ganze in seiner gesamten Fülle zu Erschauen ist auch nicht möglich. Aber eine große Annäherung an das Ganze kann gelingen. Sich dem Ganzen zu nähern ist über die Erfahrung möglich. In dem wir unsere Erfahrungen abrufen haben wir die Möglichkeit zu unterscheiden. Wir können Teilaspekte der uns umgebenden Wirklichkeit, zwar Erkennen auch auf intellektuellen Wegen, doch erst über die Erfahrung gelangen wir zu einem "Er-Ahnen" der Gesamtheit des Ganzen. Rationales Denken ist ein wichtiger Schritt zum Erreichen dieses Ziels, doch das Ziel selbst, also die ganze Wirklichkeit liegt jenseits des diskursiven Denkens in den Grenzbereichen der Metaphysik. Im Verlauf des Prozesses von Erfahrung und Annäherung an die tatsächliche Wirklichkeit, die ja immer metaphysisch ist, erreichen wir ein Stadium das jenseits des rationalen und materialistischen Denkens liegt. Dies ist der Bereich wo wir Wirklichkeit intuitiv in uns aufnehmen, es ist der Bereich des Unsagbaren, hier befinden wir uns auf einer Ebene von der aus wir nur noch andeuten können.
hukwa

Freitag, 8. Januar 2010

Wald im Winter

Wald. Ich. Mittendrinn.
Umgeben von Kälte und Schnee
Stille. Klarheit. Bewusstheit.
Wassertropfen am Felsgestein.
Im dunklen Fichtendickicht
Der einsame Laut eines Vogels.
Der Himmel kristallen bewölkt
Das Wasser murmelt vom Bach her
Himmel und Erde um mich
Ich frage nicht warum ich hier bin
Ich Bin Hier.
hukwa

Donnerstag, 7. Januar 2010

Winter Haikus

Am Feldrain der einsame Apfelbaum
alt und knorzig
warm umhüllt ihn der eisige Schnee
Auf einem seiner Äste ein leuchten
das rote Gefieder des Dompfaffs.
hukwa

Während des Schneefalls heute Nacht
hängte im Geäste des Apfelbaums
der Vollmond
wie eine Laterne.
hukwa

Früh am Morgen
lief ich durch Neuschnee zum
alten Apfelbaum
in seinen Ästen erwarteten mich zwei Krähen.
hukwa

Im Karlstal angekommen erkenne ich
einen fliegenden Edelstein über der Moosalb
wie brechendes Eis ganz unverhofft
der Ruf des Eisvogels.
hukwa

Ein Rotkehlchen folgt mir
bei meinem Gang
durch den
verschneiten Wald.
hukwa

Der alte Ritterstein am Wegrand
ragt braun aus dem weißen Schnee
darauf die schwarze Amsel
als wolle sie das Frühjahr herbei Träumen.
hukwa

Sonntag, 3. Januar 2010

In den einfachen Dingen liegt oft eine tiefe Bedeutung

In der Nacht ist Schnee gefallen
Noch ist der Morgen in Dunkelheit gehüllt
Ich liege im Bett und ahne nach draussen
erkenne mit Sicherheit
die welt da draussen ist weiß
nach dem Kaffee füttere ich die Vögel im Garten
vom Küchenfenster aus beobachte ich
ihren freudigen An und Abflug
ein Flugzeug am Himmel erscheint mir nichtig gegen sie
ihr Hüpfen und Flattern gleicht einer kosmischen Schrift
Diese zu lesen und zu Entziffern
führt mich heim
in die archäologischen Kammern meines Selbst
Ich betrachte einige Zeit die mächtige Fichte
im Garten
und weiß einmal wieder
in all diesen einfachen Dingen liegt eine tiefe Bedeutung.
hukwa

Samstag, 2. Januar 2010

Erde meiner Kindheit

Erde meiner Kindheit
noch immer in der Erinnerung meiner Gerüche
Fichtenharz und Stinkmorschel
die herbstferien waren die schönsten
Am frühen Morgen der Nebel im Wald
O diese starken gerüche der Kinderzeit
die alte Hütte am Waldesrand
wo einst der Köhler hauste
Erde meiner Kindheit
in dir lag ich träumend
die Hände in den Farn gekrallt
wartend auf die Schlangenkönigin
die am Waldweiher hausen sollte
In der Nacht blinkte silbern die Pappel im Mondlicht
Keiner wußte von meinen Aufenthalten hier
unter der alten Weymoutskiefer
las ich das erste Mal
Eichendorffs Taugenichts
fort an
konnte ich unterscheiden zwischen
euch und mir selbst.
hukwa

