Befrage ich den Krähenflug
schau was sich unter der Eiche tut
das alte Holz vom Weidezaun
ertönt im Wildbienen Gesumm
Maisonne schenkt Verwandlung
ich ruhe unter der Blutbuche
am Horizont der Bussard schwebt
ich gehe in mich wie im Gebet.
hukwa
Montag, 30. April 2018
Frühlingshaiku
Im frühlingshaften Wildbach
steht einsam am Morgen
der Graureiher.
Heute Morgen beobachtet.
hukwa
steht einsam am Morgen
der Graureiher.
Heute Morgen beobachtet.
hukwa
Mittwoch, 25. April 2018
Frühlingsmusik
Des Frühlings erwachen
verborgen
im frühen Lied des Zilp Zalp.
Den Frühling kündet der
Zilp Zalp
auf dem alten Weidepfosten.
Frühling
ein neues Erwachen
ein neues sich sehnen
geballte Kraft
ausschlagender Bäume
Demeter breitet aus
ihren grünen Tisch
Taubengurren
Blätterduft
stille Gänge durchs weite Land
Frühling hat seine Kraft entfacht.
hukwa
verborgen
im frühen Lied des Zilp Zalp.
Den Frühling kündet der
Zilp Zalp
auf dem alten Weidepfosten.
Frühling
ein neues Erwachen
ein neues sich sehnen
geballte Kraft
ausschlagender Bäume
Demeter breitet aus
ihren grünen Tisch
Taubengurren
Blätterduft
stille Gänge durchs weite Land
Frühling hat seine Kraft entfacht.
hukwa
Montag, 23. April 2018
Erwartung
Gelb leuchtet auf der Wiese der Löwenzahn
Wind weht seinen Duft heran
Ein Seelenschlag aus Kindheitstagen
Ein Junge der über eine Wiese geht
Am blauen Himmel der Falke steht
Ein leichter Windzug
Die alte Feldulme bebt
In flehender Erwartung
der Ginster am Wegrand steht.
hukwa
Wind weht seinen Duft heran
Ein Seelenschlag aus Kindheitstagen
Ein Junge der über eine Wiese geht
Am blauen Himmel der Falke steht
Ein leichter Windzug
Die alte Feldulme bebt
In flehender Erwartung
der Ginster am Wegrand steht.
hukwa
Frei sein
wie soll der Mensch Frei sein wenn er sich täglich durch seine Gier nach Konsum ein neues Gefängnis errichtet.
hukwa
hukwa
Montag, 16. April 2018
Buschwindröschen Meditation
| Foto©UteKW |
wenn es Jemanden gibt,
der uns in diesem Augenblick träumt,
dann hat die Vernichtung der Religionen
und der Künste,
die allgemeine Vernichtung der Bibliotheken
nicht viel mehr zu bedeuten
als die Verbrennung der Einrichtunsgegenstände
eines Traums.
Der Geist, der sie einmal geträumt hat,
wird sie abermals träumen;
solange der Geist zu träumen fortfährt
ist nichts verloren.
Jorge Luis Borges - Inquisitionen
Grünes Land
Und wieder grünt das weite Land
des Dichters Feuer ist neu entbrannt
Demeter hat es an den Tag gebracht
das Feuerwerk des Frühlings entfacht
Worte sprudeln aus tiefen Brunnen
die Weiden am Bachrand laden ein
Aurora zu ehren
sich in die Wälder zu begeben
Zugvögel sind zurückgekehrt
auch Diana ist wieder heimgekehrt
unterm Weißdornbusch
ist Merlin erwacht
Der Frühling hat dies Wunder vollbracht.
hukwa
des Dichters Feuer ist neu entbrannt
Demeter hat es an den Tag gebracht
das Feuerwerk des Frühlings entfacht
Worte sprudeln aus tiefen Brunnen
die Weiden am Bachrand laden ein
Aurora zu ehren
sich in die Wälder zu begeben
Zugvögel sind zurückgekehrt
auch Diana ist wieder heimgekehrt
unterm Weißdornbusch
ist Merlin erwacht
Der Frühling hat dies Wunder vollbracht.
hukwa
Freitag, 13. April 2018
Mittwoch, 11. April 2018
Montag, 9. April 2018
Der Wald als Psychotherapeut
Wandern ist Erlebnis.
Therapie auch. Die Verbindung Wandern und Therapie kann ich nur
erfahren und erleben, wenn ich selbst wandere, weil ich mich dann
selbst erfahre und bemerke das Wandern eine innere und äußere
Angelegenheit ist.
Als Wanderführer ist es
meine Aufgabe Menschen durch den Wald zu führen und dabei mit den
Leuten Gespräche zu führen. Es liegt in der Natur der Sache dass
Menschen während einer Wanderung durch die Natur tiefere Gespräche
führen als wenn man sich gerade einmal auf der Strasse oder im
Kaffee trifft.
Die Natur ist nicht nur
die größte Lehrmeisterin sondern auch die beste Therapeutin. Ich
persönlich begebe mich einmal am Tag in eine Therapiestunde, nämlich
dann wenn ich mich zu einer Wanderung aufmache. Meditatives Wandern
ist mehr als nur laufen, es ist eine kleine Lebenseinstellung.
Therapie wie ich sie verstehe hat vor allen Dingen etwas mit Wachstum
zu tun, einem inneren ganzheitlichen Wachstum.
Im Wald, in der freien
Natur fällt vieles von uns ab was uns ansonsten im täglichen Leben
belastet. Ich finde sehr viel schneller zu mir selbst, zu meinem
„inneren Kern“, jenen Teil von mir den man in der Philosophie
„Selbst“ nennt also zu dem Wesen das ich in Wirklichkeit bin.
Es gibt Menschen die
versuchen jemand anderes zu sein, warum auch immer, als sie selbst es
sind. Solche Menschen haben das gleiche Problem wie jene die meinen
dass die schönste Zeit die sie in ihrem Leben verbracht haben
irgendwo in ihrer Vergangenheit liegt. Das ist ein Trugschluss!
Manche glauben das ihr Bestes in der Zukunft liegt und sind fest
davon überzeugt das irgendwann einmal das Happy – End an ihre Tür
anklopft. Wer so lebt der rennt einer Illusion nach. Die Natur lehrt
uns das wir unser Leben im Hier und Jetzt gestalten müssen.
Wir haben das Leben
uniformiert und es seiner ursprünglichen Vielheit beraubt. Uns
interessiert nicht mehr das Ganze sondern nur ein Teilausschnitt. Wir
ahnen eine Innenwelt, doch wir flüchten in die Außenwelt. Anstatt
die „Welten“ zu verbinden, nämlich die Immanenz des
Transzendenten im diesseitigen Leben zu erkennen und die tiefere
Wesenheit von uns selbst im Alltag zu finden.
Der große Vorteil beim
meditativen Wandern ist die relativ schnelle Erfahrung das ich mich
während des Wanderns ganz im Hier und Jetzt aufhalte. Das ich dass
Gefühl in mir spüre ganz bei mir selbst zu sein.
Für mich bedeutet Wandern
nicht Energie abzugeben sondern das Gegenteil ist der Fall: Ich lade
Energie auf.
Bei jeder Wanderung erlebe
ich Neues, mit jedem Schritt denn ich im Wald tätige, entgehe ich
der inneren Versteinerung und Lethargie. Dies ist jedes mal der
Gedanke in mir wenn ich mich zu einer Wanderung aufmache.
Das was uns im Wald, wenn
wir tiefer in ihn eingedrungen sind als erstes fasziniert, manchmal
auch ängstlich macht ist die Stille. In den Wäldern spüren wir
plötzlich eine bisher unbekannte Freiheit, die es uns erlaubt, mit
dem wesentlichen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille
des Waldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende
Aufmerksamkeit schenkt. Fern dem unbarmherzig ewig geräuschvoll
laufenden Motor der Großstadt finden wir im Wald nun eine ganz
andere psychologische Dimension der inneren Einkehr und Ruhe vor. In
einer Zeit der entfesselten Mächte, der ökonomischen Unsicherheiten
und ökologischen Katastrophen wird uns der Wald zu einer Insel der
Erholung, zu einem Ort der Therapie und des inneren Wachstums.
hukwa
Mittwoch, 4. April 2018
Korrespondenz mit dem Mythos
Wir stehen mit dem Mythos in einer ständigen Verbindung. Die meisten wissen es nur nicht. Selbst ein Realist wie Walter Benjamin schrieb in seinem "Passagenwerk": "...dass zwischen der Welt der modernen Technik und der archaischen Symbolwelt der Mythologie Korrespondenzen bestehen...dass die Merkwelten sich immer schneller zersetzen und das Mythische in ihnen immer schneller und krasser zum Vorschein kommt...". Das was die Verbindung zum Mythos herstellt ist das "wilde Denken".
Wenn der Mythos anklopft kommt er auch herein, ob wir wollen oder nicht!
hukwa
Wenn der Mythos anklopft kommt er auch herein, ob wir wollen oder nicht!
hukwa
Sonntag, 1. April 2018
Das Herz des Himmels
Gestern Abend
kurz vor der Dämmerung
zog es mich noch einmal hinaus
in den Wald
beim Waldweiher herrschte schon
starkes Dämmerlicht vor
es war mild
Frühlingsmild
der kleine Teich lag da
wie ein Auge von Altmutter Erde
das letzte Himmelslicht und die Schatten
der Wolken
spiegelten sich in seinen Wassern
ein Reiher suchte seinen Schlafplatz auf
das Gezwitscher der Vögel verstummte
Stille
der Mond kam hinter einer Wolke hervor
leuchtete so friedlich
wie das Herz des Himmels.
hukwa
kurz vor der Dämmerung
zog es mich noch einmal hinaus
in den Wald
beim Waldweiher herrschte schon
starkes Dämmerlicht vor
es war mild
Frühlingsmild
der kleine Teich lag da
wie ein Auge von Altmutter Erde
das letzte Himmelslicht und die Schatten
der Wolken
spiegelten sich in seinen Wassern
ein Reiher suchte seinen Schlafplatz auf
das Gezwitscher der Vögel verstummte
Stille
der Mond kam hinter einer Wolke hervor
leuchtete so friedlich
wie das Herz des Himmels.
