Dienstag, 13. Dezember 2011

Begegnung mit dem Unbewussten

Die großen Momente im Leben eines Menschen sind meiner Meinung nach jene wo die bewusste Realität mit der unbewussten Realität zusammentrifft. Jedenfalls ist dies in meinem Leben so, für die anderen kann ich nicht sprechen, nur für mich selbst. Wenn ich in meinen Tagebüchern blättere, die ich seit 1978 führe, finde ich immer wieder Notizen darüber wo beide Welten aufeinandertrafen und sich das Unbewusste in das Tagesbewusstsein drängte. Die Antriebskraft in meinem Leben ist die schöpferische Intuition, sie entspringt einem geheimnisvollen Bereich im Menschen, den nur die wenigsten orten können. Aus diesem Urgrund entsteht auch meine Dichtung, die bei mir ein reines Produkt des Unbewussten ist. Ich sehe mich als ein "Student des Lebens", ein Lernender und Werdender, denn das Leben ist ewige Suche und ewiger Wandel. John Lilly schrieb einmal er sei ein "Student des Unbekannten", diesen Ausspruch kann ich gut nachvollziehen, erlebe ich es doch ähnlich. So ist es auch mit den Menschen denen ich im Leben begegne, mich interessiert an ihnen nur das Unbewusste, finde ich keinen Zugang zu ihrem Unbewussten, werden sie Uninteressant für mich. Dieses Unbewusste versuche ich mit den Werkzeugen der Kunst und der Philosophie zu ergründen. Wenn ich sage dass mich an den Menschen nur ihr Unbewusstes interessiert, dann meine ich damit nicht das ich mit ihnen darüber rede, sondern das Unbewusste dieser Menschen spricht zu mir. So lange dieser Fluss fließt gibt es auch eine Kommunikation, wird dieser Fluss aber gestoppt so wird das Leben banal und Gespräche werden Uninteressant.
hukwa

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