Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die Stinkmorchel - kleine Pilzvolkskunde

Wenn man sie nicht sieht riecht man sie, pflegte mein Großvater zu mir zu sagen wenn wir in die Pilze gingen . Gemeint ist die Stinkmorchel. In einigen Teilen Deutschlands glaubten die Jäger, dass die phallusähnlichen Pilze an den Brunstplätzen der Hirsche wüchsen. Ihre eigenartigen "Eier", ihre Gestalt und ihr widerlicher Geruch machten es nur natürlich dass man sie mit Hexen und bösen Geistern in Verbindung brachte.
Die Stinkmorchel wurde aber auch regelmäßig als Zutaten zu Liebestränken oder als Aphrodisiakum benutzt. Man verfütterte auch diesen Giftpilz ans Vieh, um so seine Fruchtbarkeit zu vermehren. Im Mittelalter verwendete man Stinkmorcheln auch als Zubereitung eines Öles, das Gichtschmerzen lindern sollte. Es wurde auch zur Behandlung von Rheuma und sogar Epilepsie verwendet.
hukwa

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