Freitag, 19. Oktober 2018

Wie kommt der Stein zu seinem Sein


Foto©UteKW


Sie haben eine starke Ausstrahlung die riesigen Felsen im Karlstal. Aus Sicht der Geomantie ist das Karlstal ein großer, sakraler Landschaftstempel. Die mächtigen Felsen in diesem Tal scheinen ihr eigenes Sein zu führen.
Der russische Wissenschaftler Vernadsky sah das Leben auf der Erde als eine „Dispersion des Gesteins“. Er ging von einer sich über Milliarden von Jahren erstreckenden Umgestaltung des Gesteins aus, in deren Verlauf sich der Stein von der Mikrobe zum Menschen in immer komplizierteren Lebensformen transformierte. So gesehen ist der Stein einer der ältesten Verwandten von uns. Wie das Salz der Meere gehören auch Mineralien zu den „Urbausteinen“ unseres Körpers. Das „Fundament“ unseres Körpers ist ja letztendlich nichts anderes als „Sternenstaub“. Der Regen schuf Rinnen in die Felsblöcke und transformierte in einem Zeitraum von Jahrmilliarden feinste Staubkörner samt Gesteinssalzen in die Meere denen dann das Leben entstieg. So existiert in uns das Reich der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere. Die ganze lange Naturgeschichte ist in uns vorhanden.
Wer weiß, vielleicht haben Felsen deswegen manchmal fast menschenähnliche Züge sie sind ja entfernte „Verwandte“ von uns.
Das wirklich Ur-sächliche in der Natur ist immer Symbolon. Deshalb können wir die Natur in ihren Tiefen nur deuten, wenn uns soweit unser eigenes Wesen von innen her in lebendigen Bezug zu seinem schöpferischen Urgrund steht, der eben auch der Urgrund von Natur und Kosmos ist. Von dorther erhält unser Bewusstsein seinen Inhalt, dem wir dann einfach ein rationales Kleid geben müssen um überhaupt zu verstehen. Man könnnte auch sagen „der Stein lässt seine Masken fallen“. In dem wir anfangen dies zu begreifen wird uns klar, dass wir das „Unsichtbare“ sichtbar machen und zwar als lebendiges Symbol innerer Wirklichkeit.

hukwa

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