Sonntag, 23. Dezember 2018

Unterwegs sein im Gedicht

Das Gedicht sollte Initationslyrik sein. 
Thoreich Geißenbauer 

Es ist die uralte Traumsprache die mich auf Reise schickt
sie zu Verstehen heißt hinter den Horizont zu schauen
dort in der eigenen Wucht des Daseins
wo an den Ufern des goldenen Flusses
die Nachtspechte singen
lernt man
die Sprache des Hermes zu sprechen
fern der Trugbilder des Alltages
geht die Reise
in das Land hinter der Nebelwand.
hukwa

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Abseits der Gewöhnlichkeiten

Es ladet die Masse zum Gelage
das Übliche
das Billige wird aufgetischt
doch im Saum der Zeit
wo im zauberischen Wald von Avalon
das Echo ihres Gedröhnes
nie ankommt
hier in geheimer Erwartung
der vollendeten Dunkelheit
tropfen die Verse in den Gralskelch
wie das wärmende Wachs 
einer sich verzehrenden Kerze
wo die Jahre des Wachens
in Silber eingefasst
vor sich hinträumen
Abseits
aller Gewöhnlichkeiten.
hukwa

Dienstag, 18. Dezember 2018

Kattowitz - das war ein Witz

Unsere derzeitige Menschheitsgeschichte und der in ihr wirkende Wahnsinn hat bald jenes unwiderrufliche Stadium erreicht wo wir leider davon ausgehen müssen, dass das Ziel unserer Geschichte deren Vernichtung ist. Das symbolische 5 vor 12 Geschwätz nähert sich langsam seinem Ende aber trotzdem trifft die Politik ihre irreparablen Entscheidungen zugunsten des materiellen Wohlstands und Konsumwachstum. Es besteht seit langem kein Zweifel mehr, dass die Lernfähigkeit unserer PolitikerInnen und VolksvertreterInnen trotz andauernder Ökokatastrophen äusserst beschränkt zu sein scheint. Oder haben wir es hier einfach mit gekauften, skrupellosen PolitikerInnen zu tun die inzwischen zu einem nicht mehr tragbaren Sicherheitsrisiko für den Bürger geworden sind? Wie es scheint wird sich ihr Geld, ihre gekauften Experten und deren Expertisen durchsetzen und zwar auf Kosten der großen Minderheit. Das in Kattowitz beschlossene „Regelbuch“ ist doch nichts anderes als scheinheilige politische Interpretationsakrobatik, eine Hinhaltetechnik mit der man die Menschen beruhigen will. So wie die ökologische Realität aussieht müssen unsere Kinder und Enkelkinder bald ein Leben führen das überhaupt keine Erinnerung mehr an Leben enthält! Und das alles weil selbstsüchtige Wirtschaftsbosse und die von ihnen gekauften Politiker meinen sie seien die Herren dieser Welt!

Allein so dumme Sprüche wie die von der deutschen Bundesumweltministerin das „von Kattowitz das Signal ausgehe, dass wir beim Klimaschutz nicht stehen bleiben dürfen, sondern gemeinsam immer besser werden müssen“ fordert doch schon zum Hohngelächter auf. Bisher ging von jedem Klimagipfel ein „Signal“ aus, doch hinterher wurde es immer dunkler.

Ich weiß nicht was in Kattowitz geschaffen wurde politische Fakten waren das nicht, eher ein Weihnachtsmärchen.
hukwa

Sonntag, 16. Dezember 2018

Sternengärtner

Meine Verse haben den Sinn den man ihnen gibt. 
Paul Valery  

Es ist das weiße Haar des Dezembers
das Heute Morgen die Landschaft bedeckte
der Frost klirrt
das Jahr ist alt geworden
in der Nacht leuchten die Sternengärten
nun besonders hell
und jene die noch lauschen können
hören nun den Sphärenklang
sind Pilger in den diamantenen Gärten
die einem fernen Horizont
eine neue Welt erträumen.
hukwa

Samstag, 15. Dezember 2018

Im einsamen Äther zu Hause

Die Heimat des Dichters ist die Sprache, 
die aufgeschriebene Sprache 
und er ist allein mit ihr. 
Dies ist das Glück und das Leid des Dichters. 
H.W. 

Ein frostiger Morgen
in Eis gewordene Zeit 
lässt mich entfliehen
dem Kerker der Gewöhnlichkeiten
weg von den Bildern die sich der Durchschnitt erträumt
besteige ich die kristallenen Höhen
einsamer Geistabenteuer
dort im einsamen Äther
wie Pindar
ist meine Heimat.
hukwa

Freitag, 14. Dezember 2018

Gehe zur Rinde der Linde

Die Schatten in den Wäldern
durchbrechen die eingeschränkte Zeit
die Morgennebel
verbergen den Schöngehörnten
im Schilf verlor er eine Locke seines silbernen Haars
lächelnder Orpheus
in der Rinde der Linde
wirst du ihn finden.
hukwa

Dienstag, 11. Dezember 2018

Uralter Mond

"Wir bahnen unsere neuen Wege bis zu nie vernommenen Worten". 
Saint-John Perse  

Dieser uralte Mond
der sein Verlangen auf die Erde herab strahlt 
entweihtes Gestirn 
Träume und Visionen entsendend 
in schwarzer Nacht erhabenes Licht 
beleuchtest du die antiken Ruinen 
in finster tiefe Gänge 
führst du die Seele 
Traumvision 
wahrer Existenz 
uralter Mond 
erzählst du von den unnennbaren Zeiten 
der vergessenen Namen 
des verwesenden Wortes 
der zu Stein erstarrtem Chimäre 
in einem herrlichen Gestade 
wild ziehender Wolken 
seit undenklichen Zeiten 
meditierender Mond 
Knochen zu Staub 
Staub zu Stein 
ist der Kreislauf 
uralter Mond. 
hukwa

