Nirgendwo
ist
Irgendwo.
hukwa
Danilo Kis war zweifelslos einer der interessantesten Schriftsteller Europas. Ein Autor des Labyrinthischen, des Traums und der Parabel. Einer der wider das Vergessens schrieb und literarisch in der Nachfolge von Jorge Luis Borges steht. Seine "Enzyklopädie der Toten", erzählt keine Storys über große Persönlichkeiten der Geschichte sondern beschreibt jene Namenslosen und Unbekannte, deren Lebensweg im Nirgendwo des Vergessens endet. Wie Borges richtet auch Kis seinen Blick auf eine imaginäre Bibliothek die Ähnlichkeit mit dem mythischen Totenreich aufweist. Vorbei an einem stummen Pförtner, dem man einen Passierschein vorzeigen muss gelangt man in die unterirdischen Gefilde wo sich die Bibliothek befindet. Das Leben der Unbedeutenden, der Ruhmlosen, der Unscheinbaren findet sich hier aufgelistet. Die Bibliothek als Akasha-Chronik.
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