Montag, 25. April 2011

Orte der Kraft – die Botschaft der Heilbäume und Kraftplätze

Wer einen Ort der Kraft oder einen Heilbaum besucht und sich auf eine Kommunikation mit dem Ort einlässt, sollte verschiedene Voraussetzungen mitbringen. Die wohl wichtigste Vorraussetzung ist sich " leer " zu machen um sich somit für die spirituelle Frequenz des Platzes zu öffnen. Das Instrument für die Wahrnehmung der Energien des Ortes oder des Heilbaumes, ist ein erweitertes Bewusstsein. Mancher wird sich fragen: Wie finde ich einen Ort der Kraft, wie unterscheide ich einen Baum von einem Heilbaum? Die meisten Kraftplätze haben auffällige geomantische Besonderheiten, wie bestimmte gemeinsame Höhenlinien oder bizarre Felsformationen. Oft liegen sie in Fluchtlinie zu herausragenden Landschaftsformationen. Aber auch die Umgebung des Kraftplatzes weist auf seine besondere Bedeutung hin. Nicht selten wachsen hier Pflanzen, die man nicht überall findet,

oder mächtige Bäume, stehen schützend um einen solchen Platz. Kraftorte sind orte mit enorm starken Schwingungsmustern und Schwingungsfrequenzen. Wir sollten beim Besuch eines solchen Ortes auf ALLES achten! Die Vegetation, die Tiere, die Elemente, die Felsen, die Symbole bilden zusammen mit dem Kraftplatz ein Individuelles Muster. Das wohl allerwichtigste ist wenn wir einen solchen Platz aufsuchen ist das wir uns ihm mit Respekt nähern. Dann kann ein Austausch, ein Dialog stattfinden. Sobald wir ins " Gespräch " mit dem Kraftort, dem Heilbaum treten, tritt auch er in Austausch mit uns. Diese Plätze sind Orte der Harmonie und wir sollten uns ja davor hüten unseren Psychomüll dort abzuladen.

Schon in den Märchen heißt es, dass sich besondere Orte nur denen auftun die reinen Herzen sind. Mit einem Kraftplatz in Kontakt zu treten, bedeutet mit den eigenen inneren

Kraftquellen in Berührung zu kommen. Klarheit und Übersicht über das eigene Leben zu bekommen, zu wissen das wir Teil eines UR – Ganzen sind. Wenn wir die Literatur durchforsten lassen sich zahlreiche Belege dafür finden, das selbst Menschen wie Goethe

überzeugt von Kraftplätzen und Heilbäumen waren. Endlose Belege lassen sich zusammentragen für die Verehrung von Plätzen und Bäumen. Unseren Vorfahren den Germanen und Kelten sind Bäume von je Heilig gewesen, ja Baumfrevel konnte mit dem

Tode bestraft werden. So empfand auch der junge Goethe. Werther, als er hörte, das die beiden hohen Nussbäume des Pfarrhofs auf Befehl der neuen Pfarrerin abgehauen worden waren, konnte sich nicht fassen: " Abgehauen! Ich möchte Toll werden, ich könnte den Hund ermorden, der den ersten Hieb daran tat..." In dem leidenschaftlichen Ausbruch des jungen Goethe klingen noch der Zorn und das Entsetzen, über die Untat nach, die es für unsere Vorväter war, wenn die Sendboten des neuen Gottes die Heiligen Bäume und Haine umschlugen. Denn " wer ist nicht beim Eintritt in einen heiligen Wald von Schauer überfallen worden?" Schon den Knaben hatte, wie Dichtung und Wahrheit erzählt, das heilige Geheimnis, des Waldes angezogen, und als er das einem älteren Freund gestand, war es ihm eine Offenbarung, zu hören, das die Germanen und Kelten ihre Götter, in Wälder wohnend gedacht, Bäume ihren Göttern geweiht hatten. " Gewiss ist es keine schönere Gottesverehrung, als die, zu der man kein Bild bedarf, die bloß aus dem Wechselgespräch mit der Natur in unserem Busen entspringt.

hukwa

Meditation als Existenzerhellung

Meditation ist einem Weg vergleichbar, der durch einen großen Wald führt. Wenn man diesen Wald durchforstet hat, stehen wir irgendwann vor einigen Berggipfeln, die wir erklettern können.