Sonntag, 9. Dezember 2018

Demeter schläft

Die Natur zeigt sich von ihrer winterlichen Seite. Ihre Kinder ziehen sich zum großen Teil zurück in eine chtonische Starre. Die alte Demeter schläft. Doch die uralte Erdgöttin wird wohl keinen guten Schlaf haben, weiß sie doch was ihre ungezogenen und böse Menschlinge mit der Schöpfung treiben. Einst war ihr Name Begriff für die Fruchtbarkeit des Bodens, Mütterlich sorgte sie für ihre Geschöpfe. Das sagt ja schon der  Name dieser Ackerbaugöttin: De - Meter bedeutet im zweiten Wortteil die Müttterliche, während der erste Teil auf ihr göttliches Prinzip zielt. Wörtlich übersetzt bedeutet Demeter einfach Erdmutter. Sie ist nichts anderes als ein Aspekt der Gaia. Sie will uns lehren dass wir uns als einen Teil von ihr sehen. Als Teil eines noch größeren Lebewesens nämlich dass der Erde.
hukwa

Samstag, 8. Dezember 2018

Akasha

Das Hermetische Gedicht führt die Seele in ein fremdes Land.
H.W. 

Die dunkle wilde Dämonie 
einer schwarzen Nacht 
nur manchmal unterbrochen 
durch den fahlen Lichtschein 
des trunkenen Mondes 
eine Unke tastete umher 
und tiefer aus dem Wald 
drang ein Gesang herüber 
die Glut vergangener Zeiten durchpulste das Blut der einsame grüne Waldweiher ein uralter Spiegel 
der die Erinnerungen von Generationen verwahrt 
V erlangen nach uraltem 
Mond und Nacht 
die unnennbaren Zeiten 
werden zu Gesichtern 
im uralten Spiegel des grünen Wassers 
Mondfülle erzählt 
die Märchen zukünftiger Zeiten 
während der Morgen im Gestern erbebt 
schweigsam im klaren Harz der Kiefer 
breitet sich die Erinnerung der Bäume aus 
Geheimnisvoll das Gedicht wie der archaische Flug der Vögel 
Orpheus ging vorüber. 
hukwa

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Mittlerin zwischen den Welten

Ziel eines Lebens das auf einem spirituellen Fundament aufbaut ist die Vereinigung mit etwas höherem, einem Höchsten - Einen. Dies ist nichts anderes als die Rückbindung (religio) zur Quelle. Oft kehrt man zu diesem Urgrund zurück ohne das man es bemerkt nämlich durch die Reise die unsere Traumseele jede Nacht unternimmt. Unser Traumbewusstsein ist sehr vielschichtig. So wie es Menschen gibt die ein reines Herdendasein leben, und am täglichen Sein vorbeilaufen weil ihr leben nur Oberfläche ist so ist es auch mit unserem Traumbewusstsein: Manche schauen in Träumen mehr als Andere. In solchen Fällen von bewussten Traumleben funktioniert die Traumseele als Mittlerin zwischen den Welten und den Jahrhunderten. Diese Traumseele schenkt uns jene Überwirklichkeit die es uns ermöglicht Zeitreisen zu unternehmen.
hukwa

Samstag, 1. Dezember 2018

In zwei Welten zu Hause

Überwirklich beheimatet
jenseits der Sterne
in der Region des Erebus
wo Erebos seine Nachkommen zeugte
stieg ER herab und besuchte
die Höhlen von Samaothrakien
wo ER Gedichte schrieb und wie ein Eremit lebte
Lobgesänge auf Orpheus
Dankgebete an Dionysos
mit Blut auf schwarzes Pergament geschrieben
"und du wirst mich im Lichte der Götter wiederfinden
bis dahin muss ich umherirren
in der Lichtlosen Sphäre..."
ER band seine Gedichte an den Baum der Träume
den ewig grünen Lorbeerbaum
dann verschloss ER die Höhle
mit einem mächtigen Fels
und fiel in einen tiefen Schlaf
hier weit weg vom
Irrgarten des Menschendaseins
träumt ER von seiner doppelten Natur
von der VEREINIGUNG zweier WELTEN
seine Träume trugen IHN an die Ufer des Lethestroms
wo die Irrsinnwirkenden Pflanzen wuchsen
wo Ariadne mit ihrer dunklen Begierde lauerte
während draußen der Sturm durch die Eichenwälder brauste
und vom Berge Kaukaion
die Echo des Donners ins Tal drangen
durch die sturmgepeitschten Wälder schlich
Aglaoinike
mit einem Pantherfell bedeckt
aus der Ferne drang das Heulen der Waldvampire
doch ER lag im tiefen Schlafe
VEREINT mit zwei WELTEN.
hukwa

Donnerstag, 29. November 2018

Weg nach Eleusis

In der Nacht bin ich in einem sehr realistischen Traum nach Eleusis gewandert. Ich lief die heilige Straße, über die Brücke, vorbei an den Sümpfen nach Eleusis. Es war eine Pilgerschaft in eine andere Welt. Solche Träume die ja mit den Archetypen in Verbindung stehen hat man nicht jede Nacht. Auslöser dieses Traumes war wohl die Literatur über das antike Griechenland die ich derzeit lese. Alles Bücher die man im historisch-antiken Sinn Mysterienbücher nennt.
hukwa

Im Schatten nächtlicher Pfade 
erwarte ich die Stunde 
die das erste Hell 
von der Dunkelheit scheidet 
unter der alten Eiche 
lausch ich dem Orakel  
der Mond ruht über mir 
uralter Eiche Stimme 
die Welt ist zweigeteilt 
Gestern sprachen noch die Nymphen. 
hukwa

Mittwoch, 28. November 2018

Eleusis

 Eleusisches Licht 
beleuchtet mich 
da ich wandere 
durch blaue thrakische Nacht 
Eos goldene Tränen 
befeuchten mein Angesicht 
dennoch 
Aglanoike suche ich 
die Dienerin der Aphrodite 
Bacchantinnen im Tal der Hekate 
euren Ruf vernehme ich. 
hukwa