hukwa
Samstag, 31. März 2018
Erdung
Oft sitze ich mitten im Wald
zwischen Birken, farn und grünbemoosten Felsen
sanft zwitschert der Zaunkönig
durch die Dämmerung schleicht der Fuchs
Stille Nebel Feuchtigkeit
Harzgeruch Spinnweben
aber es ist die Welt
wenige Kilometer von hier
die Geräusche der Konsumgesellschaft
das Herz des Maschinenzeitalters pocht unerbittlich
sein Computergehirn denkt präzise
hier hat die Erde noch ihre alte Bedeutung
dort
erziehen sie ihre Kinder im
unerbittlichen Gütesiegel
des Turbokapitalismus
hier in der Stille
werden auch meine Gedanken still
die Erde
ein einziges Ritual
der Schwarzspecht klopft.
hukwa
zwischen Birken, farn und grünbemoosten Felsen
sanft zwitschert der Zaunkönig
durch die Dämmerung schleicht der Fuchs
Stille Nebel Feuchtigkeit
Harzgeruch Spinnweben
aber es ist die Welt
wenige Kilometer von hier
die Geräusche der Konsumgesellschaft
das Herz des Maschinenzeitalters pocht unerbittlich
sein Computergehirn denkt präzise
hier hat die Erde noch ihre alte Bedeutung
dort
erziehen sie ihre Kinder im
unerbittlichen Gütesiegel
des Turbokapitalismus
hier in der Stille
werden auch meine Gedanken still
die Erde
ein einziges Ritual
der Schwarzspecht klopft.
hukwa
Freitag, 30. März 2018
Der halbe Mond am Himmel
der Halbe Mond am Himmel
holt auf
die Erinnerung
Träumer und Traum sind eins
das ist Tao.
hukwa
holt auf
die Erinnerung
Träumer und Traum sind eins
das ist Tao.
hukwa
Donnerstag, 29. März 2018
Märzgeist Haikus
Des Frühlings Nahen
verborgen
im Lied der Amsel.
hukwa
Märzwind spricht in der
Weide
dem Wildbach lauschend.
hukwa
Beim eiskalten Wildbach
das Blühen
der Weidekätzchen.
hukwa
verborgen
im Lied der Amsel.
hukwa
Märzwind spricht in der
Weide
dem Wildbach lauschend.
hukwa
Beim eiskalten Wildbach
das Blühen
der Weidekätzchen.
hukwa
Dienstag, 27. März 2018
Krähennotizen oder was den Mensch so antreibt
Gestern Abend in den Nachrichten: In Frankenthal will man die Saatkrähen Kolonien weghaben. Sie machen zu viel Dreck, beschmutzen die Autos und machen einen kaum noch ertragbaren Lärm. Sie sind so laut das sie sogar die Autogeräusche übertönen.
Die deutsche Sauberfrau und der deutsche Saubermann lassen sich das nicht länger bieten. Die Krähen müssen weg! Man überlegt schon ob man ihre Nistbäume absägen soll, das wäre der einfachste Weg. Die Bäume stören im Herbst noch wegen des Laubfalls.
Noch weiß man nicht genau wie man dieser Plage Herr werden kann. Wer des Deutschen Lieblingskind - das Auto - verschmutzt wird zum Staatsfeind erklärt.Hinzu kommt dass diese Krähen die in Massen auftreten aus dem Osten kommen und hier gar nichts verloren haben.
Egal, die Krähen müssen weg.
Das Leid der gequälten Kreatur schreit zum Himmel!
Meiner Meinung nach gehören die Krähen eher zur Krone der Schöpfung als der Mensch.
Keine Krähe hat die Vernichtung des Planeten vor. Der Mensch aber dieses verruchte Wesen vernichtet tagtäglich.
Die Dummheit und Rohheit des Menschen ist grenzenlos.
hukwa
Die deutsche Sauberfrau und der deutsche Saubermann lassen sich das nicht länger bieten. Die Krähen müssen weg! Man überlegt schon ob man ihre Nistbäume absägen soll, das wäre der einfachste Weg. Die Bäume stören im Herbst noch wegen des Laubfalls.
Noch weiß man nicht genau wie man dieser Plage Herr werden kann. Wer des Deutschen Lieblingskind - das Auto - verschmutzt wird zum Staatsfeind erklärt.Hinzu kommt dass diese Krähen die in Massen auftreten aus dem Osten kommen und hier gar nichts verloren haben.
Egal, die Krähen müssen weg.
Das Leid der gequälten Kreatur schreit zum Himmel!
Meiner Meinung nach gehören die Krähen eher zur Krone der Schöpfung als der Mensch.
Keine Krähe hat die Vernichtung des Planeten vor. Der Mensch aber dieses verruchte Wesen vernichtet tagtäglich.
Die Dummheit und Rohheit des Menschen ist grenzenlos.
hukwa
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Tiefenökologie
Samstag, 24. März 2018
DIE ESCHE Fraxinus excelsior
Das Kuratorium – Baum des Jahres –
in Berlin wählte die Esche 2001 zum Baum des Jahres und begründete seine Entscheidung
mit der Einmaligkeit der Baumart „ die viele botanische und
ökologische Besonderheiten und Rätsel aufweist " . Die Esche ist
ein Ölbaumgewächs und kann bis zu 40 m hoch werden. Sie ist vor
allem an den schwarzen , zwiebelspitzigen Knospen, ihren gefiederten
Blättern und der silbrigen bis aschgrauen Rinde zu erkennen.
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich
über ganz Europa bis nach Vorderasien. Wenn viele
unserer einheimischen Bäumen, schon ihr neues Blattkleid tragen, trägt die Esche oft
noch kein einziges Blatt. Dies ist auf ihre Frostempfindlichkeit zurückzuführen. Sie
wartet ab bis auch tatsächlich kein Frost mehrzu erwarten ist.
Wohl deshalb schrieb
die Baum – und Kräuterkundige Hildegard v.Bingen mit Recht : „ Sie ist ein
Sinnbild der besonnenen Einsicht „. Wenn sie dann im April oder Mai
ihre schwarzen Knospen sprengt , hängen kleine, violette Blütenbüschel heraus, die ihre Bestäubung
dem Wind anvertrauen. Bei der Esche gibt esmännliche,weibliche und gemischt
–geschlechtliche Bäume.
Das Holz der Esche ist hart, zäh und
besonders elastisch.Schon in der Antike verwandte man es zur
Herstellung von Handwaffen wie Armbrüste, Speere, Lanzen und
Bögen. Der bekannteste Eschenholzspeer ist der des Kentauren Chiron.
Diese Sagengestalt halb Mensch, halb
Pferd bewohnte den sagenumwobenen Berg
Pelion in Thessalien. Auf diesem
heiligen Berg wuchsen die berühmten Eschen und
Eichen, eine davon fällte Chiron und
fertigte daraus jenen Speer, mit dem Achilles
hektor besiegte. Natürlich ist die
Esche auch im Keltischen Baumalalphabet ver –
treten. „ Nion „ hießen Baum und
Laut. Sie war eines der Symbole für Nacht und wasser. Was uns nicht
zu wundern braucht, denn die Esche liebt feuchte Standorte.
Die Eschen gaben den Kelten Schutz vor
der zerstörerischen Kraft der Wasserdämonen. Die Druiden benutzten
Eschenholz als Regenzauber. In der germanischen Mytologie ist die
Esche der wichtigste Baum – hier steigt sie zum Weltenbaum empor.
Ygdrasil-so wird die Esche in der germanischen Mytologie genannt –
ist der schönste aller Bäume und heiligste der Germanen.Seine
Zweige erstrecken sich über alle Welten hinaus und erreichen den
Himmel. Er hat drei Wurzeln die ihn aufrecht erhalten; sie sind
außergewöhnlich groß. Eine taucht in den Äsir, die Unterwelt der
Asen, der Götter hinunter, die zweite zu den Frostriesen den Vorgängern, der Menschen, die
dritte greift nach Niflheim, dem Reich der Toten. Bei dieser
letzteren Wurzel entspringt der Brunnen Hvergelmir, die Quelle aller
rauschenden Flüsse die, die Erde bewässern und sie für den
Menschen bewohnbar macht. Neben der zweiten Wurzel
sprudelt die Quelle von Mimir. Dem der dort die Lippen netzt, schenkt sie
Wissen und Weisheit, aber ihr Besitzer, dessen Name „ Meditation „
bedeutet, hat es verboten, sich ihr zu nähern; er selbst ist voll
tiefsten Wissens, dass er täglich aus diesem Wasser schöpft. Unter
der ersten Wurzel, die der Überlieferung zufolge entweder die
unterirdische Behausung der Götter oder ihren himmlischen Wohnort
erreicht – die übrigens durch Bifrost, den Regenbogen verbunden werden-gibt es
eine dritte Quelle, die heiligste von allen:
den Brunnen über den Urd die älteste
der Nornen wacht. Als Hüterinnen der Gesetze und alten Bräuche sind nur die
Nornen in der Lage, die Geschicke der Menschen und sogar der Götter
selbst zu lenken, die nicht ewig sind und dem Los, das alle trifft,
nicht entrinnen können. Ursprünglich war Urd, die älteste unter
ihnen, deren Name Schicksal bedeutet, wahrscheinlich allein.
Möglicherweise waren die Legenden von den drei spinnenden Nornen,
als sie uns erreichten, schon
von den Moiren ( dem Personifizierten
Schicksal ) und den Parzen der griechischen
und der römischen Mytologie
beeinflusst. Wie diese stellten auch jene die drei
Mondphasen-zunehmend-voll-abnehmend dar, deren Rhythmus das Leben der
Natur bestimmt und die auch den drei menschlichen Lebensaltern,
Jugend, Reife, Alter entsprechen. Jeden Tag schöpfen die Nornen aus
dem Brunnen Wasser und schlamm und begießen damit die Esche, damit
ihre Zweige weder vertrocknen noch verfaulen.
