Gerade jetzt im Herbst wenn die Tage immer dunkler und feuchter werden spüre ich in mir eine Wärme und ein Vertrauen zur Erde. Der Herbst ist mir ein Sinnbild meines Unbewussten. Die Nachmittage werden kürzer und auf meinen vertrauten Spaziergängen beobachte ich wie sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Ein Eichelhäher fliegt auf, ich beobachte einige Zeit diesen schönen bunten Vogel der für mich ein Sinnbild des Oktobers ist. Vom Feld fliegen einige Krähen auf ihr Flug ist eine Botschaft des nahenden Winters, ich lasse meine Gedanken mit diesen schwarzen Gesellen mitfliegen. Ist der Eichelhäher ein Herbstvogel, ja, ein Symbol dieser Jahreszeit, dann sind die Krähen die Botschafter des Winters und des Windes. Das dunkle, kalt-feuchte Wetter beflügelt meinen Geist, ich hole tief Luft und lasse mich ganz vom November durchdringen.
hukwa
Sonntag, 13. November 2016
Mittwoch, 9. November 2016
Die Heimat des Dichters...
Heimat. Das ist dort wo ich schreiben kann. Wo ich ruhe zur Meditation finde. Der alte Aristoteles schrieb: "Die Heimat des Philosophen ist dort wo er denken kann".
Dann wird wohl die Heimat des Dichters dort sein wo er schreiben kann? Wo die Bücher sind die ich lese, wo meine Manuskripte sind. Wenn die Urmenschen eine Höhle fanden die zum wohnen geeignet war, richteten sie sich ein und bemalten oftmals die Felswände die sie umgaben.
Unruhe und Ziellosigkeit ist die Perspektive des heutigen Massenmenschen. Ein Wesen das in sich selbst keine Ruhe findet.
hukwa
Dann wird wohl die Heimat des Dichters dort sein wo er schreiben kann? Wo die Bücher sind die ich lese, wo meine Manuskripte sind. Wenn die Urmenschen eine Höhle fanden die zum wohnen geeignet war, richteten sie sich ein und bemalten oftmals die Felswände die sie umgaben.
Unruhe und Ziellosigkeit ist die Perspektive des heutigen Massenmenschen. Ein Wesen das in sich selbst keine Ruhe findet.
hukwa
Montag, 7. November 2016
Jeder neue Tag
Und wenn des Lebens
böser Schlag
Dich in die
zwölfte Runde drängt:
Sei stark!
Hans Wagner
Jeder neue Tag
vollendet mein Leben
Welt
Ich in Dir
ein Pilger
Unterwegs zur Unendlichkeit.
hukwa
böser Schlag
Dich in die
zwölfte Runde drängt:
Sei stark!
Hans Wagner
Jeder neue Tag
vollendet mein Leben
Welt
Ich in Dir
ein Pilger
Unterwegs zur Unendlichkeit.
hukwa
Samstag, 5. November 2016
Leserbrief: Landauer klagen über Saatkrähen – Invasion.
Die Rheinpfalz vom 4.11.2016.
Das man sich über Lärm und Dreck der
wohl in allen Städten vorherrscht aufregt kann ich verstehen. Das
man sich allerdings über den Lärm und Dreck von Saatkrähen aufregt
ist für mich unbegreiflich. Was man hier als Lärm bezeichnet ist
doch nur eine Stimme der Natur. Autos machen weitaus mehr Lärm und
stoßen dabei noch ungesunde Abgase aus. Hoffen möchte ich, dass die
EU den Schutzstatus für Krähen nicht aufhebt.
Nebenbei sollte man auch bedenken, dass
es sich bei dieser Tiergattung um besonders hochentwickelte Singvögel
mit großem Lernvermögen handelt. Man muss nicht immer gleich auf
das Schießgewehr hoffen, wenn sich eine Population etwas stärker
entwickelt. Wenn die Bestände der Habichte sich etwas erholen
könnten, würden diese Raubvögel auf „Krähenjagd“ gehen und
das Eingreifen des Menschen überflüssig machen. Doch diese
Raubvogelart haben wir bereits vor Jahrzehnten fast vernichtet, weil
die Population den Brieftaubenzüchtern zu groß wurde.
Wahrscheinlich sind bei den
Krähenbeständen von Landau bereits sogenannte „Herbstkrähen“
dabei. Im Herbst und Winter nämlich ziehen Saatkrähen, zusammen mit
den kleineren Dohlen, zu Zehntausenden aus dem Osten nach
Mitteleuropa und verstreuen sich hier. Diese Vielzahl an Krähen von
denen auch ein Teil in die Städte fliegt und dort in Parks und
Anlagen nach Futter sucht, täuschen dann einen größeren Bestand
vor, der aber nur in den Wintermonaten vorhanden ist.
Ab Frühjahr also wird es dann auch für
die Landauer wieder ruhiger und jene die sich vom Lärm der Krähen
belästigt fühlen können dann wieder ganz konzentriert die
städtische Geräuschkulisse
genießen.
Ich könnte mir vorstellen, dass
Bewohner die im Bereich der Einflugschneisen des Flughafens im
Großraum Frankfurt wohnen, den Fluglärm gerne gegen das Gezeter der
K;rähen eintauschen würden. Zu Demonstrationen wird es wohl wegen
der „Krähenplage“ in Landau nicht kommen. Man benötigt auch
kein Expertenforum wenn man sich mit dem Verhalten dieser Vögel
beschäftigt, denn dies ist ganz natürlich.
Diese Vögel haben das gleiche Recht
auf unsere Mitwelt wie alle andere Wesen auch.
Die wenigsten regen sich darüber auf,
dass jährlich tausende von Rehen, Hasen und Igeln tot gefahren
werden, warum also die Aufregung wegen ein paar lärmender Krähen?
Andere Städte kennen genau denselben Zustand und haben längst ihren
Pakt mit der Ökologie geschlossen. Kinder erfreuen sich sogar an den
vielen Vögeln.
In Landau geht es wohl weniger um ein
Problem als um einen Konflikt mit der störenden Vogelwelt.