Um in die Mythologie einzudringen, um ihren Sinn zu begreifen, darf man mythologische Texte nicht als Märchen lesen, sondern als Tatsächlichkeit. Als eine Tatsache der "inneren Geschichte" des Menschen. Ein eindeutiges Beispiel hierfür ist das Orakel von Eleusis. Wir haben es in Eleusis mit einer geschichtlichen Tatsache zu tun, die 2000 Jahre lang stattgefunden hat. Wahrscheinlich wird das Geheimnis von Eleusis nie gelöst werden, jeder der es kannte, und das waren sehr viele, hat darüber niemals etwas ausgesagt. Wir kennen von den Mysterien nur das Gerüst, das innere Geschehen im Heiligtum bleibt der Welt bis heute verborgen. Es muss dort etwas geschehen sein, von solch mystischer Intensität das niemand wagte darüber zu reden. Diese Tatsache beweisen zahlreiche antike Zeugnisse unter ihnen die Tragiker Sophokles und Euripedes. Platon, der auch ein Eingeweihter der eleusischen Mysterien war, bezeichnete das Geschehen dort als "phantasmata", als eine Geisterhafte Erscheinung.
hukwa

Montag, 26. November 2018

Im blauen Fackelschein

Meine Gedichte wollen die Seele ins Fremde führen, in eine chtonische Landschaft. 
Hans Wagner 

Die Arme mit Schlangen um wunden
im roten Schein purpurnen Mondes lichtes
dich Hekate grüße ich
Urfunken glitzern
tief in meiner Seele
ins alte Thrakien reise ich
Gorgonenhaupt
erschreckt mich nicht
im Fackelduft
im blauen Schein
verbindet sich mein Sein
mit Thrakiens und Arkadeins reiner Luft.
hukwa

Samstag, 24. November 2018

Geflüster der Eichen von Dodona

"Im Wort liegt etwas Heiliges, das uns verbietet, mit ihm ein Zufallsspiel zu treiben. Eine Sprache kunstvoll handhaben heißt eine Art Beschwörungszauber ausüben". 
Stephane Mallarme  

Sternverwandt
steigt mein Geist empor 
sich wärmend im orphischen Licht 
ins Land der Hyperboräer 
wo Dunkel sich erhellt 
in einem von 
Schwänen gezogenen Wagen 
reist heute mein Geist 
lauschend dem Geflüster 
der Eichen von Dodona 
enteilend den Masken der Medusen 
hinein ins lichte Eleusis. 
hukwa

Freitag, 23. November 2018

Wo den Silberfingern goldene Nägel wachsen

Über den dürren kalt gewordenen Nächten
steht der rote Mond
er sorgt dafür
das die Erinnerung wach bleibt
in meinem Blut
ein Schweigen strahlt aus
der gefrorene Rosenbusch
schläft auch das grüne Einhorn fest
verweile ich doch am gleichen Ort
wo den Silberfingern goldene Nägel wachsen
dort bei den Birken
wo sie blaue Schatten werfen
entzündet sich die gefrorene Flamme
begleitet vom Ruf des Nachtspechts.
hukwa

Donnerstag, 22. November 2018

Das schläfrige Morgenlied des Nachtspechts

Der Schnee auf den Bäumen
erzählt mir
von Werden und Vergehen.
hukwa

Sie deuten den Ruf des Nachtsspecht
als etwas böses
erschrecken vor dem unsichtbaren Kainsmal
es ist die Stunde da der Morgen erwacht
die Zeit da der Magier mit seinem Buchstabenzauber beginnt
begleitet vom
schläfrigen Morgenlied des Nachtspechts.
hukwa

Meine Gedichte sind Inspirationslyrik doch vor allem 
sind sie Initationslyrik. 
H.W. 

Dienstag, 20. November 2018

Kosmisches Echo

Wohnung und Heimstatt
der Unbegrenzte Raum des Geistes
der gesellschaftlich gefärbte Intellekt
ein Werkzeug des Geistes
in mir tief drinnen
das Echo kosmischer Mächte
erzählt
vom Sternenstaub vor Jahrmillionen
geformter Geist
aus Stein entstanden.
hukwa

Montag, 19. November 2018

Winterhaiku

In kalter Winternacht
krächzen die Elstern in der alten Fichte
die Eule flog vorüber.

Im Schneewald
Auge in Auge
die einsame Krähe und ich.
hukwa

Sonntag, 18. November 2018

Verbunden mit der Allseele

So entfernt ist die Vergangenheit nicht
das ich nicht mehr beobachten könnte
wie Wordsworth durch die Wälder streift
ein Gedicht ohne Scham und ohne Begrenzung
das sich durch den Kosmos bewegt
ist das Vermächtnis von Blake
der aus einem Strudel von Wolken
Regenbogen farbene Vögel fliegen ließ
denn seine Worte waren die Wolken der Poesie
und seine Zeichnungen gezogen mit Elfenhand
so entfernt ist die Vergangenheit nicht
das wir keine Medusenschwärme
sondern blutrote Regenwürmer sind
die sich in einer entfernten Vergangenheit
in dieses heutige Sein entwickelten
nun drängt zur nächsten Stufe
dem Erwachen
des göttlichen Antropos.
hukwa

Samstag, 17. November 2018

Gespür für die Allseele

Gerade war ich im Garten die Krähen füttern. Als ich unter die Bäume trat warteten beide schon auf mich. es sind wunderschöne Momente wenn man das vertrauen das Wildtiere einem entgegen bringen können spüren darf. In mir spüre ich dann ein tiefes Gefühl mit der Allseele in Verbindung zu stehen. Man gehört zur großen Familie von Stein, Pflanze und Tier.
hukwa

Donnerstag, 15. November 2018

Uralte Sehnsucht

Uralte Sehnsucht
lagert in dunklen Herbstnächten
die Spur im Sand
wird zum Wegweiser des Traums
früher Morgen
erstes Licht
in der Ferne
die regungslose Nebelwand
durchbrochen
vom ersten rötlichen Dämmern
des neuen Morgen
der erwachende Tag
wird zum Sprungbrett
den eigenen Schatten zu überwinden.
hukwa