Der Weg der durch den Wald führt hat viele Nebenpfade, diese kann man als die verschiedenen Meditationsrichtungen sehen. Auch die Nebenpfade führen zu den Gipfeln. Der eine ist einfacher begehbar, der andere schwieriger. Wer sich in der Meditationspraxis übt, wird seinen Weg von selbst finden und seinen Gipfel erstürmen. Mit Ausdauer und Übung wird jeder sein Ziel erreichen. Bergsteiger brauchen Kondition und Konzentration, wer sich in den höheren Stufen der Meditationspraxis übt, benötigt dies ebenfalls. Wenn der Meditierende seinen Gipfel erreicht hat, kann es vorkommen, das er in der Ferne, einen weiteren Höhenrücken erkennt, denn er da er nun mit ersten Erfahrungen ausgerüstet ist ebenfalls erklimmen will. Wollte ich Bergsteiger werden würde ich im Mittelgebirge üben, dann vielleicht in den Alpen, habe ich hier meine ersten Erfahrungen gesammelt, würde ich meine Augen auf die schneebedeckten Höhenzügen des Himalaya richten. So ist es auch in der Meditation. Warum immer gleich in orientalische Paläste eindringen, wenn wir die Kleinode unserer eigenen Umgebung noch nicht durchforstet haben. Meditation ist eben ein Weg und der Weg ist das Ziel, dieser Weg hat seinen Anfang, nicht in den esoterischen Gewändern des "Licht des Morgenlandes", dieses Licht leuchtet in unserem eigenen Haus, denn es flackert in unserem Geiste. Wenn man Nachts durch einen Wald läuft, benötigt man eine Taschenlampe sonst verirrt man sich. Wenn man unterwegs ist zu den Tiefen des eigenen Unbewussten brauchen wir auch eine Lampe, die uns durch das Dickicht unserer Psyche den Weg weist. Diese Lampe ist die Meditation, auf einer höheren Stufe der Praxis wird der Geist das Dickicht unseres inneren nächtlichen Waldes erhellen.

Meditation ist also auch ein Weg der zur Existenzerhellung führt, wie es eben auch Schnellstrassen im Leben gibt, die weil wir unbewusst und Oberflächlich auf ihr rasen, zur Existenzverdunkelung führen kann.

Meditation fordert unsere Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit wir bei jedem von uns täglich herausgefordert, so das es dem Einzelnen große Schwierigkeiten bereiten kann, im Alltag zur Kontemplation zu finden. Es hat einen Sinn das Mönche sich in ein Kloster zurückziehen um einen kontemplativen Lebensstil zu führen. Sie wollen Ruhe, ein Leben Abseits der "zehntausend Dinge", würde der Taoist sagen.

Da wir nun aber nicht in einem Kloster leben, auch nicht auf einer einsamen Insel, sondern in der Welt zu Hause sind, werden wir immer den Umständen und Zufälligkeiten dieser Welt ausgeliefert sein. Kloster und "Inselbewohner" übrigens auch, es ist nur ein spiritueller Trugschluss zu glauben man könne sich der Welt entziehen. Man kann sie aus Abstand manchmal sehen, aber nie so nebenbei aus ihr austreten, das erwachen bei der Rückkehr die garantiert ist wäre fatal.

Aktive Meditation ist daher nie Weltflucht sonder immer Teilhabe. Ich bin Teilhaber dieser Welt und versuche mit meinen persönlichen Mitteln diese Welt einfach auch Mit – Zu – Gestalten.

Da wir nun täglich von Dingen und Ereignissen beeinflusst sind, müssen wir unsere persönliche Desorganisation in ein ordnendes Verhältnis bringen. Der Ursprung dieser persönlichen Desorganisation, liegt meist in oberflächlichen Denkgewohnheiten versteckt, schon nach kurzer Meditationspraxis bemerken wir das sich unser Denken positiv ändert.