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Ihr stillen Bäume in den Wäldern

Ihr stillen Bäume in den Wäldern
Schweigende Gefährten
Horcher
Große Erzähler
Gedankenbewahrer
Freunde der Dichter
Heimstatt für die Sänger der Wälder
Mächtige
Aufgesuchte
Lebende Altäre
In euch geborgen
Das Antlitz der grünen Göttin
Sturmwind in eurem Geäste
Götterrauschen
Tief wurzelnd in der Erde
Sich streckend nach den Wolken
Ihr stillen Bäume in den Wäldern
Horcher
Gedankenbewahrer
Blutharz auf rauher Borke
Wie Tränen rinnend
Bühnen für krähiges Schauspiel
Spechttrommeln
Hölzerne Seelen
Wälder bildend
Leben zeugend
Flüsterer
Götterstatuen
Ihr stillen Bäume in den Wäldern.
hukwa

Sonntag, 27. Dezember 2009

Nach dem Lesen von Seneca

...bleib auf deinem Posten
und hilf durch deinen Zuruf
und wenn man dir die Kehle zudrückt
bleib auf deinem Posten
und hilf
durch dein Schweigen.
Seneca

Samstag, 26. Dezember 2009

Alter Apfelbaum am Feldrand in Trippstadt


Des Apfels Kunde

Der gesegnete Baum
Ein Apfelbaum will mir nicht aus dem Sinn,
vor dem ich jüngst gestanden bin.

Über und über mit Früchten behangen,
rundum die Äste gestützt mit Stangen,

so stand er mit seiner köstlichen Tracht
im Sonnenglanz – eine goldene Pracht.

Seitdem ich seinen Reichtum sah,
seitdem geht mir meine Armut nah.

Möchte es so gut auch einmal haben
und geuden dürfen mit meinen Gaben.

Möchte einmal so mit vollen Händen
Schätze verschwenden und Segen spenden!
Albert Fischli