Was immer in die Quelle
fällt, wird so weiß wie das Häutchen im Innern der Eierschale, das
heißt, es kehrt zu seiner früheren Reinheit zurück, zu seinem
Vorgeburtlichem Ursprung.Dieses Makellose Weiß kleidet auch das paar
Schwäne, die die Quelle bewohnen und von denen die Vögel dieses
namens abstammen. Urds Quelle ist also ein Jungbrunnen. Bei
ihr versammeln sich die Götter, um Rat zu halten, Streitigkeiten zu
schlichten und Recht zu sprechen.Dieser Schicksals –
brunnen verkörpert die Welt der
Möglichkeiten, der Samen, der Keime, eine nächt-
liche Welt aus Wasser und Erde , aus
der alle Lebewesen hervorgegangen sind.
wenn es Ygdrasil dank seiner Wurzeln
den drei übereinandergeschichteten Reichen
dem der Götter, dem der
prähistorischen Riesen und dem der Vorfahren des Menschen gestattet,
an der Erdoberfläche zu erscheinen, so erstreckt sich der Stamm der
Esche, durch das Zwischen Himmel und Erde gelegene mittlere Gebiet das Midgart, wo die Menschen leben und
ihr Wipfel erhebt sich bis zu Asgard, dem Domizil der Götter. Trotz seiner
Mächtigkeit ist der Kosmische Baum stets bedroht.
Die riesige Schlange Nioggrh
nagt heimlich an der dritten Wurzel, wird aber selbst Tag für Tag
vom Adler angegriffen, der in seinen höchsten Zweigen wohnt. Vier
Hirsche kommen und gehen im Gezweige und fressen die jungen Triebe kaum dass sie erschienen sind. Ygdrasils
Laub beherbergt noch weitere Tiere, die aber nützlich sind, so die
Ziege Heidrun, die mit ihrer Milch Odins Krieger ernährt oder das Eichhörnchen Ratatosk, das am
Stamm hinauf und hinunterläuft und die
wechselseitigen Auseinandersätzungen
zwischen Schlange und Adler vermittelt. Letzterer weiß viele Dinge
und beobachtet von seinem hohen Standpunkt aus den Horizont, um die Götter zu warnen,
wenn ihre Uralten Widersacher, die Riesen, sich zum Angriff
anschicken.In manchen Versionen sitzt ein goldener Hahn im
Baumwipfel: er hat die selbe Aufgabe. Man könnte nicht,
bilderreicher ausdrücken, dass die Welt der Spielball in einem
unablässigen Kampf zwischen den Mächten des Lebens undderen
Zerstörung ist.
Nun ist der Kosmische Baum Heute
aktueller denn je, denn gerade Heute, da die Katastrophale Ausmaße
des Waldsterbens nicht mehr zu übersehen sind, ist es für die Menschheit wichtig, wieder einen
Bezug zu dem Wesen Baum aufzubauen. Und die Esche ist in diesem Sinne ein
wirklicher Lebensbaum.
hukwa
Sonntag, 11. März 2018
Die Linde
Die
Winterlinde ( Tilia cordata Miller )
Die
Sommerlinde ( Tilia platyphyllos Scop. )
Die
Linde kann ein Alter von etwa 1000 Jahren erreichen und eine Höhe
von über 30m. Mit Hainbuchen und Eichen gemischt bildete sie einst
im Osten Deutschlands ausgedehnte Wälder. In den lockeren
Bewaldungen der Berghänge und in den bunt gemischten Auwäldern, die
größere Flüsse begleiten, ist sie recht verbreitet. Die Linde ist
einer unserer Lieblingsbäume und wird gerne an Strassen, auf freien
Plätzen oder vor Wohnhäusern angepflanzt. Zahlreiche Sagen und
Lieder knüpfen sich an sie; unseren Vorfahren war sie ein heiliger
Baum und unter der ehrwürdigen Dorflinde berieten einst die ältesten
der Gemeinde. Die Sommerlinde entfaltet ihr Laub bereits Anfang Mai
und hat große Blätter, in den Winkeln der Blattadern weißliche
Härchen, die Winterlinde hat an gleicher Stelle bräunliche Härchen.
Sie schlägt erst Mitte Mai aus. Der Stamm ist im Alter mit einer
dunklen, rissigen, Borke bekleidet und verzweigt sich schon in
geringer Höhe. Voll entwickelte Lindenblätter sehen herzförmig aus
und haben ungleich große Hälften – sie sind also unsymetrisch-
und laufen in eine lange Spitze aus. Der Blattrand ist scharf
gesägt.In den Knospen sind keine Blütenanlagen vorhanden.Die Blüten
müssen sich an den jungen Trieben also erst bilden. Daher blüht die
Linde auch verhältnismäßig spät im Jahr. Bei der Sommerlinde sind
die Blütenstände gewöhnlich aus 2 oder 3, bei der Winterlinde
dagegen aus 5 bis 7 gestielten Blüten
zusammengesetzt.
Der untere Teil des Hauptblütenstiels ist mit einem bleichen,
pergamentartigen Deckblatt verwachsen. Jede Blüte besteht aus 5
kleinen gelblichen Kelch- und 5 Blumenblättern, zahlreichen
Staubblättern und einem Stempel.
Da
die Blüten reich an Nektar sind und einen herrlichen Duft aussenden,
ist die blühende Linde oft von Tausenden von Insekten umschwärmt.
Im Herbst löst sich der Fruchtstand mit dem Flügelartigen Deckblatt
vom Zweig und fällt in langsam drehender Bewegung zur Erde herab.
Hierbei wird er leicht vom Wind erfasst und weit verweht. Das
Deckblatt ist also ein Mittel zur Verbreitung der Pflanze. Die
Nussartigen Früchte enthalten gewöhnlich nur einen Samen. Sie
öffnen sich bei der Reife nicht. Beide Lindenarten bastardieren oft
miteinander so das in manchen
Gegenden
reine Arten seltener anzutreffen sind. Einer dieser Kreuzungen ist
die Holländische Linde ( Tilia x europae ). Diese Form übertrifft
ihre Eltern meist an Wuchshöhe ( bis 40m ) und Schönheit der
Kronenentwicklung. Die meisten Merkmale stehen ziemlich in der Mitte
der Elternarten.Am zuverlässigsten sind vielleicht die
weißlich-bräunlichen Haarbüscheln auf der Blattunterseite in den
Achseln der Blattnerven und die leicht eiförmigen, bis 8mm großen,
undeutlich kantigen und behaarten Kapselfrüchten. Die Krimm-Linde (
Tilia xeuchlora ) ist ein Bastard unbekannter Herkunft, der durch
seine sehr großen, bis 15cm langen, am Grund stark
schief-herzförmigen, oberseits glänzend dunkelgrünen Blätter
gekennzeichnet ist.
Es
ist ein meist kleinerer Baum bis 15m Höhe, immer mit überhängenden
Zweigen, auch weitere Äste meist stark hängend. Häufig in Alleen
und Parks gepflanzt. Eine weitere Lindenart die bei uns in Parks zu
finden ist, ist die aus Südosteuropa und Asien stammende Silberlinde
( Tilia tomentosa ). Diese Art hat sich in den vergangenen Jahren als
wesentlich beständiger gegen die Luftverschmutzung mit Staub und
Abgasen von Verkehr, Industrie und haushalten erwiesen. Eine als
Hängenden-Silber-Linde ( Tilia petiolaris ) bezeichnete form ist
möglicherweise keine selbstständige Art, sondern eine seit langem
angepflanzte Varietät, der Silber-Linde, eventuell auch ein Bastard
mit einer vorderasiatischen Art.
Dr.
Heinrich Marzell schreibt in seinem volkskundlichen Baumbuch: Wenn
einmal in allen deutschen Landen, die Lindenbäume zusammengestellt
werden sollten, an die sich Sagen, Legenden , oder irgendwelche
geschichtlichen Erinnerungen knüpfen, so bekäme man eine recht
stattliche Zahl zusammen. Vielleicht würde hier sogar die Linde ,
der eiche den Rang ablaufen, die man doch sonst gemeinhin als den
volkstümlichsten Baum der Deutschen betrachtet. Wohl das größte
Lindendenkmal pflanzte Ovid in seinem Philemon und Baucis in dem er
Baucis von den Göttern in eine Linde verwandeln ließ. Philemon
wurde zur Eiche. In Griechenland galt die Linde als der heilende Baum
schlechthin; ihre Blüten galten als eines der ältesten bekannten
Heilmittel. Außerdem nutzte man den Lindenbast zur Herstellung von
Papier; in Streifen zerrissen diente der Bast zur Weissagung.
Die
Linde ist der klassische Baum unserer Dörfer und Städte. Unter
einer Linde soll der Zwergenkönig Laurin, die Schwester Dietrichs
von Bern geraubt haben und unter ihr besiegte Siegfried den Drachen.
Die Germanen, verehrten Freya, die Göttin der Liebe und des Glücks
in der Linde. Walther von der Vogelweide bereitete sein berühmtes
Liebeslager aus Heidenkraut und Rosen unter einer Linde. In seiner
Geschichte, „ die drei Linden „ hat Hermann Hesse über ein
Lindenurteil geschrieben. Sehr häufig ist auch in der frommen
christlichen Legenden von der Linde die Rede. Die Kirche hat aus den
alten Freya-Linden, die Maria-Linden gemacht. Die Linde galt im
Mittelalter als ein Baum der Hexen abwehrt. Damit die Hexen in der
Walpurgisnacht keinen Zutritt zu den Ställen haben sollten, band man
dem Vieh Lindenbast um die Hörner. Über die Linde in der Pfalz
schreibt Julius Wilde 1936 : „ Schulz bezeichnet nach den Angaben
Kochs die Großblätterige Linde nur auf dem Remigiusberg bei Kusel
als wirklich einheimisch, während er für die kleinblättrige Art
die Wälder bei Stromberg, Wolfstein, Kaiserslautern und den
Hagenauer Forst als wirklich ursprünglich ansieht. Er vermerkt
jedoch weiter, das beide Arten, viel in Wäldern und an Spazierwegen
angepflanzt werden. Heute hat sich die Linde wieder mehr aus den
Wäldern zurückgezogen, den nach Angaben von Forstdirektor Keiper (
1936 ) sind in unserer Pfalz von 57 Forstämtern, 15 völlig
Lindenleer, während sie in 18 vereinzelt, in 16 mehrfach und nur in
8 verhältnismäßig häufig vorkommen. Es sind dies: im südlichen
Pfälzerwald, Fischbach und Schönau, im mittleren, Waldleiningen und
Johanniskreuz und am Donnersberg , Kirchheimbolanden und Winnweiler.
Heute
finden wir die Linde auch an vielen Autorastplätzen, die jedoch
Autofahrer in der Regel meiden, da sie den Honigtau auf dem Lack
ihres Lieblingskindes fürchten.
