Dienstag, 18. August 2015

Herbstmond

Nun, da die erste leichte Laubfärbung der Bäume beginnt, die Zugvögel unruhig ihr Gefieder spannen ist der Herbst nicht mehr weit. Die Schwalben sammeln sich jetzt an den Abenden auf den Überlandleitungen. Die Felder sind abgeerntet und die Apfelbäume tragen Früchte. An solchen Abenden hat auch der Himmel oft schon seine herbstliche Färbung. Bald ziehen die Wildgänse. Der Siebenschläfer legt eifrig Vorräte an. In den Wäldern kehrt nun bald die Herbstruhe ein. Ich laufe den alten Dorfweg der mich in die Wälder bringt. Zwei Baumfalken ziehen über mir ihre Kreise. Ich folge dem Wildbach und bin bald tief in den Wald eingedrungen. Neben zwei großen Waldfrauenfarn Büschen lass ich mich auf einem Baumstumpf nieder. Ich bewundere für einige Zeit das schöne Haar des Farn. Ich lausche dem Murmeln der alten Eiche, das von einem leichten Wind nun langsam zum aufgehenden Mond getragen wird. Mir scheint als klinge ein feines Klagen von den Weidebüschen her zu mir herüber. Als flöte eine Nymphe diesen feinen Ton.
hukwa

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