Mittwoch, 7. März 2012

Das Fundament von Satori

Die beiden Fundamente des Buddhismus sind Prajna und Karuna. Prajna bedeutet in etwa transzendentales Wissen, Karuna heißt Liebe oder auch Mitleid. Über Prajna erreichen wir Einsicht in die Wirklichkeit der Dinge jenseits ihrer Erscheinungsformen, hier ist eine gewiße Ähnlichkeit mit der platonischen Idee vorhanden. Sobald Prajna erlangt ist besitzen wir eine Erkenntnis von der wirklichen Bedeutung des Lebens und der Welt. Somit müssten wir uns nicht mehr um die Anliegen und Leiden anderer Menschen kümmern. Um nicht dem Egoismus und dem Bösen zu verfallen oder der Gleichgültigkeit tritt nun Karuna in unseren Geist. Das Mit-Leiden mit jedem Wesen gründet daher dass jedes Wesen irgendwann Buddhaschaft erreichen kann. Der Buddhismus geht davon aus dass sogar unbeseelte Wesen Buddhaschaft erreichen können. Buddhaschaft erreicht jedes Wesen sobald es von der transzendenten Liebe durchdrungen wird. Prajna und Karuna sind also Vorstufen um Karuna zu erreichen. Prajna "schläft" sozusagen unter einem dicken Panzer von Gewöhnlichkeiten und materiellem Denken in uns. Dies ist Karma bedingt und rührt daher dass wir uns ganz der Herrschaft des Verstandes und dem materiellen Denken ergeben. Wenn wir beginnen uns darinnen zu üben Prajna zu erwecken, erwecken wir die transzendentale Weisheit die in uns schläft.
hukwa

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