Dienstag, 8. November 2011

Neblung

In keinem anderen Monat fließt die Quelle der Poesie so stark als im November. Ist der Mai der Monat der Leichtigkeit, des Sehnens und der inneren Freuden so ist der Neblung der Monat der Vergeistigung, aber auch der Schwermut die aber eine gewiße Süße in sich trägt, wenn man sich von den Herbstnebeln nicht zu stark beeinflußen lässt. Der Dichter der im November keine Gedichte schreibt, sich nicht inspierieren lässt wird das ganze Jahr über etwas vermissen. Vergänglichkeit aber auch die Ahnung von Ewigkeit das strahlt der Neblung aus.
hukwa

Geist
ruhend im Zauberwald der Poesie
wo unsichtbare Brücken
zur Höhle Orpheus führen
an deren Eingang
ein brennender Dornbusch blüht.
hukwa

Poesie
verrate mir das Geheimnis
um die wahren Namen der Dinge zu Ergründen
Du rufst mir zu
in den Wäldern finden wir das Sein
doch die Städte quellen über vor
Seiendem.
hukwa

Einst war ich ein Stück Rinde
vom Lebensbaum
vermodert in der Erde
zog meine Seele mit den Nebeln
über die Meere
als Dunst stieg ich auf ins Universum
Sternschnuppe wurd ich
um als Geist zurückkehren zu können.
hukwa

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