Freitag, 28. September 2018

Kindheit und Geomantie

Schon als Knabe zogen mich gewisse Plätze in der freien Natur magisch an. Plätze und Orte wo ich mich wohlfühlte. Wo ich allein sein konnte und mich an der Umgebung erfreute. Vor allem war es das goldene Licht der frühen Herbsttage, das erste Färben der Laubbäume, der Tau am frühen Morgen, die ganze Magie des Altweibersommers - eine Jahreszeit in der ich spürte das da noch viel mehr war als dass was ich sah. Es war vor allem die Morgen und Abenddämmerung die mich in die Wälder zog. In diesen Stunden verwischen die Farben der Diesseitigen Welt mit der Jensseitigen. Auf diese weise wollte ich etwas von der besonderen Atmosphäre der Plätze die ich aufsuchte erfassen. Dies geschah natürlich auf einer mir damals noch nicht bewussten ebene meiner Wahrnehmung. Auch mein Bezug zur Tiefenökologie hat hier seine Wurzeln. Schließlich ist Tiefenökologie wie Geomantie ein Austausch mit der Erde. Auch für meine spätere Berufung als Künstler waren diese Erfahrungen prägend. Dieses "Zu-Hause-Sein" in der großen Gemeinschaft von Stein, Pflanze und Tier ist noch heute Teil von mir.
hukwa

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