Mittwoch, 14. November 2018

Wir sind nur ein Versuch der Natur

Die Welt ist ein Lebewesen, 
ausgestattet mit einem Körper, 
den die Menschen sehen können, 
und einer Intelligenz, 
die die Menschen nicht sehen können. 
Hermes Trismegistos 

Es ist mir fast nicht möglich den Gedanken zu fassen dass diese Welt doch einmal zur Vernunft finden wird. Der Mensch ist ein Zerstörer, er vernichtet mutwillig Tiere und Ökosysteme und lebt im Krieg mit seiner eigenen Spezies. Dumpfheit, Dummheit und Gier regiert die Welt. Die Erde ist ein Lebewesen und sie wird sich gegen die zerstörerischen Eingriffe des Menschen zur Wehr setzen. Dies passiert ja schon man muss nur die Auswirkungen des Klimas beobachten!
Der Mensch sein ein "Fehlschlag der Natur" meinen einige. ich denke wir sind nur ein "Versuch der Natur" und wenn wir uns weiterhin gegen die Erde stellen wird unsere Erde diesen "Versuch" einfach abbrechen.
hukwa

Dienstag, 13. November 2018

Novembergedanken

Das fahle Licht des Novembers
Erinnerungen aus dem alten Jahr
Trost meiner Gedanken
noch einmal rinnt vorbei
Erlebtes und Gedachtes
November der Erwartungen
erfüllst du die Abende
mit Schweigendem.
hukwa

Freitag, 9. November 2018

ABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

Für die Wälder unserer gemeinsamen Erde

WIR
Foto©UteKW

Wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von der Erde der Sonne dem Mond und den Planeten
von den Bäumen den Pflanzen den Ozeanen den Eisbergen den grünen Wäldern
wir gehören zu dieser Erde wie die Pflanzen und Tiere
wir sind verbunden mit den Wäldern die ihr täglich zerstört
wir sind verbunden mit den Meeren und den Flüssen die ihr täglich vergiftet
wir sind Kinder dieser Erde die uns ernährt und die wir lieben
wir sehen uns in einer Verpflichtung für diesen Planeten
wir haben Angst
diese Angst hat konkrete Gründe
sie ist Verantwortung gegenüber den Nachgeborenen den noch Ungeborenen
wir sehen eine ungewisse Zukunft vor uns
wir die Kinder dieser Erde wissen
dass unsere Philosophie nicht identisch ist
mit der Sicht der Konzerne und ihrer Manager die diese Erde ausbeuten
uns ist bewusst dass ihr mit eurer Verantwortungslosigkeit
mit eurer ungelenkten Konsumsucht und Raffgier
unsere Zukunft zerstört
denn die Zukunft gehört dem Leben
nicht dem schleichenden Tod den ihr vorbereitet
die Zukunft gehört den klaren Wassern der Meere und Flüsse
denn grünen Wäldern und Hügeln
die Zukunft gehört nicht euren roten Listen
die ihr den Nachgeborenen als Erbe hinterlassen wollt
wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von unserem noch blauen Planeten
und wir werden kämpfen
für unsere Kinder und Enkelkinder
denen wir eine Zukunft geben wollen
deshalb
lasst uns unsere Träume und Visionen zu Werkzeugen schmieden
mit denen wir unsere Sehnsüchte
nach einer besseren Welt
konkret verwirklichen können. 
 
hukwa












Donnerstag, 8. November 2018

Historisches Wissen ist immer Mitwissen am Mythos - Von der metaphysischen Geschichte der Menschheit

Wir alle tragen ein Geschichtsbild in uns (das Geschichtsbild des Einzelnen), das in der Regel von dem Geschichtsbild der professionellen, institunionalisierten Geschichtswissenschaft abweicht. Diese Geschichtsbild des Einzelnen ist in der Regel kein so „trockenes“ wie das der Geschichtswissenschaft. Es ist spekulativ. Ein Mensch wie Schliemann hatte gewiß ein großes Geschichtswissen dennoch verließ er sich bei seiner Suche nach Troja nicht auf das Geschichtsbild der damaligen Geschichtswissenschaft sondern er zog den niedergeschriebenen Mythos in seine Suche mit ein und wurde fündig. Hätte er sich nur auf die Fakten damaliger historischer Erkenntnisse verlassen er hätte niemals seine großen Entdeckungen gemacht.
Echtes historisches Wissen ist immer auch „Mitwisserschaft“ am Mythos der aus dem Reich der Archetypen zu uns dringt. Schliemann las den Homer nicht als mythische Überlieferung für ihn war dieses Schriftum ein frühgeschichtliches geistiges Dokument das zum Teil auf Tatsachen beruhte.
Denn der Mythos ist zu einem Teil objektive Wahrheit und zum anderen Spekulativ. Was Schliemann erkannt hat war dass neben der äußeren Geschichte noch eine „Innere Geschichte“ existiert, diese hatt man mit dem Kleid des Mythos umhüllt.
Bachofen hat dies korrekt ausgedrückt:
„Was nicht geschehen sein kann, ist jedenfallls gedacht worden. An die Stelle der äußeren Wahrheit tritt also die innere. Statt der tatsächlichkeiten finden wir Taten des Geistes“.
Der Mythos der ja die Innere Geschichte des Menschen beschreibt ist die Metaphysische Geschichte der Menschheit. Zwischen dieser metaphysischen Geschichte und der historischen Geschichte besteht immer eine Verbindung. Der mythos erzählt also die älteste gedachte Geschichte des Menschen. Das mythische Denken ist ein vorsokratisches Denken. Das Alte Testament ist hierfür ein Beispiel. Man kann davon aus gehen das Moses eine historische Person war seine „Taten“ allerdings sind mythisch. Hier kannn man deutlich die Verbindung zwischen innerer und äußerer Geschichte erkennen. Die metaphysische Geschichte des Menschen ist so alt wie seine Evolution. Mit dem Aufdämmern der Logik, mit der Philosophie des Sokrates der die Wurzeln der Logik gepflanzt hat, wurde der Mythos ins menschliche Unbewusste verdrängt. Dort führt er als „psychische Realität“ eine eigenständige existenz, die der Kontrolle unseres Ich-Bewusstseins nur bedingt erfahrbar ist. 

