Samstag, 12. Januar 2019

Die Natur mag keine Roboter

 
Foto©UteKW

Ich singe dieses Lied
für mich und die Buche da draußen und für
DICH
BLAKE
BYRON
SHELLEY
für WORDSWORTH
und ganz viele andere
für die BLUTBUCHE
etwa fünfzehn Meter von meinem Arbeitszimmer entfernt
Es ist der Winter wo der Schnee ausblieb
ein unheiliges Datum
in den Himmel GEÄTZT
in jenem Jahr als die GLETSCHER schmolzen
und vom Himmel sanft schwarzer REGEN fiel
und die Augen der KRÄHEN die täglich die Buche anfliegen
gefüllt mit blutigen Tränen
die Weide schlug viel zu früh aus
und der Igel musste ohne Winterschlaf auskommen
in diesem unheimlichen Winter
sind die Zugvögel hier geblieben
als wären sie ORIENTIERUNGSLOS
die Kinder waren TRAURIG denn sie wussten
dass sie nie wieder SCHNEEMÄNNER sehen würden
und so VIELE WISSEN IMMER NOCH NICHT DAS SIE SICH SCHULDIG machten
Wir bewahren von nun an die Schönheit
weißer Winterlandschaften
in unserer ERINNERUNG auf
Wie die Märchen aus dieser Welt verschwunden sind
wird bald so vieles VERSCHWUNDEN sein
was einst bekannt war
In meinen Augen schmelzen die Tränen
sie trocknen aus wie die Gletscher der ARKTIS
durch meinen Körper strömt eine Hitzewelle
stickig wie die Sonne
über den Lagern von Äthiopien
Dennoch
DAS INNERN MEINES KOPFES IST HEUTE EIN HIMMEL VOLLER STERNE
MEIN Herz ein Glutball wie die Sonne AFRIKAS
ich bin gefüllt mit angehenden EXPLOSIONEN
ich laufe über den Waldboden
ich laufe über den Feldboden
ich laufe über den Asphalt
mir ist als hebe ich ab
fliege über dem Boden dahin
Ich verliere gerade meine SCHWERKRAFT
durchbreche das MUSEUM meiner vergangenen Jahre
in meinem INNERN schmelzen die STERNE
meines einzigarteigen UNIVERSUMS
ich trotze der Depression dieser WELT
denn das Leben soll WAHRHAFTIG sein
wie der sonnige Wintermorgen eines frühen Tages
der mich an den Anfang der GEZEITEN erinnert
der alle Schwere von uns nehmen kann
wie das GEÄDER in den Sandsteinen
erkennbar ist
ERKENNE ich die SCHICHTEN der EVOLUTION in meinem GEIST und meiner SEELE
Tote in BAGDAD
HUNGER in ÄTHIOPIEN
DURST in ganz AFRIKA
ARMUT AUSBEUTUNG überall
Wann endlich:
DURCHBRECHEN wir das MUSEUM
dieser längst schon nicht mehr aufrecht zu erhaltender WELT
Wann Schreien wir laut
SODOM NINIVE NEW YORK MOSKAU BERLIN BOMBAY DEHLI TOKIO PEKING
all diese Menschenschluckende LEVIATHANE
schon HEUTE sind eure Namen nur noch ERINNERUNGEN
an eure Verfehlbarkeiten
aus dem Herzen dieses kleinen Dorfes
grüß ich die STRANDGÜTER der Großstädte
Brüder und Schwestern in den Slums dieser verkommenen WELT
der ORGANISIERTEN ARMUT
Huren und Strichjungen die ihr euch verkauft
weil ihr den FESSELN DER ARMUT nicht entfliehen könnt
Koksschnüffler Alkoholleichen Penner
STADTNEUROTIKER auf eurem wiederkehrenden WEG ins VERDERBEN
irrend in den Betonschluchten und im Großstadtdschungel
wann endlich beginnt ihr mit dem Feiern einer Politik der friedlichen Ekstase
Wann endlich verliert ihr eure SCHWERKRAFT und folgt mir in die
LEICHTIGKEIT der WÄLDER
das NEUE zu GEBÄREN
Hinein steigend in ein Gedicht von
Farben Geflecht Wurzeln und Spinnweben
vermoostem Laub und Unkengeschrei
Vogelgezwitscher
brechenden Ästen und brausenden Baumwipfeln
hier ist das Leben sonst nirgends
NEWS FROM NOW – HERE
"das einzige was wir über die Lage von Nirgendwo wissen, ist das es nicht da liegt wo wir sind".
Doch wir sind hier
HIER SIND WIR!
Vielleicht stimmt es und der Himmel gehört GOTT
doch die ERDE gehört UNS
UNS nicht euch
nicht eurem ausufernden TURBOKAPITALISMUS
diese betörende ERDE
die ihr täglich schändet
in eurer GIER und HABSUCHT eurer DUMMHEIT
die ihr täglich oberflächlich tötet
Oh diese betörende ERDE
deren zarte Haut wir mit Asphalt vernarben
meinen SEGEN soll sie haben
diese archaische Umgebung mit den rauschenden Bäumen
lausch ich euch doch schon ein Leben lang
dieser anmutende Sang
aus dunklem Fichtentann
dringt in mein MUSCHELOHR
wie das rauschen des salzigen OZEANS
der durch meine ADERN fließt
wie PLANETENSPHÄRENKLANG
Steig ich zu euch empor
um den GÖTTERN zu sagen
vielleicht stimmt es und der Himmel gehört euch
doch die ERDE gehört UNS
also entfernt die ROBOTER sie sind ZUHÄLTER und MORDWERKZEUGE
Steinhart ist es aufgezeichnet
im Millionen Jahren altem FELS
Wir sind die Mordwerkzeuge
in den Händen dieser ERDMÖRDER
sie lassen uns morden
täglich
oberflächlich
fortwährend
durch
INSEKTIZIDE WAFFEN AUSBEUTUNG GEWALT GELD ARROGANZ GIER
sie nennen sich Bewahrer und Verwalter
gestohlenem Reichtums
ihr die ihr die SEELEN unserer Kinder ZERSTÖRT
denn dieser PLANET ist euch eine endlose Fabrik
die produziert und die man ausbeutet bis auch das letzte weg ist
mit euren
militärischen Apparaten
unmenschlichen Betonstätten
empfindungslosen Bürokratien
Industriegiften
GEN Versuchen
RADIOAKTIVEN ABFÄLLEN
ÖLTEPPICHEN
im Namen eines WAHNSINNIGEN ÖKONOMISCHEN WACHSTUMS
habt ihr ein GIGANTISCHES CHAOTISCHES
ZERSTÖRUNGSPOTENTIAL beschworen
und auf die Menschheit losgelassen
ein FRANKENSTEINMONSTER
das mit seinen Giften
unser tägliches Gewebe durchtränkt
die Wasser die Pflanzen die Fische die Tiere
unser Fleisch und unsere Knochen
habt ihr durchtränkt und befallen
mit den zerstörerischen MUTATIONEN
eurer Bakterien und Viren
die ihr frei gelassen habt
geplant in euren mordlüsternen Phantasien
die uns zu WIRKLICHKEIT geworden sind
und der WAHNSINN ist
Wir sind die MORDWERKZEUGE in den Händen unserer MÖRDER



hukwa






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