Freitag, 29. November 2013

Es spricht der Mond zu mir

Es streichelt zart
der Novemberwind
die Eiche die Birke die Buche
kein Blätterflüstern mehr
in den entlaubten Räumen
am Boden
der Blätterleich
knirscht unter meinen Füßen
und wie im Nachhall
meiner Schritte
durch Reif und dürres Laub
folgt mir
der Einsamkeit Geknirsche
kein Vogel singt
kein Reiher fliegt
aus dichtem Tann
der Meisen trauriges Gezwitscher
im Schattenhaften dunklen Wald
kehrt ein das Abenddämmern
ich schaue hoch zum alten Mond
mir ist als spricht er:
du bist des Waldes Sohn.
hukwa

Donnerstag, 28. November 2013

Einssein mit dem Wald

Ich möchte die Welt wieder
sehen wie ein Kind
Mit Bäumen sprechen ganz mild
bemooste Steine warten auf mich
Grüne Wälder erwandere ich
im Spiegelbild des Waldweihers
erkennen ich mich
Einssein mit dem Wald
ist mein Ziel.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2013

Über meine Zeitreisen

Einen großen Teil meiner Zeit verbringe ich auf Reisen. Vorwiegend im England und Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts. Auch das Amerika des 18. Jahrhunderts bereise ich oft. Wenn ich dort weile besuche ich Edgar Allan Poe oder Henry David Thoreau. Weitere Zeitreisen führen mich in das Antike Griechenland und nach China zur Zeit der frühen Taoisten unter denen ich viele Freunde habe. Auf meinen weiten Reisen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es egal ist wo wir sind denn es ist immer der gleiche Ort.
hukwa

Dienstag, 26. November 2013

Sterbender Herbst

Sterbender Herbst
zieht in die Bitternis
laubloser Wälder ein
trunken von den feuchten grauen Nebeln
die einsame Krähe
in der entblätterten Birke
bereit zum Abflug
in eine unsichtbare Seelenlandschaft
das Schweigen des Himmels
macht das Unverstehbare
verständlich.
hukwa

Montag, 25. November 2013

Stunden zwischen Traum und Klartraum

Hermetische Dichtung ist Empfängnis. In den Nachtstunden wenn keine unliebsamen Störungen von aussen in die Stille einbrechen blüht die hermetische Dichtung. In diesen Stunden zwischen Traum und Klartraum wird der Dichter zum Zeitreisenden. Wenn Wissen Rückerinnerung ist nach dem Axion des Plato, so ist solche Dichtung Rückerinnerung an frühere Leben. Die Gedichte die in dieser Zeit entstehen sind daher voller Symbolik und wollen erst entziffert werden.
hukwa

Sonntag, 24. November 2013

Das Schweigen im Wald

Herbststille
nahender Winter
verregneter Wald
Fäulnis und Nässe
im Tollkirschenwald
Mondfülle
Fackel der Träume
später Grillensang
Reiher sitzt am Weiher
Dompfaff im Holunderdickicht
Fliegenpilz
ganz rot im Birkenweiß
hör nur
das ist das Schweigen im Wald.
hukwa

Die Steingewordene Zeit

Auch in dieser Nacht
bin ich wieder gegangen
durch die lang schon
vergessen geglaubte zeit meines Lebens
der Traum
ist der Weg
der aus der Steingewordenen Zeit
uns aus den Verliesen der Sinne entführt
durch Dunkelheiten
in noch tiefere Nacht hinein
wo uns
Pilgern
die gefrorene Flamme
des Klartraums erwartet
der die letzte
Schranke
der Welt durchbricht
und in seiner sterbenden Glut
das Licht der Sterne entzündet.
hukwa

Freitag, 22. November 2013

Das Leben als Reise leben

Wir alle sind Reisende, Zeitreisende. Leben wir unser Leben als eine Reise, dann sehen wir es auch mehr als den Weg an, durch den sich unsere Ziele erfüllen werden - das Leben ist der Weg, der uns aus den Banden der Täuschungen, Infamitäten und des gespalten sein befreien kann und zur inneren Einheit führt. Einfache Ereignisse des Alltags, können in uns die in tieferen Schichten verborgene Energie offenbaren und zum Einssein mit unserem Selbst führen.
hukwa

