Donnerstag, 29. November 2018

Weg nach Eleusis

In der Nacht bin ich in einem sehr realistischen Traum nach Eleusis gewandert. Ich lief die heilige Straße, über die Brücke, vorbei an den Sümpfen nach Eleusis. Es war eine Pilgerschaft in eine andere Welt. Solche Träume die ja mit den Archetypen in Verbindung stehen hat man nicht jede Nacht. Auslöser dieses Traumes war wohl die Literatur über das antike Griechenland die ich derzeit lese. Alles Bücher die man im historisch-antiken Sinn Mysterienbücher nennt.
hukwa

Im Schatten nächtlicher Pfade 
erwarte ich die Stunde 
die das erste Hell 
von der Dunkelheit scheidet 
unter der alten Eiche 
lausch ich dem Orakel  
der Mond ruht über mir 
uralter Eiche Stimme 
die Welt ist zweigeteilt 
Gestern sprachen noch die Nymphen. 
hukwa

Mittwoch, 28. November 2018

Eleusis

 Eleusisches Licht 
beleuchtet mich 
da ich wandere 
durch blaue thrakische Nacht 
Eos goldene Tränen 
befeuchten mein Angesicht 
dennoch 
Aglanoike suche ich 
die Dienerin der Aphrodite 
Bacchantinnen im Tal der Hekate 
euren Ruf vernehme ich. 
hukwa

Um in die Mythologie einzudringen, um ihren Sinn zu begreifen, darf man mythologische Texte nicht als Märchen lesen, sondern als Tatsächlichkeit. Als eine Tatsache der "inneren Geschichte" des Menschen. Ein eindeutiges Beispiel hierfür ist das Orakel von Eleusis. Wir haben es in Eleusis mit einer geschichtlichen Tatsache zu tun, die 2000 Jahre lang stattgefunden hat. Wahrscheinlich wird das Geheimnis von Eleusis nie gelöst werden, jeder der es kannte, und das waren sehr viele, hat darüber niemals etwas ausgesagt. Wir kennen von den Mysterien nur das Gerüst, das innere Geschehen im Heiligtum bleibt der Welt bis heute verborgen. Es muss dort etwas geschehen sein, von solch mystischer Intensität das niemand wagte darüber zu reden. Diese Tatsache beweisen zahlreiche antike Zeugnisse unter ihnen die Tragiker Sophokles und Euripedes. Platon, der auch ein Eingeweihter der eleusischen Mysterien war, bezeichnete das Geschehen dort als "phantasmata", als eine Geisterhafte Erscheinung.
hukwa

Montag, 26. November 2018

Im blauen Fackelschein

Meine Gedichte wollen die Seele ins Fremde führen, in eine chtonische Landschaft. 
Hans Wagner 

Die Arme mit Schlangen um wunden
im roten Schein purpurnen Mondes lichtes
dich Hekate grüße ich
Urfunken glitzern
tief in meiner Seele
ins alte Thrakien reise ich
Gorgonenhaupt
erschreckt mich nicht
im Fackelduft
im blauen Schein
verbindet sich mein Sein
mit Thrakiens und Arkadeins reiner Luft.
hukwa

Samstag, 24. November 2018

Geflüster der Eichen von Dodona

"Im Wort liegt etwas Heiliges, das uns verbietet, mit ihm ein Zufallsspiel zu treiben. Eine Sprache kunstvoll handhaben heißt eine Art Beschwörungszauber ausüben". 
Stephane Mallarme  

Sternverwandt
steigt mein Geist empor 
sich wärmend im orphischen Licht 
ins Land der Hyperboräer 
wo Dunkel sich erhellt 
in einem von 
Schwänen gezogenen Wagen 
reist heute mein Geist 
lauschend dem Geflüster 
der Eichen von Dodona 
enteilend den Masken der Medusen 
hinein ins lichte Eleusis. 
hukwa

Freitag, 23. November 2018

Wo den Silberfingern goldene Nägel wachsen

Über den dürren kalt gewordenen Nächten
steht der rote Mond
er sorgt dafür
das die Erinnerung wach bleibt
in meinem Blut
ein Schweigen strahlt aus
der gefrorene Rosenbusch
schläft auch das grüne Einhorn fest
verweile ich doch am gleichen Ort
wo den Silberfingern goldene Nägel wachsen
dort bei den Birken
wo sie blaue Schatten werfen
entzündet sich die gefrorene Flamme
begleitet vom Ruf des Nachtspechts.
hukwa

Donnerstag, 22. November 2018

Das schläfrige Morgenlied des Nachtspechts

Der Schnee auf den Bäumen
erzählt mir
von Werden und Vergehen.
hukwa

Sie deuten den Ruf des Nachtsspecht
als etwas böses
erschrecken vor dem unsichtbaren Kainsmal
es ist die Stunde da der Morgen erwacht
die Zeit da der Magier mit seinem Buchstabenzauber beginnt
begleitet vom
schläfrigen Morgenlied des Nachtspechts.
hukwa

Meine Gedichte sind Inspirationslyrik doch vor allem 
sind sie Initationslyrik. 
H.W. 

