Sonntag, 16. September 2012

Flurnamen des Holzlandes


Altmühl, bei Schopp: (um 1755) bezeichnet einen alten Mühlplatz bei der Gewanne Brunnenwiese.

Bremenfeld, bei Schopp: Premer Feld. Am Südosthang der Winn gelegen  Bedeutet wo Bremmen (=Ginster) wachsen.

Bruchhalde, bei Schopp: steiniger Felsabhang im Finsterbrunnerwald in der Nähe des Naturfreundehauses Finsterbrunnertal. Der Name kommt von den dortigen, nach 1870 betriebenen Steinbrüchen.

Buchenkaut, bei Schopp: nach dort stehenden Buchen benannt.

Deich, bei Schopp: Deych, Deuch, ist ein trockenes wasserloses Tal.

Dämmchen, bei Schopp: Dammartige Erhöhung in der Buchenkaut (19.Jh.)

Diemersteinerwoog, bei Schopp: (18.Jh.), lag am Ausgang der Klamm zum Moosalbtal  1401 vermählte sich die Raugräfin Anna, Erbin u.a.von Stolzenburg, eine untergegangene Burg bei Stelzenberg und Diemerstein mit Philpp von Dhaun. Der Name kommt somit von einem Besitzer. Interessant hierzu auch Vellmann „Diemersteinerbach“.

Drautensohl, bei Schopp: (um 1600), im 19.Jh. wohl durch unverstandene Umbildung Trautmannssohl. Siehe auch Trautmannsberg.

Eck, bei Schopp: „Im Eck“, bedeutet der ältere Teil des Dorfes Schopp. 

Eichköpfchen, bei Schopp: (19.Jh.) nach eichen und dem dortigen Bergrücken benannt.

Finsterbrunn, bei Schopp: Seitental des unteren Karlstal, das sehr düster ist, durch starken Baumbewuchs. Name kommt vom Finsterbrunnen der dort entspringt.

Finsterbrunnerwald, bei Schopp: Wald der zur Schopper gemarkung gehört. Hier stand einst auch das Gut Finsterbrunn, das dem Deutschordenhospital beim Einsiedlerhof in Kaiserslautern gehörte.

Gut Finsterbrunn, bei Schopp: siehe Finsterbrunnerwald.

Finsterhardt, bei Schopp: (1600), Waldweide oberhalb des Finsterbrunnertales.

Forstfeld, bei Schopp: (19.Jh.), Baumschule am Weihereck.

Franzenberg, bei Schopp: nach Franzosenstellung (1793/94) benannt.

Großflurfeld, bei Schopp: heute Große Flur genannt, ein Ackerfeld unterhalb des Dorfes.



Haderwald, bei Schopp: Wald um den es „Hader“ gab, Besitzstreitigkeiten.

Haferdell, bei Schopp: nach der Fruchtart benannt.

Hardt, bei Schopp: Waldbezirk der ehemals zur Viehweide – Rauweide – gehörte.

Haseldeich, bei Schopp: trockenes Waldtal von Haseln bestanden.

Haßlerkopf, bei Schopp: (1600), Haßelkopf, kleiner Berg von Haseln bewachsen. 

Hermersthalerrück, bei Schopp: (um 1600), wahrscheinlich nach dem Personennamen Hermann benannt. (vgl. Hermersberg – Ortschaft). Bergrücken in der Waldabteilung Trautmannsberg.

Hammerthal, Trippstadt – Karlstal: das Hammertal ist das untere Teil des Moosalbtales ab der Wilensteinermühle bis zum Walzwerk, wo der Aschbach der Moosalb zufließt.

Hirtenwiese, bei Schopp: Hirtenwiese (um 1760), später Schützenwiese, dem Hirten oder „Schützen“ zur Nutzung zugewiesenes Wiesenstück.

Hirschhalde, bei Schopp: heute Schützwiesenhalde, bei Christmann: von „Hühnerscharre“ bedeutet „große Felsen“.