Donnerstag, 21. November 2013

Der Ewigkeit so nah

Wie ruhig steht ihr da.
Bäume der
Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in mein eigenes hinein.
hukwa

Keine Zeit für profane Dinge

Heute fiel der erste Schnee. Nach einem Schneespaziergang durch weiße Wälder habe ich mich zum Schreiben zurückgezogen. Im Garten ist eine Gruppe von Krähen angeflogen und streitet sich um das Frühstück das sie jeden Morgen von mir bekommen. Es ist mir immer eine große Freude sie dabei beobachten zu können. Meine Zeit ist mir sehr kostbar, ich möchte sie nicht mit profanen Dingen verbringen. Daher interessiert mich das Sozialleben der Krähen mehr als dass der Menschen.
hukwa

Mittwoch, 20. November 2013

In der Rinde der Linde wirst du ihn finden

Die Schatten in den
Novemberwäldern
durchbrechen die eingeschränkte Zeit
die Morgennebel
verbergen
den gehörnten Waldgeist
silbern sein Haar
lächelnder Faun
schau nur
in der
Rinde der Linde
wirst du ihn finden.
hukwa

Die innere Landschaft

Die Erinnerung ist die Welt von Gestern und wenn man mit der Erinnerung arbeitet in der Schriftstellerei oder der Malerei geschieht es alsbald das sich alles in eine große innere Landschaft verwandelt. Der Traum, das Erlebte, die Erfahrung sie verschmelzen in der inneren Landschaft zu einer großen Leinwand auf die wir das projizieren, was wir im Leben wirklich waren. Nur in dem wir auch der inneren Landschaft eine Realität zu sprechen werden wir ein Ganzes und treten aus dem Labyrinth der Halblinge heraus.
hukwa

Dienstag, 19. November 2013

Der Wald eine ewige Auferstehung - Gedanken eines Waldmenschen

Unsere seit langer Zeit zerrissene Verbindung zur Natur sollte uns auch nachdenklich stimmen über unsere eigene gefährdete Existenz. Die Erkrankung der Weltseele, hängt unerbittlich mit dem verwelken unserer eigenen Seele zusammen. Der Blick auf die Bäume, auf unsere Brüder aus dem Pflanzenreich, ist er nicht ein Brennspiegel, in dem wir unsere eigene gefährdete Körperlichkeit und Psyche erkennen?
Was bringt uns ein Spaziergang durch den Wald? Unser wacher Blick (wenn wir ihn noch besitzen) fällt auf wundersame in sich versunkene Wesen, die diese Erde schon bevölkerten bevor der Mensch kam.
Bäume in einem tiefen Märchenschlaf verfangen. In einem Zustand der Ruhe, der Meditation umgeben von Stille.
Kommt es uns nicht vor wie im Märchen?

Als warte die von Efeu umrankte Eiche auf eine Begrüßung? Gehen wir behutsam auf sie zu, lernen wir von ihnen Ein – sichten und Aus – sichten, denn – wenn sie einmal nicht mehr sind, dann sind wir auch nicht mehr.

Mir scheint, als warten diese Baumwesen auf eine unaussprechliche Art von Erlösung.
Sehen wir tief in ihr Geäst, vielleicht in der Frühe wenn die Morgensonne aufgeht. Oder in den Nächten wenn sich die Nachtsterne wie tränende Diamanten in ihren Wipfeln widerspiegeln.
Selbst wenn sie daliegen als Totholz, wie aufgerissene Leiber, deren Scham von Farn - und Heidekraut bedeckt ist.
Wucherungen und Pilze bilden einen seltsamen Kontrast.
Vor allem die Alten unter ihnen ziehen uns magisch an, ihre Zeit läuft langsam ab, torsohaft und majestätisch schauen sie auf uns herab. Dazwischen eine mächtige, bemooste Baumleiche, mächtig und stark liegt sie da, durch eine Kettensäge wurzellos gemacht, blutet sie immer noch als möchte der Leib nicht aufgeben zu leben. Doch irgendwann wächst auf dem gefallenen Baum ein neuer Sprössling!
Es ist als rufe er mit einem letzten Lied ein altes Dichterwort: „Viele Menschen sind wie Blätter im Sturm – die wenigsten sind Stamm“.
hukwa

