Montag, 31. Oktober 2016

Leserbrief: Die Rheinpfalz v. 20.10.2016 – Artikel: Luchs

Dass Luchse Schafe und Ziegen reißen ist absolut natürlich, schließlich liegt dies in der Natur dieses Raubtieres. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Zukunft weitere Ziegen und Schafe dem Luchs als Beute dienen werden. Es mag sich etwas grausam anhören, doch dieser Beutezug des Luchses zeigt, dass sich die Tiere im Pfälzerwald inzwischen heimisch fühlen.
Dass der Luchs solche Raubzüge unternehmen wird hat man schon vor seiner Auswilderung im Pfälzerwald gewusst und die Rheinpfalz hat hier mit einer Reihe von Veröffentlichungen eine gute Öffentlichkeitsarbeit für das vom Aussterben bedrohte Raubtier gemacht.
Es gibt in Europa einige Länder in denen große Schafherden gehalten werden und das in direkter Nachbarschaft mit Luchs und Wolf. Herdentierhalter hierzulande sollten sich einfach einmal informieren welche Maßnahmen in Frankreich oder anderen Ländern, in denen die Raubtiere zuhause sind, ergriffen werden, damit die Schäden nicht zu stark ausfallen.
Es sollte nun darauf geachtet werden, dass der Luchs nicht dämonisiert wird.
Wenn wir es einmal aus unserer Naturgeschichte heraus betrachten, hatten Mensch und Luchs einst eine ähnliche Lebensweise, beide waren erfolgreiche Jäger und töteten die gleichen Beutetiere. Die Evolution hat aus dem Menschen ein zivilisiertes Wesen gemacht. Der Luchs ist Jäger geblieben. Dies hatte schließlich zur Folge das ein Jahrhunderte langer Ausrottungsfeldzug gegen den Luchs begann.
Was als sicher gelten kann ist, dass auch der Wolf in den Pfälzerwald zurückkehren wird, und hier ebenfalls auf Beutezug geht. Beide Tierarten gehören ja letztendlich ursprünglich in den Pfälzerwald und haben schon hier gelebt als dieses Waldgebiet von den Menschen noch nicht in Besitz genommen war.
Ökologisch gesehen ist die „Heimkehr dieser Wildtiere“ etwas positives!
Das Reißen von Herdentieren ist nur eine Anpassung an ihre Umwelt. Und diese Umwelt ist nun wieder der Pfälzerwald geworden. Natürlich nur, wenn wir ihn überleben lassen!
Der Luchs hat das gleiche Recht in diesen Wäldern zu leben wie der Mensch auch. Schließlich sind wir Menschen nicht die Krone der Schopfung – im Gegenteil – wir sind ihr schwächstes Glied. 
hukwa

Samstag, 29. Oktober 2016

NovemberNachMittage

Manchmal tropfen die Tage herab
wie schwarzer Regen
und
die Erde tut sich schwer mit der Last
der
tanzenden Marionetten
man versteckt sich
im
Nebel der
NovemberNachMitttage
fühlt sich endlich unbeobachtet
nur vereint
mit der
Abwesenheit.
hukwa

Freitag, 28. Oktober 2016

Krähenflug

Mit den Blättern fällt der Herbst
in die Stille des nahenden Novembers
Nebelschwaden ziehen
krumm wie die Bäume im Wald
klettern die Gedanken ins Freie
eine einsame Krähe zieht Kreise
als Reise sie dem Sommer entgegen
vom leichten Windhauch der Lüfte
lässt sie sich wie ein Herbstblatt treiben.
hukwa

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gefangener Traum

Wachende Wälder
gefangen
in einem grünen Traum
aus Moos
erleuchten die Träume
das Einhorn war hier
doch die Welt schläft weiter.
hukwa

Dienstag, 25. Oktober 2016

Montag, 24. Oktober 2016

Joringel und Jorangel

Uralte Eiche
sprichst du die Sprache
des Winters
ein uralter Gott
in deinen Ästen
schon suchen die Vögel nach Futter
noch wartet der Schnee in den Wolken
doch die Mistel wirft ihren Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel.
hukwa

Donnerstag, 20. Oktober 2016

LiteraTour

Früh am Morgen
entwerfe ich die Pläne für
meine Inneren Landschaften
schreibend entdecke ich was Literatur ist
Enträtselung der Innenwelt
Vision und Möglichkeit von Verwirklichungen 
Ich befinde mich auf einer
Expedition nach meiner
eigenen entworfenen Geisteskarte
Traumkarten anderer Wirklichkeiten
führen mich in bisher unbekannte Landschaften
das Vorhandensein
solch innerer Traumlandschaften
macht mich zu einem Marco Polo des Geistes
es ist das Bewusstsein der eigenen
Unwiederholbarkeit
das mich in immer weiter entferntere Gebiete des Bewusstseins treibt.
hukwa