Wir werden bemerken das wir uns nun selbst denken. In einem Konsum und ökonomisch abhängigen Lebensstil, in dem wir alle mehr oder weniger leben und den wir alle meistern müssen, ist es einfach Tatsache, das wir uns Denkgewohnheiten aneignen, die eigentlich ganz im Gegensatz zu unserer Persönlichkeit stehen.

Die "Gewohnheit" ist der erste Gegner der uns auf dem Weg der meditativen Praxis begegnen wird. Diese Gewohnheit gilt es zu Überwinden. Wir müssen aussteigen aus unserer uns selbst aufgezwungenen Routine. Hier wird der eine oder andere sagen, das geht nicht dadurch gefährde ich meine Ökonomie, meinen Arbeitsplatz etc. Das stimmt nicht! Hier denken wir wieder an den Mönch. Auf den ersten Blick ist ein Klosteralltag absolute Routine, er scheint eine weit aus größere Routine zu erhalten als das Leben "draußen?" Dennoch erkennt der Mönch keine Routine in seinem Leben, der absolut stündlich geregelte Tagesablauf, ist für den Klosterbewohner keine Gewohnheit. Sie versuchen ihren Alltag zum ALL – TAG zu gestalten. Dieser ALL – TAG ist eine Existenzerhellung wohingegen die Routine des Alltags früher oder später in eine Art Existenzverdunkelung führt. Es ist wie beim Lesen: Wenn ich im Platon lese springt mir aus seinen Zeilen Existenzerhellung entgegen, lese ich eine Camus überkommt mich während des Lesens eine große Existenzverdunkelung. Meditation bedeutet eben auch sich den Infamitäten des Lebens zu stellen und das positive aufzusuchen anstatt in der Rolle eines Sisyphus zu verharren. Denn: Meditation ist eine Art von Lebensphilosophie.

So lange wir gefangene der Infamitäten dieser Gesellschaft sind leben wir ein Leben aus zweiter Hand. Sich zu lösen aus den Verstrickungen bedeutet sein eigenes leben zu führen. Psychologisch bedeutet Meditation auch: "Herr im eigenen Haus zu werden!"

Jede Stufe wo wir in der Meditation weiterkommen ist eine innere Stufe, eine Entwicklungsstufe – wir ent – wickeln – uns aus den Zwängen einer gesellschaftlichen Zwangsjacke, in der wir oft seit unserer Kindheit stecken. Während dieser Entwicklung finden wir auf unserem weg etwas, das wir vor unseren Übungen vielleicht nie wahrgenommen haben: eine eigene Identität! An diesem Punkt wird uns bewusst das in uns eine sprudelnde, zu erschließende Energiequelle ist aus der uns klares frisches Wasser entgegenspringt, das ganz anderen Geschmack hat, als jene gesellschaftlich kanalisierten Abwässer die wir bisher für Trinkwasser hielten.