hukwa 



Mittwoch, 7. November 2018

Die dunkle Seite des Novembers

Die dunkle Seit des Novembers
legt sich auf das glänzende Gefieder der Krähe
Nacht am Tag
Tagesnacht
Novembernebel
Beschwörung der Zeit
das sind Novembermächte.
hukwa

Dienstag, 6. November 2018

Mit Tieren sprechen

Seit Jahren spreche ich mindestens einmal am Tag mit den Krähen. Es sind wildlebende Tiere die mich mehrmals am Tag besuchen und sich ein Leckerli abholen. Sie sind sehr intelligent und ich weiß dass sie mich verstehen wenn ich mit ihnen spreche. Wenn man mit Tieren spricht muss man gleichzeitig das Gespür in sich fühlen, das es echt ist, wenn man davon überzeugt ist das sie einem Verstehen. Man darf sich da nichts selbst vormachen. Dieses Gespür beruht auf einer sehr langen Erfahrung im Umgang mit Tieren. In der Regel finde ich es weitaus interessanter mich mit Tieren auseinanderzusetzen als mit Menschen.
hukwa

Freitag, 26. Oktober 2018

Herbstwanderer


Eine Naturmeditation
Fotos Moosalbtal©UteKW



Wenn im Herbst die ersten weißen Nebel in den Tälern des Pfälzerwaldes erscheinen und die Bäume ihr buntes Herbstkleid angelegt haben, beginnt für den Wanderer eine besonders schöne Zeit.
Die goldene Sonne des frühen Oktober zieht ihn nun magisch in die Wälder. Der zehnte Monat des Jahres trägt den altdeutschen Namen Gilbhart. In ihm verborgen sind die längst ausgestorbene Wörter „Gilb“ für Gelb, ein Hinweis auf das sich verfärben der Baumblätter und „Hart“ das einst für Bergwald stand. In den Gebirgsnamen Haardt und Harz ist es bis heute erhalten geblieben.
Wer im Herbst durch die Wälder wandert, hat die Möglichkeit vieles und Absolutes zu sehen und zu erkennen. Kann man doch in der Natur und ihre Prozessen die eigene Vollendung entdecken.
Mit dem Fallen der Blätter erinnert man sich seiner geschichtlichen Zeit aber auch seiner schöpferischen Endlichkeit. Der ganze Herbst ist eine einzige Naturmeditation.
In den Wäldern begegnen wir nun besonders intensiv dem Spiel der Naturelemente von Zerfall und Wiedergeburt. Hier der Friedhof des toten Laubes und doch keimt unter dieser Schicht schon das neue zukünftige Baumleben.
Ein elementares Spiel treibt der Herbst in den Wäldern. Die Wucht seiner faszinierenden Farben betören den Wanderer und doch steckt in ihnen schon das Ahnen des nahenden Winters. Hoch oben am Himmel erscheinen am Abend die ersten diamantene Herbststerne.
Manchmal hat der Wanderer das Glück, wenn er am Abend aus den Wäldern heraustritt, das Schnattern der Wildgänse zu hören, dies sind besondere Augenblicke.
Herbst das ist kein Niedergang, diese Jahreszeit spricht in einem wunderbaren Schöpfungsalphabeth zu uns. Im Lied des Herbstes singt noch einmal die ganze Süße und Schwermut des Sommers zu uns.
Stimmt das Wettter dann erreicht jetzt die Hirschbrunft ihren Höhepunkt. Wer ein solches Naturschauspiel einmal erlebt hat, für den wird es ein unvergessenes Ereignis bleiben.
Die Bienen machen jetzt ihren Stock dicht und nach den ersten Nachtfrösten beginnt der Siebenschläfer seinen Winterschlaf. Dort wo Eichbäume stehen erscheint jetzt sehr häufig der Eichelhäher, der fleißig Eicheln sammelt. Dieser Baumpflanzer kann bis zu sechs Eicheln in seinem Kehlsack tragen die er zu seinen Sammellagern bringt.
Der Oktober ist auch die Zeit der Pilze und eine Art fällt uns nun besonders auf. Der Fliegenpilz. Vor allem dort wo Birken und Fichten wachsen, finden wir nun dieses mystische „Männlein im Walde“, hat es doch zu diesen beiden Baumarten eine besondere Beziehung.
Eine besonders schöne Herbstfärbung findet sich jetzt bei den Ahornbäumen aber auch die Wildkirsche, die im Frühjahr mit ihren schneeweißen Blüten die Landschaft verzaubert hat, verzückt uns nun noch einmal mit der besonderen Rotfärbung ihrer Blätter.
Der „Goldene Oktober“ dauert etwa bis zur Monatsmitte. Jetzt, da die ersten Frostnächte nahen, erreichen der Wildapfelbaum und die Schlehe ihre letzte Reife.
Je tiefer der Wanderer nun in die Wälder eindringt, desto intensiver trifft ihn nun die Melancholie des herbstlichen Untergangs und doch schwebt in diesem scheinbaren Vergehen bereits die Frucht eines neuen Werdens. 
hukwa 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

