Donnerstag, 11. Oktober 2012

Wahrnehmung der Natur

Die Psychologie des Zen lehrt uns eine andere Wahrnehmung der Welt. Suzuki schrieb einmal: "Zen ist ein vertrockneter Grashalm im Wind", da gebe ich ihm recht. Es ist die realistische Wahrnehmung der Welt und der Natur aus der Sicht des spirituellen Geistes. Es sind Momente, eigentlich Minuten des Lebens, da wir ganz bewusst aufnehmen. Es sind die Phänomene des wandelbaren Wassers in einem klaren Gebirgsbach, die flüchtigen Wolken, besondere Farbnuancen am Abend- und Morgenhimmel, die Wirkungen des Lichts im Herbst. All das lehrt uns Zen. Natürlich muss man kein Anhänger von Zen sein um solches wahrzunehmen. Man muss nur mit offen Augen durch die Natur gehen und mit seinem Geist sehen können. Thoreau drückte es so aus: Man soll nicht in den Wäldern mit seinem Körper ankommen, ohne mit dem Geist angekommen zu sein".
hukwa

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