Dienstag, 14. April 2009

Sumpfdotterblume




Die Sumpfdotterblumen blühen

Zu Ostermontag begann die Blüte der Sumpfdotterblumen (Caltha palustri). Die Sumpfdotterblumen die in meinen Gärten wachsen begleiten mich nun schon seit vielen Jahren. Jedes Jahr ist es erneut eine große Freude wenn ihre sonnigen Blüten erscheinen. In den wasserreichen Gebieten um Trippstadt findet sich die Caltha palustri noch recht häufig, einige Stellen sind mir bekannt wo sie regelrecht wuchert. Je nach Wetterlage blüht sie von März bis ende Mai. Man findet sie fast ausschließlich in sumpfigen Gebieten wie ihr deutscher Name schon ausdrückt. Wie die Feuchtwiesen und natürliche Gewässer immer stärker zurückgedrängt werden, so wird auch die Sumpfdotterblume an vielen Orten seltener und zählt inzwischen zu den bedrohten Arten der heimischen Pflanzenwelt. Ihre Blüten schließen sich bei Regen nicht, sondern füllen sich mit Wasser, in das die Pollen gelangen und so zu den Narben transportiert werden, sie zählen zu den Pflanzen wo eine Regenbestäubung stattfindet. Mit den dottergelben Blüten verlieh man früher dem Butter eine besonders kräftige Farbe und in der Signaturenlehre benutzte man sie als Mittel zur Heilung der Gelbsucht. Ihre sonnig – gelbe Blüte lockt mit bestimmten Saftmalen, Flecken und Zeichnungen, die nur das auf ultraviolettes licht reagierende Kerbtierauge wahrnehmen kann, verschiedene Kleinlebewesen an. Es bereitet mir jedes Jahr sehr große Freude, bei den Pflanzen zu verweilen und ihre Besucher zu beobachten, ihr Einblick in den Mikrokosmos, erinnert mich immer an etwas universelles und ich beneide dann diese kleinen Käfer um ihr "Sehen" das sie dem Menschen voraus haben.
hukwa

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