Es wäre doch mehr als traurig, wenn
ausgerechnet Menschen, die schließlich als vernunftbegabte Wesen
gelten, dieses letztendlich von ihnen selbst geschaffene Problem
(Ausrottung der natürlichen Feinde der Saatkrähe) nicht lösen
könnten.
hukwa
Bäume
Bäume
wie ruhig steht ihr da
der Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in das meine fest hinein.
hukwa
wie ruhig steht ihr da
der Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in das meine fest hinein.
hukwa
Tagesspruch - Blake
"Halt die Unendlichkeit in deiner Hand
und die Ewigkeit in einer Stunde".
Blake
und die Ewigkeit in einer Stunde".
Blake
Dienstag, 1. November 2016
Ruf der Wildgans
Den Ruf der Wildgans höre ich
im Echo
fliegt die Einsamkeit mit.
hukwa
im Echo
fliegt die Einsamkeit mit.
hukwa
Montag, 31. Oktober 2016
Leserbrief: Die Rheinpfalz v. 20.10.2016 – Artikel: Luchs
Dass Luchse Schafe und Ziegen reißen
ist absolut natürlich, schließlich liegt dies in der Natur dieses
Raubtieres. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Zukunft
weitere Ziegen und Schafe dem Luchs als Beute dienen werden. Es mag
sich etwas grausam anhören, doch dieser Beutezug des Luchses zeigt,
dass sich die Tiere im Pfälzerwald inzwischen heimisch fühlen.
Dass der Luchs solche Raubzüge
unternehmen wird hat man schon vor seiner Auswilderung im Pfälzerwald
gewusst und die Rheinpfalz hat hier mit einer Reihe von
Veröffentlichungen eine gute Öffentlichkeitsarbeit für das vom
Aussterben bedrohte Raubtier gemacht.
Es gibt in Europa einige Länder in
denen große Schafherden gehalten werden und das in direkter
Nachbarschaft mit Luchs und Wolf. Herdentierhalter hierzulande
sollten sich einfach einmal informieren welche Maßnahmen in
Frankreich oder anderen Ländern, in denen die Raubtiere zuhause
sind, ergriffen werden, damit die Schäden nicht zu stark ausfallen.
Es sollte nun darauf geachtet werden,
dass der Luchs nicht dämonisiert wird.
Wenn wir es einmal aus unserer
Naturgeschichte heraus betrachten, hatten Mensch und Luchs einst eine
ähnliche Lebensweise, beide waren erfolgreiche Jäger und töteten
die gleichen Beutetiere. Die Evolution hat aus dem Menschen ein
zivilisiertes Wesen gemacht. Der Luchs ist Jäger geblieben. Dies
hatte schließlich zur Folge das ein Jahrhunderte langer
Ausrottungsfeldzug gegen den Luchs begann.
Was als sicher gelten kann ist, dass
auch der Wolf in den Pfälzerwald zurückkehren wird, und hier
ebenfalls auf Beutezug geht. Beide Tierarten gehören ja letztendlich
ursprünglich in den Pfälzerwald und haben schon hier gelebt als
dieses Waldgebiet von den Menschen noch nicht in Besitz genommen war.
Ökologisch gesehen ist die „Heimkehr
dieser Wildtiere“ etwas positives!
Das Reißen von Herdentieren ist nur
eine Anpassung an ihre Umwelt. Und diese Umwelt ist nun wieder der
Pfälzerwald geworden. Natürlich nur, wenn wir ihn überleben
lassen!
Der Luchs hat das gleiche Recht in
diesen Wäldern zu leben wie der Mensch auch. Schließlich sind wir
Menschen nicht die Krone der Schopfung – im Gegenteil – wir sind
ihr schwächstes Glied.
hukwa
Samstag, 29. Oktober 2016
NovemberNachMittage
Manchmal tropfen die Tage herab
wie schwarzer Regen
und
die Erde tut sich schwer mit der Last
der
tanzenden Marionetten
man versteckt sich
im
Nebel der
NovemberNachMitttage
fühlt sich endlich unbeobachtet
nur vereint
mit der
Abwesenheit.
hukwa
wie schwarzer Regen
und
die Erde tut sich schwer mit der Last
der
tanzenden Marionetten
man versteckt sich
im
Nebel der
NovemberNachMitttage
fühlt sich endlich unbeobachtet
nur vereint
mit der
Abwesenheit.
hukwa
Freitag, 28. Oktober 2016
Krähenflug
Mit den Blättern fällt der Herbst
in die Stille des nahenden Novembers
Nebelschwaden ziehen
krumm wie die Bäume im Wald
klettern die Gedanken ins Freie
eine einsame Krähe zieht Kreise
als Reise sie dem Sommer entgegen
vom leichten Windhauch der Lüfte
lässt sie sich wie ein Herbstblatt treiben.
hukwa
in die Stille des nahenden Novembers
Nebelschwaden ziehen
krumm wie die Bäume im Wald
klettern die Gedanken ins Freie
eine einsame Krähe zieht Kreise
als Reise sie dem Sommer entgegen
vom leichten Windhauch der Lüfte
lässt sie sich wie ein Herbstblatt treiben.
hukwa
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Gefangener Traum
Wachende Wälder
gefangen
in einem grünen Traum
aus Moos
erleuchten die Träume
das Einhorn war hier
doch die Welt schläft weiter.
hukwa
gefangen
in einem grünen Traum
aus Moos
erleuchten die Träume
das Einhorn war hier
doch die Welt schläft weiter.
hukwa
Dienstag, 25. Oktober 2016
Im dichten Schilf
Im dichten Schilf
ruht heute Nacht
die einsame Wildgans.
hukwa
ruht heute Nacht
die einsame Wildgans.
hukwa
Montag, 24. Oktober 2016
Joringel und Jorangel
Uralte Eiche
sprichst du die Sprache
des Winters
ein uralter Gott
in deinen Ästen
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die Mistel wirft ihren Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa
sprichst du die Sprache
des Winters
ein uralter Gott
in deinen Ästen
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die Mistel wirft ihren Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa
Donnerstag, 20. Oktober 2016
LiteraTour
Früh am Morgen
entwerfe ich die Pläne für
meine Inneren Landschaften
schreibend entdecke ich was Literatur ist
Enträtselung der Innenwelt
Vision und Möglichkeit von Verwirklichungen
Ich befinde mich auf einer
Expedition nach meiner
eigenen entworfenen Geisteskarte
Traumkarten anderer Wirklichkeiten
führen mich in bisher unbekannte Landschaften
das Vorhandensein
solch innerer Traumlandschaften
macht mich zu einem Marco Polo des Geistes
es ist das Bewusstsein der eigenen
Unwiederholbarkeit
das mich in immer weiter entferntere Gebiete des Bewusstseins treibt.