„Auf dem ältesten Altare der Menschheit stehend“

Gedanken beim Besteigen eines Berges bei Trippstadt

Foto©UteKW

An solchen Orten erkennnnt man dass Natur vielmehr ist als das wissenschftlich Messbare oder wirtschaftlich Verwertbare. Solche Plätze sind ein Sinnbild für seelische und kosmische Verbindungen. Es sind Landschaftsräume von Andacht, Demut und Stille. Wenn man sich hier aufhält kommt der Moment wo der Geist zwischen Tag und Nacht, Wachheit und Phantasie, zwischen Gegenwart und ältester Vergangenheit weilt.
Einsam auf einem Bergrücken im Pfälzerwald gelegen steht eine seltsame Formation von Buntsandsteien. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren als wären sie einst von Riesen errichtet worden. Es handelt sich natürlich um ein Steingebilde das in der Eiszeit entstand.
Die Anordnung der Felsen ist so bizarr das man davon ausgehen muss dass sich hier in der Frühgeschichte ein heidnischer Kultplatz befand. Verwitterte Ritzungen in den Steinen und kaum noch deutbare Felszeichnugen lassen ahnen dass dieser Platz einst für religiöse Handlungen genutzt wurde.
Etwas entfernt im Gebüsch, von Farn und Brombeerranken bedeckt, liegt ein spitz zu laufender Stein von etwa drei Meter Länge bei dem es sich um einen Menhir handeln dürfte. Eine Vertiefung auf der Buntsandstein Formation hat die gleichen Umrisse wie der Sockel dieses Steins. Noch etwas weiter entfernt findet sich eine Steinanlage die mit Sand ausgefüllt ist und bei der es sich wohl um einen urzeitlichen Grabhügel handeln muss.
Wenn man die Felsformation erklettert hat und auf der Plattform steht auf der mindestens zehn Menschen Platz haben empfängt einem das erhabene Schweigen dieser mystischen Waldlandschaft. Wie Mahner oder Wächter stehen die mächtigen Buchen und Eichbäume hier. Die darauf achten dass die moderne und entmytologisierte Gegenwart hier nicht so einfach eindringen kann. Der Weg hier herauf führt vorbei an abgelegenen Felsplateaus, verwunschenen Steinen und dichtem Wald. Die Moose an den mächtigen Buntsandsteinblöcken erscheinen wie Metaphern für das zähe Überleben dieses mythischen Raums. Wie schlafende Riesen mahnen sie uns an ein goldenes mythisches Zeitalter. Auf der Bergkuppe weilend scheint sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu Vereinen. Es ist der Moment wo sich die Gedanken einem Höherem, einem Anderen zuwenden. Und dieses Andere scheint jetzt in seiner urgewaltigen, archaischen Sprache zu sprechen. Es ist als würde sich ein Vorhang Lüften der für einge Sekunden einen Blick in die Frühgeschichte der Menschheit preisgibt. Und im leisen rauschen der Bäume, im Rascheln der trockenen Blätter und im Wispern des Windes scheint plötzlich die Stimme Goethes zu ertönen:
„In diesem Augenblick, da die inneren anziehenden und bewegenden Kräfte der Erde gleichsam unmittelbar auf mich wirken, da die Einflüsse des Himmels mich anher umschweben, werd ich zu höheren Betrachtungen der Natur hinaufgestimmt, und wie der Menschen Geist alles belebt, so wird auch ein Gleichnis in mir rege, dessen Erhabenheit ich nicht widerstehen kann. So einsam sage ich zu mir selber, in dem ich diesen ganzen nackten Gipfel hinabsehe und kaum in der Ferne ein gering wachsendes Moos erblicke, so einsam sage ich, wird es dem Menschen zu Mute, der nur den ältesten, ersten, tiefsten Gefühlen der Wahrheit seiner Seele öffnen will. Da kann er zu sich sagen: Hier, auf dem ältesten ewigen Altare, der unmittelbar auf die Tiefe der Schöpfung gebaut ist, bringe ich dem Wesen aller Wesen ein Opfer dar“.

hukwa

Dienstag, 23. Oktober 2018

Das Einfache ist das Wahre

Der alte bemooste Zaunpfosten 
vom Eisreif  ummantelt 
steht ganz versunken in Sein und Zeit. 
hukwa  

Ich versuche meinem Alltag einen spirituellen Hintergrund zu geben, ihm täglich ein kleines Wunder abzuringen. Simplex sigillum veri.  Es ist die tägliche Reise vom Alltag in den ALL-TAG.
hukwa

Sonntag, 21. Oktober 2018

Herbstreigen

Wald versinkt in weißen Nebelschwaden
letzte Gladiolen grüßen aus welkendem Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
lauscht des Herbstes friedlichem Reigen
im Gebüsch schläft fest die Unke
Schwalben sind schon lang verschwunden
Letzter Kranichzug
nur die alte Eiche tut noch künden
von vergangenen Frühlingswinden.
hukwa

Freitag, 19. Oktober 2018

Wie kommt der Stein zu seinem Sein


Foto©UteKW


Sie haben eine starke Ausstrahlung die riesigen Felsen im Karlstal. Aus Sicht der Geomantie ist das Karlstal ein großer, sakraler Landschaftstempel. Die mächtigen Felsen in diesem Tal scheinen ihr eigenes Sein zu führen.
Der russische Wissenschaftler Vernadsky sah das Leben auf der Erde als eine „Dispersion des Gesteins“. Er ging von einer sich über Milliarden von Jahren erstreckenden Umgestaltung des Gesteins aus, in deren Verlauf sich der Stein von der Mikrobe zum Menschen in immer komplizierteren Lebensformen transformierte. So gesehen ist der Stein einer der ältesten Verwandten von uns. Wie das Salz der Meere gehören auch Mineralien zu den „Urbausteinen“ unseres Körpers. Das „Fundament“ unseres Körpers ist ja letztendlich nichts anderes als „Sternenstaub“. Der Regen schuf Rinnen in die Felsblöcke und transformierte in einem Zeitraum von Jahrmilliarden feinste Staubkörner samt Gesteinssalzen in die Meere denen dann das Leben entstieg. So existiert in uns das Reich der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere. Die ganze lange Naturgeschichte ist in uns vorhanden.
Wer weiß, vielleicht haben Felsen deswegen manchmal fast menschenähnliche Züge sie sind ja entfernte „Verwandte“ von uns.
Das wirklich Ur-sächliche in der Natur ist immer Symbolon. Deshalb können wir die Natur in ihren Tiefen nur deuten, wenn uns soweit unser eigenes Wesen von innen her in lebendigen Bezug zu seinem schöpferischen Urgrund steht, der eben auch der Urgrund von Natur und Kosmos ist. Von dorther erhält unser Bewusstsein seinen Inhalt, dem wir dann einfach ein rationales Kleid geben müssen um überhaupt zu verstehen. Man könnnte auch sagen „der Stein lässt seine Masken fallen“. In dem wir anfangen dies zu begreifen wird uns klar, dass wir das „Unsichtbare“ sichtbar machen und zwar als lebendiges Symbol innerer Wirklichkeit.