In
vielen Orten Deutschlands ranken sich Sagen und Legenden um den
Lindenbaum. In der Pfalz kennt man das „Lindenmütterchen“, das
einst im Schlosshof der Burg Lindelbrunn einen Lindenzweig mit den
Worten in die Erde stieß: „Wachse und falle mit diesem edlen Haus
auch die Erzählungen vom „Lindenschmied“ und „Lindelbrunn“.
Auf dem „Lindenplatz“ bei der Hartenburg stehen einige alte
Linden worüber eine pfälzische Sage erzählt: Die Linden waren den
Herren der Hartenburg der liebste Baum. Wurde dem Hause der Leininger
ein Sohn geboren, wurde auf dem Vorplatz des Schlosses auch eine
Linde gepflanzt. Wie wichtig die Linde den Leiningern war, zeigt ihr
Wappen: ein Lindenbaum mit silbernen Blüten im Helmzier ihres
Wappens.
Der
einzige Baum der im Nibelungenlied erwähnt wird ist die Linde weil
unter ihr Siegfried den Lindwurm tötete. Als er im Blut des Drachens
badete fiel ein Lindenblatt zwischen seine Schulter und schuf damit
jene verwundbare Stelle in die später Hagen seinen Speer bohrte,
dies geschah am von einer Linde beschatteten Brunnen. Von der
„Korbianslinde“ bei Freising erzählt die Sage: „Solange die
Linde besteht wird Freising gedeihen“. In der schweiz in der Nähe
von Habsburg steht eine Linde unter der schon der heilige Gallus
(550-645 n. Chr.) gepredigt und geweissagt hat von ihr heißt es
„wenn einst der Schatten dieser Linde die Habsburg erreicht, wird
die Welt untergehen.“
Wir
begegnen der Linde auch oft als Schicksals und Familienbaum. Nach
einer schwedischen Sage sollen die Familiennamen Linnaeus, Lindelius
und Tiliander nach einer mächtigen Linde mit drei starken
Hauptästen, ihren Namen genommen haben. Als die Familie Lindelius
ausstarb, vertrocknete einer dieser Hauptäste. Nach dem Tode der
Tochter des berühmten Botanikers Linne, hörte der zweite Ast auf
Blätter zu treiben, und als der letzte der Familie Tiliander starb
vertocknete auch der dritte Ast. Mannhardt berichtet in seiner „Wald-
und Feldkunde“, dass der abgestorbene Stamm dieser Linde noch lange
Zeit stand und vom Volk verehrt wurde.
Alfred
Klos berichtet in seinem Artikel: Volkskundlicher Beitrag zu Freyas
heiligem Baum: „Eine Legende bringt die Linde in enge Verbindung
mit dem Ursprung eines bekannten Wallfahrtsortes in Ostpreußen
(heute polnisch). In der Stadt Rastenburg war einst ein Angeklagter
zum Tode verurteilt worden. Da erschien ihm die heilige Jungfrau,
tröstete ihn und gab ihm ein Stück Holz und ein Messer, mit dem
Auftrag etwas zu schnitzen. Er schnitzte daraus ein Marienbild mit
dem Christuskind auf den Armen. Als die Gerichtsherrn das Bild sahen
und von der Erscheinung der Jungfrau hörten, erachteten sie dies als
ein Wink von oben und gaben dem verurteilten die Freiheit. Dieser
trug das Bild zu einer alleinstehenden Linde und hängte es an ihr
auf. Seitdem verlor der Baum seine Blätter nicht mehr und blieb
immer grün. Wegen dieses Wunders holten die Rastenburger das Bild
von seinem Platze und brachten es in ihre Kirche. Da es aber am
nächsten Morgen wieder an der Linde hing, baute man unter ihr eine
Kapelle. So soll der im Osten so bekannte Wallfahrtsort
„Heiligelinde“ entstanden sein.“
Die
Linde war der Freya geweiht und war somit gegen Blitz gefeit. In
manchen ländlichen Gegenden ist es heute noch üblich nach einem
gewitterregen unter eine Linde zu eilen und sich von dem
herabfallenden Tropfen etwas benetzen zu lasen; denn dieses
„Lindenwasser“ schützt nach einem Volksglauben gegen viele
Krankheiten und Unglück.
Natürlich
musste der Linde auch ein Baumgeist innew(ohnen der die Menschen vor
Zauberei und Bösen schützte. In Niederösterreich steckt man am
Johanni Tag vor Sonnenaufgang Lindenzweige über die Haustüre um
somit Einbrecher fernzuhalten. Damit die Hexen in der Johannisnacht
nicht die Viehställe aufsuchen, bindet man den Kühen Lindenbast um
ihre Hörner. Ein Lindenast an die Türe angebracht hält Hexen fern.
Wer auf zauberische Weise Ungeziefer auf seinen Getreideacker bekam,
konnte diese durch streuen von Lindenkohlenasche wieder vertreiben,
lässt und Kloss wissen und fährt fort…Früher gab es kaum eine
Kirche bei uns, vor deren Eingang keine Linden standen; denn wenn
Hochzeitspaare (nach altem Glauben) unter Linden in die Kirche gehen
können, dann gab das eine glückliche Ehe. Erst im Jahre 1962 wurden
die letzten 220jährigen Linden vor dem Kircheneingang in Miesau
niedergelegt. Noch vor siebzig Jahren war es in Miesau Brauch, dem
geliebten Mädchen in der Walpurgisnacht einen schönen Lindenzweig
vor die Haustür zu stellen.
In
vielen Flurnamen taucht die Linde auf. Im Stiftswald bei
Kaiserslautern gibt es „Lindenköpfe“, bei Kriegsfeld einen
„Lindenbühl“. In Gehrsweiler, Dellfeld und Fleckenfeld sind
„Lindenberge“ bekannt. In Jakobsweiler gibt es einen
„Lindenbusch“, in Nussbach ein „Lindenthal“ und in Schopp
einen „Linnedeich“. In Blieskastel finden wir einen „Lindenfels“.
Einen Lindenhof gibt es in Kaiserslautern, Rockenhausen und bei
Steinweiler. „Lindenschachen“ werden um 1600 im Reichswald und
Jägersburg und 1547 bei Ottweiler und Einsiedlerhof benannt.
Eppenbrunn und Ludwigswinkel haben einen „Lindelkopf“.
hukwa
Mittwoch, 7. März 2018
Frühlingsahnen
Beim alten Waldbach
schauen mich an
die WeideKätzchen.
huwa
schauen mich an
die WeideKätzchen.
huwa
Dienstag, 27. Februar 2018
Zwiesprache im Wald
Wer täglich in den Wäldern ist denn erreicht keine Langeweile und er bringt von seinen Waldgängen genügend Material mit nach Hause um zu schreiben oder zu werken. Was man in die Wälder mitnehmen sollte ist Gelassenheit, Geduld und Losgelöstheit von ökonomischen Verpflichtungen. Dann wird uns der Wald zu einem großen Spielplatz für Erwachsene Kinder. wir können mit dem Geist der Bäume Zwiesprache halten und einsteigen in den Mythos Baum der sich vom Menschen soweit zurückzieht wie dieser sich egoistisch vorwärtsbewegt.
hukwa
hukwa
Sonntag, 25. Februar 2018
In den nächtlichen Wäldern
In der nächtlichen Schneelandschaft
alles ist hart gefroren
suche ich auf
die schwarzen Seen
und erdbraune Felder
grau ist das Haar der alten Weide
sehnt sich nach sommerlicher Weite
so ziehts mich in die dunklen Wälder
wo die Erinnerungen wie gefallene Blätter
in den Baumästen ruhen.
hukwa
alles ist hart gefroren
suche ich auf
die schwarzen Seen
und erdbraune Felder
grau ist das Haar der alten Weide
sehnt sich nach sommerlicher Weite
so ziehts mich in die dunklen Wälder
wo die Erinnerungen wie gefallene Blätter
in den Baumästen ruhen.
hukwa
Mittwoch, 21. Februar 2018
Altes Hügelgrab bei Johanniskreuz
Uralt Gestein
überwuchert von Farnen und Gräsern
Sand und Gestein
aufgeschichtet auf zerpulverten Körpern
Trollblumen blühen
Holunder grünt darüber
verflogene Seelen
Tonscherben
Hügel
seit tausenden Jahren vergessen
nicht ändert die Zeit
diese vergessene Urne
menschliche Blicke
streifen nichts wissend darüber hinweg.
hukwa
überwuchert von Farnen und Gräsern
Sand und Gestein
aufgeschichtet auf zerpulverten Körpern
Trollblumen blühen
Holunder grünt darüber
verflogene Seelen
Tonscherben
Hügel
seit tausenden Jahren vergessen
nicht ändert die Zeit
diese vergessene Urne
menschliche Blicke
streifen nichts wissend darüber hinweg.
hukwa
Sonntag, 11. Februar 2018
Baumwesen
Vor meinem Fenster stehst du Baumesecht
am Morgen scheinst du voller Licht
dein mächtig glatter Leib
eine einzigartige Pracht
die Kirche unter dir
versteckt sich hinter deiner
BaumesAllMacht
als ob ein uralter Gott
dich in seinem Atem hält
dein Wunsch ist nach oben zu streben
die unter dir stehen
beachtest du nicht
dein ganzes Wesen ist
irdisches Licht.
hukwa
am Morgen scheinst du voller Licht
dein mächtig glatter Leib
eine einzigartige Pracht
die Kirche unter dir
versteckt sich hinter deiner
BaumesAllMacht
als ob ein uralter Gott
dich in seinem Atem hält
dein Wunsch ist nach oben zu streben
die unter dir stehen
beachtest du nicht
dein ganzes Wesen ist
irdisches Licht.
hukwa
Dienstag, 6. Februar 2018
Schneegang
Die weiße Magie von Neuschnee verzaubert die Landschaft. Wie schwarze Flecken in den Feldern, die Krähen. Ich lausche ihrem Geschrei. Am Waldrand ein einsames Reh. Momente tiefer Stille. Ich stehe bewegungslos am Feldrand. Nehme Stift und mein Notizbuch zur Hand und reihe diesen Morgen mit einem Gedicht in meine Erinnerungen ein:
Februar treibt nochmals Schnee
Schwarze Schwärme in weißem Land
Krähenschrei über Äcker
Und im feuchten Wiesenland
Dämmrig bleibt der ganze Tag
Nur ein Reh steht einsam am Waldesrand
Sich verlierend in der weißen Nebelwand.