Foto/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner





Geistesstationen

Früh am Morgen zwischen 4. und 6. Uhr beginne ich mit dem Schreiben. Natürlich handschriftlich in meine Arbeitsbücher. Wenn ein Künstler ein gewisses Alter erreicht hat arbeitet er viel mit seinen Erinnerungen. Bei mir sind es weniger die äußeren Erlebnisse die ich verarbeite, es sind die Erinnerungen des Geistes und Erlebnisse des Unbewussten die immer wieder kehren. So wie andere von Lebensstationen sprechen, so sind mir meine Geistesstationen wichtig. Ich war immer mehr ein innerlicher als ein äußerlicher Mensch. Die Fahrten des Geistes und die Expeditionen ins Unbewusste sind in meiner Erinnerung fester veranklert als Äußerlichkeiten.
hukwa

Montag, 18. November 2013

Die Zeittür in uns

Der gegenwärtige Moment ist immer eine Tür, eine Zeittür, durch die wir hindurch gehen können uns dann plötzlich in der Vergangenheit befinden oder in der Zukunft. Die Tür selbst steht im Hier und Jetzt. Marcel Proust beschrieb den Zustand der Zeitlosigkeit folgend:  "Eine Stunde ist nicht nur eine Stunde, sie ist ein Krug, der mit Düften, Lauten, Vorhaben und Atmosphäre gefüllt ist. Was wir Realität nennen, ist ein gewisser Zusammenhang, zwischen diesen Empfindungen und den Erinnerungen, die uns gleichzeitig umgeben".
In unserer Innenwelt kann Zeit eine ganz andere Dimension bekommen, als in der Außenwelt. Nur in unserer Innenwelt finden wir diese Zeittür, die zu einer grenzenlosen Unendlichkeit führt.
hukwa

Samstag, 16. November 2013

Nachtelfe

Du Wunder
einem Wurm entsprungen
der Sommer hat dir sein Lied gesungen
der Vollmond deine Flügel gebleicht
einem Nachtelfen gleich
fliegst du auf die Nachtkerze zu
aus Sonnenlicht geboren bist du
jetzt da der Herbst sich dem Winter zuneigt
kehrst du Heim
in dein wahres Sein.
hukwa

Freitag, 15. November 2013

Donnerstag, 14. November 2013

Buchen Haiku

Ein letztes welkes Blatt
entfälllt der Buche
Spätherbst.

Es scheidet der Herbst
mit einem Blatt
das im Wildbach schwimmt.
hukwa

Mittwoch, 13. November 2013

Ein Minnesänger der Erde

Ein Haiku Dichter den ich besonders gerne lese ist Basho. Er ist ein wandernder Dichter und vor allem ein leidenschaftlicher Naturfreund - ein Minnesänger der Erde gewesen. Sein Leben verbrachte er auf Reisen quer durch Japan. Immer zu Fuß unterwegs entdeckte er die Schönheiten der Natur. Seine Eindrücke verewigte er in Gedichten und Haikus. Einsamkeit umweht diesen Dichter der wie kein zweiter seines Standes Stimmungen einfangen konnte. Besonders Ausdruckstark sind seine Herbsthaikus:

Ein Wanderer-
so will ich heißen-
Das ist Regen im Herbst.

Ein entlaubter Zweig
Ein Rabe hockt darauf
Das ist Abend im Herbst.
Basho

Diesen einfachen Gedichten wohnt ein großes Geheimniks inne. Wo es keine Geheimnise mehr gibt gedeiht auch keine Poesie. Es liegt ein großes Jenseits in dem einsamen Raben, der auf einem Baumzweig sitzt. Es ist der Geist der Erde selbst der Bashos Haikus so ausdrucksstark macht.
hukwa

