Montag, 18. Juli 2011

Das wilde Denken oder das Sein der Dinge

Früher Morgen. Ich sitze auf der Veranda umgeben von meinen Gemälden, Fetischen, Assemblagen und geschnitzten Masken. Dinge die ihre eigene Kraft ausatmen. Mit den Jahren können Kunstwerke zu Fetischen werden, je nachdem wie man mit ihnen umgeht. Sie werden teil von einem Selbst, treten in Bezug zum eigenen Sein. Als Kind schon viel es mir leicht mich in Dinge die in der Landschaft waren hineinzuversetzen. Ein einsamer Baum, ein Fels, eine besondere Erhebung in der Landschaft, ja, ein Zaunpfosten von Brombeeren umrankt konnten mich ganz in ihren Bann ziehen. Diese "Gespür" für etwas, nannte ich später das "Sein der Dinge". Diese Dinge haben nicht nur ihre eigene Ausstrahlung, nein, ich spürte deutlich das irgendeine Kraft in ihnen war. Noch Heute- wenn ich in der Erinnerung zurückreise ins Land der Kindheit- spüre ich diese Kraft, mir sind jene Empfindungen die ich damals hatte noch sehr bekannt. Ich denke dies ist eine Sache des Bewusstseins. Früh schon übte ich mich in solchen "Hellsichtigkeiten". Wohl wollte ich schon als Kind tiefer in die Dinge eindringen als jene Menschen es taten mit denen ich zusammen lebte. Es war wohl einer meiner ersten bewussten Zugänge zur Metaphysik. Eine frühe Spiritualität und Transendenz die ich in mir entdeckte. Dieses frühe "wilde Denken" hat mich bis Heute nicht verlassen, es hat mich vor dem materialistischem Sog unserer trivalen Gesellschaft immer beschützt, so als benützte ich einen- Fetisch.
hukwa

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