Mittwoch, 31. Oktober 2012

Herbstmeditationen

Zu den unvergesslichen Augenblicken im Leben, zählen für mich die stillen Abende im Herbst. Die erdigen Gerüche die der Wald an solchen Abenden ausströmt, ein Hexenkreis von Pilzen und der Flug der Kraniche gen Süden. Dies alles macht die Stimmung des Herbstes aus. In dieser zeit sollte der Mensch sich auch selbst beobachten, den mit jedem Herbst nähert er sich auch seinem Lebensherbst. In den Wäldern fallen die Blätter und die Hagebutten leuchten in ihrem kräftigen rot mit dem Fliegenpilz um die Wette. Das Rotkehlchen in der Weißdornhecke träumt in der Oktobersonne ein letztes mal vom Sommer. Auf den Überlandsleitungen sammeln sich die letzten Zugvögel um ihre Reise in den nächsten Tagen anzutreten, sie folgen den Kranichen. Jetzt ist die Zeit der Kastanien und des neuen Wein gekommen. Am Abend lese ich wieder öfters Lyrik, aber vor allem ist jetzt die Zeit da um in sich zu gehen. Um diese Zeit schöpferisch zu nutzen muss man einen meditativen Lebenswandel führen, denn, der ganze Herbst ist eine Meditation.
hukwa

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