hukwa
entwerfe ich die Pläne für
meine Inneren Landschaften
schreibend entdecke ich was Literatur ist
Enträtselung der Innenwelt
Vision und Möglichkeit von Verwirklichungen
Ich befinde mich auf einer
Expedition nach meiner
eigenen entworfenen Geisteskarte
Traumkarten anderer Wirklichkeiten
führen mich in bisher unbekannte Landschaften
das Vorhandensein
solch innerer Traumlandschaften
macht mich zu einem Marco Polo des Geistes
es ist das Bewusstsein der eigenen
Unwiederholbarkeit
das mich in immer weiter entferntere Gebiete des Bewusstseins treibt.
hukwa
Mittwoch, 19. Oktober 2016
Nachtfaltergesang
Wir sollten
unser Gedächtnis so Schulen
das wir das Lied des Nachtfalters wahrnehmen
sein Gesang ist reine Mystik.
hukwa
unser Gedächtnis so Schulen
das wir das Lied des Nachtfalters wahrnehmen
sein Gesang ist reine Mystik.
hukwa
Dienstag, 18. Oktober 2016
Stille und Schweigen
Und wieder dämmert das Traumland herauf
ich schließe die Augenlieder
Traumhaft verwandelt sich die Zeit
Bilder von Bäumen von Menschen und Felsen
tauchen vor meinem geistigen Auge auf
die Stunde mahnt auf Zeitreise zu gehen
Stille und Schweigen wollen nicht vergehen
auf nächtlichen Pfaden will ich am Tage gehen.
hukwa
ich schließe die Augenlieder
Traumhaft verwandelt sich die Zeit
Bilder von Bäumen von Menschen und Felsen
tauchen vor meinem geistigen Auge auf
die Stunde mahnt auf Zeitreise zu gehen
Stille und Schweigen wollen nicht vergehen
auf nächtlichen Pfaden will ich am Tage gehen.
hukwa
Montag, 17. Oktober 2016
Die menschliche Komödie
Es ist ein Gesetz des Lebens das dass Schauspiel der menschlichen Komödie nie endet alles geht weiter und die Wiederholung beginnt spätestens wenn der Vorhang gefallen ist.
hukwa
hukwa
Samstag, 15. Oktober 2016
Am frühen Morgen
Ich glaube das die Seele eines Menschen mit dem anbrechenden Morgen eine Verbindung eingeht. Nie bin ich allem seelischen, allem feinstofflich-emotionalem näher als am frühen Morgen. ich glaube das jene Menschen die ihre Seele "verloren" haben diese am frühen Morgen wieder finden können, vorausgesetzt sie suchen nach ihr. Früh am Morgen steckt die Nacht noch in uns doch die Intensität des anbrechenden Tages kontrolliert schon unser Denken. Die Zeit zwischen 4.u.6. Uhr ist für mich eine Zwischenzeit. Eine Tageszeit da die Seele ihre Flügel schüttelt und spannt, wie der Zugvogel es macht, bevor er auf die Reise geht und Grenzen und Flüsse überquert. Am frühen Morgen ist mir oft als denke ich nicht nur mit meinem Verstand sondern mit meinem ganzen Körper.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Zwischenzeit
Grauer Herbst zog auf
verdrängt die sonnige Tage
Sommer verfällt
zu namensloser Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
die Brunnenschale am Wegesrand
von gelben Blättern des Oktobers begraben
über sumpfigen Wassern ein letzter Hornissentanz
schon lang hat sich der Winter eingeschworen
im roten Flammenbrand die Lärchen am Berg
tief steht der Herbst
der Winter naht.
hukwa
verdrängt die sonnige Tage
Sommer verfällt
zu namensloser Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
die Brunnenschale am Wegesrand
von gelben Blättern des Oktobers begraben
über sumpfigen Wassern ein letzter Hornissentanz
schon lang hat sich der Winter eingeschworen
im roten Flammenbrand die Lärchen am Berg
tief steht der Herbst
der Winter naht.
hukwa
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Wildgans Haiku
Der Ruf der Wildgans
erzählt mir
vor wieviel Jahren ihre Reise begann.
hukwa
erzählt mir
vor wieviel Jahren ihre Reise begann.
hukwa
Dienstag, 11. Oktober 2016
Unruhige Nacht
Das Mondlicht durchbricht mit voller Macht
die Wirrnis einer dunklen Nacht
die lähmende kalte Dunkelheit
dringt ins Urbild der Seele ein
der Traum verirrt im dusteren
sein Sinn ist nur auf Sand gebaut
durchs Fenster bricht das Sternenlicht
des Lebens Lärm darinnen verlischt.
hukwa
die Wirrnis einer dunklen Nacht
die lähmende kalte Dunkelheit
dringt ins Urbild der Seele ein
der Traum verirrt im dusteren
sein Sinn ist nur auf Sand gebaut
durchs Fenster bricht das Sternenlicht
des Lebens Lärm darinnen verlischt.
hukwa
Montag, 10. Oktober 2016
Tagtraum der Nächte
Die dunkle Seite des Novembers
erhellt das glänzende Gefieder
der Krähen
Nacht am Tage
TagesNacht
NovemberNebel
Beschwörung der Zeit
im TagTraum
der Nächte
im Schlaftraum der Tage
das sind
Novembermächte.
hukwa
erhellt das glänzende Gefieder
der Krähen
Nacht am Tage
TagesNacht
NovemberNebel
Beschwörung der Zeit
im TagTraum
der Nächte
im Schlaftraum der Tage
das sind
Novembermächte.
hukwa
Samstag, 8. Oktober 2016
Herbstzeitlose - Haiku
Der Winter versteckt sich schon
in der Blüte
der Herbstzeitlose.
hukwa
in der Blüte
der Herbstzeitlose.
hukwa
Freitag, 7. Oktober 2016
Rotkehlchenhaiku
Im Herbstgefieder des Rotkehlchens
versteckt sich unbarmherzig
der Winter.
hukwa
versteckt sich unbarmherzig
der Winter.
hukwa
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Atem der Zeit
Die alten Kiefern atmen Zeit.