Heyd, bei Schopp: „auf der Heyd“, ca. 1760. Stammt von Heide, heute kleine Gewanne beim Steinalber Pfad.

Hohlgraben, bei Schopp: (um 1760) Geländeform beim „Bremmenfeld“. „Bremme“ = Ginster. 

Homberg, bei Schopp: Wie Humberg (Humberg Turm – Kaiserslautern) bedeutet großer, hoher Berg.

Kaltdell, bei Schopp: kleines Tal zum Finsterbrunnen hin. 

Kannelborn, bei Schopp: um 1600, heißt heute Rothbrunnen, benannt nach den Kanneln, Kandeln, den Leitungsrohren (Deicheln).

Klamm, bei Schopp: enges Tal oberhalb der Streitwiesen.

Kolborn, bei Schopp, nach Rohrkolben benannt.

Koberwoog, bei Schopp: benannt nach einem Aalfangkasten (1600), „neuer, sickingischer Weiher“,dieser Weiher lag beim heutigen Schopper Bahnhof.

Kobertälchen, Koberwiesen, bei Schopp: nach einem Aalfangkasten „Koben“.

Krickenbacher Pfad, bei Schopp: alter Gewanneweg zur Schopper Mühle.




Langental, bei Schopp: benannt nach seiner Form, einst „Imbsenthal“ geheißen.

Linnedeich, bei Schopp: trockenes mit Linden bestandenes Tal.

Lehmkaut, Laimenkaut, bei Schopp: Lehmgrube östlich des Friedhofes. 

Lauterweg, bei Schopp: einst der Weg nach Kaiserslautern durch das „Loch“.

Loch, bei Schopp: tiefliegende Stelle unterhalb der heutigen Hauptstrasse am Nordrand des Dorfes. 

Mühlplatz, bei Schopp: 18.Jh. siehe Altmühl und Heckosteinermühle. 

Mühlhalde, bei Schopp: um 1600, heute Schützenwiesenhalde und Schulberg siehe „Heckosteinermühle“.

Moosalb
Die Moosalb ist das Hauptgewässer von Trippstadt und wurde innerhalb der Trippstadter Gemarkung in frühester Zeit auch „Muschalb“ genannt. Der Namensbestandteil – alb für Bach – und Flussnamen stellt im Bereich des Pfälzerwaldes als auch im Westrich eine altwestische (vorindogermanische) Bezeichnung für Fluss- und Bachbette sowie Weißwasser dar, die sich im keltischen Sprachschatz als albis ebenfalls widerspiegelt. Das zahlreiche auftreten dieser Gewässerbezeichnung in unserem heimatlichen Raum spricht für das Weiterleben  von Resten einer keltisch – romanischen Stammesbevölkerung in unserer Landschaft.
In der Beforschung durch den Forstmeister Philipp Vellmann im Jahre 1600 erfahren wir weitere Namen der Moosalb.
Von der Mündung aus gesehen bis herauf zur heutigen „Geiselberger“- einstmaligen „Hertersweilermühle“ hieß sie „Fischbach“, von dieser Mühle bis zur Mündung der Hirschalb (Diemersteinerbach) nannte man sie „Hertersweilerbach“, von da bis zur heute längst untergegangenen  Heckosteinermühle (südlich vom „alten Brunnen“) wurde sie „Humbergerbach“ genannt. Von der Heckosteinermühle (auch Harkosteinermühle) an bis zum Schönbergerwoog hatte sie den Namen „Horkosterbach“, von diesem Woog aufwärts zur Quelle war ihre bezeichnung dann Moosalb. Jene Teile in denen die Moosalb Sickinger Gebiet durchfließt wurde sie „Sickingenbach“ genannt.

Lit. Hinweise:
Heinz Friedel: Schopp, Verlag Arbogast
Häberle: Pfälzerwald
Christmann: Waldfischbach
T. Zink: Flurnamen
T. Zink: Flurnamen sowie Deutungen durch den Verfasser
Christmann: Siedlungsnamen
Bilfinger: Begriff und Bedeutung.