hukwa

Wald Haiku

Beim Waldbach
sitze ich in Meditation
über mir der Zug der Kraniche.
hukwa

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Zweimal Genius Loci

Fotos©UteKW

hukwa

Im weltweiten Rauschen der Baumeswipfel

Wenn ich durch die Wälder laufe sehe ich dass jeder Baum ein Konkurrent um das stark umkämpfte Sonnenlicht ist und doch leben sie friedlich zusammen.
Wir könnten von den Bäumen lernen.
hukwa  

Im weltweiten Rauschen der Baumeswipfel stimmt der Wald seinen Gesang mit noch vielen anderen Elementen ab. Der Wald und seine Funktionen zeigen uns dass wir nur überleben werden wenn wir bereit sind dass Ganze zu Schauen, uns für ein ökologisches Leben entscheiden und entschlossen für den Schutz der Erde eintreten, vor allem die Natur die wir ja selbst sind in den Mittelpunkt unseres Denken stellen.
Stimmen wir doch ein in diesen Gesang.
hukwa

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Herbst Haiku

Der Flug der Wildgans
erzählt mir wo
vor vielen Jahren ihr Flug begann.

Den Ruf der Wildgans hörte ich deutlich
im Echo
flog die alte Erdmutter mit.
hukwa

Montag, 15. Oktober 2018

Ihre Gier kennt keine Grenzen

Vor langer Zeit schrieb Leonardo da Vinci folgende Zeilen: "...Die werden immer untereinander Kämpfen und sich größten Schaden zufügen, und viele werden Sterben auf beiden Seiten. Es wird keine Grenzen geben für ihre Bosheit und mit ihrer Wildheit werden sie die großen Bäume der Wälder des Universums zu Boden reißen. Dann, wenn sie satt sind, wird ihr Wunsch davon genährt sein, Tod zu geben, Leiden, Ungemach, Kriege und Wut, gleich auf wenn und was da lebt. Und in ihrem unersättlichen Hochmut, werden sie sich zum Himmel hinauf heben wollen, doch durch die allzu große Schwere ihrer Leiber werden sie unten bleiben. Nichts auf Erden, unter der Erde oder im Wasser wird es geben, dass nicht verfolgt, aufgestöbert, verdorben wird und von dem einen Land ins andere versetzt... 
Leonardo da Vinci 
 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Vom konsequenten Weiterdenken der Dinge oder VON DER POETISIERUNG DER WELT

Quad natura relinquit 
imperfectum asperficit  - was die Natur unvollständig lässt, vervollständigt die Kunst.
 


Wir haben konsequent die Dinge weitergedacht


aus der Schaufel wurde der Bagger
aus dem Rad dass Auto
aus der Steinschleuder dass Gewehr
aus dem Gewehr die Atombombe
wir haben die Dinge weitergedacht
wir haben nur eines nicht bedacht
die Ergebnisse
sie sind es jetzt die Macht über uns haben
Klimakatastrophe Luftverschmutzung Umweltgifte
eine endlose Liste
sicher wir haben die Dinge
wirtschaftlich konsequent weitergedacht
wir haben nur nicht an die Konsequenzen gedacht.

Ich denke die Ökologie weiter
und finde die Tiefenökologie
ich denke die Poesie weiter
und finde die Möglichkeit
der Poetisierung der Welt
ich will nicht politisieren
ich will poetisieren
mache dass Gedicht zu meinem Schild
dass Wort zu meiner Schleuder
baue auf dem Alphabet der Harmonie mein Fundament
kauft euch die neuesten Autos und betet sie an wie Götzen
opfert ihnen einen blechernen Stern
einen silbernen Mustang
opfert euren Götzen
mich zieht es in die Wälder
in jene die ihr durch euren Götzendienst noch nicht vernichtet habt
von hier aus beginne ich mein Werk
DIE POETISIERUNG DER WELT:
hukwa

Samstag, 13. Oktober 2018

Der künstliche Mensch

In der Faszination und dem Wahnsinn des äußeren Fortschritts, bemerken wir überhaupt nicht dass wir den inneren Fortschritt vollkommen vergessen. Dass Leben der meisten Menschen umfasst nur Oberflächlichkeiten. Die wenigsten arbeiten am inneren Fortschritt. Die Forschung konzentriert sich besonders auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz dabei vergessen wir ganz und gar die Weiterentwicklung unserer eigenen Intelligenz. Wir warten mit Sehnsüchten auf die Neuesten Computerprogramme in Handys, Computer, Autos ect. und vergessen dabei das wir selbst ein Teil eines Computerprogramms von Wirtschaft und Politik geworden sind. Wir träumen den Traum des äußeren Fortschritts, doch wir Träumen nicht vom inneren Fortschritt. In diesem Sinne ist der Mensch ein Wesen dass in einem tiefen Schlaf liegt und davon ausgeht er wäre die Krone der Schöpfung, dabei ist er dass schwächste Glied einer Entwicklung die noch nicht abgeschlossen ist und die bei allen positiven wissenschaftlichen Entwicklungen eine negativ Entwicklung ist.
hukwa

Freitag, 12. Oktober 2018

Aus lang vergangener Zeit - Mondnacht am Waldweiher

Der Mond scheint leicht am Himmel 
in Wolken schäumender Flut
als wäre er versunken
in nächtlicher silberner Glut.