Sandsteinblöcke zwischen den Bäumen
alt und grau
Walddrossel
singt
die
alten
Lieder
mir
ist
als
kehre
die
Kinderzeit
wieder.
hukwa
Sandsteinblöcke zwischen den Bäumen
alt und grau
Walddrossel
singt
die
alten
Lieder
mir
ist
als
kehre
die
Kinderzeit
wieder.
hukwa
Dienstag, 4. Oktober 2016
Ich, Bürger vieler Welten
Die vielen Gedichte die ich geschrieben habe sind die poetische Summe meiner inneren Entwicklung. In der Poesie die ich als meine erste Heimat bezeichnen möchte spüre ich ganz realistsich das ich ein Bürger mehrer Welten bin. Die Poesie gibt mir das Wissen das ich neben der realen Welt ein weiteres Zu hause in einem transzendentalen Universum besitze.
hukwa
hukwa
Montag, 3. Oktober 2016
Oktober Haiku
Eine entlaubte Buche
einsame Krähe im Astwerk
ein Abend im Oktober.
hukwa
einsame Krähe im Astwerk
ein Abend im Oktober.
hukwa
Sonntag, 2. Oktober 2016
Gefieder der Zeit
Stein am Ufer
darinnen ruht
das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
bemalte Altäre
am Ufer des Waldweihers
erleuchten die Nacht
im Licht von silbernen Kometen
am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
hinein in das
Gefieder der Zeit.
hukwa
darinnen ruht
das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
bemalte Altäre
am Ufer des Waldweihers
erleuchten die Nacht
im Licht von silbernen Kometen
am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
hinein in das
Gefieder der Zeit.
hukwa
Samstag, 1. Oktober 2016
Elfentanz im Garten
Herbstsonne golden
funkelndes Nornenhaar
Götternebel
Oktobermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
in des Mondes weißem Licht
Tanzen die Elfen im Garten.
hukwa
funkelndes Nornenhaar
Götternebel
Oktobermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
in des Mondes weißem Licht
Tanzen die Elfen im Garten.
hukwa
Freitag, 30. September 2016
Das Auge der Unke
Ich
der die Sprache
der Tiere und Geister versteht
der in Kommunikation mit Pflanzenwesen steht
das Auge der Unke schaut mich an
es quillt aus Schlamm und Moor
uraltes Leben empor
im Dickicht beim dunklen Woog
verborgen im Laub
sitzt einsam der alte Pan
hadert mit seinem Glauben
das grüne Einhorn naht
die Welt fällt in tiefes Schweigen.
hukwa
der die Sprache
der Tiere und Geister versteht
der in Kommunikation mit Pflanzenwesen steht
das Auge der Unke schaut mich an
es quillt aus Schlamm und Moor
uraltes Leben empor
im Dickicht beim dunklen Woog
verborgen im Laub
sitzt einsam der alte Pan
hadert mit seinem Glauben
das grüne Einhorn naht
die Welt fällt in tiefes Schweigen.
hukwa
Waldwege
Das blutrote Kleid des Dompfaff
im braunen Herbstlaub
der ruhige Flug des Bussards
die Haselmaus die unter der Erde ruht
ein letztes Aufbäumen der Herbstzeitlosen
unter der Birke ein Fliegenpilz
Gerüche von Laub und Stinkmorschel
weht der Westwind vor mir her
einsame Hirschkuh im Herbstwald
wo ich auf einsamen Waldwegen gehe.
hukwa
im braunen Herbstlaub
der ruhige Flug des Bussards
die Haselmaus die unter der Erde ruht
ein letztes Aufbäumen der Herbstzeitlosen
unter der Birke ein Fliegenpilz
Gerüche von Laub und Stinkmorschel
weht der Westwind vor mir her
einsame Hirschkuh im Herbstwald
wo ich auf einsamen Waldwegen gehe.
hukwa
Dienstag, 27. September 2016
Nacht am einsamen Waldweiher
Einen Waldweiher
einsam gelegen
such ich auf in des Mondes Licht
aus dem Schilf dringt Unkengelächter
der Himmel
ein Sternengedicht
es knackt und brecht im Dickicht
verrät mir das Wild hier weilt
Herbstlaub treibt auf mondbeglänztem Wasser
es gluckert und rauscht
aus den Kronen der Bäume raunt leise
rätselhaftes zu mir herab
nur hier im Wald ganz alleine
erkennt man die Wesen der Nacht.
hukwa
einsam gelegen
such ich auf in des Mondes Licht
aus dem Schilf dringt Unkengelächter
der Himmel
ein Sternengedicht
es knackt und brecht im Dickicht
verrät mir das Wild hier weilt
Herbstlaub treibt auf mondbeglänztem Wasser
es gluckert und rauscht
aus den Kronen der Bäume raunt leise
rätselhaftes zu mir herab
nur hier im Wald ganz alleine
erkennt man die Wesen der Nacht.
hukwa
Sonntag, 25. September 2016
Herbstnacht Haiku
Entlang des Baches laufend
folgt mir in der Herbstnacht
der Mond.
hukwa
folgt mir in der Herbstnacht
der Mond.
hukwa
Freitag, 23. September 2016
Eine Zeit meditativer Kraft
Ein wunderschöner Herbsttag begrüßte mich am frühen Morgen. Gestern war Herbstanfang. Es ist die Innere Verbundenheit mit der mich umgebenden Natur die mich jedes Jahr aufs Neue, die Faszination dieser Jahreszeit erleben lässt. Der Frühherbst ist eine eigene Jahreszeit im Jahresablauf. Das sanfte goldene Sonnenlicht leuchtet nun tief in die Seele hinein es ist eine Zeit meditativer Kraft die uns nun heimsucht.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 22. September 2016
Nornenhaar
Herbstsonne
golden funkelndes Nornenhaar
Götternebel
im Septembermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft bald im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
Herbststille
nahende Wintertage.
hukwa
golden funkelndes Nornenhaar
Götternebel
im Septembermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft bald im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
Herbststille
nahende Wintertage.
hukwa
Mittwoch, 21. September 2016
Das mattgoldene Sonnenlicht eines frühen Herbstmorgens verzaubert die Landschaft. Der Herbst ist meine Jahreszeit, vor allem der Frühherbst. Schon immer mochte ich Zeiten der Übergänge. In ihnen liegt ein Geheimnis verborgen. Ferne und Nähe strahlt diese Zeit aus. Eine Sehnsucht ist der Herbst die ich nie ergründen konnte. Sein Geheimnis bleibt im Verborgenen dennnoch ist die Herbstzeit eine große Offenbarung. Ich fühle sehr intensiv dass der Herbst eine Zeit ist da der Kontakt zum unbewussten besonders stark vorhanden ist.