hukwa

Samstag, 23. April 2011

Sumpfdotterblumen

Wildblumen – Träger geheimer Kräfte


Sie sind die Sprache der Frühlingsgöttin Aurora, Kinder von Ostara, umgeben von Mythen und Geheimnissen, sind Wohnorte von Feen und Elfen. Wildblumen. Der Dichter weiß das in ihnen ein höheres Leben waltet für ihn sind sie Träger geheimer Kräfte, was auch nicht verwundert, die meisten unserer heimischen Wildblumen sind zugleich auch Heilpflanzen. Es ist als offenbare sich in ihnen jener Zustand der Weltharmonie nach dem auch der Mensch sich sehnt.
Jede Landschaft bringt ihre eigenen Blumenarten hervor und sie sind mit den Mythen und Legenden jener Landschaft in der sie wachsen aufs engste verknüpft.
Bereits der griechische Mythos beschäftigte sich mit den Wildblumen. Im altijonischen Hymnus an Demeter heißt es: „Wir spielten und pflückten die Blumen, miteinander gemischt, Krokus, Iris und Hyazinth, Rosen, Lilien und den Narziss, den die Erde wie einen Krokus hervorsprießen ließ“. Wildblumen sind aufs engste mit dem Mythos verflochten. Auch bei Aphrodite und Artemis sind Wildblumen Offenbarungen göttlichen Seins. Die Begleiterinnen der Artemis, die Nymphen leben in den Blumen, ebenso die Blumenfeen des europäischen Märchens. Diese Nymphen und Elfen leben auf den unberührten einsamen Waldwiesen und trinken in Vollmondnächten vom Tau der wunderschönen Wildblumen. Von einer solch geheimen und romantischen Blumenwiese bringt Hippolythos in der gleichnamigen Tragödie des Euripides Wildblumen, um sie als Huldigung vor dem Altar der Artemis niederzulegen:
Dir, teure Herrin, bringe ich diesen Kranz
Von Blumenflor der nie berührten Wiese.
Wo nie der Hirte seine Schafe weidet
Und nie die Sichel klang, wo nur die Biene
Durch unberührte Fluren schwärmt im Lenz.
Man muss die Sphäre der Wildblumen auf sich einwirken lassen um in ihre Geheimnisse einzudringen. Ihr Nektar ist die Nahrung der Wesen des Zwischenreiches und ihre Blätter, Blüten, Wurzeln und Stengeln sind Arznei für die Menschen.
Die Blumenwiese, vor allem die Frühlingsblumenwiese erscheint dem Menschen der noch einen Bezug zur mütterlichen Natur in sich spürt wie ein großes Sternenmeer. Betrachten wir doch einfach eine Wiese voll gelber Löwenzahnblüten und schon nähern wir uns jener kosmischen Sphäre des „so oben wie unten“.
Wildblumen sind Mittler im platonischen Sinne zwischen irdischen und kosmischen. Sie blühen uns einen Sommer lang, erfreuen uns durch ihre Schönheit, bis ihre Strahlkraft im späten Herbst erlischt um uns im nächsten Sommer wieder zu erfreuen. So wird die Wildblume auch zur Metapher von Leben, tod und Auferstehung. Dies will uns auch der Mythos der Demeter mitteilen. In den Worten Goethes ausgedrückt: „Geprägte Form, die lebend sich verwandelt“.
hukwa

Dienstag, 19. April 2011

Trost der Bäume


Wandern in Johanniskreuz

Heute eine mehrstündige Wanderung in die Wälder von Johanniskreuz unternommen. Die absolute Stille dieses mächtigen Waldes mit seinem alten Baumriesenbestand genossen. Einsame versteckte romantische Waldwiesen entdeckt. Immer wenn ich einen solch mächtigen Wald erwandere denke ich in meinem nächsten Leben möchte ich als Reh oder Fuchs hier wiedergeboren werden. Dieser Wald ist groß, tief und erhaben.
hukwa

Montag, 18. April 2011

Sonnenuntergang auf dem Geomantiepfad

Die Pflanze ist immer das Ganze - Gedanken zu meinen Heilpflanzenführungen

Das Problem vieler Heilkräuterbücher liegt in oft ungenauen Wirkungs- und Dosierungsangaben. Eine meiner wichtigsten Aufgaben während meiner naturkundlichen Exkursionen die ich führe besteht darin dass ich ausschließlich Heilpflanzen vorstelle und erkläre die ich selbst mehrfach ausprobiert habe. Ich gehe also ganz von der Selbsterfahrung aus, wie anders soll ich auch etwas erklären, wenn nicht aus der eigenen Erfahrung.

Die von mir vertretene Richtung der Heilkräuterkunde wurzelt in einer ganzheitlichen Sichtweise; ich sehe die Pflanze als Ganzheit und nicht nur ihre einzelnen Wirkstoffe. Auch die Naturheilkunde wurzelt in einer ganzheitlichen Sicht- sie soll- heil also wieder Ganz machen.

Jede Pflanze stellt eine Ganzheit dar; nur ein ganzheitliches Mit feuchten und schattigen Plätzen.tel kann einer ganzheitlichen Behandlung oder Therapie dienlich sein.