Der Waldwog fängt des Mondes Schatten
in seiner wässrigen Gruft
die Silberweide leuchtet
ihr Stamm blinkt wie schwarzes Blut.

Ich sitze am Ufer des Weihers
dringe tief in mich ein
mir ist als erzähle mir der Mond ein Märchen
aus lang vergangener Zeit.
hukwa

Jetzt ist die Zeit...

Goldener Oktober. Stundenlang kann ich nun durch die Wälder streifen und die Farben des Herbst bewundern. Es ist eine magische Zeit, kurz aber sehr intensiv. In den gelbrot gefärbten Blättern der Eichen blitzt das blaurote Gefieder der Eichelhäher. Sie streiten den ganzen Tag um die Eicheln, manchmal tönt der Ruf des Schwarzspechts durch die Baumkronen. Die Kastanien sind reif und die Apfelbäume hängen voller Früchte. Der Herbst ist auch eine Zeit der Häutung. Die Eidechsen dösen in der Sonne. Herbst - Zeit des Wandels und der Vorbereitungen auf einen langen meditativen Winter. Jetzt werden die Gedanken klar und hart, streben in die Höhe wie die alten Eschen im Wald.
hukwa

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Steinmeditation

Fotos©UteKW

hukwa

Sehnsucht im Herbst

Wald versinkt im weißen Nebel
Letzte Gladiolen im welkenden Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Verzicht und Hoffen des Herbstes Reigen
Im Gebüsch schläft tief die Unke
Schwalben sind schon längst verschwunden
Hör die alte Eiche künden
Sehnt sich nochmal nach frühlingshaften Winden.
hukwa

Dienstag, 9. Oktober 2018

Der Herbst ist meine Zeit

Eine entlaubte Buche
eine einsame Krähe im Geäst
ein Abend im Herbst.
hukwa  

Der Herbst ist meine Zeit
wenn er naht
beginnt in mir ein neues Erwachen
Oktobersonne grüßt
lässt sprießen neue Geistestriebe
entfaltet sich
ein Seelenfrieden
gewiss
der Winter naht
der Uralte
der Weise
ist er da
gehe ich auf Geistesreise.
hukwa 

Das Fallen der Herbstblätter
erinnert mich
an die Lebensreise.
hukwa


Samstag, 6. Oktober 2018

Herbstnachmittag am Kalteborn



Fotos©UteKW


hukwa

Hambi – oder im Geiste dabei sein.



Leben
einzeln und frei wie ein Baum
und brüderlich
wie ein Wald
das ist unsere Sehnsucht.
Nazim Hikmet



Vorübergehend müssen die Rodungsarbeiten im Hambacher Wald eingestellt werden. Am 6.10.2018 ist eine Großdemonstration für „Hambie“ organisiert. Wenn ich schon nicht dabei sein kann, will ich wenigstens mit dem Geiste dabei sein!
Gestern Abend sprach einer der Konzernbosse von RWE im Fernsehen. Vollkommen gefühlslos und kalt. Solche Gestalten sorgen dafür, dass dieser Planet immer mehr zu einer Wüste wird. Diese Roboter verkaufen ihre eigene Kinder für Geld. Sie stehen für eine Technik die ganz auf Raubbau eingestellt ist. Materialistisch gesehen verwandeln sie in kürzester Zeit ein hochwertiges Produkt (Wald) in Müll und Kohlendioxid. Dabei haben wir längstens eine Technologie die nicht mehr gegen die Natur gerichtet ist sondern die die Rohstoffe der Natur wieder in Naturkreisläufe führt. Es ist an der Zeit, dass diese „Ökologisch Gestrigen“ zur Verantwortung gezogen werden. Der RWE Konzern versucht Herrrschaft über Naturschützer durch Polizeigewalt auszuüben. Über die Natur die den Bürgern gehört, über das Land und seine Rohstoffe, über Märkte und materielle Güter. Gegenüber unserer Gesellschaft ist der Raubbau der von der RWE betrieben wird ein bodenloses soziales Versagen. Einem Großteil der Menschen reicht es, diese tägliche Naturvernichtung mit ansehen zu müssen. Der Aufschrei von Hambi ist zu unserem persönlichen Aufschrei geworden.
Wir werden diesen Wald mit friedlichen Mitteln retten! Dieser Wald gehört nicht der RWE – dieser Wald gehört unseren Kindern und Enkelkindern, er gehört den Nachgeborenen und den heute noch Ungeborenen.
hukwa

Freitag, 5. Oktober 2018

Herbst Haiku

Herbstblätter fallen
Wildgänse ziehen wieder
Loslassen spricht der Herbst.
hukwa 

Der Herbst geht durch die Wälder
seine feuchte Nebel
Kristalle der Seele.
hukwa 

Mittwoch, 3. Oktober 2018

"Im Wald sind alle Wunder wach"...

"...im Wald sind alle Wunder wach"... schrieb ein Dichter einmal. Und Aristoteles schrieb: "Die Heimat des Philosophen ist dort wo er am besten Denken kann!" Ich selbst kann im Wald am besten denken. So ist er aus diesem Grund wohl auch meine Heimat. Jetzt im Oktober erzählt uns der Wald die Geschichte des Werden und Vergehen besonders intensiv. Der gang in den Wald wird um diese Jahreszeit zu einem besonders spirituellen Spaziergang. Ich lasse auf meinen Waldgängen das Profane hinter mir, denn vor mir liegt eine transzendentale Wirklichkeit.
hukwa

Ich bin immer noch nicht angekommen-Gedanken im Herbst

Meine frühe Erinnerungsbilder hängen mit der Landschaft zusammen in der ich aufwuchs. Der Wald, die Tiere, die Pflanzen darinnen. Aber auch viel mit Literatur. Lesend eroberte ich mir die Welt. Natur und Literatur waren mir Wegweiser. In beide Reiche unternahm ich meine Streifzüge. Schaue ich heute zurück so erkunde ich die Landschaft der Kindheit wie eine innere Landkarte und oft denke ich dabei- ich bin immer noch nicht angekommen.
hukwa