Die Mythologie und das Märchen sind dem Alltag meistens ein Rätsel. Dies braucht uns nicht zu wundern, den sie sind im wahrsten Sinne des Wortes auf "Wundern" aufgebaut.Wie im Märchen von Dornrösschen oder Schneewittchen.
In seiner Erzählung "der König mit dem Leichnam" von Heinrich Zimmer, lässt uns der große Indologe, einen Einblick gewähren in das Geheimnis des Märchens und somit der Mythologie: "Die Prinzessin im gläsernen Sarg ist ein Rätsel, den sie ist nicht tot trotz ihrer Starre im Sarge, es gilt zu finden, was sie wieder ins Leben bringt. In rätselhaften Schlaf versenkt liegt Dornrösschens Schloss, wie konnte es Schlummer befallen? Wie spann sich die undurchdringliche Hecke des Geheimnisses um seinen totenstillen Traum, und wer löst den rätselhaften Bann? Der Sinn dieses Rätsels ist die Frage: was ist das Wirkliche, dass sich im dargebotenen Schein verbirgt? Was ist in Wahrheit mit der Prinzessin so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, mit Haaren schwarz mit Ebenholz, ein Abbild des Lebens, das unverweslich und so lange schon im Sarge ruht, von den Zwergen betrauert, - ist sie wirklich auf ewig tot? Oder welches Wunder kann sie aus dem scheinbaren Tod, der sich mit dem Schein des Lebens schminkt, ins wirkliche Leben zurückbringen? Ist Dornrösschens Schlummer die ganze Wirklichkeit, steckt nicht in ihm ein Anderes, Geheimes, wie ein Kern verborgen in Fruchtfleisch und Schale steckt?"
Wie zum Beispiel in einem Apfel? Ob Schneewittchen oder Dornrösschen, wenn der Mythos uns in seiner Gewalt hat, müssen wir uns so etwas wie eine Strukturanalyse schaffen, damit wir uns nicht in seinem Labyrinth verirren. In diesen Aufzeichnungen über Bäume ist immer der Baum, der rettende Helfer, der stark verwurzelt am Ein- und Ausgang des Labyrinths steht, der unser Suchen bewacht, dass wir uns nicht verirren und irgendwann dem schrecklichen Minotaurus gegenüberstehen.
Wer sich die Mühe macht in die Mythologie der Bäume einzudringen, wird mit zwei großen Symbolen konfrontiert, die uns begleiten seit wir als Menschen auf diesem Planeten umherwandern. Das eine ist die große Göttin, Dornrösschen ist eine Form von ihr, das andere ist der kosmische Baum er repräsentiert die Transzendenz, beide gehören auf ewig zusammen. Der Mensch von heute kann es leider nicht mehr wahrnehmen. Nur Bruchstücke einer uralten Überlieferung sind es die er manchmal findet, es ist als hält er einen verdorrten Ast in der Hand und kann den Stamm nicht finden zu dem dieser einst gehörte.
Nach dem Sieg der Kirche über das Heidentum in Europa, lebte die Verehrung alter Baumriesen, zwar weiter, aber die alte Religion verschwand immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen. Die Verkünder des Evangeliums begannen eine mörderische Hetzjagd nach den Menschen die das weibliche Prinzip der Natur verehrten. Der lebendige Baum durfte nicht mehr angebetet werden, dafür gab die Kirche als Ersatz den Menschen ein totes Stück Holz ohne Saft und Blüte, dürr und vertrocknet, das sie von nun an Anbeten sollten. Der großen Mutter durften keine Gaben mehr dargebracht werden und einige Wahnsinnige Kirchenväter erklärten den Menschen zur "Krone der Schöpfung". Das dem Menschen diese "Krone" keineswegs passt, das wissen wir inzwischen nur zu gut, in der Hierarchie der Erdbewohner ist er das schwächste Glied von allen; nämlich jenes das nach dem Motto "machet euch die Erde untertan" handelt und alles zerstört. Die uralten heiligen Haine, sind von den Landkarten Europas verschwunden, dort wo einst geheimnisvolle Baumheiligtümer standen, befinden sich nun gigantische Müllkippen und Betonwüsten. Dennoch gibt es wieder Menschen die der uralten Stimme der Göttin lauschen, die insgeheim nie ganz verschwunden ist, sondern sich nur zurückgezogen hat. Menschen die wissen das dass Salz dieser Erde in ihrem Blute wirkt, das dass Abbild des kosmischen Baumes in ihre Seele geätzt ist, jenes uralte Wesen, das einst Besitz vom ganzen europäischen Raum ergriffen hatte – dem archaischen aller Lebewesen, dem Baum des Lebens.