„Im Gegensatz zur synthetisch hergestellten Monosubstanz, einem einzelnen Wirkstoff, besteht die Heilpflanze aus einer von der Natur kunstvoll zusammengesetzten Wirkstoffkombination, die in ihrer Ganzheit mehr ist und anders wirkt als die Summe ihrer Bestandteile. Den Störungen, die ein künstlicher Einzelwirkstoff häufig im organischen Geschehen neben seiner beabsichtigten Wirkung hervorruft, steht die oft bessere Verträglichkeit der pflanzlichen Gesamtdroge gegenüber.(R.Jung;Heilkräuter)“

Ein bloßes aneinander reihen und Aufzählen der Inhaltsstoffe einer Heilpflanze erklärt in vielen Fällen deren Gesamtwirkung nicht ausreichend.

Geblendet von Technik, Konsum und materiellen Fortschritt sind die meisten Menschen blind geworden gegenüber der Wunder der Natur, diese alte Mutter Gaia, wie die alten Griechen sie nannten, diesem verstrickten Lebensnetz zu dem auch wir gehören, dem Menschen wieder näher zu bringen ist auch Sinn meiner Heilpflanzenführungen.

„Alle Wiesen und Matten,

alle Berge und Hügel sind Apotheken“, schrieb Paracelsus. Die mich umgebende Natur ist der größte und schönste aller Kräutergärten.

hukwa

Freitag, 15. April 2011

Vom Licht der Natur und des Geistes

Jetzt wo draußen alles blüht und wuchert bin ich täglich einige Stunden bei den Bäumen und Pflanzen. Ich möchte keine Baumblüte verpassen. Während meiner Wanderungen setze ich mich oft unter einen Baum und lese im Werk des Paracelsus.

Vom Licht der Natur und des Geistes- dieser Satz des Paracelsus, der ja in der Medizingeschichte solch außerordentliches geleistet hat, das man die höchste deutsche Auszeichnung die für Ärzte vergeben wird- die Paracelsusmedaille für Medizin – nach ihm benannte ist für mich eine Bestätigung dass er auch mit seinen Okkulten Schriften nicht so weit daneben gelegen haben kann.

Paracelsus der von sich selbst sagte: „Man lästert und schreit- zwar von mir, ich sei nicht zur rechten Tür zu den Geheimnissen der Kunst eingegangen, allein, welches ist die rechte? Galenus, Avicenna, Mesua, Rhases, oder die offene Natur? Durch diese Tür ging ich ein: das Licht der Natur und kein Apothekerlämpchen leuchtete mir auf meinem Wege.“

Mit atavistisch-hellsichtiger Begabung vermochte Paracelsus durch „Wesensbetrachtung“ eine Pflanze als Heilpflanze zu erahnen. Ein Teil davon ist als „Signaturenlehre“ (signum= Zeichen, Merkmal) bekannt.

Paracelsus interessiert mich vor allem weil er eine ganzheitliche Sicht der Heilpflanze vertrat.

hukwa

Mittwoch, 13. April 2011

Mein Bezug zum Schamanismus

Nach dem Filmbeitrag über mich im SWR Fernsehen der den Titel trug „der Schamane aus dem Pfälzerwald“, wurde ich von vielen Leuten gefragt, welche Art von Schamanismus ich „betreiben“ würde? Als erstes möchte ich klarstellen das meine Arbeit keine esoterische ist sondern eine naturphilosophisch, tiefenökologische Richtung beschreitet. Philosophisch bin ich ein Anhänger der Philosopia perenis, ökologisch vertrete ich die klassische Tiefenökologie im Sinne ihres Begründers Arne Naess und Schamanistisch habe ich mich immer dem nordeurasischen Schamanentum zugehörig gefühlt. Also jener Form des Schamanismus wie er von Mircea Eliade und Findeisen uns nahe gebracht wurde.

