Dienstag, 8. November 2011

Dichtung als Weltbegegnung

Dichtung ist ein Initationsprozess. Dem Dichter bedeutet die Sprache den Weg der Wirklichkeit verbindlich zu gehen. Sein dichterisches Wort bewährt auch darinnen seine Kraft, das es im Hören und lesen den Versuch unternimmt das ursprüngliche Leben neu zu erwecken. In diesem Sinn ist jedes Gedicht eine Neuschöpfung, weil das Wagnis der Namensgebung immer wieder von neuem geschieht- Welt kommt zur Sprache- wo diese Übersetzung nicht gelingt, wo das Wort nur über Welt redet- entsteht keine Weltbegegnung und somit keine Dichtung. Den Dichtung sei sie auch noch so abgedreht oder verklausuliert- ist immer Weltbegegnung. Ein einsames lyrisches Ich-steht auf- den Massen zu begegnen.
hukwa

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