hukwa
Februar treibt nochmals Schnee
Schwarze Schwärme in weißem Land
Krähenschrei über Äcker
Und im feuchten Wiesenland
Dämmrig bleibt der ganze Tag
Nur ein Reh steht einsam am Waldesrand
Sich verlierend in der weißen Nebelwand.
hukwa
Sonntag, 4. Februar 2018
Noch schläft Demeter
Schnee Zeit ziehende Wolken
Krähe fliegt zum steinernen Tor
es wartet der Zaunkönig
auf das Frühjahr
Waldhasenspur im Schnee
es lauert der Fuchs
hinter der Schlehenhecke
schweigende Wälder
einsam in der Weißdornhecke
eine Amsel
wartet darauf
das Demeter gähnt.
hukwa
Krähe fliegt zum steinernen Tor
es wartet der Zaunkönig
auf das Frühjahr
Waldhasenspur im Schnee
es lauert der Fuchs
hinter der Schlehenhecke
schweigende Wälder
einsam in der Weißdornhecke
eine Amsel
wartet darauf
das Demeter gähnt.
hukwa
Samstag, 3. Februar 2018
Eibengeflüster
Februarmorgen
in den Wäldern
wo ich einsame Landschaften erwandere
wo grüne Eiben
sich im Eichenhain verstecken
Eibe
Telefon zu den Göttern
fern ab dem Lärm der Welt
lausche ich
dem Eibengeflüster.
hukwa
in den Wäldern
wo ich einsame Landschaften erwandere
wo grüne Eiben
sich im Eichenhain verstecken
Eibe
Telefon zu den Göttern
fern ab dem Lärm der Welt
lausche ich
dem Eibengeflüster.
hukwa
Mittwoch, 31. Januar 2018
Jene Zeit will ich beschwören
Jene Zeit will
ich beschwören
da ich jung und
winzig war
und flink wie
der Distelfink
durch die Äste
des Kirschbaums im Garten mich schwang
da die Alte
meinen Namen rief
der Hofhund
bellte im Zwinger
und der
Truthahn klammerte seinen Schnabel an mein Hemd
grün war das
Wiesental
das dem Dorf
seinen Namen gab
wo der Duft des
Flieders in die Stube drang
dort weckte
mich am Morgen der krähende Hahn
Grün wie das
Gras ist die Seele der Jugend und
jeder Tag war
so jung wie die Erde es auch war.
Die Schwalben
zogen ihre Kreise
das Mondlicht
beleuchtete in den Nächten mein Bett
die Träume
reisten mit dem Rufen des Kauzes
der über Tag
im alten Kirschbaum schlief
und Nachts von
dort in die Welt hineinrief
zwischendurch
rief manchmal der Dachs.
Grün wie das
Gras ist die Seele der Jugend
lauscht sie den
Tönen der Sphärenmusik.
Ich spüre wie
der Wurm sich unter der Erde krümmt
es ist die
spürbare Lust die der Frühling mit sich bringt
so laufe ich
entlang jener Schmerzstrasse
hin zu dem
gläsernen Meer
das nur in
meiner Erinnnerung existiert.
hukwa
Dienstag, 30. Januar 2018
Am Wegrand
Am Wegrand die alte Eiche steht
wieviel Zeitgeiste hat sie schon erlebt
von Gewittern gezeichnet
von Blitzen und Sonne gebräunt
von Stürmen gedarbt
hat der Baum doch festen stand
der Waldkauz der hier in den Nächten haust
kennt sich mit der Signatur der alten Eiche aus
was könntest du uns erzählen alter Heidenbaum
doch niemand ist da der dir zuhören kann.
hukwa
wieviel Zeitgeiste hat sie schon erlebt
von Gewittern gezeichnet
von Blitzen und Sonne gebräunt
von Stürmen gedarbt
hat der Baum doch festen stand
der Waldkauz der hier in den Nächten haust
kennt sich mit der Signatur der alten Eiche aus
was könntest du uns erzählen alter Heidenbaum
doch niemand ist da der dir zuhören kann.
hukwa
Montag, 29. Januar 2018
Verheißungsvolle Mächte
Auf ätherischen Pfaden
wandere ich durch die Nacht
wie Engelflügel zart
spür ich der Dunkelheit Macht
der Purpurraum ist erfüllt
von schlaftrunkenen Gesängen
und wieder wird enthüllt
die Nacht in ihrer Fülle
ihr dunkelgraue Nächte
verheißungsvolle Mächte.
hukwa
wandere ich durch die Nacht
wie Engelflügel zart
spür ich der Dunkelheit Macht
der Purpurraum ist erfüllt
von schlaftrunkenen Gesängen
und wieder wird enthüllt
die Nacht in ihrer Fülle
ihr dunkelgraue Nächte
verheißungsvolle Mächte.
hukwa
Donnerstag, 25. Januar 2018
Rief da eben Jemand...
Alte Eiche
sprichst du die Sprache des Winters
ein Laubloser Gott
fährt durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
die grüne Mistel wirft schon ihre Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa
sprichst du die Sprache des Winters
ein Laubloser Gott
fährt durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
die grüne Mistel wirft schon ihre Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa
Samstag, 20. Januar 2018
Morgenstrahl
Wie weiße Schlangen
winden sich um die Bäume
die Nebel
aus der Ferne
ein Echo
es ist als sei die Stille hörbar
an diesem Morgen
einige sind da
doch keiner nimmt etwas wahr.
hukwa
winden sich um die Bäume
die Nebel
aus der Ferne
ein Echo
es ist als sei die Stille hörbar
an diesem Morgen
einige sind da
doch keiner nimmt etwas wahr.
hukwa
Dienstag, 16. Januar 2018
Rauscht der Wildbach
Atem der Erde
rauscht der Wildbach mir am Morgen
zeigt mir neue Ufer
doch die Kunst bleibt
gegen die Strömung zu Schwimmen.
hukwa
rauscht der Wildbach mir am Morgen
zeigt mir neue Ufer
doch die Kunst bleibt
gegen die Strömung zu Schwimmen.
hukwa
Montag, 15. Januar 2018
Es ist ein Geschenk unsichtbar zu sein
Jeden Abend eine Stunde des alleinseins
hier in Gottes grünem Hain
sagt mir eine Stimme
ich bin Teil
des ewigen Stamm
ein Ast
eine Borke von ihm
dem ewigen Baum
und meine Träume sind wie Vögel
ich bin jener der neben mir herläuft
an dem die Anderen vorbeilaufen
es ist ein Geschenk unsichtbar zu sein.
hukwa
hier in Gottes grünem Hain
sagt mir eine Stimme
ich bin Teil
des ewigen Stamm
ein Ast
eine Borke von ihm
dem ewigen Baum
und meine Träume sind wie Vögel
ich bin jener der neben mir herläuft
an dem die Anderen vorbeilaufen
es ist ein Geschenk unsichtbar zu sein.
hukwa
Sonntag, 7. Januar 2018
Der Saltuarius von der Heidelsburg
Doppelsinnigkeit
bei gallo–römischen Grabsteinen am Beispiel der Axtdarstellungen
auf der Heidelsburg bei Waldfischbach–Burgalben und der Heidenburg
in Oberstaufenbach bei Kusel.
Die
symbolische Waldaxt ist uns vor allem aus der Literatur über die
pfälzischen Haingeraiden bekannt. Axtdarstellungen finden wir schon
bei den Kelten, wie etwa dem tau
gallicum, Symbol der
Doppelaxt, die auch als Abwehrmittel gegen den bösen Blick und die
Pest verwendet wurde. Noch in christlicher Zeit wurden solche Zeichen
auf den Mauern der Stadt Clermont abgebildet, um die Bewohner vor der
Pest zu schützen. Die bekanntesten Axtdarstellungen sind die beiden
Steinreliefs von der Heidelsburg bei Waldfischbach. Der Großteil der
pfälzischen Heimatforscher ging bisher davon aus, dass es sich bei
den Axtdarstellungen von der Heidelsburg um die einzigen
Steindenkmäler dieser Art in unserem Raum handelt.
Vor
einiger Zeit entdeckte ich bei Recherchen einen weiteren Stein, bei
dem es sich ebenfalls, wie bei den Denkmälern von der
Waldfischbacher Heidelsburg um einen Grabstein mit Grabinschrift
sowie zwei Ritzzeichnungen von einer Axt und einem Dechsel handelt.
Der Stein der sich heute im Historischen Museum in Speyer befindet,
stand einst auf dem Friedhof der Heidenburg bei Oberstaufenbach im
Landkreis Kusel. Während der Römerzeit wurde die Dechsel als
Attribut der Zimmerleute dargestellt. Die Axt hingegen war das
Attribut des römischen Försters, eines saltuarius.
![]() |
| Foto © Ute Knieriemen-Wagner– Steinrelief auf der Heidelsburg: gallo-römischer Forstbeamter |
Der
Stein von Oberstaufenbach enthält neben den Werkzeugdarstellungen
nur noch ein Inschriftenfragment, welches ihn als Grabdenkmalfragment
erkennen lässt, da die Mutter des Verstorbenen als Stifterin in der
Inschrift erwähnt wird. Zusätzlich zur Inschrift trägt der Stein
die bereits erwähnten Attribute der Werkzeuge die anzeigen, dass der
Verstorbene in der Holzverarbeitung tätig war.
Darstellungen
von Äxten auf Grabdenkmälern gelten auch als apotropäische (Übel
abwehrende) Zeichen. Auch in der Antike wurde schon Grabräuberei und
Grabschändung betrieben.
Mit
der römischen Okkupation des gallisch–germanischen Raumes gelangt
auch die Sitte, Grabinschriften zu setzen, in diese Region. Für die
Römer war es von großer Bedeutung zu zeigen wem dieses Grabmal
errichtet wurde und wer es errichten ließ. Dadurch findet man
Informationen die allein durch das Bildmaterial nicht erschlossen
werden können.