Diesen Schamanismus kann man nicht erlernen man wird in ihn hineingeboren, in unserer modernen westlichen Welt ist es so das der Schamanismus den angehenden Schamanen findet. Ich meine damit, man bringt ihn mit aus einer anderen Welt. Dieser nordeurasische Schamanismus wie ich ihn vertrete ist eine Art von spiritueller Psychotherapie für die Erde und somit auch für den Menschen.

hukwa

Dienstag, 12. April 2011

Gedanken während einer Wanderung entlang des Trippstadter Geomantie Weges

Immer wenn ich Gruppen entlang des Geomantieweges führe versuche ich im Gespräch „tiefer“ zu reden. Ganz im Sinne von Arne Naess der einmal sagte: „Das Wesen der Tiefenökologie besteht darin, tiefere Fragen zu stellen“. Jetzt im April wo überall Buschwindröschen und Sauerklee entlang des Weges blühen, da aus den dunklen Wäldern der Duft der Wildkirschblüte- und des Schlehdorn zu mir herströmt, wo im saftigen Grün des frischen Aprilgrases die gelbfarbene Sumpfdotterblume den Wanderer erfreut, spüre ich besonders deutlich meine Vernetzung mit der Erde. Hier auf diesem Weg erscheint mir die Natur wie ein heiliger, mythischer Raum bevölkert von zahlreichen Wesen der sichtbaren und nichtsichtbaren Mitwelt. Wer hier bewusst geht dem erzählt die Landschaft ihre Geschichte. Es kann schnell passieren das sich bei einer solchen Wanderung die linearen Zeitabläufe auflösen und wir ins kosmische hinein wandern. Ich spüre hier auf dem Geomantie Weg immer sehr deutlich das der Naturraum der mich hier umgibt, sinnlich und metaphysisch so stark auf mich einwirkt, das hier besondere Erdkräfte am Werk sein müssen. Man muss sich selbst eben nur „tief“ genug fragen, dann erhalten wir auch eine weise Antwort. Auf diesem Weg und an verschiedenen Plätzen, die der Weg hier für den Wandernden bereithält spüre ich Kräfte walten die ich an anderen Orten nicht vorfinde. So ist der Trippstadter Geomantiepfad für mich Erdung mit dem Planeten und zugleich Verbindung ins Kosmische. Wenn ich hier laufe bin ich ganz im Hier und Jetzt. Ich habe diesen Pfad ja nicht erfunden – der Weg hat mich gefunden. Bevor ich überhaupt auf die Idee einen solchen Pfad zu benennen und zu beschreiben kam, bin ich ihn ja schon viele Male gegangen, weil er mir gefiel und mich regelrecht anzog, weil er mir seine Geschichte erzählte. Der Weg erzählt mir seine Geschichte durch die Steine die ich hier vorfinde, die Pflanzen die hier wachsen, die Tiere die hier leben, die Vögel, Schmetterlinge und Libellen die hier fliegen. Seine Geschichte erzählt mir der Teichrohrsänger der hier sein Lied singt und dessen Nest ich kenne. Ich lese seine Geschichte und die seiner Landschaft im Flug der Vögel die ich hier beobachte, im Verbiss des Rotwildes das hier äst und lese sie in den Kratzspuren die der Dachs hier in den Nächten hinterlässt.

In diesem Schöpfungsalphabet zu lesen ist mir eine tägliche Freude. Darinnen lesen zu können heißt auch den ökologischen Analphabetismus überwunden zu haben und Tiefenökologisches Bewusstsein erreicht zu haben.

Alles ist vernetzt dies ist eine Lehre die ich auf diesem Weg gelernt habe. Dies ist auch der Grund warum ich Gruppen auf diesem Weg führe- um sie für die Vernetzung der Erde zu öffnen.

