Dienstag, 4. Dezember 2012

Kosmologie und Heimatkunde oder Werde der du bist

Wir müssen ins Unendliche Denken wenn wir uns selbst finden wollen. Ich habe aber auch keine Probleme damit kosmisch zu denken während ich an einem heimatkundlichen Text arbeite. Es ist mir einfach klar das meine Heimat der Kosmos als auch meine jetzige irdische Umgebung ist. Wenn ich mich mit den Ursprungsmythen verschiedener Völker beschäftige begebe ich mich ja ebenfalls auf eine heimatkundliche Suche. Mit der Aussage der Astrowissenschaften über die Unbegrenztheit und gleichzeitige Endlichkeit des Kosmos kann man begrifflich nur schwer etwas anfangen. Als Mensch muss ich mir einen zeitlichen Ursprung vorstellen, einen Ursprung des Lebens, einen Ursprung der menschlichen Kultur überhaupt. Die Beschäftigung mit meinem Ursprung kosmisch und irdisch ist letztendlich ein Zeitsprung. Wenn ich Ahnenforschung betreibe begebe ich mich auf eine Zeitreise und wenn ich über den Ursprung des Kosmos nachdenke bin ich ebenfalls ein Zeitreisender. Der Anfang eines solchen Denkens ist symbolisch, es gibt ein oben und unten aber eben nur symbolisch sonst gelingt es mir nicht in einer strukturierten Raumzeit zu denken. Oben und unten ist nur eine Art Hilfetabelle mit der ich das Zeitlabyrinth bereisen kann. Es gibt in Wahrheit kein oben oder unten, es gibt nur eine Art lebendiger Spirale die sich irgendwann zu einem Kreis schließt. Das Leben in seiner Gesamtheit kann nur eine Entelechie sein "geprägte Form, die ewig sich verwandelt". Ich denke der Mensch ist ein Prozess. Unser innerster Kern, die Seele, die Monade, das Selbst ist dem kosmischen Prozess des "Werdens" unterworfen, ganz im Sinne Goethes "werde der du bist".
hukwa

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