Auch unser heimischer Apfelbaum, vor allem sein Wildling, der Holzapfel (Malus sylvestris) hat eine uralte Kulturgeschichte die tief in prähistorische Zeiten zurückreicht. Der älteste von Archäologen gefundene Apfel ist ca. 6000 Jahre alt. Man fand ihn in der Nähe von Heilbronn, wahrscheinlich haben schon jungsteinzeitliche Siedler damit begonnen, Wildäpfel zu kultivieren. Also, in der "Hohen Zeit der Göttin", schließlich gehört der Apfelbaum zu ihren Attributen, wie die Eiche dem Zeus geweiht war. Man sprach den Apfel den Göttinnen der Liebe und Fruchtbarkeit zu. Diese "Apfelträgerinnen" waren bei den Babyloniern Ischtar, bei den Griechen Aphrodite und bei den Germanen Idun. Sie war die Gemahlin von Bragi, einem Sohn Odins, der ihm den Besitz der Dichtkunst übertragen hatte. Die Götter kamen gerne zu Idun und Bragi, ließen sich von ihm Helden- und Liebeslieder vorsingen und aßen von den heiligen Äpfeln der Idun, durch deren Genuss den Göttern ihre Jugend erhalten blieb. Als Loki einst von dem Riesen Thiassi geraubt worden war, verlangte dieser für Lokis Freilassung
Idun mit ihren Äpfeln. Loki führte darauf die Asin in einen Wald, wo sich Thiassi ihr in Gestalt eines Adlers bemächtigte und sie in seinen Palast nach Jötungheim brachte. Seitdem wurden die Asen grau und alt. Sie ergriffen darauf Loki und drohten, ihn umzubringen, wenn er Idun nicht wieder dem Riesen entrisse. Mit dem Falkengewand der Freya flog Loki nach Jötunheim und da er den Riesen nicht antraf, verwandelte er Idun in eine Nuss und flog mit ihr zu den Asen zurück. Thiassi, als er das wahrnahm, verfolgte in der Gestalt eines Adlers den Falken. Die Asen warfen dem Adler brennende Holzspäne entgegen, so das er bald nicht mehr fliegen konnte, abstürzte und getötet wurde. So kehrte mit Idun wieder die Jugend zu den Göttern zurück. Diese Göttersage greift auf ein Märchen über, das wir wohl alle kennen: Schneewittchen. Dieses Märchen ist eine symbolische Verkleidung der alten Göttin. Hier versucht die eifersüchtige Stiefmutter (ein älterer Aspekt der Göttin), die junge Prinzessin zu ermorden. Man führt sie in einen Wald (Tiefenpsychologisch- das Unbewusste), wo sie getötet werden soll, doch der Jäger der den Auftrag hat sie zu töten bringt die Leber und Lunge eines jungen Ebers zum Beweis der Tat mit. Der Eber ist ein Tier dem wir in den antiken Mysterien immer wieder begegnen. Die Stiefmutter die bald erfährt das ihr Mordauftrag nicht ausgeführt wurde, versucht nun selbst die Prinzessin zu töten. Zunächst mit einem Zwangsgürtel, dann mit einem vergifteten Kamm, schließlich mit einem vergifteten Apfel. Als sie Schneewittchen aufsucht, färbt sie ihr Gesicht dunkel, hiermit zeigt sie an des sie die Todesgöttin ist. Die sieben Zwerge legen Schneewittchen in einem tiefen Wald in einen gläsernen Sarg hinein. Aber sie wird von einem Prinzen gerettet. Den Glassarg kennen wir aus der keltischen Mythologie, dort symbolisiert er die "gläserne Burg". Die sieben Zwerge stehen für die sieben Himmelskörper. Kamm, Glas, Gürtel und Apfel sind die Requisiten der Göttin. Das Drama um Schneewittchen scheint also eine uralte Inszenierung zu sein, wahrscheinlich geht es hierbei auch um einen uralten Fruchtbarkeitskult. Wahrscheinlich wird die Prinzessin hier zum einen mit dem Einschlafen der Natur im Winter identifiziert, nachdem sie den Apfel wieder ausgespuckt hat mit dem Erwachen der Natur im Frühling schließlich gleichgesetzt. Zugleich ist sie auch ein Symbol für Jugend und Unsterblichkeit.
In der Sprache des Mythos reden nicht nur Personen zu uns, es reden die Götter mit uns, es teilen sich uns nicht nur Nationen mit sondern die Völker von Kontinenten sprechen über den Mythos mit uns, nicht Jahrhunderte erzählen uns sondern Jahrtausende, ja der Anfang selbst spricht zu uns.
Es gab immer wieder Menschen die behaupteten mit den "goldenen Äpfel", seien Zitronen oder Orangen gemeint, doch diese Behauptung ist falsch. Die Griechen lernten die Zitrusfrüchte frühestens im 4.Jahrhundert in Form von Zitronat kennen, die Zitrone erst viele Jahrhunderte später, die Orange tauchte erst um das Jahr 1000. in Europa auf, die goldenen Äpfel sind also eine mythische Frucht.