Dienstag, 20. November 2018

Kosmisches Echo

Wohnung und Heimstatt
der Unbegrenzte Raum des Geistes
der gesellschaftlich gefärbte Intellekt
ein Werkzeug des Geistes
in mir tief drinnen
das Echo kosmischer Mächte
erzählt
vom Sternenstaub vor Jahrmillionen
geformter Geist
aus Stein entstanden.
hukwa

Montag, 19. November 2018

Winterhaiku

In kalter Winternacht
krächzen die Elstern in der alten Fichte
die Eule flog vorüber.

Im Schneewald
Auge in Auge
die einsame Krähe und ich.
hukwa

Sonntag, 18. November 2018

Verbunden mit der Allseele

So entfernt ist die Vergangenheit nicht
das ich nicht mehr beobachten könnte
wie Wordsworth durch die Wälder streift
ein Gedicht ohne Scham und ohne Begrenzung
das sich durch den Kosmos bewegt
ist das Vermächtnis von Blake
der aus einem Strudel von Wolken
Regenbogen farbene Vögel fliegen ließ
denn seine Worte waren die Wolken der Poesie
und seine Zeichnungen gezogen mit Elfenhand
so entfernt ist die Vergangenheit nicht
das wir keine Medusenschwärme
sondern blutrote Regenwürmer sind
die sich in einer entfernten Vergangenheit
in dieses heutige Sein entwickelten
nun drängt zur nächsten Stufe
dem Erwachen
des göttlichen Antropos.
hukwa

Samstag, 17. November 2018

Gespür für die Allseele

Gerade war ich im Garten die Krähen füttern. Als ich unter die Bäume trat warteten beide schon auf mich. es sind wunderschöne Momente wenn man das vertrauen das Wildtiere einem entgegen bringen können spüren darf. In mir spüre ich dann ein tiefes Gefühl mit der Allseele in Verbindung zu stehen. Man gehört zur großen Familie von Stein, Pflanze und Tier.
hukwa

Donnerstag, 15. November 2018

Uralte Sehnsucht

Uralte Sehnsucht
lagert in dunklen Herbstnächten
die Spur im Sand
wird zum Wegweiser des Traums
früher Morgen
erstes Licht
in der Ferne
die regungslose Nebelwand
durchbrochen
vom ersten rötlichen Dämmern
des neuen Morgen
der erwachende Tag
wird zum Sprungbrett
den eigenen Schatten zu überwinden.
hukwa

Mittwoch, 14. November 2018

Wir sind nur ein Versuch der Natur

Die Welt ist ein Lebewesen, 
ausgestattet mit einem Körper, 
den die Menschen sehen können, 
und einer Intelligenz, 
die die Menschen nicht sehen können. 
Hermes Trismegistos 

Es ist mir fast nicht möglich den Gedanken zu fassen dass diese Welt doch einmal zur Vernunft finden wird. Der Mensch ist ein Zerstörer, er vernichtet mutwillig Tiere und Ökosysteme und lebt im Krieg mit seiner eigenen Spezies. Dumpfheit, Dummheit und Gier regiert die Welt. Die Erde ist ein Lebewesen und sie wird sich gegen die zerstörerischen Eingriffe des Menschen zur Wehr setzen. Dies passiert ja schon man muss nur die Auswirkungen des Klimas beobachten!
Der Mensch sein ein "Fehlschlag der Natur" meinen einige. ich denke wir sind nur ein "Versuch der Natur" und wenn wir uns weiterhin gegen die Erde stellen wird unsere Erde diesen "Versuch" einfach abbrechen.
hukwa

Dienstag, 13. November 2018

Novembergedanken

Das fahle Licht des Novembers
Erinnerungen aus dem alten Jahr
Trost meiner Gedanken
noch einmal rinnt vorbei
Erlebtes und Gedachtes
November der Erwartungen
erfüllst du die Abende
mit Schweigendem.
hukwa