Als
Beispiel hier die Grabschrift für den Dendrophoren L. Sabinius
Cassianus in Lyon:
D/is)
M(anibus) et quieti aeternae / L(uci) Sabini Cassiani / dendrophoro
Au/ gustal(i) q(uaestori) corporis e/iusd(em) duplicario ex/ consensu
univer/sorum omnibus ho/noribus apud eosd (em)/ functo homini op/timo
et incompara/ bili Flavia Livia/ coniugi rarissi/ mi exempli er/
Priscius Eustochius/ collliberto sans/ tissimo inscriben/dum
curaverunt / Priscius Eustochius/ colliberto sanc/tissimo
inscriben/dun curaverunt/ et sub ascia dedi/ caverunt.
Den
Manen und der ewigen Ruhe des Lucius Sabinius Cassianus, aus dem
Collegium der Dendrophori Augustales, Quaestor desselbem Collegiums,
mit Einverständnis aller Mitglieder mit doppelter Besoldung, der
alle Ehrenämter bei ihnen durchlaufen hat, dem besten und
unvergleichlichen Menschen, Flavius Livia, ihrem Gatten seltenen
Beispieles, und Priscius Eustochius, seinem makellosestem
Mitfreigelassenen. Sie haben dafür gesorgt, dass ihm die Inschrift
geschrieben wurde und haben ihn unter der Axt geweiht.
Die
Grabschrift des Freigelassenen L. Sabinius Cassianus wurde von seiner
Gattin Flavia Livia und von seinem Mitfreigelassenem Priscius
Eustochius besorgt. Sabinius war Quaestor des Vereines der
augustalischen Dendrophoren gewesen, einer Handwerkerzunft die mit
dem Magna – Mater – Kult in Lyon verbunden war. Er hatte in
diesem Verein alle Chargen durchlaufen und war von den Mitgliedern
zum Vereinskassierer mit doppelter Besoldung gewählt worden, eine
besondere Auszeichnung für die Ehrlichkeit des Verstorbenen. Was die
religiöse Formel sub
ascia dedicare bedeutet,
welcher Ausdruck auf vielen gallo–römischen Grabsteinen vorkommt,
ist bisher nicht eindeutig geklärt. Einige sehen in dieser Axt das
Symbol des gallischen Unterweltgottes, andere halten sie für eine
Androhung göttlicher Strafe gegen Grabschänder.
Bemerkenswert
ist auch noch das Eseus, der bei verschiedenen keltischen Stämmen
als ein Unterweltsgott gilt, in der Regel ebenfalls mit einer Axt
dargestellt wird.
Die
Axt als Symbol des Försterberufes dürfte wohl eindeutig auf den
beiden Steinreliefs von der Heidelsburg bei Waldfischbach-Burgalben
zu erkennen sein. Die Inschrift saltuarius
bestätigt diese Annahme.
Verwunderlich ist der Vergleich mit heutigen Äxten, die fast
identisch sind. Otto Roller schreibt zu recht: „Der
Nachweis weiterer solcher Beispiele technischer Kontinuität scheint
mir ein gewichtiger Beitrag zu unserer noch immer relativ geringen
Kenntnis vom Vorgang der Landnahme zu sein, der wohl häufig ein
Prozess der Übernahme bestehender Einrichtungen, wie Grenzen,
Siedlungsstellen und vor allem Anwendungstechniken aus den Bereichen
Landwirtschaft und Handwerk war“.
Gerade
die Hortfunde von Werkzeugen auf der Heidenburg bei Kreimbach und auf
der Heidelsburg bei Waldfischbach bestätigen die Annahme von Roller.
Der
Hortfund von Waldfischbach zeigt gemischtes Inventar. Darunter
Werkzeuge, Geräte aus der Landwirtschaft, Beschläge für Wagen oder
Küchengerät. Während in dem Waldfischbacher Fund Werkzeuge zur
Holzbearbeitung überwiegen, fanden sich im Kreimbacher Depot
vorwiegend Schmiedewerkzeuge. Die Grabungsleiter verwiesen damals auf
die Ähnlichkeit des gefundenen Werkzeuges mit dem der Gegenwart. Der
formale Unterschied sei so gering, dass ein Laie, der die
Fundumstände nicht kenne, zur Meinung komme, er habe moderne
Eisensachen gefunden.
Eine
weitere kontinuierliche Symbolik lässt sich bei der Waldaxt auch als
Statussymbol erkennen.
Irgendwie
hat die Waldaxt zu den Haingeraidenschultheißen der frühen
fränkischen Siedlungen gefunden und war schließlich bis in die
Neuzeit Forstsymbol. Eine Möglichkeit wäre, dass nachdem die Römer
die Pfalz verlassen hatten, in der Abgeschiedenheit der Wälder
einige gallo-römische Siedlungen weiterexistierten und diese
Bewohner ihr Wissen um die Symbolhaftigkeit der Waldaxt an die
Franken weitergaben. Ihre besondere Symbolik fand die Waldaxt in den
Haingeraidenwäldern der fränkischen Eroberer der Pfalz.
Zu
jeder fränkischen Ansiedlung gehörte ein ungeteilter Anteil an der
gemeinen Mark, der das Recht auf Nutzung von Wald, Weide und Jagd
umfasste. Dadurch bildeten sich im 7. Jahrhundert
Markgenossenschaften die man „Haingeraide“ nannte. Auch das
Gebiet dieser Genossenschaften nannte man Haingeraide. Jeder Genosse
besaß das gleiche Maß des Nutzungsrechtes und der allgemeine Nutzen
reichte hin, um sämtliche Bedürfnisse, der in den Geraidedörfern
wohnende Einwohner zu decken.
Zur
Aufrechterhaltung der Geraideordnungen wuren Geraideschultheißen,
Zentmeister, Waldmeister und Waldknechte ernannt. Das Geraidegericht
oder der Geraidestuhl setzte sich aus dem Geraideschultheiß oder
Zentschultheiß, dem Ortsschultheiß und einer Anzahl von Schöffen
zusammen. An bestimmten Geraidelagen wurde vom Geraidegericht am
Geraidestuhl nach der Geraideordnung in Geraidedingen verhandelt und
der Geraidespruch gefällt. Als wichtigstes Symbol der Geraideordnung
überhaupt galt die Geraide– oder Loogaxt. Der Geraideschultheiß
war berechtigt die Waldaxt zu tragen und zu nutzen, also damit Bäume
zu markieren. Die Axt wurde niemals am Ort aufbewahrt an dem der
Geraideschultheiß wohnte, sondern immer in einem anderen Dorf.
Benötigte der Schultheiß die Axt,musste er sie nach der
Geraideordnung anfordern.
Die
Auflösung der Haingeraiden geschah um 1825.
Bis
in die Zeit hinein wo vermehrt Grenzsteine gesetzt wurden, war die
Loog- oder Lochaxt das unentbehrliche Werkzeug des Försters und
seiner zuständigen Herrschaft. Als Loch – oder Loogbäume, auch
Markbäume genannt, bezeichnete man auf oder an der Grenzlinie
stehende Bäume, die beiderseits mit der Lochaxt gefitscht,
angeschalmt wurden, indem man ein Stück Rinde entfernte. Auf die
Lache, die freigelegte Stelle, wurde das Symbol der jeweiligen
Herrschaft eingeschlagen. Wenn man auch bevorzugt wegen ihrer langen
Lebensdauer Eichen als Lochbäume aussuchte, hatten diese
Grenzzeichen dennoch eine beschränkte Dauer und mussten immer wieder
durch neue Lochbäume ersetzt werden.
Das
Recht eine eigene Waldaxt zu führen, stand nicht jeder Herrschaft
zu. Auch durfte der jeweilige Loogaxt Inhaber nicht einfach außerhalb
seines Waldes seine eigene Loogaxt zum Bäumezeichnen nutzen. Ein
Beispiel dafür erwähnte der Heimatforscher Karl Munzinger aus
Trippstadt in seiner Abhandlung über die „Trippstadter Waldungen
der Freiherren von Hacke“ hier schreibt Munzinger: „Im
Dezember 1777 ordnete die kurpfälzische Verwaltung an, dass künftig
im Meiser und Harderwald, beides Hackescher Wald, aber im Amte
Fischbach und damit im Kurpfälzischen Hoheitsgebiet gelegen, künftig
die kurpfälzische und nicht die Hackesche Axt zu verwenden sei“.
Franz
Karl Joseph v. Hacke richtete daraufhin im Januar 1778 eine
Bittschrift an den Kurfürsten, in der er bat, das uralt hergebrachte
Recht der eigenen Waldaxtung
bestehen zu lassen und ihm zu gestatten, weiterhin ruhig und
ungestört wie seine Vorfahren in seinem „adeligen,
ritterschaftlichen Meißer- und Haderwald“
seine eigene Waldaxt gebrauchen zu dürfen, „wann
einiges Holtz“ darin
gefällt werden sollte. Dass dies immer so gehandhabt wurde, könnte
der kurpfälzische Forstmeister zu Lautern, Herr Rettig, bestätigen,
nicht alleine für seine Amtszeit, sondern auch für die Zeiten
seines Vaters, Groß- und Urgroßvaters. Auch andere
Adelsgeschlechter, die Waldungen in kurpfälzischen Gebieten besäßen,
würden ihre eigenen Waldäxte gebrauchen, ebenso die Herzöge von
Zweibrücken im Holzland, obwohl es kurpfälzisches Gebiet sei. Bei
Keiper können wir nachlesen, dass in der kurpfälzischen Zeit die
Oberforstmeister, also auch die Freiherren von Hacke, als Zeichen
ihrer Würde eine Waldaxt aus Elfenbein trugen, die von der linken
Schulter zur rechten Hand herabhing.
![]() |
| Zeichnung Loogaxt © Ute Knieriemen-Wagner |
Die
Symbolik der Axtdarstellung reicht zurück bis in schriftlose Zeiten
der Geschichte. Die Worte Beil und Axt sind mesopotamischer Herkunft.
Das Wort Axt entspricht dem griechischen axine, lateinischen ascia,
gotisch aquizi. Assyrisch heißt es chasinu, hebräisch chasin und
sumerisch cha-zi. Das Wort ist von Mesopotamien nach Kleinasien
gebracht worden und ist im Reich der Hethiter, in Ägypten und im
Berberischen ein Fremdwort.
Das
Wort Beil, griechisch pelekys stammt auch aus dem akkadischen Wort
pillaku. In akkadischen Zeiten, zwischen 2350 und 2200 v.Chr., gab es
wohl nahe Beziehungen des Vorderen Orients ins indoeuropäische
Europa. Vor allem in Kreta hat die Axt große Symbolik erlangt, so
dass das Zeichen der Doppelaxt welches griechisch labrys heißt, oft
an Häusern, Steinen und Geräten erscheint.
