Donnerstag, 22. April 2010

In der Waldlichtung

Wenn ich meine dustere Waldpfade laufe sind meine Gedanken tief in meiner Innenwelt. Je schmaler und dunkler die Pfade um so lieber laufe ich sie. Umgeben vom Schattenwurf alter Kiefern und Fichten weiß ich dass auch die dunklen Waldpfade immer zu einer Lichtung führen. Bei diesen Waldlichtungen findet sich meistens eine Ruhebank auf der ich mich dann niederlasse und warte bis meine Gedanken sich erhellen. Solche Waldgänge sind mir Wege die zum Sein führen. Hier im Wald bin ich allein, lebe jene Freiheit die mir als die erstrebenswerteste gilt, die Freiheit des Denkens. Von solchen Lichtungen aus schweifen meine Gedanken dann zügig in die Weite. Sie überwinden alsbald den dichten Wald und suchen lichtere Höhen auf. Mir ist dann zumute als wollten meine Gedanken durch die Wolken hindurch in den Kosmos aufsteigen. Für einen Moment fällt alles irdische von mir ab, ich fühle mich leicht wie meine Gedanken und tief in meiner Innenwelt habe ich das Gefühl das noch etwas mit meinen Gedanken aufsteigt. Vielleicht ist es jener Teil in mir denn wir gemeinhin als Seele bezeichnen, der sich nun, da ich mich in dieser Waldlichtung aufhalte sich mit meinen Gedanken zu kosmischen Höhen aufmacht.
hukwa

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