Freitag, 9. November 2018

ABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

für Hambi und alle Wälder unserer gemeinsamen Erde

WIR
Foto©UteKW

Wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von der Erde der Sonne dem Mond und den Planeten
von den Bäumen den Pflanzen den Ozeanen den Eisbergen den grünen Wäldern
wir gehören zu dieser Erde wie die Pflanzen und Tiere
wir sind verbunden mit den Wäldern die ihr täglich zerstört
wir sind verbunden mit den Meeren und den Flüssen die ihr täglich vergiftet
wir sind Kinder dieser Erde die uns ernährt und die wir lieben
wir sehen uns in einer Verpflichtung für diesen Planeten
wir haben Angst
diese Angst hat konkrete Gründe
sie ist Verantwortung gegenüber den Nachgeborenen den noch Ungeborenen
wir sehen eine ungewisse Zukunft vor uns
wir die Kinder dieser Erde wissen
dass unsere Philosophie nicht identisch ist
mit der Sicht der Konzerne und ihrer Manager die diese Erde ausbeuten
uns ist bewusst dass ihr mit eurer Verantwortungslosigkeit
mit eurer ungelenkten Konsumsucht und Raffgier
unsere Zukunft zerstört
denn die Zukunft gehört dem Leben
nicht dem schleichenden Tod den ihr vorbereitet
die Zukunft gehört den klaren Wassern der Meere und Flüsse
denn grünen Wäldern und Hügeln
die Zukunft gehört nicht euren roten Listen
die ihr den Nachgeborenen als Erbe hinterlassen wollt
wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von unserem noch blauen Planeten
und wir werden kämpfen
für unsere Kinder und Enkelkinder
denen wir eine Zukunft geben wollen
deshalb
lasst uns unsere Träume und Visionen zu Werkzeugen schmieden
mit denen wir unsere Sehnsüchte
nach einer besseren Welt
konkret verwirklichen können. 
 
hukwa












Donnerstag, 8. November 2018

Historisches Wissen ist immer Mitwissen am Mythos - Von der metaphysischen Geschichte der Menschheit

Wir alle tragen ein Geschichtsbild in uns (das Geschichtsbild des Einzelnen), das in der Regel von dem Geschichtsbild der professionellen, institunionalisierten Geschichtswissenschaft abweicht. Diese Geschichtsbild des Einzelnen ist in der Regel kein so „trockenes“ wie das der Geschichtswissenschaft. Es ist spekulativ. Ein Mensch wie Schliemann hatte gewiß ein großes Geschichtswissen dennoch verließ er sich bei seiner Suche nach Troja nicht auf das Geschichtsbild der damaligen Geschichtswissenschaft sondern er zog den niedergeschriebenen Mythos in seine Suche mit ein und wurde fündig. Hätte er sich nur auf die Fakten damaliger historischer Erkenntnisse verlassen er hätte niemals seine großen Entdeckungen gemacht.
Echtes historisches Wissen ist immer auch „Mitwisserschaft“ am Mythos der aus dem Reich der Archetypen zu uns dringt. Schliemann las den Homer nicht als mythische Überlieferung für ihn war dieses Schriftum ein frühgeschichtliches geistiges Dokument das zum Teil auf Tatsachen beruhte.
Denn der Mythos ist zu einem Teil objektive Wahrheit und zum anderen Spekulativ. Was Schliemann erkannt hat war dass neben der äußeren Geschichte noch eine „Innere Geschichte“ existiert, diese hatt man mit dem Kleid des Mythos umhüllt.
Bachofen hat dies korrekt ausgedrückt:
Was nicht geschehen sein kann, ist jedenfallls gedacht worden. An die Stelle der äußeren Wahrheit tritt also die innere. Statt der tatsächlichkeiten finden wir Taten des Geistes“.
Der Mythos der ja die Innere Geschichte des Menschen beschreibt ist die Metaphysische Geschichte der Menschheit. Zwischen dieser metaphysischen Geschichte und der historischen Geschichte besteht immer eine Verbindung. Der mythos erzählt also die älteste gedachte Geschichte des Menschen. Das mythische Denken ist ein vorsokratisches Denken. Das Alte Testament ist hierfür ein Beispiel. Man kann davon aus gehen das Moses eine historische Person war seine „Taten“ allerdings sind mythisch. Hier kannn man deutlich die Verbindung zwischen innerer und äußerer Geschichte erkennen. Die metaphysische Geschichte des Menschen ist so alt wie seine Evolution. Mit dem Aufdämmern der Logik, mit der Philosophie des Sokrates der die Wurzeln der Logik gepflanzt hat, wurde der Mythos ins menschliche Unbewusste verdrängt. Dort führt er als „psychische Realität“ eine eigenständige existenz, die der Kontrolle unseres Ich-Bewusstseins nur bedingt erfahrbar ist. 

hukwa 



Mittwoch, 7. November 2018

Die dunkle Seite des Novembers

Die dunkle Seit des Novembers
legt sich auf das glänzende Gefieder der Krähe
Nacht am Tag
Tagesnacht
Novembernebel
Beschwörung der Zeit
das sind Novembermächte.
hukwa

Dienstag, 6. November 2018

Mit Tieren sprechen

Seit Jahren spreche ich mindestens einmal am Tag mit den Krähen. Es sind wildlebende Tiere die mich mehrmals am Tag besuchen und sich ein Leckerli abholen. Sie sind sehr intelligent und ich weiß dass sie mich verstehen wenn ich mit ihnen spreche. Wenn man mit Tieren spricht muss man gleichzeitig das Gespür in sich fühlen, das es echt ist, wenn man davon überzeugt ist das sie einem Verstehen. Man darf sich da nichts selbst vormachen. Dieses Gespür beruht auf einer sehr langen Erfahrung im Umgang mit Tieren. In der Regel finde ich es weitaus interessanter mich mit Tieren auseinanderzusetzen als mit Menschen.
hukwa