hukwa
hukwa
Dienstag, 20. September 2016
Wesentliches
Es passiert dem Menschen oft dass er seine Innere Stimme nicht mehr hört. Dabei ist gerade diese Innerlichkeit eine sehr wichtige Wahrheit. Dieser Ruf von Innen fordert dazu auf sich auf das Wesentliche zu beschränken und unser Leben frei zu machen von den Abwässern der Oberflächlichkeiten.
hukwa
hukwa
Montag, 19. September 2016
Sehnsucht im Herbst
Wald versinkt in weißen Nebelschwaden
Letzte Gladiolen blühen im welken Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Verzicht und Hoffen
In des Tales Düster Grauen
Hüllt der Wald den Wanderer ein
Im Gebüsch schläft tief die Unke
Schwalben sind schon lang verschwunden
Hör die alte Eiche künden
Sehnt sich nach frühlingshaften Winden.
hukwa
Letzte Gladiolen blühen im welken Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Verzicht und Hoffen
In des Tales Düster Grauen
Hüllt der Wald den Wanderer ein
Im Gebüsch schläft tief die Unke
Schwalben sind schon lang verschwunden
Hör die alte Eiche künden
Sehnt sich nach frühlingshaften Winden.
hukwa
Sonntag, 18. September 2016
Vergilbendes Buch des Herbst
Leise
fast unbemerkt
fallen nun die Blätter
der Herbst
er naht
die alten Bäume im Park
atmen und warten
Verfall und Entsagung
ist das versteinerte Gesicht des Herbstes
die Trauervolle Pracht der bunten Blätter
von letzter Herbstsonne bewacht
es treiben die gelben Lindenblätter
entlang der Herbstwege
es ist als lese man
in einem vergilbenden Buch.
hukwa
fast unbemerkt
fallen nun die Blätter
der Herbst
er naht
die alten Bäume im Park
atmen und warten
Verfall und Entsagung
ist das versteinerte Gesicht des Herbstes
die Trauervolle Pracht der bunten Blätter
von letzter Herbstsonne bewacht
es treiben die gelben Lindenblätter
entlang der Herbstwege
es ist als lese man
in einem vergilbenden Buch.
hukwa
Zum kosmischen Anthropos
Der Frühherbst ist da. Eine kurze Zeitspanne ist diese Jahreszeit die man bewusst erleben sollte. Ein Übergang im Übergang. Wie ein kosmischer Strahl trifft mich das Sonnenlicht und in den Nächten Leuchten die Sterne besonders mystisch. Wenn ich am frühen Morgen unter dem langsam sich färbenden Laubdach der Bäume stehe fühle ich mich nahe den höheren Instanzen und versuche in Kommunikation mit ihnen zu treten. Es ist mein über - Ich, der kosmische Anthropos, denn ich nun sehr stark in mir fühle.
hukwa
hukwa
Samstag, 17. September 2016
Über unsere kosmische Abstammung
Die kosmische Entwicklung hat keine Geschichte sie ist ein "Geschehen", ist ohne Anfang, ohne Ende. Die irdischen Geschehnisse sind ja nicht von der gleichen Art wie die kosmischen. Es ist uns kleinen Erdlingen überhaupt nicht gegeben tiefer in die Vielfalt des kosmischen Geschehens einzudringen. Nur über unsere Intuition ist es uns möglich etwas über unsere kosmische Abstammung zu erfahren.
hukwa
hukwa
Freitag, 16. September 2016
Die Heimat der Göttin oder am Quell der Diana
Es gibt Historiker die haben zwei
Geschichtsbilder im Kopf. Das eine ist das Reale der Geschichte, wie
wir sie aus Urkunden, archäologischen Funden und aus den
Geschichtsbüchern kennen. Ich nenne es das blutige Bild unserer
geschichtlichen Vergangenheit. Mord, Krieg und Totschlag. Ein Bild
von Schlachten und Kriegen die oft genug in den Büchern noch
heroisch dargestellt werden. Das zweite Bild das ich von der
Geschichte in meinem Geist mit mir trage ist der Mythos. Er ist die
Alternative zu jenem realen Geschichtsbild, das mir oftmals den Weg
aus der Geschichte zeigt und in gewißen Sinne eine Art Hoffnung in
mir aufkeimen lässt.
Auch in der Heimatforschung kommt zu
dem Forschenden der Moment, wo das historisch-wissenschaftliche sich
mit dem Mythos verbindet.
Nach Jahren des Studiums historischer
Bücher, nach Forschungen in Urkunden und vor Ort, beginnt der Mythos
selbst im Heimatforscher zu leben. Man kann den Mythos weder
bestellen noch abbestellen, irgendwann beginnnt er in uns zu leben.
Es ist wohl der Moment, da die Göttin ihre Energie in einem
entfaltet. Gewiß, hat der Forschende durch seine intensive
Beschäftigung mit dem Geist der Vergangenheit das große Geheimnis
des Mythos in seiner Seele erweckt und nun muss er dem Mythos dienen,
wie ein alter keltischer Priester, der er vielleicht in einem
früheren Leben einmal war.
Der Mythos hat nichts mit Esoterik oder
Religion zu tun, er ist ein Fluss der in uns fließt, wir können von
seinen klaren Wassern kosten doch bis zu seinen Quellen werden wir
wohl nie gelangen, denn diese Quelle ist jene unendliche Kraft die
das ganze Universum durchzieht. Der Mythos ist die Verbrüderung mit
der Allseele. So wie sich der Historiker mit dem Stammbaum eines
adligen Geschlechtes beschäftigt, so sucht der Mythologe seine
Wurzeln im Mythos. Die Beschäftigung mit ihm ist Realität und Traum
zur gleichen Zeit. Dieses Gefühl Teil eines großen
Wirklichkeitserlebnisses zu sein hat Jorge Louis Borges in
wunderbaren Worten ausgesprochen:
„Wenn nämlich die Welt der Traum
eines Jemand ist, wenn es Jemanden gibt, der uns in diesem Augenblick
träumt und der die Geschichten der Welten träumt... dann hat die
Vernichtung der Religionen und der Künste, dann hat die Allgemeine
Verbrennung der Bibliotheken nicht viel mehr zu bedeuten als die
Verbrennung der Einrichtungsgegenstände eines Traumes. Der Geist der
sie einmal geträumt hat, wird sie abermals träumen. Und so lange
dieser Geist zu Träumen fortfährt, so lange ist nichts verloren“.