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nachtfaltergesang

Wir sollten
unser Gedächtnis so Schulen
das wir das Lied des Nachtfalters wahrnehmen
sein Gesang ist reine Mystik.
hukwa

Dienstag, 18. Oktober 2016

Stille und Schweigen

Und wieder dämmert das Traumland herauf
ich schließe die Augenlieder
Traumhaft verwandelt sich die Zeit
Bilder von Bäumen von Menschen und Felsen
tauchen vor meinem geistigen Auge auf
die Stunde mahnt auf Zeitreise zu gehen
Stille und Schweigen wollen nicht vergehen
auf nächtlichen Pfaden will ich am Tage gehen.
hukwa

Montag, 17. Oktober 2016

Die menschliche Komödie

Es ist ein Gesetz des Lebens das dass Schauspiel der menschlichen Komödie nie endet alles geht weiter und die Wiederholung beginnt spätestens wenn der Vorhang gefallen ist.
hukwa

Samstag, 15. Oktober 2016

Am frühen Morgen

Ich glaube das die Seele eines Menschen mit dem anbrechenden Morgen eine Verbindung eingeht. Nie bin ich allem seelischen, allem feinstofflich-emotionalem näher als am frühen Morgen. ich glaube das jene Menschen die ihre Seele "verloren" haben diese am frühen Morgen wieder finden können, vorausgesetzt sie suchen nach ihr. Früh am Morgen steckt die Nacht noch in uns doch die Intensität des anbrechenden Tages kontrolliert schon unser Denken. Die Zeit zwischen 4.u.6. Uhr ist für mich eine Zwischenzeit. Eine Tageszeit da die Seele ihre Flügel schüttelt und spannt, wie der Zugvogel es macht, bevor er auf die Reise geht und Grenzen und Flüsse überquert. Am frühen Morgen ist mir oft als denke ich nicht nur mit meinem Verstand sondern mit meinem ganzen Körper.
hukwa

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Zwischenzeit

Grauer Herbst zog auf
verdrängt die sonnige Tage
Sommer verfällt
zu namensloser Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
die Brunnenschale am Wegesrand
von gelben Blättern des Oktobers begraben
über sumpfigen Wassern ein letzter Hornissentanz
schon lang hat sich der Winter eingeschworen
im roten Flammenbrand die Lärchen am Berg
tief steht der Herbst
der Winter naht.
hukwa

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Dienstag, 11. Oktober 2016

Unruhige Nacht

Das Mondlicht durchbricht mit voller Macht
die Wirrnis einer dunklen Nacht
die lähmende kalte Dunkelheit
dringt ins Urbild der Seele ein
der Traum verirrt im dusteren
sein Sinn ist nur auf Sand gebaut
durchs Fenster bricht das Sternenlicht
des Lebens Lärm darinnen verlischt.
hukwa

Montag, 10. Oktober 2016

Tagtraum der Nächte

Die dunkle Seite des Novembers
erhellt das glänzende Gefieder
der Krähen
Nacht am Tage
TagesNacht
NovemberNebel
Beschwörung der Zeit
im TagTraum
der Nächte
im Schlaftraum der Tage
das sind
Novembermächte.
hukwa

Samstag, 8. Oktober 2016

Freitag, 7. Oktober 2016

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Atem der Zeit

Die alten Kiefern atmen Zeit.
Sandsteinblöcke zwischen den Bäumen
alt und grau
Walddrossel
singt
die
alten
Lieder
mir
ist
als
kehre
die
Kinderzeit
wieder.
hukwa

Dienstag, 4. Oktober 2016

Ich, Bürger vieler Welten

Die vielen Gedichte die ich geschrieben habe sind die poetische Summe meiner inneren Entwicklung. In der Poesie die ich als meine erste Heimat bezeichnen möchte spüre ich ganz realistsich das ich ein Bürger mehrer Welten bin. Die Poesie gibt mir das Wissen das ich neben der realen Welt ein weiteres Zu hause in einem transzendentalen Universum besitze.
hukwa

Montag, 3. Oktober 2016

Sonntag, 2. Oktober 2016

Gefieder der Zeit

Stein am Ufer
darinnen ruht
das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
bemalte Altäre
am Ufer des Waldweihers
erleuchten die Nacht
im Licht von silbernen Kometen
am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
hinein in das
Gefieder der Zeit.
hukwa

Samstag, 1. Oktober 2016

Elfentanz im Garten

Herbstsonne golden
funkelndes Nornenhaar
Götternebel
Oktobermond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft im Weidenbaum
Fliegenpilz wächst beim Birkenbaum
in des Mondes weißem Licht
Tanzen die Elfen im Garten.
hukwa