hukwa

Freitag, 8. April 2011

Die alten Zaubergärten

Ich habe in meinem Leben viele gärten kennengelernt. Meine Eigene, Fremdgärten, Themengärten, Gartenanlgen von Bekannten. Sehr früh am Morgen bin ich schon in den Gärten, wenn ich längere zeit in einem Garten arbeite, kann ich recht gut in ihm Lesen. Es ist als erzähle mir der Garten seine Geschichte. An der Form der jeweiligen Anlage, an den angesiedelten Pflanzen, am Schnitt der Bäume, den alten und neuen Wegen und Beeten, erkenne ich viel über die Gärtner die vor mir hier gewirkt haben. Leidenschaftliche Gärtner, leidenschaftslose Gärtner, oberflächliche Gärtner, Gärtner die noch mit der alten Gaia in Verbindung standen.
Die Rosen, Tulpen und Nelken Gärten habe ich immer gemieden. Meine Liebe gilt den alten Anlagen: Denn Bauerngärten und den Parkanlagen mit ihren uralten von Efeu überwucherten Bäumen. Ich liebe Gärten in denen die Vorherrschaft der Natur noch nicht gebrochen ist. Parkanlgen die sich im Laufe vieler Jahre wie von selbst zu mystischen Zauberhainen geformt haben, die ihren eigenen Geist entwickelt haben. Wo die alten Baumriesen das sagen haben. Parks und Gärten die sich selbst gehören. In ihnen gibt es nichts robotisches, die Pflanzen stehen nicht in Reih und Glied.
Manchmal findet man solche Anlagen nur wenige Meter Abseits von unserer hektischen Welt dennoch scheinen sie unberührt zu sein von den giftigen Abwässern unserer konsumistischen und rationalistischen Welt. Solche alten Zaubergärten gibt es immer weniger, ihnen steht das gleiche Schicksal bevor wie den alten Bäumen. Sie gehören einer Zeit an die schon lange nicht mehr ist. Ich mag es auch nicht wenn man sie wieder in ihren alten Stil hineinzwingen will, solche Bäume haben sich entwickelt, haben ihre eigene, geheimnißvolle Aura bekommen, die nur zu dem jeweiligen Garten gehört, das kann man nicht wiederholen. Irgendwann kommt dann irgend ein schlauer Gartenarchitekt und zwingt diesen Gärten ein Korset um das ihnen überhaupt nicht steht. Frevlerhaft stutzt man die Bäume, man reißt die Wildpflanzen aus der Erde, säubert die Sandsteine vom Moos, Motorsensen- und sägen heulen auf. Es ist als seien die Tartaren in den heiligen Hain der Diana von Nemi eingedrungen und schlagen nun alles kurz und klein. das ist meistens das Los der alten Zaubergärten.
hukwa

Donnerstag, 7. April 2011

Vom Kalmus

Neben dem Baldrian habe ich heute auch meine Kalmuspflanzen umgetopft. Alle Pflanzen stammen von einer Mutterpflanze ab die nun schon über zwanzig Jahre alt ist. Zu diesen alten Pflanzen von denen ich einige habe hat sich im Lauf der Jahre eine besonders enge Beziehung aufgebaut, für mich persönlich sind sie Kraftpflanzen. ich trinke regelmäßig in meinem Kräutertee auch Kalmus mit. Für mich hat diese Pflanze einen besonders vorzüglichen Geschmack. Der Wurzelstock des Kalmus kann bis zu 1,20m lang werden in ihm liegt auch die Heilkraft der Pflanze.
hukwa

Dienstag, 5. April 2011

Baum und Landschaft

Bäume prägen eine Landschaft sehr stark, sie geben ihr eine Struktur und ein Gesicht. Stehen sie vereinzelt im Landschaftsraum so kommt ihre Persönlichkeit besonders stark zur Geltung. Neben ihrer ökologischen Funktion, haben sie vor allem eine ästhetische und raumbildende Wirkung auf die jeweilige Landschaft in der sie wachsen. Solch einzelne Bäume sind ein Kulturgut und müssen unbedingt erhalten werden. Auch wenn sie auf Privatgrund stehen, gehören sie ähnlich wie Märchen und Mythen der Allgemeinheit und letztendlich natürlich sich selbst. An vielen solch alter Bäume "hängen" wie Früchte an Zweigen regionale Mythen und Geschichten. Von allen Naturobjekten sind es die Bäume die als ein Symbol des Lebens gelten. Viele religionen haben ihre Welt- und Lebensbäume. Auch heute noch sind sie Plätze des Erinnerns, des meditativen Verweilens. Einzelbäume dienten schon immer als Wegzeichen und Grenzmarkierungen, sie waren Gerichtbäume und Thingbäume, Hofbaum und Dorfmittelpunkt.
Solch markante Einzelbäume verschönern das Landschaftsbild und geben der jeweiligen Landschaft in der sie wachsen eine eigene Identität.
hukwa