Der Pfälzerwald in
dem ich lebe ist altes Keltenland. Zahlreiche längst vergessene
Höhenheiligtümer verbirgt dieser dunkle Wald, der einst von den
Vogesen bis in die Eifel reichte. „Wassichin“, nannten die Kelten
dieses große Waldgebiet was soviel bedeutet wie „Auerochsengebirge“,
die Römer nannten es „Vosagus“, nach einem alten Waldgott der
hier hauste. Die realistische Geschichtsforschung hat uns die Kelten
und Römer als Völker dargestellt wie sie auch tatsächlich waren:
Kriegslüsterne Eroberer!
Doch es gibt noch
eine „zweite Geschichte in der Geschichte“, nämlich jene der
Muttergottheiten die in diesen Wäldern an vielen Quellen verehrt
wurden, Plätze die das Volk zum Teil heute noch aufsucht. Und die
Verehrung dieser Matronen das ist der Mythos von dem ich hier
schreibe.
Diese Landschaft
mit seinen dunklen Wäldern, seinen geheimnisvollen Woogen und
Wildbächen, die von der Natur erschaffenen steinernen Gebilde, die
Menhire von denen es hier noch einige gibt und die geheimnisvollen
Felsbilder versteckt im Dickicht der Wälder das ist die Heimat der
großen Göttin und es ist die Heimat des dunklen Waldgottes Vosegus
– im Mythos existieren beide immer noch.
Es sind noch nicht
einmal 2000 Jahre vergangen, seit man der Göttin hier Opfer brachte
und sie an den heiligen Quellen verehrte. Was sind schon 2000 Jahre
im Lauf der Geschichte; es ist noch nicht einmal der halbe
Wimpernschlag des alten Vogesengottes.
Ob wir es wahrhaben
wollen oder nicht, der Mythos hat die Geschichtsschreibung immer
begleitet und immer wieder werden wir ihm begegnen.
Gerade in diesem
Gebiet der Mediomatriker und Treverer, deren Hauptstätte Trier und
Metz waren, pflegte man die alten heiligen Kultplätze. In der Regel
lagen sie in den weiten Wäldern der Mittelgebirge, von den heutigen
Vogesen über den Pfälzerwald in den Hunsrück bis hinein in die
Eifel und Ardennen. Die alten keltischen Naturkulte verbanden sich
mit römischen Steinbauten, Stelen und Steinreliefs aus Buntsandstein,
wie wir sie aus dem Pfälzerwald kennen. Noch heute findet der Kundige
Reste dieser alten Weihedenkmäler von denen der alte Zauber der
Göttin noch auszugehen scheint. So errichteten sie die Treverer für
Diana, die römische Göttin der Jagd und des Wildes, die man mit der
keltischen Arduinna gleichsetzte, der Gottheit des Gebirges der
Ardennen, ähnlich wie eben Vosegus der Waldgott des Pfälzerwaldes
und der Vogesen war.
Ein besonderer Kult
genossen die Matronen (Mütter) die man vorwiegend an
Quellheiligtümern, wie beim Gutenborn im pfälzischen Kindsbach
verehrte. Diese Fruchtbarkeitsgötttinen genossen eine herausragende
Verehrung. Gerade der Kult dieser Quellgottheiten war unter den
romanisierten Germanen und Kelten stark verbreitet und stellte eine
Vermischung aus römischen mit keltischen und germanischen
Traditionen dar.
Auch der Name Pfalz
stammt letztendlich von einer Göttin ab. Die Sprachforschung sagt
uns dass „Pfalz“ aus dem lateinischen Wort „Palatium“
abgeleitet sei. Das „Palatium“ oder die „Pfalz“ steckt auch
in dem Wort Palst oder Haus in dem die Herrscher wohnten, der
Regierungssitz denn das Mittelalter als „Königspfalz“
bezeichnete. Aber auch andere festummauerte Wohnsitze nannte man
damals Pfalz. Vom römischen Altertum haben sich die Abwandlungen des
Wortes „Palatium“ allesamt weit entfernt. „Palatium“ so
nannten die Römer in Rom einen Hügel. Nämlich einen der sieben
Hügeln auf denen Rom erbaut war hieß so. Der älteste Siedlungsteil
der „ewigen Stadt“ stand genau auf diesem Hügel. In vorrömischer
Zeit stand auf diesem Hügel ein Tempel der der altitalischen
Schutzgöttin „Pales“ geweiht war. „Pales“ war ähnlich der
„Diana“ eine Naturgöttin.