Die Göttin der Unterwelt Persephone, die auch eine Vegetationsgöttin ist, war eine Tochter des Zeus und der Demeter. Einst spielte sie mit Freundinnen auf einer Wiese, Blumen sammelnd entfernte sie sich von ihren Gespielinnen; dies sah Pluto (Hades) der Gott der Unterwelt, er raubte sie und erhob sie zur Beherrscherin der Unterwelt. Ihre Mutter Demeter suchte sie mit einer an den Flammen des Ätna entzündeten Fackel auf der ganzen Erde, doch erst Helios offenbarte ihr deren Schicksal. Zeus versprach der Demeter, das Persephone wieder zu ihr zurückkehren würde, wenn sie im Schattenreich noch keine Nahrung zu sich genommen hätte. Mit Pluto hatte sie aber bereits einen Granatapfel geteilt, deswegen durfte sie nur zwei drittel des Jahres in der Oberwelt verbringen. Dadurch das Persephone den Granatapfel gegessen hatte, "die mythische Frucht", die ihr Pluto reichte war sie sein Weib und musste bei ihm bleiben. Wenn ein Apfel halbiert wird, zeigt jede Hälfte in ihrer Mitte einen Stern, ein Pentagramm, das Symbol der Unsterblichkeit, dass die fünf Stationen der Göttin repräsentiert, von der Geburt bis zum Tod und wieder zurück zur Geburt.
Die mythischen Äpfel sind also die Frucht der Unsterblichkeit, jene die davon kosten, werden eins mit ihrem Selbst und erheben sich so zu den Göttern.
Hippomenes besiegte einst die schöne Atalanta im Wettlauf mit Hilfe dreier goldener Äpfel, die ihm Aphrodite gab. Beim Lauf ließ er diese in Abständen fallen, und Atalanta bückte sich jeweils um die goldenen unwiderstehlichen Zauberfrüchte aufzuheben, so gewann er den Lauf und das Mädchen verlor ihre Jungfräulichkeit, hätte Hippomenes das Rennen verloren, hätte dies seinen Tod bedeutet. Hippomenes vergaß allerdings sich bei der zänkischen Aphrodite zu bedanken, als er nun die Besiegte im Heiligtum der Kybele umarmte, verwandelte Aphrodite beide in Löwen, die nun den Wagen der Göttin ziehen.
Hera, die Gattin des Zeus, bekam als Hochzeitsgeschenk, von Gaia, der Mutter Erde, einen Apfelbaum geschenkt, denn die Erdmutter aus ihrem Schoß hervorsprießen ließ. Dieser Baum mit den Unsterblichkeit verleihenden Früchten befand sich im äußersten Westen, im Land des Sonnenuntergangs, und wurde von den Hesperiden, den Töchtern des Atlas und der Nyx bewacht. Drei dieser Äpfel zu holen war die elfte Aufgabe des Herakles. Nyx, die Mutter der Hesperiden, war keine andere als die Personifikation der Nacht, eine mächtige Menschen und Götter durch den Schlaf bezwingende Göttin. Ihre Töchter Aigle, Arethusa, Erytheia und Hesperia, waren wunderschöne Nymphen, die oft mit klangvoller Stimme sangen. Hera wusste das diese ihre goldenen Äpfel plünderten. Sie befahl dem "nie schlafenden" Ladon, ein schlangenähnliches hundertköpfiges Ungeheuer, seinen Leib in Ringen um den Baum zu winden und jedem den Zugang zu verwehren.
Hera, die den Sohn des Zeus seit seiner Geburt verfolgte – die Mutter des Heraklit, war eine sterbliche Alkmene, die Gattin des Amphitryon, in dessen Gestalt sich Zeus ihr genähert hatte und mit ihr Heraklit zeugte, Herakles hatte Hera einst als Säugling in die Brust gebissen weswegen er von Hera gehasst wurde.
Der Held der die Aufgabe hatte die goldenen Äpfel der Hesperiden zu Eurystheus, seinem Auftraggeber, zu bringen, wusste nur das dieses sagenhafte Land im Westen lag. Heraklit war sich im unklaren welchen Weg er einschlagen sollte und ging zunächst nach Norden. Er überwältigte den Meeresgott Nereus, fesselte ihn und zwang ihn ihm den Weg zu den Hesperiden zu verraten. Dieser gab ihm noch den Rat, die Äpfel nicht selber zu pflücken, sondern hierfür Atlas, den Träger des Himmelsgewölbes zu benutzen. Durch List gelangte Herakles an die goldenen Äpfel und löste seine Aufgaben. Als Herakles die Äpfel Eurystheus überreichte gab dieser sie ihm zurück. Er schenkte sie hierauf Athene, die dafür Sorge trug das dass Eigentum der Hera wieder in die Hesperiden zurückkam. Dadurch das Herakles für kurze Zeit im Besitz der mythischen Frucht war, konnte er nun die nächste Aufgabe, den Abstieg in den Hades angehen. Durch den Besitz der Äpfel, war er zu einem Unsterblichen geworden und nur Unsterbliche konnten in den Hades eindringen und von dort auch wieder zurückkehren.
So symbolisiert der Apfelbaum der Hesperiden auch gleichzeitig den kosmischen Baum. Das Herakles gerade Athena die Äpfel zur Aufbewahrung gab, war wohl eine List von ihm,, den Athena war auch die Göttin der Weisheit und ihr Symbol war unter anderen auch die Schlange, die "Schenkung" der Äpfel war so als Wiedergutmachung gedacht, weil Herakles, das Schlangenungeheuer Ladon erschlagen hatte. Was ist er nicht alles der Apfel?
Evas lockmittel, der Preis der Paris, der Anfang des trojanischen Krieges, Wilhelm Tells Zielscheibe, Newtons Erleuchtung, Sinnbild der Insel Avalon, kurzum der Apfelbaum kann uns vieles erzählen und lehren.
Hukwa

