Montag, 21. November 2011

Schreibend auf dem Lande

Im gewißen Sinne ist Schreiben für mich auch immer ein Stückchen Vision-Visionssuche. Schreibende Expeditionen sind Erkundungen unserer inneren Landkarte. Ich bewege mich durch Landschaften meiner Vergangenheit, mache halt an Stationen und Wegmarken, notiere und bewege mich schreibend weiter. Oft frage ich mich was suche ich als ein den Kinderschuhen Entwachsener im Eiland meiner Kindheit? Das ich ja schreibend auch oft aufsuche. Ohne zweifel etwas archaisches und wärmendes, ein Arkadien meiner Kinderzeit, die Landkarten, die gerüche, die Erinnerungsfelder der Kindheit sind es die ich oft aufsuche. Viele kennen solche Bilder. Haben wir sie erst einmal verloren sind wir Roboter, leere Hüllsen, Staubkörner vom Sturm getrieben. Viele haben ihre Möglichkeiten verspielt das Leben aus den Augen der Kreativität zu sehen. Jeglich Individuelles haben sie getauscht, gegen Artikel aus der konsumistischen Alltagswelt. Ohne bemerkt zu haben dass der Konsum eine bewusst gezeugte, realistische Vision einer Gesellschaft ist, die uns knallhart die Gesetze ihres Marketing Denkens aufzwingt. Dies ist wohl Hauptgrund das ich mein Leben schreibend auf dem Lande verbringe. Das Landleben wird zu jenem schützenden Wall der mich davor bewahrt selbst ein Roboter zu werden.
hukwa

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