In seinen
„heroischen Leidenschaften“ schreibt Gordano Bruno über die
Göttin Diana:
Die
Wahrheit wird gesucht wie ein unzugängliches Ding, wie ein
Gegenstand, der nicht nur unbegreiflich, sondern auch nicht zu
vergegenständlichen ist, denn niemand hält es für möglich, in die
Sonne zu schauen, den allerleuchtenden Apollo, in das durch seine
höchste und vorzüglichste Wesensgestalt absolute Licht;
wohl aber in ihren Schatten, ihre Diana,die Welt, das
Universum,die Natur, die in den Dingen ist, das Licht, das in der
undurchsichtigen Materie ist, jenes nämlich,das in der Finsternis
leuchtet. Von den vielen also,die auf den genannten und auf noch
vielen anderen Wegen in diesem wüsten Walde dahineilen, lassen sich
nur ganz wenige am Quell der Diana nieder.Viele geben sich mit der
Jagd auf wilde und unedle Tiere zufrieden; der größte Teil aber
fängt gar nichts, denn er stellt die Netze nach dem Wind und hat
schließlich nichts als Fliegen in der Hand. Selten gibt es, meine
ich, einen Aktaion, dem vom Schicksal gewährt ist, Diana nackt zu
schauen und dahin zu kommen, dass die schöne Liebesgestalt der Natur
ihn ganz verzaubert, und der dann, durch die beiden Augen, durch die
er den Glanz göttlicher Güte und Schönheit wahrgenommen, in den
Hirsch verwandelt wird und fortan nicht mehr Jäger, sondern gejagtes
Wild ist. Denn das letzte und endgültige Ziel dieser Jagd ist eben
das, jene flüchtige und wilde Beute zu erreichen, durch die der
Erbeuter selbst zur Beute, der Jäger zum gejagten Wild wird. Denn
bei allen anderen Arten der Jagd, die man auf einzelne Dinge richtet,
gelangt der Jäger schließlich dazu, diese anderen Dinge an sich zu
reißen,indem er sie mit dem Munde der eigenen Erkenntnis erfaßt;
bei jener göttlichen und allumfassenden Jagd aber vollzieht sich das
Fangen so,dass auch er notwendigerweise gefangen,aufgesogen und
geeint wird. Dadurch wird er aus einem
gewöhnlichen,durchschnittlichen und dem alltäglichen Volk
angehörenden Menschen zu einem wilden Wesen, wie ein Hirsch oder ein
Bewohner der Wildnis; gleichsam göttlich lebt er in der erhabenheit
des Waldes, in den nicht nur Menschenkunst gestaltezten Gemächern
höhlenreicher Berge, wo er den Ursprung der großen Ströme
bewundert, wo er von den gewöhnlichen Begierden unberührt und rein
dahinlebt, wo die Gottheit freier umgeht...So verschlingen die Hunde,
die Gedanken göttlicher Dinge, diesen Aktaion, töten ihn für das
rohe Volk und die Menge, lösen ihn aus den Verstrickungen der
verwirrten Sinne, befreien ihn aus dem Leibeskerker der Materie, so
dass er nun nach seiner Diana nicht mehr wie durch Ritze und Fenster
zu spähen braucht, sondern die trennende Wände niederwirft und
angesichts der ganzen Weite des Horizonts ganz Auge wird. So schaut
er das ganze wie ein Einziges und sieht nicht mehr durch
Unterscheidung und Zählung, wie sie sich aus der Verschiedenheit der
Sinne ergibt, durch die man wie durch Ritzen nur in verworrener Weise
wahrnehmen kann. Er sieht Amphitrite, denn Urquell aller Zahlen,
aller Arten, aller Begriffe: Sie ist die Monade, die wahre Wesenheit
im Sein aller Dinge; und wenn er sie auch nicht in ihrer Wesenheit
selbst, in absolutem Lichte sieht, so sieht er sie in ihren
Hervorbringungen, welche ihr ähnlich, ihre Abbilder sind. Denn aus
jener Monade, welche die Gottheit ist, geht diese Monade hervor,
welche die Natur, das Universum, die Welt ist...
Es ist nur eine der
vielen Metamorphosen der großen Göttin die Giordano Bruno hier
beschreibt. Wir finden sie versteckt in den Märchen und Sagen, aber
auch als christliche Heilige kennen wir sie. So nahm die alte Göttin
im Laufe der Jahrtausende viele Gesichter und Persönlichkeiten an.
Auf einigen der Steinreliefs auf denen die Göttinnen abgebildet
sind, erkennt man auch Pflanzen und Bäume. Dies führt in die Zeiten
zurück da die Göttin noch kein „Gesicht“ hatte, und die Kelten
sie noch in den heiligen Baumhainen verehrten.
hukwa
Sonntag, 11. September 2016
Anbetung oder Ausbeutung
Die Natur sollte dem Menschen ein "Gegenstand" der Anbetung nicht der Ausbeutung sein.
hukwa
hukwa
Freitag, 9. September 2016
Tagesspruch
Die Lehre von der Verzweiflung, der geistigen oder politischen Tyrannis und Knechtschaft, haben nie die verkündet, die an der Heiterkeit der Natur teilhaben.
Thoreau
Thoreau
Donnerstag, 8. September 2016
Geheimnis des Tages
Man kann jeden Tag berauscht sein ohne einen Schluck Alkohol zu sich zu nehmen Das Geheimnis eines Tages offenbart sich in den Wesen der Natur.
Meine Zeit läuft anders dahin wie die meiner Mitmenschen.
Mein größtes Bedürfnis ist es daran zu arbeiten immer weniger Bedürfnisse zu haben.
Ich beobachte in den Nächten lieber die Sterne und am Tage die Vögel die unter ihnen fliegen
als das ich die Menschen beobachte.
Würde ich dies tun käme in meinem Leben
eine Art von Langeweile auf.
hukwa
Meine Zeit läuft anders dahin wie die meiner Mitmenschen.
Mein größtes Bedürfnis ist es daran zu arbeiten immer weniger Bedürfnisse zu haben.
Ich beobachte in den Nächten lieber die Sterne und am Tage die Vögel die unter ihnen fliegen
als das ich die Menschen beobachte.
Würde ich dies tun käme in meinem Leben
eine Art von Langeweile auf.
hukwa
Donnerstag, 18. August 2016
Monat der Erinnerungen
Ab Mitte August beginnt in mir immer ein starkes "bei sich selbst sein" einzusetzen. Sind die Tage sonnig halte ich mich während der Morgenstunden auf der Veranda oder im Garten auf. Oft schweifen die Gedanken ab, dann finde ich mich wieder im Land der Kindheit. Wie sich die Schwalben auf den Leitungdrähten sammeln um bald auf große Reise zu gehen sind auch Erinnerungen eine Art Reise in einen Landstrich der uns einst Heimat war.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 17. August 2016
Abschied vom Sommer
Hörst du das Geflüster
Rufen und Klingen
Leise Rauschen
Krähe Schwingen
erste gilbende Eschenblätter
noch Blühen
Sommerblumen und Georginnen
Blutrot die Ebereschen
in der Augustsonne
veratmet sich
der Sommer.
hukwa
Rufen und Klingen
Leise Rauschen
Krähe Schwingen
erste gilbende Eschenblätter
noch Blühen
Sommerblumen und Georginnen
Blutrot die Ebereschen
in der Augustsonne
veratmet sich
der Sommer.
hukwa
Dienstag, 16. August 2016
Momente der Abgeschiedenheit
Ein wunderschöner Augustmorgen herrscht vor, ich sitze im Garten und bewundere die sich langsam ihrem Ende zu neigende blühende Pflanzenvielfalt. Langsam, ganz langsam verabschieden sich die Blumen. Jetzt naht die Zeit der Herbstblüte und der Früchten. Die Holunderbeeren färben sich sich und die Astern zeigen ihre volle Pracht. Es sind meditative Morgenstunden die ich nun genieße. Tausende kleiner Feinheiten und Wunderwerke kann man an solchen Morgenstunden beobachten. Die Grazie der Windenblüte, geheimnisvolle Spinnweben und jede menge Pflanzengeheimnisse offenbaren sich. An der Sandsteinmauer klopft der Kleiber die Meisen und Sperlinge genießen die Augustsonne.