Freitag, 25. Dezember 2009

Die alte Birke im Winter


Meine Weidenbühne im Winterkleid


Geheimnisvoller Berwartstein

Märchen, Sagen Legenden um den Berwartstein


In den dunklen Wäldern des Pfälzerwaldes gibt es viele Burgen um die sich Sagen und Legenden gebildet haben. Von vielen dieser uralten Burgen stehen heute nur noch die Grundmauern, andere stehen als Ruinen trutzig auf den Bergkuppen der pfälzischen Landschaft, tief in sich selbst versunken scheinen sie ihre Geheimnisse nicht preisgeben zu wollen, ganz wenige davon haben sogar die Zeiten überdauert und wurden nie ganz zerstört.

Auch der Berwartstein bei Erlenbach hütet viele solcher alten Geheimnisse. Einige davon haben sich im Volksmund erhalten und wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben.

Einst lag die Burg in Trümmern und ihre Mauerreste waren von Efeu, Farn und Brombeerhecken so überwuchert, dass es müßig war sich einen Weg in ihren Innenhof zu bahnen. Zu diesen Zeiten suchte eine alte Frau dort nach Brombeeren. Sie war sehr verwundert darüber als sie im Gestrüpp Rossäpfel fand. Sie konnte sich überhaupt nicht vorstellen, dass sich durch solch ein dorniges Dickicht ein Pferd einen Weg bahnen konnte. Doch über das Sammeln der dicken, fruchtigen Beeren vergaß sie schnell die Rossäpfel. Als sie am späten Nachmittag mit einem Korb voller mostiger Beeren nach Hause kam und mit der Zubereitung der Marmelade begann, fielen ihr die Pferdeäpfel im Dickicht wieder ein. Sie erzählte dies verwundert ihrem Mann. Als dieser ihre Geschichte gehört hatte, beschimpfte er seine Frau aufs Übelste. Denn, so meinte er, diese Rossäpfel seien nur scheinbar Dung, sie würden vom Pferd des wilden Jägers stammen und nimmt man sie mit, verwandelten sie sich zu Hause in Goldklumpen.
Eine weitere Legende um den Berwartstein berichtet von einem Jungen der am Abhang der Burg Ziegen hütete. Als er in der Umgebung der Burg umher streunerte fand er eine seltsame gelbe Kugel, mit der er den ganzen Nachmittag über spielte. Am Abend rollte ihm die Kugel einfach davon und verschwand in einer Erdspalte. Als er das Geschehen in seinem Heimatdorf erzählte, sagte man ihm, dies sei die Goldkugel vom Berwartstein gewesen, nach der schon viele gesucht hätten, doch keiner hatte sie bisher finden können.
Die Kinder vom Dorfe Erlenbach zogen gerne hinauf zur alten Burg um dort Versteck zu spielen. Ein kleines Mädchen wusste um einen geheimnisvollen Eingang, welcher in die unterirdischen Gänge des Berwartsteins führte. Schon öfters hatte sie diese dunklen Gewölbe aufgesucht, aber als das Mädchen diesmal durch den engen Spalt, der tief in das innere der Erde führte, schlüpfte, war alles anders als sonst. Ihre Umgebung war in ein seltsames Licht getaucht und in einer Nische im Mauerwerk fand sie eine seltsame Flasche deren Inhalt grünlich leuchtete. Das besondere aber war, dass sich um diese Flasche eine Schlange wand, die das Mädchen giftig anzischte. Schreiend verließ das Kind den unterirdischen Gang. Als sie wieder die Oberwelt erreicht hatte kamen gerade ein paar Waldarbeiter, die auf dem Weg zu ihrem Holzschlag waren, vorbei. Das Mädchen berichtete diesen von seinem Erlebnis. Die Holzknechte suchten den Gang auf konnten aber nichts entdecken, denn geheimnisvolle Schätze, Schlangenköniginnen oder gar Elfen offenbaren sich nur unschuldigen Kindern.
Wie so viele alte Burgen und Schlösser im Pfälzerwald hat auch der Berwartstein seine weiße Frau. Einst wurde die als uneinnehmbar geltende Burg von wilden Horden erobert. Als der Kampf um die Burg beendet war, waren alle Verteidiger gefallen. Versteckt an einem sicheren Ort in der Burg, saß das Burgfräulein mit ihrem Kinde. Die Burgeroberer legten Feuer und die mächtige und trutzige Festung brannte lichterloh. Die Burgfrau wollte sich auf keinen Fall in die Hände des Feindes begeben, sie blieb in ihrem Versteck bis nur noch Schutt und Asche über waren. Sie und ihr Kind wurden nie wieder als Lebende gesehen. Doch einmal im Jahr, in tiefster dunkler Nacht, holpert eine uralte Kutsche durch die Strassen von Erlenbach hinauf zur Burg. Darinnen sitzen das Burgfräulein und sein Kind. Lange schaut sie vom Burgberg über ihr geliebtes Pfälzerland, um sich dann mit ihrem Kind in den Armen in die Tiefe zu stürzen.
hukwa