Werden und Vergehen Haiku

Der Schnee auf den Bäumen
erzählt mir
vom Werden und Vergehen.
hukwa

Dienstag, 12. November 2013

Montag, 11. November 2013

An den Ufern der Zeit - Eine Wanderung entlang der Moosalb


Wer das Tal betritt lässt die Welt hinter sich. Wälder, Wolken und Wind, das leise Rauschen des Wildbachs. An seinen Ufern Pappeln, weiden und Erlen. Im Vorfrühling und im Spätherbst zittern die Wälder im Sturm und in den Nächten stöhnen die Bäume unter krachenden Gewittern. Das Tal ist nicht so breit, zu beiden Seiten bewaldete Berghänge. Schon Anfang September knistert die rote Fackel des Herbstes im Laub. Der Abend fällt früh und feucht. Silberner Nebel legt sich kurz vor der Dämmerung über das Tal. Blutrot glühen die Ebereschen in dieser Zeit, funkeln wie Blut im braunen Laub. Die Abende dann, jene Zeit zwischen Laubfall und Schnee, sind stiller als das letzte leise Walddämmern im Sommer war, kein Vogellaut ist zu hören. Im November trägt der Wind oftmals schon den Geruch von Schnee mit sich. Und wenn er kommt, der Winter, ist das Tal meist menschenleer. Den Tieren, Pflanzen und Wassern überlassen. Den wahren Besitzern des Tals. Hart ist der Winter im Tal, schneidend und kalt seine Winde und wie Diamanten funkeln dann die Sterne am Himmel.
Zieht der Altweibersommer herauf, werden die Blätter der Pappeln und Weiden unruhig, als wüssten sie, dass sie bald fallen müssen. Millionen von Spinnen werfen ihre silbernen Seile und früh am Morgen fangen sich die Tautropfen in ihren Netzen; in denen sich golden die Sonne spiegelt. Stille, Gelassenheit und Ruhe empfängt den Wanderer um diese Jahreszeit im Tal.
Ein kurzes klatschen, verursacht durch das Auffliegen einer Ringeltaube in den Baumwipfeln, knistern im Dickicht, der Ruf des Schwarzspechts, das sind die früh herbstlichen Geräusche des Tals.
Wer an solchen Tagen ins Tal eindringt um etwas zu suchen der wird es gewiss finden. Es kann passieren das einem an solchen Tagen ein seltsames Gefühl überkommt, dass Gefühl einer geträumten und dennoch konkreten Wirklichkeit, einer Wirklichkeit wie man sie nur hier im Tal findet. Atemberaubend erscheint uns nun die Vielfalt von Pflanzen und Tieren, wenn wir nur ein Auge dafür haben.
Und der Himmel? Wie aus Bernstein gehauen scheint er. Doch erst der Mond wenn er am Abend aufgeht, fast durchsichtig verzaubert sein Licht, verwandelt das Tal in eine Märchenlandschaft.
Wer jetzt hier wandert denkt manchmal, er befinde sich an den Ufern der Zeit. 
hukwa

Winter Haiku

Eine Krone aus Schneeflocken
auf seinem Kopf
der Dompfaff am Futterhaus.

In die entlaubten Bäume
bringt neues Leben
der Schnee.

Am Abend sang noch der Herbstwind
am Morgen
fiel Schnee

Der alte Zaunpfosten im Schnee
Sinnbild der Seele.

Beim Wehr am vereisten Bach
ein Edelstein
der Eisvogel.
hukwa

Sonntag, 10. November 2013

Einsamkeit und Schweigen im November

Jetzt im November wo der Tag grau und düster ist und es oft Tage lang regnet ist die Natur die Verkörperung einer ewigen Einsamkeit. Wenn am Abend die Krähen zu ihren Schlafplätzen fliegen erscheint das Schweigen und die Einsamkeit am tiefsten. Jetzt kommt der Moment wo die Seele sich selbst (Selbst) in der Stille betrachtet.
hukwa

Alte Bäume

Ich liebe alte Bäume. Sie strahlen etwas zeitloses aus. In ihnen sehe ich jenes Geheimnis zeitloser Ewigkeit von der ich oft träume.
hukwa

Merlin

Gestern Abend in der Vita Merlin gelesen. Merlin war ohne Zweifel der Genius des keltischen Volkes. Ein Berufener, ein Zeuskind. Heinrich Zimmer schrieb zu recht: "Merlins Herkunft aus der Menschenwelt und der Sphäre der Mächte ist sinnbildlich für Sagengestalten seines gleichen.: sie stammen vom Menschen her und von der Geisterwelt: ein geschichtlicher keine reale Person befruchtete sich aus dem Zeitlosen mit urbildhaften Idealen und Zügen. Das ist der Ausdruck einer priesterlich - seherisch geführten Kultur der Britischen Inseln, in der Druiden als Zauberer und Wissende die Könige überschatten, wie die Hierarchie buddhistischer Priester im lamaistischen Tibet".
hukwa

Samstag, 9. November 2013

Novembermächte

Ich liebe Novembernächte
wie einen Frühlingstag
im Neblung wirken Mächte
die ich sehr mag
ich liebe die dunklen Monde
den Nebelgrauen Tag
so verträume ich gelassen
den profanen Alltag.
hukwa

Freitag, 8. November 2013

Herbstnacht Haiku

Entlang des Baches
folgt mir in der Herbstnacht
der Mond.