Es sind meditative und abgeschiedene Momente die jetzt gelebt werden wollen.
hukwa
Es sind meditative und abgeschiedene Momente die jetzt gelebt werden wollen.
hukwa
Freitag, 12. August 2016
Der Preis der Kunst
Hat ein Künstler ein gewisses Alter erreicht und schaut zurück, sollte er sich nicht fragen: Wieviel Erfolg habe ich gehabt? Die Frage sollte lauten: Wie groß ist mein Werk? Was zählen Erfolg und Geld, wenn man dafür mit der inneren Harmonie bezahlen muss?
hukwa
hukwa
Mittwoch, 10. August 2016
Geheimnisvoller Wald
Leise
betritt der Wanderer das Reich der Bäume, unwillkürlich atmet er
auf und sein Auge erfreut sich an den grünen Schatten die die
mächtigen Bäume werfen. Aus den Baumkronen dringt das Summen und
Schwärmen geflügelter Insekten. Zwischen den Zweigen lassen Vögel
ihr Gezwitscher ertönen und je tiefer man in den Wald eindringt,
desto mehr Wildpfade kreuzen die Wanderwege.
Gefüllt
vom ewigen Leben der Natur ist der Wald. Stets keimt es im grünen
Reich der Bäume, immer wird geboren, wächst heran, kämpft und
stirbt es in der Natur. Manche Tiere legen sich am Abend zur Ruhe und
die anderen erwachen nun erst. Der Pulsschlag von Mutter Natur pocht
unaufhörlich.
| Fotos © Ute Knieriemen-Wagner |
Der
Winter lässt ihn für einige Zeit in eine Starre fallen, doch auch
während des tiefsten Frostes finden wir noch Lebensspuren in ihm.
Der hohe Sommer jedoch, ist die wahre Zeit der Wälder. Der Wald ist
wahrlich freigiebig und beschenkt sogar jene, die nicht unbedingt
nach seinem Reichtum streben.
Es
ist als strahle die Kraft des ewigen Kreislaufes des Lebens aus
seinem Dunkel heraus und dringe in die menschliche Seele ein. Die
erhabene Schönheit der alten Bäume, ihre majestätische Ruhe, in
der sie seit Jahrzehnten und Jahrhunderten in ihrem Boden leben hat
seit jeher bei den Menschen Respekt erweckt.
Der
französische Philosoph Jean
Jaques Rousseau schrieb
einst an einen Verwandten:
„Die
Natur ist voller Wunder, lieber Cousin; uns wird nur der Einblick in
einen sehr kleinen Teil gewährt; es besteht also wenig Hoffnung,
dass wir ihre Prinzipien einmal gänzlich verstehen oder all ihre
Geheimniss enthüllen können.“
Ähnlich
drückte es auch Bernhard
von Clairvaux aus:
„Du
wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und
die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird.“
Wenn
man die Formen von Pflanzen, Bäumen und Felsen betrachtet, wenn wir
in den Nächten zu den aufblinkenden Sternen schauen, kommen wir
schnell hinter das Geheimnis der Natur das die Philosophen und
Dichter so oft beschrieben und besungen haben.
Bei
einem meditativen Spaziergang durch den Wald, durch die Feld- und
Wiesenflur spürt der Wanderer alsbald die Beziehung die zwischen ihm
und Allmutter Natur besteht. Die ganze Natur scheint ihm beseelt. Die
Bewegungen der Pflanzen im Wind scheinen ihm vertraut. Der Gang zu
den Bäumen ist doch letztendlich wie eine Andacht, ein Gang der
Freude, denn dort, wo Bäume wachsen scheint uns die Natur besonders
freundlich gesinnt zu sein.
Es
waren nicht nur die Philosophen und Dichter die sich von den
Geheimnissen des Waldes inspirieren ließen, auch die Künstler
versuchten in das Rätsel der Natur einzudringen und dies in ihren
Werken darzustellen. Einer von ihnen war der Maler Karl
Wilhelm Kolbe der vor
langer Zeit schrieb:
„Was
seit jeher in der Natur mich am meisten angezogen hat, sind Bäume
und Kräuter... und die Sonne, die ihnen Licht und Wärme mitteilt.
Hier rührt und reizt mich alles, die schöne grüne Farbe, die dem
Auge so wohl tut, die unendliche Mannnigfaltigkeit der Formen und die
verschiedenheit des Ausdrucks, die in jeder derselben liegt; vor
allem aber das Leben, dass sie beseelt, dass ihre Welt an die meinige
schließt... Dies alles... berührt wie mit einem Zauberstabe meine
rege gewordene Phantasie... „
Mit
vollem Recht durfte Kolbe von sich sagen: „Bäume
sind es, die mich zum Künstler gemacht haben“.
Denn die Gestalten die er schuf, sind nichts anderes als die
Vermenschlichung des Lebens und Schicksals, das ihm Bäume und Wälder
offenbarten. Er gestand offen, das wenn im „Paradies
keine Bäume wären, er für seine Seligkeit keinen Pfifferling geben
möchte“.
Auch
Goethe empfand so. Sein „Baum
– und Waldvermächtnis“
hinterließ er uns in einem wunderschönen Gedicht:
Sag
ichs euch geliebte Bäume
Die
ich ahndevoll gepflanzt,
als
die wunderbarsten Träume
morgenrötlich
mich umtanzt.
Ach,
ihr wißt es, wie ich liebe,
Die
so schön mich wiederliebt,
Die
den reinsten meiner Triebe
Mir
noch reiner wiedergibt.
Wachset
wie aus meinem Herzen,
Treibet
in die Luft hinein,
Denn
ich grub viel Freud und Schmerzen
unter
eure Wurzeln ein.
Bringet
Schatten, traget Früchte,
Neue
Freude jeden Tag;
Nur
dass ich sie dichte, dichte,
Dicht
bei ihr genießen mag.
hukwa
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