Sonntag, 20. Dezember 2009

Politisches Tagesgedicht:Lasst uns endlich noch mehr Schweigen

In Wahrheit lasst uns Lügen
In Wahrheit lasst uns Betrügen
Wir wollen die ursächliche Tatsache aufdecken
Derweil üben wir uns darinnen die Sachverhalte zu Verdecken
Wir Lügen das blaue vom Himmel
Begreifen endlich das die verlogene Wahrheit
die wahre Lüge ist
Wir Üben uns unschuldige Lidschläge
und trauriges Minenspiel
dem Bürger vorzuführen
wir halten unser Ehrenwort
aus unerfindlichen Gründen
es geht den Bürger einen Dreck an was dahinter steckt
Wir Lügen für Deutschland
für die Sicherheit der Nation
Wir Betrügen und Scherren uns einen Dreck um Demokratie
Grundgesetz
Verfassung
Bürgerrechte
Wir scheißen auf sie
Es ist so leicht zu sagen
Was man nicht denkt
Aber es fällt uns auch nicht schwer
ZU VERSCHWEIGEN WAS GESAGT WERDEN SOLLTE.
hukwa

Heimatwald

O schönes Licht
der hellen Morgenfrühe
des Tages Glanz vereint in deinem Leuchten
dringt es golden durch Busch und Bäume
erklingt noch in der Vögel Melodien
in der Stille des Waldes
hier
nichts weiter hören
als was Innen tönt und kreist
und im gleichen Atemzug mit Winden gehen
den Bäumen verbunden sein mit all ihren Wehen
dennoch
die Jahre gehen
Singe Du mit O meine Seele
in das erfüllende Licht
aus dem die Kindheit spricht
Gedichte
Relikte vergangener Tage
doch was Traumhaft mich umgibt
ins Reich der Dichtung will ichs hüllen
in den Auen und den goldenen Wäldern
durchwebt von Götteratem
den Menschen zauberhaft verwandelnd
schreite ich durch
Wald und Wiese leise
Heimat Wald
der Götter Aufenthalt.
hukwa

Samstag, 19. Dezember 2009

Bei Einbruch der Dämmerung

Beim Einbruch der Dämmerung
ertrinkt die Wiese
in grauen Nebeln
Dort
bei den Weiden am Wasser
geht langsam die Sonne unter
hoch steht der alte Mond
vom Wasser her
tiefes Schweigen
kalt naht der Feldgeruch
In der Ferne
das bellen von Hunden
jemand läuft durch den dichten Nebel
sein Gepäck
die Erinnerungen.
hukwa

Sonntag, 13. Dezember 2009

Deutsche Albernheit

Es bleibt immer beim Gleichen
bei der üblichen alten Schmierigkeit
bei der typischen Gleichgültigkeit
der gewohnten Scheinheiligkeit
dem altbekannten Neid
der geheuchelten Sittlichkeit
der klammheimlichen Gehässigkeit
der völkischen Sauberkeit
es bleibt sich alles gleich im Land
der deutschen Albernheit.
hukwa

Erinnerung an eine Glockenblume im Juli

Nie sah ich solche Farbe an einer Blume
geschmiegt an den Farn der verwachsen im Mauerwerk lebt
wunderschöne Glockenblume
sehe ich dich im Morgenstrahle
als die Sterne gerade verschwanden
standest du da
so jung und unbeschwert
Schmuck der Morgenfrühe
in wunderschönem blauen leuchten
erinnerst du mich an die Seele
am Morgen nach dem Tod
wo sie im Schwalbenflug gen Osten zieht
In dir wird gnadenvoll verwahrt
was einst die Götter verschlossen
In dir wird offenbart
das warten auf jenen Moment
in dem die Schleier reißen
und die Seele wird verreisen.
hukwa

