Donnerstag, 14. Juni 2012

Vom oberflächlichen Umgang mit alten Grenzsteinen


Es ist eine Schande wie in verschiedenen Gebieten des Pfälzerwaldes mit dem alten Kulturgut der Grenzsteine umgegangen wird. Auf meinen Wanderungen durch den Pfälzerwald finde ich immer wieder alte Grenzsteine die durch Holzabfuhr und von Holzrückenmaschinen aus dem Boden herausgerissen wurden und nun achtlos im Gebüsch oder am Wegrand liegen. So konnte ich in einer Woche allein sechs Grenzsteine in den Gemarkungen Trippstadt und Schopp entdecken die einfach am Wegrand lagen. Grenzsteine sind die „stumme Zeugen aus alter Zeit“, so nannte sie einmal der Kaiserslauterer Stadtarchivar und Heimatkundler Walter Frenzel, der sich ja auch sehr für die Erhaltung dieser kulturhistorischen Steine einsetzte. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass von Seiten der zuständigen Forstämter und den verantwortlichen Revierförstern, hier solche Nachlässigkeit waltet. Dort wo sie umgestoßen oder ausgeworfen sind, ist es Sache des zuständigen Vermessungsamtes oder eben des Forstamtes dieses wertvolle Kulturgut wieder an der richtigen Stelle anzubringen. Grenzsteine sind Teil unserer Heimatgeschichte und immer mehr verschwinden sie aus unseren Wäldern. Es ist an der Zeit solch oberflächlichem Handeln und Denken Grenzen zu setzen und wenn Wanderer Grenzsteine finden, die achtlos am Wegrand liegen, sollten sie dies bitte den zuständigen Behörden melden.
Die Trippstadter Heimatkundler Kurt Knebel und Karl Munzinger haben in jahrelanger anstrengender Arbeit sämtliche Grenzsteine der Gemarkung Trippstadt archiviert und ihre Standorte in den „Blättern zur Trippstadter Heimatgeschichte“ dokumentiert. Wenn man heute diese Grenzsteine erwandert, ist man überrascht wie viel von ihnen fehlen. In einem Zeitraum von zwanzig Jahren, sind zahlreiche dieser kulturhistorischen Objekte „verloren“ gegangen, es ist an der Zeit solchem Frevel ein Ende zu setzen.  
hukwa

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