Im Licht des Herbstmondes
wird der Kiesel im Fels
zum Edelstein.
hukwa

Donnerstag, 7. November 2013

Mond Haiku

Im Herbstvollmond
leuchtet
das Sein des Zaunpfostens.

Vollmond im Herbstnebel
es schrie in der Nacht
der Dachs.
hukwa

Mittwoch, 6. November 2013

Raureif Haiku

Die Schlehe
ummantelt vom Raureif
Geist der Stille.

Die wilde Hagebutte
im Raureif
kündet den Winter. 

Bedeckt vom Raureif
der alte Zaunpfosten
träumt vom Winter.
hukwa

Dienstag, 5. November 2013

Wenn die Windsbraut durch meinen Garten braust

Draußen herrscht wunderschönes Wetter vor, grau, trüb und verregnet mit viel Wind. Ich mag den November in ihm fühle ich mich geborgen. Er kann mir nicht düster genug sein, je dunkler die Jahreszeit desto leuchtender wird der Geist. Im November muss man sich nach Innen wenden, es ist der Monat der Verinnerlichung. In den Nächten rauscht die Windsbraut durch den Garten. An das Fenster trommelt der Regen, klopft so laut an dass man meinen muss, die stürmische Braut bittet um Einlass. Es ist die Zeit für Geschichten zu schreiben.
hukwa

Novembernacht

Das fahle Licht des Novembers
sondert sich ab vom Jahr
Einsamkeit
du Trost meiner
Gezeiten
noch einmal rinnt in dir
das alte Jahr
November
Erwartungen
in der Nacht
am Tage Kräutertee
am Abend ein Glas Wein 
warten auf
Novembernacht.
hukwa

Montag, 4. November 2013

Die Krähe Kra

Als ich Gestern Morgen aus dem Fenster schaute hatte Raureif Garten und Wald in eine Märchenlandschaft verwandelt. Gegen 7.30 Uhr wurde es langsam hell und im Garten wartete schon die Krähe die ich regelmäßig füttere. Ich brachte ihr Futter und beobachtete sie vom Küchenfenster aus. Rabenkrähen sind seht interessierte Vögel und werden recht zutraulich wenn man sich um sie kümmert. Sie können bis zu 70 Jahre alt werden. "Meine" Krähe, ich nenne sie Kra, brauche ich nur zu rufen dann kommt sie angeflogen. Obwohl sie mir gegenüber sehr zutraulich ist verschwindet sie sofort wenn sich im Nachbargarten jemand sehen lässt. Sie kann also tatsächlich Menschen unterscheiden.
hukwa

Der Herbst ist meine Zeit

Der Herbst ist meine Zeit
wenn er naht
beginnt in mir ein neues Erwachen
der Sommer macht mich schläfrig und krank
November lässt mich hoffen
lässt sprießen meine Geistestriebe
entfaltet er den Seelenfrieden
ich weiß der Winter naht
der Uralte
der Weise
ist er da
gehe ich auf Geistesreise
ich spüre die Weite
ummantele mich
mit Träumen
und lass mich von den Winden treiben.
hukwa

Herbstlaub

Das letzte Fallen der
Herbstblätter
erinnert an die Lebensreise.
hukwa

Sonntag, 3. November 2013

Herbstwachstum

Wie ein Baum zwei Wachstumsperioden hat, eine im Frühjahr und eine im Herbst, so fühle ich dies auch in mir. Das Herbstwachstum ist ein spirituelles Wachstum. Man muss es pflegen damit man es nicht verliert. Die beste Pflege ist die Natur, das beobachten der Tiere und der Aufenthalt in den Wäldern. Im Herbst werde ich zum Naturmystiker - den die Natur ist die Sprache der Allseele.
hukwa