Die
Griechen nennen nach diesem Zeichen den Palast des Minos auf Kreta
das „Labyrinth“.
Mit
dem Heraufdämmern der Bronzezeit und der Erfindung der Bronzeaxt
verbreitet sich das Symbol der Axt vor allem als Verehrung des
Donnergottes. Diese
Verehrung der Axt findet man in Kreta, Mykenä, in den Balkanländern,
wie auch im germanischen Norden.
In Skandinavien fand man
im Jahre 1864 zwei besonders schöne Bronzeäxte die reichlich mit
Bronze und Bernstein verziert waren. Sie waren nicht massiv sondern
nur aus dünner Bronze gegossen, die einen Kern aus Ton hatte. So
kann man davon ausgehen, dass sie niemals als Werkzeug genutzt wurden
sondern dass es sich um einen symbolischen Ritualgegenstand handelt.
Äxte dieser Art sind auch auf einem Wandstein der Grabkammer von
Kivik in Schonen dargestellt dort findet sich auch ein weiteres Bild
(Felszeichnung) das einen phallischen Mann zeigt mit einer riesigen
Axt über dem Kopf.
Wir
können daraus schließen, dass die Axt in Europa genau wie in
Vorderasien kultische Verehrung genoss. Diese kultische und magische
Bedeutung der Axt lässt sich bis in unsere jüngste Vergangenheit
verfolgen. Beispiele findet man hierfür in der Volkskunde:
In
Dänemark und Schweden werden am Vorabend des Gründonnerstag Beile
auf die Saatfelder geworfen. Dies geschieht zu ehren Thors, der ja
unter anderem auch ein Gott der Fruchtbarkeit ist.
Der
Axtwurf des Gottes hatte einst den Donner zur Folge und sollte somit
den befruchtenden Regen bewirken. Vor allem in der pfälzischen
Volkskunde findet man immer wieder den sogenannten „Dunnerkeil“
(Donnerkeil). So schreibt Albert Becker in seinem Standartwerk über
„Pfälzische Volkskunde“: „Wenn
der Pfälzer Bauer das steinzeitliche Beil...auch als Dunnerkeil
bezeichnet, der mit dem Blitz auf die Erde niedersaust, bei jedem
Einschlag sieben Klafter tief in die Erde fährt und bei jedem
Donnerschlag oder auch alle sieben Jahre um eine Klafter in die Höhe
steigt, wenn er den Donnerkeil zu abergläubischen Zwecken verwendet
oder damit „braucht“, so huldigt er heute noch fetischistischem
Steinkult. Widersteht der Donnerkeil einem Schlag mit dem Hammer so
ist er echt, leistet das Gespinst eines Fadens, mit dem man ihn
umwindet, dem Feuer widerstand, so ist seine überirdische Herkunft
erwiesen...
Als
Ausdruck des Fluches ist das Wort „Donnerkeil“ noch heute
allgemein gebräuchlich- „Herrgott Dunnerkeil“ so in der Pfalz.
Das
Symbol der Axt war also vor allem ein Symbol der Fruchtbarkeit. So
wurden im alten England die Ehen nochmal zusätzlich mit der
„heidnischen Axt“ geweiht, diese symbolische Weihung findet man
auch in der Thrynskvida in der Edda:
„Da
sagte Thrym,
Der
Thursen König:
Bringt
den Hammer,
die
Braut zu weihn!
Leget
Mjölnir
Der
Maid in den Schoß
Mit
der Hand der War
Weiht
uns zusammen.“
Literatur
Hinweise:
W.
Liebenam: Zur Geschichte und Organisation des römischen
Vereinswesens. Leipzig 1890.
Otto
Roller: Axtdarstellungen auf den Förstergrabsteinen der
Heidelsburg. Mitteilungen des
Historischen
Vereins der Pfalz. Band. 84.
Karl
Moersch: Geschichte der Pfalz.
Hans
Wagner: Die pfälzischen Haingeraiden.
Karl
Munzinger: Die Trippstadter Waldungen der Freiherren von Hacke 1716
– 1833
Blätter
z. Heimatgeschichte v. Tripppstadt Sonderheft.
Bilfinger,E.:
Johanniskreuz eine Pfälzerwaldgeschichte. 1904
Eitelmann,
W: Rittersteine im Pfälzerwald.
Herbert
Kühn: Die Felsbilder Europas. Kohlhammer Verlag Stuttgart. 1952.
Albert
Becker: Pfälzer Volkskunde. Schroeder Verlag Bonn. 1925.
hukwa
Montag, 1. Januar 2018
Der Menhir von Hochspeyer
![]() |
| Menhir von Hochspeyer |
Der Menhir von Hochspeyer
ist nur wenigen Leuten bekannt. Er ist der Mittelpunkt eines
abgeflachten Hügels wahrscheinlich eines Grabhügels aus der
Bronzezeit. Auf dem Kopf des Steines befinden sich zwei Kreuze 12x12
cm, wahrscheinlich von frühen Christen angebracht um dem Menhir
seine „heidnische, magische Zauberkraft“ zu nehmen. Ein weiterer
Menhir befindet sich etwa 100m östlich.
Der Stein steht ganz in
der Nähe der alten Kelten- und Römerstrasse, diese alte Strasse gab
es wahrscheinlich schon als Weg in der Bronzezeit.
Die meisten Menhire wurden
während des Mittelalters vom heidnischen Kultmal zum weltlichen
Grenzmal- Grenzstein umfunktioniert. Da man in der Bevölkerung von
seiner „Unantastbarkeit“ wusste versah man sie mit christlichen
Zeichen.
Ein weiteres Zeichen das
wir oft in Menhire eingeritzt vorfinden ist der sogenannte
„Hühnerfuß“. Dieses Zeichen ist zur Römerzeit das Sternzeichen
Jupiters gewesen, des Beschützers der Grenzen und Wahrer des Rechts.
Im Mittelalter aber war es ein apotropäisches Zeichen, das die bösen
Geister von den Grenzen abhalten sollte, die hier ihr Unwesen
trieben.
hukwa
Sonntag, 31. Dezember 2017
Unter Kiefernbäumen
| Foto©UteKW |
An solchen Orten erkennnnt
man, dass Natur vielmehr ist als das wissenschftlich Messbare oder
wirtschaftlich Verwertbare. Solche Plätze sind ein Sinnbild für
seelische und kosmische Verbindungen. Es sind Landschaftsräume von
Andacht, Demut und Stille. Wenn man sich hier aufhält kommt der
Moment wo der Geist zwischen Tag und Nacht, Wachheit und Phantasie,
zwischen Gegenwart und ältester Vergangenheit weilt.
Einsam auf einem
Bergrücken im Pfälzerwald gelegen steht eine seltsame Formation von
Buntsandsteien. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren als wären
sie einst von Riesen errichtet worden. Es handelt sich natürlich um
ein Steingebilde das in der Eiszeit entstand.
Die Anordnung der Felsen
ist so bizarr das man davon ausgehen muss dass sich hier in der
Frühgeschichte ein heidnischer Kultplatz befand. Verwitterte
Ritzungen in den Steinen und kaum noch deutbare Felszeichnugen
lassen ahnen dass dieser Platz einst für religiöse Handlungen
genutzt wurde.
Etwas entfernt im Gebüsch,
von Farn und Brombeerranken bedeckt, liegt ein spitz zu laufender
Stein von etwa drei Meter Länge bei dem es sich um einen Menhir
handeln dürfte. Eine Vertiefung auf der Buntsandstein Formation hat
die gleichen Umrisse wie der Sockel dieses Steins. Noch etwas weiter
entfernt findet sich eine Steinanlage die mit Sand ausgefüllt ist
und bei der es sich wohl um einen urzeitlichen Grabhügel handeln
muss.
Wenn man die Felsformation
erklettert hat und auf der Plattform steht auf der mindestens zehn
Menschen Platz haben empfängt einem das erhabene Schweigen dieser
mystischen Waldlandschaft. Wie Mahner oder Wächter stehen die
mächtigen Buchen und Eichbäume hier. Die darauf achten dass die
moderne und entmytologisierte Gegenwart hier nicht so einfach
eindringen kann. Der Weg hier herauf führt vorbei an abgelegenen
Felsplateaus, verwunschenen Steinen und dichtem Wald. Die Moose an
den mächtigen Buntsandsteinblöcken erscheinen wie Metaphern für
das zähe Überleben dieses mythischen Raums. Wie schlafende Riesen
mahnen sie uns an ein goldenes mythisches Zeitalter. Auf der
Bergkuppe weilend scheint sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
zu Vereinen. Es ist der Moment wo sich die Gedanken einem Höherem,
einem Anderen zuwenden. Und dieses Andere scheint jetzt in seiner
urgewaltigen, archaischen Sprache zu sprechen. Es ist als würde sich
ein Vorhang Lüften der für einge Sekunden einen Blick in die
Frühgeschichte der Menschheit preisgibt. Und im leisen rauschen der
Bäume, im Rascheln der trockenen Blätter und im Wispern des Windes
scheint plötzlich die Stimme Goethes zu ertönen:
„In diesem
Augenblick, da die inneren anziehenden und bewegenden Kräfte der
Erde gleichsam unmittelbar auf mich wirken, da die Einflüsse des
Himmels mich anher umschweben, werd ich zu höheren Betrachtungen der
Natur hinaufgestimmt, und wie der Menschen Geist alles belebt, so
wird auch ein Gleichnis in mir rege, dessen Erhabenheit ich nicht
widerstehen kann. So einsam sage ich zu mir selber, in dem ich diesen
ganzen nackten Gipfel hinabsehe und kaum in der Ferne ein gering
wachsendes Moos erblicke, so einsam sage ich, wird es dem Menschen zu
Mute, der nur den ältesten, ersten, tiefsten Gefühlen der Wahrheit
seiner Seele öffnen will. Da kann er zu sich sagen: Hier, auf dem
ältesten ewigen Altare, der unmittelbar auf die Tiefe der Schöpfung
gebaut ist, bringe ich dem Wesen aller Wesen ein Opfer dar“.
hukwa
Freitag, 29. Dezember 2017
Buche in Winterstarre oder der Philosophische Baum
| Foto©UteKW |
hukwa
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Zwölf Nächte
Die entlaubte Buche vor meinem Arbeitszimmer
in ihrem Geäst eine einsame Krähe
ein Morgen im Dezember.
