Montag, 28. November 2011

Der Baum am Wegesrand

Durch den Wald laufen ist für mich auch immer eine Bewusstseinswanderung. Wenn ich eine Landschaft erwandere stellt sich immer auch ein Landschaftserlebniss ein. Das besinnliche Wandern in einer vitalen und schönen Landschaft wie z.B. dem Pfälzerwald fördert natürlich auch die Beziehung zur Erde. Wenn ich mal nicht im tieferen Wald wandere sondern mehr in der Feldflur und am Waldrand laufe spüre ich diese Beziehung sehr stark wenn dann am Wegrand vereinzelt alte Bäume auftauchen. Solche Einzelbäume haben eine besondere Wirkung auf das Landschaftsbild. Sie geben dem jeweiligen Raum eine Struktur, geomantisch gesprochen ein Gesicht. Einzeln stehend werden sie so zu erkennbaren Symbolen des Lebens. Sie prägen die Landschaft nicht nur ästhetisch sondern sind Ausdruck der Seele einer Landschaft. Sie verkörpern nicht nur die Natürlichkeit der Landschaft, sie geben ihr auch Spiritualität so das wir von der spirituellen Landschaft sprechen können. Solche Landschaftsräume sind heute wichtiger denn je. Sie schenken uns jene Erholung die wir so dringend benötigen in einer Zeit die ganz vom ökonomischen Denken regiert wird. In diesem Sinne ist der Baum am Wegesrand immer ein Lebensbaum.
hukwa

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