Samstag, 12. Dezember 2009

Gifthauch der Städte

Seht die sich zu Tode zivilisierenden Städte
in denen das Grauen Haust
der Stumpfsinn brütet
Dort wo die
wenigen Bäume verkrüppelt am Strassenrand stehen
Schaut das wüste Neonparadies
des Menschen Seele ist in Beton verpackt
Keine Würde schenkt man der erde in der Stadt
bespuckt verdreckt
Gift heißt die Seele der Stadt
seht das wesen der Städter
es gleicht dem grauen Beton der Stadt
Keine Gärten keine Erde kein Gras
nichts kann hier gedeihen
nur Grau ist die Stadt
sie feilschen und raufen
sie schlagen und stechen
sie rasen und hasten
Brutal ihr Antlitz
Gewissenlos das ungeschriebene Gesetz der Stadt
seht die sich zu Tode ziviliesierende Städte
spür den Gifthauch
die Gier des Betons
wie er lechzt nach den Feldern vor der Stadt
Tod ist die Seele der Stadt.
hukwa

Oberon im Pfälzerwald

Durch den dusteren Wald
schallt aus dem Horn der Ton
durch die dichten Fichtenwipfeln
seh ich flink Oberon schlüpfen
dunkler Widerhall
Goldenes Horn erklingt
Erinnerung vor Wehmut flieht
Herz bleibt unversehrt
Zauber oder Traum
Tröstung leichter Art
Nennt es Geisterspuk
oder auch Verrückt
Was für euch versank
Mir wirds offenbart
in dem dusteren Pfälzerwald
wo Oberons Horn erschallt.
hukwa

Geliebter Pfälzerwald

Noch einmal möchte ich durch dunkle Wälder ziehen
von hohen Bergen aus
den Adler unter mir kreisen sehen
Noch einmal möchte ich mit den Hirschen röhren
und mit der Graugans nach Norden ziehen
durch sanftes hohes Gras gehen
in Nebelfeuchten Waldtälern
die Elfen tanzen sehen
doch hält mich mein Pfälzerwald gefangen
der Wald von Joringel und Jorangel
Vivianne zog ihren Zauberstrich
Merlin harrt aus unterm Weißdornbusch
Der Amsel und dem Dompfaff hier bestens bekannt
bleibe ich in meinem Pfälzerwald
hier hab ich wie die alten Eichen
meine Wurzeln tief ins Erdreich vergraben
Der Pfälzerwald ist mein Bannwald geworden
hier gibts zwar keine Wölfe und Bären
doch Dachs und Fuchs sind mir gute Nachbarn geworden
hier hab ich ein Dornröschenschloß bezogen
auf meiner Veranda Heckenrose und Holunder großgezogen
ich bleib hier in meinem geliebten Pfälzerwald
im einsamen Zwiegespräch
mit Merlin von Borceliand.
hukwa

Pan im Trippstadter Schloßpark

Was wohnt in dir noch ausser Busch und Bäumen
Was sagt des Vogelsflug wenn ich hier Träume
Uralt der Efeu der hier an Eichen wuchert
An der alten Parkmauer wachsen Steinbrech und Nessel
haben diese wie ein Bild gerahmt
und wie ein Buch mit stark vergilbten Blättern
stehen die alten Bäume
vor Zeiten von den Göttern entsandt
Der Dich aus Wildnis hat beschworen
dessen bannender Spruch ist lange schon verstummt
was hier zerfällt zu namenloser Erde
war einst nur Prunk vom Glanz umrahmt
doch nun sind die Gärten starr und leer
über Rosen Tulpen Nelken
hat gesiegt
das Nesselheer
doch manchmal in den Mittagsstunden
wenn Stille überm Park herzieht
plötzlich
ein Schatten ein Huschen
habe ich Geträumt oder
war Pan gerade hier.
hukwa

Montag, 7. Dezember 2009

Waldgang zur Dämmerstunde

Weg bewachsen mit
Schlehen Farnen und Moosen
Holunder Nessel Faulgeruch
im Tal ist schon verschwunden die Sonne
Bedeckt von einem Baumeshang
im dichten Fichtengezelt
steht vermoost
die alte Waldbank
von tiefsten Schweigen umgeben
wie ein dunkelnder Kristall
von Schneckenspuren
silbern umwoben
Uralter Sandstein am Bergeshang
Nackt und Feucht die Buchen
wie glatte fleischige Leiber
weißes Geäst im grünen Getümel der Fichtennadeln
samtbeflaumt wie ein Vogelnest
des vergehenden Jahres letztes Weideröschen
Fledermaus Flug kündet
bald kommt die Nacht
Es ist hier als ob die Erde trunken macht
Tausend Dämmerungsgänge
keiner war vergebens
ruft es mir aus jedem Blatt und Zweig entgegen.
hukwa