hukwa
Heute ist Stephanstag. An diesem Tag beginnen die Rauhnächte:
Es ist wie ein Singen
Flüstern und Klagen
es schwebt durch die Lüfte
ein einsames Klagen
lange zwölf Nächte
es ist wie ein Heer
so braust es umher
tut sich Offenbaren
in Regen und Wind
in diesen zwölf Nächten
kehrt Wotan zurück
zieht einsam umher
zwölf lange Nächte
schafft sich einen neuen Erdenleib
reitet auf seinem Ross
zur uralten Quelle
wo Mimir haust
wo der Erde entquillt
Nebel und Rauch
wo die Seherin noch wacht
wo der Zwerg das Erz bewacht
das heidnische Echo kehrt zurück
Wotan ist aus Walhall entrückt.
hukwa
in ihrem Geäst eine einsame Krähe
ein Morgen im Dezember.
hukwa
Heute ist Stephanstag. An diesem Tag beginnen die Rauhnächte:
Es ist wie ein Singen
Flüstern und Klagen
es schwebt durch die Lüfte
ein einsames Klagen
lange zwölf Nächte
es ist wie ein Heer
so braust es umher
tut sich Offenbaren
in Regen und Wind
in diesen zwölf Nächten
kehrt Wotan zurück
zieht einsam umher
zwölf lange Nächte
schafft sich einen neuen Erdenleib
reitet auf seinem Ross
zur uralten Quelle
wo Mimir haust
wo der Erde entquillt
Nebel und Rauch
wo die Seherin noch wacht
wo der Zwerg das Erz bewacht
das heidnische Echo kehrt zurück
Wotan ist aus Walhall entrückt.
hukwa
Dienstag, 26. Dezember 2017
Vom wahren Schauen
Versunken in der Stille eines winterlichen Morgens
zieht es mich hinaus in die Wälder
unter meinen Schritten knirscht das alte Laub vom Sommer
vor mir eine Eiche
hoch oben in seiner Krone
eine einsame Krähe
zerzaust ihr Gefieder
unruhig ihr Blick
hier weitet sich die Seele
zum wahren Schauen.
hukwa
zieht es mich hinaus in die Wälder
unter meinen Schritten knirscht das alte Laub vom Sommer
vor mir eine Eiche
hoch oben in seiner Krone
eine einsame Krähe
zerzaust ihr Gefieder
unruhig ihr Blick
hier weitet sich die Seele
zum wahren Schauen.
hukwa
Montag, 25. Dezember 2017
In achtungsvoller Entfernung
Als ich heute Morgen gegen 5.Uhr aufwachte wehte durchs Fenster ein klarer, kalter Wind ins Zimmer. Bald wird der Morgen dämmern. Ich schlage ein Buch von Thoreau auf und lese folgenden wunderbaren Abschnitt:
"Wir dürfen nicht erwarten, mit unseren Fingern in das Heiligtum des Lebens eindringen zu können, sei es pflanzlicher oder tierischer Art. Wenn wir es tun werden wir nichts entdecken als noch mehr Oberfläche. Die Quintessenz oder die Frucht jedes erschaffenen Dinges ist ein feiner Ausfluss, den nur der unschuldige Verehrer in achtungsvoller Entfernung wahrnimmt".
hukwa
"Wir dürfen nicht erwarten, mit unseren Fingern in das Heiligtum des Lebens eindringen zu können, sei es pflanzlicher oder tierischer Art. Wenn wir es tun werden wir nichts entdecken als noch mehr Oberfläche. Die Quintessenz oder die Frucht jedes erschaffenen Dinges ist ein feiner Ausfluss, den nur der unschuldige Verehrer in achtungsvoller Entfernung wahrnimmt".
hukwa
Samstag, 23. Dezember 2017
Ruf
Uralte Eiche
sprichst du die Sprache des Winters
ein Laubloser Gott
fährt windig durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die grüne Mistel wirft ihre Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel?
sprichst du die Sprache des Winters
ein Laubloser Gott
fährt windig durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die grüne Mistel wirft ihre Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel?
Dienstag, 19. Dezember 2017
Der Zorn des Planeten
Was wir Heute als Gesellschaft bezeichnen ist nichts anderes als eine kollektive Vision von Spekulationen von Selbstsüchtigen und Egoisten.
hukwa
Die Entscheidungen über die Zukunft unseres Planeten werden von Geistern gefällt deren Denken auf dem Prinzip "nach mir die Sintflut" aufgebaut ist. Manche von ihnen sind einfach nur dumm, doch die meisten lassen sich von der Gier und dem Egoismus leiten. Selbst jetzt da uns seit längerer Zeit schon "der Zorn des Planeten" trifft, macht man sich keine Gedanken über Nachhaltigkeit. Irgendwann wird immer eine Sache zur Worthülse und ihr Sinn geht verloren. Die unheilbare Gier nach Rohstoffen ist die gefährlichste Perversität in unserer Gesellschaft. Ein Kronos der seine Kinder frisst.
hukwa
hukwa
Die Entscheidungen über die Zukunft unseres Planeten werden von Geistern gefällt deren Denken auf dem Prinzip "nach mir die Sintflut" aufgebaut ist. Manche von ihnen sind einfach nur dumm, doch die meisten lassen sich von der Gier und dem Egoismus leiten. Selbst jetzt da uns seit längerer Zeit schon "der Zorn des Planeten" trifft, macht man sich keine Gedanken über Nachhaltigkeit. Irgendwann wird immer eine Sache zur Worthülse und ihr Sinn geht verloren. Die unheilbare Gier nach Rohstoffen ist die gefährlichste Perversität in unserer Gesellschaft. Ein Kronos der seine Kinder frisst.
hukwa
Montag, 18. Dezember 2017
Winterwachstum
Der Schnee verwandelt die Landschaft
während sich das Jahr langsam
seinem Ende zuneigt
ein Jahresring ist dabei sich zu schließen
neues beginnt zu Wachsen
wachse mit ihm
denn Leben ist Wachstum
wie der Dompfaff dort in der Birke
solltest du dem Tag begegnen
nimm ihn und
forme ihn.
hukwa
während sich das Jahr langsam
seinem Ende zuneigt
ein Jahresring ist dabei sich zu schließen
neues beginnt zu Wachsen
wachse mit ihm
denn Leben ist Wachstum
wie der Dompfaff dort in der Birke
solltest du dem Tag begegnen
nimm ihn und
forme ihn.
hukwa
Freitag, 15. Dezember 2017
Sumpfmeisen
Heute Morgen herrschte starker Schneefall vor. Als ich tiefer in den Wald lief erfreute ich mich an der Stille. Nur das leise Piepsen der Sumpfmeise drang an mein Ohr. Auf den Ton dieser Meise ist auch im Winter verlass. Im dichten Fichtendickicht kommt es mir vor als sei sie der einzige Bewohner des Winterwaldes. Dennoch weiß ich das mich viele Tieraugen beobachten. Auch jene Wesen die wir nicht sehen im Wald machen seinen Mythos aus.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 14. Dezember 2017
Morgens im Wald
An einem frühen Wintermorgen zeigt sich der Wald in seiner ganzen Vollendung. Wenn die Bäume in Eis oder Schnee gehüllt sind strahlen sie eine flüchtige Schönheit aus. Es sind dies kurze Momente zum Innehalten. Bäume und Sträucher verharren in Meditation. Jetzt kann man ihrem Wesen besonders nahe sein.
hukwa
hukwa
Montag, 11. Dezember 2017
Altes und neues
Für die meisten Menschen ist die Weisheit einfach nur Narrheit. Sie können die Hintergründe des Daseins nicht schauen. Für diese Menschen hat nur das Neue Bedeutung. Sie spotten über das Althergebrachte, dabei merken sie nicht dass sie den Ast auf dem sie Sitzen zersägen. Wenn wir der Geschichte der Natur innewerden, wenn sie uns immer bewusst begleitet, öffnet sich uns ein mystischer Vorhang dabei können wir einen Blick in die wirkliche Realität tun.
hukwa
hukwa
Samstag, 9. Dezember 2017
Spalt in der Zeit
Es ist die Magie des Neuschnee
was mich heute in die Wälder lockt
das Pochen eines einsamen Grünspechts
tönt aus dem Gehölz zu mir herüber
der Schneefall wird stärker
in der Ferne entschwindet ein Fuchs ins Feldgebüsch
die Stimmung des Waldes erfasst mich nun ganz
das einsame Piepsen einer Meise
ansonsten Stille
die Magie von Neuschnee
verzaubert die Landschaft
jetzt kann man ihn erkennen
den Spalt in der Zeit.
hukwa
was mich heute in die Wälder lockt
das Pochen eines einsamen Grünspechts
tönt aus dem Gehölz zu mir herüber
der Schneefall wird stärker
in der Ferne entschwindet ein Fuchs ins Feldgebüsch
die Stimmung des Waldes erfasst mich nun ganz
das einsame Piepsen einer Meise
ansonsten Stille
die Magie von Neuschnee
verzaubert die Landschaft
jetzt kann man ihn erkennen
den Spalt in der Zeit.
hukwa
Freitag, 8. Dezember 2017
Freundschaften zwischen Mensch und Tier
Ich glaube an die Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Ja, ich möchte behaupten, das diese Beziehung tiefer ist als die Beziehungen die ich mit Menschen pflege, vor allem die Freundschaft zu Wildtieren. Hat man einmal ihr Vertrauen gewonnen pflegen sie eine erhabene Freundschaft. Jeden Morgen ist es mir immer wieder etwas ganz besonderes meine Freunde begrüßen zu dürfen.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 30. November 2017
Innere Stimmung bei Neuschnee
Heute morgen bin ich aufgewacht und als ich aus dem Fenster schaute war die Landschaft über Nacht weiß geworden. Dem Schnee wohnt eine Magie inne. Jedenfalls empfinde ich dies als Landbewohner so. Neuschnee macht in mir Platz für Phantasie und Romantik. Ich komme dann in die Stimmung Gedichte zu schreiben. Wie andere eine Stimmung mit dem Fotoapparat auffangen tue ich dies mit Versen. Es zieht mich hinaus in die Wälder und von dort bringe ich die Poesie mit nach Hause.
hukwa
hukwa
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